
Reisebericht: Kurzreise mit MS Amadea nach Amsterdam und Texel
MS Amadea Reisebericht: „Kurzurlaub mit dem Traumschiff“ vom 6. bis 10. Mai 2024 Autor: Jan Klostermann Im Rahmen einer Pressereise habe ich die Chance die
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In meinen diesjährigen Sommer-Semesterferien nehme ich, Jan aus dem News-Team von Schiffe und Kreuzfahrten, euch auf eine Adria-Kreuzfahrt an Bord der AIDAblu mit. Ich bin 21 Jahre alt und reise gemeinsam mit meinen Eltern und meinem Bruder. Für mich ist es die zehnte Kreuzfahrt mit AIDA Cruises in einer Region, die ich noch nie zuvor bereist habe. Die sechs Häfen Korfu, Triest, Zadar, Kotor, Dubrovnik und Bari sind für mich und meine Familie allesamt neue Ziele. Die Schiffsklasse ist uns hingegen gut bekannt. Nach mehreren Reisen mit AIDAsol, AIDAmar und AIDAstella lernen wir mit AIDAblu nun auch das vierte Kreuzfahrtschiff aus der Sphinx 2 Klasse kennen. AIDA Cruises bezeichnete diese Baureihe ja neuerdings als Selection Schiffe der zweiten Generation. Mein Hauptfokus in diesem Reisebericht liegt auf den Landausflügen auf dieser Route. Das Bordleben habe ich kaum dokumentiert, da die Reise ein privater Urlaub war.
Unser Urlaub begann mit einem Hinflug vom Düsseldorfer Flughafen auf die Insel Korfu mit der AIDAblu. Da unser Condor Flug erst am Nachmittag ging, fuhren wir vormittags mit dem Auto zum Leonardo Airport Hotel in Ratingen. Dort haben wir ein Angebot aus Autoparkplatz und einer Hotelübernachtung zum Ende der Reise gebucht, da unser Rückflug erst am späten Abend in Düsseldorf landet. Vom Airporthotel ging um 12 Uhr ein inkludierter Shuttle zum Flughafen, an dem wir rund drei Stunden vor Abflugzeit eintrafen. Die Kofferabgabe und die Sicherheitskontrolle liefen soweit schnell und reibungslos, sodass wir circa eineinhalb Stunden im Sicherheitsbereich mit einem Snack, ein bisschen Shopping und Planespotting überbrückten.
Das Boarding zu unserer Boeing 757 erfolgte per Bus. Dort informierte man uns als alle Gäste an Bord waren über eine Verzögerung. Statt um 15:15 Uhr starteten wir schlussendlich erst um 16:00 Uhr, da der Luftraum auf dem Weg nach Korfu zu voll war. Die Flugsicherung ließ unseren Flieger erst später abheben. Obwohl auf dem Weg nach Korfu einige Gewitter über Deutschland umflogen werden mussten, war der Flug relativ ruhig. Von meinem Fensterplatz aus konnte ich unter anderem die Lagunenstadt Venedig sehen und die Landung im Abendlicht auf der Landebahn am kleinen Flughafen Korfu bestaunen. Letztere erfolgte gegen 19:15 Uhr Ortszeit mit einer Verspätung von circa 25 Minuten.
Am Flughafen wurden wir mit Bussen zum Terminal gebracht und holten unsere Koffer am Gepäckband ab. Danach begaben wir uns in die Schlange zum Bustransfer zur AIDAblu. Da wir zu den letzten eincheckenden Gästen zählten, ging das alles relativ schnell. Der Check-In im Terminalzelt im Hafen vor der AIDAblu funktionierte ebenfalls schnell. Da wir relativ spät dran waren, sollten wir uns umgehend zur Seenotrettungsübung auf Deck 5 begeben und uns das Sicherheitsvideo auf der Kabine erst im Anschluss anschauen.
Im Hafenterminal schreckten uns laute Knallgeräusche auf, die wir zunächst überhaupt nicht zuordnen konnten. Später stellte sich heraus, dass es sich dabei um unseren Flieger handelte. An der Condor Boeing 757 mit der Kennung D-ABOK, die als Vollcharter mit AIDA Gästen auf dem Rückweg nach Düsseldorf war, traten kurz nach dem Start Verbrennungen außerhalb des Triebwerks auf. Der Flieger musste am Flughafen im italienischen Brindisi notlanden (Schiffe und Kreuzfahrten berichtete).
Für unser erstes Abendessen auf AIDAblu gingen wir gegen 20:45 Uhr in die zweite Essenszeit im Markt Restaurant. Ich hab mir da schnell eine Auswahl an Vor-, Haupt- und Nachspeisen vom Buffet geholt und bin satt geworden. Meine Mitreisenden waren nicht so schnell, sodass wir später noch ins East Restaurant weitergegangen sind, das mit einige verspätet Fluggästen ziemlich überfüllt war. Nach verspäteter Landung auf Korfu war das erste Abendessen an Bord ziemlich hektisch. Im Markt und im East Restaurant wirkte man etwas mit der hohen Anzahl an Gästen am späten Abend überfordert.
Das „Sie haben Urlaub“ von Entertainmentmanager Nils Kubon und Hoteldirektorin Katharina Jegg beim Welcome mit Sektbuffet auf dem Pooldeck verpassten wir. Zum Ablegen um 22 Uhr waren wir auf dem Außendeck. AIDAblu nahm unter dem Kommando des italienischen Kapitäns Matteo Fava mit einem Seetag Kurs auf Triest in Italien. Ich blieb noch ein wenig bei der Welcome Poolparty und begab mich kurz nach Mitternacht auf die Kabine.
Den ersten Seetag an Bord ließen wir entspannt angehen. Nach dem stressigen Anreisetag konnten wir etwas Ruhe gut gebrauchen. Da wir die Schiffsklasse schon von vielen vorherigen Reisen kennen, gingen wir bekannte Wege und mussten das Schiff nicht erkunden. Zum Frühstück sind wir auf diesen Schiffen, wenn die Öffnungszeiten dies zulassen, meist im East Restaurant, welches auf Deck 11 auch einen Außenbereich bietet. Das Frühstück dort war wie gewohnt entspannt. Für mich gab’s unter anderem süßes Gebäck, Brötchen mit Aufschnitt und ein leckeres Omlette.
Den Tag verbrachte ich im Theatrium bei einem spannenden Vortrag von Lektor Michael Cornely zum ersten Ziel Triest mit der Ausflugsmöglichkeit nach Venedig und in der Sonne bei circa 30 Grad auf dem Pooldeck mit den ziemlich vollen und kleinen Pools. Für das Mittag- und Abendessen gingen wir ins Bella Donna Restaurant mit italienischen Speisen am Buffet. Am Abend wollte ich eigentlich in die AIDA Prime Time, die täglich Talkshow des Entertainmentmanagers im Theatrium, mit Kapitän Matteo Fava als Gast. Da dieser seinen Besuch aus gesundheitlichen Gründen absagte, hab ich die Veranstaltung doch nicht besucht.
Ab 21 Uhr lernte ich bei Next Generation Treff für 18- bis 29-Jährige, den ich von meinen letzten Reisen noch als Twens Treff kannte, einige nette Mitreisende kennen. Für den Treff wurde leider eine etwas unschöne, dunkele Ecke auf dem Pooldeck genutzt. Das hätte man geschickter lösen können. Den Abend verbrachte ich noch auf der Malle Party auf dem Pooldeck und beim anderen DJ in der Anytime Bar. Gegen 1:15 Uhr endete der Seetag für mich.
In Triest verpasste ich das Anlegen, bin gegen 7:30 Uhr aufgestanden und zum Frühstück um circa 8:15 ins East Restaurant gegangen. In Triest lagen wir mit der MSC Fantasia, die am Liegeplatz gegenüber einen Gästewechsel absolvierte. Im Hafen war viel los, in der Stadt merkte man die hohe Gästeanzahl allerdings nicht mehr. Bei Ende 20 Grad begann gegen 9:30 Uhr unser individueller Landgang. Erst erkundeten wir die Stadt mit altem Amphitheater, gotischer Kathedrale auf einer Anhöhe und einer schöner Altstadt mit weiteren Kirchen, einigen Geschäften und zahlreichen Restaurants & Cafes. Schöne Fotoperspektiven gibt es am Canal Grande von Triest, der zwischen Adriaufer und Innenstadt liegt.
Am späten Vormittag fuhren wir mit einem überfüllten Bus der Linie 6 bis Grignano zum Castello di Miramare mit großem Park. Die Tickets kauften wir (wie in Italien üblich) in einem kleinen gekennzeichneten Shop. Am Castello di Miramare bot sich ein sehr schöner Blick auf die Adria, der bis zur Fincantieri Werft nach Monfalcone reichte, wo man die dort entstehenden Neubauten Star Princess und Mein Schiff Flow aus der Ferne erahnen konnte.
Aber zurück zu unserem Landausflug. Wir erkundeten noch ein wenig den Park und machten Fotos vor dem Schloss, bevor wir uns für den Fußweg zurück in Richtung Innenstadt entschieden. Zu Fuß gingen es etwa 4 Kilometer an der Küste entlang. Zum Mittag legten wir einen Zwischenstopp in einem Strandbistro ein, wo es für mich Zitronenlimo und leckere Schinken-Käse-Focaccia gab. Leider hatten wir keine Badesachen dabei, um einmal ins Meer zu springen. Auf halber Strecke in Barcolo ging es mit dem Bus zurück in die Innenstadt. Nach einer weiteren Runde mit einem durch Triest gingen wir zurück zum Schiff. An den schön zentral gelegenen Liegeplätzen konnte man noch gute Bilder von AIDAblu und MSC Fantasia machen.
Zurück an Bord gegen 15:45 schnappen wir uns unsere Badesachen und legten uns aufs Außendeck. Jetzt konnten wir wenigsten einmal zur Abkühlung in den Pool auf dem Schiff. Zum Auslaufen fanden wir einen Platz an der Ocean Bar am Heck von Deck 12. Dieses verzögert sich allerdings um eine halbe Stunde bis 19:30 Uhr, da drei Container beim Loading in Triest noch länger vom Zoll überprüft wurden. Die weitere Fahrt vor der italienischen und slowenischen Adriaküste verfolgten wir ab 20 Uhr beim Abendessen auf der Außenterrasse des Bella Donna Restaurants. Der Themenabend Südtirol bot eine leckere Auswahl an Speisen aus dem südlichen Alpenraum. Danach ging es für mich noch weiter auf die White Party und mit neuen Bekannten in die AIDA Bar, bevor ich gegen kurz vor 1 müde ins Bett fiel.
Mein Tag in Zadar begann schon früh gegen 7 Uhr morgens, da wir uns in der Liegezeit von 8 bis 16 Uhr einen umfangreichen individuellen Ausflug in den Krka Nationalpark vorgenommen hatten. Nach gelungenem Tagesstart mit einem Frühstück auf der Außenterasse des Bella Donna beim Einlaufen ging es schon kurz nach 8 von Bord. Im Stadtzentrum, das wir mit einer Taxifahrt erreichten, stiegen wir nach kurzer Suche in einen vorab reservierten Mietwagen der Firma AIR Rent-A-Car ein. Nach einer einstündigen Autofahrt erreichten wir gegen 10 Uhr den Eingang zum Krka Nationalpark im Ort Skradin. Von dort aus nahmen wir ein Ausflugsschiff in den Nationalpark, das uns nahe der bekannten Kaskadenwasserfälle absetzte. Die Tickets hierfür kosteten 40 Euro pro Erwachsenem. Für Studenten, Kinder & Jugendliche und Menschen mit Behinderung sowie deren Begleitperson gibt es Ermäßigungen.
Der Platz und direkt unterhalb der berühmten Wasserfälle bot Shops, Bistros und war voll von Menschen. Auf einem circa 1,5 stündigen Rundweg wurde es dann erträglicher. Man lief meist über einen Weg aus Holzplaken durch die Sumpflandsschaft, der regelmäßig schöne Aussichten bot. Anti-Mückenspray auf der Haut ist für diese Tour empfehlenswert, um nicht so oft gestochen zu werden. Um 12:30 Uhr nahmen wir ein Boot zurück zum Ausgangspunkt. Dort entschlossen wir uns noch für ein Bad am Stadtstrand, der wie so oft in der Region ein Steinstrand ist. Die Wassertemperatur des Flusses aus dem Krka Nationalpark war angenehm kalt und für mich gut zum Schwimmen. Wenig später war es Zeit für die Rückfahrt nach Zadar. Wir konnten unser Auto nach vorheriger Vereinbarung an einer Tankstelle neben dem Kreuzfahrtterminal zurückgeben und waren kurz nach 3 wieder auf AIDAblu.
Wenige Minuten nach dem Landgangsende um 15:30 Uhr legte das Schiff schon in Richtung Kotor ab. Wir verfolgten das Auslaufen zunächst bei einem Snack im Markt Restaurant und später auf dem Außendeck 5 im Schatten. Vor dem Abendprogramm entschloss ich mich noch für ein weiteres Krafttraining im Fitnessstudio auf Deck 11. Von dort aus konnte man auch die vorbeiziehe Insellandschaft weiter beobachten.
Nach einem kurzen Blick in die AIDA Prime Time von Entertainment Manager Nils Kubon, der an diesem Abend den Lektor Michael Cornely zu Gast hatte, setzten wir uns zum Abendessen ins Brauhaus. Zum Probierbrett mit den drei leckeren, an Bord gebrauten Bieren gab’s für mich als Vorspeise den Wurstsalat, als Hauptspeise das Holzfällersteak mit Bratkartoffeln und als Nachspeise das Bier-a-misu. Das war alles wie gewohnt lecker. Service und Gästekommunikation an diesem Abend im Brauhaus ließen allerdings zu wünschen übrig. Zu den Vorspeisen war kein Brot mehr da, sodass es keins dazu gab, und erst nach der Vorspeise sagte man mir, dass mein bestellter Hauptgang, die Schweinshaxe, auch nicht mehr da ist.
Mit den Abendveranstaltungen Schlager Party auf dem Pool Deck und Black & White Party in der Anytime Bar konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, sodass ich nur noch kurz auf dem Schiff unterwegs war und schon vor Mitternacht ins Bett ging.
In Kotor klingelte mein Wecker morgens bewusst um 7:45 Uhr, um morgens ein paar Runden auf dem Joggingtrack laufen zu gehen. Als das Schiff die Küste Montenegros erreichte drehte ich meine Runden auf Deck 14 und 15. Nach ca. drei Kilometern war allerdings Schluss, da die Außendecks zu voll wurden. Schnell geduscht und dann haben wir uns gemeinsam zum Frühstück einen Tisch auf der Bella Donna Außenterasse erkämpft. Dabei verfolgten wir die Einfahrt nach durch die beeindruckende Bucht mit steilen Berghängen, kleinen Orten am Ufer und ein paar Inseln. Die britische Marella Explorer 2, das Segelkreuzfahrtschiff Royal Clipper und das Küstenkreuzfahrtschiff La Bella d’Adratique lagen dort vor Anker. Wir machten schon um 10:30 Uhr und somit vor der geplanten Zeit um 12 Uhr am einzigen Liegeplatz des Ortes mit wenigen Metern Entfernung zur Altstadt fest.
Die Idylle bei der Einfahrt nach Kotor wurde kurz von einer wichtigen Durchsage der Schiffsführung unterbrochen. Auf AIDAblu häuften sich in dieser Woche die Infektionen mit Magen-Darm- und Erkältungsviren, sodass striktere Hygienemaßnahmen veranlasst wurden. Ab sofort stand vor jedem Restaurant und an der Gangway ein Crewmitglied, das auf die Händedesinfektion achtete, Nebeneingänge der Restaurants wurden gesperrt, Salz- und Pfefferstreuer verschwanden von den Tischen und die Reinigungsintervalle in den öffentlichen Bereichen wurden verkürzt.
Unser Landgang begann mit einem Besuch in einem nahegelegenen Shoppingcenter, wo wir Getränke besorgten und freies W-Lan nutzen (hilfreich, da in Montenegro sonst Roaminggebühren anfallen). Danach ging es zum Baden an einen nahegelegenen Strand, der ziemlich voll, aber schön zum Schwimmen in der Bucht nahe des Hafens war. Auch an dieser Badestelle sind Badeschuhe wegen der Steine absolut zu empfehlen. Am Mittag gingen wir für ein paar Stunden mit Besuch des Best Burger at Sea Restaurants zurück an Bord. Dort gab es für mich den Tagesburger VIP mit Rindfleisch, Camembert und Rucola, der gut geschmeckt hat.
Nachmittags erkundeten wir dann die Altstadt von Kotor, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Kurzentschlossen nahmen wir am Vorabend noch ein Taxi zur Seilbahnstation, um auf den etwa 1.400m hohen Berg Kuk zu fahren. Oben und während der Fahrt gibt es einen beeindruckenden Blick in die Umgebung mit der Bucht von Kotor und der Adriaküste von Montenegro. Dort befinden sich auch eine Sommerrodelbahn, ein Kinderspielplatz sowie Bars, Restaurants und Shops. Die Berg- und Talfahrt mit der Bahn kostet für Erwachsene aktuell 23 Euro, was sich durchaus lohnt. Die Kosten für Hin- und Rückfahrt kommen noch hinzu. Ab dem Hafen wurde die Tour auf den Berg am Vormittag auch zu einem Preis von 35 Euro pro Erwachsenem inklusive Bustransfer angeboten.
Als wir gegen 19 Uhr zurück in Kotor waren, dämmerte es bereits. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Gassen der Altstadt und über die Stadtmauer, bevor wir auf das Schiff zurückkehrten. Zum Abendessen ging es für uns in die zweite Essenszeit im Markt Restaurant. Das Tagesmotto lautet Alpen und bot aus meiner subjektiven Sicht das bisher attraktivste Abendbuffet auf dieser Reise. Das Ablegen aus Kotor erfolgte etwa eine Viertelstunde früher als geplant schon gegen 21:45 Uhr. AIDAblu verabschiedete sich aus dem schön beleuchteten Ort in Montenegro.
Ich verbrachte den Abend noch beim Karaoke im voll besetzen Brauhaus. Um Mitternacht war dort allerdings schon planmäßig Schluss. Da in der Anytime Bar kaum was los war, ging es nach ein paar Runden Tischtennis und Spielen in der AIDA Bar gegen halb 2 ab ins Bett.
Um 8 Uhr wurde ich gleichzeitig von meinem Handywecker und meinem aus der Nachbarkabine anrufenden Vater rausgeworfen. Wenig später machte ich mich auf dem Weg zum Frühstück im Außenbereich des East Restaurants. Unser Landgang in Dubrovnik begann dann gegen 9:30 Uhr. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt, der etwa 3,5 Kilometer lang ist und am Yachthafen und an Parks entlangführt. An der Küste gab es schon den ein oder anderen schönen Fotospot. Kurz vor der Altstadt ist die Anhöhe vor der Festung Lovrjenac empfehlenswert. Dort ist es nicht so mega voll und man hat einen schönen Blickwinkel auf Küste und Altstadt.
Die Altstadt war wie üblich im Sommer voll mit Touristen. Wir gingen zunächst einmal die zentrale Straße Stradun entlang, an der einige der Sehenswürdigkeiten legen. Danach ließen wir uns einfach durch die Stadt treiben. Auf den Besuch der Stadtmauer oder den Dubrovnik City Pass mit zusätzlichem Zugang zu zahlreichen Museen verzichteten wir bewusst. Zum Mittagessen setzten wir uns für Snacks und Getränke in ein Restaurant in einer kleinen Nebenstraße. Da gab es für mich (hoffentlich) landestypische Cevapcici mit Pommes und einem Paprikadip auf Rucola. Allgemein scheint in Dubrovniks Altstadt zu gelten: Je weiter man sich von der Hauptstraße Stadrun entfernt, desto günstiger die Restaurantpreise. So zumindest unser Eindruck.
Auf dem Rückweg zum Schiff besuchten wir noch den Strand Bellevue Plaza, den ich allerdings nicht weiterempfehlen würde. Vor dem Zugang wurde wegen Steinschlags gewarnt, der Strand an sich war ziemlich dreckig und bei unserem Besuch herrschte starke Brandung. Ich war deshalb nur mit den Füßen im Wasser. Vielleicht ist es bei ruhigeren Wetterbedingungen und anderer Meeresströmung etwas angenehmer.
Zurück an Bord setzen wir uns zum Auslaufen auf Deck 5. Anschließend ging es zu einer Flasche Sekt an die Ocean Bar, von wo aus wir die kroatische Küste verschwinden sahen. Zum Abendessen entschlossen wir uns für das Buffet im East Restaurant. Der Abend stand unter dem Motto Thailand. Die Essensauswahl hat mir soweit gut gefallen, obwohl ich im Allgemeinen kein Freund der asiatischen Küche bin.
Im Theatrium spielte die Band Audiosparks um 21 Uhr noch ein Tina Turner Tribute Konzert, das ich nur so mittelmäßig und vor allem ziemlich laut fand. Mit der Silent Party stand dann noch ein echtes Highlight am Abend an. Dort erhält man Kopfhörer, mit denen man sich zwischen drei DJs auf den Kanälen Deutsch & Schlager, Elektro und 70s, 80s, 90s & Rock entscheiden kann. Ich war etwa von 21:45 bis 2:45 Uhr dort, das hat wirklich Spaß gemacht.
Nach einer kurzen Nacht stand ich gegen 8 Uhr zum Frühstück im East Restaurant auf. Zu diesem Zeitpunkt lag AIDAblu bereits gemeinsam mit den drei anderen Kreuzfahrtschiffen MSC Opera, Queen Victoria und Viking Vesta im Hafen. Vierfachanläufe durch Kreuzfahrtschiffe sind hier an der italienischen Adriaküste eher selten (Schiffe und Kreuzfahrten berichtete). Für diesen Tag hatten wir uns eigentlich nichts vorgenommen. Wir gingen einfach von Bord und ließen uns durch Alt- und Innenstadt treiben. Unser Weg führte in Richtung des Stadtstrands Pane e Pommodore. Dieser Sandstrand ist durchaus weiterzuempfehlen, da er in einer geschützten Lage für ein Bad in der Adria ideal war.
Auf dem Rückweg vom Strand in den Hafen liefen wir noch an der Uferpromenade mit Yachthafen, schönen Gebäuden und Festungsmauern entlang. Der Fußweg vom Hafeneingang zum Schiff war, genauso wie schon auf dem Hinweg, durchaus abenteuerlich. Im Hafengelände herrschte viel Verkehr, weshalb ein gut ausgeschilderter Shuttle vom Liegeplatz zum Hafenausgang wünschenswert wäre. Der starke Fußgängerverkehr von vier Kreuzfahrtschiffen gemeinsam mit zahlreichen Fahrzeugen von den Fähren war nicht ungefährlich.
Zurück auf dem Schiff ging ich mit meinem Vater und meinem Bruder zu einem späten Mittagessen ins Brauhaus. Dort gab es für mich eine leckere Rostbratwurst mit Kartoffelpüree und Sauerkraut sowie ein erfrischendes Zwickel-Radler mit dem an Bord gebrauten Bier. Unser zweiter Besuch in diesem Restaurant war gelungener als das Abendessen drei Tage zuvor. Am Nachmittag machten wir es uns nochmal auf dem Pooldeck gemütlich, von wo aus wir gegen 16 Uhr auch unser letztes Ablegen auf dieser Reise verfolgten. Mit der Auslaufmusik nahm AIDAblu wieder Kurs auf die griechische Insel Korfu.
Am Farewell-Abend entschlossen wir uns zunächst für einen Drink im Café Mare am Theatrium auf Deck 10 und schauten uns anschließend die Show „Ciao Italia“ an, die nach der Premiere auf AIDAdiva im Frühjahr mittlerweile auch auf weiteren Schiffen der Flotte gespielt wird. Die neue Show mit so gut wie Allem, was man mit Italien verbindet, hat uns gut gefallen. Danach gingen wir zum Abendessen unter dem Motto „Gala“ in die zweite Essenszeit ins Markt Restaurant. Am letzten Abend liefert AIDA Cruises in den Buffet Restaurants meist nochmal kulinarische Höchstleistungen ab. Das erwarteten wir auch auf dieser Reise wieder und wurden nicht enttäuscht.
Nach den Essen packten wir erstmal unsere Koffer, die wie üblich nachts vor der Kabine abgeholt wurden, um vom Schiff gebracht zu werden. Danach verbrachte ich den letzten Abend an Bord mit ein paar Freunden im Theatrium, auf dem Pooldeck und in der AIDA Bar. Eine Poolparty am letzten Abend gab es auf dieser Reise irgendwie nicht, wieso auch immer. Die DJs spielten an der Pool Bar und in der Anytime Bar. Dort hielt ich mich nicht lange auf. In etwa gegen 2 Uhr endete der letzte Abend für mich.
Der Abreisetag auf Korfu begann für mich gegen 8 Uhr morgens. Wir konnten noch den gesamten Tag auf der Insel verbringen, da unser Rückflug im AIDA Vollcharter nach Düsseldorf erst um 19:50 Uhr Ortszeit startete. Nach dem Aufstehen frühstückten wir ein letztes Mal im East Restaurant, packten um kurz vor 9 unsere Sachen und verließen die Kabine. Wir nahmen bereits morgens den Transfer zum Flughafen, da wir dort für den Tag noch einen Mietwagen für eine Tour über die Insel reserviert hatten. Dieser war vorab über Enterprise Rent-A-Car gebucht. Das hat soweit gut funktioniert. Unsere Koffer mussten allerdings in den Kofferraum des Fahrzeugs, da der kleine Inselflughafen in Kerkyra die Koffer erst ab circa zwei Stunden vor Abflug entgegennimmt.
Das erste Ziel auf der Mietwagentour über die Insel war das Kloster Vlanercha in der Einflugschneise zum Flughafen. Es ist wunderschön auf einer kleinen Halbinsel im Meer gelegen. Darüber konnte man die landenden Flugzeuge beobachteten, die in geringer Entfernung auf der Landebahn aufsetzen. Wir beobachteten eine halbe Stunde lang Flieger von EasyJet, Eurowings, Transavia und TUIfly bevor wir die Fahrt durch das Zentrum der Inselhauptstadt Kerkyra fortsetzten. Unser nächstes Ziel war der Achilleion Palast, den wir aufgrund des Eintritts nur von Außen sahen.
Am Mittag war es Zeit für einen letzten Stopp am Strand. Entlang der Ostküste von Korfu und einmal quer über die Insel fuhren wir an den Issos Beach im Südwesten. Dort konnte man gut in der Adria baden. Der Sand am Strand war zu dieser Zeit schon sehr heiß, weshalb unbedingt Badeschlappen tragen musste. Der Strand ist eine klare Empfehlung für Besuche auf Korfu und liegt direkt an der Korission Küstenlagune mit mehreren Aussichtspunkten, die wir mangels Zeit nicht mehr besuchten.
Unser letzter Zwischenstopp war der Aussichtspunkt Kaiser’s Throne im Zentrum der Insel, der nach dem deutschen Kaiser Wilhelm II benannt ist. Dieser bot einen weiten Blick über die Insel mit Berghängen im Nord- und Südteil, auf das Meer sowie auf die Küste von Griechenland und Albanien. Für eine Stärkung vor dem Rückflug setzen wir uns nachmittags gegen 15 Uhr noch in Alexandros Taverne unweit des Aussichtspunkts. Dort probierte ich mehrere Vorspeisen, aß Schweine-Souflaki mit Pommes, Tzatziki und irgendeinem dünnen Brot und zum Abschluss gab’s noch einen griechischen Kaffee. Ich hatte lange nicht mehr so gutes griechisches Essen. Das war absolut gelungen.
Schon kurz vor 17 Uhr waren wir zurück am Flughafen, um den Mietwagen vollgetankt zurückzugeben. Da die Schalter zur Kofferabgabe für unseren Condor-Flug wirklich erst zwei Stunden vor Abflug öffneten, fing ich schonmal an die Bilder des Urlaubs zu sammeln und zu sortieren. Die restliche Zeit bis zum Abflug verbrachten wir dann überwiegend in den Schlangen von Kofferabgabe und Sicherheitskontrolle. Wegen der relativ langen Wartezeiten am scheinbar voll ausgelasteten Airport blieb kaum Zeit für Shopping am Flughafen oder Ähnliches.
Zum Flugzeug wurden wir nach Wartezeit in der Sonne auf dem Rollfeld vor dem Terminalgebäude wieder per Bus gebracht. Unser Rückflug nach Düsseldorf startete mit leichter Verzögerung kurz nach 20 Uhr Ortszeit und landete gegen 21:45 Uhr deutscher Zeit in NRW. An den Gepäckbändern in Düsseldorf war dann mal wieder Geduld gefragt. Als wir alle vier Koffer beisammen hatten fuhren wir mit einem Taxi ins Leonardo Airport Hotel, wo ich müde ins Bett fiel. Dort hatten wir eine Übernachtung nach der Landung gebucht und während der gesamten Reise unser Auto abgestellt.
Insgesamt war es wieder eine schöne Reise mit AIDA Cruises. Vor allem die Ziele auf der Route „Adria ab Korfu 1“ haben mich überzeugt. Triest, Kotor, Dubrovnik und Korfu waren wirklich sehr lohnenswert. Von Zadar haben wir aufgrund der Ausflugs in den Krka Nationalpark kaum etwas gesehen und Bari nahm ich als das am wenigsten attraktive Ziel auf dieser Route wahr. Die Adria mit schönen Städten und einer faszinierenden Natur hat wirklich einen besonderen Charme. Gut möglich, dass irgendwann in den nächsten Jahren eine weitere Reise in dieser Region folgt.
Auf AIDAblu lief leider nicht immer alles rund. An der ein oder anderen Stelle wurde von AIDA Cruises nicht das Niveau erreicht, das wir eigentlich gewohnt sind. Wie bereits erwähnt hat uns der Bar- und Restaurant-Service beim Abendbesuch im Brauhaus und allgemein im Theatrium nicht gefallen. An den Bars im Theatrium musste man sich aktiv um Drinks bemühen. Als wir zu Veranstaltungen dort waren sind die Kellner nicht wie sonst üblich rumgegangen, um Getränkewünsche zu erfüllen. In den Buffetrestaurants kam das Servicepersonal mit dem Abräumen von genutztem Geschirr manchmal nicht hinterher, was auch daran liegen dürfte, dass AIDAblu auf der Reise in den Sommerferien so gut wie ausgebucht war.
Als durchweg positiv haben wir die Speisenqualität in den drei Buffetrestaurants Markt, Bella Donna und East sowie in den beiden von uns besuchten Bedienrestaurants Best Burger at Sea und Brauhaus wahrgenommen. Eine Woche lang hatte ich nichts auf dem Teller, dass mir nicht geschmeckt hat oder ein wenig misslungen wirkte. Dies war sehr erfreulich und nicht auf jeder meiner vorherigen AIDA Reisen so der Fall. Nur der Kaffee in den Buffetrestaurants war an den ersten Tagen oft geschmacksarm und nur noch lauwarm, was im Laufe der Reise verbessert wurde. Falls es in den Restaurants zu Beanstandungen oder Problemen kam, wären auch der F&B Director und der F&B Manager immer ansprechbar gewesen. Die Beiden haben wir als sehr präsent wahrgenommen.
Vom Entertainment im Theatrium habe ich auf dieser Reise kaum etwas mitbekommen. Ich war bei einigen spannenden Vorträgen von Kreuzfahrtlektor Michael Cornely, die mir gut gefallen haben. Als einzige Show auf dieser Reise habe ich am letzten Abend „Ciao Italia“ gesehen. Alle anderen Theatrium-Shows der AIDA Stars kannte ich glaube ich auch schon von vorherigen Reisen. Die beiden DJs Thorsten und Julian fand ich soweit gut. Die beiden haben ordentlich Stimmung gemacht. Positiv hervorzuheben ist vor Allem die Silent Party bis spät in die Nacht. Komisch fand ich, dass am letzten Abend keine Poolparty mehr stattfand. Das hatte ich in einem südlichen Fahrtgebiet anders erwartet.
Auf das Thema Hygiene an Bord möchte ich auch noch einmal Bezug nehmen, da es auf unserer Reise mit AIDAblu ja augenscheinlich Probleme gab. An den ersten Reisetagen waren die Desinfektionsmittelspender an den Restauranteingängen und Gangways oft leer. Teils wurde scheinbar nicht einmal nach einem Hinweis an das Servicepersonal nachgefüllt. So nachlässig wirkte der Umgang mit Hygiene an Bord bisher noch nie auf mich. Mit der Durchsage morgens in Kotor wegen steigender Anzahlen von Erkrankten auf AIDAblu und intensiveren Hygienemaßnahmen hatte man das Thema wieder im Fokus und im Griff. Ich habe von einigen Mitreisenden mitbekommen, dass sie selbst von Magen-Darm betroffen waren. Von meiner Familie ist glücklicherweise niemand im Urlaub krank geworden.
Wohin meine nächste Kreuzfahrt führt, ist bisher noch unklar. Aktuell habe ich keine weitere Reise fest geplant. Für mich habe ich festgestellt, dass mir Reisen ab Deutschland aufgrund der kurzen und entspannten An- und Abreise mit der Bahn etwas besser gefallen. Dennoch möchte ich das Mittelmeer oder andere südliche Zielgebiete nicht ausschließen. Dort gibt es zahlreiche traumhafte Orte, die man gut mit einem Kreuzfahrtschiff erreichen kann.
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