Hanseatic Nature © Hapag Lloyd Cruises
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TUI prüft Joint Venture für Hapag-Lloyd Cruises ähnlich zu TUI Cruises

Die Muttergesellschaft von Hapag-Lloyd Cruises prüft derzeit ein weiteres Kreuzfahrt-Joint-Venture so wie man es bereits mit TUI Cruises umgesetzt hat. In das Joint-Venture möchte man wohl Hapag-Lloyd Cruises einbringen um die Internationalisierung voran zu bringen.

Der Luxusmarkt als Solches ist ja schon sehr speziell und eben auch klein. Die aktuellen Tagesraten die Hapag-Lloyd Cruises erwirtschaftet lagen laut Konzernbericht in 2019 bei 641 Euro pro Kopf und Tag. Das ist in etwa ein „guter“ Reisepreis für eine Woche im Massenmarkt. Insofern kann sich ja jeder nun selbst ausmalen ob man das zahlen kann oder möchte. Die Auslastung lag laut eigener Aussage bei 79 Prozent, was für den Massenmarkt jetzt keine gute Zahl ist, ich denke im Luxusmarkt ist das aber schon ok.

Ich für meinen Teil denke, dass der Luxusmarkt sehr klein bleiben wird, auch wenn die Kapazitäten durch Neubauten extrem steigen, auch das wird die TUI Group im Zusammenspiel mit Hapag-Lloyd Cruises festgestellt haben und will daher reagieren.

Ein Joint-Venture hat in aller Regel zwei entscheidende Punkte, einmal geht es um Kompetenzen und einmal um Geld weshalb sich Unternehmen zusammenschließen um ein Joint-Venture zu betreiben.

Grundsätzlich seien aber auch andere Finanz- und Wachstumsvarianten möglich, welche man derzeit prüft. Die Tui Group möchte das Geschäftsfeld „Kreuzfahrten“ zwar weiter wachsen lassen und das Wachstum beschleunigen, das aber kapitalschonend. Heisst im Umkehrschluss man braucht wohl externes Geld, was durch ein Joint-Venture durchaus fließen kann.

Die TUI Group betreibt bereits mit TUI Cruises ein Joint-Venture, hier hält Royal Caribbean 50 Prozent vom Unternehmen.

Hapag-Lloyd Cruises betreibt derzeit fünf Schiffe und hat noch ein weiteres Schiff im Bau mit Indienststellung 2021. In 2021 fällt allerdings die Bremen raus, diese wurde an die Scylla AG verkauft, wodurch die Anzahl der Schiffe bei 5 Einheiten bestehen bleibt.

Mit der Europa und der Europa 2 hat man zwei klassische Kreuzfahrtschiffe, mit der Bremen, der Hanseatic nature, der Hanseatic inspiration und ab 2021 der Hanseatic spirit auch vollwertige Expeditionsschiffe.

Die Hanseatic spirit wird als erstes und reines adults only Schiff von und bei Hapag-Lloyd Cruises in Dienst gestellt, hier sind Kinder demnach nicht willkommen.

Die Schiffe gehören zum Teil Hapag-Lloyd Cruises, die Bremen und die Europa sind ausgelagert in die Hapag Lloyd Ltd. auf den Bahamas, die Europa 2 in die Europa 2 Ltd. auf den Bahamas, die Neubauten wiederum gehören der Preussag Beteiligungsverwaltungs GmbH IX aus Hannover, wo die TUI Group auch involviert ist. Die Europa 2 hatte man vor einigen Jahren dem bisherigen Eigner, ein deutscher Geschäftsmann der in der Schweiz lebt und arbeitet, abgekauft ins Firmeneigentum übernommen, der Kaufpreis soll etwa 270 bis 280 Millionen Euro betragen haben. Die Hanseatic die man zuletzt abgegeben hatte, war auch ein Charterschiff und wurde im Zuge der Indienststellung der Neubauten zurückgegeben. Alle Schiffe von Hapag Lloyd Cruises werden von Columbia Cruise Services GmbH & Co. KG verwaltet.

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Die neuen Hapag Lloyd Cruises Expeditions-Kreuzfahrtschiffe / © Hapag Lloyd Cruises

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6 Kommentare gepostet

  1. Hallo Pascal
    Bei dem früheren Eigentümer der EUROPA 2 handelt es sich nicht um einen Hamburger Kaufmann, sondern um den aus Deutschland stammenden Schweizer Industriellen Otto Mihm, Gründer der Extramet AG in Plaffeien im Kanton Fribourg.

  2. Gern geschehen!
    Für Herrn Mihm war übrigens seinerzeit immer eine der Ownersuiten zur exklusiven unentgeltlichen Nutzung reserviert.

    • Das ist ja auch sehr nett. Der hatte da wie man hört auch einen ganz wundervollen Charter-Deal und der Verkauf war ja auch sehr lukrativ. Am Ende hat der gute Mann wahrlich alles richtig gemacht.

  3. Vielen Dank für die Info. Kann man denn nun Neubauten als Ersatz für die Europa erwarten? Europa_nature, Europa_inspiration, ….?

    • Wenn es ein Joint-Venture geben sollte, dann wäre das schon auf vorstellbar, dass man auch in dem Bereich etwas neues bauen könnte.

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