TUI Cruises: Das passiert mit der Crew der Mein Schiff Flotte

TUI Cruises: Das passiert mit der Crew der Mein Schiff Flotte

Die Crew ist auf der Mein Schiff 6 in Turku angekommen / © TUI Cruises
Die Crew ist auf der Mein Schiff 6 in Turku angekommen / © TUI Cruises

Die Kreuzfahrtschiffe stehen nun fast alle still. Da darf man sich schon auch mal fragen was die Crew nun macht. Ich hörte von verschiedenen Schiffen wie es ausschaut, beispielsweise soll die MSC Bellissima mit maximal 60 Leuten noch in Dubai liegen, die AIDAprima soll noch fast die gesamte Crew an Bord haben, ebenfalls in Dubai. Von der AIDAperla und der AIDAluna sollen Crewmitglieder nach Hause geflogen sein, gleiches auf der Mein Schiff 1 die aktuell noch in Bridgetown liegt.

TUI Cruises hat mich darüber informiert, was mit der Crew der Mein Schiff Flotte passiert. Einige Mitglieder der Besatzung bleiben an Bord, einige sind nach Hause gereist und wurden gekündigt, andere werden noch nach Hause reisen sobald es möglich ist.

Ich für mich gesehen, nach dem ich weiß wie es hier in Deutschland ist, würde ja sofort auf ein Schiff gehen. Uns geht es zwar gut mit einem Haus und Garten, dennoch ist man eingeschränkt, auf einem Kreuzfahrtschiff ist das nicht der Fall. Aber ich habe auch für jeden Verständnis der zurück zu seiner Familie will in diesen Zeiten.

TUI Cruises handhabt das so:

 

Wir befinden uns derzeit in einer Ausnahmesituation mit weltweitem Ausmaß. Aufgrund der Reisewarnung des Auswärtigen Amts für alle nicht notwendigen Reisen hat TUI Cruises seinen Kreuzfahrtbetrieb vorerst bis 30. April 2020 eingestellt.

Vor diesem Hintergrund haben Kreuzfahrtreedereien, gemeinsam mit den Arbeitgebern für die Besatzung der Schiffe, eine Sondervereinbarung mit der internationalen Transportarbeitergewerkschaft ITF getroffen, die die Arbeitsbedingungen für die Besatzung regelt: Da es keinen regulären Gästebetrieb mehr gibt, gibt es für viele Besatzungsmitglieder an Bord weniger bzw. teilweise nichts zu tun. Die Arbeitszeit und entsprechend auch die Vergütung werden daher angepasst. Besatzungsmitglieder mit auslaufenden Verträgen, die aufgrund logistischer Herausforderungen (Verfügbarkeit von Flügen, kurzfristig veränderte Ein- und Ausreisebestimmungen) nicht geordnet in ihre Heimatländer geflogen werden können, bleiben an Bord. Hier übernimmt TUI Cruises Kost und Logis. Für einige Besatzungsmitglieder mussten auch vorzeitige Kündigungen ausgesprochen werden, sie erhalten trotz Kündigung noch zwei Monate ihr Grundgehalt und werden selbstverständlich auf Kosten des jeweiligen Arbeitgebers in ihre Heimatländer geflogen.  

Es gibt viele Besatzungsmitglieder, die nach Hause möchten, aber auch sehr viele, die an Bord bleiben möchten. TUI Cruises und die jeweiligen Arbeitgeber der Besatzung versuchen, allen bestmöglich gerecht zu werden. Aufgrund der logistischen Herausforderungen wie der Verfügbarkeit von Flügen und sich sehr kurzfristig ändernden Einreisebestimmungen bis hin zu Einreiseverboten sind wir jedoch aktuell nicht in der Lage, allen Besatzungsmitglieder eine geordnete Rückreise in ihre Heimatländer zu ermöglichen. Sofern es bei den Rückreisen aufgrund von rasanten Entwicklungen bei Einreisebedingungen zu ungeplanten Aufenthalten der Besatzung an Flughäfen o.ä. kommt, wird diese selbstverständlich durch ihren jeweiligen Arbeitgeber betreut. Alle Prozesse dauern aktuell länger als üblich, manches ist schlichtweg nicht mehr möglich.

Wir verstehen, dass die aktuelle Situation für alle, auch die verbleibende Besatzung an Bord, belastend ist. Daher versuchen wir – gemeinsam mit den jeweiligen Arbeitgebern – den Aufenthalt an Bord über eine Vielzahl an Maßnahmen so angenehm wie möglich zu gestalten: Wir haben öffentliche Bereiche wie Restaurants, Bars und das Pooldeck für die Besatzung geöffnet. Wir haben allen Besatzungsmitgliedern kostenlose Internetkontingente zukommen lassen, um den Kontakt nach Hause zu ermöglichen. Wie üblich, bieten unter anderem Deutschlehrer die Möglichkeit zurkostenlosen Weiterqualifizierung an Bord  an.

TUI Cruises und die jeweiligen Arbeitgeber der Besatzung versuchen, allen bestmöglich gerecht zu werden. Wir hoffen, dass der Schiffsbetrieb so bald als möglich wieder aufgenommen werden kann, so dass wir die Besatzung dann wieder an Bord nehmen können. Jedes Besatzungsmitglied der Mein Schiff Flotte hat in den letzten Wochen Außerordentliches für unsere Gäste geleistet. Dafür sind wir und die jeweiligen Arbeitgeber sehr dankbar.   

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30 Kommentare gepostet

  1. wir haben unsere Karibik-Kreuzfahrt auf der MEINSCHIFF2 am 13.03.2020 leider nicht zu Ende fahren können.Das wird 2021 nachgeholt. Der Crew der MS2 wünschen wir alles Gute, sie haben unseren Aufenthalt an Bord wirklich zu einem Erlebnis gemacht und immer gute Stimmung verbreitet…Der Abschied in Bridgetown am Schiff war sehr emotional..
    wir kommen wieder und fahren die Tour ( wie Kapitän Greulich auch sagte) so wie sie sein sollte.. darauf freuen wir uns jetzt schon..mit den besten Wünschen an die MS2
    BLEIBT GESUND UND PAßT AUF EUCH AUF !!!

    • Dem können wir uns nur anschliessen. Waren auch vom 13.-18.03. an Bord der MS2 und waren überwältigt wie souverän und freundlich die Crew (und damit auch wir Gäste) mit der Situation umgegangen sind. Das war echt klasse !
      Wir kommen auch wieder !

  2. Hallo,
    Wir waren im Januar mit der MS1 in Mittelamerika.Vielen Dank an die Besatzung das Sie uns einen so schönen Urlaub ermöglicht haben!Wir wünschen allen von ganzem Herzen bleiben Sie gesund das wir uns bald wiedersehen!!
    LG Gerd

    • Wir sind am Sonntag von der MS1 nach Hause beflogen alles super geklappt auch auf der MS hat uns an nichts gefehlt wir sagen an die Crew herzlichen Dank die Abschiedsvorstellung war sehr Gänshaut haben so einen gefühlvollen
      Abschied auch vom Kreuzfahrtdirektor noch nie erlebt Danke Danke an die ganze Crew der MS 1.

  3. Hallo,

    wir möchten uns recht herzlich für Kreuzfahrt und das Krisenmanagement bei der TUI, dem Kapitän, dem KD und der gesamtem Crew bedanken.
    Wir hatten immer das Gefühl gut augehoben zu sein. Die Stimmung war bis zuletzt sehr gut und es fehlte uns an nichts.
    Der Transport zum Flughafen nach Barbados und der anschließende Rückflug klappten, bis auf die fehlenden Koffer, fast problemlos.

    Vielen Dank Viola & Jörg

  4. Hallo,

    Ich bin sprachlos über Ihre Naivität. Seit vielen Jahren arbeite ich bei verschiedenen Reedereien. Aktuell sitze ich mit anderer Crew fest. Kommen sie doch aufs Schiff zu zweit oder zu viert auf 8qm. Die Crew muss gerade unterschreiben dass die Verträge aufgelöst werden sonst droht man sie von Bord zu werfen. D.h. viele sitzen hier ohne Geld und Gehalt. So bald sie das Schiff verlassen haben sie keine Krankenversicherung. Einige mussten das Schiff verlassen sind jetzt krank und es interessiert niemand und sie schreiben sie möchten aufs Schiff. Auf dem Schiff sind die Lichter aus die Klima auch es stinkt es ist heiß.
    Wenn Die Welt das wüsste würden 90% keine Kteuzfahrt mehr buchen.

    • Hallo Julia,

      das war rein auf den Ort bezogen, ich weiß nicht wo Du derzeit bist, aber mit 8qm bezifferst Du ja ausschließlich die Kabinengröße – das Schiff ist ja frei begehbar. Das ist im Ort Zuhause derzeit erstmal nicht möglich.

      Dass man euch gerade reiheinweise gefeuert hat, ist mir auch bewusst. Mir sind auch andere Dinge bekannt die überhaupt gar nicht in Ordnung sind. Löst man auf anderen Schiffen im ersten Step geschickter, aber auch da wird das im letzten Step so sein.

      Du kannst ja jetzt für Dich entscheiden ob die Wahl des Arbeitgebers die richtige Wahl war, wenn es dann irgendwann wieder losgehen sollte.

      Und die Gäste sind mehr damit beschäftigt das Geld bei den Reedereien einzuklagen, als das sie Empathie und Verständnis entwickeln, insofern brauchst Du Dir da jetzt nicht so viele Hoffnungen über Empörungen machen von euren Gästen.

  5. Fake News

    Für einige Besatzungsmitglieder mussten auch vorzeitige Kündigungen ausgesprochen werden, sie erhalten trotz Kündigung noch zwei Monate ihr Grundgehalt

  6. Mir tut die Crew sehr leid.

    Sie sind erst mal arbeitslos. Finanzielle Hilfen im eigenen Land zu gekommen dürfte auch sehr schwierig sein, da alle ausländische Saisonverträge z.B. bei „Seachefs“ hatten. Jobs in ihrem Land, z. B. Gastronomie/Rezeption/Housekeeping/Sport und SPA etc. zu bekommen ist zur Zeit der jetzigen Auflagen auch sehr schwierig, da diese Dienstleister ja alle erst mal schließen mussten und zur Zeit sicher keine neuen Mitarbeiter einstellen.

    Andere die noch auf dem Schiff bleiben müssen tun mir auch sehr leid.

    Echt Schwierig alles

    • Naja, zwischen müssen und wollen liegen auch noch mal Welten. Ich kenne genug die nach Hause MUSSTEN und gerne GEBLIEBEN wären.

  7. Stimmt Pascal, es gab genug die nach Hause mussten und evtl. gerne geblieben wären.
    Nur mal zur Richtigstellung: Ich kenne aber auch genug die bleiben „mussten“ weil sie noch kein Seemannsbuch hatten, oder sie keine Flüge bekommen haben (MS6).Es wurde nicht gefragt wer gehen möchte oder bleiben möchte, es wurde entschieden und zwar in einer Hauruckaktion.

    Ist ja auch egal ich wollte nur sagen, dass mir die Crew leid tut.

    • Korrekt, es wurde entschieden und nicht besprochen, so auch meine Information.

      Wer aber freiwillig gehen will, der muss sich eben auch den Konsequenzen bewusst sein, das ist immer so.

      Naja, mir tut die Menschheit leid, jetzt hier so zu tun, als wäre die Crew das arme Opfer der Welt ist halt auch falsch. Wenn ich mir hier die gescheiterten Existenzen im nahen Umfeld anschaue, nach der kurzen Zeit, denke ich dass man es an Bord mit Essen und Trinken und halbwegs kleinem Geld, doch noch recht gut hat. Hier gibt es mittlerweile genug die keinen Job mehr haben und langfristig sieht das auch erstmal nicht so aus, als würden sie diesen wiederbekommen.

      Schiffe werden bald wieder fahren, in welcher Form ist durchaus fraglich, aber da ist dann auch wieder Personal gefragt…

      • Hallo Pascal,

        von freiwillig gehen ist ja wohl dann auch nicht die Rede, wenn auf dem Schiff entschieden wurde wer geht und wer bleibt.

        Meine Tochter musste gehen, (MS6). Ihr wurde das morgens mitgeteilt. Das Problem ist dass man bei „Seachefs“ einen Vertrag hatte der dann einfach beendet wurde. Man muss sich dann wieder selber krankenversichern auf eigenen Kosten. Arbeitsamt hilft da auch nicht, da man ja nicht in Deutschland angestellt war.

        Ganze Crew hat geweint es wurden sogar Pärchen auseinander gerissen, die immer auf dem selben Schiff gearbeitet haben. Der Eine musste gehen der Andere durfte bleiben. Diese Leute bekommen keine Hilfe, weder Arbeitslosengeld noch Hilfen vom Staat wie z.B. Selbständige. Und ich denke noch schlimmer trifft es die Beschäftigten z. B. aus den Philippinen (also den armen Ländern) die ihre Familie damit ernähren.

        Es gab sogar Fälle die ausgeschifft wurden und in Thailand dann plötzlich ohne Pass festsaßen, weil der in der Hektik auf dem Schiff geblieben ist (Info aus erster Quelle von der MS6).

        Ich denke ein bisschen Mitgefühl darf man wohl ausdrücken. Ich will dich nicht angreifen, sondern finde es toll dass du so viel Infos lieferst. Aber mach doch nicht bitte einfach alle Kommentare die man hier einstellt nieder.

        • Hallo Michaela, ich weiss davon dass die Crew bei Mein Schiff „auserwählt“ wurde und das sehr kurzfristig. Hatte ich irgendwo etwas anderes behauptet?

        • Hallo Michaela
          Bei uns ist es genauso. Unsere Tochter war bei Seachefs angestellt und musste nach Hause. Es gibt noch für 4 Wochen ein Grundgehalt. Und dann? Das Arbeitsamt stellt sich quer findet immer neue Ausreden aber helfen tun sie nicht. Es muss doch möglich sein, von irgendwoher Geld zu bekommen. Ich dachte immer in Deutschland wird niemand im Regen stehen gelassen. Hast du eventuell Infos für uns?
          Liebe Grüße Birgit

  8. Wir waren vom 06.03. – 20.03. auf der Mein Schiff 1. Es war eine tolle Kreuzfahrt und die gesamte Crew hat einen super Job gemacht. (vom Kapitän bis zum Service) Die Reederei hat mit der Organisation der Rückfluges für die Gäste alles super gemacht und dass wir für die letzten Tage auch noch eine Entschädigung bekommen ist mehr als fair. Zu Hause haben wir dann doch einen kleinen Schock bekommen und die Einschränkungen hier sind auch nicht so toll. Für die Crew tut es uns Leid und wir hoffen, dass sich das alles schnellstmöglich wieder beruhigt (auch wenn es aktuell eher gegenteilig aussieht) Es geht den Mitarbeitern meiner Meinung nach auch nicht besser oder schlechter als den Leuten an Land in den jeweiligen Ländern.
    Nochmals vielen Dank und Kopf hoch.

  9. Auch wir waren auf der Mein Schiff 1 bis Barbados. Wir können der Crew und dem Kapitän mit seiner Mannschaft nur danken und das beste Zeugnis ausstellen. Was wir aber kritisieren ist das Krisenmanagement von TUI Cruises. Diesen Termin noch durch zuziehen obwohl der Rückflughafen gesperrt wurde und die weiteren Häfen nach ein paar Tagen nicht mehr angelaufen wurden ist nicht nachvollziehbar. Bei einem vorzeitigem Abbruch wären die Rückflüge sicher weniger schwer zu organisieren gewesen. Das Risiko von Erkrankungen am Schiff war ja trotzdem gegeben und wenn man nun liest wie es Passagieren von Schiffen geht, auf denen Krankheiten ausgebrochen sind, dann kann man nur danken dass die Mein Schiff 1 verschont geblieben ist. Das ist aber eher ein Glücksfall für die Reederei.

    • Wir waren ebenfalls auf der Mein Schiff 1 bis Barbados, wir schließen uns den Anerkennungen gegenüber der Mannschaft, des Kapitäns und vor allem des immer freundlichen und höflichen Service- bzw. Housekeeping-Personals voll an. Den, für uns hauptsächlichen Teil der Reise, haben wir ja angemessen erleben und genießen dürfen!
      Unserer Meinung nach, hätte das Auswärtige Amt früher reagieren müssen und Reisewarnungen ausgeben müssen. Das Krisenmanagement der TUI hat mangels Alternativen, das Beste aus der Situation gemacht, es wurden ja nach und nach alle Anlaufhäfen geschlossen. TOI,TOI,TOI dass keiner sich auf dem Schiff infiziert hat. „WE`ll MEET AGAIN“
      P.S. Warum gibt es keine Bilder oder Videos von der Verabschiedung der Crew im Netz?

  10. Es sit schon überraschend, wie hier über Menschen entschieden wird. Sogenannte Gäste haben immer noch nicht verstanden auf wessen Kosten Sie Ihre Kreuzfahrt machen.
    Das Geld geht zu Tui und die Arbeit macht die Crew an Bord. Und wenn es eng wird behandelt Tui die Crew insbesondere den Teil der aus Asien stammt wie den letzten Abschaum. Viele Crew Mitglieder wissen bis heute nicht wie man weiter vorgehen will um Nachhaus zu kommen.
    und selbst das Internet, abgesehen von dem kleinen Gratispaket, lässt sich Tui von der Crew bezahlen. Einfach ärmlich.

    Für mich gibt es nur eine Lösung für das Problem, holt die Schiffe nach Deutschland und gewährt der Crew Asyl in unserem Land. Dann die Schiffe verkaufen und die Menschen in die Heimat bringen.

  11. Ich habe gelesen, dass TUI den Crewmitgliedern kostenlose Internetkontingente zur Verfügung stellt. Kann mir jemand sagen, ob das stimmt und wie man da ran kommt? Denn ich habe Kontakt zu einem Crewmitglied und er sagte mir, dass er davon gar nichts weiß. Er kommt von den Philippinen. Kann es sein, dass es den kostenfreien Internetzugang nur für deutsche Mitarbeiter gibt?
    Vielen Dank!

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