Avalon Panorama rammt Brücke und reisst sich das Steuerhaus ab


    Am gestrigen Nachmittag ist ein Flussschiff einer Schweizer Reederei (Globus Travel Services SA) mit dem Namen „Avalon Panorama“ gegen eine Brücke in Forchheim gefahren. Das Flussschiff fährt für die Marke „Avalon Waterways®“ und wurde in 2011 in Dienst gestellt. Die Wasserschutzpolizei geht von menschlichem Versagen aus. Der Kapitän der das Flusskreuzfahrtschiff vom Außensteuerstand über den Fluss steuerte hatte die absenkbare Kommandobrücke zu weit oben belassen, so dass diese mit der Brücke in Forchheim kollidierte und das komplette Steuerhaus nach hinten gerissen wurde. Die Avalon Panorama war auf dem Weg nach Budapest als sie gegen Mitternacht mit dem Brücken-Unterbau kollidierte.

    Avalon Panorama / © Polizei Forchheim

    Avalon Panorama / © Polizei Forchheim



    Die 210 Passagiere des 135 Meter langen Schiffes sind mit Bussen zu einem Landausflug nach Nürnberg aufgebrochen. Mittlerweile ist das Schiff wieder in Fahrt und die Passagiere alle wohlbehalten an Bord. Es gab keine Verletzten an Bord des Schiffes.



    Mit einem Kranwagen wurde das Steuerhaus der Avalon Panorama gehoben und der Flusskreuzer notdürftig repariert so das eine Weiterfahrt ermöglicht werden konnte. Der Sachschaden soll sich auf mehrere zehntausend Euro belaufen. Allein die nautischen Geräte sind wohl über 20.000 Euro wert, fraglich ob die dabei auch kaputt gegangen sind.

    Die Straßenbrücke, vielmehr deren Unterbau scheint nicht beschädigt worden zu sein, man prüfe aber noch die Lagerung ob da nicht doch ein Schaden entstanden ist.

    Die Polizei in Forchheim gab folgende Meldung dazu raus:

    FORCHHEIM. Ein Schweizer Kabinenschiff mit 210 Gästen an Bord blieb in der Nacht zum Mittwoch auf dem Main-Donau-Kanal bei Forchheim mit dem Steuerhaus am Unterbau einer Brücke hängen, nachdem der Kapitän offenbar die Durchfahrtshöhe überschätzt hatte. Fahrgäste und Besatzung kamen zum Glück mit dem Schrecken davon.

    Gegen Mitternacht wollte der 54-jährige Kapitän auf seiner Fahrt Richtung Budapest in die Schleusenkammer Forchheim einfahren und blieb dabei mit dem Steuerhaus seines Schiffes am Unterbau einer Straßenbrücke hängen. Das gesamte Steuerhausdach mit den Streben, dem Glas und einigen nautischen Geräten wurde nach hinten weggerissen und beschädigte dadurch weitere Aufbauteile des Luxusschiffes.

    Die Wasserschutzpolizei stellte bei der Unfallaufnahme fest, dass offenbar menschliches Versagen unfallursächlich war. Der Kapitän, der das Schiff vom Außenfahrstand aus steuerte, hatte das Steuerhaus nicht weit genug nach unten abgesenkt. Polizei und Wasser- und Schifffahrtsamt untersagten eine Weiterfahrt vorerst.
    Mit einem Kranwagen musste das beschädigte Steuerhausdach in den Vormittagsstunden des Mittwochs abgehoben werden, um das Schiff wenigstens notdürftig reparieren zu können.

    Die unverletzten Passagiere wurden einstweilen mit Bussen zu einer Stadtbesichtigung nach Nürnberg gebracht.

    Text und Bildquelle:http://www.polizei.bayern.de/news/presse/aktuell/index.html/156680




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