Royal Princess: Motorprobleme – Juneau und Ketchikan fallen aus
- Pascal Wepner
Das Wichtigste in Kürze
- Die Royal Princess (Princess Cruises) musste auf ihrer 7-Nächte-Alaska-Reise ab Seattle (Start: 12. September 2026) wegen eines Motorschadens gleich zwei Häfen streichen: Juneau (14.9.) und Ketchikan (17.9.).
- Statt Juneau geht es direkt Richtung Skagway (planmäßige Ankunft: 15.9., 6 Uhr), statt Ketchikan direkt weiter nach Victoria.
- Princess Cruises erstattet allen Gästen an Bord 50 Prozent des Kreuzfahrtpreises, gebuchte Landausflüge in den gestrichenen Häfen werden automatisch storniert und gutgeschrieben.
- Laut Reederei ist die Sicherheit von Gästen und Crew nicht betroffen, an der Behebung des Problems wird gearbeitet.
- Ob der Zwischenstopp in der Glacier Bay am 16. September stattfinden kann, ist noch offen.
Die Royal Princess hat gerade richtig Pech mit ihrem Antrieb! Auf der laufenden Alaska-Kreuzfahrt ab Seattle bereitet ein Motorschaden dem Schiff solche Schwierigkeiten, dass gleich zwei Häfen komplett gestrichen werden mussten – für die betroffenen Gäste gibt es dafür immerhin 50 Prozent des Fahrpreises zurück.
Die Royal Princess ist am Samstag, den 12. September 2026, planmäßig von Seattle aus zu einer 7-Nächte-Alaska-Reise gestartet. Am Sonntag erreichte die Gäste dann ein Schreiben der Reederei, das später auch auf der Facebook-Seite der Reise auftauchte und von Cruise Hive eingesehen wurde: An Bord gebe es „ein technisches Problem mit unseren Motoren, das die Sicherheit von Gästen und Crew nicht beeinträchtigt, aber unsere Fähigkeit einschränkt, die für den Fahrplan nötige Geschwindigkeit zu halten“. Klartext: Das Schiff ist schlicht zu langsam unterwegs, um die geplante Route zu schaffen.
Was ändert sich für die Gäste an Bord?
Juneau, eigentlich für den 14. September vorgesehen, entfällt ersatzlos – stattdessen bleibt das Schiff einen Tag auf See und steuert direkt Skagway an, wo es wie geplant am 15. September um 6 Uhr morgens anlegen soll. Wegen der reduzierten Geschwindigkeit reicht es anschließend aber nicht mehr für den Stopp in Ketchikan am 17. September, auch der fällt weg. Von Skagway geht es stattdessen direkt weiter nach Victoria in Kanada, wo das Schiff dann von 21 Uhr bis Mitternacht am 18. September liegt. Übrig bleiben von der ursprünglichen Route damit nur noch Skagway und Victoria, ob die für Mittwoch, den 16. September, vorgesehene Panoramafahrt durch die Glacier Bay stattfinden kann, hat Princess bislang nicht bestätigt.
Reiseverlauf der Royal Princess vom 12. bis 19. September 2026 (geändert):
Seattle (Start) – Seetag statt Juneau – Skagway (15.9.) – Glacier Bay, fraglich (16.9.) – Seetag statt Ketchikan – Victoria (18.9., abends) – Seattle (Ende, 19.9.)
Wer bezahlt jetzt drauf – und wer nicht?
Gebuchte Landausflüge für Juneau oder Ketchikan storniert Princess automatisch und schreibt den Betrag auf das Bordkonto der Gäste gut, ein Gang zum Ausflugsschalter ist dafür nicht nötig. Zusätzlich bekommen alle Gäste dieser Reise pauschal 50 Prozent ihres Kreuzfahrtpreises zurück, die Erstattung läuft auf die ursprüngliche Zahlungsmethode und soll laut Reederei 10 bis 15 Werktage dauern. Was die Reederei bislang nicht verraten hat: was genau an den Motoren kaputt ist und ob das Problem noch während dieser Reise behoben werden kann. Die Rückkehr nach Seattle am 19. September soll aber wie geplant klappen, auch die Anschlussreise – eine 14-tägige Route über Alaska bis nach Tokio – ist nach jetzigem Stand nicht betroffen.
Kein Einzelfall: Alaska macht Kreuzfahrtschiffen gerade zu schaffen
Ganz ehrlich, ich beobachte das schon länger: Alaska ist für Antriebe offenbar eine besonders unangenehme Ecke der Welt. Erst Ende August musste Royal Caribbean die komplette Alaska-Reise der Serenade of the Seas ab Vancouver streichen, weil das Schiff wegen dringender Reparaturen im Dock bleiben musste. Und die Ruby Princess von Princess Cruises selbst hatte im Juli 2025 ebenfalls Probleme mit dem Antrieb, die damals mehrere Häfen und die Panoramafahrt durch die Fjorde kosteten. Offizielle technische Details gibt es in beiden Fällen kaum, aber Antriebsprobleme sind bei solchen Ausfällen erfahrungsgemäß meistens die Ursache. Wer selbst eine Alaska-Reise plant oder schon gebucht hat: Route und Ausflüge in dieser Destination würde ich grundsätzlich mit etwas Puffer planen, insofern die Schiffe dort oft älter sind und auf recht kurzen Strecken viele Häfen in engem Zeitplan anlaufen müssen. Bei Fragen zur eigenen Buchung oder wenn ihr noch unsicher seid, welche Alaska-Reise wirklich zu euch passt, meldet euch einfach bei uns in der Kreuzfahrtlounge – gerne auch am Wochenende.
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Häufige Fragen zu dieser Meldung
Welche Häfen fallen bei der Royal Princess aus?
Auf der Alaska-Kreuzfahrt ab Seattle vom 12. September 2026 entfallen wegen eines Motorschadens die Häfen Juneau (14.9.) und Ketchikan (17.9.). Stattdessen läuft das Schiff Skagway und Victoria an.
Bekommen die Gäste eine Entschädigung?
Ja, Princess Cruises erstattet allen Gästen dieser Reise 50 Prozent des Kreuzfahrtpreises. Über die Reederei gebuchte Landausflüge in den gestrichenen Häfen werden automatisch storniert und als Bordguthaben gutgeschrieben.
Ist die Sicherheit an Bord gefährdet?
Nein, laut Princess Cruises beeinträchtigt das technische Problem an den Motoren nicht die Sicherheit von Gästen und Crew, es schränkt lediglich die mögliche Reisegeschwindigkeit ein.
Ist die Glacier-Bay-Panoramafahrt noch im Programm?
Das ist noch offen. Princess Cruises hat bislang nicht bestätigt, ob die für den 16. September geplante Panoramafahrt durch die Glacier Bay wie vorgesehen stattfinden kann.
Quellen
- Mitteilung von Princess Cruises an die Gäste der betroffenen Reise (14. September 2026)
- Eigene Beiträge: Island Princess: Princess bietet Erstattung plus Guthaben bei Verzicht, Princess Cruises präsentiert die Alaskasaison 2028, Norovirus-Ausbruch auf der Ruby Princess in Alaska
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Pascal Wepner
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