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AIDAvita Reisebericht: Brunei, Malaysia & Philippinen (Corona-Abbruch)

Die Asien Kreuzfahrt mit der AIDAvita sollte unsere letzte Fernreise werden, wir hatten eigentlich die Nase voll von langen Flügen, aber da wir unbedingt nochmal Vietnam sehen wollten, haben wir die Kreuzfahrt dann doch gebucht. Singapur – Brunei – Kota Kinabalu – Puerto Princesa – Boracay – Hongkong – Ha Long – Da Nang –  Nha Trang – Saigon – Singapur, das klang sehr verlockend.

Unsere Meerblickkabine auf Deck 5 war im Premium Tarif mit An-und Abreise über AIDA gebucht, mit dem  Comfort Getränkepaket und fürs Internet die Social Media Flat, dazu kamen noch 250 MB Datenvolumen, die als Geschenk bei der Premium Buchung dabei waren. Also rundum sorglos eigentlich …..

Zwischenzeitlich gab’s noch die erste Umroutung, Boracay sollte ausfallen, dafür gab’s einen Tag mehr Singapur und eine spätere Ankunft in Hongkong. Okay, haben wir so hingenommen, nicht schlimm für uns. Kurz vor dem Abflug kam dann noch eine weitere Routenänderung dazu, wie man auf dem nachfolgenden Routenbild sieht, doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Mittlerweile wurden die Meldungen aus China wegen des Coronavirus auch immer bedrohlicher und irgendwie hatte ich schon Vorahnungen, daß wir besser zu Hause bleiben sollten. Drei Tage vor der Abreise ergab auch noch ein MRT, daß mein Innen- und Außenmeniskus im rechten Knie gerissen war und die Patellasehne entzündet. Ich hatte schon seit einiger Zeit ziemliche Schmerzen im rechten Bein, aber der Arzt meinte, deswegen bräuchten wir die Reise nicht abzusagen.   

Geplante Route vor der Abfahrt: Asienkreuzfahrt mit ADAvita

Inhaltsverzeichnis

31.01.2020 Anreise Bremen – Hamburg, 10 Grad, Nieselregen

Unser Flug nach Dubai sollte zwar erst am nächsten Tag um 15:20 starten, aber wir gehen gerne auf Nummer sicher und so hatte ich vorher eine Nacht im Hotel Radisson Blu am Hamburger Flughafen gebucht. Die Rail & Fly Tickets, die beim Anreisepaket von AIDA Cruises mit dabei sind, wenn man Premium gebucht hat, gelten ja auch schon einen Tag vor dem Abflug und auch einen Tag nach dem Rückflug, also kann man das ganz entspannt angehen.

Das Taxi brachte uns, wie immer, zur Haltestelle von der Nordwestbahn, die auch pünktlich abfuhr. In Bremen mußten wir in den Metronom nach Hamburg umsteigen und ausnahmsweise funktionierten sogar die Fahrstühle.

Dort ging’s weiter in die S1 Richtung Flughafen, Rolltreppen und  Fahrstuhl zum Bahnsteig runter waren natürlich defekt, aber ich habe einen kräftigen jungen Mann gebeten uns zu helfen, dann war die Schlepperei mit dem Gepäck nicht ganz so schlimm.

Nach Ankunft im Flughafen sind wir rüber zum Radisson Blu, unser Zimmer war schon bezugsfertig (120,-€ ohne Frühstück), sodaß wir nicht allzu spät zu Mittag essen konnten.

Im Hotel kam später dann die Nachricht vom AIDA, daß Hongkong ausfällt und dafür Coron und mehr Vietnam auf dem Plan steht. Ich war erleichtert und erfreut, da wir ja die Reise wegen Vietnam gebucht hatten.

Für unseren Flug mit Emirates gab es natürlich keinen Vorabend Check-in und so haben wir uns nach einem Rundgang in Fuhlsbüttel aufs Zimmer zurückgezogen  und gehofft, daß die Anreise gut verlaufen würde. 

01.02.2020 Flug Hamburg – Dubai

Beim Einchecken bei Emirates wurde nicht nur das Gepäck, sondern aus das Handgepäck gewogen (max. 6 kg pro Person), da wir das aber schon von letztem Mal wußten, waren wir drauf eingerichtet und hatten uns extra leichte Bordcases besorgt.

Der Flug und unsere Sitze waren okay, allerdings wirkten die vielen Menschen mit Mundschutzmaske beim Umsteigen in Dubai schon irgendwie bedrohlich.

02.02.2020 Singapur, Einschiffung (ab 16:00), 31 Grad, sonnig

Wir sind 30 Minuten zu früh gelandet, die Koffer kamen auch bald und beim Ausgang warteten Mitarbeiter von AIDA, die uns zum Transferbus brachten, die Fahrt zum Hafen dauerte nur 25 Minuten.

Bei der Einschiffung in Singapur mußten wir zunächst durch einen Temperaturscanner und dann war ein Gesundheitsfragebogen auszufüllen und die Hände wurden desinfiziert, bevor wir an Bord durften.

Nachdem wir die Wertsachen in der Kabine verstaut hatten, sind wir ziemlich hungrig zum Poolgrill gestürmt und anschließend noch in die AIDA Bar. Abendessen im Restaurant fiel dann für uns aus, dafür konnten wir noch in Ruhe die Koffer auspacken, die ziemlich schnell zur Kabine gebracht worden waren.

Rettungsübung war noch keine, da das Schiff ja noch den ganzen nächsten Tag in Singapur lag und wir erst am übernächsten Mittag auslaufen sollten.

03.02.2020 Singapur, 30 Grad, sonnig

Wir lagen  noch den ganzen Tag in Singapur am Harbour Front Cruise Center direkt gegenüber von Sentosa, zusammen mit der Marella Explorer.

Eigentlich wollten wir mit der U-Bahn in die Stadt, aber das Ticketoffice für die Tageskarten hatte um 9:45 noch geschlossen und der Automat wollte an diesem Tag keine Kreditkarten. Nochmal zurück zum Geldwechseln hatten wir keinen Nerv und da das bereits unser 20. Aufenthalt in Singapur war und wir tatsächlich noch nie auf Sentosa waren, sind wir kurzentschlossen die Brücke über den Meeresarm dorthin gelaufen, die Seilbahn fährt nicht mehr direkt übers Schiff seitdem die Fußgänger- und die Autobrücke fertig ist, also gab’s kein Bild von oben.

Es war ziemlich heiß, bei gut 30 Grad waren die 2 Stunden Fußmarsch plus 50 Minuten Paß- und Sicherheitskontrolle beim Rein- und Rausgehen dann auch genug. Erschwerend kam noch hinzu, daß ich durch den Meniskusriß ziemliche Schmerzen beim Laufen hatte, aber Bilder wollte ich machen, da kenn ich kein Pardon!

Abends stand um 21:15 Welcome Party am Pool auf dem Programm, aber so lange haben wir nicht durchgehalten. Der Jetlag mit + 7 Stunden Zeitunterschied und der lange Flug hatten uns doch ganz schön geschafft.

04.02.2020 Singapur (bis 14:00), 31 Grad, sonnig

Vormittags lagen wir noch in Singapur, einige Leute sind noch auf Ausflug, aber wir haben es ruhig angehen lassen, denn die Seenotrettungsübung war für 13.00 angesetzt. Wieder ganz traditionell mit Schwimmweste anlegen und auf dem Promenadendeck unter den Rettungsbooten antreten. Es war sehr heiß und schwül (ca. 31 Grad) und wir waren froh, daß das Ganze nur 20 Minuten gedauert hat.

Anschließend gab’s einen asiatischen Poolbrunch und ganz stilvoll dazu Singapore Sling (der berühmte Cocktail) anstelle von Freibier. Als wir dann abgelegt hatten, fing es nach einer Weile ganz schön an zu ziehen, sodaß man auf der Liege alles festklemmen mußte. Der Seegang war aber vernachlässigbar, gar nicht zu spüren.

Nachts hatte ich geschlafen wie ein Stein und ich hoffte, daß wir den Jetlag so langsam überwunden hatten, der Schmerz im Bein wurde abends  in der AIDA Bar mit Rotwein betäubt, wozu hatten wir das Comfort Getränkepaket? Aber ehrlich, mehr als zwei Gläser waren es nicht, ich vertrage nichts.

Die Passagierstatistik hat die Rezeption mir auch noch gegeben, es waren 1.095 Gäste an Bord, davon 11 Kinder. Der Altersdurchschnitt lag bei 58 Jahren, eher mehr ältere Semester, so wie wir.

05.02.2020 auf See Richtung Muara, Brunei, 27 Grad, sonnig, Windstärke 4-5, 1,5m Wellen

Der Wind blies mit Stärke 4-5 und obwohl die Wellen lt. Kapitän Carsten Wätge nur 1,5 m hoch sein sollten, spürte man die Schiffsbewegungen doch etwas, besonders, wenn man die volle Teetasse durchs Büffetrestaurant balancierte, um ja nichts zu verschütten. Die Temperatur war mit 27 Grad erträglicher als am Vortag, aber wir hatten uns doch lieber morgens Schattenplätze an Deck gesucht, das Grillen überlassen wir dem Koch.

Apropos grillen, um 11.30 gab’s wieder Poolbrunch, diesmal mit dem allerseits beliebten Freibier. Dazu als Unterhaltung dann Wasserfontänen aus dem Pool, der durch die leichte Schaukelei oft ganz schön hochspritzte und das Deck großzügig unter Wasser setzte.Natürlich wurde noch jede Menge richtige Unterhaltung geboten, aber bei  uns war nur jede Menge Nichtstun angesagt, denn am nächsten Tag startete vormittags unser Ausflug „Hauptstadt von Brunei auf eigene Faust“.

06.02.2020 Muara, Brunei (10:00-22:00), 27 Grad, sonnig

Das Sultanat Brunei, mit der Hauptstadt Bandar Seri Begawan,  liegt auf der Insel Borneo  im Südchinesischen Meer und grenzt an Malaysia.

Wir haben kurz vor 10:00 in Muara angelegt, die Stadt liegt auf der nordöstlichen Spitze von West Brunei.  Für 11:00 war der Start unseres Ausflugs „Hauptstadt von Brunei auf eigene Faust “ angesetzt (42,99€ p. P.), da jeder vorher noch durch die Gesundheitskontrolle im Hafengebäude mußte (Temperatur Screening), sind wir schon um 10:30 von Bord. Es ging wider Erwarten jedoch alles ruck-zuck (inkl. Handdesinfektion) und  so fuhr unser Bus schon um 10:50 los, als er voll war. Wir hatten aber leider so’ne richtige Hämorrhoidenschaukel ohne merkliche Stoßdämpfer erwischt, zum Glück dauert die Fahrt nur gut 35 Minuten.

An einem Shoppingcenter direkt neben der Omar Ali Saifuddin Moschee hat man uns abgesetzt, das war zugleich für 14:15 wieder der Treffpunkt zur Rückfahrt. Von dort aus war alles sehr gut zu Fuß zu erreichen, bis zum Fluß, wo die Boote  zum Stelzendorf Kampong Ayer rüberfahren, sind es auch nur ein paar Minuten.

Angeblich sollten  nur 27 Grad sein, aber wenn man 2,5 Stunden in der Sonne gelaufen war, fühlte sich das an wie 40 Grad. Zum Glück konnten wir uns im gut klimatisierten Shoppingcenter beim Treffpunkt abkühlen und Toiletten gab’s dort auch, „Premium Prepaid“ für 1$ pro Person oder alternativ im Schnellrestaurant „Jolli Bee“ für umsonst.

Bei der Rückfahrt wurden unsere Bandscheiben nochmal auf eine harte Belastungsprobe gestellt, bevor wir dann pünktlich um 15:00 zurück auf dem Schiff waren. Mittagessen gab’s wieder mal am Poolgrill, da die Restaurants ja schon zu hatten, ist aber immer eine gute Alternative, besonders die Chickenburger mit Cornflakespanade waren lecker.

Abends wurde im Theater die „DSDS Casting Show“  mit dem Gastkünstler Kristian Süß gezeigt, wir sind aber lieber in die AIDA Bar, da ich mein Bein hochlegen mußte um für den nächsten Tag einigermaßen beweglich zu sein, die Kellner wußten schon Bescheid  und haben mir immer einen dritten Sessel organisiert. Und „Don Cosimo“ ließ mich die Schmerzen sowieso für’ne Weile vergessen.

07.02.2020 Kota Kinabalu, Malaysia (08:00-19:30), 28 Grad, sonnig

Kota Kinabalu, mit rund 200.000 Einwohnern, ist die Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah auf der Insel Borneo.

Als wir um 8:00 im Hafen anlegten, kam die Durchsage, daß die philippinischen Gesundheitsbehörden verlangten, daß wir unser Handy mit an Land nehmen und zu jeder Zeit erreichbar sein sollten. Sie waren schon vor uns in Malaysia angekommen und kamen später an Bord, um am nächsten Seetag den Gesundheitscheck durchzuführen und die Landgangskarten zu stempeln.

Da wir keinen Ausflug gebucht hatten, sind wir erst um kurz vor 10.00 in die Stadt, immer das Handy im Blick, falls die philippinischen Behörden was wissen wollten, total nervig, aber wir sollten das so machen, naja. Dafür gab’s keine Gesundheitskontrolle oder sonstwas, einfach rausgehen und fertig.

Wenn man beim Hafenausgang den dicken Pulk von Taxifahrern überwunden hatte, kam man rechts rum zur Uferpromenade, wo auch der Anleger für die Island Hopping Touren ist, die hier bei Touristen besonders beliebt sind. Die entsprechende Preisübersicht habe ich fotografiert. Weiter ging’s dann Richtung Markt, wo u.a. auch Kleidung auf vorsintflutlichen Nähmaschinen hergestellt bzw. geändert wurde. Total krass ist der Gegensatz zwischen alten Geschäften und super modernen Shoppingcentern, in denen ich höchstens mal ein paar japanische Touristen gesehen habe.

Viele alte Gebäude werden deswegen abgerissen, dann sieht es aus wie überall, schade. Wir waren wieder 2,5 Stunden unterwegs und es war ziemlich heiß, ca. 28 Grad, aber in der Sonne war das kaum noch zu ertragen. Es wurden auch viele Ausflüge in Kota Kinabalu angeboten,  das ist wohl sinnvoller wenn man mehr sehen will.

Nachmittags haben wir uns nur ziemlich k.o. an Deck ausgeruht und uns abends, nach dem Essen, wieder in die AIDA Bar begeben. Im Theater gab’s natürlich  eine Show, diesmal „Cotton Club“ mit den AIDA Stars und anschließend fand auf dem Pooldeck eine Beach Party mit der DJane Maria statt, bei der als Baraktion leckere Pina Coladas angeboten wurden.

08.02.2020 auf See Richtung Puerto Princesa, Palawan, 29 Grad, Regen und Gewitter

Beim Frühstück wurde es immer finsterer, es gewitterte und schüttete teilweise wie aus Eimern. Dann war es natürlich nix mit an Deck in der Sonne liegen, dafür waren trockene Plätzchen angesagt. Das Spa war eine gute Idee, die Hemingway Lounge oder auch jede Bar. Zum Glück gibt es auch immer jede Menge Programm, sodaß eigentlich keine Langeweile aufkommen kann.

Der Poolbrunch um 11:30 wurde in die AIDA Bar verlegt, irgendwie war es da gemütlicher  und auf alle Fälle trockener, zumindest äußerlich. Essen und trinken ist immer eine Alternative, damit geht die Zeit auch rum.

Beim Mittagessen hörte es langsam auf zu regnen und lt. Aussage vom Navigationsoffizier hatten wir Windstärke 5 mit kaum Seegang und einer Lufttemperatur von 25 Grad. Bis zum Beginn des Gesundheitschecks durch die philippinischen Behörden konnten wir also noch gut in die Sonne an Deck.

Begonnen wurde mit Deck 4 um kurz nach 16.00, wir auf Deck 5 kamen um 16.45 dran. Das bedeutete, runter in die AIDA Bar Schlange stehen. Bei einem Crewmitglied unterwegs den großen Gesundheitsfragebogen abgeben, dann in der Schlange weiter vorrücken bis vors Theater, dort die Landganskarte nach Nennung der Kabinennummer in Empfang nehmen, am Eingang die gelbe Gesundheitskarte, die wir ausgefüllt hatten, vorzeigen, rein ins Theater. Dort wurde man mit der Wärmebildkamera gescannt, gab die gelbe Gesundheitskarte mit persönlichen Angaben ab und bekam die weiße Landgangskarte abgestempelt mit dem Hinweis, diese immer mit an Land zu nehmen und nach dem Landgang in Coron werden sie dann wieder eingesammelt. Um 17.10 hatten wir die Prozedur geschafft, puh.

Im Theater konnte man sich abends, nach „Stefans Boulevard“, die Show „Die Chemie muß stimmen – Teil 1“ mit dem Gastkünstler Dr. Ernis Pusan Taghikhani ansehen. Die für 22:00 auf dem Pooldeck vorgesehene „Crew meets Band“ Show wurde allerding wegen des Wetters in die AIDA Bar verlegt, wo wir ja sowieso immer um diese Zeit zu finden waren.

09.02.2020 Puerto Princesa, Palawan, Philippinen (07:00-18:00), 28 Grad, sonnig

Puerto Princesa, mit ca. 256.000 Einwohnern,  ist die Hauptstadt der philippinischen Provinz Palawan. Sie ist u.a. Ausgangspunkt für Ausflüge zum Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark, in dem die touristische Hauptattraktion der etwa 7 km lange Untergrundfluß der Welt ist.

 Als wir dort ankamen, hat mich um kurz vor 7:00  das Anlegemanöver geweckt. Einige Ausflüge starteten nämlich schon  um 7:30, aber da wir nur privat an Land wollten, konnten wir uns Zeit lassen. Bootstouren mit Baden sind nicht so unser Ding, wir gehen lieber dorthin, wo die Menschen leben.

Natürlich wurde auch hier unsere Temperatur gemessen, bevor wir den Hafen verließen, das war nun schon Routine. Von dort aus haben wir uns zunächst auf den Weg die Uferpromenade entlang gemacht, nachdem wir jede Menge Trishaw Fahrer abgewehrt hatten, die uns alle zum Beach fahren wollten. Die Trishaw’s sind eigentlich Motorräder mit einem überdachten Beiwagen für mehrere Personen, die dort in Eigenarbeit hergestellt werden. Unser TÜV würde Zustände kriegen.

Nach der Uferpromenade, die auch schon bessere Tage gesehen hatte, ging’s zum alten Fischerdorf, das jetzt aber mehr so Slum Charakter hat und teilweise ziemlich abenteuerlich über Holzstege zu erreichen war. Mir war das  zunächst nicht ganz geheuer, aber die Leute grüßten alle freundlich und schienen erstaunt, daß auch mal Touristen dorthin kommen.

Zurück ging’s dann durch die Hauptstraße von Puerto Princesa, wo das Leben tobte mit vielen Geschäften, Restaurants, einigen Autos und  gefühlt Tausenden von Trishaws, die von den Einheimischen als Taxis benutzt werden.

Nach 2,5 Stunden waren wir total durchgeschwitzt zurück, zwar sollten es nur 28 Grad sein, aber in der Sonne war es teilweise unerträglich. Nach dem Mittagessen war dann nur noch relaxen an Deck angesagt.

Abends gab’s al Highlight die Show „Weltenwandler“ im Theater, daran anschließend Fotoshooting mit den AIDA Stars. Mein persönliches Highlight: AIDA Bar, Don Cosimo, Bein hochlegen, was sonst.

10.02.2020 Coron, Philippinen (07:00-18:00), 27 Grad, sonnig

Coron, mit ca. 52.000 Einwohnern, ist eine philippinische Stadtgemeinde in der Provinz Palawan.  Sie besteht aus einem Teil der Insel Busuanga und der gesamten nahe gelegenen Insel Coron. Beide Inseln gehören zu den Calamian-Inseln im Norden der Provinz Palawan. 

Als wir kurz vor 8.00 dort anlegten, war der Ausblick aus unserem Kabinenfenster wirklich fantastisch, lauter Waden, die die Treppe runtergingen. Der Ausgang war nämlich morgens auf Deck 6 und zur Abwechslung mal auf unserer Seite, später konnten wir aber über Deck 3 wieder rein und hatte freie Sicht aus unserem Fenster.

Wieder mal gab’s für uns keinen Ausflug sondern nur privaten Landgang und wieder mal muß ich die Leute enttäuschen, die jetzt tolle Landschafts- und Strandfotos erwarten, die gibt’s im Internet genug, meine Fotos zeigen das wirkliche Leben der Bevölkerung.

Es war den ganzen Tag relativ bewölkt und ziemlich windig, der Kapitän sagte, bevor wir in die Bucht hier eingelaufen sind, war teilweise Windstärke 11 und das Anlegemanöver etwas schwierig, weil das Schiff bei immerhin noch Windstärke 5 im Hafen ziemlich an die Pier gedrückt wurde. Aber es hat alles gut geklappt und wir konnten unseren üblichen 2,5 Stunden Erkundungsgang gut machen. Beim Rausgehen wurde dann auch noch unsere Temperatur gemessen, ich hatte 36,2 und die Lufttemperatur fühlte sich auch nicht viel kälter an, obwohl es nur 27 Grad sein sollten.

Die meisten Passagiere sind wohl mit den Booten baden gefahren, sie legten gleich neben dem Schiff ab. Am Hafenausgang standen auch wieder die gefühlt 10.000 Trishaw Fahrer, die Touren zum Beach anboten, ich hab einfach ständig „no, thank you“ gesagt, dann gaben sie irgendwann auf.

Nachmittags war natürlich Ausruhen an Deck angesagt, die Hitze hatte mich mal wieder geschafft und mein lädiertes Bein auch.

Abends wurde im Theater die Show „Liederzirkus, Niveau – wieso, weshalb, warum?“ mit der Gastkünstlerin Leslie Anderson gezeigt, die Travestie-Show ist immer sehr beliebt und sehenswert.

11.02.2020 auf See, 27 Grad, erst sonnig, später Regen

In der Nacht wurden die Uhren eine Stunde zurückgestellt, somit waren wir nur noch 6 Stunden der deutschen Zeit voraus. Das Frühstück war eine leichte Herausforderung, weil das Schiff ziemlich rollte, angeblich sollte es nur Windstärke 4 bei 2 m Wellen sein, aber das fühlte sich ganz anders an. Den Tee ohne verschütten zum Platz zu balancieren, war nicht so einfach, besonders, da die Fliesen im Calypso ziemlich rutschig waren. Nach einer Weile hatte jemand von der Crew aber die geniale Idee, Gummiläufer auszulegen, das machte die Sache wesentlich einfacher.

Als wir dann an Deck gingen, wartete die zweite Schwierigkeit auf uns „Wo sind noch Liegen im Schatten zu finden, die nicht reserviert sind?“, denn es war strahlender Sonnenschein und der war bei 27 Grad in der Sonne kaum zu ertragen. Unter dem Sonnensegel auf dem Pooldeck sind wir zum Glück noch fündig geworden und haben da die Zeit da bis zum Mittagessen verbracht. Zwar gab es um 11:30 auch wieder Poolbrunch, aber im Restaurant ist es doch angenehmer und ich sag immer, wenn man zu lange in der Hitze ist, schmilzt einem eventuell das letzte bißchen Hirn noch weg, das wollten wir denn doch nicht riskieren.

Aber irgendwer muß seinen Teller nicht leergegessen haben, denn schon beim Essen zogen Wolken auf, dafür wurde die See ruhiger und Plätze an Deck zu finden, war nicht mehr so schwierig. Aber leider fing es dann kurz vor 16:00 an zu regnen und es wurde richtiggehend kühl, für diejenigen, die ihre Liegen besetzt gelassen hatten, war das dann irgendwie dumm gelaufen

Wir bekamen auch schon die Landgangskarten für Vietnam auf die Kabine geliefert, am übernächsten Tag sollten sie die beim ersten Landgang noch abgestempelt werden, so war zumindest der Plan….  Seekrankheit ist für uns übrigens kein Thema, wir leben nach dem Motto meines Mannes „Bei Seegang muß man soviel essen, daß der Magen freiwillig unten bleibt!“

Showprogramm im Theater an diesem Abend: „WortSalti & SaitenSprünge – Ein Textpotpourri von und mit Klaus Urban“. Showprogramm für uns: AIDA Bar mit Getränken (Bier/Rotwein).

12.02.2020 auf See, 27 Grad, sonnig

Wir waren auf dem Weg nach Vietnam – dachten  wir. Denn  morgens schien plötzlich die Sonne in unser Kabinenfenster, wo wir doch eigentlich nach Nordwesten fahren sollten und unsere Kabine Backbord lag.

Die Erklärung kam wenige Zeit später mit einer Durchsage des Kapitäns. Vietnam hatte uns keine Erlaubnis zum Anlegen in der Ha Long Bucht gegeben und so wurde abgedreht und zunächst Kurs auf Singapur genommen. Weitere Informationen  zum neuen Routenverlauf sollten wir am späten Nachmittag bekommen. Er hat auch Wort gehalten, denn um 16:30 kam die Info, daß er um 17:0.0 im Theater die neue Route vorstellt. Wir sind natürlich gleich hin, nur was über die Badeklamotten gezogen, denn die guten Plätze waren schnell weg.

Wir sollten also als nächstes  in zwei Tagen nach Laem Chabang/Bangkok fahren, wo auch Gäste ausgeschifft werden, die in Cai Lan von Bord gehen wollten. Anschließend  Koh Samui,  Kuala Lumpur,  Malakka(Malaysia) und  zurück nach Singapur.

Wir waren sehr enttäuscht und traurig, da wir die Reise nur wegen Vietnam gebucht hatten und außer Malakka grade 2016 bei den anderen Zielen waren. Aber das ist Schicksal und wie der Kapitän ganz richtig gesagt hatte, am wichtigsten ist, daß alle gesund nach Hause kommen. Die alten Ausflüge wurden automatisch storniert und wir haben neue für die anderen Ziele gebucht. Aber so richtig entspannt waren wir nicht mehr, eigentlich wollte ich nur noch nach Hause.

13.02.2020 auf See, 28 Grad, sonnig

Beim Mittagessen hat der Kapitän die Ansage gemacht, daß wir in Laem Chabang  mit einer intensiveren Gesundheitskontrolle rechnen müßten, voraussichtlich  ab 8.00 morgens am 15.02. und deshalb die individuell abreisenden Gäste erst Flüge nachmittags buchen sollten. Mir hat es jetzt jedes Mal einen Schlag in die Magengrube gegeben, wenn der Kapitän eine Durchsage machte, weil ich dachte „was kommt nun wieder?“  und es wurde auch sofort mucksmäuschenstill im Restaurant, wie sonst nie. Jeder freute sich darauf, endlich mal wieder einen Fuß an Land zu setzen, ich ganz besonders.

Es ist zwar tolles Wetter und das Programm ist auch super, das Essen sowieso, aber irgendwann hat man das dann auch über. Meine Bilder an diesem Tag stehen unter dem Motto „Bratwurst, Sonne und kreative Schattenplätze“, denn ein Plätzchen im Schatten war bei der intensiven Sonne bereits um kurz vor 8.00 kaum noch zu finden, 28 Grad kann ganz schön heiß sein. Naja und die Bratwurst gab’s beim Poolbrunch, aber am Poolgrill konnte man sich natürlich auch bedienen, wenn man zum Mittagessen nicht reingehen wollte.

Wir versuchten natürlich, das Beste aus der neuen Situation zu machen und vertrauen auf AIDA, alle anderen Spekulationen waren sowieso unnötig.

Zum Abendprogramm im Theater gab’s den 2. Teil der Show „Die Chemie muß stimmen“ mit Dr. Emir Pusan und anschließend fand auf dem Pooldeck eine Silent Party mit Kopfhörern statt, für uns aber die AIDA Bar, wie immer.

14.02.2020 auf See, 28 Grad, sonnig

Der Tag fing richtig gut an, weil Valentinstag war, wurde um 11:30 auf dem Pooldeck ein spanischer Brunch mit einer tollen Torte angeboten. Aber es war so heiß mit 30 Grad im Schatten und wenig Wind, daß eigentlich nur Getränke und jedwede Abkühlung gefragt waren.

Um 10:00 hatte der Kapitän noch durchgesagt, daß wir am nächsten Morgen erst die Schiffsfreigabe für den Landgang bekommen, wenn alle an Bord den Gesundheitscheck der thailändischen Behörden erfolgreich bestanden haben. Um 15:00 machte er jedoch erneut eine Durchsage, daß AIDA entschieden habe, die Kreuzfahrt in Laem Chabang ganz zu beenden.

Um 17:00  sind wir dann nochmal ins Theater, wo die gesamte Führungsmannschaft anwesend war, zu den bereits bekannten Informationen wurde noch gesagt, daß man uns die genauen Heimflugdaten mit Kabinenbrief  bereits zugestellt hat.

Für uns war bereits am nächsten Tag ein Flug mit Finnair um 23.05 über Helsinki nach Hamburg gebucht, Transfer um 17:00. Als ich das gelesen hatte, mußte ich mich erst mal sammeln, denn die Koffer sollten bis nachts um 1:00 vor die Tür, wenn man sie nicht selber von Bord schleppen wollte. Uups, ich brauchte seelisch 15 Minuten um alles im Gehirn zu sortieren, damit wir gleich mit Koffer packen anfangen konnten.

Abends stand im Theater die Show „School of Rock“ mit Kristian Süß auf dem Programm, ich habe das aber gar nicht so richtig mitgekriegt, irgendwie herrschte überall Aufbruchsstimmung und Nervosität, wie es weitergeht.

Als  die Lichter von Laem Chabang nachts immer näher kamen, sind wir raus auf Deck 6 und haben gespannt zugeschaut, ob wir nun wirklich einfahren. Als es so aussah, sind wir auf die Kabine und ich habe aufgeregt am Fenster gehangen, bis das Anlegemanöver dann um 23.59 beendet war, puh!!!

15.02.2020 Ausschiffung in Laem Chabang, Transfer und Abflug Bangkok – Helsinki, 28 Grad

Unser Schlaf war ganz passabel und als wir uns morgens grade fertig anzogen, kam um 7:45 die Durchsage, daß nun die Pässe mit vorbereiteten Einreisekarten und Paßkopie vor der Gangway auf Deck 3 abgeholt werden können. Anschließend sollte man sich dann raus ins Hafenterminal (Zelt) zum Gesundheitscheck und zur Einreisekontrolle begeben. Haben wir alles brav gemacht, die Schlangen waren noch nicht so lang und wir waren nach 20 Minuten fertig. Anschließend gab’s dann erst mal Frühstück und ein wenig Erleichterung machte sich breit.

Die Erleichterung wurde dann noch größer, als alle Passagiere die Prozedur erfolgreich hinter sich gebracht hatten und auch die Crew die Freigabe zum Landgang hatte.

Wir hatten unsere Koffer nachts vor die Kabinentür gestellt, damit diese von der Crew in das Hafenzeltterminal befördert werden konnten, wo sie nach Decks sortiert wieder abzuholen waren. Man hätte sie zwar auch selber mit von Bord nehmen können, aber das hatten wir zum Glück nicht gemacht, denn die Ausschiffung erfolgte wegen des Wasserstandes über die steile Treppe von Deck 6 runter.

Bis zu unserem Transfer um 17:00 konnten wir unsere Kabine weiterhin nutzen, das war sehr angenehm. Der Bustransfer zum Flughafen war gut, dauerte 1,5 Stunden und am Airport konnten wir gleich einchecken

16.02.2020 Weiterflug Helsinki - Hamburg und Übernachtung im Radisson Blu Hamburg Airport, 12 Grad

Der 10 Stundenflug nach Helsinki ging irgendwie rum und ich war ziemlich erleichtert, als wir 10.000 m über Thailand waren, dann kam plötzlich auch mein Appetit wieder. In Helsinki ging’s dann nach 3 Stunden Warten weiter nach Hamburg. Wir sind rüber ins Radisson Blu, da wir dort eigentlich eine Woche später eine Nacht gebucht hatten. Sie haben aber anstandslos zu den gleichen Konditionen das Zimmer umgebucht und wir konnten auch schon rein, obwohl es erst kurz nach 10:00 war, müde wie wir waren.

17.02.2020 Rückfahrt Hamburg – Bremen, 9 Grad

Am nächsten Morgen sind wir dann mit dem Zug nach Hause. AIDA hatte geschrieben, daß die Rail & Fly Tickets ihre Gültigkeit behalten. Nur leider war der Schaffner im IC gar nicht der Meinung und teilte uns mit, daß unsere Tickets ungültig sind, da sie erst für 7 Tage später ausgestellt waren. Ich habe ihm den Brief von AIDA gezeigt und nach einigem Hin- und Her hatte er ein Einsehen, besonders, da wir nur bis Bremen fahren wollten und hat das anerkannt und abgestempelt. Puh, ich sah uns schon als Schwarzfahrer angeklagt, das hätte auch noch gefehlt.

Der IC kam pünktlich im Bremen an, dafür hatte die Nordwestbahn Verspätung, aber was soll’s, wir waren ja fast zu Hause. Von unterwegs habe ich noch das Taxi angerufen, doch als wir dann in Blumenthal einsteigen wollten, ging der Kofferraum bei dem 8 sitzigen Van nicht auf. Wir also das Gepäck auf die Sitze gewuchtet und uns vorne mit zur Fahrerin auf die Bank gequetscht.  

Schließlich und endlich waren wir dann doch zu Hause, ziemlich k.o., mein Bein tat höllisch weh und wieder einmal dachte ich nur, wären wir bloß zu Hause geblieben.

Leider ging da die Corona Pandemie erst so richtig los, fälschlicherweise waren wir zu dem Zeitpunkt noch der Ansicht, dem Ganzen erfolgreich entkommen zu sein. Jetzt sind über 6 Wochen rum nach unserer Rückkehr und eingefangen haben wir uns  nichts in Asien, wenigstens was, aber wie das hier weiter geht, steht in den Sternen.

Beurteilung – Meine Eindrücke

  1. Anreise

Gebucht über AIDA: Flug mit Emirates ab Hamburg bis Singapur mit Umsteigen in Dubai.   Ankunft in Singapur: Ein Mitarbeiter von AIDA stand draußen, hakte uns auf einer Liste ab und sagte, in welchen Bus wir steigen müssen. Gut organisiert, kein Gedrängel. Das Gepäck wurde in einem speziellen Laster transportiert.

Check-in
Vor dem Check-in wurde die Körpertemperatur gescannt, anschließend mußte ein Gesundheitsfragebogen ausgefüllt werden und die Hände wurden desinfiziert. Danach dann der eigentliche Check-in schnell und problemlos. Wir konnten sofort auf die Kabine, die Koffer ließen nicht lange auf sich warten

Kabine
Wir hatten eine Meerblickkabine auf Deck 5, die 17,5qm groß war. Sie hatte ein Doppelbett und eine Schlafcouch unter dem Fenster. Das Duschbad hatte ausreichend Abstellplatz in einem kleinen Regal neben dem Waschbecken.

Essen
Lecker!!! Viel Auswahl, so wie es eben, bedingt durch die Größe des Schiffes, möglich ist. Mein Man hatte mit seinen Lebensmittelallergien/Intoleranzen keine Probleme, wir hatten das auch vorher angemeldet, konnten jedoch auf dem Büffet immer etwas für ihn finden. Falls nicht, hätte uns ein Ansprechpartner zur Verfügung gestanden.

Restaurants
Wir haben fast immer im Calypso gegessen, zweimal am Poolgrill, als wir außerhalb der Essenzeit an Bord zurückkamen, einen Platz zu finden war problemlos. Abends sind wir erst eine Stunde nach Öffnung essen gegangen, konnten uns aber immer irgendwo dazusetzen. Da doch einige Leute Getränkepakete gebucht hatten (so wie wir), klebten nicht mehr alle an ihren Stühlen wg. kostenfreiem Bier/Wein, sondern gingen nach dem Essen bald wieder.

Bars/Getränke
Wir hatten das Getränkepaket Comfort (Softdrinks, alkoholfreie Cocktails, Kaffee, Bier, Wein), damit sind wir wunderbar mit klargekommen, unterschreiben der Bons hat uns nicht genervt, was soll’s. Nach ein paar Tagen brauchten wir bei Sodawasser gar keinen Bon mehr unterschreiben, man kannte uns. Die Getränke hatten ausgezeichnete Qualität.

Unterhaltung
Klasse, die Band  in der AIDA Bar war toll, die Shows waren auch super. An Seetagen gab es immer Poolbrunch mit Musik, die in die Beine ging. Das Tagesprogramm war abwechslungsreich,  für jeden Geschmack war etwas dabei.

Ausflüge
Gut organisiert, es gibt keine Papiertickets mehr, Treffpunkt und Zeit steht im Bordportal und am Abend vorher an Aufstellern bei den Landausflugsschaltern. Die Bordkarte wird beim Ausflug gescannt. 

Mitarbeiter
Alle durchweg freundlich und hilfsbereit, egal, wo. So steht z. B. an Landtagen ein AIDA Hafenguide bei der Rezeption, der die Hafeninfos auch als Papierausgabe hat (konnte man sich auch schon am Abend vorher holen) und antwortet auf alle Fragen.  Als jedoch die Umroutung und später der Abbruch der Reise bekannt wurde, war die Rezeption überlastet und es kam zu längeren Wartezeiten, auf diese Ausnahmesituation war ja keiner vorbereitet. Alle haben aber immer noch versucht, ihr bestes zu geben.

Sauberkeit
Super! Und ganz wichtig, ich habe kein einziges verstopftes Klo erlebt, auch nicht bei den öffentlichen Toiletten, das ist woanders nicht unbedingt der Fall.

Internet
Durch die Premium Buchung hatte ich 250 MB geschenkt, davon habe ich nur 150 MB verbraucht, da ich zusätzlich die Social Media Flat hatte (41,76 € für die 14 Tage). Das Internet war erstaunlich schnell und stabil, die ca. 20 Bilder und den Text von meinen täglichen Berichten zu posten hat im Schnitt so um die 90 Sekunden gedauert. Um zwischen den beiden Tarifen zu wechseln, mußte man sich auf demselben Gerät an- und abmelden. Das Bordportal finde ich klasse programmiert (bin selber Programmierer).

Publikum
1.095 Passagiere, davon 11 Kinder, Altersschnitt 58. Die Stimmung war angenehm, die meisten waren gut drauf, ohne merkliche Meckerpötte. Erst als Vietnam dann abgesagt wurde, kippte das Ganze  und eine gewisse Anspannung machte sich breit, aber das ist auch verständlich.

Abreise
Die vollkommen unerwartete frühe Rückreise war hervorragend organisiert. AIDA hatte in kürzester Zeit Flüge für alle abreisenden Gäste umgebucht und wir hatten das Glück, mit Finnair über Helsinki nach Hamburg fliegen zu können, eine ausgezeichnete Airline. Der Flughafentransfer wurde in einem bequemen, nicht überfüllten Bus durchgeführt, der thailändische Guide gab jedem bei der Abfahrt eine Wasserflasche und nannte einem dann das Abfluggate für den gebuchten Flug. Am Flughafen hatten wir genügend Zeit, der Transfer dorthin dauert auch nur 1,5 Stunden.

 

Fazit:

Wie ich eingangs bereits sagte, wir hätten zu Hause bleiben sollen. Zwar war der erste Teil der Reise mit Singapur, Brunei, Sabah und den Zielen auf den Philippinnen sehr interessant, trotz der negativen Begleitumstände mit Gesundheitsfragebogen und Fiebermessen, aber als dann der 2. Teil mit Vietnam abgesagt wurde, war es eigentlich nur noch Streß, zumindest seelisch gesehen.

AIDA verdient aber allerhöchste Hochachtung, wie sie den vorzeitigen Reiseabbruch in allerkürzester Zeit gemanagt  haben, das war absolut Spitzenklasse und eine organisatorische sowie logistische Meisterleistung.

Für September 2021 haben wir schon vor der Asienkreuzfahrt den „Schärengarten der Ostsee“ auch mit der AIDAvita in derselben Kabine gebucht  und wir hoffen inständig, daß bis dahin alles wieder normal ist und wir fahren können.

Aber zur Zeit ist alles noch ungewiß, wie wohl alle hoffen wir, daß Corona bald der Vergangenheit angehört, toi, toi, toi!!

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