Mein Schiff 2 Reisebericht: Silvester-Kreuzfahrt 2017/2018 – Kanaren

Gaby und Peter waren wieder auf Reise und haben diesen Reisebericht mitgebracht von der Mein Schiff 2 auf den Kanaren:

Eine Kreuzfahrt über den Jahreswechsel stand auf unserer Agenda ganz oben und dabei wollten wir das viel gerühmte Silvesterfeuerwerk auf Madeira genießen. Die Tour mit der Mein Schiff 2 fanden wir sehr interessant, zumal der Starthafen Palma meiner Frau sehr entgegen kam (Stichwort: kurzer Flug).


Da wir uns relativ sicher waren, dass für diese Reise wohl keine Flexpreise angeboten werden würden, entschlossen wir uns, die Reise zum Premium-Preis zu buchen. Relativ früh im Jahr buchten wir daher zwei Balkonkabinen (eine für uns, die andere für unsere Mitreisenden Andrea und Birgit). Wir entschieden uns für die Kabinen 8207 und 8203, nebeneinander liegend auf der Backbordseite.

Die Buchung nahmen wir über ein Reisebüro vor, weil es hier bei den meisten Reisen noch attraktive Bordguthaben als Zubrot gibt, in unserem Fall 125 € pro Kabine. Was uns gewaltig störte, war der von TUI-Cruises aufgerufene Preis für das An- und Abreisepaket, der uns mit 520 € pro Person für Flüge nach Mallorca doch ziemlich überhöht erschien. So buchten wir zunächst nur die Kreuzfahrt; um die Flüge wollten wir uns selbst kümmern. Einige Wochen später mussten wir aber feststellen, dass Flüge für unsere Termine doch nicht wie Sand am Meer zu haben waren. Gerade für den Hinflug am 27.12. gab es nur wenig Auswahl und auch die Preise waren deutlich höher als erwartet. Da uns die ganze Sache dann doch zu unsicher wurde, haben wir letztendlich das An- und Abreisepaket bei TUI-Cruises nachgebucht. Im Nachhinein eine weise Entscheidung, wenn man an die Pleite von Air Berlin denkt.

Andrea besorgte uns einen Flughafenzubringer, den sie und auch wir schon einmal in Anspruch genommen hatten. Einige Wochen vor Reisebeginn konnten wir dann unter „Meine Reise“ auf der TUI-Website unsere Flugzeiten sehen: Hinflug 14.45 Uhr ab Düsseldorf, Rückflug 09.05 Uhr ab Palma, beide Flüge mit Tui-Fly.

Vorab buchten wir noch zwei Ausflüge und reservierten für den Silvesterabend einen Tisch für vier im Restaurant Atlantik. Außerdem sicherten wir uns im Internet für den Hin- und Rückflug vier Plätze mit mehr Beinfreiheit im Tui Flieger (natürlich gegen Gebühr).

Anreise (27.12.2017)

Weil unser Flieger erst um 14.45 Uhr starten sollte, konnten wir ausschlafen und noch gemütlich frühstücken, bevor wir uns um 10.30 Uhr mit unserem Auto auf den Weg zu Birgit nach Grundschöttel machten; von dort ging es weiter zu Andrea in Gevelsberg, wo unser Auto für die Dauer der Kreuzfahrt bleiben würde. Pünktlich um 11.30 Uhr stand dann auch Frau Post, unsere Fahrerin zum Düsseldorfer Flughafen vor der Tür. Das Gepäck war schnell verladen und los ging es bei leichtem bis mittlerem Regen Richtung Düsseldorf. Zwischen den Feiertagen hielt sich der Verkehr in Grenzen und wir kamen ohne Stau um kurz nach halb eins in Düsseldorf an. Es waren mehrere Tui-Fly Schalter geöffnet, weil fast zeitgleich drei Maschinen (zwei nach Palma, eine nach Gran Canaria) rausgehen sollten. Die Zuordnung war sehr unübersichtlich und es dauerte einige Zeit, bis sich die Reihen entwirrt hatten. Schließlich konnten wir aber unsere Koffer aufgeben, erhielten unsere Bordkarten mit den bereits im Vorfeld reservierten Plätzen und machten uns auf den Weg zur Sicherheitskontrolle.

Mit etwa halbstündiger Verspätung hoben wir dann ab und machten uns auf den Weg nach Palma. Der Flug war relativ unspektakulär, nur die Landung hatte es in sich. Getränke oder Snacks gab es während des Fluges nur noch gegen Bezahlung. Als wir uns unserem Ziel näherten, meldete sich der Kapitän und verkündete, dass über Mallorca gerade ein Sturm tobe und die Landung daher ziemlich ungemütlich werden könne. Es schaukelte beim Landeanflug auch ganz ordentlich; auch die Landung war etwas heftiger als sonst. Als wir endlich unten waren, gab es Beifall für den Piloten; das hatten wir schon jahrelang nicht mehr gehört. Aber er hatte sich den Beifall auch verdient.

Unsere Koffer kamen dieses Mal relativ schnell und dann ging es zu den Tui-Mitarbeitern, die uns zu den bereit stehenden Bussen lotsten. Nach etwa 30 Minuten Fahrzeit erreichten wir die Mein Schiff 2 im Hafen von Palma. Inzwischen war es schon dunkel geworden. Der Check-In ging relativ zügig über die Bühne; wir ließen die EC-Karte einlesen und erhielten unsere Bordkarten. Nach dem obligatorischem Begrüßungsfoto betraten wir die Mein Schiff 2 und suchten zunächst unsere Kabinen auf. Weil die Koffer noch nicht da waren, machten wir uns auf ins Buffet-Restaurant Anckelmannsplatz, um uns zu stärken. Danach waren dann auch die Koffer da und wir konnten ans Auspacken gehen. Bei unserem großen Koffer ließ sich das Zahlenschloss trotz mehrmaliger Versuche nicht öffnen, so dass wir es schließlich aufbrechen mussten. Mit einem Kleiderbügel ging das sehr schnell.

Um 21.15 Uhr fand die einzige Pflichtveranstaltung der Reise, die Seenotrettungsübung statt. Wie immer bei TUI-Cruises ohne Rettungswesten. Wir fanden uns bei unserer Musterstation ein, hörten uns die Sicherheitsinformationen an und nach rund 20 Minuten war die ganze Sache vorbei.

Um 22.00 Uhr begann dann unsere Kreuzfahrt; wie verließen Palma und machten uns auf den Weg nach Cadiz. Den Abend ließen wir in der Schau-Bar ausklingen.

1. Seetag (28.12.2017), teilweise bewölkt, 16 Grad

Den 1. Seetag auf dem Weg nach Cadiz gingen wir in aller Ruhe an. Wir frühstückten im Anckelsmannplatz; hier gab es heute bis 11.00 Uhr etwas zu essen. Danach ließen wir, wie man so schön sagt, die Seele baumeln; setzten uns etwas auf den Balkon, bummelten über das Schiff und trafen uns um 15.30 Uhr wieder im Anckelmannsplatz, wo es zur Kaffeezeit leckere Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne gab. Auch das Abendessen nahmen wir hier ein. Um 21.00 Uhr suchten wir uns Plätze im Theater, um dort zunächst der Vorstellung der leitenden Offiziere beizuwohnen; im Anschluss folgte dann die Deutschrock-Show „Ich mach mein Ding“. Zunächst stellte Kapitän Omar Caruana aus Malta sich selbst und seine leitenden Offiziere vor; unter der anschließenden Show hatten wir uns, ehrlich gesagt, etwas anderes vorgestellt. Deutschrock war es jedenfalls unserer Ansicht nach nicht. Nach der Show fanden wir mit Mühe noch Plätze in der Schau-Bar, wo wir den restlichen Abend bei einigen Getränken verbrachten.

Cadiz, Spanien (29.12.2017), wolkig, mit späteren Aufheiterungen, 19 Grad

Cadiz hatten wir schon bei unserer Reise mit der Mein Schiff 1 im April 2013 (von Mallorca nach Hamburg) kennengelernt. Damals nahmen wir an dem interessanten Stadtspaziergang mit Besuch des Torre Tavira teil, einschließlich Vorführung der Camera Obscura. Weil Andrea und Birgit zum ersten Mal in Cadiz waren, legten wir ihnen diesen Ausflug ans Herz, den sie dann vorab auch buchten. Meine Frau und mich zog es dagegen nach Sevilla; wir hatten deshalb den Ausflug „Stadtbesichtigung Sevilla“ zum Preis von 69 € p.P. gebucht. Treffpunkt für diesen Ganztagesausflug war bereits um 08.15 Uhr, so dass es für uns schon um 07.00 Uhr zum Frühstück ins Anckelsmannplatz ging, das um diese Uhrzeit auch gerade öffnete.

Sevilla liegt etwa 120 km nördlich von Cadiz und ist die Hauptstadt Andalusiens. Zwei Busse machten sich auf den Weg dorthin. Unterwegs wurde an einer Autobahnraststätte eine Pause von 15 Minuten eingelegt. Unsere Reiseleiterin Anke stammte übrigens aus Wiesbaden. In Sevilla angekommen, ging es zunächst zum maurischen Königspalast Alcazar, wo ein spanischer Reiseleiter auf uns wartete. Bevor wir den imposanten Palast besichtigen konnten, standen wir uns zunächst eine gefühlte Stunde die Beine in den Bauch. Die Menschenschlangen, die sich vor dem Eingang drängelten, waren nämlich unendlich lang und eine geordnete Organisation beim Einlass war auch nicht zu erkennen. Schließlich kam auch unsere Gruppe hinein und die Besichtigung konnte beginnen. Der Palast ist wirklich sehr sehenswert und erinnert teilweise an die Alhambra in Granada. Nach der Besichtigung des Palastes und seiner wundervollen Gärten führte uns unser Reiseleiter in das historische Zentrum mit dem jüdischen Viertel. Danach hatten wir etwas Freizeit, in der wir uns in einem Straßencafe einen Snack und ein Getränk gönnten. Treffpunkt war später an der Kathedrale im Herzen der Altstadt; von dort ging es per pedes wieder zum Bus, der uns dann zur Placa Espana brachte. Dieses Gelände der iberoamerikanischen Weltausstellung von 1929 ist ebenfalls sehr sehenswert. Nachdem wir hier noch etliche Fotos geschossen hatten, ging es zurück zum Bus, der uns dann nach Cadiz zurück brachte, wo wir um 17.00 Uhr ankamen. Um 18.00 Uhr verließ die Mein Schiff 2 Cadiz und machte sich auf den Weg nach Madeira.

Das Abendessen nahmen wir mit Andrea und Birgit heute im Bedienrestaurant Atlantik ein. Es schmeckte wie immer vorzüglich. Den Abend ließen wir in der Schau-Bar ausklingen.

2. Seetag (30.12.2017), bewölkt mit Aufheiterungen, 18 Grad

In der heutigen Nacht konnten wir länger schlafen, weil die Uhren um eine Stunde zurückgestellt wurden. Leider war der Atlantik auf dem Weg von Cadiz nach Madeira etwas aufgewühlt, so dass sich bei Gaby die Seekrankheit bemerkbar machte. Sie blieb deshalb im Bett und ich ging allein mit Andrea und Birgit frühstücken, wie immer im Anckelmannsplatz. Für Gaby nahm ich aber ein Käsebrot mit auf die Kabine, weil der Magen gerade bei Seekrankheit etwas zu tun haben muss. Später stand sie dann auch auf und wir setzten uns auf den Balkon, um die frische Luft zu genießen. Nach der Einnahme einer Reisetablette ging es Gaby besser und wir genehmigten uns in der Tui-Bar einen Capuccino bzw. Latte Macchiato.

Zum Kaffee trafen wir uns mit Andrea und Birgit im Anckelmannsplatz; das Abendessen nahmen wir wieder im Atlantik ein. Zum Abschluss verschlug es uns wieder in die Schau-Bar.

Funchal, Madeira, Portugal (31.12.2017), sonnig, 21 Grad

Die zauberhafte Insel Madeira erreichten wir gegen 08.30 Uhr. Entgegen der Ankündigung im Reiseprospekt lagen wir nicht von Anfang an auf Reede, sondern machten zunächst im Kreuzfahrthafen an der Pier fest und zwar zwischen der AIDA Vita und der Queen Elisabeth. An einer anderen Pier lag noch die Balmoral; zwei weitere Kreuzfahrtschiffe waren bereits auf Reede. Wir gingen zunächst zum Frühstück ins Anckelmannsplatz. Bei unserem ersten Besuch in Funchal 2011 mit der AIDA Blu hatten Gaby und ich am ersten Tag einen Ausflug gemacht, der uns u.a. nach Camara de Lobos und zum Cabo Girao geführt hatte. Am zweiten Tag waren wir dann mit Andrea und ihrem leider viel zu früh verstorbenen Mann Volker im botanischen Garten von Funchal. Heute wollten wir uns den tropischen Garten Monte Palace ansehen. Wir suchten uns nach Verlassen des Schiffs deshalb ein Taxi (es standen genügend bereit) und erklärten dem Fahrer, wo wir hin wollten. Die Fahrt nach Monte zum Eingang des Gartens.kostete uns 35 €. Für 12,50 € pro Person kann man auf 70.000 qm Fläche neben zahlreichen Pflanzen auch Kunstobjekte, Kachelbilder und Mineralien besichtigen. Im Eintrittspreis enthalten ist eine Kostprobe von Madeira-Wein in einem der vorhandenen Cafes. Es gibt auch zwei orientalische Gärten zu bestaunen, die eine Verbeugung vor der chinesischen und japanischen Kultur sind. Daneben hat man von einer Aussichtsplattform aus einen tollen Blick auf Funchal und den Hafen. Dort sahen wir auch die für Funchal typischen Korbschlitten vorbei fahren, wobei es auf dem Schiff eigentlich geheißen hatte, dass heute keine Fahrten stattfänden. Wir hielten uns gute zwei Stunden in der sehenswerten Anlage auf, genossen ein Getränk, kosteten den Madeira-Wein und machten uns dann langsam auf den Rückweg. Am Ausgang stand gerade ein freies Taxi, das uns zurück in die Stadt brachte. Dort bummelten wir noch ein wenig im strahlenden Sonnenschein herum und gingen dann zu Fuß zurück Richtung Schiff.

Nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen im Anckelmannsplatz setzten wir uns auf die Außenterasse der Schau-Bar und genehmigten uns in der Nachmittagssonne einen leckeren Cocktail. Inzwischen verließ die AIDA Vita ihren Platz an der Pier und begab sich auf eine Reede-Position. Später kam auch noch die AIDA Sol an; sie lag ebenfalls auf Reede.

Wir machten uns dann langsam fertig zum Abendessen. Über das Internet hatten wir bereits für die 5. Genießerzeit um 19.45 Uhr einen Tisch im Restaurant Atlantik reserviert. Dort ließen wir uns das köstliche Silvester-Menue schmecken. Um kurz nach 22.00 Uhr legten wir von der Pier in Funchal ab und Kapitän Caruana manövrierte uns zur vorgeschriebenen Reede-Position. Von dort hatte man einen phantastischen Blick auf Funchal. Die Zeit bis Mitternacht verbrachten wir in der Schau-Bar; dort orderten wir kurz vor dem Jahreswechsel vier Gläser Sekt und gingen dann hinaus auf das Promenadendeck, um uns das imposante Feuerwerk in Funchal anzuschauen. Der an vier oder fünf verschiedenen Stellen gleichzeitig entzündete Feuerzauber hat uns schwer beeindruckt; sorry Melanie und Pascal, aber wir fanden es schon extra klasse. So etwas haben wir in der Form noch nicht gesehen. Später saßen wir noch in der Schau-Bar zusammen und gingen zwischen 02.00 und 03.00 Uhr in die Koje.

Funchal, Madeira, Portugal (01.01.2018), Sonne und Wolken, 20 Grad

Am Neujahrstag ließen wir es natürlich etwas ruhiger angehen; so gegen 10.00 Uhr fanden wir uns im Anckelmannsplatz ein; das Frühstück ging hier nahtlos in den Neujahrsbrunch über (bis 14.30 Uhr). Später holten wir uns in der Tui-Bar die Pralinen ab, für die wir als Stammgäste (unsere 5. Fahrt mit einem Schiff der TUI-Cruises Flotte) einen Gutschein bekommen hatten.

Wir lagen zwar noch bis 14.00 Uhr vor Madeira auf Reede, hatten jedoch nicht die rechte Lust, noch einmal an Land zu gehen. So taten wir am ersten Tag im neuen Jahr wenig, außer Essen und Trinken. An der Pier im Hafen lag heute eine große AIDA, wahrscheinlich die Prima.

Um 14.00 Uhr machte sich die Mein Schiff 2 dann auf den Weg nach Lanzarote. Kaffee und Kuchen und Abendessen gab es für uns heute im Anckelmannsplatz, danach war wie immer die Schau-Bar unser Ziel.

Arrecife, Lanzarote, Spanien (02.01.2018), sonnig, 26 Grad

Um 08.00 Uhr machte die Mein Schiff 2 in Arrecife fest. Lanzarote kannten wir alle schon. Gaby und ich hatten hier vor 40 Jahren schon einmal zwei Wochen Urlaub verbracht und dabei eine Inselrundfahrt unternommen, die uns u.a. zu den Feuerbergen und in den Timanfaya Nationalpark gebracht hatte. Bei unserem zweiten Besuch im Januar 2011 mit der AIDA Blu waren wir mit einem Ausflug auf den Spuren Cesar Manriques unterwegs. Im März 2014 waren wir zum dritten Mal hier, diesmal mit der Mein Schiff 1. Damals hatten wir uns in Arrecife umgeschaut. Genau das hatten wir auch heute wieder vor. Während wir seinerzeit wegen des außerhalb gelegenen Liegeplatzes den angebotenen Shuttlebus in Anspruch nahmen, lagen wir heute viel näher an Arrecife.

So machten wir uns nach dem Frühstück im Anckelmannsplatz zu Fuß auf den Weg in die Inselhauptstadt, die wir in rund 15 Minuten erreichten. Dort versorgte sich die einzige Raucherin unserer Gruppe, Andrea, erst einmal mit preiswerten Zigaretten. Insgesamt vier Stangen hat sie gekauft; jeder bekam eine mit ins Gepäck. Danach bummelten wir an der Strandpromenade entlang und gönnten uns in einer Bodega eine Erfrischung. Sie lag etwas abseits vom Trubel und wurde wohl hauptsächlich von Einheimischen besucht. Die Preise waren sensationell niedrig. Ich dachte erst, ich hätte mich verhört, als der Kellner den Preis für unsere vier Getränke nannte.

Andrea nahm sich dann ein Taxi zurück zum Schiff; die übrigen drei machten sich zu Fuß auf den Rückweg. Zu Kaffee und Kuchen saßen wir wieder im Anckelmannsplatz; Abendessen gab es heute wieder im Atlantik.

Die Mein Schiff 2 legte um 18.00 Uhr ab und steuerte den nächsten Hafen, Gibraltar an.

Heute Abend zog es uns wieder ins Theater, denn die Crew-Show stand auf dem Programm. Wie immer zeigten Teile der Crew ihre verborgenen Talente, sei es Gesang, Tanz aber auch Jonglage. Es gab langen, verdienten Beifall für die Darbietungen. Nach der Show nahmen wir einen Absacker in der Schau-Bar. In der Nacht wurden die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt.

3. Seetag (03.01.2018), sonnig, später bewölkt, 17 Grad

Unseren 3. Seetag verbrachten wir wieder größtenteils mit Relaxen, Essen und Trinken. Nach dem Frühstück im Anckelmannsplatz gab es aber auch etwas Informatives. Wir hörten uns nämlich im Theater den Vortrag des Lektors, Eckhard Siegel, über „Gibraltar, der Felsen des Tarik“ an. Sehr interessant und mit vielen Bildern unterlegt. Um 11.30 Uhr sollte auf dem Pooldeck ein orientalisches Buffet aufgebaut werden; es wurde wegen der zunehmenden Bewölkung und des Windes aber ins Innere, nämlich in den Anckelmannsplatz verlegt. Wir schauten dort aber nicht vorbei, weil wir noch vom Frühstück gesättigt waren. Erst zu Kaffee und Kuchen sah uns das Anckelmannsplatz wieder; auch das Abendessen nahmen wir dort ein. Zum Abschluss des Abends ging es wieder in die Schau-Bar.

Gibraltar, britisches Hoheitsgebiet (04.01.2018), überwiegend sonnig, 15 Grad

Gibraltar war Neuland für Gaby und mich. Andrea und Birgit waren zwar schon einmal hier; allerdings lagen diese Aufenthalte etliche Jahre zurück. Deshalb hatten wir uns für den Ausflug „Zu Besuch auf dem Affenfelsen“ zum Preis von 39 € p.P entschieden. Treffpunkt war um 08.15 Uhr im Theater; daher standen wir zur Öffnung des Anckelmannsplatzes um 07.00 Uhr bereits auf der Matte, um zu frühstücken. Neben uns an der Pier lag die Saga Pearl 2 (vor 30 Jahren als Astor Drehort der Serie „Traumschiff“).

Nach dem Frühstück ging es in Gruppen von Bord zu den bereitstehenden Bussen. Weil die Straßen zum Affenfelsen schmal und kurvig sind, wurden Minibusse eingesetzt, die ca. 15 Passagiere aufnehmen konnten. Es gab keine örtliche Reiseleitung, aber deutschsprachige Erläuterungen per Tonband. Zunächst fuhren wir zum Europa Punkt. Hier an der südlichsten Spitze Gibraltars sieht man hinüber nach Afrika; ein Leuchtturm sowie die Ibrahim al Ibrahim Moschee sind hier ebenfalls zu finden. Die Moschee wurde 1977 eingeweiht, ist schneeweiß und zählt zu größten Moscheen in einem nicht muslimischen Land. Finanziert wurde sie vom saudi-arabischen König Fahd Al-Saud. Nächstes Ziel war die Tropfsteinhöhle St. Michaels Cave. Diese Höhle wurde bereits vor 40.000 Jahren zum ersten Mal von Menschen betreten; sie ist die größte von insgesamt 143 Höhlen Gibraltars. Im Inneren der Höhle verbreiten tolle Lichteffekte eine mystische Stimmung. Letzter Haltepunkt war natürlich der Affenfelsen. Von diesem Ziel waren wir etwas enttäuscht. Zum einen hatten wir nur 10 Minuten Aufenthalt, zum anderen waren nur einige wenige Berberaffen zu sehen. Im Anschluss an diesen letzten Stopp fuhr der Bus zurück zum Hafen, hielt aber vorher noch am Eingang zur Stadt. Dort stiegen einige Passagiere aus, auch Andrea und Birgit. Gaby und ich dagegen fuhren weiter mit zum Schiff, weil wir uns zunächst umziehen wollten. Nachdem es am Morgen nämlich noch recht frisch gewesen war, wurde es jetzt zunehmend wärmer; deshalb wollten wir uns etwas luftiger kleiden. Als wir das Schiff wieder betraten, fand gerade eine Evakuierungsübung für die Besatzung statt; in allen Kabinentüren befanden sich Stecker mit der Aufschrift: Evacuated. Unsere Kabinenstewards standen aber in der Nähe und bedeuteten uns, dass wir die Kabine betreten dürften. Wir zogen uns um und machten uns wieder auf den Weg in die Altstadt, etwa 20 Minuten Fußweg. Vom Kasemattenplatz gingen wir die Main Street entlang bis zur Roman Catholic Cathedral, einer ehemaligen Moschee, die 1502 gotisch erneuert wurde. Auf dem Rückweg ließen wir uns bei strahlendem Sonnenschein am Kasemattenplatz in einem Cafe nieder und tranken jeder ein (spanisches) Bier. Danach machten wir uns auf den Rückweg zum Schiff. Bemerkenswert ist noch, dass in Gibraltar, im Gegensatz zu Großbritannien, Rechtsverkehr herrscht.

Zurück auf der Mein Schiff 2 überkam uns ein Hungergefühl und wir gönnten uns am Cliff 24 Grill eine Currywurst mit Pommes. Später gab es noch einen Cocktail in der Schau-Bar. Um 18.00 Uhr legten wir ab und steuerten Barcelona an. Zum Abendessen trafen wir uns alle wieder im Anckelmannsplatz; den Abend ließen wir dann wie immer in der Schau-Bar ausklingen.

4. Seetag (05.01.2018), meist sonnig, 15 Grad

Den letzten Seetag unserer Reise begannen wir wie immer mit einem leckeren Frühstück im Restaurant Anckelmannsplatz. Unsere beiden Reisebegleiterinnen tankten dann etwas Sonne auf ihrem Balkon; Gaby und ich hörten uns einen weiteren Vortrag des Lektors, Eckhard Siegel, unter dem Titel „Barcelona, der Stolz der Katalanen“ an. Er sollte lt. Tagesprogramm im Geistreich-Konferenzraum auf Deck 6 stattfinden, wurde aber, wahrscheinlich wegen des großen Interesses, ins Theater verlegt. Auch dieser Vortrag war wieder sehr informativ und mit vielen Bildern unterlegt. Zu Kaffee und Kuchen trafen wir uns wieder alle im Anckelmannsplatz; heute gab es Churros, ein iberisches Fettgebäck, eine Art länglicher Krapfen mit sternförmigem Zuschnitt. Sehr lecker! Später lösten Gaby und ich unseren zweiten Stammkunden-Gutschein in der Blaue Welt Bar ein und genossen ein Glas Champagner.
Zum Abendessen gingen wir heute wieder ins Atlantik; dort saßen wir mit einem netten Ehepaar an einem Sechsertisch und unterhielten uns angeregt über…na klar, Kreuzfahrten.
Den Absacker nahmen wir wie gehabt in der Schau-Bar ein.
In der Nacht machte sich dann eine Erkältung, die ich schon überwunden glaubte, massiv bemerkbar, mit ständigem Husten, so dass an Schlaf kaum zu denken war. Erstmals aufgetreten war dieser Reizhusten an Heiligabend. Dank Hustensaft aus der Notdienstapotheke war er bei Reiseantritt aber verschwunden. Allerdings kämpften während unserer Kreuzfahrt nacheinander und auch gleichzeitig Gaby und Birgit mit ähnlichen Symptomen; später dann auch noch Andrea. Und jetzt hatte es mich wieder erwischt.

Barcelona, Spanien (06.01.2018), wechselnd bewölkt, 14 Grad

Nach einer Nacht mit wenig Schlaf und vielen Hustenattacken fühlte ich mich am Morgen wie gerädert. Wir lagen bereits im Hafen von Barcelona und wollten eigentlich einiges von der katalanischen Hauptstadt sehen. So stand der Park Guell u.a. auf unserer Agenda. Ich schleppte mich mit Mühe und Not ins Anckelmannsplatz zum Frühstück, brachte aber kaum einen Bissen herunter. Birgit, die sich ebenfalls nicht gut fühlte und ich gingen dann zum Bordarzt. Dieser diagnostizierte bei Birgit eine bakterielle und bei mir eine virale Grippe. Beide bekamen wir Medikamente und am Abend dann eine deftige Rechnung. Gut, dass es Auslandskrankenversicherungen gibt.

Nachdem wir unsere Tabletten und Säfte genommen hatten, machten wir uns dann doch auf den Weg in die Stadt. Per Taxi ging es zum Anfang der Rambla, einer 1,2 km langen Promenade, die den Hafen mit der Placa de Catalunya verbindet. Am Hafen markiert die Kolumbussäule den Beginn dieser Hauptgeschäftsstraße. Es gibt zahlreiche Läden, Blumenhändler, Cafes, Musikanten und Straßenkünstler. Wir bummelten die Rambla entlang bis zur Placa de Catalunya und wieder zurück, stärkten uns in einem Cafe mit Wasser bzw. Cola und machten noch einen Abstecher zum gotischen Viertel. Den ursprünglich vorgesehenen Besuch des Park Guell ließen wir sausen; vielleicht beim nächsten Aufenthalt. In der Stadt war von den Unabhängigkeitsbemühungen Kataloniens nichts zu bemerken, außer dass an vielen Häusern katalanische Flaggen hingen. Am 06.01. ist für die Spanier quasi Weihnachten; heute gibt es Geschenke. Der Tag ist in Spanien ein Feiertag; deshalb waren die meisten Geschäfte geschlossen. Mit einem Taxi fuhren wir zurück zum Schiff.

Am Nachmittag war Koffer packen angesagt. Beim Abendessen im Anckelmannsplatz schaffte ich nur zwei Gabeln Salat und eine Scheibe des Artisan-Brotes, von dem ich ansonsten bestimmt zwei bis drei Scheiben verspeiste, weil es einfach so unverschämt lecker ist. Einen Abschiedscocktail in der Schau-Bar schaffte ich auch nur mit Mühe. Zurück auf der Kabine stellten wir den großen Koffer vor die Tür und gingen dann in die Koje

Rückreise (07.01.2018), regnerisch, 13 Grad

Unser Flieger nach Düsseldorf sollte um 09.05 Uhr starten; der Transfer zum Flughafen war für 06.15 Uhr angesetzt. Dementsprechend früh hieß es: Raus aus den Federn. Das Anckelmannsplatz öffnete bereits um 04.30 Uhr; um kurz nach 05.00 Uhr aßen wir dort eine Kleinigkeit. Diese Nacht war etwas angenehmer als die vorherige. Nach einem ausgiebigen Frühstück war uns zu dieser frühen Stunde aber allen nicht.

Um 06.00 Uhr machten wir uns auf, um das Schiff zu verlassen. Die Koffer standen in einer Halle nach Decks sortiert und wir fanden unsere recht schnell. Draußen war es noch dunkel, aber noch trocken. Mit dem Transferbus ging es zum Flughafen. Das Einchecken verlief hier wesentlich angenehmer als in Düsseldorf, weil viel mehr Schalter geöffnet waren. Als wir den Flieger bestiegen, regnete es draußen in Strömen. Den ruhigen Rückflug habe ich fast komplett verschlafen; erst kurz vor der Landung wurde ich wieder wach. In Düsseldorf war es trocken, aber natürlich um einige Grad kühler als wir es in letzten Tagen gewohnt waren. Nachdem wir unsere Koffer geholt hatten, gingen wir zum Ausgang. Frau Post war auch bald da und brachte uns nach Gevelsberg; von da ging es über Grundschöttel nach Hause. Die Heimat hatte uns wieder.

Fazit & Bilder der Reise

Die Mein Schiff 2 war keine Unbekannte für uns. Für Gaby und mich war es die dritte, für Andrea und Birgit die zweite Reise auf ihr. Insofern wussten wir, was uns erwartete. Das Essen war lecker wie immer; allerdings gab es im Atlantik ein paar Mal eine Speisenfolge, die uns nicht so zusagte, so dass wir in den Anckelmannsplatz ausgewichen sind. Wie ich bereits in einem anderen Reisebericht angemerkt habe, finden wir die Auswahl in den AIDA Buffet-Restaurants vielfältiger; zur Qualität lässt sich aber nichts negatives sagen. Zum Frühstück waren wir immer im Anckelmannsplatz. Dort sollte man die Kaffeeautomaten benutzen, die nur Kaffee anbieten; hier schmeckt der Kaffee besser als bei den Automaten, bei denen man auch noch Capuccino und Co bekommen kann. Im Atlantik war neu für uns, dass es jetzt auch vegane Gerichte gibt.

Negativ aufgefallen ist uns, dass wir abends nie einen Platz in der Tui-Bar finden konnten; es war immer total voll. So mussten wir ständig in die Schau-Bar ausweichen; dort spielte jeden Abend eine (gute) Live-Band, so dass man sich nur schlecht unterhalten konnte. Allgemein erscheinen uns die Kapazitäten in den Bars bei ausgebuchtem Schiff als zu gering.

Die Route stand natürlich unter der Prämisse, das Feuerwerk in Funchal zu sehen. Ansonsten waren es aus unserer Sicht zu viele Seetage; fast jeder zweite Tag war ein solcher. Wir finden Seetage nicht so prickelnd; viel lieber sind wir jeden Tag in einem anderen Hafen. Aber wenn man sich Palma als Start- und Zielhafen auswählt und dann Richtung Madeira und Kanaren schippert, muss man mit zahlreichen Seetagen rechnen. Vielleicht wären wir besser gleich auf die Kanaren geflogen und von dort gestartet.

Im Juni geht es für Gaby und mich zum ersten Mal auf einen Neubau von TUI-Cruises; mit der Mein Schiff 3 umrunden wir Großbritannien. 2019 und 2020 sind Artania und Amadea von Phoenix-Reisen gebucht. Der Kreuzfahrtvirus hat uns also weiter voll im Griff.

 

 

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