
Kieler Woche 2026 mit 12 Kreuzfahrtanläufen vom 20. bis 28. Juni 2026
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SUK / Kreuzfahrt Ratgeber / Notfallraum auf Kreuzfahrtschiff gibt es nicht | Gefängnis-Kabine
Verschiedene Medien hatten im Zusammenhang mit dem Unglück von Daniel Küblböck auf AIDAluna gemeldet, dass die AIDAluna eine Passagierkabine als Notfallraum nutzt. Diese Meldung ist grundlegend falsch, es handelt sich bei der Kabine 5235 auf AIDAluna um eine ganz normale Balkonkabine
Auf Kreuzfahrtschiffen gibt es keinen sogenannten Notfall-Raum. Korrekt ist, dass es aufgrund verschiedener Vorkommnisse einen Kabinenwechsel geben kann. Allerdings passiert das nicht, wenn man sich etwas daneben benimmt oder eine Straftat begeht, denn dann passieren andere Dinge. Auch ist es falsch, das immer eine bestimmte Kabine „leer mitfährt“, hier wird gesagt, es würde sich um die Kabine 5235 auf AIDAluna handeln was ebenfalls falsch ist. Das ist eine ganz normale Balkonkabine die normal im Verkauf angeboten wird und ebenfalls im AIDA Kabinenfinder ersichtlich ist. Auch im normalen Kabinenplan und Deckplan der AIDAluna ist die Kabine zu finden.
Spezialräume, sowie Spezialbereiche und auch Crewbereich sind im Deckplan nicht eingezeichnet, ebenfalls findet man dort keine Crew-Büros oder Aufenthaltsräume.
Die Kreuzfahrtschiffe auf den Weltmeeren haben immer eine oder zwei „freie“ beziehungsweise „leere“ Kabinen an Bord die nicht mit Gästen belegt sind aus unten genannten Gründen. Beispielsweise Defekten oder Ruhestörungen, weshalb ein Kabinentausch auf Bitten der Gäste eingeleitet werden kann. Wenn ein Schiff nicht ausgebucht ist, kann die Anzahl der freien Kabinen auch deutlich höher sein. Es handelt sich hierbei aber nie um festdefinierte Kabinen, sondern einfach um Kabinen die nicht gebucht und daher belegt wurden. Ausnahmen gibt es auf manchen Schiffen am Heck auf den untersten Decks, das sogenannte „Hotel zur Schraube“, da befinden sich immer Mal Kabinen die aufgrund ihrer Lage lauter sind als andere Kabinen, diese werden nur vergeben wenn man es wirklich muss, da hier die Beschwerderate sehr hoch ist.
Wenn die gebuchte Kabine defekt ist beispielsweise und die Bordtechniker den Ursprungszustand nicht sofort wieder herstellen können, bekommt man eine freie, andere Kabine zugeteilt, damit die Reederei ihrer Verpflichtung und ausgeschriebenen Leistung nachkommen kann. Das kann beispielsweise ein defektes WC sein oder eine defekte Klimaanlage. Ebenfalls ist es möglich das die Elektrik der Kabinentür einen Defekt aufweist, die Balkontür oder die Dusche. Auch möglich sind verschiedene Ruhestörungen durch technische Anlagen oder Ähnliches was zu einem Kabinenwechsel führen kann. Das sind allerdings alles keine Bestrafungen oder Ähnliches, sondern lediglich die Herstellung der gebuchten Leistung für den Passagier.
Wenn man an Bord unangenehm auffällt, beispielsweise durch Pöbeleien und aggressives Verhalten, wird man von der Bord-Security in die eigene, gebuchte Kabine verbracht und dort bewacht von Sicherheitsmitarbeitern. Hier gibt es also keinen Notfall-Raum oder kein Gefängnis in das man eingesperrt wird. Hier wird lediglich sichergestellt das der Gast sich wieder beruhigt und keinen weiteren Unsinn anstellt, weshalb die Security die Kabine bewacht.
Wenn eine Straftat an Bord begangen wird, im übrigen ist das egal ob es sich dabei um einen Gast oder ein Crewmitglied handelt, so wird diese Person von der Security „festgenommen“ und in einen Spezialraum verbracht, der auch als „Bordgefängnis“ bezeichnet wird im Volksmund. Dabei handelt es sich um einen cleanen Raum, der deutlich von einer normalen Passagierkabine abweicht. Der Raum bietet eine Schlafgelegenheit und ist ansonsten so aufgebaut, das keine Gefahr für Leib und Leben der festgesetzten Person entsteht und auch nicht für das Schiff. In diesem Raum wird die etwaige Person dann durchgehend und vollumfänglich vom Bord-Sicherheitspersonal bewacht und im nächsten Hafen an die Polizei übergeben. Diese Kabine befindet sich IMMER und ausnahmslos ausserhalb der Passagierbereiche im Bauch des Schiffes und kann daher von den Passagieren weder eingesehen, besucht oder beobachtet werden, da es sich hierbei um Sicherheitsbereiche handelt die nur für bestimmte Crew-Mitglieder, dem Sicherheitspersonal betreten werden darf.
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