Reisebericht MS Ariana Donau-Kreuzfahrt

Von Passau aus begeben wir uns auf eine einwöchige Flusskreuzfahrt entlang der Donau auf der MS Ariana von Phoenix Reisen. Ortschaften wie Dürnstein, Esztergom und Melk warten genauso auf uns wie die Metropolen Wien, Budapest und Bratislava. Speziell für die Reisen auf der Donau wurde die MS Ariana in Holland gebaut und im Frühjahr 2012 in Dienst gestellt. Auf vier Passagierdecks bietet die MS Ariana Platz für 158 Passagiere und 40 Besatzungsmitglieder. Trotz ihrer im Vergleich zu Hochseeschiffen relativ kleinen Größe hat die MS Ariana auf ihren 110 Metern Länge für die Passagiere einiges zu bieten. Neben dem Panorama-Restaurant findet man an Bord die Panorama-Lounge mit Bar und Tanzfläche sowie eine Lido-Bar. Für die körperliche Erholung und das Verwöhnprogramm der Passagiere sorgen ein kleiner Fitnessbereich, ein Friseur- und Massagesalon, ein Whirlpool auf dem Sonnendeck sowie diverse Ruhezonen mit Sonnenliegen. Außerdem findet man an Bord der MS Ariana eine kleine Bibliotek, ein großes Foyer, eine Internetecke und einen kleinen Bordshop an der Rezeption.

Anreise nach Passau

Zuganreise MS Ariana nach Passau

Zuganreise MS Ariana nach Passau



Transfer vom Bahnhof zum Schiff

Die Anreise von Hamburg nach Passau war lang aber nicht stressig. Nach 6,5 Stunden Zugfahrt, ausnahmsweise mal ohne Verspätung, wurden wir bereits am Gleis am Hauptbahnhof in Passau von freundlichen Mitarbeitern des Globus Schiff- und Parkservice empfangen und begrüßt, die sich freundlicherweise um unsere schweren Gepäckstücke kümmerten. So konnten wir etwas erleichtert mit etwas weniger Gepäck unterm Arm die letzten Meter die uns noch von unserem Zuhause auf Zeit, der MS Ariana, antreten. Außerhalb vom Bahnhof wartete bereits der Shuttle-Bus, der uns innerhalb von nicht ganz 10 Minuten zur Anlegestelle Passau-Lindau 4 brachte.



Shuttlebus vom Bahnhof zur MS Ariana

Shuttlebus vom Bahnhof zur MS Ariana

Einschiffung auf die MS Ariana

Am Schiff angekommen war der Check-In genauso entspannt wie die restliche Anreise. Keine lange Warteschlangen, keine Komplikationen. Nicht einmal 5 Minuten waren wir an Bord und wir befanden uns bereits auf dem Weg zu unserer Kabine – die Kabine 332 auf der MS Ariana. Das Beste dabei war, das Gepäck dass wir am Bahnsteig abgegeben haben befand sich bereits auf der Kabine bei unserer Ankunft, so dass wir uns auch direkt schon umziehen und frisch machen konnten.

MS Ariana – Erste Schritte an Bord

Nach einer kurzen Stärkung bei Kaffee, Tee und Gebäck in der Panaorama-Lounge genossen wie auch schon die Abfahrt aus Passau auf dem Freideck bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen um die 15 Grad. Sehr schade war, dass man auf Grund der Anlegestelle außerhalb von Passau von der Stadt selbst eigentlich gar nichts sah und auch am 3-Flüsse-Eck nicht vorbeikam. Möchte man also vorab noch etwas von Passau sehen, dann macht es durchaus Sinn den einen oder anderen Zug eher zu nehmen um noch etwas Zeit zur freien Verfügung in der Stadt zu haben.

Seenotrettungsübung und Abfahrt in Passau

An Bord ging derweil das Programm munter weiter. Natürlich gibt es auf einem Flusskreuzfahrtschiff auch die obligatorische Seenotrettungübung. Hier wird kurz vorgeführt wie man die Rettungsweste anlegt und wo man diese im Notfall erhält, ebenso wurde das Notsignal vorgestellt und erklärt wie man sich in einer Notsituation zu verhalten hat. Im Anschluss gab es noch grundsätzliche Informationen zur Reise und wie so eine Flusskreuzfahrt eigentlich funktioniert, wie man auf Landgänge geht, dass man sich bei niedrigen Brückendurchfahrten nicht auf dem obersten Deck aufhalten darf und was es mit den vielen Schleusen auf sich hat, die wir während unserer Reise durchfahren.

Die erste Schleuse bei Jochbergstein ließ auch nicht lange auf sich warten und schon konnten wir dieses Erlebnis zum ersten Mal während dieser Reise live miterleben.

Wie es sich für einen Anreisetag gehört, ging dieser schneller vorüber als man es sich vorstellen kann und schon fanden wir uns zum ersten Gala-Abend im Panorama-Restaurant wieder. An Bord der MS Ariana hat man während der gesamten Reise einen fest zugeteilten Tisch an dem man die kompletten Mahlzeiten einnimmt. Gala-Abend an Bord der MS Ariana bedeutet nicht, wie man es von einigen Hochseeschiffen kennt, dass man sich in Smoking und Abendkleid zu schmeißen hat, eine etwas elegantere Abendgarderobe ist hier durchaus ausreichend oder wie Phoenix dazu sagt: Herren lange Stoffhose und Sakko oder Hemd mit oder ohne Krawatte; Damen entsprechend.

5-Gänge Menü zum Abendessen

Das Abendessen wurde in Form eines 5-Gänge-Menüs serviert mit zwei Hauptgängen zur Auswahl wovon einer vegetarisch war. Getränke im Ausschank sind auf der MS Ariana nicht nur während der Mahlzeiten, so auch während des Abendessens, inklusive sondern auch an den Bars bis 24.00 Uhr. Auch auf Kinder wurde beim Essen besondere Rücksicht genommen, so wurde der Hauptgang ein mit Delikatessschinken und Käse gefülltes und gebratenes Hühnerbrüstchen für die jüngsten Gäste an Bord standesgemäß mit Pommes Frites serviert. Auch das Dessert, eine Bayrisch Creme brachte die Kinderaugen zum leuchten:

Bayrisch Creme für Kinder

Bayrisch Creme für Kinder

Besonders interessant und ebenso lustig fand ich während des Abendessen eine Bemerkung zum Thema Etikette in der Speisekarte, ganz nach dem Motto: Wussten sie schon, …?

  • Damen in männlicher Begleitung können in einem Restaurant ihre Bestellung selbst aufgeben.
  • Damen dürfen den Wein  selbst probieren.

Und so endetet auch schon unser erster Tag an Bord der MS Ariana, der am Ende durch die lange Anreise doch sehr schlauchte, aber an Bord bereits gleichermaßen erholsam war. In der Nacht werden die Uhren eine Stunde vor gestellt, es sollte also durchaus akzeptabel sein an diesem Abend eine Stunde früher als sonst ins Bett zu gehen.

Dürnstein in Österreich

Dürnstein ist ein kleiner beschaulicher Ort mit ungefähr 930 Einwohnern in Niederösterreich. Der Ort gilt als einer der bekanntesten Reiseziele in Österreich, auf Grund seiner architektonischen und landschaftlichen Schönheit der Wachau. Das Stadtbild Dürnsteins wird geprägt durch steil ansteigende Weinterrassen sowie durch schmale Gassen und Häuser. Schnell fühlt man sich hier um ein paar Jahre in die Vergangenheit versetzt und kann sich auf die Spuren der Sage machen, in der es heißt dass König Richard Löwenherz hier in der Burg Künriger von 1192 bis 1193 gefangen gehalten wurde. Nachdem dieser von seinem treuen Sänger Blondel entdeckt wurde , sprengten die Schweden 1645 die Burg, übrig geblieben ist eine zerfallene Ruine, die als schöner Blickfang und einmalige Sehenswürdigkeit über der teilweise ummauerten Stadt Dürnstein thront.

Dürnstein

Dürnstein

Das Stadtzentrum

Bereits nach dem Frühstück machten wie uns auf den Weg um nicht nur das kleine Städtchen zu erkunden, sondern vor allem auch um uns auf den steilen Weg in Richtung Ruine zu machen. Nur wenige Gehminuten von der Anlegestelle der MS Ariana entfernt erreicht man die Stadtmauer und befindet sich dann auch schon im Zentrum des Städtchens. Hier ist vor allem der Klosterkomplex Dürnsteins sehr sehenswert, die kleinen schmalen Gässchen verleihen Dürstein einen sehr romantischen Touch. Wenn ich mir nun vorstelle, wie in wenigen Wochen hier alles blüht und die Weinreben zum Leben erwecken, dann kommt in mir der Wunsch auf hier noch einmal herzukommen.

Ruine der Burg Künriger

Um unserem Ziel, der Ruine der Burg Künriger, näher zu kommen mussten wir relativ schnell eine Entscheidung treffen, denn es gibt zwei Wege die nach oben führen, eine leichtere Variante oder den Eselsteig, der als schwierige Variante beschrieben ist und auf dem unter allen Umständen festes Schuhwerk empfohlen wird.

Wir entschieden uns natürlich für den Eselsteig und befanden uns recht schnell auf einem holprigen Trampelpfad mit Treppenähnlichen Gesteinen wieder, auf dem es steil nach oben ging. Wer nicht fit zu Fuß ist, der sollte den Aufstieg auf keinen Fall wagen, ein wenig Kondition sollte auch vorhanden sein. Nach etwa 20 Minuten inklusive dem einen oder anderen Fotozwischenstop hatten wir den Berg erklommen und unser Ziel erreicht. Der Ausblick von oben entschädigte definitiv für den anstrengenden Aufstieg.

Der leichtere Weg, wie wir hörten, soll wohl nicht ganz so steil und ohne Stufen gewesen sein und einem sandigen Trampelpfad gleichen. Dennoch sollte man auch hier fit zu Fuß sein.

Sonnendeck MS Ariana

Sonnendeck MS Ariana

Das Bordleben am ersten Tag auf MS Ariana

Zurück an Bord der MS Alina verließen wir Dürnstein dann auch schon wieder noch vor dem Mittagessen, bei bestem Wetter und angenehmen Temperaturen um die 13 Grad. Sogar die Sonne ließ sich hin und wieder blicken und das obwohl die Wettervorhersage doch etwas ganz anderes mit uns vorhatte.

Nun befinden wir uns wieder auf der Fahrt Flussabwärts der Donau mit dem nächsten Ziel Wien, was wir am frühen Abend erreichen werden.

Wien – die Hauptstadt von Österreich

Wien ist nicht nur die Hauptstadt Österreichs sondern mit seinen ca. 1,7 Millionen Einwohnern auch eine sehr internationale Stadt. Seit der Donaumonarchie (1867-1918) leben hier Ungarn, Deutsche, Tschechen, Slowaken, Polen, Spanier, Italiener und viele weitere Nationen und prägen das Stadtbild in den Bereichen Architektur, Musik, Malerei und natürlich in der Kulinarik. Ähnlich wie in anderen großen Europäischen Städten reihen sich auch die Sehenswürdigkeiten Wiens aneinander, die Wien einen ganz besonderen Charme verleihen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Wiens gehören wohl neben dem Stephansdom die Wiener Hofburg und das Schloss Schönbrunn, welche sich durch die Sissi-Triologie vor allem bei weiblichen Touristen großer Beliebtheit erfreuen dürfen. Doch Wien hat einiges mehr zu bieten als nur die Spuren des berühmten kaiserlichen Paars. Allein in der Innenstadt Wiens befinden sich so viele Museen, Café-Häuser und historische Sehenswürdigkeiten, dass ein Tag alleine nicht ausreichend sein wird um sich einen wirklichen Eindruck von Wien zu verschaffen. Ein Tag mit einem Flusskreuzfahrtschiff in Wien kann einem lediglich einen kleinen Vorgeschmack auf diese äußerst schöne Stadt an der Donau geben.

Wien 1. Tag – Ankunft und Prater

Wir haben bereits am gestrigen Abend, eine Stunde eher als geplant, mit der MS Ariana unsere Liegestelle am DDSG Handelskai erreicht. Schon bei der Einfahrt nach Wien bekam man einiges geboten und man merkte sehr schnell dass neben der ganzen Historik Wien vor allem eine moderne Großstadt ist, die manche Probleme ganz unkonventionell zu lösen scheint. So wurde ein Gymnasium aus Platzmangel einfach mal aufs Wasser verlegt, zwei Schiffe wurden hierfür miteinander verbunden und selbst an eine Turnhalle für die Schüler wurde gedacht.

Wiener Gymnasium auf der Donau

Wiener Gymnasium auf der Donau

Nahezu auf gleicher Höhe auf der jeweils gegenüber liegenden Seite der Donau befinden sich die beiden höchsten Bürogebäude Wiens, der DC Tower mit einer Höhe von 220 Metern (250 Meter bis zur Spitze) und der Millinium Tower in der Hafen City mit einer Höhe von 202 Metern.

DC-Tower Wien

DC-Tower Wien

Millenium Tower Wien

Millenium Tower Wien

Kurz davor passiert man den Wiener Funkturm, den A1 Tower auf dem Wagemutige nicht nur einen traumhaften Blick über Wien genießen sondern sogar auch Bungee-Jumpen können. Wie wir erfuhren betragen die Kosten für einen Sprung mit Seil 150 Euro, verzichtet man auf das Seil, dann kann man auch schon für 5 Euro springen.

A1 Tower und DC Tower Wien

A1 Tower und DC Tower Wien

Am Fuße der Reichsbrücke, unterhalb der sich dann auch schon unsere Anlegestelle befand, konnte man man vom Wasser aus die Franz-von-Assisi-Kirche, am Mexiko-Platz bestaunen.

Franz-von-Assisi-Kirche Wien

Franz-von-Assisi-Kirche Wien

Impressionen von der Donau bei Wien

Der Wiener Prater

Nach dem Abendessen, welches wir in Form eines Wiener-Abends mit Wienerschnitzel und Kaiserschmarren genießen durften, machten wir uns auf zu einem weiteren Highlights von Wien, dem Prater. Hier wollten wir vor allem den Wiener Riesenrad einen Besuch abstatten und Wien bei Nacht von ben bestaunen. Von der Anlegestelle bis zum Wiener Riesenrad am Prater läuft man in etwa 15 bis 20 Minuten. Der Weg ist einfach, die Wahrscheinlichkeit sich bis dorthin zu verlaufen ist eher gering. Der Preis für eine Einzelfahrt des Wiener-Riesenrads beträgt  9,50 für Erwachsene und 4,00 Euro für Kinder von 3-14 Jahre.

Das Wiener Riesenrad

Wiener Riesenrad am Prater

Wiener Riesenrad am Prater

Die Fahrt mit dem Wiener Riesenrad bietet auf 65 Metern Höhe einen traumhaften Blick über die Stadt. Menschen mit Höhenangst, so wie ich, sollten sich vorab gut überlegen ob sie das nervlich durchstehen. Die Fahrt dauert zwischen 10 bis 15 Minuten, es wird oft gestoppt damit weitere Personen unten zusteigen können und je nach Windstärke rappelt und schaukelt es auch schon mal mehr oder weniger. Dennoch würde ich es jedem empfehlen.

Der Prater an sich, ein riesiger Jahrmarkt mit vielen Attraktionen, war teilweise schon geöffnet, aber natürlich noch nicht in dem Ausmaß wie man es wahrscheinlich von wärmeren Jahreszeiten kennt. Wer in den Genuss aller Attraktionen des Wiener Praters inklusive dem Wiener Riesenrad kommen möchte, der kann auch ein Kombiticket für 38,00 Euro erwerben welches 13 Fahrgeschäfte beinhaltet.

Auch den Rückweg vom Prater zur MS Ariana zu später Stunde bestritten wir zu Fuß und hatten zu keiner Zeit das Gefühl nicht sicher zu sein. Der Preis für ein Tax liegt zwischen 5 und 10 Euro für die Strecke.

Wien 2. Tag – Innenstadt

Eigentlich wollten wir uns heute nach dem Frühstück auf den Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn machen, welches die Persönlichkeit der Erzherzogin von Österreich Maria Theresia wieder spiegelt. Außerdem stand zusätzlich der Tiergarten Schönbrunn auf dem Programm. Ein Blick aus dem Fenster und die heutige Wettervorhersage ließ uns die Pläne allerdings über Bord werfen, denn ein wolkenverhangener Himmel und Regen begrüßten uns an diesem Morgen. Also entschieden wir uns spontan dafür die von der Anlegestelle ca. 4,5 Kilometer entfernte Innenstadt Wiens zu besichtigen. Erreichen kann man die sehr gut mit der U-Bahn, bis zur nächsten U-Bahn Station (Vorgartenstraße) läuft man in etwa 10 bis 15 Minuten. Mit der U1 fährt man dann ca. 5 Minuten bis zum Stephansplatz, der inmitten des Zentrums liegt. Die Kosten für eine Einzelfahrt betragen 2,20 Euro (1,10 Euro für Kinder).

Am Stephansplatz selbst liegt, wie der Name es bereits vermuten lässt, auch direkt schon der Stephansdom. Von hier aus erreicht man die meisten Sehenswürdigkeiten Wiens zu Fuß und kann auch auf der Kärntner Straße ausgiebig shoppen gehen. Da der Regen als wir dort ankamen nicht gerade schwach war suchten wir erst einmal ein Wiener Café Haus auf, das Mozart Café welches sich im Gebäude des Hotel Sacher befindet, und stärkten uns hier natürlich wie soll es anders sein mit einem Stück Sacher Torte.

Im Anschluss als der Regen vorübergehend etwa nachließ machten wir uns dann auf den Weg zur Wiener Hofburg. Hier kann man schon einige Zeit verbringen, denn einige weitere Sehenswürdigkeiten befinden sich hier vis a vis. Neben dem schön angelegten Burggarten, dem Heldenplatz und der Hofburg selbst findet man hier auch der Maria-Theresien-Platz, das Naturhistorische Museum, das Volkstheater und vieles mehr.

Wiener Hofburg

Wiener Hofburg

Durch den Volksgarten hindurch ging unsere Reise weiter zum Wiener Rathaus was bereits eine eigene Sehenswürdigkeit in Wien darstellt. An der Votivkirche angelangt brachen wir dann auf Grund von zu starkem Regen mit Wind in Kombination ab, da auch die mitgenommenen Regenschirme ihren Dienst nicht mehr erbrachten und wir zwischenzeitlich sehr durchnässt am frösteln waren. Für ein Taxi von dort aus zurück zur Anlegestelle bezahlten wir 13,20 Euro. Je nach Verkehr können sich die Kosten hierfür auch auf ca. 20 Euro belaufen.

Burg Theater Wien

Burg Theater Wien

Zurück an Bord der MS Ariana, aufgewärmt und trocken gelegt, wie soll es anders sein, riss der Himmel natürlich auf und die ersten Sonnenstrahlen des Tages begrüßten uns am Nachmittag. Lange sollte das Glück allerdings nicht anhalten, als wir Wien pünktlich um 18.00 Uhr verließen, verabschiedete uns die Österreichische Hauptstadt mit einem ordentlichen Schauer Hagel.

Nun befinden wir uns auf dem Weg in Richtung Ungarn, eingestimmt darauf werden wir darauf bereits heute beim Abendessen mittels eines Ungarischen Abends.

Esztergom & Budapest

Budapest ist ist mit über 1,7 Millionen Einwohnern nicht nur die größte Stadt Ungarns sondern auch die neuntgrößte Stadt der Europäischen Union – vor allem aber ist Budapest aber die Hauptstadt Ungarns. Bis zum Jahr 1873 waren Pest und Ofen (umgangssprachlich Buda) allerdings noch zwei getrennte und voneinander unabhängige Städte. Kommt man über die Donau flussabwärts nach Budapest so befindet sich Pest, die Stadt der Moderne und der Gegenwart, mit seinem atemberaubenden Parlament auf der linken Uferseite. Auf der rechten Seite befindet sich Buda, die Stadt der Vergangenheit, mit dem Gellertberg und der Budaer Burg. Der Burgpalast ist das größte Gebäude Ungarns und das bekannteste der Stadt Budapest.

Anreise nach Budapest – Esztergom

Sankt-Adalbert-Kathedrale Esztergom

Sankt-Adalbert-Kathedrale Esztergom

Auf dem Weg mit der MS Ariana nach Budapest machten wir in den frühen Morgenstunden am gestrigen Vormittag erst einmal einen einstündigen Zwischenstop in Esztergom. An dieser Stelle bildet die Donau die Grenze zwischen Ungarn und der Slowakei. Esztergom ist eine der ältesten Städte Ungarns und war früher sogar die Hauptstadt. Unser Halt in Esztergom dienst überwiegend zur Ausschiffung der Gäste an Bord die den Ausflug Donauknie gebucht hatten und mit dem Bus weiter nach Budapest fuhren. Wir hatten dadurch die Möglichkeit von der Donau aus einen Blick auf die Sankt-Adalbert-Kathedrale zu werfen. Sie ist als Haupt, Mutter und Lehrerin der ungarischen Kirche die größte Kirche Ungarns und steht sogar auf Platz 18 der größten Kirchen der Welt.

Nach einem kurzen Stop ging es dann aber auch schon weiter abwärts der Donau mit unserem Reiseziel Budapest, welches wir gegen Mittag erreichen würden. Allein schon die Einfahrt nach Budapest wenn man die Stadt vom Wasser aus bereist ist ein Highlight für sich. Eine Sehenswürdigkeit nach der anderen reihen sich hier zu beiden Seiten der Donau aneinander. Angefangen mit dem riesigen Parlament, über die Fischerbastei, die Matthiaskirche, den Burgpalast, bis hin zur Kettenbrücke und zum Gellertbad. Während unserer Einfahrt nach Budapest spielte leider das Wetter nicht so mit wie wir uns das wünschten, es war extrem windig, demnach kalt und der Himmel war Wolkenbehangen und man konnte den Regen schon fast riechen. Dennoch ließ ich mir diese einmaligen Eindrücke auf dem Sonnendeck der MS Ariana nicht entgehen.

Kettenbrücke Budapest

Kettenbrücke Budapest

Individueller Landausflug Budapest – Parlament und Innenstadt

Nachdem wir Budapest erreicht haben machten wir uns direkt auf den Weg die Stadt zu erkunden. Unser erstes Ziel war das Parlament. Das Parlamentsgebäude ist das Wahrzeichen von Budapest und dies auch absolut verdient. Es ist 268 Meter lang, als Vorbild für den Bau, der von 1885 bis 1904 stattfand, diente der Palace of Westminster in London.

Palarmant Budapest

Palarmant Budapest

Von der Anlegestelle der MS Ariana bis zum Parlamentsgebäude waren es ziemlich genau 3km Fußmarsch entlang des Donauufers. In diesen ca. 45 Minuten die wir unterwegs waren bekamen wir schon einen recht guten Eindruck von Budapest, einer sehr sauberen und gepflegten Stadt. Vorbei kamen wir auch an der St.-Stephans-Basilika, der größten Kirche Budapests, verschiedenen modernen Hotels wie zum Beispiel dem InterConti und vielen weiteren historischen Gebäuden bis wir nach ca. 45 Minuten das Parlament von Budapest erreichten.

Von dort aus nahmen wir Kurs auf die Innenstadt mit ihre berühmten Fußgängerzone Vaci Utca, die neben dem gemütlichen Flanieren viele Möglichkeiten zum Shoppen bietet, aber auch Cafés und Restaurants reihen sich hier aneinander. Bis dorthin passierten wir erneut unzählige Sehenswürdigkeiten und historische Gebäude, eigentlich kann man schon fast behaupten dass Budapest ausschließlich aus Sehenswürdigkeiten besteht und somit Budapest selbst wohl die eigentliche Sehenswürdigkeit ist.

Leider mussten wir dann in der Fussgängerzone diesen Ausflug an unserem ersten Tag in Budapest abbrechen, da uns erneut, wie schon am Tag zuvor in Wien, ein starker Regen überraschte – zum Glück war die MS Ariana nicht weit von der Fußgängerzone entfernt so dass wir diesmal trocken zurück an Bord kamen.

Das Abendessen genossen wir dann in ungarischer Form mit lecker Ungarischem Gullasch und Apfelstrudel. Wer bei Spfelstrudel nun schon wieder an Österreich denkt, der liegt falsch, denn wir wir lernten sind Strudel im allgemeinen eine ungarische Spezialität und stehen dort nahezu überall auf dem Speiseplan.

Individueller Landausflug Budapest – Fischerbastei und Matthiaskirche

Heute Morgen, an unserem zweiten Tag in Budapest, begrüßte uns die Sonne was uns optimistisch für unseren Tagesplan stimmte. Unser Ziel war es nämlich Buda, die andere Seite der Stadt zu erkunden, vor allem aber die Fischerbastei und die Matthiaskirche auf dem Gallertberg aufzusuchen. Von hier aus soll man einen atemberaubenden Blick über die Stadt Budapest genießen können, das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Blick von der Fischerbastei

Blick von der Fischerbastei

Wieder erst mal am Donauufer entlang machten wir uns also auf den Weg dorthin. Über die berühmte Kettenbrücke, die zugleich auch die älteste Brücke ist die in in Budapest die Donau überquert, wechselten wir die Ufer und erhielten von der Brücke aus einen wunderschönen Blick auf den Burgpalast. Weiter durch die Stadt erreichten wir insgesamt 3km und 250 Treppenstufen später dann auch schon unser Ziel.

Das was über die Fischerbastei und die Matthiaskirche erzählt wird ist definitiv nicht zu viel versprochen und der „Aufstieg“ lohnt sich allemal. Die Fischerbastei hat ihren Namen nicht umsonst, denn an dieser Stelle fand der mittelalterliche Fischmarkt statt. Die Matthiaskirche mit ihrem außergewöhnlichen Dach ist die bekannteste Kirche von Budapest. Nicht nur wegen der Krönung des österreichischen Kaiserpaars Sissi und Franz Joseph zum ungarischen Königspaar wird die Matthiaskirche auch Krönungskirche genannt.

Von hier oben hat man tatsächlich einen tollen Ausblick auf die Donau auf Budapest und vor allem auch auf das Parlamentsgebäude auf der anderen Uferseite, so dass die Fischerbastei auf der To-Do-Liste eines jeden Budapest-Besuchs auf jeden Fall an oberster Stelle stehen sollte.

Parlament Budbest von Fischerbastei

Parlament Budbest von Fischerbastei

Den Rückweg bestritten wir erneut durch die Stadt und die Fußgängerzone und saßen in einem modernen Café, dem Café de Paris, den nächsten Regenschauer aus. Hier bestellten wir eine heiße Schokolade, die ihrem Namen alle Ehre machte, denn das war wirklich eine heiße Schokolade und nicht irgendein dünn zusammengemischter Kakao wie man es aus Deutschland kennt wenn man eine heiße Schokolade bestellt. Im Café de Paris kann man selbstverständlich auch mit Euro bezahlen, wie fast überall in Budapest. Das besondere aber und das ist nicht selbstverständlich, bekommt man das Wechselgeld ebenfalls in Euro zurück und nicht in der ungarischen Währung.

Zu guter Letzt nahmen wir uns an diesem Tag noch die Markthalle vor, die nur wenige Gehminuten von der Schiffanlegestelle entfernt ist. Kann man besuchen, muss man aber nicht. In der Markthalle befindet sich wie der Name schon verrät ein großer Markt mit vielen kleinen Ständen. Hier bekommt man absolut alles zu kaufen, Lebensmittel, Fleisch, Gemüse, aber auch landestypische Kleidung, kitschige Souvenirs, Lederwaren, Handtaschen und vieles mehr.

Zurück am Schiff ließen wir uns dann erst einmal das Mittagessen schmecken bevor wir uns zum Ablegen und Auslaufen aus Budapest wieder aufs Sonnendeck der MS Ariana begaben. Auch wenn das Wetter den Vormittag über sehr durchwachsen war, so meinte der Wettergott es in diesen Minuten gut mit uns. So war es zwar windig, aber dank Sonnenschein verabschiedete uns Budapest von seiner schönsten Seite.

Parlament Budapest von der Donau

Parlament Budapest von der Donau

An Bord der MS Ariana

Auch an Bord der MS Ariana wurde heute noch einiges geboten, neben einer kleinen Tombola in der Panorama-Bar, zeigt uns Fausto der Kreuzfahrtdirektor und Reiseleiter, in der Heckbar die undurchschaubarsten Zaubertricks und wie Falschspieler in den Großstädten ihr Geld verdienen und uns Touristen das Geld aus der Tasche ziehen. Hätte er heute mit uns um Geld gespielt, dann hätte er wahrscheinlich in den nächsten 4 Wochen Zuhause bleiben können und nicht mehr arbeiten müssen.

In Budapest sind auch noch mal neue Gäste an Bord gestiegen, aber eher ungewollt, so wurde die MS Ariana von einer Piratencrew erobert, die während des Abendessens für Stimmung sorgten. Erst einmal führten sie eine neue Kleiderordnung ein und jeder Gast musste mit Augenklappe und im Piraten-Dress zum Dinner erscheinen. Wer sich nicht daran hielt, wurde hart bestraft und musste anschließend in die Kombüse zum Teller waschen. Aus Respekt oder Angst vor den Piraten hielt sich aber ausnahmslos jeder daran.

Nun wartet gleich noch ein Highlight auf uns. Da die Crew dank der Piraten ja heute frei hat, wurden sie dazu verdonnert für die Abendunterhaltung zu sorgen, so dass gleich in der Panorama-Bar noch die Crew Show stattfinden wird.

Bratislava in der Slowakei

Bratislava ist die Hauptstadt der Slowakischen Republik, die am 1. Januar 1993 nach der friedlichen Trennung mit Tschechien gegründet wurde. In Bratislava leben ca. 455.000 Menschen und genießen die lebendige Kulturszene , diverse Hochschulen und die aufstrebende Wirtschaft ihrer Stadt, die immer mehr im Kommen ist. Auch wenn Bratislava noch im Schatten von Wien und Budapest steht, so überrascht sie mittlerweile ihre Besucher, so gehören beispielsweise die Bratislaver Jazz-Tage zu den bedeutendsten Jazz-Festivals in Europa. Durch die niedrige Entfernung zu Wien, die gerade mal 60km beträgt, sind Wien und Bratislava die am nächsten beieinander liegenden Hauptstädte der Welt.

Individueller Landausflug Bratislava – Burg Bratislava und Altstadt

Burg Bratislava

Burg Bratislava

Schon in der Früh legten wir mit der MS Ariana in Bratislava an, das Wetter schien wieder sehr durchwachsen zu sein, dicke dunkle Wolken hingen über uns und über der Stadt. Wir wollten also möglichst keine Zeit verlieren und machten uns direkt nach dem Frühstück auf die Stadt zu erkunden.

Unser erstes Ziel war die Burg Bratislava, auch Pressburg genannt, die auf einem 85 Meter hohen Felsen über der Stadt thront. Die Burg konnte man schon von unten sehr gut erkennen und sie war auch zu Fuß in rund 15 Minuten vom Schiff aus zu erreichen, jede Menge Treppenstufen sollte man hier auf jeden Fall wieder einkalkulieren.

Sie Burg ist wirklich sehr sehenswert und man hat von oben natürlich einen weitläufigen Ausblick über Bratislava und die Donau. Spätestens von hier oben, wurde einem aber dann auch schon recht schnell bewusst, dass uns eine Stadt wie wir sie in Budapest oder Wien erlebt haben, wo sich eine Sehenswürdigkeit an die nächste reiht, nicht erwarten würde.

Wieder unten vom Berg begaben wir uns in die Altstadt, die mit ihren engen Gassen und vielen Cafés, Restaurant und Kneipen vor allem zur Sommerzeit sehr einladend sein muss. Wir hingegen erlebten bis auf ein paar Touristen, leer gefegte Strassen, die Stimmung und die Atmosphäre, die man sonst hier wohl erleben darf, kam bei uns leider nicht an.

Außerhalb der Altstadt prägen wie in vielen europäischen Großstädten eher Wandbeschmierungen und Graffitis das Stadtbild.

Den Nachmittag verbrachten wir dann auf dem Schiff und genossen die Stille und Ruhe die uns dort erwartete. In der Panorama-Bar ein schönes Buch lesen, einen Tee genießen und einfach mal nichts tun. Wie sich zeitig herausstellte, war das auch keine schlechte Entscheidung, denn das Wetter in Bratislava zeigte sich am Nachmittag noch von seiner schlechtesten und gemeinsten Seite. Nicht nur nass und ausgekühlt, sondern auch vom Hagel massiert, kamen viele Passagiere zurück an Bord.

Das Abendessen stand wie jeden Abend auch heute wieder unter einem Motto, diesmal war es ein Slowakischer Abend mit slowakischen Gerichten. Im Anschluss erlebten wir noch eine traditionelle bulgarische Hochzeit an Bord der MS Ariana, die von der vorwiegend bulgarischen Crew auf amüsante und anschauliche Art und Weise inszeniert wurde.

Melk in Österreich

Melk ist eine kleine Gemeinde in Niederösterreich mit etwas über 5.000 Einwohnern und wird in östlicher Fließrichtung der Donau auch als das Tor zur Wachau bezeichnet. Das Wahrzeichen der Wachau, das Stift Melk thront über der Gemeinde Melk und gehört zum UNESCO-Welterbe. Gleichzeitig beherbergt das Stift Melk noch heute das Stiftgymnasium Melk, welches die älteste noch bestehende Schule in ganz Österreich ist.

Individueller Landausflug – Stift Melk und Altstadt

Während wir am Morgen endlich mal wieder von einem hellblauen Himmel und Sonnenstrahlen begrüßt wurden, befanden wir uns noch auf der Fahrt zu unserem letzten Reiseziel dieser Donaukreuzfahrt mit der MS Ariana. Am Mittag würden wir Melk erreichen und werden wohl zum ersten Mal seit langem keine Angst haben müssen an diesem Tag nass zu werden. Zwar war es noch immer windig, doch das konnte heute keinen einzigen Gast an Bord wirklich beeindrucken.

Die Schiffsanlegestelle der MS Ariana ist ca. 1km von der Altstadt entfernt, den Weg kann man in etwa 10 Minuten ganz einfach zu Fuß zurücklegen. Wir wollten natürlich zum Stift hinauf, das zu finden war einfach, da der Weg an jeder erdenklichen Stelle ausgeschildert war. Wiederum nicht mal 10 Minuten und etwas über 220 Treppenstufen später befanden wir uns auch schon am Ziel.

Stift Melk

Stift Melk

Das Stift Melk an sich ist schon sehr beeindruckend und man kann einige Zeit dort verbringen. Sehr schön ist natürlich auch der Ausblick von oben und bei dem schönen Wetter heute natürlich besonders schön. Das Stift Melk kann man alleine erkunden oder auch an einer geführten Besichtigung teilnehmen.

Da wir noch ein wenig in der Altstadt bummeln wollten und nicht allzu viel Zeit für unseren Aufenthalt in Melk hatten, verschafften wir uns nur einen kurzen Überblick und machten uns schon bald wieder auf den Weg nach unten ins Tal. In der kleinen aber sehr feinen Altstadt kann man sehr gut einen sonnigen Nachmittag verbringen. Viele Cafés und Restaurants laden dazu ein Platz zu nehmen und dort für einige Zeit zu verweilen, das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Ich jedenfalls hätte nichts dagegen gehabt, wenn wir einen etwas längeren Aufenthalt in Melk gehabt hätten, denn hier lässt es sich wirklich aushalten.

Altstadt Melk

Altstadt Melk

Zurück an Bord ging es dann auch schon bald weiter und wir ließen das schöne Melk schon wieder hinter uns. Nun befinden wir uns auf dem letzten Streckabschnitt in Richtung Passau, wo wir morgen bereits wieder von Bord gehen werden. So ein paar Tage gehen leider viel zu schnell rum. Heute dürfen wir uns nochmal auf einen schönen Gala-Abend freuen mit Kapitäns-Dinner und vielen Abschieden von jeder Menge netter Menschen die wir während dieser Reise getroffen haben und kennen lernen durften.

 
 
 
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