Steigende Infektionen: Droht der Kreuzfahrt ein neuer Stillstand?

Steigende Infektionen: Droht der Kreuzfahrt ein neuer Stillstand?

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Könnte die Kreuzfahrt noch einmal einen Stillstand bekommen? 

Die Kreuzfahrt hat sich seit dem sofortigen Lockdown im März wieder etwas erholt, wochenlang konnten Flusskreuzfahrtschiffe ihre Routen bespielen, auch auf der Hochsee wurden mehr und mehr Schiffe wieder in den Dienst genommen, auch wenn die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe weiterhin streng limitiert ist. Doch mit den steigenden Infektionszahlen in Europa steigen nun auch wieder die Probleme. 

Wochenlang sah die Flusskreuzfahrt wie einer der Gewinner der Coronakrise aus. Die Anbieter konnten vor allem auch Hochsee-Gäste für sich gewinnen und begeistern, auch wenn die Wirtschaftlichkeit durch die Reduktion der Kapazitäten natürlich gelitten hat. Doch ewig ging dies nicht gut, seit Wochen haben die Anbieter mit immer neuen Risikogebieten zu kämpfen. Immer wieder müssen Kreuzfahrten umfassend abgeändert werden. Zur Zeit sind beispielsweise wichtige Destinationen wie Budapest, Wien, Rotterdam oder auch Amsterdam zu Risikogebieten geworden. Der Betrieb auf den französischen Flüssen wurde wieder eingestellt. 

Und ähnliches gilt es nun auf den anderen Flüssen zu befürchten, denn früher oder später könnten den Flusskreuzfahrt-Anbietern dann auch die Alternativen ausgehen. A-Rosa teilte bereits mit, dass man im Notfall auch Reisen ohne Landgänge anbieten wolle. 

Auf der Hochsee gestaltet sich das ähnlich. Auch hier gibt es große Probleme durch neue Risikogebiete und steigenden Infektionszahlen in Europa. Außerhalb und innerhalb Deutschlands steigen die Inzidenzen beträchtlich an. Damit werden die Reedereien vor immer größere Probleme gestellt. 

AIDA Cruises startete beispielsweise am Samstag in Italien. Hier wurden wichtige Destinationen schließlich kurz vor dem Start als Risikogebiete eingestuft. Aus diesem Grund bietet AIDA nun auch PCR-Tests zur Abreise an – damit im besten Fall eine Quarantäne umgangen werden kann. Mit dieser Maßnahme haben auch weitere Reedereien, wie die MSC Cruises bereits auf Reisewarnungen reagiert (in diesem Fall Malta als Risikogebiet aus italienischer Sicht). 

Langsam aber sicher stellt sich den Gästen und Fans nun wieder die Frage: wie lange kann das gut gehen? Die Antwort kann in dieser schwierigen Zeit wohl niemand geben. Fakt ist lediglich, dass die Reedereien alles daran setzen werden, dass die Kreuzfahrten weiterhin durchgeführt werden können. Auch sollen in den nächsten Wochen weitere Hochseeschiffe in den Dienst gestellt werden. 

Für die Kreuzfahrtbranche wie auch den gesamten Tourismus gilt es nun zu hoffen, dass sich die Zahlen bald wieder reduzieren werden und die Anbieter passende Lösungen zu den bevorstehenden Problemen finden können. 

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