Reederei – Reaktionen auf den deutschen Lockdown

Reederei – Reaktionen auf den deutschen Lockdown

MS Inspire / © Scylla AG
MS Inspire / © Scylla AG

Deutschland geht erneut in den Lockdown – so unterschiedlich reagieren die Reedereien 

In Deutschland wurde am Donnerstag ein neuer „Lockdown“ verkündet, diese Light Version wird am Montag beginnen und auch einen Einfluss auf die Kreuzfahrtbranche haben. Die meisten Unternehmen – ob Fluss oder Hochsee – haben bereits auf diese Meldung reagiert und die entsprechende Handhabung mitgeteilt. 

Im Hochseebereich sind auf dem deutschen Markt AIDA Cruises, TUI Cruises, MSC Cruises, Costa Crociere und Hapag Lloyd Cruises betroffen. Von den genannten Reedereien hat lediglich AIDA Cruises, der deutsche Marktführer, seine Kreuzfahrten im November abgesagt. Das Unternehmen teilte mit, dass man mit dieser Maßnahme den neuen Regelungen der deutschen Regierung gerecht werden möchte. Aus den entsprechenden Mitteilungen der Regierungen geht allerdings hervor, dass Kreuzfahrten im Ausland grundsätzlich unter den bisher bekannten Maßnahmen durchgeführt werden könnten. Dennoch hat sich AIDA Cruises zu diesem Schritt entschlossen – auch zur Unterstützung der Maßnahmen, die die Bundesregierung erhoben hat. 

Bei MSC Cruises und Costa Crociere liegt die Entscheidung quasi auf der Hand, so wirklich reagiert haben beide Reedereien nicht, denn wie erwähnt, sind die Kreuzfahrten außerhalb Deutschlands weiterhin unter bekannten Auflagen und Bestimmungen möglich. Vereinzelt könnten die einzelnen Landesbestimmungen der Bundesländer hier allerdings noch einmal zu kleineren Problematiken führen. Grundsätzlich ist seitens der beiden Anbieter derzeit keine Reaktion nötig, fahren werden sie ohnehin, da sich an Bord internationales Klientel wiederfindet. 

TUI Cruises sagte noch am Abend der Mitteilungen, dass die Reisen wie geplant fortgesetzt werden sollen. Lediglich die Transreise von Hamburg auf die Kanaren wurde für die Gäste abgesagt, da die spanische Regierung dies als internationalen Tourismus eingestuft hatte. Der deutsche Lockdown hat hierbei keinen Einfluss gehabt. Ähnlich sieht es dementsprechend auch bei Hapag Lloyd Cruises aus. 

Rundum ist AIDA Cruises nun also die einzige Hochseereederei, die ihren Betrieb aufgrund des deutschen Lockdowns noch einmal pausieren wird. 

Ganz anders sieht es auf den Flüssen aus. Hier werden keinerlei Kreuzfahrten im November stattfinden, denn der inländische Tourismus wurde durch den Lockdown wieder auf Eis gelegt. Sowohl A-Rosa Flusskreuzfahrten, als auch Viva Cruises, haben bereits alle Kreuzfahrten im November gestrichen. Plantours hat die letzten offen Kreuzfahrten der aktuellen Saison abgesagt und geht nun verfrüht in die Winterpause. 

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2 Kommentare zu „Reederei – Reaktionen auf den deutschen Lockdown“

  1. Seid ihr sicher, dass HL Cruises nicht den November auch absagt oder schon hat? Auf der HL Seite sind keine November Reisen mehr buchbar

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