Seekrank auf Kreuzfahrt: Diese Mittel helfen


    Seekrank? Das hilft! Mittel gegen Seekrankheit

    Auf Kreuzfahrten und Fährfahrten kann man auch Seekrank werden, muss man aber nicht. Oftmals hat man gutes Wetter, wenig Seegang und alles ist gut auf dem Kreuzfahrtschiff. Es kann aber auch mal vorkommen das die See unruhig wird, dann wird man auch mal Seekrank auf dem Kreuzfahrtschiff. Eine Seekrankheit kann man auch nicht wirklich vorbeugen oder sich einbilden, aber es ist dennoch erwiesen das wenn man ständig an Seegang und Übelkeit denkt bei der kleinsten Schiffsbewegung, das man dadurch auch schneller Seekrank wird. Statistiken weisen auf das Kinder unter 2 Jahren und Menschen ab 50 Jahren weniger der Seekrankheit verfallen. Frauen würden öfter Seekrank als Männer, aber wie gesagt, alles Statistiken. Wir gehen jetzt einmal auf die Mittel für Seekrankheit ein, neben Kaugummis gegen Seekrankheit, gibt es Armbänder für Seekrankheit, Tabletten gegen Seekrankheit und andere Seekrankheit Gegenmittel.



    Routenauswahl

    Seekrank werden Menschen wenn das Schiff starke Bewegungen macht. Wenn stampft, wenn es rollt. Stampfen bedeutet das der Bug tief in das Wasser eintaucht und das Heck dann ebenso, also abwechselnd hoch und runter geht. Rollbewegungen macht das Schiff wenn die Wellen von der Seite kommen, das finden viele Kreuzfahrer sehr unangenehm und einige werden dann auch Seekrank. Das Rollen stört bei einigen Menschen den Gleichgewichtssinn wodurch falsche Informationen an das Gehirn gesendet werden und der Körper dann auch entsprechend falsch reagiert.

    Letztlich kann man keine hundertprozentigen Tipps geben wo es denn Seegang gibt und wo nicht. Viele erzählen das auf Antarktis-Kreuzfahrten tagelang das Schiff schaukelt, bei uns war es ein Tag von 14, also durchaus überschaubar. Andere erzählen das Mittelmeer sei ruhig oder die Kanaren, aktuell werden dort in einer Tour Kreuzfahrtschiffe umgeroutet. Einzig auf Transatlantik-Kreuzfahrten kann man wohl sagen das man da immer mit etwas Seegang rechnen muss. Mann kann also Seegang im Nordland, im Mittelmeer, in der Karibik und überall anders auf der Welt auch haben.

    Auch ist meine persönliche Empfindung anders als die von vermeintlichen Experten das große Schiffe weniger schwanken als kleine Schiffe. Ich habe da keine gravierenden Unterschiede feststellen können. Die Schiffe haben alle Stabilisatoren die bis zu einem gewissen Grad auch ihre Wirkung zeigen, aber wenn es stürmt und hohe Wellen da sind da wackelt jedes Schiff, da ist es auch egal welches Logo am Schornstein zu sehen ist. Die Stabis helfen zudem auch nur bei Rollbewegungen, beim Stampfen sind die nahezu wirkungslos.

    Kabinenwahl

    Grundsätzlich sind die Kabinen in der Mitte des Schiffes am wenigsten durch Seegang betroffen, im Bug und im Heck sind merkt man den Seegang natürlich deutlich mehr durch die Rollbewegungen oder das Einstampfen des Bugs. Wer also Bedenken hat Seekrank zu werden sollte sich eine Kabine Mittschiffs auswählen, möglichst weit unten, da sind die Bewegungen am wenigsten zu spüren. Von Vorteil ist immer sich den Horizont anzuschauen, das kann man aus einer Innenkabine natürlich nicht.

    Essen

    Essen ist ganz wichtig, ich habe es schon öfter gehört das viele Menschen bei starkem Seegang sogar noch mehr Essen als im Normalfall, aber es reicht tatsächlich aus einfach ganz normal zu Essen. Es ist nicht sinnvoll den Magen noch extra zu belasten bei Seegang in dem man ihn nicht befüllt. Trockenes Brot oder Brötchen sollte man in jedem Fall essen, auch wenn man bereits Übelkeit und ähnliches verspürt.

    Horizont im Blick haben bei Übelkeit

    Bei Seekrankheit empfiehlt es sich immer an der frischen Luft zu sein und den Horizont im Auge zu behalten, geht auch vom Balkon der eigenen Kabine oder eben aus der Aussenkabine, dabei fehlt dann aber die frische Luft. Grundsätzlich hilft das aber den meisten Menschen schon.

    Symptome

    Die typischen Symptome der Seekrankheit sind Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl, auch Fieber kann dabei sein. Hier sollte man auf jeden Fall den Bordarzt aufsuchen, da helfen dann auch keine Hausmittel mehr gegen Seekrankheit. Der Bordarzt verabreicht in solchen Fällen meist eine Spritze worauf hin die Symptome auch relativ schnell nachlassen. Man wird allerdings sehr müde und sollte erstmal in sein Bett gehen – was anderes will man in diesem Moment allerdings auch nicht. Die Rechnung vom Bordarzt ist nach Reiseende zu bezahlen, kann aber sofern man sich eine ordentliche Rechnung bekommt bei der Krankenkasse Zuhause eingereicht werden und wird meist erstattet.

    Die Mittel gegen Seekrankheit im Überblick:

    Seaband: Akupressur-Armband

    Hop Akkurpressur-Bänder gegen Seekrankheit / © Hop

    Hop Akkurpressur-Bänder gegen Seekrankheit / © Hop



    Auf der MS Delphin sind mir einige Passagiere mit zwei Armbändern aufgefallen, später im Bordshop sah ich diese Bänder dann wieder. Es handelt sich dabei um Akkupressur-Armbänder gegen Seekrankheit. Die Seaband Armbänder sollen laut Aussage der Passagiere tatsächlich helfen. Die Seekrankheit-Armbänder werden beidseitig angelegt, sind etwa 3 Zentimeter breit und aus einem elastischen Stoff. Ein Knopf auf Kunststoff der im Armband eingenäht ist, wird dabei auf einen gewissen Punkt im Handgelenk gelegt und drückt dabei konstant auf eine gewisse Stelle die der Seekrankheit vorbeugen soll.

    Diese Akkupressur-Armbänder gab es an Bord der MS Delphin für 12 Euro im Paar, man kann diese aber auch direkt beim Hersteller bestellen. Die Bänder gibt es für Kinder und Erwachsene hier!

    Kaugummis gegen Seekrankheit

    Superpep Kaugummis - Seekrankheit / © Hermes Arzneimittel

    Superpep Kaugummis – Seekrankheit / © Hermes Arzneimittel

    Die bekannten Superpep Reisekaugummis sind auch bei Seekrankheit laut Hersteller zu empfehlen. Ich hab auch immer welche im Koffer, hab sie allerdings noch nie benutzt, daher kann ich dazu nicht viel sagen. Die Kaugummis sind auch für Kinder ab 6 Jahren freigegeben. Die Superpep Kaugummis gegen Seekrankheit sollen laut Apothekerin aber sehr schnell wirken durch die Schleimhäute.

    Manche vermischen die Kaugummis mit diversen anderen Medikamenten – da sollte man doch vorher den Arzt ansprechen bevor man sich eigene Cocktails mischt.

    Ingwer gegen Seekrankheit

    Viele Seefrauen und Seemänner haben immer Ingwer bei sich gegen Seekrankheit, das gibt es in verschiedenen Varianten. Ingwertee, Ingwerkapseln, rohe Ingwer-Scheiben oder auch Ingwer-Pulver. Hier sollte man sich aber dennoch von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen, auch wenn Ingwer immer als gesund bezeichnet wird, ist es nicht falsch sich über die Anwendung zu informieren.

    Seekrankheit Pflaster: Scopoderm Pflaster

    Scopoderm - Pflaster gegen Seekrankheit / © Novartis

    Scopoderm – Pflaster gegen Seekrankheit / © Novartis

    Die Seekrankheit Pflaster von Scopoderm sind wohl die beliebteste Form der Seekrankheits-Mittel. Auf der Costa Fascinosa hab ich fast keinen Gast gesehen der nicht diese kleinen runden Pflaster hinter dem Ohr kleben hatte. Einige sprachen davon das sie sehr empfindlich seien und super Erfahrungen mit den Scopoderm-Pflaster gegen Seekrankheit gemacht haben.

    Die Pflaster sind allerdings auch nicht ohne, der Wirkstoff Scopolamin greift direkt in das vegetative Nervensystem ein. Eine Nutzung der Seekrankheits-Pflaster sollte deshalb in jedem Fall mit dem Arzt besprochen werden. Auch die Vermischung mit anderen Mitteln sollte besprochen werden, hier kann es zu Wechselwirkungen kommen. Die Pflaster gegen Seekrankheit sind zudem rezeptpflichtig!

    Vomex gegen Seekrankheit

    Vomex gegen Seekrankheit / © Astellas Pharma GmbH

    Vomex gegen Seekrankheit / © Astellas Pharma GmbH

    Von einem Apotheker haben wir für ein seekrankes Kind Vomex-Saft empfohlen bekommen. Der Saft hat sehr müde gemacht aber wohl auch Wirkung gezeigt. Die Übelkeit war relativ schnell weg und das Kind wieder fit.

    Vomex ist ein Mittel gegen Erbrechen und Übelkeit und ist speziell auch für Reisekrankheit zu empfehlen. Vomex gibt es als Dragees, Zäpfchen und auch als Saft.

    Auch hier sollte man auf Wechselwirkungen achten und auch mal den Arzt oder Apotheker ansprechen bevor man sich Cocktails mixt oder verschiedene Medikamente durcheinander nimmt.

    Fazit

    Grundsätzlich sollte man sich einfach nicht so viel Gedanken darüber machen ob man Seekrank ist oder werden kann sondern seinen Urlaub genießen. Ich selbst hatte da noch nie Probleme, man kann das natürlich nicht steuern, aber wenn man ständig drauf wartet ob man nun Seekrank wird, macht es das Ganze auch nicht besser. Letztlich sollte man sich wenn man Ängste hat vorab mit seinem Arzt und / oder Apotheker in Verbindung setzen.

    Auf den meisten Kreuzfahrtschiffen gibt es an der Rezeption Tabletten und Zäpfchen gegen Seekrankheit. Wenn diese dann keine Wirkung mehr zeigen, wird der Gang zum Bordarzt unvermeidbar sein. Der hat als letzte Rettung dann eine Spritze parat die hilft, aber auch gutes Geld kostet. Letztich machen die Medikamente alle Müde, das sollte man auch beachten. ;)



    3 Kommentare

    1. Julia Auer sagt:

      Ich bin überrascht, wie viele Mittel es gegen Seekrankheit gibt, ich persönlich kannte nur den Kaugummi und das Pflaster. Ohne dieses Seekrankheit-Pflaster gehe ich prinzipiell nicht an Bord, da ich schon bei kurzen Strecken auf einem Schiff sehr stark mit Übelkeit und Schwindel zu kämpfen habe. Trotzdem möchte ich auf das Vergnügen auf hoher See nicht verzichten und habe bis jetzt mit dem Pflaster sehr gute Erfahrungen gemacht, die Beschwerden sind wie weggeblasen. Den Tipp mit dem Ingwer möchte ich aber trotzdem mal ausprobieren, da ich generell eher zu Naturheilmittel tendiere und es deshalb zumindest einem Versuch wert ist.

    2. Annette Schulz sagt:

      Buchtipp: „Ausgespuckt – Endlich Segeln ohne Seekrankheit“

      Viele leiden darunter, aber niemand spricht darüber……

      Oder: Er geht alleine Segeln, weil sie……..

      Seekrankheit, ein leidiges Thema, dass den Traum vom Segeln leicht zum Alptraum werden lassen kann.

      „Ausgespuckt – Endlich Segeln ohne Seekrankheit“

      Taschenbuch: 160 Seiten
      Verlag: Books on Demand; Auflage: 2. Auflage. (9. Oktober 2013)
      Sprache: Deutsch
      ISBN-10: 3732235416
      ISBN-13: 978-3732235414

      Ausgespuckt, endlich Segeln ohne Seekrankheit beschreibt einen erfolgreichen Selbstversuch die Seekrankheit zu besiegen. Verpackt in einem Reisebericht über einen 6-wöchigen Segeltörn im eigenen 28-Fuss-Boot, zu den Liparischen Inseln. Annette Schulz beschreibt, wie extrem sie unter Reisekrankheit litt, nicht nur auf See, und welche Behandlungsmöglichkeiten bzw. Medikamente sie ausprobiert hat. Alles ohne den wirklich nachhaltigen Erfolg. Durch Zufall entdeckte ihr Mann in einer Zeitschrift einen Artikel, der die Theorie von Prof. Dr. Reinhart Jarisch, Vitamin C hilft gegen Seekrankheit, beschreibt. In einem Selbstversuch taste sie sich an Histamine und Vitamin C heran und erlebt durch konsequente Einnahme von Vitamin C in Form von CeTeBe Kapseln und einer strengen aber sehr einfach umzusetzenden Histamindiät den durchschlagenden Erfolg. Endlich kann sie einen beschwerdefreien Segelurlaub genießen. Die Reise startet in Rom. Der erste Stopp ist Palmarola, eine der Pontinischen Inseln im Tyrrhennischen Meer. Vor Ventotene müssen sie einen Sturm abwettern und verlieren beide Anker durch ein Missgeschick. Mit einem langen Schlag Segeln sie nach Stromboli und erleben die Traumhaftigkeit der offenen See. Auch die kleine unbewohnte Insel Basiluzzo wird entdeckt. Danach geht es weiter nach Lipari und Sallina. Dort wird die Reisekrankheit besonders auf die Probe gestellt. Den Abschluss der Liparischen Inseln bildet Filicudi, ursprünglicher geht es kaum. Nach wieder einem 30 Stunden Schlag trifft sich Annette und ihre Familie mit zwei befreundeten Segelbooten auf Ponza, um den Urlaub ausklingen zu lassen.

      Viel Spaß beim Lesen

      Annette Schulz

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