Reisebericht: Taufe der MSC Seashore auf Ocean Cay!

Reisebericht: Taufe der MSC Seashore auf Ocean Cay!

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[Niklas/ Schiffe und Kreuzfahrten reiste auf Einladung von MSC Cruises]

Reisebericht zur Taufe der MSC Seashore vom 16.11.2021 – 20.11.2021 | Route: Miami – Miami – Ocean Cay – Miami

Nach langer Wartezeit und zahlreicher Kreuzfahrten im westlichen Mittelmeer war es Mitte November 2021 Zeit für die feierliche Taufzeremonie von MSC Seashore. In diesem Rahmen hat MSC Cruises zahlreiche Vertriebspartner, Pressepartner und in Teilen auch Stammkunden aus den Vereinigten Staaten von Amerika an Bord geladen. Auch ich war an dieser Stelle dabei um die kurze Taufreise des neuen Kreuzfahrtschiffes, des ersten Schiffes der MSC Seaside-Evo-Klasse zu begleiten. 

MSC Seashore ist bereits seit Anfang August 2021 im aktiven Dienst der MSC Cruises, sollte den Betrieb eigentlich schon früher aufnehmen, doch durch die anhaltende Corona-Pandemie verzögerte sich die Fertigung des Kreuzfahrtschiffes bei Fincantieri. Umso größer war die Spannung vor der bevorstehenden Taufe des neuen Flaggschiffs der Flotte. 

Taufpatin der MSC Seashore? Die Frage hat sich nie gestellt, natürlich war es Sophia Loren, die mit dieser Taufe bereits zum 16. Male Taufpatin eines MSC Kreuzfahrtschiffes wurde. 

Inhaltsverzeichnis

Dienstag, 16. November 2021: Anreise nach Miami

Nach einer besonders kurzen Nacht stand vor dem Check-In natürlich erst einmal die Anreise nach Miami an. Gestaltet sich leider nicht besonders schnell. Von Zuhause nach Hamburg, von Hamburg nach Frankfurt, von Frankfurt nach Miami. Die Anreise hat sich gezogen, mit einem Premium Economy Platz war das Ganze aber durchaus erträglich für die Beine während des Fluges. Es handelte sich hierbei um einen Flug mit der Lufthansa, das Entertainment / die Film- und Serienauswahl ließ in meinen Augen leider etwas zu wünschen übrig, die meiste Zeit der rund 10 Stunden Flug von Frankfurt nach Miami verbrachte ich ohnehin irgendwo zwischen wach sein und Schlaf. 

Natürlich müssen wir an dieser Stelle leider nach wie vor über Corona Maßnahmen und Kontrollen sprechen. Es galt am Flughafen in Hamburg bereits den Impfnachweis, ein negatives PCR Testergebnis, eine Einreiseerklärung in die USA und die ESTA Nummer bereitzuhalten. Mensch war das ein Aufwand im Vorfeld der Reise. Nimmt man derzeit dennoch gerne in Kauf, denn sobald das Schiff erstmal betreten ist, sind die vorangegangenen Strapazen im Regelfall doch schnell vergessen. 

In Miami angekommen standen natürlich auch dort Kontrollen zur Einreise an. Ich selbst war noch nie in den Vereinigten Staaten, doch hört man eigentlich immer davon, dass die Behörden sehr streng seien. So kam es mir an diesem Tag aber gar nicht vor, Fingerabdruck gescannt, Pass kontrolliert, zwei Fragen beantwortet – und schon war ich eingereist, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. 

Zwischenzeitlich war es bereits nach 15:30 Uhr (Ortszeit). Vom Flughafen aus ging es mittels eines Taxi zum Port Miami, hier wartete MSC Seashore bereits gespannt. Mir gefällt die äußere Ansicht der Schiffsklasse, allerdings gibt es in Miami quasi keine Möglichkeit das Schiff von außen zu fotografieren (außer an der gegenüberliegenden Schnellstraße). 

Rund 20-25 Minuten dauerte die Fahrt vom Flughafen bis zum Schiff. Hier galt es nun den Pass, den Impfnachweis, das negative Testergebnis und das E-Ticket (die Reiseunterlagen) bereit zu halten. Irgendetwas musste natürlich schief gehen und da mein PCR Test schon 25 Stunden alt war genügte er zwar für die Einreise in die USA, für die Einschiffung aber nicht. Also gab es vorher nochmal einen wundervollen „Nasenbohrer“, wie ich den Schnelltest gerne bezeichne. Als das negative Ergebnis vorlag ging es endlich an Bord, ich konnte die Kabine beziehen – fantastische Aussicht!

Eine Kabinenauswahl hatte ich an dieser Stelle nicht, war mit der Zuteilung aber äußerst zufrieden. Es handelte sich hierbei um die Fantastica Balkonkabine mit der Nummer 12086. Hier gibt es einen schnellen Weg zum Aufzug, die Kabine liegt aber nicht so nah, dass dieser auf irgendeine Weise stören würde. Blick nach vorne und hinten vom Balkon sind gegeben, oberhalb und unterhalb der Kabine befinden sich keine öffentlichen Bereiche – ein Volltreffer beim Kabinen-Glück. 

Grundsätzlich ist diese Kabinen-Art schön und gut, aber nichts spektakuläres. Es sind sehr schlichte Kabinen, sodass bei der Aufmachung nicht sonderlich viel falsch gemacht werden kann. Ich persönlich fühle mich in den MSC Kabinen immer sehr wohl, ich bevorzuge das Schlichte. Platztechnisch kommt man zu zweit in dieser Kabine wunderbar aus, auch mit einer dritten Person ist das noch immer vollkommen ausreichend. 

Einen tatsächlichen Jetlag hatte ich auf der Hinreise tatsächlich nicht, die Nacht vor dem Reiseantritt begann um 2 Uhr und endete um 03:30 Uhr, da blieb mehr als genug Schlafkapazität für den bevorstehenden Flug. So war ich ausreichend fit um mich nach der ersten Erkundung der Kabine bereits daran zu machen, auch MSC Seashore kennenzulernen. MSC Seaview habe ich bereits zweimal erlebt, zuletzt auf den Nordeuropareisen im August 2021. Daher kenne ich diese Schiffsklasse bereits recht gut und zog so direkt diverse Vergleiche. 

Den enormsten Unterschied konnte ich tatsächlich am Heckbereich feststellen, der Bereich, der für mich das Highlight von MSC Seaside und MSC Seaview darstellt. Die Veränderungen haben mich aber ein wenig erschreckt, denn auf den beiden Vorgängern hat er mir bedeutend besser gefallen. So ist an dieser Stelle kein Buffet Restaurant mehr, also auch keine Möglichkeit zum Essen im Heckbereich. Auch der Garage Club ist nicht mehr vorhanden, ebenso der Musikbereich mit Tanzfläche. Auch die Zugänge zum Außenbereich gefielen mir nicht mehr so gut. An der Stelle, an der das Buffetrestaurant war, befinden sich nun Spezialitätenrestaurants mit seitlichem Außenbereich. Die längliche Uptown Lounge mit Live Musik am Abend befindet sich direkt am Ausgang zum Pool am Heck. 

Was jedoch sehr gut geworden ist sind beispielsweise das Manhattan Restaurant oder auch das 5th Avenue Restaurant. Grundsätzlich ist die gesamte Gestaltung der Restaurants in meinen Augen etwas attraktiver geworden. Sogar das bedeutend größere Marketplace Buffetrestaurant ist optisch sehr gut gelungen. Auch erschien es mir so, als sei MSC Seashore mit mehr kleineren Details / Dekostücken versehen worden als ihre beiden Vorgängerschiffe. 

Nach meiner kleinen Erkundungstour ging es auch schon zum späten Abendessen um 20:30 Uhr im Butcher’s Cut. Hierbei handelt es sich um ein beliebtes Spezialitätenrestaurant an Bord der Flotte von MSC Cruises. Der Name ist an dieser Stelle Programm, alle drei Gänge waren wirklich extrem lecker, der Aufpreis für eine Mahlzeit hier lohnt sich in jedem Fall! 

Mit dem Ende des Abendessens ging auch der Tag für mich zu Ende, früh aufstehen heißt die Devise und zieht eben auch frühes schlafen gehen mit sich. 

Mittwoch, 17. November 2021: Plakettenübergabe und Rundgang

Der frühe Vogel fängt den Wurm, so stand ich um sechs Uhr schon am Heckbereich der MSC Seashore und erwartete den Abschluss des Sonnenaufgangs. Lief aber nicht so gut, die Sonne wollte sich den ganzen Tag nicht zeigen. Es war zwar warm, aber sehr stark bewölkt. Hat meinen Aufnahmen leider nicht wirklich gut getan, aber mein Rundgang am Vormittag, der mich sogar zwang das Frühstück sausen zu lassen, zeigt dennoch auf, wie fantastisch MSC Seashore geworden ist. Etliche Stunden verbrachte ich damit, alle erreichbaren Bereiche des Schiffes zu fotografieren und zu filmen. Der Yacht Club blieb mir leider verwehrt, hier war aufgrund der dort untergebrachten Personen absolut kein Zugang möglich. 

Hätte ich zwischenzeitlich nicht das Weitwinkelobjektiv der Kamera im Fitnessstudio verloren, so hätte ich mir gar noch eine Stunde des Suchens gespart. Auf der anderen Seite konnte ich während der Suche die einzelnen Bereiche des Schiffes noch ein wenig besser und genauer begutachten. Das Objektiv ist aber auch klein! 

Bis etwa 10 Uhr am Morgen war MSC Seashore nahezu leer, dann aber begann die Einschiffung der amerikanischen MSC Vertriebspartner, Pressepartner und weiterer geladener Gäste, so wurde es an Bord etwas voller. Dennoch blieb es natürlich übersichtlich, ich schätze mal auf etwa 1500-1600 Menschen an Bord. 

Wie auch auf den anderen Kreuzfahrtschiffen der MSC Cruises, bekommt man auch an Bord von MSC Seashore immer eines der Hauptrestaurants zugeteilt, in meinem Fall war es das Tribeca Restaurant. Drei Gänge zum Mittag: Mozarella Sticks, Burger und ein Dessert, von dem ich noch weiß, dass es wunderbar geschmeckt hat, dessen Name ich aber nicht vergessen habe, da ich auf dieser Reise mal wieder bewiesen habe, dass ich es niemals zum Food-Blogger bringen werde. Nicht eine Speisekarte habe ich fotografiert, schande über mein Haupt! 

Bei Taufreisen mit MSC Cruises ist es so üblich, dass diese mit zahlreichen Events und Veranstaltungen ausgeschmückt werden. Ein erstes derartiges Event wurde direkt nach dem Mittagessen durchgeführt. Für MSC Seashore, die erst am vorigen Tag in Miami ankam, war es nämlich der Erstanlauf im Port Miami. In diesem Rahmen kommt es immer zur traditionellen Plakettenübergabe. Mit dabei war unter anderem auch die Bürgermeisterin Miamis. Grundsätzlich wurde die Übergabe an diesem Tag aufgrund der bevorstehenden Taufe natürlich etwas größer zelebriert als gewohnt. Erschwerend hinzu kommt natürlich, dass MSC Seashore nicht nur wenige Male nach Miami kommen wird, sondern ab diesem Tag dort erstmal fest stationiert ist. Umso wichtiger war auch die Plakettenübergabe zum Erstanlauf. 

Die Mittagsstunden verbrachte ich erneut auf Bilderjagd, nach einer ersten Sichtung der Dateien fiel auf, dass hier und da noch ein paar Lücken waren, die galt es zu füllen. Die Zeit aber kannte an diesem Tag keine Gnade und schreitete voran. Eigentlich schade, aber ich freute mich bereits vor Abreise schon am meisten auf Ocean Cay und mit voranschreitender Uhr kam natürlich auch das Ablegen in Miami näher. 

Zum Abend hin wurde der Tag dann doch noch einmal ordentlich stressig. Mit Beginn der Dämmerung hieß es bei uns „Leinen los“. Von einem schnellen Ablegen konnte aber keine Rede sein, denn zuvor musste MSC Seashore weiter in den Hafen hinein um zu wenden. So konnten wir uns auch noch von Miami, sowie den dortigen Kreuzfahrschiffen, darunter Scarlet Lady und Norwegian Encore, verabschieden. 

Auf der anderen Seite war es so, dass das Auslaufen aufgrund des notwendigen Wendemanövers länger dauerte als geplant, auf meiner Agenda stand parallel aber noch die Eröffnung des Kids Clubs an Bord von MSC Seashore. So war etwas Eile angesagt, um diese nicht zu verpassen. 

Doch es kam, wie es kommen sollte und so war ich natürlich zu spät und verpasste das Event. Dafür war ich aber noch so pünktlich, dass ich die Bereiche für Kinder und Jugendliche noch erkunden konnte. Diese sind fantastisch geworden. In die Gestaltung eines jeden Raumes für die jeweiligen Altersklassen konnte man sich hineinversetzen. Beinahe hätte ich mich gar für den nächsten Morgen selbst angemeldet. Sitz-Fußball habe ich hier das erste Mal gesehen, auch direkt ausprobiert. Leider läuft es bei ausgewachsenen Menschen tendenziell auf ein 0:0 hinaus – ist schließlich auf Kinderkörper ausgelegt. 

Lediglich einen Punkt zweifele ich ein wenig an. Das ist die erste Konsole. Die befindet sich im Bereich für drei bis sechs jährige. Wirklich bewerten möchte ich es aber auch nicht, da ich selbst keine Kinder habe und das am Ende des Tages jedes Elternpaar für sich entscheiden muss. Dass die Bereiche der älteren über Konsolen verfügen ist heutzutage wohl unumgänglich. Dennoch: sehr, sehr schöne Bereiche, die sehr gut zu den einzelnen Alterklassen passen! 

Auch heute war das Abendessen nicht nur fantastisch, sondern auch meine letzte Amtstat an diesem Tag. Dieser war mittlerweile schon lang genug, da das Abendessen im Tribeca erneut 22 Uhr überschritt und morgen früh das Einlaufen auf Ocean Cay absoluten Vorrang gegenüber dem Abendprogramm hatte. 

Die zugestiegenen Amerikaner verwirrten mich allerdings etwas. Es ist bekannt, dass MSC Cruises die Handhabung der Maskenpflicht in den Außenbereichen etwas lockerer händelt als andere Unternehmen. Das ist auch in Ordnung so, da das Konzept dennoch vollständig greift. Im Innenbereich gilt aber eine Maskepflicht, mit nur sehr wenigen Ausnahmen (beim Trinken oder am Platz im Restaurant). Es ist auch überall markiert, dass Masken zu tragen sind. Aber in der Praxis wurden im Inneren des Schiffes schon vor dem Essen nur wenige Masken getragen, nach dem Essen war ich froh, wenn drei Begegnungen in Folge mit einer Maske erfolgten. Zu diesem Thema kommen wir aber im Fazit noch einmal. 

Donnerstag, 18. November 2021: Taufe auf Ocean Cay und Spatenstich für das Meeresschutzzentrum

Schon in den frühen Morgenstunden fühlte sich der eingeschlagene Kurs irgendwie eigenartig an. Ein Blick vom Balkon zeigte schnell auf, woran das lag. Schon als ich aufwachte wurde MSC Seashore von einem Schlepper rückwärts in Richtung Anleger auf Ocean Cay gezogen. Erste Maßnahme an dieser Stelle ist natürlich auf dem schnellsten Weg ans Heck zu gelangen. Obwohl Ocean Cay noch so fern war, wirkte die kleine Insel auf den Bahamas als würde an dieser Stelle ein wunderbarer Tag auf mich warten. 

Auch für MSC Cruises, die größte privatgeführte Reederei der Welt, war es ein besonderer Tag. Nicht nur, dass MSC Seashore heute endlich feierlich getauft wurde, auch das Aufschwimmen von MSC Seascape und der Spatenstich des Meeresschutzzentrum auf Ocean Cay wurden gefeiert. Am 18.11.2021 gab es so einiges zum feiern. 

Unterdessen kamen wir Ocean Cay immer näher und näher, das kleine Paradies der MSC Cruises wirkte aber nach wie vor nicht viel größer, dafür aber mit jedem Meter schöner. Ein kleines optisches Highlight der Einfahrt stellte der Leuchtturm der Insel dar. Nun aber zur wichtigsten Meldung des morgens: ich habe es tatsächlich zum Frühstück geschafft! Meine Lieblingsmahlzeit auf Kreuzfahrt. Kurz darauf erfolgte auch schon die Freigabe für den individuellen Landgang. 

Noch von Bord aus habe ich mit mir selbst eine Route für den Rundgang auf Ocean Cay ausgemacht. Zu viel Zeit stand hier schließlich nicht zur Verfügung, am Mittag fand schließlich die Taufzeremonie an. Über das Welcome Center plante ich meinen Weg zum Leuchtturm, entlang des Sunset Beach zum Spa Bereich, durch die Nature Area bis hin zu Paradise Sands. Rückweg über den South Beach, entlang der Crew Cove zur Brücke auf den anderen Teil der Insel. Hier gibt es den Bereich Ocean Beach House für Yacht Club Gäste, den Bimini Beach und den Pineapple Beach. Dieser Bereich der Insel nennt sich North Island. Letzter Halt auf dem Rückweg sollte Ocean Village mit den Shops darstellen. 

Und eben genau diesen Kurs habe ich nach Verlassen des Schiffes auch eingeschlagen. Und was soll ich sagen? Den Mund habe ich kaum zubekommen. Erste Maßnahme war das ausziehen der Schuhe, dann wurde ganz entspannt in Richtung Leuchtturm geschlendert, auch auf diesem Weg ist ein Strandbereich, sogar mit Beachbar, in der Abends Partys durchgeführt werden. 

Ocean Cay bringt einige Besonderheiten mit sich . So wird beispielsweise tagsüber auf der kompletten Insel Musik gespielt. Hierfür wurden am Wegesrand über die komplette Insel Musikboxen verteilt. An der Spitze der Insel, bei den Paradise Sands gibt es gar die Möglichkeit in einer traumhaften Kulisse zu heiraten. Um diesen Bereich zu erreichen geht es vom Leuchtturm einfach nur geradeaus, am Spa Bereich vorbei und bis zum äußersten Ende der Insel. 

Wer es lieber sportlich mag kann auch auf selber Strecke an den South Beach gehen, hier werden Wassersportarten, wie beispielsweise Kanu Fahren angeboten, ebenso stehen hier über den Strand verteilt zwei Volleyball-Felder zur Verfügung. 

Neben weißen Sandstränden und klarem Wasser verfügt Ocean Cay auch über diverse Bars, die über die Insel verteilt wurden, im Seakers gibt es diverse Speisen, vereinzelt sind auch weitere Speisemöglichkeiten zu finden. Die gesamte Vielfältigkeit der Insel ist wahrhaft atemberaubend. MSC Cruises hat an dieser Stelle wirklich ein kleines Paradies geschaffen. 

Selbstverständlich regt ein solcher Ausflug dazu an, auch ein Souvenir der Insel erwerben zu wollen, hierfür geht es ins Ocean Village, wo wenige Shops mit verschiedenen Artikeln zur Verfügung stehen. 

Der Spatenstich des Meeresschutzzentrums fand unterdessen ebenfalls auf der Insel statt, durch die geringe Zeit vor Ort, habe ich diesen aber außen vor gelassen. Bei diesem Projekt wirkt auch die MSC Foundation, eine non-profit Organisation der MSC Gruppe, mit. Das neue Zentrum wird in mitten von Ocean Cay entstehen und das Engagement der MSC Gruppe vor Ort noch erweitert. Vor der Eröffnung von Ocean Cay wurden auf der Insel auch etwa 75.000 Pflanzen platziert. 

Spannend ist auch, dass die Gäste vor Ort nicht nur von der Crew des Kreuzfahrtschiffes, sondern auch von den Mitarbeitern der Insel umsorgt werden. Diese Leben hier vor Ort, kommen in Teilen aus Nassau, der Hauptstadt der Bahamas und zogen im Rahmen ihres Jobs auf Ocean Cay. 

Auch auf Ocean Cay werden Ausflüge angeboten, beispielsweise der Lighthouse Climb, den ich noch wahrgenommen hatte bevor es wieder an Bord ging. Von hier aus kann man einen weiteren Blick über die Insel gewinnen und dabei das Kreuzfahrtschiff vor Ort nicht aus den Augen verlieren. 

Nach einer kurzen Pause in der Kabine, inklusive umziehen, war es dann auch so weit: „Alle Mann ins Theater“ (Nein, ich gendere an dieser Stelle nicht, dennoch waren alle anderen Geschlechtszugehörigkeiten oder geschlechtlose Personen auch herzlich willkommen). Die Taufzeremonie startete wie jede andere, wichtige Personen wie Pierfrancesco Vago oder auch Gianni Onorato kamen mit ihren Reden zu Wort. 

Ein wenige wunderte mich, dass der Begriff „Cargo“ (MSC Container) teils etwas zu weit in den Mittelpunkt rückte – schließlich handelte es sich hierbei um die Taufe des neuen Flaggschiffs der Kreuzfahrtflotte! Den größten Applaus des Abends, mit andauernden Standing-Ovations erntete aber eine Frau, die beinahe als MSC-Ikone bezeichnet werden darf: Sophia Loren. Die italienische Schauspielerin betrat zum 16.(!!!) Male die Bühne zur Taufe eines MSC Kreuzfahrtschiffes. Lediglich zwei Schiffe der aktiven Flotte wurden nicht durch sie getauft. Und auch heute erfreute sie sich bester Laune, genoss den Applaus des Theater und den Jubel, als sie im entscheidenden Moment dafür sorgte, dass die traditionelle Flasche an der Bordwand von MSC Seashore zerschellte. 

Was gehört zu einer guten Taufe? Richtig, ein köstliches Gala Dinner im Anschluss. Herrlich das Essen, auch die Karte war sehr schön gestaltet, die zeige ich an dieser Stelle aber nicht, meine Eignung als Food-Blogger hatten wir angesprochen? Ich gelobe Besserung, denn am 26.11.2021 wird es nicht nur für Sophia Loren, sondern auch für mich die nächste Taufe geben: MSC Virtuosa in Dubai. Hier wird Sophia schon das 17. Mal als Taufpatin fungieren. 

Nach dem Gala Dinner waren noch einige Stunden auf Ocean Cay geplant. An Land, wie auch an Bord wurde in verschiedenen Bereichen gefeiert. Da aber auch hier das Hygienekonzept durch geladene Gäste mit Füßen getreten wurde, habe ich genau diese Bereiche gemieden und mich noch einmal an Land begeben. Auch die Beleuchtung der Insel bei Nacht ist einfach umwerfend. Der Leuchtturm lässt das MSC-Logo die gesamte Insel erhellen.

Freitag, 19.11.2021: Rückkehr nach Miami und Besuch der Dolphin Mall

Zum Abschluss der Reise kreuzte MSC Seashore wieder nach Miami, hier wurde der Bettenwechsel durchgeführt und die Saison für die gebuchten Passagiere an Bord gestartet. Das bedeutete auch für mich, dass es Zeit war die Heimreise anzutreten. Da die Ausschiffung aber in den Morgenstunde war und der Flug erst am Mittag ging, führte der Weg der kleinen Pressegruppe vor dem Rückflug noch in die Dolphin Mall. 

Wie erwähnt, ich war noch nie in den USA, habe sowas entsprechend noch nicht gesehen. Drei Stunden hatten wir vor Ort, ich hatte durchaus überlegt, nicht mit leeren Händen hinauszugehen. Daraus wurde aber nichts, denn die Mall sorgte bei mir für eine absolute Reizüberflutung. Auf der einen Seite wollte ich alles sehen, auf der anderen Seite aber auch in Ruhe in den Shops schauen. Das passt nicht zusammen und so kam die Abfahrt Richtung Flughafen schneller als gedacht. Aber wenigstens konnte ich vor dem Rückflug noch etwas kleines nettes erleben. 

An Mittag ging es nun Richtung Deutschland, ich musste aber feststellen, dass es irgendwie auch doof ist, am Mittag zu fliegen. So hat man sich an den amerikansichen Rhythmus gewöhnt und verschläft, wie in meinem Fall, die Nacht in Deutschland. Das kann nur einen Jetlag geben. Aber was solls? Ocean Cay war diesen Jetlag wert und die MSC Seashore sowieso! 

Samstag, 20.11.2021: Rückkehr und Fazit

Uuuund das ganze Programm nochmal im Rückwärtsgang, über den Flug, bei dem ich nicht schlafen konnte, haben wir bereits gesprochen. Zuvor hieß es aber erneut den Pass und die Impfung vorzuweisen. Kein Problem, der Nachweis ist zwischenzeitlich immer zur Hand. 

Kommen wir nun aber zum Fazit der Reise. Hier gab es vieles positives, rundum war es eine gelungene Kurztour im Rahmen der Taufe von MSC Seashore. Vor ab ist natürlich klar, dass ein solch kurzer Ausflug in die USA im Normalfall nicht zu empfehlen ist. Dafür ist der Flug zu lang und der hinterlassene Fußabdruck zu groß. Alles unter einer Woche sollte man an dieser Stelle außer Acht lassen, zwei Wochen lohnen sich umso mehr. Hierbei geht es um verschiedene Aspekte: das Erlebnis, den ökologischen Fußabdruck, aber auch das körperliche Befinden. 

MSC Seashore ist erneut ein fantastisches Kreuzfahrtschiff geworden, das ich sehr gerne mag. Allerdings war das Schiff auf diesem kleinen Tripp natürlich nicht ansatzweise voll, daher kann ich nicht sonderlich gut einschätzen, wie sich das Ganze verhält, wenn das Schiff mit 70%, 80% oder einer noch höheren Auslastung belegt wird. Ein Urteil darüber Maße ich mich hier nicht an, bei MSC Seaside und Seaview hat sich das außerhalb der Ferienzeiten sehr gut verlaufen. Meinen persönlichen Kritikpunkt zum Heckbereich der erweiterten Schiffsklasse hatte ich oben bereits erläutert. 

Die Taufe lief ordentlich über die Bühne, die vorigen Reden wirkten für mich sehr stark auf Cargo bezogen, das fand ich ein wenige Schade. Gut war jedoch, dass auch hier in den verschienden Einspielern auch die MSC Foundation und auch Ocean Cay sehr gut mitwirken konnten. Die Freude von Sophia Loren live zu sehen war etwas besonderes, sie wusste den Applaus jedes einzelnen sichtlich zu schätzen, zeigte keinerlei Anzeichen von Überheblichkeit oder ähnlichem, wirkte gegenüber MSC Cruises genauso dankbar, wie es auch MSC Cruises ihr gegenüber ist. 

Zu Ocean Cay habe ich nicht mehr viel zu sagen, schaut es euch an! Wer hier keinen wundervollen Tag erlebt, dem kann ich dann auch nicht mehr helfen. Dieses kleine Paradies, das den Gästen der MSC Cruises vorbehalten ist, ist definitiv einen Besuch im Rahmen einer MSC Kreuzfahrt wert! Für mich war es gar so, dass die Insel für den gesamten Aufwand der Kurzreise entschädigte, eine kleine Trauminsel. 

Eine Sache habe ich bereits angesprochen, mir aber für das Ende aufgehoben. Es gibt nur wenige Dinge, die mich wirklich auf die Palme bringen, aber ein Punkt hat mich seit der Einschiffung am Tag nach meiner Ankunft richtig, dauerhaft und durchgehend erzürnt. Über den Tag verteilt wurden am 17.11.2021 GELADENE Gäste eingeschifft. Mit Verlauf des Tages wurden unter eben diesen Gästen immer weniger Masken getragen. Das zog sich so durch, ob die Leute sich ohne Abstand an Bord bewegt haben, ob die Leute sich zusammengequetscht im Atrium beim Tanzen aufgehalten haben. Selbst bei der Taufzeremonie im Theater. 

Und der Fehler lag an dieser Stelle nicht bei MSC Cruises. Alle Bereiche sind entsprechend markiert, das Tagesprogramm beinhaltet einen Hinweis, an diversen Stellen wird auf die Maskenpflicht hingewiesen, auch durch die Mitarbeiter, sie ist in den Innenräumen ein wichtiger Bestandteil des geltenden und erfolgreichen Hygienekonzepts der MSC Cruises. Das Konzept mit Füßen zu treten, egal wer es tut, ist eine Respektlosigkeit gegenüber der Reederei, der Mitreisenden und der gesamten Kreuzfahrtbranche. 

Daher appelliere ich nochmal an alle, obwohl ich weiß, dass ihr, wie auch ich, keine Lust mehr auf die Pandemie habt. Sie ist noch nicht vorbei. Und die Konzepte sind wichtig, dass die Pandemie überhaupt ein Ende nimmt: haltet euch an die vorgegebenen Konzepte, tragt eure Masken, wascht euch die Hände, desinfiziert eure Hände, haltet Abstand und tragt euren Teil dazu bei, dass wir alsbald möglich wieder so zur See fahren können wie es viele Kreuzfahrtgäste möchten: mit Halligalli, Arm in Arm, mit einem Drink in der Hand – ohne Gefährdung anderer!  

Ich danke allen, die bis hier hin durchgehalten haben, wünsche einen wunderschönen Morgen, Mittag, Abend und verabschiede mich von einer in Summe tollen Taufreise der MSC Seashore! 

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