Ausflug in den grünen Inselnorden Teneriffas – Mein Schiff 2 Blaue Reise Kanarische Inseln: Unser erster Urlaub ohne Kinder (Reisebericht)

Ausflug in den grünen Inselnorden Teneriffas – Mein Schiff 2 Blaue Reise Kanarische Inseln: Unser erster Urlaub ohne Kinder (Reisebericht)

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Mein Schiff 2 Blaue Reise Kanarische Inseln vom 13. November bis 20. November 2020 | Route: Las Palmas / Gran Canaria – Seetag – Puerto del Rosario / Fuerteventura – Seetag – Santa Cruz / Teneriffa – Santa Cruz / La Palma – Seetag – Las Palmas / Gran Canaria

Viele Kreuzfahrten haben wir in der Vergangenheit schon unternommen, in den verschiedensten Konstellationen – als Familie, alleine, alleine mit Kind, alleine mit Freunden! Doch in einer Konstellation sind wir so in der Tat noch nie verreist, als Paar, alleine, ohne unsere Kinder. So wird diese Kreuzfahrt für uns eine ganz besondere sein, nicht nur weil sie mitten im deutschen Corona Lockdown stattfindet, sondern auch weil es unser erster Urlaub ohne Kinder ist. 

Entspannen und mal runter kommen, das ist unser Ziel auf dieser Reise. Die letzten Monate, in denen Corona unser Leben bestimmte, einfach mal für ein paar Tage hinter uns lassen. Für die Kinder ist zu Hause gesorgt, auch unser Hund ist in dieser Woche wie immer in besten Händen, und auch für unsere Arbeit ist gesorgt – wir können es uns also nun eine Woche gut gehen lassen und den Kopf hoffentlich frei bekommen. Zeit für Dinge haben, die im Alltag oft zu kurz kommen.

Inhaltsverzeichnis

Freitag, 13.11.2020: Anreise von Hannover nach Gran Canaria & Leinen los in Las Palmas

Anders als sonst sind wir heute ausnahmsweise mal nicht vom Hamburg aus gestartet, sondern von Hannover. Das liegt vor allem daran, dass es von Hamburg aus so kurzfristig keine Flüge mehr gab, was aber kein Problem ist, dann bis nach Hannover ist es von uns aus gesehen nicht so viel weiter, als bis nach Hamburg. Das hatte aber einen großen Vorteil, jedenfalls heute für uns, denn für die Reisenden auf die Kanaren hatte TUI Cruises heute in Hannover einen Testlauf geplant, den wir so ganz automatisch mit erleben durften.

Um zur aktuellen Zeit auf Kreuzfahrt gehen zu können ist ein negativer Corona Test zwingend erforderlich, das ist bekannt und somit nichts Neues. TUI Cruises arbeitet hier mit den Helios Kliniken in Deutschland zusammen, bei denen man vorab kostenfrei einen PCR-Test durchführen lassen, dieser muss im Zeitraum von 72 Stunden vor Abreise durchgeführt werden. Unser Zeitfenster für unsere Abreise am Freitag wäre also der Dienstag gewesen. Am Montag wurden wir allerdings darüber informiert, dass wir vorab keinen Test durchführen lassen müssen, da am Freitag alle Gäste die ab Hannover fliegen testweise direkt am Flughafen getestet werden.

Am Flughafen angekommen, stellten wir also erst einmal unser Auto ab und begaben uns dann auf direktem Weg zum TUI Cruises Test-Zentrum. Da wir nicht wussten, wo genau wir hingehen müssen, fragten wir an den TUI Check In Schaltern nach. In Halle C Rolltreppe runter und dann links! Alles klar, gesagt – getan, und das Testzentrum direkt gefunden. 

Hier mussten wir unseren Reisepass vorzeigen und erhielten eine Testkarte. Direkt im Anschluss wurde der Abstrich genommen, im Rachen und auch in der Nase. Die medizinischen Kollegen hier vor Ort meinten es ernst, von allen Test, die wir bisher gemacht bekommen haben, war das tatsächlich der, der am heftigsten war. Aber auch hier möchte ich wieder erwähnen, dass es sich trotzdem nur um einen kurzen Moment handelt, in dem es wirklich unangenehm ist und nichts, vor dem man in irgendeiner Art Angst haben müsste. Es ist unangenehm, aber keine Schmerzen, die man nicht aushalten könnte.

Mit unserer Testkarte mussten wir nun in einem Wartebereich auf das Ergebnis warten. Nach 20 Minuten lag dieses vor. Wir bekamen einen Stempel auf unsere Testkarte, der quasi bestätigte dass unser Test negativ ist. Mit dieser Karte konnten wir nun zum Check In des Fliegers gehen.

Nach dem Check In, der Sicherheitskontrolle und dem Boarding folgten nun knapp 5 Stunden Flug auf die Kanaren. Ein Flug, der gefühlt ewig andauerte und kein Ende nahm. Nicht nur, dass die Bestuhlung bei TUIfly offensichtlich besonders eng gewählt ist, hatten wir es im Vorfeld mal wieder versäumt uns vorab Videos oder E-Books aufs Handy zu laden um die Zeit ein wenig zu vertreiben.

Auf Gran Canaria angekommen wurde zunächst nach dem Aussteigen kontaktlos die Temperatur aller einreisenden Passagiere gemessen und anschließend musste man den QR-Code vorzeigen, den man nach dem Ausfüllen des Online-Einreiseformulars bekommen hat. Den Corona Test musste man hier nicht noch einmal vorzeigen, die Ergebnisse werden direkt von TUI Cruises an die entsprechenden Behörden übermittelt.

Nachdem wir unser Koffer erhalten haben ging es weiter mit dem Transferbus zum Hafen, wo die Mein Schiff 2 bereits auf uns wartete. Die Fahrt mit dem Bus dauerte etwas weniger als eine halbe Stunde. Bevor wir aus dem Bus aussteigen durften, kam eine Mitarbeitern in den Bus, die bei allen Gästen den Gesundheitsfragebogen kontrollierte. Dieser musst nach dem Aussteigen in eine Box geworfen werden.

Dann ging es auch schon zum Check In. Wir hatten Glück und null Wartezeit. Für den Check In benötigt man den Reisepass und den Schiffspass, den man sich vorab zu Hause nach dem Online-Check-In ausdruckt. Noch schnell ein Sicherheitsfoto gemacht und schon war der Check In absolviert. Seine Bordkarte erhält man überigens erst an Bord, diese steckt an der Kabinentür. Wer schon öfter mit Mein Schiff gereist ist, kennt das bereits.

An Bord angekommen ging es zunächst einmal zur obligatorischen Seenotrettungsübung. Anders als man es von früher kennt, gehen hier jetzt nicht mehr alle Passagiere gleichzeitig hin kurz vor dem Auslaufen, sondern jeder für sich, direkt nach dem Check In. Der Grund hierfür sind natürlich die Corona Verordnungen, da man Ansammlungen von Menschen vermeiden muss, aber auch ohne Corona bringt diese Art der Seenotrettungsübung nur Vorteile mit sich.

Man geht also zu seiner Zugewiesenen Musterstation und bekommt hier eine Einweisung mit maximal 10 Personen. Wir hatten das Glück, dass wir unsere Einweisung sogar ganz für uns alleine hatten. Der Vorteil ist, dass man so natürlich viel aufmerksamer ist und die Sicherheitsübung nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt. Es kann auf Fragen der Gäste eingegangen werden, was sonst in großem Rahmen so nicht möglich war. Nachdem man uns noch demonstrierte wie man eine Rettungsweste richtig anzieht, war die Übung nach rund 10 Minuten dann auch schon wieder beendet.

Unser Highlight des Tages wartete anschließend auf unserer Kabine auf uns. Offensichtlich ist es auch den Kollegen und Mitarbeitern bei TUI Cruises aufgefallen, dass Pascal zwar zu Beginn der Corona Krise sportlich sehr aktiv war und sehr viel Rad gefahren ist, die Phase aber sehr schnell wieder umschlug in „wo bitte gibt es den nächsten Döner?“.

Also wollte man ihm hier an Bord etwas Gutes tun und ihn daran erinnern mit welchen Vorsätzen er durch dieses seltsame Jahr spaziert ist. Und so fanden wir doch tatsächlich einen Gutschein für ein Personal Training speziell für Pascal auf unserer Kabine. Ehrlicherweise konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen, danke TUI Cruises, you made my day! Pascal fand das aber auch sehr aufmerksam und lustig, leider aber habe ich versäumt ihm beim Koffer packen eine Sporthose einzupacken.

Nun machten wir uns langsam auch schon fertig für das Abendessen. Unser Plan war es heute früh Essen zu gehen, da wir uns um 19.30 Uhr für euch zum Livestream verabredet haben. Unser heutiges Abendessen nahmen wir im Atlantik – Mediterran ein, ich hatte wahnsinnige Lust auf ein Steak und das gibt es bei den täglichen Gerichten eben auch im Atlantik Restaurant, für euch zur Info, falls einer von Euch Lust auf ein Steak hat, der andere aber eben nicht, oder das Surf & Turf Steakhouse spontan schon ausgebucht ist.

Heute stand aber im Menü sogar ein Rinderfilet, so dass wir uns spontan dafür entschieden, als Vorspeise gab es Spaghetti Cabonara. Das Abendessen im Atlantik Restaurant verläuft eigentlich auch jetzt zu Corona Zeit genauso wie man es schon immer kennt. Der größte Unterschied ist eigentlich dass man die Karte nun per Handy via QR-Code scannen kann, aber keine Angst, wenn ihr euer Handy zum Essen nicht mitnehmen möchtet, dann erhaltet ihr diese auch in Papierform. Zudem wird man am Tisch nach seiner Kabinennummer gefragt, nicht etwa, damit man euch etwas aufbuchen kann, sondern um rückverfolgen zu können wo ihr euch wann an Bord aufgehalten habt. Wenn man beispielsweise mit Bekannten oder Freunden Essen geht, dann erfolgt so auch die Ermittlung der Kontaktgruppen. Das passiert übrigens nicht nur in den Restaurant, sondern auch an allen Bars. Also nicht wundern, wenn ihr aktuell auf einer Reise trotz Premium Alles Inklusive öfter mal nach eurer Kabinennummer gefragt werdet.

Das Essen war auf jeden Fall sehr lecker und der Service sehr aufmerksam. Auch waren wir recht fix mit dem Essen durch, für unsere zwei Gänge, verbrachten wir etwas mehr als einer halben Stunde im Restaurant.

Im Anschluss folgte dann auch direkt schon das Auslaufen aus Las Palmas mit der Mein Schiff 2. Da ja momentan keine Auslauf- oder Poolpartys stattfinden dürfen, hat der Kreuzfahrtdirektor gemeinsam mit unserem Captain Tom per Videobotschaft am Pooldeck und auch auf dem TV auf den Kabinen aufs Einlaufen eingestimmt. Wie das Auslaufen genau abgelaufen ist, schaut ihr euch am besten direkt im Video an, hier nehmen wir euch nicht nur mit beim Auslaufen sondern erzählen euch auch noch ein bisschen was vom Tag und was wir so in den nächsten Tagen noch geplant haben und gehen natürlich auch auf eure Fragen ein.

Nach einem Absacker in der Casino Lounge war der Abend dann auch schon für uns vorbei. Die letzte Nacht war kurz und so ein Anreisetag ist ja auch anstrengend.

Morgen werden wir auf See sein. Viel geplant haben wir da erst mal nicht und wir werden diesen hoffentlich entspannten Seetag einfach mal auf uns zukommen lassen.

Samtstag, 14.11.2020: Seetag auf dem Weg nach Fuerteventura

Unser erster Seetag während dieser einwöchigen Kreuzfahrt liegt nun vor uns, einer von dreien, denn genau drei Seetage sind auf dieser Reise geplant. Wir haben für heute nichts besonderes geplant, außer einer Show heute am frühen Abend, die wir besuchen möchten. Wie ist das eigentlich aktuell, kann man alles nutzen und überall hingehen, wie man grad so Lust dazu hat?

Prinzipiell kann man natürlich überall hingehen, mann sollte allerdings schon ein bisschen planen, denn man muss die Programmpunkte vorab reservieren, auch dann wenn es Programmpunkte sind, bei denen es keiner Zuzahlung bedarf. Das hängt mit dem Hygienekonzept zusammen, da wie schon gestern erwähnt keine Menschenansammlungen stattfinden dürfen und man durch die Vorreservierungen natürlich auch die Kontaktgruppen im Ernstfall leichter ermitteln kann. Die Reservierungen kann man ganz gemütlich über die Meine Reise App vornehmen, in der man auch den kompletten Tagesplan inklusive der bereits reservierten Aktivitäten einsehen kann.

Zunächst starteten wir den Tag allerdings mit einem ausgiebigen Frühstück im Atlantik – Mediterran. Das Frühstück wird hier a la Carte serviert. Einige Dinge wie Brötchen, Aufschnitt, Käse, Butter, geschnittenes Obst und Marmelade werden einem ganz automatisch an den Tisch gebracht. Die Eierspeisen oder wenn man noch spezielle Wünsche hat, bestellt man dann beim Kellner. Heute war zudem Lachsfrühstück, so dass wir uns auch über eine kleine Auswahl an Lachsspezialitäten freuen durften. Natürlich freute in erster Linie ich mich darüber, da Pascal keinen Fisch mag.

Das Frühstück war auf jeden Fall ein sehr gelungener Start in den Tag. Einen Tipp noch von uns, wenn ihr gerne andere Kaffeespezialitäten als normalen Filterkaffee zum Frühstück genießt, traut euch auch hier eure Bestellung beim Kellner aufzugeben. Auch Laktosefreier Latte Macchiatto ist kein Problem, es dauert eben nur ein paar Minuten, da man diesen gerne für euch aus einem anderen Outlet besorgt.

Den restlichen Vormittag verbrachten wir ganz entspannt auf dem Sonnendeck der X-Lounge. Die X-Lounge und das X-Sonnendeck mit der X-Bar ist ein Bereich der Mein Schiff 2, der ausschließlich den Gästen aus Suiten und Junior-Suiten vorbehalten ist – ein Ship in Ship Konzept, wie man es so schön nennt. Hier gibt es einen Bereich auf Deck 15, der den Blick aufs Pooldeck ermöglicht, ein sehr schöner ruhiger Platz, von dem aus man das Treiben am Pooldeck ganz ausgezeichnet beobachten kann.

Wir nutzten diese traumhafte Ruhe hier um auch während unseres kinderfreien Urlaubs ein wenig zu arbeiten, aber auch um auf unseren Urlaub anzustoßen. Ehrlicherweise muss ich an dieser Stelle dazu sagen, dass Pascal tatsächlich nur mit mir angestoßen hat, trinken musste ich die zwei Glas Champagner allerdings alleine.

Anschließend wollten wir eigentlichen, passend zum Champagner, einen leckeren Döner in der Bosporus Snack Bar essen. Die Schlange war uns allerdings zu lange, so dass wir einfach ein paar Schritte weiter zum Buffet ins Anckelmannsplatz Restaurant gingen. Im Anckelmannsplatz gibt es nach wie vor Buffet, allerdings nicht mehr zur Selbstbedienung. Das funktioniert so, dass die Bereiche an den Buffetstationen abgesperrt sind und Mitarbeiter dort stehen. Man schaut also was man essen möchte, der Kellner legt das dann auf einen Teller vor und überreicht diesen. Genauso funktioniert das auch an den Getränkestationen.

So bleibt der Charakter des Buffets erhalten, aber nicht jeder stochert selbst im Essen rum – eigentlich ganz praktisch und aus der hygienischen Sicht natürlich auch außerhalb von Corona eine super Lösung wie wir finden. Wir haben und für Spätzle mit Rindergulasch entschieden. Sehr zart, sehr lecker.

Und während wir so unser Mittagessen genossen, kam plötzlich eine Durchsage von unserem Captain Tom, die für sehr viel Aufsehen erregte. Schon am frühen Morgen erwähnte er, dass wir eine Region durchqueren, in der wir auf sehr viele Flüchtlingsboote treffen. Diese seien aber alle bereits leer und würden Menschenlos umhertreiben. Man stehe hier in ständigem Kontakt zu den Behörden und Rettungsorganisationen um die Positionen abzugleichen, damit man sicher sein kann, dass allen auf See geholfen wird.

Nun sind wir aber auf ein bemanntes Boot gestoßen, zu dem wir nun erst einmal hinfahren würden, um entsprechend Hilfe zu leisten. Als wir das Bott erreicht haben, bekamen wir ein voll besetztes Boot zu Gesicht. Den Menschen auf dem Boot ging es allen gut, sie waren Gott sei Dank in dem Moment in keiner ernsthaften Notlage, wobei man ja prinzipiell schon in einer Notlage ist, wenn man sich mit so einem Boot auf das offene Meer hinauswagt. 

Captain Tom informierte also die Küstenwache der Kanaren, die sofort Hilfe schickten. Wir warteten also mit der Mein Schiff 2 neben dem Flüchtlingsboot, bis die Hilfe vor Ort ankam, um die Menschen zu retten und sicher an Land zu bringen. Captain Tom kommunizierte mit den Bootsinsassen über ein Megafon, dass Hilfe von den Kanaren unterwegs sei und wir hier so lange warten würden. Die jungen Männer bedankten sich und feierten Freudenstänze auf ihrem kleinen Boot. Man merkte, dass es ihnen nicht darum ging, bei uns an Bord zu kommen, sondern dass sie einfach dankbar waren, dass ihnen geholfen wird. 

Einige Zeit später kam dann auch schon ein Rettungsboot von den Kanaren, das die Flüchtlinge aufnahm, danach nahmen wir wieder Fahrt in Richtung Fuerteventura auf.

So verging der Nachmittag sehr schnell und wir nutzten den Seetag mit den offenen Geschäften im Neuen Wall um ein wenig shoppen zu gehen. Die Geschäfte hier an Bord der Mein Schiff 2 werden übrigens von einem Konzessionär betrieben, nämlich von Heinemann. Heinemann kennen sicherlich viele auch von diversen Flughäfen und so findet man den Anbieter hier auch an Bord der Mein Schiff 2. 

Ich wollte mir noch eine kleine Handtasche kaufen, um mein Handy und die Bordkarte verstauen zu können, da ich mal wieder eine Handtasche vergessen habe. Pascal wollte nach einem Sportoutfit schauen, denn nachdem wir ja über seinen Gutschein berichtet haben, kam schon bei vielen von euch der Wunsch auf, Pascal beim Sport zu sehen. Er ist tatsächlich auch fündig geworden, allerdings bin ich mir nicht wirklich sicher, ob er sich so tatsächlich beim Sport blicken lassen kann…

Nachdem meine Tränen vom Lachen wieder getrocknet waren und sich meine Lachmuskeln entspannt haben ging es für uns ins Theater. Hier hatten wir für heute um 18:30 Uhr eine Show reserviert: Sandmalerei – In 18 Bildern um die Welt. Schon bei der ersten Blauen Reise ab Hamburg, bei der ich an Bord war, wollte ich mir die Sandmalerei schon anschauen. Leider habe ich damals aber keinen Platz mehr bekommen, so dass ich diese Show gleich als erstes am Anreisetag reserviert habe.

Das Theater war auch soweit gut besucht, es hätte aber heute auch noch freie Plätze gegeben. Bei der Sandmalerei wird tatsächlich mit entsprechender Musikbegleitung mit Sand gemalt und auf eine große Leinwand im Theater übertragen. Uns hat die Show wirklich gut gefallen, unterhaltsam und entspannend zugleich.

Anschließend gingen wir auch heute wieder zum Abendessen ins Atlantik – Mediterran und freuten uns über ein 4-Gänge Menü, denn heute hatten wir keinen Zeitdruck um das Auslaufen nicht zu verpassen. Wir entschieden uns für Antipasti als Vorspeise, Pasta als Zwischengericht, Pascal nahm das Rinderrückensteak aus der Tageskarte und die Linguine mit Hummerschwanz. Als Dessert gab es Churros mit Schokoladensauce.

Auch heute war es wieder ein sehr entspanntes Dinner mit einem sehr aufmerksamen Service. Zeitlich passte alles sehr gut, die Wartezeiten während der Gänge waren absolut angemessen und nicht zu lange.

Nach dem Abendessen drehten wir noch eine Runde über Deck und nahmen einen Absacker in der Casino Lounge. Auch wenn wir nicht hier sind um zu zocken, sondern deshalb weil man hier Rauchen darf. Mir als Nichtraucherin ist das zwar nicht so wichtig, deshalb war die Casino Lounge bisher immer der Bereich auf meinen Kreuzfahrten, den ich eigentlich nie von innen gesehen habe. Nun mit Pascal allerdings, wird das wohl einer unserer Stammplätze an Bord werden auf dieser Reise.

Morgen werden wir auf Fuerteventura sein. Hier werden wir einen Ausflug mit einem Katamaran unternehmen und wie ich der Ausflugsbeschreibung eben entnehmen konnte, sind wir mal wieder super gut vorbereitet – nämlich gar nicht. Es soll wohl eine Badestop auf dem offenen Meer dabei sein, bei dem man auch schnorcheln kann. Allerdings haben wir keine Badesachen eingepackt, sicherlich würden wir kurzfristig noch welche im Shop bekommen, Pascal könnte sicherlich auch seine neu erworbene Sporthose anziehen, aber was soll’s, wer weiß ob das Wetter überhaupt so gut sein wird, dass es sich jetzt noch lohnen würde Badekleidung zu kaufen.

Sonntag, 15.11.2020: Puerto del Rosario / Fuerteventura - Landausflug "Setzen Sie die Segel vor Fuerteventura"

Schon in der Früh legten wir mit der Mein Schiff 2 im Hafen von Puerto del Rosario auf Fuerteventura an, davon bekamen wir allerdings nichts mit, denn wir schliefen zu dieser Zeit noch. Warum den Wecker stellen? Wir haben Zeit, unser Landausflug ist erst heute Nachmittag. So schliefen wir entspannt aus und gingen anschließend wie auch schon gestern ins Atlantik – Mediterran frühstücken.

Man merkte, dass schon viele Gäste zu den Landausflügen aufgebrochen sind, es war bereits herrlich leer überall an Bord. Selbst vor der Abtanz Bar, wo man nun täglich bis 12.00 Uhr zur Temperaturmessung erschienen sein muss, war keine Menschenseele zu sehen. Am Seetag war das schon etwas anders gewesen.

Wir genossen also in aller Ruhe unser Frühstück und waren gespannt was uns heute auf dem Landausflug erwarten wird. Zwar waren es angenehme 22°C, aber die Bewölkung der letzten Tage war nach wie vor da. So ist es am Ende vielleicht gar nicht so schlimm, dass wir keine Badesachen dabei haben für den Ausflug, weil es am Ende vielleicht eh zu frisch ist um baden zu gehen im offenen Meer.

Um 13.00 Uhr war dann das Treffen für unseren Ausflug. Ein Ausflugsticket bekommt man im Übrigen nicht mehr, nur auf Wunsch am Ausflugsschalter, benötigt wird dies aber auch nicht. Beim Betreten des Busses, oder eben beim Empfang des Ausfluges wird einfach nur die Bordkarte vorgezeigt, den Treffpunkt und die Uhrzeit für den Ausflug erfährt man über die Meine Reise App. Die Meine Reise App könnt ihr an Bord im Übrigen vollkommen kostenfrei benutzen, man muss sich dafür zwar ins Wlan einloggen, muss dieses aber nicht bezahlen – also keine Angst, man muss kein Internetpaket buchen. Nachdem man sich schon mal eingeloggt hat, funktioniert die App auch mit LTE an Hafentagen, so dass man nicht zwingend immer im Wlan sein muss.

Wir begaben uns also um 13.00 Uhr zum Ausgang, zu Bus 22, das war nämlich unser Bus. Obwohl die gesamten Gäste unseres Ausflugs durchaus auch in einen Bus gepasst hätten, wurden diese auf zwei Busse verteilt, dass entsprechend Abstand in den Bussen gehalten werden kann. Nun warteten ca. 20 Minuten Busfahrt auf uns, bis wir bei unserem Segelkatamaran angekommen sind.

Es ist schon wirklich erschreckend teilweise durch die verlassenen und leergefegten Touristenorte hier auf Fuerteventura zu fahren. Wo die Kanaren nun eigentlich im Winter Hochsaison haben, findet man aktuell eher Geisterinseln vor. Geschlossene Restaurants, verlassene Hotels und leere Straßen. Nur vereinzelt haben Hotels geöffnet und entsprechend sieht man auch nur sehr selten mal einen einsamen Tourist irgendwo durch die Gegend spazieren. Wenn ich mir nun vorstelle, dass ich hier eine Woche Urlaub gebucht hätte, was ja derzeit auch möglich ist, dann weiß ich nicht, ob das so verlassen jetzt so das Richtige wäre, auch wenn man die Strände nun natürlich fast komplett für sich alleine hätte.

An unserem Zielort angekommen waren es noch ca. 5 Minuten Fußweg bis zum Katamaran. Freundlicherweise wies man auf dem Fußweg die Raucher unter uns darauf hin, dass wenn sie noch eine Zigarette rauchen möchten, das jetzt die perfekte Gelegenheit sei, denn auf dem Katamaran ist Rauchen selbstverständlich nicht erlaubt und somit sei das nun die letzte Möglichkeit die nächsten 4 Stunden zu rauchen.

Nachdem das Boarding auf den Katamaran abgeschlossen war, gab es noch eine Sicherheitseinweisung und dann ging es auch schon los, raus ins Blaue. Eine Stunde Fahrtzeit mit dem Katamaran hat wir nun bis wir bei einer verlassenen Bucht ankamen, in der wir vor Anker gingen. Getränke, sowohl antialkoholische , als auch alkoholische waren während des Ausflugs auf dem Katamaran inklusive. Das Tragen einer Maske war auch auf dem Katamaran verpflichtend, außer eben wenn man grad isst oder trinkt – so wurde entsprechend viel an Bord getrunken um möglichst wenig die Maske tragen zu müssen. Es war aber auch durchaus genügend Platz auf dem Katamaran, auf dem sich ausschließlich die Gäste unseres Ausflugs aufhielten, um entsprechend die vorgeschriebenen Abstände einhalten zu können.

In der Bucht hielten wir uns jetzt ungefähr zwei Stunden auf. In dieser Zeit konnte man hier im offenen Meer schwimmen oder auch schnorcheln gehen. Auch gab es die Möglichkeit auf einem Jetski mitzufahren, was für einige Teilnehmer auf dem Ausflug ein absolutes Highlight war – der Fahrer hat aber auch wirklich sein bestes gegeben, dass alle Mitfahrenden einen riesen Spaß hatten. So ein bisschen geärgert hatten wir uns nun schon, es war zwar nicht super heiß, aber dennoch hätte das Wetter einen Sprung ins kühle Nass zugelassen und auch eine Fahrt auf dem Jetski wäre sicher lustig gewesen.

Neben den Aktivitäten wurde hier in der Bucht an Bord auch ein Mittagessen serviert, das ebenfalls im Preis des Ausflugs inbegriffen war. Zu Essen gab es Paella, Kartoffeln, Salat und Baguette, was wirklich sehr lecker war. 

Nachdem alle Wasserratten wieder an Bord waren und die hungrige Meute gesättigt war, ging es in Richtung Sonnenuntergang zurück in Richtung Land. Die Stimmung an Bord war sehr ausgelassen, alle machten einen glücklichen und zufriedenen Eindruck. Und desto später es wurde, desto glücklicher war ich doch tatsächlich nicht im Wasser gewesen zu sein. Denn mit dem näher kommenden Sonnenuntergang wurde es Stück für Stück auch kälter. Und auch ohne dass ich im Wasser war wurde es mir inzwischen doch recht frisch. 

Einige wärmten sich einfach weiter mit Alkohol von innen, was auch ganz gut zu funktionieren schien, wenn ich das so beurteilen kann. Nach einer Stunde Rückfahrt, kamen wir wieder in dem kleinen Yachthafen an.

Der Ausflug kostet pro Person 75,00 Euro, je nach gebuchtem Tarif kann man bis zu 20% Nachlass auf den Ausflugspreis bekommen, so dass dieser dann nur noch 60,00 Euro kosten würde. Wenn man bedenkt, was den Gästen auf diesem Ausflug geboten wird, grad auch im Hinblick auf die Getränke und das Essen, dann ist der Preis absolut gerechtfertigt und der Ausflug sein Geld auf jeden Fall wert.

Und auch wenn das jetzt alles einen sehr entspannten Eindruck macht, keine Frage der Ausflug war auch sehr entspannt, so sind während den organisierten Landausflügen einige Regeln zu beachten. So ist auch an der frischen Luft während des kompletten Ausflugs der Mund-Nasen-Schutz zu tragen, einzige Ausnahme eben wenn man trinkt, isst, oder mal kurz eine Zigarette raucht. Der Sicherheitsabstand ist sowohl zu Mitreisenden, als auch zu Externen Menschen einzuhalten, vor allem bei externen natürlich noch viel mehr. Wir sind jetzt nicht wirklich Menschen begegnet, aber es gibt ja auch andere Ausflüge. Das Verlassen der Gruppe ist nicht erlaubt, sollte man sich von der Gruppe entfernen, so wird man von der weiteren Teilnahme der Kreuzfahrt ausgeschlossen. Man darf nicht irgendwo einfach mal was trinken oder essen gehen, auch darf man keine Souvenirs in irgendwelchen Geschäften oder Ständen kaufen.

Nun war das auf unserem Ausflug natürlich alles keine Thema, aber ich möchte es an dieser Stelle dennoch einmal erwähnt haben, dass Ausflüge eben möglich sind, weil diese unter strengen Auflagen stehen, an die sich jeder ausnahmslos halten sollte.

Wir finden nicht dass diese Regeln einschränken, auf dem Ausflug natürlich noch weniger als auf anderen, trotzdem ist es wichtig, das bereits im Vorfeld zu wissen.

Zurück in Puerto del Rosario bekamen wir nach dem Ausflug einen wirklich traumhaften Sonnenuntergang zu sehen, natürlich war auch dieser Premium Alles Inklusive, und das nicht nur für die Gäste unseres Ausflugs, sondern für alle Gäste an Bord der Mein Schiff 2. Am schönsten war er natürlich für die Gäste mit einer Balkonkabine auf der Steuerbordseite, so wie wir, die konnten ihn nämlich ganz entspannt von ihrem eigenen Balkon aus genießen.

Viel Zeit nach der Rückkehr von unserem Ausflug bis zum Ablegen hatten wir nun nicht mehr. Nochmal schnell die Handys für kurze Zeit wenigstens geladen und schnell mal was trinken gegangen. 

Und dann hieß es auch schon wieder Leinen los für die Mein Schiff 2 in Puerto del Rosario, auf zu neuen Abenteuern. Auch heute haben wir euch wieder live mitgenommen, euch die Highlights des Tages zusammengefasst und einige eurer Fragen beantwortet.

Was das Abendessen betrifft, so hatten wir heute beide Lust auf einen Hamburger. Was wäre eine Kreuzfahrt ohne mindestens einen leckeren Hamburger zu essen? Richtig, für uns wäre es keine Kreuzfahrt. Und wo gibt es Hamburger an Bord der Mein Schiff 2? Natürlich im Tag & Nacht Bistro.

Im Tag & Nacht Bistro wird es ähnlich gehandhabt wie im Buffetrestaurant. Das kleine Buffet wird nach wie vor angeboten, nur bedient man sich eben nicht mehr selbst, sondern bekommt das Essen von einem Kellner vorgelegt. Die Hamburger bestellt man ganz normal, wie auch früher schon, diese werden nach wie vor frisch zubereitet. Damit man weiß, wann die Hamburger fertig sind, bekommt man einen Pager mit an den Tisch, der piept, wenn man seinen Hamburger vorne abholen kann.

Auch an der Getränkestation steht ein Kellner, bei dem man seinen Getränkewunsch aufgibt und der das entsprechende Getränk dann für einen zapft. Alles total unkompliziert, ohne jegliche Einschränkung.

Die Hamburger waren gewohnt lecker, da gibt es nichts zu meckern. Ich bin mir recht sicher, dass wir hier während der verbleibenden Kreuzfahrt sicher nochmal zuschlagen werden.

Den restlichen Abend ließen wir heute in der Hohen Luft Bar auf Deck 15 oberhalb der Außenalster ausklingen, bevor sich dann der Tag für uns zum Ende neigte. Morgen werden wir einen weiteren Seetag vor uns haben, für den wir bisher noch nichts geplant haben. Wir werden hier spontan schauen, was uns der Tag morgen bringen wird.

Montag, 16.11.2020: Seetag auf dem Weg nach Teneriffa

Unser zweiter Seetag an Bord der Mein Schiff 2 stand ganz im Zeichen von Nichts-Tun und entspannen. Zwar war es noch immer etwas bewölkt, aber dennoch hatten wir traumhaftes Wetter und warme Temperaturen.

Wir starteten unseren Tag erneut im Atlantik – Mediterran. Auch wenn Pascal eigentlich immer der Typ war, der mal eben schnell ans Buffet gegangen ist, um zu frühstücken, hat er inzwischen auch echten Gefallen daran gefunden, sich zum Tag in den Start entspannt bedienen zu lassen. Sich einfach mal um nichts kümmern müssen und seine Lieblingsspeisen und Getränke ganz gemütlich an den Tisch gebracht bekommen, ohne das Gespräch ständig unterbrechen zu müssen, weil einer noch einen Nachschlag holen möchte.

Für den Rest des Vormittags suchten wir den ruhigsten Platz an Bord und den hatten wir recht schnell gefunden: das X-Panormadeck auf Deck 6 am Heck des Schiffes. Hier war den kompletten Vormittag über keine Menschenseele außer uns. Dabei handelt es sich hier eigentlich um einen wirklich schönen Ort zum Entspannen mit einem tollen Ausblick auf die Heckwelle.

Das X-Panoramadeck ist natürlich wie auch die anderen X-Bereiche ausschließlich für die Gäste aus Suiten und Junior Suiten. Man findet hier gemütliche Sitzecken und einige Liegen um in der Sonne zu relaxen. Besonders schön neben de Ausblick finde ich ja, dass man hier keinerlei Fahrtwind abbekommt, so dass es hier auch an Seetagen nahezu windstill ist. Damit hier niemand verdursten muss, gibt es hier eine Kaffeemaschine und einen Kühlschrank, mit diversen Softgetränken, Bier, Wein und Sekt.

Ich glaube die meisten Gäste nutzen tatsächlich lieber das X-Sonnendeck im vorderen Bereich des Schiffes, da es auch leichter zu erreichen ist, als das Deck am Heck, wo sich ja doch die meisten Suiten im vorderen Bereich befinden, mit ein paar Ausnahmen, die direkt am Heck sind. Zudem schreckt es vielleicht auch manche Gäste ab, dass man von den Gesamten Balkonen am Heck quasi freien Blick auf das X-Panoramadeck hat.

Uns hat das jetzt weiter nicht gestört, da es auch Ecken hier auf dem Deck gibt, die man eben nicht von überall einsehen kann.

Zum Mittagessen wollten wir uns eigentlich heute endlich mal einen Döner gönnen, auf dem Weg dorthin trafen wir allerdings Bekannte und wie das dann so ist, setzt man sich kurz zusammen, man unterhält sich, trinkt etwas miteinander und in der Kürze der Zeit sind mehrere Stunden vergangen, so dass wir nun auch keinen Dönner mehr essen brauchten, da es fast schon wieder Zeit war fürs Abendessen. 

Es ist schon erstaunlich wie schnell so ein Tag mit Nichts-Tun vergeht.

Zum Abendessen gingen wir heute mal ins Atlantik – Klassik auf Deck 3. Vom Prinzip her, ist das eigentlich das Gleich wie ein Deck höher das Atlantik – Mediterran, nur das eben die Speisenauswahl eine andere ist. Auch die täglichen Klassiker unterscheiden sich von denen im Atlantik – Mediterran.

Wir entschieden uns für einen Shrimps-Cocktail, eine Kürbis-Kokos-Cremesuppe und das Rinderrückensteak mit Speckbohnen und Kartoffelgratin. Wirklich wieder ein sehr leckerer Abend.

Eigentlich hatten wir für 21:30 Uhr noch eine Show im Theater reserviert: Gina de l’Amore „Männer…. aber nicht zu jedem Preis“. Allerdings war nach dem Abendessen bis dahin noch so viel Zeit, dass wir nach einem Absacker in der Casino Lounge schon recht müde waren. Ja, Nichts-Tun kann auch ganz schön anstrengend sein. Da wir morgen früh raus müssen, da wir auf einen Ganztagesausflug gehen werden, entschlossen wir uns die Show an dieser Stelle sausen zu lassen und lieber ins Bett zu gehen.

Morgen werden wir auf Teneriffa sein und den Norden der Insel erkunden. Auf Teneriffa waren wir schon recht häufig, kennen die Insel an sich auch schon recht gut, den Norden haben wir uns in der Tat aber noch nie angesehen und sind daher sehr gespannt was uns erwartet.

Dienstag, 17.11.2020: Santa Cruz / Teneriffa - Landausflug "Grüner Inselnorden und Bergdorf Masca"

Zum ersten Mal während dieser Reise bekamen wir heute am frühen Morgen zwar nicht das komplette Einlaufen in den Hafen mit, aber zumindest das Anlegen in Santa Cruz de Tenerife. Bei einem farbenfrohen Sonnenaufgang machten wir hinter der The World fest und erhielten gleichzeitig den Blick auf weitere Kreuzfahrtschiffe, die hier vor Teneriffa einsatzlos auf Reede liegen. Sechs Stück an der Zahl, es ist wirklich ein trauriger und erschreckender Anblick, wie die Schiffe hier liegen und auf ihren nächsten Einsatz warten, wann auch immer das sein wird. 

Unter den Schiffen war auch die Mein Schiff Herz, das älteste Schiffe der TUI Cruises Flotte. Daneben lagen auch die Europa 2, AIDAmira, AIDAluna, AIDAmar und AIDAnova, die allerdings gerade dabei auch in den Hafen zu fahren. 

Unser Frühstück nahmen wir heute nur schnell im Tag & Nacht Bistro ein und auch wenn das Buffet auf den ersten Blick vielleicht etwas klein erscheint, so bekommt man auch hier dennoch alles was man braucht, auch Omelettes werden gerne frisch zubereitet.

Im Anschluss ging es direkt zu unserem Ganztagesausflug „Grüner Inselnorden und Bergdorf Masca“. Wir waren schon häufiger auf Teneriffa, in der Vergangenheit haben wir die Insel immer ausschließlich mit dem eigenen Mietwagen erkundet. Hierbei waren unsere Ziele meist der Teide und der Süden der Insel. Umso mehr freuten wir uns, heute auch mal den Norden zu besuchen, der soll ja tatsächlich der komplette Gegenteil des Südens sein.

Pünktlich um 09:00 Ihr ging es los zu unserem Bus Nummer 9, ein vergleichsweise kleiner Bus, der dazu auch nur zur Hälfte gefüllt war. 11 Teilnehmer hatte unser Ausflug inklusive uns, eine wirklich sehr tolle Gruppengröße für einen Landausflug. Wir mögen es ja absolut nicht in einem Bus mit 50 Menschen zu sitzen und dann in der Masse von einem Highlight zum nächsten zu rennen und nichts so wirklich zu sehen. Bei dieser Gruppengröße wird das allerdings definitiv anders sein. 

Wir starteten also mit dem Bus zunächst in Richtung Icod de los Vinos in den Nordwesten der Insel. Da wir uns im Santa Cruz im Westen befinden, lag eine ordentliche Fahrt vor uns. Schon bei der Busfahrt merkte man die Unterschiede zwischen Süden und Norden gewaltig, während der Süden eher karg und trocken ist, ist der Norden unheimlich Grün. Die Schluchten und Dörfer die wir durchfuhren boten bereits bei der Fahrt einen tollen Blick auf den höchsten Berg Spaniens, den Pico del Teide.

Angekommen in Icod de los Vinos gingen wir zuerst ein wenig spazieren, natürlich immer in der Gruppe, denn das Verlassen der Gruppe führt zum Ausschluss der weiteren Kreuzfahrt. Wir schauten uns die Botanik hier an sowie das Zentrum des kleinen gemütlichen Ortes. Das Ziel und Highlight in Icod de los Vinos ist allerdings der Drago Milenario, der bekannteste und älteste Drachenbaum der Kanaren. Sein Alter wird auf 400 bis 800 Jahre geschätzt, er ist 16 Meter hoch und sein Stamm soll einen Umfang von 6 Metern haben. Der berühmte Drachenbaum ziert unzählige Postkarten und war sogar früher auf der 1000-Peseten-Note abgebildet.

Weiter ging es zu einem Aussichtspunkt von dem aus man einen tollen Ausblick auf den Ort Garachico und dessen Wahrzeichen den Roque de Garachico hat. Garachico gehört mit zu den ältesten Städten auf Teneriffa und wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von einem schweren Vulkanausbruch heimgesucht. Heute ist Garachico bekannt für seine Naturpools an der Küste. 

Wir werden später die Gelegenheit haben Garachico noch etwas näher kennen zu lernen, denn hier werden wir am Mittag unsere Mittagspause verbringen.

Unser nächstes Ziel des Ausflugs wird das Bergdorf Masca sein mit rund 100 Einwohnern. Schon allein die Fahrt dorthin, über verschiedenen Pässe und durch diverse Schluchten, die Gebirgsstraße entlang, war sehr beeindruckend und man bekam einiges zu sehen. Auf dem höchsten Stück des Passes, kurz bevor wir unser Ziel erreichten machten wir nochmals einen kurzen Fotostop.

Auf der einen Seite der Erhöhung hatte man einen ausgezeichneten Blick auf den Teide und auf der anderen Seite konnte man La Gomera und La Palma am Horizont sehen. Clevererweise hielt sich hier auch ein Souvenirverkäufer auf, der Steine und Ketten aus Vulkanstein verkaufte. Dazu sagen muss man allerdings, dass es nicht erlaubt ist auf einem Ausflug Souvenirs zu kaufen, da man dann in den Kontakt mit Menschen außerhalb unserer sicheren Blase kommt, was natürlich nicht gewünscht ist und den Effekt der Blase zunichte machen würde.

Nun war es nicht mehr weit bis zum Bergdorf Masca, das tatsächlich mitten in den Bergen liegt. Die Einwohner können fast schon froh sein, dass es auf den Kanaren das ganze Jahr über angenehm warm ist, bei einem Winter mit Glätte und Eis, wie wir es aus Deutschland kennen, würde hier niemand mehr hin oder weg kommen. 

Von Masca aus gibt es einen Wanderweg über den man bis hinunter zur Küste wandern kann. Laut Reiseleiterin würde die Wanderung hin und zurück ungefähr 3 Stunden betragen, da hätte ich ja wirklich Lust zu, dafür fehlt aber nun leider die Zeit und ein Entfernen der Gruppe ist ja auch nicht erlaubt. Zudem sei der Wanderweg wohl seit 2 Jahren gesperrt, da es dort bei Regen einen schweren Unfall gab, bei dem die Verunglückten per Helikopter evakuiert werden mussten. Man baue den Wanderweg nun wohl aus, so dass dieser sicherer wird. Sobald dieser wieder eröffnet wird, soll er aber zukünftig Geld kosten.

Hier in Masca gibt es auch ein schönes Restaurant, das wir so zwar leider nicht besuchen durften, wo aber eine Toilettenpause möglich war, auch diese müssen ja aktuell auf den Ausflügen genau organisiert werden.

Masca ist wirklich ein sehr idyllisches kleines Dorf in dem es auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt, wie sagte die Reiseleiterin so schön, Masca eignet sich für Rustikal-Touristen. Ich finde es schön hier und wäre gerne etwas länger geblieben.

Als nächstes ging es auf direktem Weg weiter nach Garachico, was wir uns ja vorhin schon von oben anschauen durften. Nun fuhren wir hier die Küste entlang bis zum Ausstieg auf dem Bus.

Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir das Restaurant in dem unser Mittagessen, welches im Ausflugspreis inklusive ist, stattfand. Serviert wurden verschiedene Tapas, sowie Wein und Wasser. Das Essen war wirklich sehr lecker, vor allem war es auch sehr angenehm nun beim Essen auch mal wieder für eine Weile ohne Maske atmen zu können. Bei den warmen Temperaturen schwitzt man je nah Maske schon ein wenig unter der Maske. Vor allem die TUI Reiseleitung mit ihrer FFP2 Maske beneide ich nicht besonders, denn das ist schon auch nochmals was anderes als eine normale Einwegmaske.

Nach dem Essen folgte noch ein Spaziergang durch Garachico, so dass wir auch dieses kleine Städtchen noch kennenlernen durften. Ich mag diese wenig touristischen Orte in ihrem kanarischen Ursprung. Mit den abgeplatzten Häuserfassaden, umgeben von viele Pflanzen. Tatsächlich würde ich hier eher meinen Urlaub verbringen wollen als in einem typischen Touristenort, wie man sie hier auf den Kanaren und auch auf Teneriffa zu Genüge findet. 

Hier ist es ruhig und beschaulich, fast schon malerisch. 

Auch die Küste war sehr schon anzusehen. Heute war hier eine starke Brandung zu beobachten, was mir ja immer besonders gut gefällt. Dadurch wäre es aber heute nicht möglich gewesen in den Naturbädern zwischen den Felsen schwimmen zu gehen. Das ist zwar generell auf dem Ausflug auch nicht vorgesehen, aber prinzipiell ist das hier in Garachico möglich. 

Langsam aber sicher führte nun unsere Reise zurück nach Santa Cruz, zum Ausgangspunkt unseres Ausflugs. Während der Busfahrt hatte man meistens einen tollen Blick auf die Küste und auf die wirklich schöne Landschaft des Inselnordens. Vor allem die unzähligen Bananenplantagen sind hier wirklich beeindruckend. Ich habe mich schon oft in Deutschland an Bananen versucht, allerdings wird mir jedes Jahr der Winter zum Problem, wenn die Bananen nicht mehr genügend Licht und Wärme bekommen und mir regelmäßig im Haus an Blattstau sterben. Hier auf den Kanaren könnte ich meinen Bananentraum allerdings ausleben. Wer weiß, vielleicht wandern wir irgendwann hierhin aus, und ich blogge über meine eigene kleine Bananenplantage, auf der ihr mich dann während eurer Landgänge auf Teneriffa besuchen kommen könnt.

Während der Rückfahrt machten wir noch einen kurzen Fotostop an einem Aussichtspunkt mit einem tollen Blick auf die Küste und die Dörfer. Wirklich sehr schön hier, schade dass unser Tag auf Teneriffa nun schon fast zu Ende ist.

Der Ganztagesausflug kostete 89,00 pro Person inklusive Mittagessen und Getränke beim Essen. Ich denke das ist ein normales Preis für einen Ganztagesausflug und durchaus lohnenswert. Man kann sehr viel über die Insel und über das Ökosystem auf den Kanaren lernen. Ich würde den Ausflug definitiv weiter empfehlen, ob ich ihn auch für Kinder empfehlen würde, das ist wohl abhängig von Kind. Es wird auf jeden Fall sehr viel Bus gefahren.

Zurück in Santa Cruz begrüßte uns die Mein Schiff 1 schon fast im Sonnenuntergang im Hafen und auf unserer Kabine wartete ein neues Haustier auf uns, diesmal ein kleiner Hund.

Viel Zeit bis zum Auslaufen hatten wir an dieser Stelle auch nicht mehr, schnell auf Kabine das Handy noch schnell ein wenig aufgeladen und dann eilten wir auch schon ans Heck auf Deck 6 zum X-Panormadeck um von hier aus das Auslaufen zu genießen.

Beim Auslaufen aus dem Hafen verabschiedete uns AIDAnova, die noch im Hafen neben uns zum LNG tanken stand. Später passierten wir dann noch die ganzen anderen Kreuzfahrtschiffe, die hier nach wie vor auf Rede liegen und auf ihren nächsten Einsatz warten.

Nach dem Auslaufen folgte für uns nur noch das Abendessen und ein Absacker in der Casino Lounge. So ein Tag ist auch anstrengend und macht müde.

Morgen werden wir auf La Palma sein, auch hier haben wir wieder einen Ausflug geplant.

Mittwoch, 18.11.2020: Santa Cruz / La Palma - Landausflug "Nationalpark Caldera de Taburiente"

Langsam aber sicher zeigte auch während dieser Kanaren Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 2 der Wettergott sich von seiner gewohnten Seite, denn bisher hatten wir immer Glück gehabt auf den Kanaren mit dem Wetter. Die Wolken der ersten Tage hatten sich offensichtlich entgültig verzogen und schon in der Früh zeigte sich La Palma bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen. Sicher wird es auch heute wieder ein heißer Tag auf unserem Landausflug. 

Heute geht es an einen Ort, den ich vor fast 20 Jahren auf meiner ersten Kreuzfahrt, damals mit A-Rosa Blu, schon besuchen wollte, was damals aber leider nicht klappte. Nun knapp 20 Jahre später, wird es aber so weit sein – heute geht es zu dem berühmten und größten Krater La Palmas, in den Nationalpark Caldera de Taburiente.

Doch bis zum Ausflug war es noch ein wenig Zeit, denn dieser findet erst am Nachmittag statt. Bis dahin hatten wir noch etwas Zeit an Bord, gingen ganz entspannt frühstücken und machten es uns ein wenig in der Sonne gemütlich. Zugegebener Maße kann man sich ans Nichts-Tun echt gewöhnen, selbst Pascal, dem das Nichts-Tun immer schwer fällt ist inzwischen in dem Modus angekommen auch einfach mal abzuschalten uns zu entspannen.

Um 13.15 Uhr war es dann so weit und wir machten uns auf den Weg zum Treffpunkt unseres Ausflugs um dort in unseren Bus 22 zu steigen

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