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Norwegian Joy: Wal-Kollision vor Sitka bestätigt sich

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Zuletzt aktualisiert: 19.09.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Norwegian Joy lief am 18. September 2026 mit rund drei Stunden Verspätung in Sitka (Alaska) ein – ein toter Finnwal hing am Bug.
  • Augenzeugen berichten von einer sichtbaren Wunde am Hinterleib des Tieres, ein klares Indiz für eine Kollision – bestätigt ist das aber noch nicht.
  • NOAA Fisheries untersucht den Fall, eine Obduktion soll klären, ob der Wal schon vorher tot war.
  • Es ist bereits der zweite tote Finnwal, der diesen Sommer in einem Alaska-Kreuzfahrthafen auftaucht.

Die Norwegian Joy ist mit einem toten Finnwal am Bug in Sitka eingelaufen – und was seitdem an Details rausgekommen ist, ist mehr als nur eine Randnotiz! Ich hatte euch die verzögerte Anlegung in Alaska ja schon gemeldet, aber inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass es sich tatsächlich um eine Kollision gehandelt haben könnte – und das wirft insofern ein größeres Thema auf, als es in Alaska schon der zweite solche Fall in diesem Sommer ist.

Am Donnerstag, den 17. September 2026, war die Norwegian Joy auf dem Weg von Hoonah nach Sitka Sound, als die Crew beim Anlegemanöver einen toten Finnwal am Bugwulst entdeckte. Das gut 1.100 Fuß lange Schiff musste die Ankunft um rund drei Stunden verschieben, während ein Boot der Küstenwache den Kadaver – laut Berichten ein junges Tier von etwa 11 bis 14 Metern Länge – vom Schiff wegzog. An Bord waren rund 4.000 Passagiere, die davon direkt betroffen waren: Der Walbeobachtungs-Ausflug in Sitka Bay fiel für viele praktisch aus, ABER Norwegian hat die Verzögerung nach eigenen Angaben so gut es ging kommuniziert.

Kollision oder war der Wal schon vorher tot? Das sagen die Behörden

Eine Passagierin berichtete von einer sichtbar frischen Wunde im hinteren Bereich des Tieres – für Experten ein deutliches Indiz für eine Kollision mit dem Schiff. Bestätigt ist das aber ausdrücklich noch nicht: Norwegian Cruise Line selbst zeigte sich „zutiefst betrübt“ und sicherte die Zusammenarbeit mit Behörden und Wildtierexperten zu. NOAA Fisheries hat den Fall bestätigt und eine Obduktion angekündigt, die klären soll, ob das Tier zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Kollision überhaupt schon tot war. Eine NOAA-Sprecherin machte im Übrigen deutlich, wie schwierig die Faktenlage bei solchen Fällen grundsätzlich ist: Viele Kollisionen blieben von der Crew unbemerkt, passierten in abgelegenen Gebieten oder die Kadaver sänken ab, bevor sie überhaupt entdeckt würden.

Kein Einzelfall: Wale und Kreuzfahrtschiffe in Alaska

Was die Sache ernster macht, als sie auf den ersten Blick wirkt: Es ist bereits der zweite tote Finnwal, der in diesem Sommer in einem Alaska-Kreuzfahrthafen ankommt – im Juni war es ein trächtiges Tier auf dem Weg eines Schiffes nach Seward. Nach NOAA-Daten sind seit 2001 mindestens zehn Kollisionen zwischen Kreuzfahrtschiffen und Walen vor Alaska dokumentiert. Der Finnwal gilt zudem als gefährdete Art, und Schiffskollisionen zählen laut US-Behörden zu den größten Risiken für die Nordpazifik-Population. Ähnliche Fälle gab es im Übrigen auch anderswo: Bei der MSC Meraviglia hing 2020 ebenfalls ein toter Wal am Bugwulst, und MSC hat als Reaktion auf solche Vorfälle inzwischen ein eigenes Schulungsprogramm zur Vermeidung von Wal-Kollisionen aufgelegt.

Was heißt das für euch als Alaska-Kreuzfahrer?

Ganz ehrlich: Ändern tut das an eurer Reiseplanung erst mal nichts, Alaska bleibt eines der schönsten Fahrtgebiete überhaupt und die allermeisten Fahrten laufen ohne solche Zwischenfälle. Aber es zeigt, wie sensibel die Gewässer dort sind und warum viele Reedereien in bestimmten Zonen freiwillig langsamer fahren, gerade in Wal-Hotspots wie dem Golf von Alaska oder dem Inside Passage. 

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Häufige Fragen zu dieser Meldung

Nein, noch nicht. Augenzeugen berichten von einer sichtbaren Wunde am Tier, die auf eine Kollision hindeutet. Die endgültige Klärung soll eine Obduktion durch NOAA Fisheries bringen.

Laut NOAA sind seit 2001 mindestens zehn solcher Kollisionen vor Alaska dokumentiert. Allein in diesem Sommer 2026 ist es bereits der zweite tote Finnwal, der in einem Alaska-Kreuzfahrthafen ankommt.

Die Ankunft in Sitka verzögerte sich um rund drei Stunden. Für viele der etwa 4.000 Gäste an Bord fiel dadurch die geplante Walbeobachtungstour in Sitka Bay aus.

Mehrere Reedereien fahren in bekannten Wal-Gebieten freiwillig langsamer. MSC hat nach einem ähnlichen Vorfall mit der MSC Meraviglia sogar ein eigenes Schulungsprogramm zur Vermeidung von Kollisionen mit Walen eingeführt.

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