Auslaufen in Palermo: AIDAblu Bella Italia – Erste Kreuzfahrt nach Corona Pause (Reisebericht)

Auslaufen in Palermo: AIDAblu Bella Italia – Erste Kreuzfahrt nach Corona Pause (Reisebericht)

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[Schiffe und Kreuzfahrten reist auf Einladung von AIDA Cruises]

AIDAblu Reisebericht Bella Italia – Erste Reise nach der Corona Pause vom 17. Oktober bis 24. Oktober 2020 | Route: Civitavecchia – Neapel – Palermo – Catania – Seetag – La Spezia – Civitavecchia

Ziemlich genau 7 Monate ist es nun her, als das letzte AIDA Schiff durch die Meere kreuzte. Nach zwei durch Behörden gescheiterte Neustartversuchen, ist es nun endlich so weit und AIDAblu sticht am Samstag, den 17. Oktober 2020 als erstes AIDA Schiff im italienischen Civitavecchia wieder in See. Wie praktisch, dass der Neustart perfekt in unsere Herbstferien passt, so dass wir als Familie direkt auf der ersten Reise dabei sein können. Und natürlich stellen sich auch uns viele Fragen und die wahrscheinlich wichtigste an dieser Stelle, wie wird es sich anfühlen, eine AIDA Kreuzfahrt unter Coronabedingungen? Denn wenn wir ehrlich sind, ist das was AIDA konzeptionell in der Vergangenheit ausmachte, so das komplette Gegenteil von dem, was nun zu Zeiten von Corona geboten werden kann.

Wir nehmen euch an dieser Stelle also mit auf die erste AIDA Reise nach dem großen Corona-Lockdown und sind mindestens genauso gespannt wir ihr, was uns in den nächsten Tagen an Bord von AIDAblu erwarten wird.

Inhaltsverzeichnis

Vorbereitungen vor der Reise

Früher war alles so unkompliziert, ja früher… Eigentlich wollte ich unseren Reisebericht nicht mit so einem dämlichen Satz beginnen, aber irgendwie hat er schon seine Berechtigung, denn inzwischen muss man doch schon auf das ein oder andere bereits vor der eigentlichen Kreuzfahrt achten. Früher hat man gebucht, seine Rechnung bezahlt, das Schiffsmanifest ausgefüllt, hat seine Reiseunterlagen bekommen und dann konnte man auch schon seine Koffer packen und auf große Reise gehen. Das Meiste davon ist jetzt noch immer so, nur das eben noch ein paar Punkte dazu gekommen sind. 

Nicht ganz unwichtig für die bevorstehende Kreuzfahrt war zum einen die Planung der Landausflüge, denn zum aktuellen Zeitpunkt sind Landgänge nur mit geführten AIDA Landausflügen möglich, ein spontanes „na komm, wir schauen mal was wir heute machen“ ist zur Zeit nicht drin. Vor allem der Punkt ist für viele Kreuzfahrer sicherlich nicht neu, denn der ein oder andere hat bestimmt auch vor Corona schon gerne organisierte Ausflüge unternommen und die auch vorab gebucht. Wir bevorzugten aber in der Vergangenheit mehr individuelle Landgänge auf eigene Faust, hin und wieder buchten wir auch mal einen Ausflug, je nachdem ob für uns etwas passendes angeboten wurde und ob es sich in unseren Augen lohnen würde. Oft war es am Ende der Mix aus beidem. 

Nun wird das aber anders sein, entweder wir buchen organisierte Ausflüge, oder wir bleiben an Bord. Option 2 kommt aber definitiv nicht in Frage, also werden wir uns durch das Ausflugsangebot kämpfen müssen. Relativ schnell hatten wir uns auch entschieden, in zwei Häfen werden wir die neuen „Komm an Land“-Ausflüge ausprobieren, von Civitavecchia aus werden sich Leon und ich auf die Spuren seines Lateinunterrichts begeben und nach Rom fahren und in La Spezia werde ich mit Julian mit einem Zodiak nach Portovenere fahren. Geplant, gebucht, bezahlt! So wie man es kennt.

Eine wirkliche Herausforderung wie ich finde kam danach. Die Planung der Tischreservierungen! Anders als man es von AIDA kennt, wird nämlich nun erst einmal kein Buffet mehr angeboten, auch in den Buffetrestaurants werden die Mahlzeiten am Platz serviert. Das ist erst mal nicht schlimm, jedenfalls für mich nicht, denn ich bin bekannterweise eh kein Buffetfan, schlimm allerdings finde ich, dass man bereits bis 72 Stunden vor Anreise, alle Tische für alle Mahlzeiten, für die komplette Reise über myAIDA reserviert haben sollte. Ich weiß doch heute noch nicht, wann und wo ich nächste Woche frühstücken möchte! Aber es nützt ja nichts, es muss gemacht werden, also habe ich nun für die komplette Reise Tische reserviert, für Frühstück, Mittag- und Abendessen! ABER, und das aber habe ich absichtlich groß geschrieben, was ist mit dem Brauhaus und dem Best Burger @ Sea? Warum kann ich hierfür keine Tische reservieren? Und was passiert eigentlich, wenn ich vorab keine Tische reserviere? Sicherlich werden wir vor Ort an Bord Antworten auf diese Fragen bekommen…

Alles wichtige haben wir nun vorab gebucht, wir werden an Land können und sicher auch etwas zu Essen bekommen. Nun können wir also wieder die Füße hochlegen und uns entspannen, bis dann der nächste wichtige Punkt vor der Reise bevorsteht.

Corona-Test bei der Helios Klinik in Hamburg

Alle Gäste die nun mit AIDA reisen möchten, müssen bis auf weiteres einen negativen COVID-19-PCR-Test vorweisen, dieser darf bei Anreise nicht älter als 3 Tage sein. Damit der Test nicht mit weiteren Kosten für die Gäste verbunden ist, hat AIDA eine Kooperation mit den Helios Kliniken in ganz Deutschland, in denen sich die AIDA Gäste kostenlos testen lassen können. Hierfür ist ein spezielles Zeitfenster vorgesehen, für alle Abreisen am Samstag, was auch bei uns der Fall ist, ist der Test Mittwochs vorgesehen, zwischen 08:00 und 19:00 Uhr, oder wie halt die entsprechende Helios Klinik geöffnet hat.

Wir sind dann heute also zur Helios Klinik nach Hamburg Harburg gefahren, die für uns die nächste ist. Ich hatte vorher nochmal auf deren Homepage geschaut, ob es irgendetwas zu beachten gibt, ob wir vorher einen Termin vereinbaren müssen, und wo genau wir hin müssen. Nachdem geklärt war, dass wir keinen Termin benötigen, sind wir also gegen Mittag dort aufgeschlagen. Die größte Herausforderung bei dem Besuch war es einen Parkplatz zu finden, so viel schon mal vorneweg. Nachdem uns auch das gelungen war, haben wir das Testzentrum direkt gefunden, dieses war gut und deutlich ausgeschildert. 

Folgende Dinge müsst ihr für den Corona-Test vorlegen und solltet ihr also unbedingt dabei haben:

  • AIDA Reiseunterlagen
  • Datenschutzrechtliche Einwilligung für alle Reisenden (Download)
  • Krankenversicherungskarte (zumindest hier in Harburg)
  • Personalausweis oder Reisepass (wurde in unserem Fall nicht benötigt)

 

Ansonsten waren wir hier vor Ort die einzigen Gäste, die sich grad testen lassen wollten, entsprechend schnell kamen wir dran. Nachdem die nette Dame unsere Daten kontrolliert und ins System eingegeben hat, wurden die Abstriche genommen, im Rachen und auch in der Nase, in beiden Nasenlöchern, für das doppelte Vergnügen versteht sich. 

Man hört ja wirklich viele Horrorstories über die PCR-Tests in der Nase, von tagelang Kopfschmerzen, über mehrtägiges Brennen bis hin zu Nasenbluten, das nicht mehr aufhören wollte. Ehrlich, auch nach meinem nun bereits zweiten Test, kann ich diese Geschichten nicht nachvollziehen, der Rest meiner Reisetruppe im Übrigen auch nicht. Ja, es ist unangenehm, ja es brennt, ja es treibt einen für eine kurzen Moment die Tränen in die Augen, aber nach einer Sekunde ist das auch schon wieder vorbei! Auch unsere Jungs, die mit 10 und 12 Jahren ebenfalls getestet wurden, hatten sich den Test viel schlimmer vorgestellt, als er jetzt am Ende tatsächlich war. Deswegen jetzt auf eine Reiseverzichten? Ganz sicher nicht! 

Nach rund 20 Minuten waren wir mit dem kompletten Prozedere fertig, die längste Zeit davon nahm die Aufnahme der Daten ins System in Anspruch, die Abstriche selbst waren schnell gemacht. Nun kommen diese ins Labor und werden ausgewertet. 

Hören wir bis Freitag nichts von der Helios Klinik, dann sind die Test negativ und wir können Samstag auf unsere Reise mit AIDAblu starten. Helios übermittelt die Daten direkt an AIDA, deswegen auch die Datenschutzrechtliche Einwilligung. Sollte es allerdings doch zu einem positiven Testergebnis kommen, dann würde Helios uns telefonisch kontaktieren und darüber informieren und natürlich auch die Daten an AIDA übermitteln, damit die bescheid wissen, dass sie uns besser nicht mitnehmen. Das wäre dann auch der Fall, wir könnten dann die Reise nicht antreten und könnten einmalig kostenfrei umbuchen. Doch hoffen wir an dieser Stelle einfach mal das Beste.

Nun müssen wir nur noch auf myAIDA bestätigen, dass wir einen COVID-19-PCR-Test im Heliostestzentrum haben vornehmen lassen, dies muss bis spätestens Freitag Abend um 18:00 Uhr passieren. Bestätigen wir das nicht, dann wird uns ebenso die Teilnahme an der Reise verweigert, egal wie der Test ausfallen sollte. Hier müssen im Übrigen auch diejenigen, die woanders einen Test machen lassen, ihr negatives Testergebnis hochladen. Eine genaue Erklärung was ihr im Detail beachten müsst, findet ihr hier: AIDA COVID-19-PCR Test – Alle Informationen

Nun heißt es nur noch abwarten, ob wir einen Anruf bekommen, oder eben nicht. Wenn nicht werden wir am Freitag dann also ganz gemütlich unsere Koffer packen und uns auf unsere Reise ab Samstag freuen!

Anreise nach Civitavecchia

Der große Tag ist endlich gekommen, nach 7 Monaten Corona-Lockdown, wird AIDAblu heute zum ersten Mal wieder in See stechen. Eine Woche „Bella Italia“ ab Civitavecchia wartet auf uns und wir machen uns auf den Weg zum Flughafen. Natürlich hatten wir schon auf den ersten Metern Stau, wie sollte es auch anders sein und da ich der Meinung war, erst heute in der Früh unsere Koffer zu packen, bin ich mir schon jetzt recht sicher, dass ich die Hälfte vergessen habe einzupacken. Nochmal alles überprüfen war nämlich nicht drin, denn die Zeit arbeitete gegen uns, mit Stau ist nicht zu scherzen.

Mehr als pünktlich kamen wir dann aber dennoch am Flughafen an. Auto noch schnell ins Parkhaus gefahren und dann fanden wir uns kurz drauf auch schon bei den Check In Schaltern der Eurowings ein. Eigentlich wollten wir den Self Service zur Kofferaufgabe nutzen, denn dort war nichts los, während sich an den normalen Schaltern bereits eine Schlange gebildet hatte. Leider war aber unser einer Koffer etwas zu schwer, so dass wir uns dann doch in der Schlange anstellen mussten. Tatsächlich war die Schlange aber gar nicht so lange, da man aber nur zwei Schalter geöffnet hatte, verweilten wir hier für eine gewisse Zeit. 

Nachdem wir die Koffer losgeworden sind, gingen wir auch schon direkt durch die Security. Wir sind es ja gewohnt, dass hier auch mal die ein oder andere Tasche auf Grund von zu viel Technik manuell überprüft wird. Auf dieser Reise haben wir uns allerdings dazu entschieden, technisch mit eher leichtem Gepäck zu reisen. Und trotzdem wurde eine unserer Taschen rausgezogen und manuell überprüft. Grund dafür war eine Packung mit 50 Einmal-Masken, die auf dem Bildschirm wohl etwas auffällig erschienen.

Pünktlich starteten wir um 11:05 Uhr mit dem Boarding. Das ging schnell von statten und so hoben wir pünktlich in Hamburg ab in Richtung Civitavecchia. Zur Einreise in Italien muss eine Selbstauskunft ausgefüllt werden. Diese kann man entweder schon mit den Reiseunterlagen ausdrucken, alternativ würde man sie auch nochmals beim Check In und auch beim Boarding erhalten. Hierbei geht es in erster Linie darum ob man Symptome hat bzw. hatte, die auf COVID-19 hinweisen könnten und darum ob man sich in den letzten Tagen in eine Risikogebiet aufgehalten hat. Die Selbstauskunft muss für jede Person ausgefüllt werden und wird dann im Flugzeug eingesammelt.

In Rom gelandet, empfing uns gleich eine Dame am Gate mit einem AIDA Hinweisschild, genau genommen empfing sie den kompletten Flieger. So ging nicht jeder für sich zum Gepäckband, nein, man sammelte sich dort und wurde dann in der Gruppe zum Gepäckband gebracht. Auch nachdem man das Gepäck hatte, ging man nicht einfach so zum Transfer, sondern zunächst sammelte man sich wieder und anschließend wurde man in Gruppen zum Transferbus gebracht.

Im Transferbus wurde mit Hinweisschildern auf Abstand geachtet, so sollten alle Gangplätze frei gehalten werden und jeder nahm für sich am Fenster platz. Das war super, so hatte man wenigstens mal Platz im Bus. Schließlich lagen ja jetzt auch noch knapp 1,5 Stunden Fahrt von Rom nach Civitavecchia  vor uns.

Check In auf AIDAblu

In Civitavecchia am Hafen angekommen ging es dann auch direkt schon zum Check In, unglaublich wie leer es hier war, keine Wartezeit, einfach durchgehen zum Schalter und fertig. Nein ganz so einfach war es dann natürlich auch wieder nicht. 

Bevor wir das Cruiseterminal überhaupt betreten durften, wurden bei allen Passagieren die Temperatur gemessen, als Laie würde ich sagen mit einer speziellen Wärmebildkamera. Bei den Kids wurde normal an der Stirn mit so einer Fieberpistole gemessen. Im Anschluss ging es zur nächsten Station, die Gesundheitsfragebögen die man im Zeitraum von 6 Stunden vor Anreise ausfüllen muss, wurden kontrolliert und abgegeben. Anschließend ging es dann durch die Security und dann endlich zum Check in. Dieser ist eigentlich nicht viel anders als man es kennt, die Ausweise werden gescannt, ein Sicherheitsfoto wird gemacht (ohne Maske) und die Bordkarte wird übergeben. 

Zeitgleich wurden wir auch über die neue Art der obligatorischen Seenotrettungsübung aufgeklärt. Anders als früher muss man nun nämlich nicht mehr zu einer festen Zeit mit allen anderen Passagieren zur Musterstation, sondern man geht direkt nach dem Check In zur Musterstation zu einer Einweisung im kleinen Kreis. Dadurch spart man wirklich jede Menge Zeit und es ist wirklich sehr angenehm, nicht so lange warten zu müssen bis alle Passagiere auch wirklich anwesend sind.

Bevor es nun aber endgültig an Bord ging, wartete im Terminal noch eine Überraschung auf uns. Jeder Gast der Restart Tour Bella Italia bekommt hier nämlich ein T-Shirt geschenkt, das gibt es natürlich in verschiedenen Größen und auch für Kinder – das nenne ich mal ein schönes Andenken.

Und dann hieß es auch schon Willkommen Zuhause auf AIDAblu – nur noch wenige Schritte trennten uns vom Schiff!

Abendessen im Best Burger @ Sea

Die ersten Stunden an Bord verbrachten wir damit unsere Koffer auszupacken, die angekündigte Seenotrettungsübung zu besuchen und uns aufs Ohr zu hauen – ja ihr lest richtig, wir haben uns in der Tat kurz hingelegt. So eine Fluganreise ist immer auch ein wenig anstrengend, vor allem dann, wenn es schon früh morgens los geht. Da wir erst um 23:00 Uhr auslaufen und noch eine Woche an Bord sind, haben wir es nicht eilig alles zu entdecken, wir haben Zeit.

So stellten wir uns den Wecker fürs Abendessen, wir hatten für 20:00 Uhr einen Tisch im Marktrestaurants reserviert. Es ist im Übrigen so, dass die Vorabreservierungen nicht verpflichtend sind, sondern lediglich empfohlen werden. Man kann auch einfach so spontan während der Öffnungszeiten zum Essen gehen, muss dann aber eventuell mit Wartezeiten rechnen, bis entsprechend ein Tisch im Restaurant frei wird. So beantwortet sich auch schon meine erste Frage, die ich noch vor der Reise hatte, was passiert eigentlich wenn ich keine Tische reserviere? Nun, ich bekomme trotzdem etwas zu essen.

Wir entschieden uns spontan unsere Reservierung für den Abend abzusagen und uns eine andere Alternative zu suchen, wir alle hatten nämlich Lust im Best Burger @ Sea zu Abend zu essen. Auch wenn man das Best Burger und auch das Brauhaus vorab nicht reservieren kann, so haben sie an Bord dennoch geöffnet und man kann spontan ohne Reservierung dort essen gehen. Die Chance nutzten wir natürlich, denn wir haben uns schon ein wenig Sorgen gemacht, dass wir unsere zwei Liebelingsrestaurants vielleicht gar nicht während der Reise nutzen können.

Im Best Burger werden die Speisen wie man es auch von AIDAnova kennt a la carte bestellt und am Tisch serviert. Die Speisen sind inklusive, die Getränke müssen allerdings separat bezahlt werden. Mit einem Getränkepaket und dem neuen All Inclusive Tarif, erledigt sich das aber entsprechend von selbst. Angeboten werden verschiedene Burger, wie der Name Best Burger @ Sea natürlich schon vermuten lässt. Aber auch den Vorspeisenteller können wir wirklich empfehlen, für eine Person vielleicht ein bisschen viel, Vorspeisenteller und Burger, aber wenn man wie wir einfach einen für alle bestellt, dann ist das ein leckerer Snack vorneweg.

Da heute Abend im Best Burger nicht besonders viel los war, konnten wir super schnell unser Essen genießen ohne viel Wartezeit.

Gerne möchte ich an dieser Stelle noch ein paar Worte zu den Sicherheits- und Hygienemaßnahmen im Restaurant erzählen. Sobald man das Restaurant betritt werden die Bordkarten aller Gäste einmal gescannt, um festzustellen, wer um wieviel Uhr das jeweilige Restaurant betritt. Das gilt im Übrigen nicht nur für das Best Burger @ Sea, sondern für alle Restaurants an Bord. Hier wird dann entsprechend auch registriert, sollte ihr mit einer befreundeten Familie essen und an einem Tisch sitzen wollen, was zur Ermittlung der Kontaktgruppen an Bord während der Reise wichtig ist.

Anschließend kann man ganz gemütlich am Tisch bestellen und Essen, bis zum Tisch gilt Maskenpflicht, am Tisch kann man diese natürlich absetzen.

Nach dem Essen, bevor man das Restaurant verlässt, muss man einmal kurz auschecken, sprich die Karten wieder einlesen lassen, damit im System registriert wird, wann und wer das Restaurant wieder verlässt.

Leinen los für AIDAblu

Bevor der große Moment des ersten Auslaufens kam, tranken wir den ein oder anderen Cocktail mit Freunden und Bekannten und schauten uns ein wenig an Bord um. Auf dem Pooldeck wurde Live-Musik angeboten und im Theatrium fand die Prime Time und eine Show statt. An Bord hat man unheimlich viel Platz, die reduzierte Belegung merkt wie wir finden extrem. Auf der einen Seite ist das natürlich schön, vor allem was Sitzplätze im Theatrium und Co betrifft, auf der anderen Seite stellen wir uns das aber auch extrem schwierig für die Künstler an Bord vor, denn das Publikum vor den Bühnen ist schon recht mager und entsprechend wenig Stimmung kommt auf.

Etwas später als geplant legte AIDAblu dann in Civitavecchia ab, bis zu diesem Moment war noch nicht sicher, ob das Horn ertönen darf und die Auslaufhymne gespielt werden darf, was nicht an Corona sondern an Civitavecchia liegt. Man erlaubte es uns aber und so erlebten wir am Heck des Schiffes ein extrem emotionales Auslaufen.

Es ist geschafft! AIDA hat den langersehnten Neustart erreicht! 

Und während für AIDA nun ein neues Kapitel beginnt, endet für uns ein anstrengender und zugleich aufregender Tag. Es geht ins Bett. Morgen werden wir in Neapel sein, einem RKI-Risikogebiet. Wir werden dennoch an Land gehen, denn wir haben einen Ausflug gebucht.

Neapel: "Komm an Land" Ausflug

Land in Sicht! – Nach unserer ersten Nacht an Bord genossen wir von unserem Balkon aus die Einfahrt nach Neapel, vorbei am Vesuv bei schönstem Wetter und Sonne pur. Neapel ist heute unser Ziel, das böse Neapel, seit kurzem Risikogebiet. Je nach den Regularien des eigenen Bundeslandes, droht nach der Rückkehr nach Deutschland eine Quarantäne. Was ist die Lösung?

AIDA bietet allen Gästen an, die in einem Risikogebiet waren, vor der Rückreise erneut einen PCR Test an Bord kostenfrei zu machen. In vielen Bundesländern kann man mit einem negativen PCR Test die Quarantäne umgehen, so auch bei uns in Niedersachsen. Geht man nicht an Land und bleibt in den entsprechenden Risikogebieten an Bord, stellt AIDA ein Formular aus zur Vorlage bei den Gesundheitsämtern, dass man das Schiff nicht verlassen hat und somit nicht im Risikogebiet war. Ob die Ämter dieses Schreiben anerkennen ist wohl abhängig von den Ämtern und Behörden.

Zum Frühstück hatten wir vorab für 09:00 Uhr einen Tisch im Marktrestaurant reserviert. Allerdings waren wir auf Grund des schönen Einlaufens etwas spät dran, so dass die Reservierung nicht aufrecht erhalten wurde. Gegen 09:30 Uhr standen wir vor dem Marktrestaurant, vor uns leider schon eine kleine Schlange Gäste, die auf einen freien Tisch warteten. Ok, kein Problem, gehen wir eben ins Bella Donna! Doch auch hier sah es nicht besser aus – das fängt ja gut an. Wir merken uns für morgen früh: nicht zu spät zum Frühstück kommen – eine Reservierung scheint sinnvoll zu sein.

Zum Glück wird ja auch im Steakhouse Frühstück angeboten, das ist zwar wenn man keine Suite hat kostenpflichtig, aber wir gehen eh meist mindestens einmal pro Reise zum Gourmetfrühstück ins Steakhouse, weil wir es einfach schön finden – warum dann nicht gleich heute ganz spontan? Der Plan war gut, die Umsetzung allerdings nicht so einfach, denn als wir 5 Minuten vor 10 im Steakhouse ankamen, wurde uns mitgeteilt, dass es hier Frühstück nur bis um 10:00 Uhr gibt.

Tatsächlich gaben wir auf und unser Frühstück war dann eben ein Latte Macchiato mehr an der Beach Bar, für uns nicht weiters schlimm, da wir alle vier auch nicht unbedingt hungrig waren. Um 12:00 Uhr gibt es ja dann auch schon wieder Mittagessen, auch hier hatten wir vorab einen Tisch reserviert.

Wir ihr euch vorstellen könnt, ging auch der Plan nicht auf, denn man trifft hier jemanden, dort jemanden und zack ist es schon wieder 13:00 Uhr und die Zeit wird knapp, denn um 14:30 Uhr müssen wir bereits bei unserem Landausflug sein. Würden wir ein 3-Gänge-Menü jetzt im Restaurant zeitlich noch schaffen? Wir wollten es nicht riskieren, weshalb wir uns für einen schnellen Burger im Best Burger @ Sea entschieden. Ich sehe es schon kommen, am Ende der Reise haben wir jegliche Burgervariationen der Karte durch und kein anderes Restaurant von innen gesehen, da wir einfach kein Zeitmanagement haben. Aber wer es noch nicht weiß, wir lieben Burger – inzwischen sieht man es uns auch an.

Wer nicht unbedingt Lust auf Burger hat, kann hier auch Chicken Nuggets, Chicken Wings, Zwiebelringe und Co bestellen. Als vollwertiges Gericht ist es auch kein Problem Pommes dazu zu bekommen. Die Portionen sind dann zwar eher eine Vorspeise oder ein Kinderteller, man wird aber auch nicht verurteilt, wenn man sich gleich zwei Portionen bestellt. Was ich damit sagen möchte: viele haben ja Angst, dass sie wenn man bedient wird und nicht ans Buffet kann, nicht satt wird, dass die Portionen zu klein sind. Verhungern muss an Bord niemand, bestellt euch doch einfach einen Nachschlag!

Neapel wir kommen

Nun war es Zeit für unseren ersten Landausflug auf der Reise Bella Italia. Wir haben uns heute für einen der neuen „Komm an Land“-Ausflüge entschieden. Diese finden mehrmals am Tag statt und man kann sich eine Uhrzeit aussuchen. Wie wir erfuhren gibt es auch noch einige Kapazitäten an Bord, so dass man auch kurzfristig noch einen Ausflug an Bord nachbuchen kann, wenn man das vorab noch nicht getan hat. 

Die „Komm an Land“-Ausflüge sind preisgünstige Ausflüge um mal eben einen Eindruck von der Hafenstadt zu bekommen in der man mit dem Schiff anlegt. Unser Ausflug heute in Neapel kostet 19,99 pro Person, und 9,99 für Kinder. Kinder ab 12 Jahren müssen den vollen Preis bezahlen. Die Ausflugsdauer ist mit 2,5 Stunden angegeben.

Die Ausflugsbeschreibung für unseren Ausflug lautet:

Stationen: geführter Rundgang durch das Zentrum des quirligen Neapels, entlang der eleganten Galerie Umberto, der Piazza Plebiscito vor dem Königspalast sowie dem größten Opernhaus der Stadt – Teatro San Carlo, durch verwinkelte Gassen und typisch italienischen Ladenlokalen & Cafes; zu Fuß zurück zum Schiff!

Um 14:30 Uhr begaben wir uns also zur Pier, wo unser Treffpunkt war. Beachten solltet ihr, dass es wie schon seit längerem, keine Ausflugstickets mehr gibt. Die Termine und Treffpunkte findet ihr in eurem AIDA Bordportal. Beim Ausflug selbst müsst ihr nur die Bordkarte vorzeigen.

Da man alleine und nur mit geführtem Ausflug an Land darf, solltet ihr maximal 5 Minuten vor Beginn des Ausflugs zum Treffpunkt kommen, da sonst noch kein Guide da ist, und ihr nicht von Bord gelassen werdet.

Als wir alle versammelt waren ging es dann auch schon los. Wir waren bei dem Ausflug ungefähr 20 Personen, eine schöne Gruppengröße wie wir finden. Zu Beginn des Ausflugs wurden wir nochmals darauf hingewiesen, dass wir verpflichtet sind die Masken den kompletten Ausflug über korrekt zu tragen. Lediglich zum Trinken und zum Essen darf man sie kurz abnehmen. Getränke oder eine Flasche Wasser solltet ihr euch vorab einpacken und von Bord mitnehmen, denn es ist nicht erlaubt an Land Getränke, Souvenirs, Essen oder sonst etwas zu kaufen. Ein Entfernen der Gruppe, auch um mal eben schnell ein Souvenir zu kaufen, führt zum Ausschluss der Weiterfahrt – sprich, die Kreuzfahrt ist dann für denjenigen zu Ende. Auch wer der Meinung ist, die Maske während des Ausflugs nicht korrekt über Mund und Nase zu tragen, läuft Gefahr nach dem Ausflug nicht wieder an Bord zu dürfen.

Wir spazierten nun also bei wirklich schönem Wetter durch die Gassen Neapels und machten an den wichtigsten Sehenwürdigkeiten immer ein paar Minuten Pause für Erklärungen der Reiseleiterin und natürlich um Fotos zu machen. Auch wenn wir schon öfter in Neapel waren, fanden wir den Spaziergang sehr schön und informativ, denn es ging auch für uns an Plätze und Orte, die wir vorher noch nicht kannten.

Prinzipiell ist der Landausflug damit zu vergleichen, wie wenn man individuell an Land geht und einfach mal ein bisschen durch die Stadt läuft, nur eben mit dem Unterschied, dass man dies nicht alleine sondern in eine Gruppe tut und einem der Weg vorgegeben wird. 

Die größte Einschränkung für uns persönlich bei diesem Ausflug war übrigens nicht das Tragen der Maske, weder für uns noch für die Kids. Die größte Einschränkung ist, dass man nicht mal eben hier beim Vorbeilaufen ein typisch italienisches Gebäck, einen Espresso, ein Eis oder sonst etwas genießen kann. Vor allem sollte man eigentlich, wenn man in Neapel ist, unbedingt ein Stück Pizza essen, denn Neapel ist immerhin die Geburtsstätte der Pizza – aber auch das ist leider nicht möglich. Das ist wirklich etwas, das uns fehlt, die Stadt in der man sich aufhält nicht nur sehen zu können, sondern auch fühlen und schmecken, für uns gehört das irgendwie dazu, aber momentan ist das eben leider nicht möglich.

Während des Landausflugs sahen wir unheimlich viel Polizei, sowohl in Autos als auch auf Motorrädern. Vor allem an stärker besuchten Plätzen zeigte die Polizei Präsens und wies auch Menschen, die ihre Maske nicht richtig trugen darauf hin, ihre Maske richtig anzuziehen über Mund und Nase. 

Alles in allem können wir den Ausflug auf jeden Fall empfehlen, in unseren Augen stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis – die „Komm an Land“-Ausflüge stellen aktuell die günstigste Möglichkeit dar an Land zu kommen. Damit ihr einen Eindruck der Route bekommt, wo wir lang gelaufen sind, was es zu sehen gab und wie lange die Streck ist, haben wir diese bei Strava für euch aufgezeichnet.

Beim Eintritt in den Hafen erfolgten dann wieder die üblichen Prozesse, Temperatur messen, Security und Hände desinfizieren. Die Kids kühlten sich jetzt erst einmal im Pool ab und wir genossen ein schönes kühles Getränk an der Beach Bar.

Leinen los für AIDAblu in Neapel

Nach unserem Ausflug war noch ein wenig Zeit bis zum Auslaufen, hier noch ein Cocktail, da noch ein Gespräch und dann war es auch schon wieder so weit. Gefühlt geht die Zeit an Bord dreimal so schnell rum wie zu Hause, man dreht sich einmal um und schon ist wieder eine Stunde vergangen.

Das Auslaufen hier in Neapel war wieder sehr emotional, wer hätte das noch vor einem Jahr gedacht, dass solche Momente mal eine solch hohe Bedeutung bekommen würden? Unser persönlicher Höhepunkt beim Auslaufen war heute eine Scharr Möwen, die uns im Scheinwerfer begleiteten und den Himmel wie kleine Schutzengel erleuchteten. Schutzengel, die wir alle aktuell wirklich brauchen.

Nach dem Auslaufen zeigte sich mal wieder unser grandioses Zeitmanagement, denn wir ihr vielleicht ahnen könnt, haben wir noch nicht gegessen. Um kurz vor 21:00 Uhr versuchten wir also unser Glück, doch irgendwie waren die Essenzeiten schon durch, so dass wir mal wieder im Best Burger @ Sea landeten, das immerhin bis Mitternacht geöffnet hat. Was würden wir nur ohne machen?

Wir haben es uns diesmal gespart erneut Fotos von den Burgern zu machen, zwischenzeitlich solltet ihr dank uns wissen wie die Burger aussehen. 

Ausklingen ließen wir den Abend in der Beach Bar mit netten Menschen und bei netten Gesprächen.

Palermo: Wir bleiben an Bord

Auch heute erwachten wir bei schönstem Wetter und strahlendem Sonnenschein nach unserer zweiten Nacht an Bord von AIDAblu. Heute allerdings lagen wir schon fast im Hafen als wir die Vorhänge von unserem Balkon öffneten.

Nachdem wir ja gestern ein wenig Pech mit dem Frühstück hatten, probierten wir heute unser Glück erneut und siehe dar, von dem Problem von gestern war heute nichts mehr zu sehen. Kein Mensch vor den Restaurants und entsprechend auch keine Wartezeit davor. Wir gingen also ins Marktrestaurant, wo man sich ja sonst eigentlich an einem großzügigen Frühstücksbufffet bedienen kann. Das ist nun anders, denn auch das Frühstück wird nun am Platz serviert.

Bevor es ins Restaurant geht werden auch beim Frühstück alle Bordkarten einmal gescannt, einchecken nennt man das, einchecken ins Restaurant. Wir bekamen einen schönen Platz am Fenster, hätten aber auch einen anderen Tisch wählen können, es gab noch ein wenig Auswahl. Am Tisch wird dann noch einmal eine Bordkarte gescannt, um die Tischnummer entsprechend mit der Kabine zu verknüpfen, schließlich will man ja im Blick haben wer mit wem an einem Tisch sitzt. 

Auf dem Tisch standen bereits Brötchen und Brot, sowie diverse Aufstriche direkt parat, alles andere wird dann beim Kellner bestellt. Highlights der Frühstückskarte kann man direkt einem Aufsteller auf dem Tisch entnehmen, eine ausführlichere Karte kann man via QR-Code auf seinem Handy einsehen. Hierfür muss man mit dem Bord-Wlan verbunden sein, aber keine Angst, um das Bordportal zu nutzen fallen keine Kosten an.

Wir bestellten ein paar Pancakes, Eier, Speck, Joghurt, etwas Aufschnitt und Käse sowie Getränke. Bis die Speisen serviert wurden dauerte keineswegs lange, im Gegenteil, das ging sogar recht schnell. Es ist natürlich ungewohnt nicht ans Buffet zu gehen, aber es ist auch schön sich einfach bedienen zu lassen. Vergleichbar ist das Frühstück nun also mit dem was von von AIDAprima, AIDAperla oder AIDAnova aus dem French Kiss beispielsweise kennt, auch von der Auswahl her ist es ähnlich. Uns hat es an nichts gefehlt und die Auswahl war ausreichend, aber es wird sicherlich Menschen geben, die der Meinung sind, dass man am Buffet mehr Auswahl hat.

Verlässt man das Restaurant nach dem Frühstück wieder, werden erneut am Eingang alle Bordkarten eingelesen, das nennt man auschecken, auschecken aus dem Restaurant. Der Vorgang nimmt zwar immer einen Moment Zeit in Anspruch, und wenn ich Moment sage, dann meine ich auch tatsächlich einen Moment, aber es ist eben auch wichtig um im Ernstfall Kontaktgruppen möglichst genau ermitteln und Infektionsketten rekonstruieren zu können.

Heute bleiben wir an Bord, denn die Ausflüge haben uns für Palermo durchweg nicht so wirklich zugesagt. Auch der Willkommen an Land Ausflug der heute hier angeboten wird, konnte uns nicht überzeugen von der Ausflugsbeschreibung her, da es sich hierbei wohl mehr um eine Busrundfahrt handelt als um einen Spaziergang. Und auf Busfahren so an sich haben wir keine Lust. Als Transfer um irgendwo hinzukommen, ja, aber so als reiner Busausflug, nein das ist nichts für uns.

Die Kids gingen also nach dem Frühstück an den Pool, 6 Personen dürfen diesen gleichzeitig benutzen, also immer schön durchzählen. Wir genossen während dessen einen Cocktail in der Beach Bar. Wie ist das jetzt eigentlich mit den Masken hier an Bord? In Italien ist ja schließlich auch draußen permanente Maskenpflicht, wie verhält sich das an Bord?

In den Innenbereichen des Schiffs muss man in allen öffentlichen Bereichen die Maske tragen, außer wenn man an einer Bar oder in einem Restaurant Platz nimmt, dann darf man die Maske natürlich abnehmen. Also prinzipiell komplett identisch zu dem was man auch von Deutschland an Land kennt. Auf den Freidecks wie dem Pooldeck kann man die Maske abnehmen, vorausgesetzt, dass man 1,5 Meter Abstand zu anderen einhalten kann, wenn das nicht möglich ist gilt Maske wieder auf. Man kann also am Pool liegen, in der Sonne sitzen, komplett ohne Maske. Engpässe bei Liegen oder Sitzplätzen gibt es bei einer aktuellen Belegung von 1.000 Passagieren nicht. Die liegen stehen weit genug auseinander um genügend Abstand zu anderen Mitreisenden zu halten.

Tische und Sitzgelegenheiten, auch Stehtische an den Bars, auch an der Poolbar und Beach Bar, sind mit Schildern gekennzeichnet. Ein grüner Haken bedeutet dass der Tisch frei ist und man sich dort niederlassen kann. Liegt allerdings ein blaues Kreuz auf dem Tisch, dann möchte man sich lieber einen anderen Tisch suchen oder einen Moment warten, manchmal muss der Bereich nur neu desinfiziert werden. Dieses System nutzt man zum einen um Kontaktinfektionen zu vermeiden, aber auch um Abstände zu garantieren, wenn feste Tische beispielsweise zu eng beieinander stehen.

Setzt man sich nun an einen Tisch mit grünem Haken dreht der Kellner oder die Kellnerin das Schild sofort auf blau und nimmt dann die Bestellung auf. 

Mittagessen im Brauhaus

Da wir zum Mittagessen etwas spät dran waren, schließlich haben wir gefühlt ja grad erst gefrühstückt, entschieden wir uns fürs Brauhaus, was über den Mittag bis 17:00 Uhr geöffnet hat. Hier kann man beliebig Essen gehen ohne Vorreservierung. Natürlich gilt auch hier, dass man sich nicht einfach hinsetzt, sondern auch im Brauhaus muss man zunächst mit den Bordkarten einchecken und später beim Verlassen auch wieder auschecken. 

Mit den Tischen hier ist das prinzipiell das selbe System wie bei den Bars. Liegt auf dem Tisch ein grüner Haken darf man dort Platz nehmen, bei einem blauen Kreuz darf man sich nicht hinsetzen. Vor allem bei den großen Tisch im Innenbereich des Brauhauses werden die blauen Kreuze natürlich vorwiegend als Platzhalter genutzt um die Sicherheitsabstände zu gewährleisten.

Auch hier im Brauhaus steht ein Auszug der Speisekarte auf dem Tisch, hier findet man die Highlights. Eine ausführlichere Karte ist über das Bordportal mit einem QR-Code verfügbar.

Wir entschieden uns für ein halbes Hähnchen, Weißwürste und den Leberkäse mit Bratkartoffeln. Das Essen war fix bei uns und dass wir groß warten musste. Das geht hier bisher in allen Restaurants wirklich sehr schnell. Das Essen war mal wieder super lecker, wie man es aus dem Brauhaus von allen Schiffen kennt. 

Im Anschluss fand am Nachmittag im Theatrium eine Kids Prime Time mit dem Entertainment Manager Tobi statt. Hier waren natürlich nicht nur die Kinder willkommen sondern auch deren Eltern und Familien. Aber auch wer ohne Kinder reist wurde selbstverständlich nicht weg geschickt. Da bereits im Vorfeld angekündigt wurde, dass Dodo als Stargast bei der Prime Time erscheinen würde, ließen wir uns diese natürlich nicht entgehen.

Dodo spielte mit den Kids Pantomime und es gab sogar was zu gewinnen. Allgemein hat die Kids Prime Time wohl eher jüngere Kinder angesprochen, unsere Jungs mit 10 und 12 fanden das jetzt eher albern, aber trotzdem war es natürlich nett gemacht. Noch vor ein paar Jahren wären sie wahrscheinlich hellauf begeistert gewesen. Julian erwähnte, dass er es sehr vorbildlich findet, dass auch Dodo eine Maske trägt – klar, er geht ja auch mit gutem Beispiel voran.

Leinen los AIDAblu in Palermo

Nach einem entspannten und zugleich erholsamen Tage an Bord hieß es pünktlich um 18:00 Uhr Leinen los für AIDAblu in Palermo, zum ersten Mal heute noch mit Tageslicht, anders als in den vergangenen Tagen. 

So konnte man das Auslaufen tatsächlich noch einmal mehr genießen, zu sehen wie Palermo am Horizont immer kleiner wird und AIDAblu gleichzeitig dem Sonnenuntergang entgegen fährt.

Und weil es am Mittag so schön war, entschieden wir uns auch das Abendessen im Brauhaus einzunehmen. OK, ehrlicherweise wollten wir heute eigentlich in einem der drei Buffetrestaurants zu Abend essen, aber uns allen vieren sagte das Menü für heute nicht so wirklich zu, so dass wir uns dann doch nochmal umentschieden. 

Wie ist das eigentlich wenn einem das Menü nicht zusagt? Welche Alternativen hat man da ohne gleich im Rossini oder im Steakhouse bezahlen zu müssen? Natürlich hat man immer die Möglichkeit so wie wir ins Brauhaus oder ins Best Burger @ Sea auszuweichen, wer das nicht möchte, hat aber auch die Möglichkeit einfach seine Wünsche dem Kellner zu äußern. So kann man problemlos die Beilage bei einem Gericht tauschen, zwischen den Gerichten variieren und auf das Restaurant typische Signature Gericht zurück zu greifen. Die Möglichkeiten sind sehr flexibel, verhungern muss auf jeden Fall niemand!

Und nun noch ein paar Cocktails gepaart mit netten Gesprächen an der Beach Bar – unserem Wohnzimmer an Bord von AIDAblu. Es heißt ja nicht umsonst „Willkommen Zuhause“. Schon auf AIDAdiva damals in der Karibik war die Beach Bar unser meist besuchter Ort an Bord. Kaffee vor dem Frühstück, natürlich laktosefrei, die schnelle Erfrischung über den Tag und der Absacker am Abend. Das Team hier in der Beach Bar macht übrigens einen fantastischen Job, schon heute kennen Sie unsere Vorlieben und müssten theoretisch überhaupt nicht mehr an unseren Tisch kommen um die Bestellungen aufzunehmen.

Morgen werden wir in Catania sein, auch hier werden wir wieder einen „Komm an Land“ Ausflug unternehmen und sind gespannt was uns auf der anderen Seite von Sizilien alles erwartet. 

Der Reisebericht wird während der Reise live aktualisiert – schaut zu einem späteren Zeitpunkt wieder hier vorbei, wenn ihr wissen möchtet wie es weiter geht!

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