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Seenotrettungsboot Karl van Well / © DGzRS

Seenotretter bergen Segler mit sechs Hunden an Bord

Freiwillige Seenotretter bergen gestrandetes Segelboot mit Skipper und sechs Hunden an Bord – Ein Skipper und seine sechs Hunde verdanken das glückliche Ende ihres Segeltörns den Seenotrettern der Station Damp. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes KARL VAN WELL der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) befreite das Boot am späten Sonntagabend, 5. Oktober 2014, aus der gefährlichen Brandung. Der Havarist war in der steinigen Brandungszone vor Waabs am Ausgang der Eckernförder Bucht gestrandet.

Gegen 23.15 Uhr meldete sich der etwa 50-jährige Mann via Mobiltelefon bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Auf der Reise von Eckernförde zur Mündung der Schlei hatte sich eine Leine im Propeller seines Bootes verfangen. Zudem war das GPS-Gerät ausgefallen, so dass sich der Skipper mit seinem manövrierunfähigen Boot auch nicht mehr orientieren konnte.

Seenotrettungsboot Karl van Well / © DGzRS
Seenotrettungsboot Karl van Well / © DGzRS

Die Seenotrettungsboote KARL VAN WELL/Station Damp und ECKERNFÖRDE/Station Eckernförde machten sich auf die Suche nach dem Segler. Dessen etwa sieben Meter langes Boot drohte, bei Ostwinden von bis zu sechs Beaufort (bis 49 km/h Windgeschwindigkeit) zu stranden. So kam es schließlich auch: Vor Waabs setzte der auflandige Wind das Boot auf den steinigen Strand. Die rund zwei Meter hohe Brandung schleuderte das Boot ständig hin und her. Es drohte, leckzuschlagen.

Weder UKW-Funk noch Seenotsignalmittel befanden sich an Bord. Die Seenotretter forderten den Skipper deshalb auf, mit einer Taschenlampe Lichtsignale zu geben. Um kurz vor Mitternacht fand die KARL VAN WELL fand den Havaristen. Im flachen Wasser mussten die Seenotretter selbst vorsichtig manövrieren.

Um eine Schleppverbindung herzustellen, watete Vormann Thomas Schulze durch die Brandung zum Havaristen, da der Skipper selbst nicht in der Lage war mitzuhelfen. „Der Mann stand unter Schock. Ihm war sehr übel. An Bord befanden sich außerdem noch sechs Hunde“, berichtet Schulze.

Der Vormann stellte die Leinenverbindung her. Seiner Besatzung gelang es, das Segelboot mit der KARL VAN WELL aus der gefährlichen Lage zu befreien und sicher nach Damp zu schleppen.

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