AIDAdiva Reisebericht – Dubai-Kreuzfahrt

AIDAdiva 14 Tage Orient 1 Kombitour Dezember 2010: Dubai – Muscat – Abu DhabiBahrain- Dubai – Muscat – Abu Dhabi – Bahrain – Dubai

Ich wollte schon lange mal nach Dubai und so haben wir für Dezember 2010 eine Fahrt mit der AIDAdiva gebucht, Premium Innenkabine auf Deck 8 mit An-und Abreise in der Busineß Class. Allerdings gleich eine Doppeltour für 14 Tage, damit wir mehr sehen und außerdem sind uns 7 Tage als Urlaub einfach zu kurz, dafür packe ich keine Koffer.



Aber diesmal fing es schon an bevor es eigentlich anfing. Terroralarm in Deutschland wenige Tage bevor wir abreisen sollten! Irgend jemand hatte aus dem Jemen ein Paket mit einer vermeintlichen Bombe in Form eines Druckers verschickt, die dann doch nicht hochging, aber ganz Deutschland war in Aufruhr und wir wurden natürlich nervös wegen all dem Sicherheitsaufwand der da nun wieder vor dem Flug auf uns zukommen könnte.

Und dann eine Woche vor der Abreise die Meldung: die Piloten von Air Berlin drohen mit Streik, na Mahlzeit! Natürlich sollten wir mit Air Berlin fliegen, was denn sonst. Aber diesmal hatten wir Glück, kurz vor unserem Abflug hat das Gericht den Streik verboten, noch mal Schwein gehabt. Aber nervös waren wir trotzdem, ist ja klar.

Da wir von Düsseldorf fliegen sollten, mußten wir mit dem Zug anreisen (Rail and Fly war inklusive bei AIDA). Aber da wir weder der Deutschen Bahn noch dem Wetter trauten (es wurde auch immer kälter) sind wir einen Tag vor dem Abflug mit dem Zug gefahren und haben im Arabella Sheraton übernachtet. Natürlich hatte es am Tag vor unserer Zugfahrt in Düsseldorf schon kräftig geschneit, das trug natürlich noch mehr zu unserem Nervenflattern bei.

AIDAdiva Orient-Reisebericht - 14 Tage Dubai-Kreuzfahrt

AIDAdiva Orient-Reisebericht – 14 Tage Dubai-Kreuzfahrt



Anreise Bremen –> Düsseldorf

Das Taxi, das uns zum Hauptbahnhof Bremen bringen sollte, kam etwas zu spät, aber es hat noch gelangt und so mußten wir auch nicht lange auf den Zug warten, der wider Erwarten pünktlich einlief. In Duisburg mußten wir umsteigen, es war sehr kalt und zugig auf dem Bahnsteig, aber ich hatte mich Gott sei Dank nach der Zwiebelmethode angezogen und so war das einigermaßen auszuhalten.

In Düsseldorf kamen wir mit nur 4 Minuten Verspätung an, sind dann gleich zur Flughafenbahn marschiert und haben im Arabella Sheraton eingecheckt. Leider war unser reserviertes Zimmer noch nicht fertig weil der Seifenspender noch repariert werden mußte und das Alternativzimmer hatte nur ein großes Bett. Aber nach einigem Hin- und Her haben wir dann doch noch ein Zimmer mit getrennten Betten bekommen, zwar nahe an der Rezeption, aber es war trotzdem ruhig.

Da es mittlerweile schon nach 15:00 Uhr war, kriegten wir langsam Hunger und sind erst mal zu Rewe im Flughafen für abends einkaufen gegangen und anschließend dann zu McDonalds, der praktischerweise gleich nebenan ist.

Als wir gestärkt waren, haben wir uns bei Air Berlin noch nach dem Check-in erkundigt und zu unserer Freude war Vorabend Check-in möglich, obwohl wir am nächsten Tag erst um 19:50 fliegen sollten. Und da wir uns dieses Mal Business Class geleistet hatten, sagte man uns, daß wir auch schon ab morgens 10:00 die Lounge benutzen könnten.

Nachdem wir die Koffer abgegeben hatten, haben wir es uns im Hotel gemütlich gemacht, ich hatte Sekt und mein Mann Whisky und so war meine Nacht nicht ganz so mies wie sonst in Hotels, geht nichts über ’nen anständigen Schlaftrunk!

Flug Düsseldorf –> Dubai

Am nächsten Morgen sind wir voller Erwartungen zum Frühstücksbuffet (das war in den vergangenen Jahren immer so toll), aber leider wurden wir enttäuscht! Es war ziemlich mager geworden, so richtig Schicki-Micki. Nächstes Mal kaufen wir uns was bei Rewe, die €23,- p. P. ist das Buffet wirklich nicht mehr wert!

Nach dem Frühstück haben wir die Zeit irgendwie rumgebracht, ich habe alle 10 Minuten nervös aus dem Fenster geguckt, ob es schon anfängt zu schneien und bin auch 3-4 Mal in der Hotellobby ans Internet und habe den Wetterbericht aufgerufen. Um 13:00 haben wir schließlich unsere sieben Sachen zusammengepackt, ausgecheckt und sind nochmal zu McDonalds essen gegangen. Anschließend durch die Sicherheitskontrolle, die wollten mal wieder Zicken machen wegen meinen Mini-Thunfischdosen (meine Notverpflegung für unterwegs), aber ich konnte sie davon überzeugen, daß die Dinger genau den Vorschriften entsprechen.

Nachdem die Stolpersteine überwunden waren konnten wir uns endlich in der Air Berlin Lounge niederlassen und noch ein paar Getränke und Snacks zu uns nehmen. Das war auch gut so, denn der geplante Abflug verzögerte sich um eine Stunde und 45 Minuten, weil an der Maschine noch Bremsbeläge außerplanmäßig ausgetauscht werden mußten. Aber nachdem mein Mann und drei andere Männer angekündigt hatten, um 21:00 jeder einen großen Whisky zu trinken, haben sie uns 10 Minuten vor 21:00 Uhr dann doch zum Einsteigen aufgerufen.

Der Flug selber war ohne besondere Vorkommnisse, ich konnte etwas schlafen und die 6 Stunden vergingen relativ schnell. Um 6:31 Uhr Ortszeit sind wir dann in Dubai gelandet. Dank dem Priority Label kamen unsere Koffer ziemlich schnell, die Einreise war auch problemlos und mein Mann hat dann unser Gepäck gleich direkt zum Kofferbus gebracht, ohne es in die große Masse zu stellen (kluger Schachzug, dann wurde es nämlich gleich zum Schiff befördert).

Der Transfer zur AIDA Diva war kurz und um 7:45 Uhr haben wir schon eingecheckt und saßen um 8:15 beim Frühstück. Mein Mann konnte kaum die Augen offen halten und schlief immer wieder auf dem Stuhl ein, aber Gott sei Dank konnten wir schon um 10:00 Uhr auf die Kabine und nicht wie angekündigt erst um 13:00. Nachdem wir unsere Wertsachen in den Safe eingeschlossen hatten, haben wir gleich die Ausflüge für die erste Woche gebucht. Als wir zurück auf die Kabine kamen, waren unsere Koffer auch gleich da und um 12:00 war schon alles ausgepackt. Mittagessen gab’s um 12:30 und nachmittags lagen wir schon auf den Liegen in der 27 Grad warmen Sonne, mein Mann schlief aber fast die ganze Zeit, ich war komischerweise gar nicht müde.

Der erste Abend an Bord war feucht-fröhlich, zum Abendessen habe ich mir zwei Gläser Rotwein genehmigt, was normalerweise eigentlich gelangt hätte, aber da es auf der Welcome Party reichlich Sekt gab, habe ich nochmal zugeschlagen und vier Gläser gegurgelt. Resultat davon war, daß ich zum ersten Mal seit ewigen Zeiten 7 Stunden am Stück geschlafen habe, ich wollte es erst gar nicht glauben, als ich auf die Uhr geguckt habe, aber wie gesagt, es geht nichts über einen anständigen Schlaftrunk!

1. Seetag

Damit auch wirklich jeder wach wurde, hat der Kapitän mit einer Lautsprecherdurchsage um 7:40 alle aus dem Bett gebrüllt. Das tat er übrigens mehrfach, der Mann hatte ein Organ, Lautsprecher waren da vollkommen überflüssig.

Nach dem Frühstück sind wir gleich an Deck und haben uns bis kurz nach 10:00 in die Sonne gelegt, denn um 10:20 war die obligatorische Rettungsübung angesagt. Nachdem wir diese hinter uns gebracht hatten, gab es nur süßes Nichtstun, natürlich unterbrochen vom Mittagessen und der Kaffeestunde, ist ja klar.

Abends hatten wir eine Einladung zum Vielfahrertreff (so hieß das zu der Zeit noch), das erste Mal bei AIDA. Wir hatten vorher auch schon einen Gutschein für zwei Gläser Champagner (oder wahlweise andere Getränke) gekriegt und AIDA Schlüsselbänder, die machen wir uns aber nie um, sieht irgendwie albern aus. Beim Vielfahrertreff gab’s nochmal Sekt und Häppchen mit Lachs und ein individuelles sowie ein Gruppenphoto, das wir dann später auf die Kabine geliefert gekriegt haben. Das individuelle Photo mit uns beiden und zwei von den Offizieren haben wir natürlich gekauft, Erinnerung muß sein!

Wir sind dann relativ früh schlafen gegangen, da ja am nächsten Tag ein Ausflug auf uns lauerte und wir auch schon gespannt auf die ganzen Ziele im Orient waren, die wir vorher noch nie gesehen hatten.

Muscat, Oman

08:00 – 19:00 (mit Ausflug MUS11 „Panoramafahrt“)

Muscat ist die Hauptstadt von Oman, einem Sultanat im Osten der arabischen Halbinsel mit ca. 4 Millionen Einwohnern. Nur 5% der Staatsfläche wird landwirtschaftlich genutzt, das Erdöl als wertvollster Rohstoff hat dem Land zu seinem jetzigen Reichtum verholfen. Es gibt zwar auch große Erdgasvorkommen, die sind aber noch weitgehend unerschlossen und somit ist das Erdöl weiterhin Hauptenergiequelle.

Weil wir erst mittags in Oman angekommen sind, haben wir uns vormittags noch an Deck gesonnt bevor nach dem Essen unser Ausflug anfing. Erst ging’s mit dem Bus zur Zawawi Moschee, in die wir leider nicht hinein durften, da dies ausschließlich Muslims vorbehalten ist und anschließend zum Sultanspalast von Qaboos bin Said, dem Herrscher von Oman seit 1970. Auch hier war nur eine Außenbesichtigung möglich, aber man konnte sich doch ziemlich frei bewegen und da zudem herrlichster Sonnenschein war, habe ich noch ein paar sehr schöne Aufnahmen machen können.

Nach dem Palast ging’s durch die Berge zur Altstadt von Muscat und hinterher – natürlich – zum Souk von Muttrah, Souvenirs will einem schließlich jeder verkaufen. Wir sind da aber nur durchgelaufen, es stank auch so höllisch nach Weihrauch, da bekam man sowieso keine Luft. Auf der anderen Seite waren noch ein paar ganz interessante Ausblicke auf die Berge und als es langsam dunkel wurde und unsere Zeit rum war, sind wir wieder zur Sammelstation für den Rücktransfer zum Schiff.

Die Toilette am Ausgang vom Souk kann ich übrigens ganz und gar nicht empfehlen, nach dem wir wieder auf dem Schiff waren, haben wir sofort geduscht, das war unbedingt notwendig, ich hatte mehr so das Bedürfnis nach einer Volldesinfektion!

Abu Dhabi, VAE, 1. Tag ab 20:00

Der nächste Tag war ein „Quasi Seetag“, weil wir erst abends nach Abu Dhabi gekommen sind. Also war wieder 7:30 aufstehen angesagt, um möglichst rechtzeitig nach dem Frühstück Liegen zu ergattern. Hat auch gut geklappt, jeder steht wohl doch nicht so früh auf. Mittags haben wir unsere Sachen draußen gelassen und da wir uns beeilt haben, lag alles noch da als wir gestärkt zurückkamen.

Die Sonne ging schon so um 17:00 unter und so sind wir zum „Sundowner“ in die Diva Bar, wo wir die ganzen Cocktail/Champagnergutscheine, die wir noch von unserem Reisebüro bzw. von AIDA als Geschenk für Vielfahrer hatten, in zwei Whiskies und zwei Flaschen Mineralwasser eingetauscht haben, das machen sie ja eigentlich nicht, aber manchmal kann ich schon durchaus überzeugend sein.

Die meisten Leute sind abends in Abu Dhabi an Land, aber das ist nicht so unser Bier, wenn’s dunkel ist, bleiben wir drin! Und bei der zweiten Sitzung im Markrestaurant war es dann richtig schön leer, sehr angenehm.

Abu Dhabi, VAE, 2. Tag bis 17:00

(mit Ausflug ABU09 „Fahrt auf einer Dhau“)

Abu Dhabi ist die Hauptstadt des Emirats Abu Dhabi und zugleich Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Stadt mit ca. 620.000 Einwohnern liegt zum größten Teil auf einer Insel im Persischen Golf und ist über drei Brücken mit dem Festland verbunden. Um die Abhängigkeit vom Erdöl und Erdgas zu reduzieren, konzentriert man sich in Abu Dhabi immer mehr auf den Tourismus, der inzwischen auch große Bedeutung erlangt hat.

Für unseren Ausflug an diesem Tag mußten wir schon zur unchristlichen Zeit von 5:30 aufstehen, Frühstück um 6:00. Treffen für den Ausflug war zwar erst um 7:45, aber schließlich braucht man morgens etwas Anlaufzeit und will nicht alles so runter schlingen.

Nach einem kurzen Bustransfer sind wir auf eine Dhau umgestiegen, mit der wir dann auf dem Abu Dhabi Creek an der Corniche, der Prachtstraße, langgeschippert sind. Auf dem Boot gab’s Getränke und ein kleines Buffet, das war zwar sehr fotogen, aber gegessen haben wir nichts, schließlich hatten wir grade gefrühstückt. Nach einer Stunde und vielen Photos haben wir wieder angelegt und sind dann zur Marina Mall gefahren worden, denn Shopping muß sein, da kommt man auf keinem organisierten Ausflug drum rum.

Gott sei Dank haben wir in der Mall den Aufzug zum Aussichtsturm (24 Stockwerke) ganz in der Nähe der Eislaufbahn entdeckt, das hätte mich wirklich geärgert, wenn wir das verpaßt hätten. Dort oben hatte man einen fantastischen Blick auf die Stadt und den Hafen. Mein Mann wurde in dem Lift zwar schwindelig, manchmal hat er Höhenangst, besonders wenn das Ding wie hier auf einer Seite aus Glas ist, aber er hat’s überstanden und wir sind auch gut wieder nach unten gekommen. Die Fahrt war übrigens total umsonst, hat mich gewundert.

Ach, im Supermarkt „Carreefour“ waren wir auch noch, haben aber keine Tropfen Alkohol und noch nicht mal alkoholfreies Bier entdeckt, das ist also kein Land für uns.

Zurück auf dem Schiff haben wir uns nach dem Mittagessen an Deck gelegt bis 17:00, nochmal raus hatten wir keine Lust, schließlich wollten wir ja bei der 2. Runde nochmal was sehen.

Bahrain, VAE

09:00-16:00 (mit Ausflug BAH10 „Bahrain Kompakt“)

Das Königreich Bahrain besteht aus 33 Inseln, die in etwa zusammen so groß sind wie das Land Hamburg und hat ca. 1,2 Millionen Einwohner. Die Hauptinsel Bahrain (620 qkm) ist über eine 25 km lange Brücke, dem King Fahd Causeway, mit Saudi Arabien verbunden. Er wird jährlich von bis zu 3 Millionen Fahrzeugen benutzt, weil dies der einzige Zugang über Land zu dem Inselstaat ist. Auf der Hauptinsel liegt auch die Hauptstadt Manama mit dem Tiefseehafen Mina Salaman, in dem die AIDAdiva angelegt hatte.

In Bahrain ging unser Ausflug erst um 9:45 los, also mußten wir diesmal nicht ganz so früh raus. Erster Stop war am World Trade Center, einem in der Welt wohl architektonisch einmaligen Gebäude. Es besteht aus zwei Haupttürmen, die mit Querstreben verbunden sind, ist 240 Meter hoch und hat 50 Stockwerke. An den Querstreben sind drei Windkraftanlagen montiert, die den gesamten Strom für die Nutzung erzeugen und somit das Center unabhängig von anderen Energiequellen machen, sehr beeindruckend!

Auf dem Weg zum nächsten Halt (Kamelfarm) sind wir in einen dicken Stau geraten. Die Straße war abgesperrt, weil ein Bus total ausgebrannt war und die Polizei niemanden dran vorbeigelassen hat. Unsere Reiseleiterin wollte das aber nicht hinnehmen und ist zu den Polizisten marschiert und hat ihnen klipp und klar verständlich gemacht, daß wir hier durch müssen, schließlich hatten wir einen Zeitplan einzuhalten! Das haben sie auch eingesehen und nach kurzer Zeit konnten wir weiterfahren, Applaus für Nada!

Die Kamelfarm selber war nicht so doll, mehr so drei Kamele in fünf Reihen, aber dafür war das Klo, das wir natürlich mal wieder aufsuchen mußten, umso sehenswerter! Eklig ist noch ein Kompliment, da war das im Souk von Muttrah noch Gold dagegen. Aber was will man machen, wenn die Natur ihren Tribut verlangt. Und ich konnte mich nicht zurückhalten, ein Erinnerungsfoto zu schießen.

Nächste Sehenswürdigkeit war der Race Track von Bahrain, auf dem kurze Zeit vorher Sebastian Vettel Formel 1 Weltmeister geworden war. Ich hatte mir das ziemlich langweilig vorgestellt, aber dann war’s doch wirklich interessant. Und es fuhr sogar ein Rennwagen die Strecke lang, der hat vielleicht einen Höllenlärm gemacht! Nicht auszudenken, wenn das viele sind, dann fallen einem die Ohren ab!

Nach der Rennstrecke gab’s ein Ölmuseum zu besichtigen, das neben der ersten Ölquelle von Bahrain steht, sie hatten u.a. diverses Gestein und Mineralien ausgestellt, sah richtig toll aus. Die Quelle wurde 1932 entdeckt und Anfang der 60er Jahre wurde sie dann erschlossen, die Bohrung ist 900 Meter tief.

Als nächstes ging’s in die Wüste zum Baum des Lebens. Der wächst da schon seit 300 Jahren und keiner weiß, woher er das Wasser dazu kriegt. Drumherum ist rein gar nichts, nur der Baum ist nicht tot zu kriegen.

Auf dem Rückweg zum Schiff bei einer Unterführung hielt unser Bus plötzlich an und wir kriegten schon einen Schreck, weil wir dachten, wir hätten eine Panne. Aber weit gefehlt! Der Busfahrer war zu schnell gefahren und die Polizei hat ihn angehalten und ihm ein Ticket verpaßt. Die Polizei in Bahrain ist da ohne Pardon, teilweise noch schlimmer als bei uns. Selbst wenn das Auto dreckig ist, kann es sein, daß man dafür Strafe zahlen muß. Das geht aber nun doch ein bißchen weit!

Naja, schließlich und endlich waren wir doch wieder im Hafen und zu unserer Freude hatten sie einen Duty Free Shop mit schottischem Whisky, 0,5 l für nur $11.- Da haben wir natürlich zugeschlagen (zweimal)!

Da es mittlerweile schon nach 14:00 war, war die offizielle Mittagessenszeit schon vorbei, es gab aber bis 16:00 noch „Snacks“ und Kaffee/Kuchen sowie Softdrinks. Die Snacks entpuppten sich dann aber als tolle Hamburger, Schnitzel, Gemüse usw. und so mußten wir nicht darben, der Tag war gerettet.

Dubai, VAE, 1. Tag ab 10:00

(mit Ausflug DBX11 „Booming Dubai“)

Dubai mit ca. 2,2 Millionen Einwohnern, ist Hauptstadt des Emirats Dubai und größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Der internationale Flughafen ist der größte des Nahen Ostens und Hauptsitz von Emirates. Überhaupt ist Dubai eine Stadt der Superlative, im Umkreis von 40 km standen schon 2008 über 150 Wolkenkratzer die über 150 m hoch sind, zirka 60 weitere Wolkenkratzer, die über 200 m hoch sind und sechs Wolkenkratzer, die über 300 m hoch sind. Der bekannteste ist natürlich der Burj Khalifa mit 828m Höhe.

Unser Ausflug „Booming Dubai“ ging erst nachmittags los, so konnten wir morgens noch etwas an Deck und die Sonne genießen. Nach dem Mittagessen war dann Besichtigung per Bus angesagt, erst zum Palm Atlantis Hotel mit kurzen Fotostop und anschließend Fahrt durch die Dubai Marina. Hochhäuser über Hochhäuser, da möchte ich absolut nicht wohnen, aber wem’s gefällt, jedem das Seine.

Natürlich ging’s zum Schluß wieder in ein Shopping Center, diesmal die „Mall of Emirates“ mit über 600 Geschäften. Aber die Hauptattraktion ist eine Indoor Ski Arena mit Schnee und 5 Grad unter Null. Wir sind aber nicht mit da rein, kalt haben wir es auch zu Hause.

Stattdessen haben wir uns die Geschäfte angesehen und als ich einen Coffee Shop entdeckt hatte, habe ich mir den riesigsten (und besten!) Cappuccino meines Lebens gegönnt, 560 ml für $5,-, total lecker, mit einer dicken, sahnigen Schicht oben drauf. Während ich mich durch den Cappuccino gekämpft habe, hat mein Mann einen Buchladen durchstöbert und tatsächlich ein tolles Buch gefunden, das er sich später zu Hause bestellt hat.

Frisch gedopt ging es dann zum letzten Besichtigungspunkt des Tages, dem über 800m hohen Burj Khalifa (aber nur von außen, hochgefahren sind wir nicht). Mittlerweile war es auch schon dunkel, aber es war alles herrlich beleuchtet und gleich nebenan war auch noch die Dubai Mall, noch größer als die Mall of Emirates mit über 1.200 Geschäften. Dort hatten sie wunderschöne Wasserspiele mit Musik, die erste Runde war mit arabischer Musik, das war schon sehr schön. Aber als sie dann „Time to say good bye“ gespielt haben und die Fontänen so hochschossen, habe ich richtig Gänsehaut gekriegt und beinahe geheult. Ging aber nicht nur mir so, habe ich später erfahren.

Der Rückweg zum Schiff hat etwas gedauert, weil wir total im Stau standen, aber schließlich und endlich waren wir doch noch um 19:30 zurück, sodaß noch genug Zeit blieb, vor dem Abendessen kurz unter die Dusche zu springen.

Für die anderen Gäste war das auch der letzte Abend der Kreuzfahrt, die mußten noch Koffer packen, aber wir haben ja noch eine zweite Runde gedreht.

Dubai, VAE, 2. Tag

bis zum nächsten Morgen 8:00

Wie gesagt, die anderen mußten abreisen und das hat man am sehr frühen Morgen auch schon gemerkt, um 4:00 wurden wir das erste Mal von einer Durchsage auf dem Flur aus dem Schlaf gebrüllt. Aber wir haben es immerhin noch geschafft, in Portionen bis 7:30 weiter zu schlafen.

Nach dem Frühstück haben wir noch die restlichen beiden Ausflüge für Abu Dhabi und Bahrain gebucht und es uns dann an Deck gemütlich gemacht, unterbrochen von Mittagessen und Kaffee natürlich. Die anreisenden Neuen sahen ziemlich k.o. aus und wir waren froh, daß wir bis zu unserer Abreise noch eine Woche Zeit hatten, zumal zu Hause das totale Schneechaos war, iihhhgitt!

2. Seetag

Natürlich war am nächsten Morgen wieder eine Seenotrettungsübung und das hieß für uns, früh aufstehen, nach dem Frühstück Liegen suchen, später antreten zum Retten, dann wieder schnell zurück zu den Liegen.

Allerdings dauerte diesmal die Übung etwas länger, weil eine Kabine fehlte und die Dame auch nicht auftauchte. Als mein Mann dann von der Rezeption die neuesten Nachrichten holen wollte, hat er auch mitgekriegt, warum. Die Frau wurde grade in einem Sack aus dem Fahrstuhl getragen und war offensichtlich tot, echt gruselig! Von da an sind wir nie mehr Fahrstuhl gefahren, das ist tödlich (Ironie!).

Für ’ne Weile ging die Klospülung auf unserer Kabine nicht und wir wollten schon die Panik kriegen, aber nachmittags war dann alles wieder in Ordnung, wie schön!

Der Rest des Tages war Gott sei Dank ohne besondere Vorkommnisse und wir konnten somit bis zum Sonnenuntergang um 17:00 die Zeit an Deck genießen.

Abends hatten wir nochmal eine Einladung zum Vielfahrertreff, genau wie beim ersten Mal mit Foto und so, das haben wir natürlich mitgemacht. Der Sekt war auch wieder lecker und mein Mann hat gleich Bier als Ersatz gekriegt ohne erst danach fragen zu müssen, die hatten sich natürlich noch an uns erinnert.

Muscat, Oman

08:00-19:00

Beim zweiten Mal in Oman sind wir nur privat an Land gegangen. Draußen vorm Schiff fuhr ein Shuttlebus zum Hafenausgang (Fahrtdauer ca. 2 Minuten!) und ab da sind wir die Uferpromenade bis zum Stadttor gelaufen. Hin und zurück hat das über zwei Stunden gedauert und war ziemlich schweißtreibend, aber sehr sehenswert und ich habe sehr viele Fotos gemacht.

Auf dem Rückweg wollten wir eigentlich noch ins Internet Cafe, das wir beim ersten Mal dort entdeckt hatten, aber ausgerechnet als wir Zeit hatten, funktioniert das System nicht. Pech gehabt, dann eben nicht. Wir sind dann nochmal auf das „wunderbare“ Klo beim Souk, aber das war noch viel dreckiger als beim ersten Mal und nach der Rückkehr zum Schiff war ausführliche Dekontaminierung angesagt, besonders da wir anschließend zum Mittagessen wollten.

Da der Marsch in der Hitze doch ziemlich anstrengend war, haben wir uns nachmittags nur an Deck in die Sonne gelegt, hier ging sie ja auch schon um 16:00 unter.

Abu Dhabi, VAE, 1. Tag ab 20:00

Der erste Tag der zweiten Runde in Abu Dhabi war wieder ein Quasi Seetag, da wir erst gegen Abend in Abu Dhabi angekommen sind. Also wieder die übliche Routine: 7:30 aufstehen, frühstücken, raus auf die Liegen. Diesmal gestaltete sich die Platzwahl aber etwas schwierig, weil es ziemlich windig war und überall zog wie verrückt.

Gegen Nachmittag war mir auch etwas kühl und ich habe was übergezogen, weil es mir im Bikini einfach zu kalt war. Nach dem Kaffee hatte ich dann die Nase voll von dem Wind und bin trainieren gegangen, mein Rücken tat mir von der harten Matratze sowieso weh und das wurde Gott sei Dank dann besser.

Beim Abendessen war es im Marktrestaurant genau wie beim ersten Mal im Abu Dhabi: die 1. Tischzeit war brechend voll, weil viele an Land wollten und beim 2. Mal, als wir dann hingegangen sind, herrschte gähnende Leere.

Abu Dhabi, VAE, 2. Tag bis 17:00

(mit Ausflug „ABU01 „Hauptstadt der VAE“)

Für unseren zweiten Ausflug in Abu Dhabi mußten wir um 5:30 aufstehen (gähn!), Frühstück um 6:00, Treffen um 7:30.

Der Reiseleiter von unserem Bus war zwar anfangs etwas langsam, aber dann waren wir doch noch überall pünktlich. Als erstes war die Sheikh Zayed Moschee dran, ganz in weiß mit vier Türmen und mindestens zwanzig Kuppeln. Das war die schönste und größte Moschee, die wir bisher gesehen haben, echt beeindruckend. Ich wollte auch noch von draußen den Innenhof fotografieren, aber da hat mich sofort ein Uniformierter zurückgepfiffen, weil ich dann eine Abaja anziehen müßte, wenn ich näher käme. Aber soviel Zeit hatten wir leider nicht, vielleicht nächstes Mal.

Anschließend haben wir das Sheikh Zayed Museum besichtigt, da stand sogar ein echter Maybach drin, tolles Auto. Natürlich habe ich meinen Mann daneben fotografiert, so’ne Luxuskarosse kann man sich doch nicht entgehen lassen. Vorher bin noch gleich zum Klo gesaust, das war ein kluger Schachzug, denn als ich wieder rauskam, stand eine Schlange dreimal um den Block (so sah es jedenfalls aus). Leider hatte ich aber den Fehler gemacht, die Handwaschlotion zu benutzen und so stank ich den Rest des Tages wie ein dreistöckiges Freudenhaus, bäh!

Nächster Besichtigungspunkt: Fotostop am Emirates Palace Hotel. Wir haben nur am Zaun gehalten, aber man konnte ganz gut Aufnahmen dadurch machen. Ich wäre gerne noch reingegangen, aber das war nicht möglich.

Zum Schluß dann ein sogenanntes „Heritage Center“, so’ne Art Freilichtmuseum natürlich auch mit Souvenirständen. Wir haben aber nichts gekauft sondern nur die Örtlichkeiten ausgenutzt. Nicht toll, aber naja.

Pünktlich zum Mittagessen waren wir wieder zurück und haben den Nachtmittag an Deck in der Sonne verbracht. Wir waren beide sehr müde und haben auch etwas geschlafen, das frühe Aufstehen ist schon stressig, besonders im Urlaub.

Bahrain, VAE

09:00-16:00 (mit Ausflug BAH02 „Geschichte und Gegenwart“)

Am nächsten Morgen in Bahrain war es sehr windig und alles war im gelben Nebel, gar nicht so schön wie beim ersten Mal. Am Tag zuvor hatte es einen ziemlichen Sandsturm gegeben, der jetzt grade abflaute. Wir sind natürlich trotzdem auf unseren gebuchten Ausflug, Bahrain ist ja interessant, das wußten wir noch von der ersten Runde.

Der Ausflug ging diesmal erst um 9:30 los, so mußten wir nicht ganz so früh aufstehen. Zuerst ging die Fahrt zu einer Ausgrabungsstätte in der Wüste (viel Steine und sonst wenig anderes), dann zu einem Handwerkszentrum mit Souvenirs.

Dann kam der interessanteste Teil: Fahrt über den 25 km langen King Fayed Causeway zur Grenzstation nach Saudi Arabien. Wir konnten auf den Aussichtsturm rauf (eingequetscht in den Fahrstuhl wie in einer Sardinenbüchse) und im Restaurant gab’s noch anständigen Kaffee inklusive. Ich habe mir gleich zwei Tassen genehmigt, eigentlich war ja nur eine Tasse pro Person vorgesehen, aber da mein Mann auf seinen verzichtet hat, konnte ich den schön genießen. Einen Fuß über die Grenze nach Saudi Arabien zu setzen haben wir uns übrigens nicht getraut, da waren wir lieber vorsichtig, die sind da sehr streng.

Der nächste Punkt war mal wieder eine Kamelfarm, die hatte aber im Gegensatz zur ersten den Namen verdient, es gab mindestens 200 Kamele zu sehen. Und diesmal zur Abwechslung nagelneue Klos, eine Gelegenheit, die wir nicht auslassen konnten, ist ja klar.

Und das war auch gut so, denn auf dem Rückweg kamen wir in einen schlimmen Verkehrsstau vor einer Ampelanlage, aber da wir sowieso etwas früh dran waren, haben wir noch was von dem kombinierten Kaffee/Mittagessen für Spätheimkehrer mitgekriegt und am Tisch noch bis 16:00 mit zwei Damen gequatscht. Nach draußen konnten man ja sowieso nicht bei dem Sandsturm, es war auch viel zu kühl.

Im Theatrium gab’s gerade einen Vortrag über Dubai, den habe ich mir noch angehört während mein Mann auf die Kabine gegangen ist. Die Lektorin hatte zwar das Temperament einer Schlaftablette, aber ich habe es trotzdem fertiggebracht, fast bis zum Schluß durchzuhalten, ohne ins Koma zu fallen, eine echte Leistung!

Dubai, VAE, 1. Tag ab 10:00

Am letzten Tag der Reise in Dubai haben wir nur noch in der Sonne gefaulenzt, unterbrochen vom Essen natürlich. Die meisten anderen Leute sind auf Ausflug, aber das hatten wir ja schon bei der ersten Runde hinter uns gebracht und somit hatten wir jede Menge Platz an Deck.

Nach dem Abendessen mußten wir die Pässe auf dem Pooldeck abholen, ausnahmsweise stand bei unserem Deck mal keine lange Schlange, Glück gehabt! Anschließend war dann Koffer packen angesagt, leicht angesäuselt von Rotwein/Bier, aber wir haben es doch noch ganz gut hingekriegt.

Die Koffer haben wir anschließend vor die Tür gestellt, die wurden nachts von den AIDA Leuten an Land gebracht, selber schleppen wir nichts mehr wenn’s geht.

Rückflug Dubai → Düsseldorf

Die Nacht war ziemlich kurz, denn um 3:10 mußten wir schon wieder aufstehen, brutal!
Der Transfer zum Flughafen ging pünktlich um 4:15 los, wir waren natürlich vorher nicht mehr beim Frühstück, mitten in der Nacht kann selbst ich noch nichts essen.

Das Einchecken am Flughafen war ’ne echte Prozedur. Wir hatten ja noch richtiges Glück, daß wir Business Class geflogen sind, da war nur eine kurze Schlange (4 Leute). Aber der Mensch am Schalter hat trotzdem 40 Minuten gebraucht, ich weiß gar nicht, was der da alles rumgetippt hat. Und das mit den Topbonus Meilen von Air Berlin hat natürlich auch nicht geklappt, war ja klar. Aber wenigstens ist es ihm gelungen, unsere Bordkarten auszudrucken und uns die Zugangskarte zur Marhaba Lounge auszustellen, das ist doch schon mal was.

In besagter Lounge haben wir es uns dann gemütlich gemacht und erst mal gefrühstückt. Sie hatten hartgekochte Eier, Perrier und Kaffee und natürlich noch jede Menge andere Sachen, die haben wir aber nicht angerührt. Mein Mann war richtig traurig, daß es noch so früh war (6:00 Uhr), es gab nämlich auch guten Whisky und Bier, aber das wäre um die Uhrzeit doch etwas übertrieben gewesen. Ich hatte mir vom Schiff noch zwei Gurken und Schwarzbrot mit Käse mitgenommen und so hatten wir eine ganz gute Mahlzeit, mittlerweile war ich auch schon ziemlich hungrig.

Das Boarding ging einigermaßen pünktlich los, aber da das Flugzeug auf einer Vorfeldposition stand, hatten wir bis zum Abflug dann 45 Minuten Verspätung. Aber was soll’s, wir saßen warm und trocken.

Auf dem Rückflug waren diesmal fast ausschließlich männliche Flugbegleiter, das hatten wir auch noch nie. Als sie uns Prosecco anboten, haben wir abgelehnt und stattdessen Bier und Wasser genommen. Da waren wir natürlich bei denen unten durch, Bier trinken doch nur Proleten! Aber um unsere Ehre zu retten, hat mein Mann sich geopfert und später noch einen doppelten Chivas Regal getrunken, was tut man nicht alles!

Als wir grade in Düsseldorf gelandet waren, fing es kurze Zeit später heftig an zu schneien, da hatten wir echt Glück gehabt. Natürlich war es saukalt und ich habe mir auf dem Flughafenklo wieder meine Strumpfhose unter die Jeans gezogen, den Temperaturschock mußten wir erst mal verkraften!

Rückfahrt Düsseldorf -> Bremen

Wir haben gleich den nächsten Zug nach Dortmund genommen und uns da, wie letztes Mal, in das Wartehäuschen/Kneipe auf dem Bahnsteig gesetzt. War auch gut so, denn unser Zug nach Bremen hatte 20 Minuten Verspätung.

Im ganz letzten Wagen haben wir noch einen guten Platz ergattert und Gott sei Dank war es da auch schön warm. Draußen wurde das Schneegestöber immer schlimmer und bis wir in Bremen angekommen sind, hatten wir dann 68 Minuten Verspätung.

Auf dem Bahnsteig in Bremen Hauptbahnhof war es unmöglich die Koffer zu rollen, weil da nur riesige Schneeberge waren, mein armer Mann hat ganz schön geschleppt, ich nehme ja immer das ganze Handgepäck, das ist auch ziemlich viel Zeugs.

Wir haben dann auch gleich ein Taxi erwischt, der ist wirklich gut gefahren trotz der üblen Straßenverhältnisse. Aus lauter Freude über die glückliche Heimkehr habe ich dem Taxifahrer €5,- Trinkgeld gegeben, das mußte sein!

Beurteilung:

Schiff

Unsere Innenkabine im Vorschiff auf Deck 8 war ca. 14,5 qm groß und hatte ein großes Doppelbett. Das große Manko bei diesen Betten ist, daß sie zwar getrennte Matratzen haben, aber darunter ist ein durchgehender Lattenrost und man bekommt jede Bewegung des Partners beim Schlafen mit, zumindest ich, da ich da sehr empfindlich bin.

Innenkabine 8409 auf AIDAdiva

Innenkabine 8409 auf AIDAdiva

Innenkabine 8409 auf AIDAdiva

Innenkabine 8409 auf AIDAdiva

Was mir auch nicht besonders gefallen hat, ist der Mangel an Schubladen z.B. gibt es keinen richtigen Nachtschrank sondern nur so einen Klotz an der Wand mit Lichtschalter neben jedem Bett, auf dem man grade noch einen Wecker abstellen kann, da eine Uhr in der Kabine auch fehlt. Der sonstige Schrankplatz war einigermaßen ausreichend und die Koffer haben auch unters Bett gepaßt.

Und es wurde oft lautstark Werbung über Bordlautsprecher für den Cocktail des Tages oder sonstige Angebote gemacht, es hätte völlig gereicht, das in der „AIDA heute“ zu erwähnen, da man sich sonst irgendwie vorkam wie auf einer Kaffeefahrt, hat nur noch die Werbung für Heizdecken gefehlt.

An Seetagen haben wir immer einen Liegeplatz an Deck gefunden, jedenfalls so bis 9:00, danach wurde es dann schon schwieriger.

Essen

Wir haben abends meist bei der 2. Tischzeit im Marktrestaurant gegessen, natürlich waren dort vor der Tür lange Schlangen, aber das muß man einfach hinnehmen, wenn man noch einen guten Platz kriegen will.

Das Essen war schmackhaft und die Auswahl groß wie immer. Was mir nicht gefällt ist, daß es (übrigens bei allen AIDA Schiffen) mittags in den Buffetrestaurants zwar guten Tee gibt, aber ansonsten nur Pulverkaffee mit normaler Milch, keine Kaffeesahne. Ich genieße gerne einen Kaffee mit meinem Nachtisch und erst mal durch das Schiff zu rennen, um mir an der Bar einen guten Kaffee zu holen, ist irgendwie nicht so angenehm (kleckern inklusive).

Service

Die Kabine wurde im Laufe des Vormittags gereinigt, alles war immer sauber und ordentlich.

Im Büffetrestaurant wurde das benutzte Geschirr zügig abgeräumt und die Mitarbeiter waren freundlich, ohne daß man Trinkgeld verteilen mußte.

An den Bars wurde man ebenfalls prompt und freundlich bedient, einmal hatte ich ein bißchen Probleme, als der Barkeeper meinte, daß das, was er da frei Hand ziemlich mickrig eingeschenkt hatte, ein doppelter Whisky sein sollte. Ich habe ihn dann mit dem Meßbecher nachmessen lassen und somit davon überzeugt, daß sein Augenmaß auch nicht immer so ganz richtig ist. Aber das war wirklich nur ein minimales Problem, ansonsten lief alles korrekt.

Unterhaltung

Da wir Frühaufsteher sind, waren die Abende bei uns meist nicht sehr lang und unsere Abendunterhaltung war oft ein Gespräch mit den Tischnachbarn beim Essen im Restaurant, dann noch ein kurzer Besuch in der Bar mit anschließendem Spaziergang an Deck und ab in die Falle. Also können wir die Qualität der Bordunterhaltung nicht beurteilen, zumindest nicht, was den Abend betrifft.

Tagsüber haben wir uns meist auf einen ruhigen Platz auf dem Oberdeck verzogen, da die Poolanimation wegen ihrer großen Lautstärke so gar nicht mein Ding ist. Besonders das Poolradio, bei dem Leute durch getürkte Anrufe veralbert werden, find ich dermaßen blöd (anders kann ich es leider nicht ausdrücken), das mußte ich mir nicht antun. Aber man muß es sich ja nicht anhören, einen ruhigen Platz findet man eigentlich immer.

Route

Da wir eine Doppeltour gebucht hatten, konnten wir die einzelnen Ziele ausgiebiger besichtigen, da sie ja wirklich faszinierend sind und ein paar Stunden kaum ausreichen.

Die Liegezeiten waren angemessen und die angelaufenen Häfen sehr interessant.

Altersdurchschnitt

Das dominierende Alter war so ab 35+, nach oben hin offen. Da keine Ferienzeit war, waren nur sehr wenig Kinder oder Jugendliche an Bord.

Ausflüge

Bei den Ausflügen war in jedem Bus immer ein Scout von AIDA dabei, an den man sich bei Problemen wenden konnte und der auf die korrekte Ausführung geachtet hat. Die Busse wurden nicht zu vollgestopft und man hatte angenehm Platz.

Gesamt

Es war eine wunderschöne Reise mit tollen Zielen, die Tour kann man in ein paar Jahren auf jeden Fall nochmal wiederholen. Wir haben die Zeit an Bord sehr genossen und sind alles in allem zufrieden mit dem, was wir geboten bekommen haben.

 
 
 
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