Color Line Reisebericht: Mini-Kreuzfahrt mit Color Magic

Color Magic Reisebericht Mini-Kreuzfahrt im Winter
Color Magic Reisebericht Mini-Kreuzfahrt im Winter

Mini-Kreuzfahrt: Color Magic von Kiel nach Oslo und zurück – Kann man, muss man aber nicht machen… – Mini-Kreuzfahrt mit der Color Line – in diesem Fall mit der Color Magic im Februar 2012. Ich war mit meinem 3,5-jährigen Junior auf Mini-Kreuzfahrt mit der Color Magic Fähre von Color Line, welche mir eine 3* Kabine mit Meerblick zur Verfügung gestellt haben. Meine Erwartungen waren relativ hoch da ja immer von Mini-Kreuzfahrt und nicht von Fährüberfahrt gesprochen wird. Das Schiff an sich gleicht den RCI-Kreuzfahrtschiffen – ist also rundum sehr schick wie ich finde. Die Kabinen waren in Ordnung, die Betten fand ich allerdings nicht so bequem wie auf anderen Schiffen.

Die Anfahrt nach Kiel ist easy, der Norwegenkai ist ausgeschildert und gut zu finden. Von weitem sieht man die Color Line Schiffe – Color Magic oder Color Fantasy bereits am Kai liegen. Das Terminal ist modern und sauber. Die von mir angetroffene Dame am Eincheck-Schalter war unfreundlich und patzig, fand ich nicht so prall, aber die 2. Dame war dann schon deutlich kompetenter und sehr freundlich. Das Einchecken verlief problemfrei, es gab keinerlei Sicherheitskontrollen oder ähnliches, was mich doch verwunderte.

Die Fahrt an sich war sehr ruhig, man merkte die doch sonst oft rauhe Ostsee überhaupt nicht, auch Maschinengeräusche oder ähnliches habe ich nicht wahrgenommen.

Color Magic auslaufend aus Oslo Color Magic auslaufend aus Oslo

Bildergalerie der Mini-Kreuzfahrt

Die Kabinen sind wie ich oben bereits geschrieben habe einwandfrei, bieten alles was man braucht, die Bäder sind geräumig, nur die Betten fand ich wie gesagt in meiner 3 Sterne Kabine mit Meerblick nicht unbedingt bequem. Lag vielleicht auch daran das es Pullmann-Betten waren, vielleicht sind die Doppelbetten bequemer. Die Türen und Gänge finde ich sehr spacig – schauen echt gut aus. Am zweiten Tag kam sogar ein Kabinen-Steward und fragte ob er reinigen soll. Eine weitere Dame tauschte den Seifenspender.

Seenotrettungsübungen gibt es bei Color Line nicht, nur eine Durchsage das man sich doch bitte die Sicherheitshinweise im TV oder an der Kabinentüre durchlesen soll. Das hab ich auch gemacht und nur noch mit dem Kopf geschüttelt. Es gab auf der Kabine keine Weste, weder für mich noch für meinen Sohn. Diese würde man bekommen wenn man dann im Notfall an der Sammelstation eintrifft – stell ich mir sehr entspannt vor weil das ja dann mit Sicherheit alles total organisiert von statten geht wenn ich um eine Weste für meinen Sohn frage während noch tausende andere Passagiere ebenso eine Weste wollen. Laut SOLAS sind die Fähren ausgenommen von den SNRÜ, was ich nicht nachvollziehen kann. Zwischen Kiel und Oslo ist genug Platz um abzusaufen.

Das Essen war einfach nur schlecht, ich habe vorab das Grand Buffet gebucht für Frühstück und Abendessen und hab mich auf bekanntermaßen gutes Kreuzfahrtessen gefreut und wurde eines besseren belehrt. Das Büffet hatte weder eine ordentliche Auswahl noch hat es geschmeckt. Am 2. Tag gab es das gleiche Essen wie am ersten Abend – für mich unverständlich wenn man fast 40 Euro dafür berappen muss – ohne Getränke!  Das Frühstück war ok, die Auswahl aber auch sehr begrenzt. Zu gute halten kann man das Kinderbüffet, das glänzt aber auch nicht unbedingt mit Auswahl und Geschmack. Was soll ein Kind mit einem Hamburger-Brötchen und Hamburgerfleisch wenn es weder Salat, Tomate oder Soße dazu gibt? Ebenso eine Hotdog-Wurst und ein Hotdog-Brötchen – da gehört einfach noch mehr dazu.

Wenn wir schon beim Burger sind, die Sports- und Burgerbar verkauft ein Kindermenü mit Pommes, Getränk und Burger für 11,50 Euro, bis auf die Fanta hat wirklich nichts geschmeckt. Unfassbar das man dafür Geld bezahlen muss.

Die Kellner sind zum Teil sehr unverschämt wenn man nicht die teuersten Getränke kauft. Ich habe eine Flasche Wasser für knapp 5 Euro und ein Glas Fanta für knapp 5 Euro bestellt. Die Getränke wurden vom Kellner im vorbeilaufen gerade so auf den Tisch geklatscht, während er bei den Nachbarn, (die sich eine Weinflasche für mehrere Hundert Kronen bestellten), deutlich besser anstellte in Sachen Service.

Für das Abend-Büffet habe ich knapp 40 Euro pro Tag bezahlt, das Frühstück lag glaube ich bei 18 Euro – war beides sein Geld nicht wert. Vielleicht ist das in den Sommermonaten ja besser, wenn die Auslastung höher ist auf den Schiffen.

Die A la Carte Restaurants habe ich bis auf die Burgerbar nicht getestet, die waren aber immer gut gefüllt, ich gehe davon aus, das man dort dann auch schon weit besser Essen kann und nicht unbedingt teurer damit wegkommt. Ich wollte nicht noch mehr Geld ausgeben nach den kulinarischen Erlebnissen im Grand Buffet – wobei ich ja wie erwähnt vorab schon alles bezahlt hatte.

Der Tax Free Market ist für deutsche Verhältnisse auch sehr teuer. Was ich sehr interessant fand waren die Auswahl der Produkte. Es gab mehrere Tiefkühltheken und Kühlschränke mit Käse und Wurstwaren, Tiefkühl-Fisch und und und. Hab ich so noch nicht gesehen auf einem Schiff.

Generell ist alles sehr teuer auf dem Schiff, man gibt locker noch mal das Gleiche wenn nicht noch mehr aus als die Kabine gekostet hat, wenn man sich nicht mit Getränken von Zuhause eindeckt was einige gemacht haben. So sind Jugendgruppen mit Bierfässer auf das Schiff stolziert – die haben natürlich weniger Onboard-Kosten gehabt. Im Tax-Free-Market bekommt man allerdings Cola, Fanta- Dosen für vergleichsweise kleines Geld (unter 10 Kronen) – an den Automaten zahlt man 20 Kronen und an den Bars knapp 35 Kronen.

Das Kinderangebot ist nun ja, nicht der Brüller, der Kids Corner bietet Sitzgelegenheiten, einen Fernseher und ein paar Holzspielzeuge – das war es dann schon. Den Teens-Bereich wollte ich mir um 21:20 ansehen – geschlossen wird der um 21:30. Als Leon hereingelaufen ist wurde er mit den Worten „It´s closed – go out!“ angeschrien – fand ich wundervoll. Ein Choleriker der die Kinderdisko betreut. – Als ich ihm sagte das ich von der Presse bin und Bilder machen möchte war er auf einmal ganz klein mit Hut und bekam einen roten Kopf…

Die Spielautomaten im Adventure-Planet sind schon ganz nett, jedes Spiel kostet 10 Kronen, was etwa 1,35 Euro sind. Leon zockte sich durch alle Automaten – so haben wir rund 150 Kronen in der Spielothek gelassen, die Kinder freut´s den Geldbeutel nicht. – Aber das muss man ja auch nicht machen. ;)

Das Aqua-Land fand ich persönlich sehr schön, wir haben etwa 12,50 Eintritt bezahlt für eine Stunde, das hat gereicht und eine menge Spaß gemacht. Leon wollte gar nicht mehr raus. Wir sind gerutscht und geschwommen, waren im Dampfbad und später kurz in der Sauna – das war für mich das schönste Erlebnis auf dem Schiff.

Die Observation-Lounge auf Deck 15 ist einer der schönsten Plätze auf der Color Magic – da hat man einen schönen Blick nach draußen. Am Abend spielt dort ein Crew-Mitglied auf dem Klavier – das ist schon ein schönes Ambiente da oben. In der Observation Lounge gibt es im übrigen kostenpflichtiges Wlan – das vergleichsweise schnell ist.

Neben der Observation-Lounge ist die Palazzo-Nachtbar – ein Nachtclub der als Raucherlounge fungiert. Schaut gut aus, Musik hab ich da allerdings nicht einmal gehört – lediglich ein Tanzkurs wurde da ausgeübt auf der Rückfahrt von Oslo nach Kiel. Was einfach unmöglich ist, war die Tatsache das generell die Aschenbecher überfüllt waren, die Ränder der Aschenbecher zum größten Teil zersprungen und kaputt – die landen wohl relativ häufig auf dem Boden. Das kennt man eigentlich nur von Untergrund-Kneipen.

In eine Theater-Vorstellung haben wir auch kurz reingeschaut, das Theater ist schick, bietet reichlich Platz und die Shows sind wirklich gut. Ich hab sie mir nicht ganz angeschaut, aber was wir gesehen haben, hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Promenade ist wie erwähnt nahezu identisch zu vielen amerikanischen Schiffen . Gerade durch die Balkone nach Innen zur Promenade erinnert sie an die Voyager- und Oasis-Klasse von RCI. Die Colorline Schiffe wie auch die RCI Voyager und Oasis-Klasse wurden auf der STX Europe Werft in Turku gebaut, wo im übrigen auch die Mein Schiff 3 bis 2014 entsteht.

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