Phoenix Reisen: grüne Motoren-Umrüstung mit VMS Group

Phoenix Reisen: grüne Motoren-Umrüstung mit VMS Group

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Das dänische Serviceunternehmen VMS Group liefert zwei neue Hilfs-Diesel Gensets, basierend auf der neuesten Emissions-Technologie, an das Flagg-Schiff MS Amadea der Kreuzfahrtlinie Phoenix Reisen.

Wabtec Corporation (vormals General Electric Transportation) hat mit modernster EGR-Technologie als erstes Unternehmen eine Medium-Speed Serie L250 und V250 von Diesel Motoren entwickelt, die den höchsten Emissionsstandards IMO III und EPA Tier 4 entsprechen.

Von September 2021 an werden diese zwei Gensets an Bord der MS Amadea geliefert und installiert.

Die MS Amadea, das Flagg-Schiff von Phoenix Reisen, ist dem deutschen Fernsehpublikum durch die ZDF-Serie ”Das Traumschiff” gut bekannt.

Die VMS Group unterstreicht mit diesem Auftrag ihre starke Position als leistungsfähiger und vertrauenswürdiger Lieferant für maritime Lösungen im anspruchsvollen und qualitätsbewussten Cruise-Business. Bei der Umrüstung der MS Amadea werden sämtliche Kompetenzen der VMS Group in Anspruch genommen: Verkauf, Projektplanung, Design, Ingenieurleistungen, technischer Kalkulation von Vibrationen und Lärm-Belastungen sowie Montage und Belastungstests der Gensets vor dem Einbau an Bord.

”Bei so einem Auftrag kommen alle unsere Kompetenzen zur Geltung und bewirken so die Synergie-Effekte unserer erfahrenen Ingenieur-Teams, um die optimale Lösung zu finden”, sagt Kim Rasmussen CCO bei VMS Group.

Optimierte Diesel Gensets, zertifiziert gem. IMO III
”Wir sind stolz darauf, zusammen mit der VMS Group die Flotte von Phoenix Reisen auszurüsten. VMS Group’s Entwicklung und das Design dieser Gensets ist beeindruckend und passen perfekt zu unseren Motoren. Die Gensets sind so optimiert, dass Lärm und Vibrationen minimiert werden. Dazu werden sie ohne SCR und Urea-Einspritzung gem. IMO III Emissionsstandard zertifiziert, d. h. diese Lösung wird ganz klar auch für sehr anspruchvolle Projekte attraktiv sein.” sagt Rob Van Solingen, European Sales Director – Marine and Stationary Power von Wabtec.

An der Umrüstung der MS Amadea sind neben der VMS Group auch das unabhängige Schiffs-Design Unternehmen C-Job Naval Architects mit technischem Management in Zusammenarbeit mit dem Technischen Management von BSM Cruise Services beteiligt. Die MS Amadea liegt z. Zt. Corona-bedingt in Bremerhaven, hat aber einen vollen Sommer-Fahrplan mit Reisen ins Mittelmeer und in die norwegischen Fjorde vor sich.

Flagge zeigen

“In einer Zeit, in der die meisten Kreuzfahrtanbieter durch die Corona-Pandemie extrem belastet sind, ist es Phoenix Reisen hoch anzurechnen, dass Sie ihre Flotte mit der Umrüstung der Gensets weiter modernisieren”, sagt Bosse Berg, Technical Superintendent von Bernhard Schulte Shipmangement (BSM) Cruise Services, die das Schiff für Phoenix Reisen managen.

“Als ein verantwortungsbewusstes Reiseunternehmen mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Cruise Industrie wollen wir die höchsten Standards erreichen. Standards, bei denen die Motoren von Wabtec nicht nur eine Pionierrolle spielen, sondern auch klar die Führung übernehmen”, sagt Johannes Zurnieden, Gründer und CEO von Phoenix Reisen.

Mehr Platz ohne Urea

Eine gebräuchliche Methode, die IMO III oder EPA Tier 4 NOX-Werte zu erreichen, ist es, das NOX im Abgas zu reduzieren. Dies kann erreicht werden durch den Einsatz einer Selektiven Catalysator Reduktion (SCR) der Abgase und durch Urea-Einspritzung.

Die SCR Nachbehandlung erfordert Platz und Raum für die Urea-Tanks, Dosierpumpen, Rohre, Mischvorrichtung und den SCR-Reaktor. Andere Nachteile der Urea-Lösung sind evtl. Komplikationen mit dem Handling von Urea an Bord, Austritt von Urea, zusätzliche Betriebskosten durch den Urea-Verbrauch und Wartungskosten der Anlage.

Eine alternative Methode den IMO III oder EPA Tier 4 Standards zu entsprechen, ist die Begrenzung von NOx in den Zylindern durch Einsatz der EGR-Technologie: Exhaust Gas Recirculation.

Die Wabtec Motoren der Serien L250 und V250 basieren sich auf dieser EGR-Technologie, die das NOx durch Verbrennung begrenzt. Dieser Verbrennungspozess steht im Gegensatz zur Nachbehandlung des NOx in einer Reihe chemischer Reaktionen in einem Nachbehandlungssystem.

Wesentliche Vorteile

Motoren mit EGR-Technologie haben signifikante Vorteile gegenüber Motoren mit SCR-Nachbehandlung, wie Gewichtsersparnis, niedrigere Installations- und Betriebskosten, dazu beanspruchen sie bis zu 40% weniger Platz.

Seit Beginn der kommerziellen Produktion 2015 hat sich diese Technologie bei über 100 Einheiten für maritime Anwendungen bewährt, die Gesamtbetriebsstunden belaufen sich auf über 600.000.

Die Referenzen umfassen mehrere Expeditionskreuzfahrtschiffe, Fähren, offshore Supply Schiffe, Baggerschiffe, Forschungsschiffe mit Polar-Klasse, Schlepper, ATB-Tug-Boote sowie Schub-Schiffe.

Die bahnbrechende EGR-Technologie gewann 2018 den Preis für ”Best Technology for Cleaner Emissions” der Lloyd’s List Americas Award.
Erfüllt ökologische Anforderungen

Die Forderungen nach grünen, nachhaltigen und umweltfreundlichen Lösungen steigen auch im Cruise Bereich rapide an, und es wird erwartet, dass weitere Unternehmen dem Beispiel von Phoenix Reisen folgen.

Fakten:

  • VMS Group ist ein kompetenter Anbieter mit Verkauf und Dienstleistungen im maritimen und im Offshore-Sektor.
  • Der Hauptsitz liegt in Frederikshavn, Dänemark, mit Niederlassungen in Brasilien und Namibia.
  • Das Kern-Business ist Reparatur und Wartung von Getrieben, Propellern und Diesel-Motoren. Reparatur, Wartung und Wuchten von Turboladern für Marinemotoren, Verkauf von Ersatzteilen, Motoren und Getrieben. Schiffsdesign und Projektmanagement.
  • Die VMS Group ist Vertragshändler der Wabtec Corporation für die L250 und V250 Diesel-Motoren in Skandinavien, Deutschland und Brasilien.
  • Die Wabtec Marine-Diesel L250 und V250 erfüllen die strengen Anforderungen der EPA Tier 4 und IMO III Bestimmungen der Environmental Protection Agency EPA und der Internationale Maritime Organisation IMO.
  • Die Technologie dieser Motoren macht die Verwendung von selektiven Catalysator Reduktions-Systemen (SCR) überflüssig, d.h die Lagerung und Verwendung von Urea an Bord entfällt, ebenso der Transport und Tank-Kapazitäten. Weiter entfallen die Beschaffung, Installation und die Wartung dieser Extra-Anlage.
  • Das Weglassen von SCR, d.h keine Dosieranlagen, keine Überwachungsgeräte, keine Tanks können bis zu 40% Platzersparnis bringen, was natürlich das Schiffs-Design vereinfacht sowie Werftliegezeiten für die Installation erübrigt.
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