Mein Schiff 2 (Herz) Reisebericht: Valetta bis Triest mit Dubrovnik

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Mein Schiff 2 (Herz) Reisebericht: Valetta bis Triest mit Dubrovnik

26.08.18 – 02.09.18 – Route: Malta – auf See – Dubrovnik – Bari – Split – auf See – Koper – Triest

 

2014 waren wir mit der damals brandneuen Mein Schiff 3 schon mal in der Adria gewesen und als 2018 die Fahrt mit der (alten) Mein Schiff 2 bis auf Dubrovnik mit komplett anderen Häfen angeboten wurde, haben wir natürlich zugegriffen.

Unsere Reise dauerte 14 Tage mit folgenden Zielen: Malta, Seetag, Dubrovnik, Bari, Split, Seetag, Koper, Triest, Seetag, Korfu, Argostoli, Katakolon, Seetag, Zadar, Triest. Da die Kreuzfahrt auch in zwei 7 Tage Abschnitten gebucht werden konnte, behandelt dieser Bericht nun zunächst den ersten Teil „Mein Schiff 2: Valetta bis Triest mit Dubrovnik“, der zweit Teil ist in meinem Bericht „Mein Schiff 2: Adria mit Zadar“ zu finden.

25.08.18 Zuganreise nach Hamburg und Übernachtung, 15 Grad, Regen

 

Wir gehen gerne auf Nummer sicher und so hatte ich vor dem Flug eine Nacht im Hotel Radisson Blu am Hamburger Flughafen gebucht. Die Rail & Fly Tickets, die beim Anreisepaket von TUI Cruises mit dabei sind, gelten ja auch schon einen Tag vor dem Abflug und auch einen Tag nach dem Rückflug, also kann man das ganz entspannt angehen. 

Zunächst mußten wir mit dem Taxi zur Haltestelle der Nordwestbahn in Bremen Blumenthal und von dort aus weiter zum Hauptbahnhof Bremen, dann umsteigen in den Regionalzug Metronom nach Hamburg. Wir hätten auch mit dem IC/ICE fahren können, aber die sind immer so voll (und haben meist Verspätung), da ist uns der langsamere Zug lieber. In Hamburg Hauptbahnhof nochmal umsteigen in die S1 Richtung Flughafen, Ankunft im Hotel so gegen 13:00. 

Unser Zimmer war schon bezugsfertig und nachdem wir noch etwas ausgepackt hatten, sind wir anschließend essen gegangen. Leider gibt es für die Flüge von TUIfly keinen Vorabend Check-in in Hamburg, aber da wir am nächsten Tag erst um 12:00 fliegen sollten, hatten wir ja morgens genug Zeit, um in der Schlange zu stehen.

26.08.18 Flug von Hamburg nach La Valetta, Malta ( – 22:00), 30 Grad, Sonnenschein

 

Um kurz nach 9:00 haben wir im Hotel ausgecheckt und sind den kurzen Weg (keine 5 Minuten) rüber zum Flughafen gelaufen. Ich erwartet eine lange Schlange, aber offensichtlich war der Schalter schon länger auf und vor uns standen nur 2 Pärchen, wir waren also ruck-zuck dran. Unsere Plätze waren bereits über TUI Cruises für 9,- p. P. reserviert, so ging auch das sehr flott und wir konnten gleich zur Sicherheitskontrolle.

Der Flug wurde pünktlich aufgerufen, aber das Boarding konnte nicht losgehen, weil die Tür zur Fluggastbrücke sich mit dem Code nicht öffnen ließ. Nach ca. 15 Minuten Wartezeit kam dann jemand vom Flughafen und machte sie mit einem Schlüssel auf, hurra, ein Hoch auf die Technik!

Der Start war aber trotzdem noch einigermaßen pünktlich und nach knapp 3 Stunden Flug sind wir sogar 10 Minuten zu früh in Malta gelandet.

Der Bustransfer zum Schiff dauerte nur 10 Minuten und da wir erst um 16.30 eingecheckt hatten, konnten wir gleich in die Kabine. Die Koffer kamen auch bald und wir haben uns häuslich eingerichtet. Um 21.15 mußten wir zur Seenotrettungsübung, dann noch einen Drink in der Schau Bar und ab ins Bett, zur Poolparty um 22:00 haben wir es nicht mehr geschafft, die Anreise macht immer so müde. Dieser Tag lief schon mal wie am Schnürchen und wir hofften auf eine schöne Reise.

27.08.18 auf See, 24 Grad, teils bewölkt mit etwas Regen

 

Wir waren 2013 bereits 4 Wochen mit der Mein Schiff 2 unterwegs gewesen (Transatlantik und Karibik) und so entfiel für uns der Erkundungsrundgang am ersten Seetag, wie ihn scheinbar viele Erstkreuzfahrer machten, denn überall sah man Passagiere mehr oder weniger hilflos nach dem Weg suchen.

Statt dessen verbrachten wir den größten Teil des Tages am Pool, das Wetter war mit ca. 24 Grad und teilweise Wolken, Windstärke 5 und 2,5 m Wellen nicht übel, nur am späteren Nachmittag gab’s mal einen kurzen Regenschauer.

Zwischendrin, um 11:30, stand ein leckeres Poolbüffet bereit, dazu wurden dann noch mit viel Rauchentwicklung Steaks, Koteletts und Würstchen gegrillt. Wir haben es allerdings vorgezogen, im Büffetrestaurant Anckelmannsplatz zu essen, wo wir auch während der gesamten Kreuzfahrten unsere Mahlzeiten eingenommen haben.

Abends hat der Kapitän Helge Wrage zu Beginn der Willkommensshow „Leinen los“ im Theater seine Offiziere vorgestellt, für uns war allerdings ein gemütliches Plätzchen in der Schau Bar attraktiver.

28.08.18 Dubrovnik, Kroatien (07:00-21:30), 30 Grad, Sonnenschein

 

Dubrovnik, mit rund 43.000 Einwohnern, war vom 14. bis Anfang des 19. Jahrhunderts eine unabhängige Stadtrepublik mit dem Namen Ragusa.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt eines der wichtigsten Ziele des Adria-Tourismus, sie gilt als eine der schönsten Städte des Mittelmeerraums und wird deshalb auch die „Perle der Adria“ genannt. Die gesamte Altstadt, umgeben von einer 1940 Meter langen sowie zwischen drei und sechs Meter breiten Stadtmauer, wurde 1979 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Das Schiff lag da. 3,5 km von diesem Stadtzentrum entfernt, deshalb standen jede Menge Taxen am Anleger, eine Fahrt zur Altstadt kostete 13 Euro, für eine Stadtrundfahrt wollten sie 30 Euro haben.

TUI Cruises hatte auch einen Shuttlebus eingesetzt, 9 Euro für das Tagesticket, Kinder ab 4 Jahren kosteten 6 Euro. Direkt vor dem Schiff ist die Haltestelle der Linienbusse 1a oder 1b zum Piletor (Eingang zur Altstadt) für 15 Kuna pro Strecke (1 Euro sind ca. 7,40 Kuna). Bei der Bushaltestelle ist ein Kiosk, bei dem man u.a. auch Geld wechseln kann, für 10 Euro bekamen wir allerdings nur 72,10 Kuna. Will man mit der Seilbahn fahren, so bezahlt man 21 Euro pro Person.

Wir waren 2014 schon mal in Dubrovnik und hatten den Ausflug „Spaziergang auf der Stadtmauer“ gebucht mit anschließendem Rundgang durch die Altstadt. Falls man privat auf die Mauer möchte, muß man wissen, daß man den Zugang nur mit der einheimischen Währung Kuna oder EC-Karte bezahlen kann, Euro werden nicht akzeptiert. Und gut zu Fuß sollte man auch sein, denn es sind viele Treppenstufen zu überwinden und grade wenn es sehr warm ist, strengt das ganz schön an.

Sehenswert und interessant ist es auf alle Fälle, zweimal wollten wir das aber nicht machen und sind deswegen nach dem Frühstück zur anderen Seite der Bucht von Dubrovnik auf die Lapad Halbinsel gewandert.

Bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad war das ziemlich schweißtreibend, aber auch wirklich schön fernab der Touristenpfade. Unterwegs kamen wir an einigen wunderbaren alten Häusern vorbei und dem öffentlichen Strandbad (mit 2 Dixiklos), bis wir dann nach 75 Minuten den Copacabana Beach Club erreicht hatten, der war schon mondäner, mit teuren Drinks, Liegenvermietung und richtigen Toiletten (wer mich kennt, weiß, daß ich das ausgenutzt habe).

Nach 2,5 Stunden Fußmarsch waren wir wieder zurück und entsprechend k.o., das Mittagessen war verdient und den Nachmittag haben wir zur Erholung nur noch faul am Pool verbracht.

Abends fand die White Night Poolparty statt, mit Showeinlage des Theaterensembles, einem leckeren Kuchenbüffet und Musik des DJ’s. Da aber weder Kuchen noch laute Musik unser Ding ist, kann man sich ja denken, wo wir waren, in der Schau Bar natürlich, denn dort war unser Stammplatz.

29.08.18 Bari, Italien (08:00-18:80), 29 Grad, Sonnenschein

 

Bari, mit rund 325.000 Einwohnern, ist Hauptstadt der Region Apulien. Die Universität ist mit rund 70.000 Studenten eine der größten Italiens.

Der Fährhafen, mit regelmäßigen Verbindungen für Fahrzeuge und Passagiere nach Dubrovnik, Bar, Durrës, Patras und Korfu, Igoumenitsa, Kefalonia und Zakynthos, hatte 2012 zwei Mio. Passagiere, davon 650.000 von Kreuzfahrtschiffen.

Wir waren schon um 8:00 angekommen und als wir um 9.00 beim Frühstück saßen, lief grade die AIDAblu ein, eine Fähre, mit fürchterlich schwarzem Rauch aus dem Schornstein, lag auch noch am Anleger. Zum Hafenausgang läuft man, je nach Liegeplatz, zwischen 8 und 15 Minuten. Es ist von dort nur ca. 10 Minuten bis zur historischen Altstadt, aber man kann natürlich auch ein Taxi nehmen wenn man weiter weg will, diese stehen direkt vor dem Schiff. Alternativ gibt’s den Hop on Hop Off Bus, Haltestelle beim Hafenausgang für 20 Euro pro Person oder die Bimmelbahn, 10 Euro pro Person für eine 1,5 Stunden Rundfahrt. Dann noch Rikschatouren, Preis je nach Fahrtziel und Leihfahrräder sind auch zu bekommen.

Wir sind natürlich wieder zu Fuß los, vom Hafenausgang links rum, nur kurz um die Ecke und wo die Uferpromenade anfängt, die Treppe hoch direkt in die historische Altstadt mit engen Gassen und uralten Häusern, teilweise aus dem 15. Jahrhundert. Die Pastaproduktion hat in Bari eine lange Tradition und wir konnten zusehen, wie diese von Hand einfach so auf einem Tisch vor der Haustür hergestellt wird.

Am Rande der Altstadt haben wir das Castell Svevo entdeckt, das auf den Überresten einer byzantinischen Festung aus dem 11. Jahrhundert steht. Heute befindet sich dort allerdings ein Museum, in dem wechselnde Ausstellungen gezeigt werden, zwischenzeitlich wurde die Anlage auch mal als Gefängnis genutzt.

Was mir besonders in Bari aufgefallen ist, waren die kleinen Altäre mit Heiligenbildern an fast jeder Hauswand, oft mit Blumen geschmückt und meist unter Glas, da man hier wohl streng katholisch ist.

In der Altstadt war es noch schön schattig und kühl, aber als wir dann Richtung Uferpromenade kamen, hat man die 29 Grad bei strahlendem Sonnenschein ganz schön gemerkt, zumal wir, wie üblich, 3 Stunden unterwegs waren.

Abends gab’s u.a. im Theater die neue Schlagershow „Es ist nie zu spät“. In der Schau Bar wurde, wie fast jeden Abend, um 20:00 Bingo gespielt (Mindesteinsatz 2,- €), allerdings haben wir es vorgezogen, nur was zu trinken und die Partynacht mit dem DJ in der Himmel und Meer Lounge haben wir dann den jungen Leuten überlassen. Schlaf ist uns wichtiger, da wir wieder fit für den Landgang in Split am nächsten Tag sein mußten.

30.08.18 Split, Kroatien (07:00-19:00), 31 Grad, Sonnenschein

 

Split, mit 167.000 Einwohnern, ist die zweitgrößte Stadt Kroatiens. Die Innenstadt, mitsamt dem Diokletianspalast (s. Foto), wurde 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Split lebt vom Schiffbau, dem Tourismus, der Fischerei, dem Weinanbau, sowie der Papier-, Zement- und chemischen Industrie.

Der Anleger ist direkt am Hafenausgang, bis zum Beginn der Altstadt läuft man nur 15 Minuten. Es standen aber jede Menge Taxen da, der Sightseeing Bus (Fahrt + Führung durch die Stadt) kostet 20 Euro (Kinder von 5-15 10 Euro), ein Tuk-Tuk nimmt für eine 1-Stundentour 30 Euro pro Person, die Bimmelbahn 10 Euro auch für eine Stunde. Weiterhin gab es Fahrräder, e-Bikes, e-Scooter und e-Mopeds zu mieten, Preis zwischen 8 und 20 Euro für 2 Stunden, je nach Fahrzeug. Und Fahrradrikschas hab ich auch noch gesehen.

Einen Shuttlebus von TUI Cruises gab es bei der kurzen Entfernung zur Stadt natürlich nicht. Direkt neben dem Schiff ist das Fährterminal und der Fernbusbahnhof, da kann man sogar bis Basel fahren. Dementsprechend ist natürlich jede Menge los, Kioske, Menschen mit Koffern usw., ein teilweise richtiges Gedrängel.

Wie man sich denken kann, sind wir zu Fuß los, es dauert ja nur 15 Minuten bis zum Beginn der Altstadt mit uralten, engen Gassen, die mich an einen Irrgarten erinnerten. Beim Diokletianspalast, der um 300 erbaut wurde, beließen wir es bei einer Außenbesichtigung, es waren einfach zu viele Menschen dort. Autos sind übrigens in der Innenstadt verboten, die Geschäfte bekommen ihre Waren mit Elektrokarren geliefert. Und davon abgesehen, wären die schmalen Gassen auch viel zu eng, maximal passend für einen Fiat 500

Nachdem wir genug von der Altstadt gesehen hatten, haben wir uns immer nach links orientiert und sind schließlich bergauf zu einer Aussichtsplattform gekommen, von der man einen wunderbaren Blick über die Bucht und die Stadt genießen konnte. Wieder nach unten ging’s von der Plattform aus auf Treppen zur Uferpromenade und von dort zurück zum Schiff.

Wir waren wieder 3 Stunden unterwegs, bei 31 Grad und nur einigen Schleierwölkchen war das auch ziemlich anstrengend. Ach ja, noch eine kurze Bemerkung zu den Preisen: so wie bei uns in Touristengebieten, z.B. ein Bier 4 Euro und für die Toilette wollten sie sogar 80 Cent bzw. 5 Kuna.

Nachmittags war nur noch relaxen an Deck angesagt und abends gemütliches Trinken in der Schaubar, für mehr (außer essen), langte dann unsere Energie nicht mehr, lange Fußmärsche bei großer Hitze schlauchen doch ganz schön.

Abends wurde im Theater von Loriot „Die Ente bleibt draußen“ aufgeführt, ganz lustig, wenn man es noch nicht kennt (wir schon).

31.08.18 auf See, 26 Grad, Sonnenschein

 

Da es nicht weit bis zu unserem nächsten Hafen Koper in Slowenien war, hatte der Kapitän nachts die Maschinen für 6,5 Stunden gestoppt und erst morgens um 8.00 wieder gestartet.

Tagsüber fuhren wir dann im Schneckentempo mit 8,6 Seemeilen pro Stunde und da bei 26 Grad deswegen kaum Fahrtwind zu spüren war, wurde es ganz schön heiß in der Sonne an Deck. Ab und zu kamen zwar einige weiße Wolken, aber ansonsten war sehr viel blauer Himmel.

Wir haben den Tag größtenteils auf dem Pooldeck verbracht, natürlich waren wie üblich einige Liegen reserviert, dafür gab’s aber noch jede Menge freie Plätze auf den oberen Decks, obwohl das Schiff total ausgebucht war.

Mittags nehmen wir immer unseren Krempel von den Liegen mit, essen gemütlich drinnen und suchen uns nachmittags einen neuen Platz, das hat immer geklappt. In der Mittagshitze draußen zu sein ist sowieso nicht gesund, ich sag immer, da schmilzt einem noch das letzte bißchen Hirn weg, was noch übrig ist. :-)

Um 21:30 wurde im Theater die Seekarte der Reise verlost und anschließend gab’s eine Poolparty unter dem Motto „Sunglasses @ night“, also Sonnenbrille am Abend, aber Schau Bar am Abend war uns wesentlich lieber.

01.09.18 Koper, Slowenien,(07:0-23:00), 24 Grad, vormittags Regen

 

Koper, mit ca. 25.000 Einwohnern, ist die einzige Seehafenstadt Sloweniens an dessen 47 Kilometer langer Adriaküste, sie liegt direkt südlich der italienischen Hafenstadt Triest.

Große Arbeitgeber sind der Hafen und eine Mopedfabrik, außerdem gewinnt der Tourismus, besonders im Sommer, zunehmend an Bedeutung.

Als wir morgens anlegten wurden wir mit Blitz Donner geweckt und dann hat es geschüttet wie aus Eimern. Nach dem Frühstück wurde es so langsam besser und wir sind an Land, schließlich waren wir noch nie hier und Bilder wollte ich auch. Also Regenjacke an, Schirm in den Rucksack und los. Ach ja, Pässe nicht vergessen, die wollten die Behörden sehen (oder Personalausweis).

Das Schiff lag unmittelbar bei der Altstadt, man mußte nur über die Straße, mit dem Fahrstuhl hoch und geradeaus Richtung Zentrum, schon war man da. Vor dem Schiff standen allerdings auch Taxen und es gibt einen Kiosk, bei dem man Privattouren buchen kann. So kostet zum Beispiel der Ho-Ho Panoramaausflug Koper-Isola-Piran-Portoroz-Koper 22 Euro pro Person (Kinder 12-17 Euro je nach Alter), Ljubljana auf eigene Faust 34 Euro und zur Postojna Höhle 56 Euro.

Wir sind, wie immer, zu Fuß in die uralte Altstadt, ab und zu hat es getröpfelt oder etwas geregnet, aber kalt war es nicht und man könnte gut alles angucken. Eine besonders bekannte Sehenswürdigkeit ist der Prätorenpalast aus dem 15. Jahrhundert, der nach nur wenigen Gehminuten zu erreichen ist.

Nachdem wir so ziemlich alle engen Gassen abgelaufen hatten, sind wir rechts aus der Altstadt raus an der Marina lang, wo sich auch ein Markt, Restaurants und ein größeres Einkaufszentrum befinden. Bis zum Schiff zurück sind es von dort aus auch höchstens 15 Minuten.

Nach knapp 3 Stunden waren wir zurück, schade, daß das Wetter nicht besser war, aber die Bilder sind trotzdem schön geworden. Und als nachmittags die Sonne rauskam, sind wir nochmal kurz an Land, allerdings ohne Fotoapparat, nur so zum Laufen.

Die meisten der anderen Passagiere mußten an diesem Abend Koffer packen, da für sie die Reise in Triest am nächsten Tag zu Ende ging, aber da wir ja noch die nächste Tour „Adria mit Zadar“ gebucht hatten, konnten wir den Abend entspannt wie üblich in der Schau Bar ausklingen lassen.

02.09.18 Triest, Italien (01:00-22:00), 24 Grad, Sonnenschein

 

Die abreisenden Gäste hatten ihre Koffer größtenteils nachts vor die Kabinentür gestellt, damit diese dann von der Crew in das Hafenterminal befördert wurden, wo sie dann nach Decks sortiert wieder abzuholen waren. Die dazu notwendigen farbigen Kofferbanderolen wurden zwei Tage zuvor zusammen mit den Abreiseinformationen auf die Kabine geliefert (s. Fotos).

Wie es für uns an diesem Tag weiterging und natürlich auf der nächsten Reise, kann man in meinem Reisebericht „Mein Schiff 2: „Adria mit Zadar “ erfahren.

Beurteilung/meine Eindrücke:

 

1. Kabine

Unsere Balkonkabine 8054 war 17 qm groß mit einem 5qm Balkon mit 2 Stühlen (Rückenlehnen sind nach hinten verstellbar) und einem Tischchen.

Die Betten, die auf Wunsch getrennt gestellt werden können, sind hoch genug, um die Koffer drunter zu schieben, allerdings haben sie jeweils in der Mitte eine Verstrebung, sodaß man u.U. Schwierigkeiten haben könnte, breite Koffer unterzubringen, bei uns hat es grade so geklappt (Koffer 78 cm). Eine Klappcouch für 1 Person ist auch noch vorhanden

Außerdem gibt es eine Minibar, deren Inhalt ist allerdings kostenpflichtig. Für die Nespressomaschine gibt es jeden Tag 2 Kapseln Kaffee frei, alle weiteren 1 Euro pro Stück.

Die Klimaanlage in der Kabine funktioniert gut, will man allerdings den Luftaustritt stärker oder schwächer stellen lassen, muß ein Mechaniker kommen, selbst kann man das nicht machen.

Stauraum:
– 4 Schubladen am Schreibtisch unter der Nespressomaschine
– 2 Schränke mit vielen Bügeln und genügend Platz zum Aufhängen
– 1 Schrank mit 4 Fächern und 4 Schubladen
– 2 Schubladen in jedem Nachtschrank
– 2-stufige Glasablage im Bad und ein Schränkchen mit 2 Fächern unter dem Waschtisch

2. Restaurants

 

2.1 Restaurant Anckelmannsplatz (Büffet)

 

Das Büffetrestaurant hat fast durchgehend geöffnet, an Seetagen von 7:30 bis 21:30 und an Landtagen meist von 6:30 bis 21:30, wobei das Frühstück bis 11:30 geht, Mittagessen 12:00 bis 18:00 (zwischendrin noch Kaffee und Kuchen von 15:30 bis 16:30) und Abendessen von 18:00 bis 21:30.

Das Büffetrestaurant ist übersichtlich gestaltet. Wir haben immer einen Platz gefunden, wenn wir abends meist erst um 19:00 eine Stunde nach Beginn der Essenszeit gekommen sind, manchmal erst nach einigem Suchen, aber es hat geklappt.

Morgens und mittags war es, zumindest an Seetagen, meist ziemlich voll, wir haben aber oft recht früh gegessen und konnten uns dadurch die Platzsuche sparen.

Da es Kaffee nur aus Automaten gibt, entstanden grade zu Stoßzeiten beim Frühstück oft Schlangen, als Frühstücks Teetrinker bin ich da deutlich im Vorteil, am Heißwasserspender ist es meistens nicht so voll.

Die Auswahl im Büffetrestaurant war gut und die Speisen ansprechend zubereitet. Besonders die WOK-Station bietet vielfältige Möglichkeiten, sich sein eigenes Essen zu kreieren. Auf diese Art und Weise werden übrigens morgens auch die Omeletts zubereitet, man sucht sich seine Zutaten zusammen, übergibt dem Koch den Teller und kann auf die Zubereitung warten. Einen Pieper, wie auf den neueren Schiffen, bekommt man hier nicht.

Zusammenfassend kann man vom Essen sagen: gute Auswahl, qualitativ hochwertig und wie mir versichert wurde, absolut ohne Zusatzstoffe. Und ein persönlicher Zusatz von mir: die hartgekochten Eier morgens waren wirklich immer hartgekocht und nicht teils flüssig, wie ich es schon oft auf Mein Schiff 3 + 4 erlebt habe, hurra!

2.2 Hauptrestaurant Atlantik (Bedienung)

 

Im Restaurant sah alles wunderschön und ansprechend aus, aber gegessen haben wir dort nicht. Nach Auskunft von begeisterten Mitreisenden waren die Speisen aber sehr lecker und wenn man kann, sollte man einen Besuch dort nicht versäumen.

2.3 Cliff24 Grill

 

Für den kleinen Hunger zwischendurch (oder auch nachts um 3:00 J ) ist das Cliff24 in einer Ecke auf dem Pooldeck da. Morgens werden kleine Frühstücksgerichte angeboten, ab spätem Vormittag dann Burger, Wraps usw., die nach Bestellung zubereitet werden. Ein Getränkeautomat für Softdrinks und ein Kaffeeautomat ist dort auch vorhanden.

2.4 Gosch Sylt (Bedienung)

 

Im Gosch Sylt wird à la Card serviert, zum Teil Aufpreis pflichtig (z.B. Hummer, Austern, usw.) Viele Leute haben die Gelegenheit genutzt hier zu essen und waren sehr angetan, da wir aber Selbstbedienung am Büffet vorziehen, kann ich selbst keine Beurteilung abgeben.

2.5 Bistro La Vela (Bedienung)

 

Hier kann man sich aus verschiedenen Zutaten Pastagerichte selbst zusammenstellen. Pizza, sowie tagesaktuelle, typisch italienische Gerichte gibt es natürlich auch. Morgens wird im La Vela ein kleines Frühstücksbuffet angeboten. Wir haben dort nicht gegessen, aber da es dort meist sehr voll war, muß das Essen wohl gut gewesen sein.

2.6 Richard’s (Bedienung)

 

Das Richards ist ein Gourmetrestaurant, edel anzusehen und dabei haben wir es auch bewenden lassen. Das Menü ist Aufpreis pflichtig (so um die 50€) und die Getränke sind natürlich auch extra zu bezahlen.

2.7 Surf & Turf Steakhaus (Bedienung)

 

Im Surf &Turf müssen alles Speisen und auch Getränke bezahlt werden, gegessen haben wir hier nicht, da für uns die Auswahl am Büffet vollkommen ausreichend war und Steak nicht so mein Ding ist.

2.8 Blaue Welt Bar Sushi (Bedienung)

 

Ein japanisches Restaurant, gegen Bezahlung. Es wurde von uns nicht genutzt, das ausgestellte Sushi war zwar sehr fotogen und ich mag gerne Fisch, aber gebraten, nicht roh

3. Bars und Lounges

 

Besucht haben wir tagsüber die Unverzichtbar am Pool, nachmittags die TUI Bar und am Abend die Schaubar. Die Getränke an den Bars waren alle sehr gut und von hochwertiger Qualität, der Service freundlich und schnell. Die anderen Bars kann ich nicht beurteilen, ich habe aber zumindest Fotos davon gemacht.

 

4. Pool/Sonnendeck

 

Das Pooldeck war gut besucht, aber irgendwo hat man immer noch ein freies Plätzchen gefunden. Natürlich gab’s die üblichen Reservierer, aber TUI Cruises hatte eine Liegenaufsicht eingesetzt, die Hinweiszettel auf besetzte Liegen verteilt hat und wenn diese nach 30 Minuten nicht belegt waren, wurden die Sachen abgeräumt.

5. Promenadendeck

 

Das Promenadendeck befindet sich unter den Rettungsbooten, dort stehen auch Liegen und man hat genügend Schatten, wenn man ihn braucht. Wir haben nie gesehen, daß es dort sehr voll war, freie Plätze gab es eigentlich immer.

6. Fitneß/Spa

 

Das Fitneßcenter bietet hochwertige Ausdauer- und Krafttrainingsgeräte sowie diverse Kurse.

7. Theater und Unterhaltung

 

Da wir jeden Abend in der Schaubar verbracht haben, kann ich das Unterhaltungsangebot am Abend nicht beurteilen, aber es gab im Theater diverse Shows, inklusive der sehr beliebten Crewshow und auch das professionelle Ensemble hat wohl sehr viel Anklang gefunden.

8. Shops

 

Die Geschäfte auf Mein Schiff 2 sind sehr zahlreich, mit vielfältigem Angebot, wie auf großen Schiffen üblich. Oft wurden auch Sonderangebotsaktionen gestartet mit Werbezetteln an der Kabinentür, hat mich ein bißchen an zu Hause erinnert, da wandern die Flyer auch gleich immer in den Müll.

9. Meerleben

 

Im Meerleben kann man sich Bücher und Spiele ausleihen, Biketouren buchen und an großen Bildschirmen elektronische Spiele spielen, was natürlich bei den Kindern und Jugendlichen an Bord sehr beliebt war.

10. Landausflüge und Internet

 

Für die Landausflüge stehen Buchungsterminals zur Verfügung, Mitarbeiter sind dort aber auch immer um zu beraten bzw. bei Problemen zu helfen, falls man vorab noch keine Ausflüge gebucht hat.

Für die Nutzung des Internets gibt es Terminals und einen Drucker, die jeweiligen Tarife sind unterschiedlich und können vorab oder an Bord gebucht werden. WLAN mit eigenem Gerät ist natürlich auch gegen Bezahlung möglich (außer bei Suitenbuchern, da ist das WLAN inklusive).

11. Atelier

 

Im Atelier finden regelmäßig Mal-und Bastelkurse statt, die Aufpreis pflichtig sind und im Bordprogramm ausgeschrieben werden. Für Kids und Teens gab es gesonderte Kurse.

12. Fotograf und Galerie

 

Der Fotograf macht regelmäßig Landgangsfotos und Bilder von anderen Gelegenheiten, die man sich auf Bildschirmen ansehen kann und ggf. dann bestellt. Die Preise variieren, so haben wir z.B. für eine Collage im Format 12,5 cm x 17,5 cm 10,90 € bezahlt. Angebote für Fotopakete oder Bilder auf USB Stick gibt es auch.

In der Galerie sind Bilder verschiedenster Künstler ausgestellt, die man kaufen kann und auf Wunsch nach Hause geschickt bekommt.

13. Rezeption und Reisebüro

 

Die Mitarbeiter an der Rezeption und im Reisebüro waren sehr freundlich und haben uns bei Fragen und Problemen schnell geholfen.

14. Sauberkeit

 

Die Kabine wurde morgens und abends gereinigt und wenn man wollte, gab es sogar zweimal täglich frische Handtücher. Das Pooldeck wurde ständig gefegt, die Gläser weggeräumt und gewischt und die öffentlichen Toiletten wurden oft und regelmäßig saubergemacht.

15. Altersdurchschnitt/Publikum

 

Es waren 2.100 Passagiere an Bord, davon rund 250 Kinder, es gab also viele 3-4 fach Belegungen, da bei Zweierbelegung rund 1.950 Passagiere das Maximum ist.

Der Altersdurchschnitt lag so zwischen 48-52 (offizielle Auskunft der Rezeption) und da eine Gruppe von rund 150 Leuten aus Malta an Bord war, wurden alle Durchsagen in Deutsch und Englisch gemacht.

16. Route

 

Die Route war sehr gut gewählt, alle Ziele interessant und sehenswert, die Liegezeiten waren gut und ausreichend.

17. Wetter/Seegang

 

In Koper hat es vormittags geregnet und am 1. Seetag nachmittags, aber ansonsten war das Wetter hervorragend, zwischen 24-30 Grad mit wunderbarem Sonnenschein. Der Seegang war vernachlässigbar, meist so 1,5 bis maximal 2 Meter Wellen, sodaß man kaum eine Schiffsbewegung gespürt hat.

18. Sonstiges

 

Wasserspender gibt’s selbstverständlich auch, zwei in jedem Treppenhaus.

Der Kapitän war Helge Wrage, der Kreuzfahrtdirektor André Weckenberg.

Fazit:

 

Wenn ich zurückblicke, kann ich sagen, die Fahrt war klasse, nicht nur das Wetter, wo wir ja, bis auf den Regen in Koper, ausnahmslos Sonnenschein hatten, sondern auch die Mein Schiff 2, die nun bald Mein Schiff Herz wird, hat uns gut gefallen.

Es ist natürlich ein älteres Schiff, aber gut in Schuß. Überall wird bereits jetzt renoviert (ohne daß es stört) und man findet eigentlich kaum was auszusetzen. Die Achillesferse sind allerdings die Toiletten, besonders in den öffentlichen Bereichen, die reih rum verstopft sind, aber sehr flott wieder funktionsfähig gemacht werden. Die Bordkarten haben noch einen Magnetstreifen und entmagnetisieren sich gerne mal, wenn man zu nah ans Handy kommt, aber die Rezeption kann das ruck-zuck beheben, sodaß auch die Kabinentür wieder aufgeht.

Sonst fällt mir eigentlich nichts ein, was irgendwie auch nur im Entferntesten negativ zu nennen wäre (gut, das WLAN funktioniert nur in den öffentlichen Bereichen, aber das ist wirklich nicht schlimm). Die Crew ist sehr nett, alles ist sauber, das Essen lecker und die Getränke auch.

Kurz gesagt, es war eine rundum gelungene Kreuzfahrt und bereits unsere 11. mit der Mein Schiff Flotte, Nummer 12 ist bereits gebucht, dann auf der neuen mein Schiff 1 für 2019.

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