Viele Schiffe im Cold Lay-Up: Werften können zahlreiche Trockendock-Aufenthalten in 2021 erwarten

Viele Schiffe im Cold Lay-Up: Werften können zahlreiche Trockendock-Aufenthalten in 2021 erwarten

heckwelle

Immer mehr Schiffe werden in den Cold Lay-Up versetzt – oftmals müssen Kreuzfahrtschiffe danach ins Trockendock 

Weltweit liegen noch immer die meisten Kreuzfahrtschiffe der Reederei still in oder auch vor verschiedenen Häfen. Die Kreuzfahrt befindet sich derzeit durch die Corona-Pandemie in ihrer bisher größten Krise. Diese erfordert von den Unternehmen auch Maßnahmen zur Kostensenkung. Die Kostensenkung findet hierbei nicht nur an Land, sondern auch zu Wasser statt. 

Nur noch wenige Personen befinden sich auf vielen Kreuzfahrtschiffes, es handelt sich hierbei um einen Status, der als Cold Lay-Up bezeichnet wird. Nur die wichtigsten Bereiche der Kreuzfahrtschiffe werden hierbei am laufen gehalten, an Bord befinden sich oftmals nicht mal mehr als 100 Personen die verhindern, dass dem Schiff etwas schwerwiegendes passieren könnte. 

Diesen Cold Lay-Up Status haben in den letzten Wochen bereits zahlreiche Kreuzfahrtschiffe erreicht. Doch er bringt bei der späteren Inbetriebnahme der Kreuzfahrtschiffe einen Kostenblock mit: oftmals müssen die Schiffe nach diesem Zustand einen Werftaufenthalt durchlaufen. Hierbei werden alle Funktionen geprüft, die Schiffe wieder in einen betriebsfähigen Zustand versetzt. Zuletzt verkündete die Norwegian Cruise Line Holdings, dass die Schiffe der drei Kreuzfahrtmarken in diesen Status versetzt werden sollen. 

Für die Reedereien ist dies zwar kein positives Zeichen, doch die Reparaturwerften können sich weltweit über zahlreiche Aufträge freuen. Denn auf den verschiedenen Werften, werden dann die Trockendock-Aufenthalte durchgeführt. Ein Beispiel ist hierbei Damen, die Werft hat für ihren Standort Brest bereits Vormerkungen für die drei Schiffe der Disney Cruise Line, die vor ihrem Neustart 2021 noch einmal in die Werft sollen. Die Arbeiten sollen noch 2020 stattfinden. 

Trotz des Cold Lay-Up verbrennen die Reedereien monatlich noch immer mehrere Millionen US-Dollar auf ihren Flotten, denn diese können nicht einfach gänzlich still gelegt werden. Wieviele Schiffe schlussendlich einen Werftaufenthalt wahrnehmen müssen ist derzeit noch nicht absehbar. 

Sollte die Norwegian Cruise Line, die mehrfach betonte, dass es von der Indienststellung des ersten bis zum letzten Schiff der Flotte über sechs Monate dauern würde, recht haben, dann können sich die Werften im nächsten Jahr über eine Vielzahl an Trockendock-Aufträgen erfreuen. 

Derzeit befinden sich nur wenige Kreuzfahrtschiffe im Dienste ihrer Reedereien, die Kosten an Bord werden immer weiter heruntergefahren. Viele Reedereien haben derzeit noch überhaupt keine genauen Neustartpläne vorgelegt – so beispielsweise die großen amerikanischen Unternehmen. Vor Ort ist die Entwicklung der Pandemie alles andere als leicht einzuschätzen. Es bleibt weiterhin abzuwarten und die Situation richtig zu bewerten. 

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1 Kommentar gepostet

  1. Da können wir uns in Europa ja glücklich schätzen. Unsere 4 großen Reedereien starten zusehends mit mehr Schiffen.

    Ich werde Ende Oktober auf die Costa Smeralda gehen. Das wird super emotional nach dem vergangenem Corona Lockdown. 😀

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