Video: Corona & Kreuzfahrt – wie kann es weitergehen? Wie ist die Lage?

Video: Corona & Kreuzfahrt – wie kann es weitergehen? Wie ist die Lage?

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Seit Wochen und Tagen werden wir gefragt wie es denn weiter gehen wird. Wie es uns ergeht, was mit der Kreuzfahrt Lounge passiert. Wie die Lage im Markt ist, sein wird oder sein könnte in naher Zukunft. Es erreichen uns sehr viele Fragen auf die man eigentlich nur wenig bis keine Antworten hat. Das was wir beantworten können, das beantworten wir hier im Video. Auch geben wir unsere Einschätzung ab, wie das in naher Zukunft mit den Kreuzfahrten aussehen kann – nicht muss – denn eine Glaskugel haben auch wir nicht.

Bleibt alle gesund, das ist schon mal die beste Voraussetzung um bald wieder auf Kreuzfahrt gehen zu könne.

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3 Kommentare zu „Video: Corona & Kreuzfahrt – wie kann es weitergehen? Wie ist die Lage?“

  1. Danke, für diesen Einblick und vermutlich realistischen Ausblick. Ich hatte gehofft das es die „Kleinen“ der Branche eher schaffen könnten. Wenn ich nur 500 Paxe brauche um in die Gewinnzone zu fahren sind die schneller zu finden, als wenn ich 5000 Paxe brauche.
    Für die Einlandtouren haben die Italiener sicher die besseren Voraussetzungen (Von Savona/Genua über Festland, Sardinien, Sizilien und Bari nach Venedig/Triest, ist nicht die schlechteste Route, aber die Schiffe/Flotte von Costa und MSC sind halt sehr groß am Stück und in der Anzahl).

  2. Hallo Pascal,
    vielen Dank für Deine Einschätzung der Lage, so vermute ich auch die weitere Entwicklung. Wobei Deutschland für Touren nur mit eigenen Häfen eigentlich keine schlechten Voraussetzungen bietet, es müssen nicht zwangsläufig Pur-Touren sein. Man würde auf jeden Fall die klassischen 7-Tage-Reisen ausgestaltet bekommen: Mit Emden, Bremerhaven, Hamburg, Kiel, Lübeck, Wismar, Warnemünde und Mukran auf Rügen hat man genug Möglichkeiten, attraktive Städte bzw. Häfen mit attraktiven Ausflugsmöglichkeiten im Hinterland anzubieten. Mit Schiffen der Größe AIDAcara/aura etc. kann man schick durch den Nordostseekanal fahren, günstigerweise tagsüber, mit den größeren Schiffen wie z.B. AIDAmar per Seetag um Dänemark herum. Das ganze mit einem attrakiven Ausflugsprogramm, würde sicher angenommen. Um natürlich eine ganze Flotte auszulasten reicht das nicht, aber ein Anfang wäre es. Ich würde es sofort buchen…

    Viele Grüße und bleibt gesund!
    Falko

  3. Gerd Habersack

    Hallo Pascal,

    ich fand die Einschätzung entgegen dem Zweckoptimismus der Anbieter auch sehr realistisch. Was die nähere Zukunft bringt, da können wir alle nur rätseln.

    Die Megaschiffe sind sicherlich wirtschaftlicher zu betreiben, wenn sie voll sind. Aber es gibt nicht nur die wirtschaftliche Seite, sondern auch die medizinischen Anforderungen. Der Virus wird dieses Jahr nicht plötzlich verschwinden, vermutlich gibt es eher Lockerungen als völlig Freigabe der sozialen Kontakte. Und bezüglich der Schiffe kommt es dann möglicherweise auf das Verhältnis Fläche/Passagier an. Wird man staatlicherseits erlauben, mehrere Tausend Passagiere auf einem Schiff zusammenzubringen, wenn gleichzeitig an Land derartige Veranstaltungen noch verboten sein könnten. Und sind die großen Schiffe dann noch wirtschaftlich, wenn sie strenge Vorgaben bezüglich der Anzahl der Reisenden erfüllen müßten? Wird man noch die Innenkabinen und Kabinen ohne Balkon vergeben können, wenn damit die Kontaktvorgaben an den Außendecks ( kein Innenkabinenpassagier wird die Fahrt in seiner Kabine verbringen mögen bzw. beschränkte Zugangszeiten zu den Außendecks akzeptieren) nicht erfüllbar sind, wird man in den Restaurants ohne Büffet die Passagiere versorgen können?

    Außerdem stellt sich die Frage, ob es im sogenannten Massenmakt überhaupt noch genügend Reisende geben wird. Der Kundenkreis gehört zwar nicht hauptsächlich zum Hochrisikokreis, wird aber vermutlich wegen Kurzarbeit, Angst vor Arbeitsplatzverlust oder im anderen Fall (falls es wieder losgeht) fehlendem Urlaub kaum an Reisen denken können.

    Im Luxusbereich gibt es auf dem deutschen Markt ein paar Schiffe, da lässt sich schon heute (wenn man vom Crewbereich absieht) die vorgeschriebene Kontaktdistanz problemlos einhalten (eigene Balkons, Bedienrestaurants mit viel Platz zwischen den Tischen etc.). Allerdings ist hier dann wieder der Kundenkreis im Risikobereich größer. Sofern der Kundenkreis dort trotzdem erhalten bleibt, sind diese Schiffe vermutlich unter Berücksichtigung der gewohnt hohen Preise eher wirtschaftlich zu betreiben.

    Vermutlich wird man Reisen ohne Landgänge (wie von Dir erwähnt) auch eher wieder betreiben können, denn selbst in Deutschland wird es lokale Widerstände geben, wenn plötzlich die Megaschiffe mit Tausenden von Passagieren in kleinere Häfen wollen (von der fehlenden Infrastruktur mal abgesehen). Interessant an Null-Stopp-Touren könnten dann interessante Landpanoramen von See aus sein. Und da sind kleinere Schiffe durchaus im Vorteil, wenn man z.B. an Norwegen denkt. Die meisten Häfen dort sind an sich weniger interessant als die Landschaftspanoramen, sofern man die Fahrtroute der Hurtigrutenschiffe fahren kann, d.h. unter den Brücken durchpasst. Es hat sicher seinen Grund, dass (soweit mir bekannt) Hurtigruten aktuell die finanziell großzügigsten Umbuchungsregel anbietet, Hurtigruten ist aber auch nicht im Preissegement des Massenmarktes unterwegs.

    Ob die großen oder die kleineren Schiffe zuerst wieder auf Fahrt gehen werden, bleibt eine offene und spannende Frage. Und ebenso spannend und offen bleibt die Frage, welche Anbieter finanziell durchhalten werden (vielleicht merkt man jetzt, dass es nicht nur Vorteilen bringt, wenn man seine Schiffe und Besatzungen über Beschäftigungsagenturen in Ländern registriert hat, deren finanzielle Mittel überhaupt keine Rettungsschirme zulassen bzw. Kurzarbeitergeld-Regeln kennen).

    Auch die Gutscheinregeln könnten noch bis zum Ende der Fristen problematisch werden, denn wenn sie eingelöst werden, verdrängen sie ja auch Kunden, die als Neubucher ansonsten frische Finanzmittel einbringen würden. Finanztechnisch eigentlich nur eine wirkliche Lösung, wenn man von Veranstalterseite im Stillen darauf hofft, dass viele mangels Möglichkeit (z.B. fehlender Urlaub oder Konzentration der Reisewünsche auf Schulferienzeiten) garnicht eingelöst, sondern eher verfallen werden. Man kann natürlich auch frisches Geld hereinbekommen, wenn man bei der Planung von Alternativreisen deutlich höhere Preise fordert, sodass die Gutscheinkunden dann draufzahlen oder die Gutscheine verfallen lassen müssen. Dass dieser Gedanke sicher den Managementetagen der großen Anbieter nicht völlig fremd ist, dafür spricht zumindest der Aspekt, dass man mit den Gutscheinen keine Ersatzreisen zum gleichen Preis, sondern nur Gutschriften offeriert. Betriebswirtschaftliches Denken hat wenig mit Idealismus für Kunden zu tun.

    Die aktuell Leidtragenden sind erstmal die Passagiere, die auf den Irrfahrten mancher Schiffe erkrankt oder sogar verstorben sind. Ebenso sind die Crews zu bedauern, die ihre Arbeitsplätze ohne die Absicherungen nach deutschem Recht verlieren werden. Wer jetzt noch darüber jammert, ob seine Urlaubspläne im Sommer 2020 denn ins Wasser fallen könnten (die Wahrscheinlichkeit dazu ist nicht gerade klein, es kann aber auch Lichtblicke geben), hat den Ernst der Lage nicht verstanden. Und wer glaubt, seine Einzahlungen oder Gutscheine seien sicher, wird möglicherweise böse Überraschungen erleben.

    Die Wünsche für die nächsten Monate sollten primär nicht dem Urlaub, sondern seiner Mitmenschen und der eigenen Gesundheit gelten. Und besonders glücklich sollte sich nach der Bewältigung der Krise derjenige schätzen, der entweder bis zum Eintreffen wirksamer Impfstoffe keine Infektion oder die Infektion nur in den besonders milden Form durchgemacht und zusätzlich keine Personen seiner Umgebung verloren hat. Dann wird man wieder unbeschwert an Urlaubsplanungen gehen können.

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