Tallink Silja erhöht Nettogewinn um 25%

Tallink Silja erhöht Nettogewinn um 25%

Baltic Queen / © Tallink & Silja Line
Baltic Queen / © Tallink & Silja Line

Die AS Tallink Grupp hat heute ihre offiziellen Zahlen an die Börse berichtet, danach liegt der ungeprüfte Nettogewinn für das Finanzjahr 2019 bei 49,7 Millionen Euro (2018 waren es 40,0 Millionen Euro). Außerdem verzeichnete das Unternehmen mit 5,5 Millionen Euro Nettogewinn das beste Ergebnis für ein viertes Quartal in den letzten fünf Jahren (im vierten Quartal 2018 verzeichnete es einen Verlust von 1,8 Millionen Euro). Basierend auf diesem positiven Ergebnis wird das Management Board eine Dividende von 0,06 Euro pro Wertpapier an die Anteilseigner auszahlen.

Der ungeprüfte Gewinn vor Steuern fiel im Finanzjahr 2019 vergleichsweise hoch aus und erreichte einen Wert von 171,1 Millionen Euro (2018 waren es 142,8 Millionen Euro). Dieses positive Ergebnis wurde trotz sinkenden, ungeprüften konsolidierten Ertrags erzielt: 2019 lag er bei 949,1 Millionen Euro, während es 2018 noch 949,7 Millionen Euro waren.

Die Hauptgründe für den Verlust von 0,6 Millionen Euro waren die Verluste im Kerngeschäftsfeld, begründet durch Dockings und geplante Wartungsarbeiten bei sieben der Schiffe zu Jahresbeginn sowie einem geringeren Gewinn durch die Hotels des Unternehmens, da das Unternehmen im Laufe des Geschäftsjahres nicht mehr fünf, sondern nur noch vier Hotels betrieben hat.

Zusammengefasst wurde das Finanzergebnis für 2019 durch einen mehrere Monate andauernden Passagierrekord sowie steigende Passagierzahlen in fast allen Segmenten positiv beeinflusst. Auf der anderen Seite wurden die Ergebnisse negativ durch einen ansteigenden Wettbewerb im maritimen Verkehr, besonders auf den Estland-Finnland-Routen, sowie einem schwächelnden Frachtverkehr, bedingt durch wirtschaftliche Unsicherheiten innerhalb Europas sowie Arbeitsstreiks in Finnland zum Jahresende beeinflusst.

Hinsichtlich der Resultate sagt CEO Paavo Nõgene:

„Das Ergebnis eines weiteren Rekordjahrs bezüglich der Passagierzahlen sowie ein angestiegener Gewinn im Vergleich zu 2018 – und das trotz aller Herausforderungen, denen wir uns in 2019 stellen mussten – zeugt von enormen Anstrengungen des gesamten Teams der Tallink Grupp. Ein starker Nettogewinn im vierten Quartal von mehr als 7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr ist ein guter Ausgangspunkt zum Jahresende und konnte nur durch eine hohe Teamleitung durch das gesamte Jahr hindurch erzielt werden.

Das gesamte positive Ergebnis in 2019 ist ein Resultat von starker Kostenkontrolle, zentralisierteren Einkäufen, geschäftsoptimierenden Projekten, Automatisierungen einiger Aktivitäten, Investitionen in steigende Energieeffizienzen und sinkenden Benzinverbrauch bei unseren Schiffen sowie vielen weiteren Aktivitäten, die die Profitabilität unseres Geschäftsmodells verbessert haben. Es ist außerdem ersichtlich, dass die partielle Fixierung des Benzinpreises auf einem für unser Unternehmen günstigen Level einen sehr positiven Einfluss auf unser Finanzergebnis gehabt hat.

Trotz des gesamt positiven Ergebnisses hat uns das Jahr auch vor zahlreiche Herausforderungen gestellt. 2019 ist mit dem geplanten Docking von sieben unserer Schiffe gestartet, was essentiell ist, um unsere Flotte auf dem technischen neusten Stand zu halten sowie unseren Kunden spannende neue Eindrücke zu liefern. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass weniger Schiffe als gewöhnlich im Verkehr sind. All unsere Dockings werden rücksichtsvoll geplant um sicherzugehen, dass die notwendigen Arbeiten in der geringstmöglichen Zeit vollzogen werden, um sämtliche Unannehmlichkeiten für unsere Passagiere zu minimieren. Mit den im ersten Quartal modernisierten Schiffen haben wir eine der erfolgreichsten High Seasons der Unternehmensgeschichte abgeliefert, über mehrere Monate wurden Passagierrekorde eingefahren.

Zusätzlich zu den Dockings würden unsere Ergebnisse auch durch den Poststreik in Finnland zum Jahresende beeinflusst, außerdem geriet das Frachtgeschäft durch einen höheren Wettbewerb unter Druck, insbesondere auf den Estland-Finnland-Routen. Wir haben unterschiedliche Maßnahmen in diesem Gebiet ergriffen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen und hoffen, im folgenden Jahr einige positive Entwicklungen sehen zu können.

Positiv ist anzumerken, dass einige Herausforderungen bezüglich sinkender Passagierzahlen und sinkendem Gewinn auf der Finnland-Estland-Route durch die Senkung der Alkoholsteuer in Estland Mitte 2019 gemildert wurden. Der Passagierfluss hat sich erholt und der Gewinn in diesem Segment stieg im zweiten Halbjahr.

Darüber hinaus hat die Tallink Grupp 2019 unterschiedliche Investitionen in Summe von 60,9 Millionen Euro getätigt, beispielsweise technische Upgrades und Renovierungen in den Publikumsbereichen der Schiffe sowie die Bestellung der neuen LNG-Fähre MyStar, um die zentrale Verbindung zwischen Tallinn und Helsinki weiter voranzutreiben.

Die Tallink Grupp wächst stetig, sowohl auf See als auch an Land. Sie entwickelt ihr Kerngeschäft des maritimen Transports laufend weiter und expandiert ihr Einzelhandels- und Franchiseportfolio im Baltikum, Nordeuropa und darüber hinaus. Unsere CSR Strategie und unsere Ziele bilden ein starkes Fundament für eine starke, verantwortungsvolle und erfolgreiche Tallink Grupp in 2020 und darüber hinaus.“

Bei der Jahreshauptversammlung 2020 werden pro Wertpapier 0,06 Euro aus dem Nettogewinn 2019 angewiesen.

Die Tallink Silja GmbH ist eine Tochter der AS Tallink Grupp. Die AS Tallink Grupp ist der führende Passagier- und Gütertransportdienstleister im nördlichen Ostseeraum. Das Unternehmen besitzt 14 Schiffe und verkehrt unter den Marken Tallink und Silja Line auf sieben verschiedenen Routen. Darüber hinaus betreibt die Gruppe vier Hotels – drei in Tallinn und eins in Riga. die AS Tallink Grupp beschäftigt mehr als 7.400 Mitarbeiter in sechs Ländern. Mit ihren Fähren verreisten 2019 rund 9,8 Millionen Passagiere. Die AS Tallink Grupp ist an der Tallinner Börse seit 2005 und an der Nasdaq-Börse Helsinki seit 2018 notiert.

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