Von der Leyen rät mit der Buchung des Sommerurlaubs zu warten

Von der Leyen rät mit der Buchung des Sommerurlaubs zu warten

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Ursula von der Leyen empfiehlt mit der Buchung des Sommerurlaubs abzuwarten

Zahlreiche Reedereien wurden mittlerweile bereits gezwungen, bis Ende Mai 2020 ihre Kreuzfahrten abzusagen. Noch ist unklar, wann wieder eines der Kreuzfahrtschiffe mit Passagieren in See stechen kann, aktuell legen die Schiffe fast ausschließlich nur für kurze technische Stopps ab.

Nun werden weitere Hoffnungen der bereits gebuchten Gäste eingedämmt, denn EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in der „Bild am Sonntag“ dazu geraten, mit dem Buchen des Sommerurlaubs weiterhin noch abzuwarten. Wörtlich sagte sie gegenüber der Bild:“Ich rate dazu, mit solchen Plänen noch zu warten. Für Juli und August kann derzeit niemand verlässliche Vorhersagen machen“. 

Doch nicht nur zu Neubuchungen äußerte sich von der Leyen, auch über bereits gebuchte Reisen hat sie sich geäußert. Sie stehe der Gutschein-Lösung skeptisch gegenüber und sagt, das die Menschen europaweit rein rechtlich die Wahl hätten ob sie eine Rückzahlung oder einen Gutschein haben möchten. 

Zuletzt wurde sowohl auf Deutschland- als auch auf EU-Ebene diskutiert, ob eine Gutschein-Lösung rechtens sein. In der nun vergangenen Woche haben auch AIDA Cruises und Costa Kreuzfahrten erneut reagiert, haben weitere Reisen (bis Ende Mai) abgesagt und Rückzahlungen auf Wunsch zugesagt. 

Dennoch empfiehlt auch Ursula von der Leyen, dass Kunden, die nicht auf das Geld angewiesen sind, sich eher für einen Gutschein entscheiden sollten – zur Unterstützung des Veranstalters. 

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9 Kommentare zu „Von der Leyen rät mit der Buchung des Sommerurlaubs zu warten“

  1. In den USA hat man dies sogar eindeutiger ausgedrueckt, naehmlich ein 100 Tage langes Verbot auf alle Kreuzfahrten aus allen amerikanischen Haefen wurde vor kurzem bekanntgemacht. Und eventuell kann das Verbot verlaengert sein werden. Was bedeutet, die ganze Branche wird in diesem Jahr neu formatiert..

  2. Weder die Dummschwätzer in Brüssel, noch die in Berlin haben eine Glaskugel um in die Zukunft schauen zu können.
    Einfach mal abwarten und die Klappe halten….ich finde es traurig, mal eben was in den Raum zu werfen ohne fundierten Hintergrund.

    1. Pascal Wepner

      Was findest Du an der Aussage jetzt falsch? Alle heulen, dass sie in die Insolvenz müssen wenn die Reederei nicht die Anzahlung auszahlt und einen Gutschein ausgibt. Jetzt werden die Leute dafür kritisiert, dass sie sagen, dass man sich nicht drauf einschießen soll, dass man im Sommer so reisen kann wie man es bisher kannte.

  3. Erstmal Danke an Suk, dass ihr uns über eine der schönsten Nebensachen in diesen Zeiten informiert.
    oder auch eingefleischten Kreuzfahrtfans mit Euren Infos ein Gefühl vermittelt was auch einfach mal der letzte Idiot verstehen muss! es betrifft jeden auf dieser Welt und jetzt grade kollabiert alles…Ich persönlich bin die erste die wieder reisen wird…..aber auch ich warte ab….ich hab drei gebuchte Reisen vor mir und für den September sehe ich persönlich schwarz…… Wenn das schon Frau van der Leyen geschnallt hat gut so! Frohe Ostern Euch bleibt gesund und denkt mal an das wesentliche LG

  4. Sorry, aber was sagt uns Frau v. d. L. ? Eigentlich das was jeder ohnehin weiß, das es derzeit schwierig ist für die Sommermonate zu planen. Dann noch die Aussage: „Sie stehe einer Gutscheinlösung skeptisch gegenüber…“ um dann zum Ende zu sagen „Sie empfehle den Kunden, wenn möglich sich für die Gutscheinlösung zu entscheiden..“!
    Eine Denkhilfe, für wen? Für mich persönlich bestätigt Frau v.d. L. Ihr bisheriges Erscheinungsbild: Nichts können, nichts wissen, nichts tun!

  5. Gerd Habersack

    Eigentlich sagt Frau von der Leyen eigentlich nur, was realistisch ist:

    Es gehört schon sehr viel ( eigentlich zu viel) Optimismus dazu, sich im Sommer 2020 wieder die an Seetagen gefüllten Sonnendecks der Megaliner vorzustellen. Es wird im Sommer 2020 kein Datum geben, ab dem in der Kreuzfahrtbranche alles so wie bisher wieder startet, sondern eher zeitlich gestaffelte Regeln mit Abstandsgeboten etc. Natürlich ist vieles an intelligenten Regeln denkbar, aber wird dies dem jeweiligen Stammkundenpotential entsprechen? Die Antwort fällt sicherlich von Fall zu Fall unterschiedlich aus.

    Die Gutscheinregelung steht rechtlich auf sehr schwachen Beinen, dies zeigen ja auch die Nachbesserungen der Angebote zumindest einiger Reedereien. Vetrauenserweckend war das Vorpreschen mancher Reedereien nicht gerade. Wie soll man es bewerten, wenn ein großer rechtlich in der Schweiz sitzender Anbieter mit in Panama und Malta registrierten Schiffen seine Kunden gegenüber als hinzunehmende Tatsache erklärt, für seine deutschen Kunden italienisches den EU-Bestimmungen widersprechendes Recht anzuwenden?

    Natürlich ist es sinnvoll, freiwillig die Veranstalter, mit denen man sich verbunden fühlt und mit denen man langfristig auch wieder reisen möchte, durch Verzicht auf sofortige Rückzahlungen das finanzielle Überleben zu sichern (auch wenn das möglicherweise trotzdem nicht gelingt). Wie Pascal schon öfter erklärt hat, das Geld war ja nicht überlebensnotwendig, sonst hätte man es nicht für Urlaubswünsche einsetzen können. Zur Ehrlichkeit gehört, dass man finanziell auch bezüglich drohender Arbeitslosigkeit nicht schlechter gestellt ist als diejenigen, deren Reisen noch kurz vor der Krise stattgefunden haben.

    Dazu gehört aber auch Vertrauen in die Ehrlichkeit des Vertragspartners. Die Kommunikationsstrategie vieler Kreuzfahrtanbieter war hier in den letzten Wochen nicht gerade vertrauensfördernd, man hatte oft den Eindruck, dass man seine Kunden für dümmer hielt als der Realität entsprach. Der Wunsch, das Überleben des eigenen Unternehmens zu sicher, rechtfertigt nicht alle Mittel.Die Welt des schönen Scheins in der Touristikbranche bricht nun brutal zusammen.

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