Reisebericht Douro Serentiy von nicko cruises – 8 Tage Porto-Dourotal-Porto – 14. – 21.09.2021

Reisebericht Douro Serentiy von nicko cruises – 8 Tage Porto-Dourotal-Porto – 14. – 21.09.2021

Reisebericht Douro Serentiy Titelbild

[Christopher / Schiffe und Kreuzfahrten reiste auf Einladung von nicko cruises]

MS DOURO SERENITY Reisebericht „8 Tage Porto-Dourotal-Porto“ vom 14.09.2021 – 21.09.2021  | Route: Porto (Gaia)Porto (Gaia) // Caldas de Aregos* – Caldas de Aregos* // Pinhão – Pinhão // Barca d’AlvaBarca d’Alva // Pocinho* – Pocinho* // Régua – Régua // Porto (Gaia)Porto (Gaia)
* = Übernachtungshafen ohne planmäßige Landausflüge

Autor: Christopher Leipert

Das malerische Dourotal im Norden Portugals ist eine einzigartige Naturlandschaft, die aus gutem Grund zum UNESCO-Welterbe zählt. Besonders charmant lässt sich das Tal mit seinen verschiedenen Reizen aus Natur und Sehenswürdigkeiten im Rahmen einer Flusskreuzfahrt entdecken. Ausgangs- und Endpunkt einer jeden Flusskreuzfahrt auf dem Douro ist die zweitgrößte Stadt Portugals – Porto. Hier gibt es verschiedene Liegeplätze, die stark frequentiert sind und in der Regel liegen die Flusskreuzfahrtschiffe als „Päckchen“, das heißt mehrere Schiffe teilen sich einen Liegeplatz und liegen direkt aneinander.

Die MS DOURO SERENITY, die in diesem Jahr erstmalig für den Stuttgarter Reiseveranstalter nicko cruises unterwegs ist, hat ihren Liegeplatz stets am Cais de Gaia, also in der Stadt Vila Nova de Gaia. Diese liegt auf der gegenüberliegenden Seite von Porto auf der anderen Douro-Seite. Somit hat man von dort aus den besten Blick auf Porto selbst. Über mehrere Brücken sind die beiden Städte miteinander verbunden – die am nächsten gelegene Brücke ist die Ponte Luis I. Vom Anleger Cais de Gaia kann man binnen weniger Minuten die Innenstadt von Porto erreichen. Sämtliche Portweinkeller befinden sich übrigens sich auch auf der Douro-Seite von Gaia und nicht in Porto selbst.

Im Rahmen einer Einladung von nicko cruises konnte ich, sowie weitere Medien- und Pressevertreter, an der Reise durch das Dourotal mit der MS Douro Serenity vom 14.09.2021 bis zum 21.09.2021 teilnehmen. An Bord befanden sich zum Reisezeitpunkt insgesamt 85 Passagiere. Die maximale Passagierzahl beträgt 126 Personen, folglich gibt es an Bord 63 Kabinen, die sich auf drei Decks verteilen. 

Die 16 Kabinen des unteren Hauptdecks sind allesamt Außenkabinen (ca. 12 qm). Auf dem Mitteldeck befinden sich 23 Kabinen (ca. 14 qm), die alle eine ablenkbare Panoramafront haben – ein bodentiefes großes Fenster, das sich zur Hälfte herunterfahren lässt. 16 Kabinen auf dem Oberdeck sind ebenfalls mit Panoramafront ausgestattet (ca. 14 qm). Weitere 6 Kabinen haben gemäß Produktbeschreibung einen Loggia-Balkon. Hierbei handelt es sich nicht etwa um einen Balkon im eigentlichen Sinne, sondern auch um eine absenkbare Panoramafront mit etwas mehr Platz dafür als in den anderen Kabinen. Insgesamt sind die sogenannten Deluxe-Kabinen auf dem Oberdeck ca. 19 qm groß. Weiterhin gibt es im Heckbereich 2 Junior Suiten, die ca. 29 qm groß und mit einem Loggia-Balkon ausgestattet sind.

Die MS Douro Serentiy wurde im Jahr 2017 gebaut, ist 79,9 m lang, 11,4 m breit und hat einen Tiefgang von 1,4 m. Maximal 36 Crewmitglieder haben an Bord Platz, sodass die maximale Personenanzahl an Bord während einer Reise 189 ist.

An Bord gibt es ein Panorama-Restaurant, einen Panorama-Salon mit Bar, einen kleinen Fitnessraum, einen Massage-Raum (offiziell Wellnessbereich), einen Lift zwischen dem Hauptdeck und dem Oberdeck. Die Außenbereiche befinden sich zum einen vor dem Salon auf dem Oberdeck und zum anderen auf dem großen Sonnendeck, das mit Liegen, Stühlen, Tischen, einem Pool und einer Dusche, sowie einen großen Sonnensegel ausgestattet ist.

nicko cruises beschreibt die Kleiderempfehlung an Bord sportlich und bequem – abends sollen lange Hosen getragen werden.

Das Douro-Kreuzfahrtschiff Douro Serentiy wird von der portugiesischen Firma Douro Azul betrieben, sodass auch alle Mitarbeiter an Bord bis auf die Kreuzfahrtleitung zu diesem Unternehmen gehören. nicko cruises ist der Reiseveranstalter und stellt die deutschsprachige Kreuzfahrtleitung. 

Corona-Schutzmaßnahmen zum Zeitpunkt der Reise:

  • Die Gäste müssen geimpft, getestet oder genesen sein – auch alle geimpften und genesenen Passagiere müssen zusätzlich negativ getestet sein
  • Masken (Mund-Nasen-Bedeckung) muss in den Innenräumen des Schiffes getragen werden, sofern man in Bewegung ist. In den Außenbereichen besteht keine Maskenpflicht, sofern der Mindestabstand zu anderen Personen eingehalten werden kann
  • Bei Speisen, die in Buffetform angeboten werden, müssen die Gäste am Buffet Einweghandschuhe tragen
  • Die Körpertemperatur wird einmal am Tag verpflichtend gemessen und dokumentiert – grundsätzlich erfolgt eine Temperaturmessung bei jedem Restaurantbesuch, doch die Temperatur wird nicht immer dokumentiert. Bei Ankunft auf dem Schiff nach einem nicko Cruises-Ausflug wird in der Regel die Temperatur kontaktlos gemessen, aber nicht protokolliert
  • An Bord befinden sich zahlreiche Desinfektionsspender
  • In Portugal und Spanien galt eine Maskenpflicht in Innenräumen und im Freien, sobald der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann

Reiseverlauf:

Inhaltsverzeichnis

Dienstag, 14. September 2021: Anreise / Porto

Wie üblich beginnt jede Reise mit der Anreise und so ging es für mich an diesem Dienstag zunächst vormittags zum Frankfurter Flughafen, der von meinem Wohnort nicht weit entfernt liegt und ich somit nur eine kurze Fahrt bis dort hin hatte. Der Lufthansa-Flug, der über nicko cruises gebucht wurde, war für 12:55 Uhr vorgesehen. Für die Einreise nach Portugal war zum Zeitpunkt der Einreise ein digitales Impfzertfikat, ein Genesungsnachweis oder ein negativer Coronatest, sowie eine Einreisenanmeldung erforderlich. In meinem Fall wurden diese Unterlagen zu keinem Zeitpunkt kontrolliert – weder am Flughafen in Frankfurt, noch in Porto.

Ich hatte bereits für den Hinflug online eingecheckt und versichert, dass ich die notwendigen Unterlagen für die Einreise besitze und hatte somit bereits vorab eine mobile Bordkarte in der Lufthansa-App, sodass den Check-In-Schalter nicht mehr aufsuchen musste. Mit der mobilen Bordkarte ging ich direkt zum Gepäckautomat und gab meinen Koffer somit selbst auf. Die Sicherheitskontrolle konnte ich ebenfalls zügig hinter mich bringen und auch im weiteren Verlauf lief alles den Flug betreffend reibungslos, angenehm und pünktlich ab. 

Am Flughafen in Porto, der zum Zeitpunkt der Ankunft relativ leer war, wartete nach Verlassen der Halle mit den Gepäckbändern eine Dame mit nicko cruises Schild auf die ankommenden Gäste. Zunächst wurden eine Vollständigkeitskontrolle durchgeführt, bevor es dann zum vor dem Flughafengebäude befindlichen Busparkplatz ging. Nach wenigen Minuten führen dann zwei Reisebusse vor, auf die die Gäste der Douro Serenity verteilt wurden. Seinen Koffer übergab man an den Busfahrer und man sieht den Koffer danach erst wieder auf dem Schiff in der Kabine. Die Fahrt vom Schiffsanleger Cais de Gaia dauerte ca. 30 Minuten. Während der Busfahrt wurden bereits wertvolle Informationen zum Einschiffungsprozess und zur Reise durch eine der beiden Reiseleiterinnen gegeben.

Leider wurde das Wetter nach Verlassen des Flughafens stetig schlechter und es regnete sich ein. Als wir schließlich gegen 16:10 Uhr Ortszeit (Portugal = Minus 1 Stunde) an der MS Douro Serenity eintrafen, regnete es in Strömen, was leider kein schöner Beginn der Reise darstellte, doch das Wetter kann schließlich niemand beeinflussen.

Um am Cais de Gaia an Bord der Douro Serenity zu gehen, muss man zunächst einen fest installieren Automat passieren, in dem man sich die Hände desinfiziert, die Körpertemperatur gemessen wird und man zum Abschluss noch mit einem Sprühnebel aus Desinfektionsmittel benetzt wird.

An Bord angekommen wurden alle angekommenen Gäste zunächst im Panorama-Salon versammelt und anschließend nach und nach dem Einschiffungsprozess an der Rezeption zugeführt, sodass es dort nicht zu einer großen Ansammlung von Personen kam. Die Wartezeit bis zum eigentlichen Einchecken war kurz und konnte mit einem Begrüßungsgetränk überbrückt werden.

Beim Einchecken werden zum einen der Personalausweis bzw. Reisepass geprüft, der Impf- oder Genesenennachweis und der Infektionsschutzbogen. Zusätzlich dazu muss jeder Passagier, unabhängig, ob dieser geimpft ist oder nicht, einen aktuellen negativen Coronatest vorlegen. Sofern man kein entsprechendes Testergebnis mitbringt, wird man an Bord getestet. Ich hatte am Vortag bereits vorab einen Antigen-Schnelltest durchführen lassen, dessen Ergebnis ich an Bord vorgelegt hatte und somit nicht noch einmal an Bord getestet werden musste.
Nachdem die Unterlagen geprüft waren, erhielt ich die Schlüsselkarte von meiner Kabine 311 – eine 2-Bett Kabine mit ablenkbarer Panoramafront – und wurde von einem Crewmitglied direkt zur Kabine gebracht, wo bereits mein Koffer auf mich wartete. 

Ich nutze die Zeit meine Kabine zu erkunden, mich einzurichten und einen Kabinenrundgang für YouTube zu drehen.

Gemäß des Tagesprogramms, welches auf einem einseitigen DIN-A4-Zettel stets in der Kabine zu finden ist, sollte von 17 bis 17:45 ein Snack im Salon serviert werden. Da ich in der Tat ein wenig Hunger verspürte, suchte ich den Salon auf. Dort wurde eine kleine Anzahl von Gebäckspezialitäten, sowie belegte Brote, die einzeln in Frischhaltefolie verpackt waren, angeboten. Insgesamt wirkte die Darbietung eher etwas einfach und lieblos – hier hätte ich mir an dieser Stelle etwas mehr Pfiff und Raffinesse erwartet, denn schließlich geht es hier um den allerersten Eindruck, den die Gäste von der Küche an Bord erhalten. Geschmacklich waren die beiden Dinge, die ich mir ausgesucht hatte, guter Standard.

Um 18 Uhr hatten wir Pressevertreter eine lockere Kennenlernrunde im Salon, bevor es dann um 19 Uhr zum Abendessen ins das Restaurant, das sich auf Deck 2 – Mitteldeck – befindet, ging. Mit der Bordkarte beim Einchecken erhält jeder Gast eine kleine Karte mit der Nummer des Tisches, an dem man für die ganze Reise alle Mahlzeiten einnimmt.

Im Gegensatz zu den weiteren Abenden gab es am Einschiffungstag die Besonderheit, dass es keine Wahl zwischen verschiedenen Gerichten gab, sondern die Gänge vorgefertigt waren – lediglich beim Dessert wurde man gefragt, welches man haben wollte.  

Die gereichten Speisen waren allesamt sehr schmackhaft und ansprechend angerichtet, folglich war dies nach dem eher puristischen Einschiffungssnack ein guter kulinarischer Auftakt, der Lust auf mehr machte. Die Getränke bis auf Mineralwasser sind nicht inklusive, es sei denn man hat ein Getränkepaket gebucht (180€ für die gesamte Reise für Alleinreisende und 360€ für zwei Personen). Nach dem Essen geht dann der Kellner von Tisch zu Tisch und rechnet die verzehrten Getränke an. Hierfür wird die althergebrachte Variante mit Papier und Stift verwendet und als Gast erhält man einen Durchschlag. Meiner Meinung nach wäre es hier Zeit für eine Digitalisierung, um Papier einzusparen.

Nach dem Essen wechselten wir wieder in den Salon, denn für diesen Abend kündigte sich der Präsident der Associação de Turismo de Porto e Norte (Tourismusverband für Porto und den Norden Portugals) an, um die Region mittels einer kleinen Präsentation vorzustellen und auf die Reise einzustimmen.

Zum Ausklang des Tages gab es noch den ein oder anderen Drink von der Bar – passend zur Destination wurde mein Stammgetränk während der Reise der „Port Tonic Weiß“ – Weißer Portwein mit Tonic Water aufgegossen.

Zwischenzeitlich hatte es zwar glücklicherweise aufgehört zu regnen, doch da so ein Anreisetag doch immer etwas anstrengend ist, entschied ich mich nicht mehr für einen Drink an Land zu gehen, sondern an Bord zu bleiben und so ging der Tag gegen Mitternacht zu Ende. 

Mittwoch, 15. September 2021: Porto & Fahrt nach Caldas de Aregos

Der nächste Tag startete klassischerweise mit dem Frühstück, das im Restaurant von 07 bis 09 Uhr angeboten wurde. Am Eingang wird zunächst kontaktlos die Temperatur gemessen und dies dokumentiert. Zudem erhält jeder Gast zwei Einweghandschuhe, denn das Frühstück wird in Buffetform zur Selbstbedienung angeboten. Das Buffett ist mit verschiedenen Brot-/Brötchenspezialitäten, Wurst, Käse, Gemüse, Obst, Marmelade, Nutella, Honig, Müsli, Joghurt, verschiedenen Säften und Smoothies und süßen Teilchen bestückt. Zusätzlich dazu kann man sich an einer separaten Station verschiedene Eierspezialitäten bestellen, die frisch zubereitet werden. Dort werden auch wechselnd beispielsweise Waffeln oder Pancakes angeboten. 

Bis auf das Tragen der Einweghandschuhe und des Mund-Nasen-Schutzes, ist es weitgehend wieder in Buffet wie in Zeiten vor Corona. Es gibt keine zusätzlichen Plexiglasscheiben oder Ähnliches.

Je nach Wunsch wird am Tisch Kaffee oder Tee serviert, der im Reisepreis enthalten ist. Auf den Tischen im Restaurant ist auch schon das Menü für das Mittag- und das Abendessen ausgestellt, denn bereits am Morgen teilt man dem Kellner seine Wahl für das Mittag- und auch das Abendessen mit. Grundsätzlich bestehen die beiden Mahlzeiten jeweils als vier Gängen – Vorspeise, Suppe, Hauptgericht und Dessert. Teilweise ist es gar nicht so einfach sich bereits am Morgen für alle weiteren Speisen, die man an dem Tag essen möchte, zu entscheiden, doch die Maßnahme hat den Sinn, dass möglichst bedarfsgerecht durch eine bessere Planung produziert werden kann.

Bereits um 8:30 Uhr stand der erste Landgang für diese Reise an, nämlich der Ausflug „Stadtrundfahrt/-gang Porto mit Weinprobe“ (39€ p.P.). Bevor es von Bord ging, musste ich noch die Rezeption aufsuchen, um ein Audiogerät abzuholen (das behält man während der gesamten Reise), die Kabinenkarte gegen eine Bordkontrollkarte für den Landgang zu tauschen und zu schauen, für welchen der beiden Busse ich vorgesehen habe. Dabei empfand ich es als angenehm, dass man während der Reise den Bus trotz der verschiedenen Destinationen nicht mehr wechselt und sich somit auf die Reiseleitung und den Busfahrer einstellen kann – der Bus folgt somit immer dem Schiff.

Glücklicherweise zeigte sich das Wetter an diesem Tag von einer besseren Seite – zwar war es weiterhin bewölkt, doch es regnete nicht mehr und die Temperatur überschritt 20 Grad.
Vom Anleger in Vila Nova de Gaia ging es dann mit dem Bus auf die andere Seite des Douro nach Porto selbst. Leider hatten wir zu diesem Zeitpunkt Pech mit dem Verkehr, sodass wir für eine kurze Distanz zu unserem ersten Stopp knapp eine Stunde benötigten. Zunächst durchfuhren wir einige Stationen der Altstadt von Porto und die Reiseleiterin gab zu den Bauwerken entsprechend fachkundig Informationen jeglicher Art. 

In der Nähe des Bahnhofs São Bento haben wir dann den Bus verlassen und gingen zu Fuß zum Bahnhof São Bento mit seinem sehenswerten Eingangsbereich, der mit einer Vielzahl der bekannten bemalten Fliesen (Azulejos) aufwartet. Von dort aus ging es dann weiter zur Kathedrale von Porto, der von außen betrachtet werden konnte. Hier blieb auch genug Zeit, um Fotos zu machen, da sich hinter der Kathedrale ein recht guter Aussichtspunkt verbirgt. Nach diesem eher kurzen Spaziergang ging es zurück in den Bus, der uns dann an die Atlantikküste brachte. In der Nähe des Castelo do Queijo hatten wir einen kurzen Fotostopp und könnte kurz die Meeresluft auf  uns wirken lassen. Anschließend brachte uns der Bus entlang der Küstenstraße und entlang des Douro zurück nach Nova Vila de Gaia, wo wir in der Nähe der Ponte Luis I den Bus Verliesen und ein paar Meter weiter zur Portweinkellerei Sandeman gingen. Dort angekommen wurden wir in kleinere Gruppen aufgeteilt und eine Führung in deutscher Sprache folgte. Der Guide erklärte sehr detailliert das Herstellungsverfahren des Portweins, die Besonderheiten der unterschiedlichen Sorten und die Unternehmensgeschichte. Die Führung durch die bekannte Kellerei wurde dann mit einer Verkostung eines weißen und eines roten Portweins abgerundet. 

Der Anleger Cais de Gaia befindet sich fußläufig zur Portweinkellerei Sandeman und somit musste zum Abschluss des Ausflugs nur noch ein kleiner Fußmarsch absolviert werden. 

Insgesamt eignet sich der Ausflug für diejenigen, die einen schnellen ersten Eindruck von Porto erhalten wollen und nicht gerne zu Fuß unterwegs sind, da es einen hohen Zeitwert gibt, den man im Bus verbringt.

Zurück an Bord angekommen, tauscht man die Bordkontrollkarte gegen die Kabinenkarte um, denn so wird die Vollständigkeitskontrolle nach den Landgängen durchgeführt. 

Um 13 Uhr wurde im Restaurant das Mittagessen serviert, welches auch wieder sehr schmackhaft war. Leider überschnitt sich das Mittagessen mit dem Ablegen in Porto, welches für 13:30 Uhr vorgesehen war. Trotz eines kleines Umweges in Richtung Atlantik zum Drehen, fand die Passage der Kulisse von Porto während des Mittagessens statt, was dazu führte, dass zwischendurch immer wieder Passagiere, inklusive mir, das Restaurant verließen um Fotos zu machen. 

Nach dem Mittagessen verbrachte ich die Zeit auf dem Sonnendeck, um die vorbeiziehende Landschaft zu genießen. Um 16 Uhr jedoch musste jeder Passagier mit seiner Rettungsweste bewaffnet in den Salon kommen, um an der kleinen obligatorischen Sicherheitsübung teilzunehmen. Weiterhin wurden von der Kreuzfahrtleitung noch Informationen zu den Ausflügen und dem Bordleben gegeben. 

Der Abend an Bord startete um 19 Uhr mit einem Willkommensempfang im Salon. Dort wurde ein Glas Sekt gereicht und auf die Reise angestoßen. Weiterhin wurden alle Crewmitglieder bis auf die nautische Abteilung vorgestellt. Auch der Kapitän war, entgegen der Ankündigung, nicht zugegen, da mit dem Steuern des Schiffes beschäftigt war. Zeitlich war diese Veranstaltung somit leider nicht optimal gelegt.

Im Anschluss an diesen Programmpunkt ging es zum Abendessen ins Restaurant und währenddessen erreichten wir unseren Übernachtungshafen für diesen Tag, nämlich Caldas de Aregos. Da es auf dem Douro ein Nachtfahrverbot gibt, liegen alle Schiffe grundsätzlich über Nacht im Hafen und fahren ausschließlich tagsüber.

Nach dem Essen stand ich vor der Wahl entweder in den Salon zu gehen und der Unterhaltungsmusik des Bordmusikers zu lauschen oder noch an Land zu gehen. Da die Musik des Bordmusikers leider so gar nicht meinen Erwartungen entsprochen hat, haben sich zwei weitere Vertreter der Pressegruppe und ich dazu entschlossen einen Verdauungsspaziergang nach dem reichhaltigen Essen durch den kleinen Ort Caldas de Aregos zu unternehmen. Der Ort ist nicht besonders groß, somit war der Spaziergang schnell beendet und wir kehrten in einer lokalen Bar ein. Letztlich handelte es sich um „die“ Bar von Caldas de Aregos, denn es waren auch einige Einheimische dort und zusätzlich auch viele Crewmitglieder, die dort ihren Feierabend verbrachten. Der Abend wurde bei uns etwas länger als gedacht, denn wir versackten in dieser Bar, da es einfach noch sehr angenehm war draußen zu sitzen, etwas zu trinken und sich zu unterhalten.

Der Hafen Caldas de Aregos wird nur als Übernachtungsziel genutzt – dort gibt es keine Ausflugsmöglichkeiten, sodass die MS Douro Serenity bereits am nächsten Morgen von dort aus weiter nach Pinhão fährt. 

Donnerstag, 16. September 2021: Pinhão

Bereits um 06:45 Uhr verließ die Douro Serenity Caldas de Aregos und steuerte auf dem Douro in Richtung Pinhão.

In der Zeit von 07:30 Uhr bis 09:30 Uhr wurde das Frühstück im Restaurant serviert. Grundsätzlich ist die Auswahl am Buffet jeden Tag sehr ähnlich, bis auf kleine Abweichungen beim Obst, sowie bei der Käse- und Wurstauswahl. Während der Reise gab es auch an manchen Tagen Lachs und Sekt. 

An diesem Tag musste man sich nach dem Frühstück nur für die Speisen des Abendessens entscheiden, da alle Gäste das Mittagessen außerhalb des Schiffes im Rahmen eines inkludierten Landgangs einnahmen. 

Den Vormittag verbrachte ich größtenteils auf dem unteren Außenbereich vor dem Salon. Dies ist eine tolle Alternative zu dem großen Sonnendeck, da sich dieser direkt am Bug befindet und durchgehend zugänglich ist – auch dann, wenn das Sonnendeck wegen niedrigen Brücken gesperrt werden muss. Das Wetter lud an diesem Vormittag bereits zum Verweilen in kurzer Hose und T-Shirt ein. Während der Fahrt nach Pinhão passierten wir auch die Schleuse Régua mittels der wir auf ein 28,5 höheres Niveau angehoben wurden.

Gegen 11 Uhr erreichten wir unseren nächsten Hafen Pinhão. Berits kurz nach der Ankunft ging es für alle Gäste von Bord, denn es standen zwei inkludierte Ausflüge auf dem Programm. Zunächst ging es zu Fuß (für Personen, die nicht gut zu Fuß sind per Taxi) zum nahegelegenen Bahnhof von Pinhão, der letztlich auch die einzige Sehenswürdigkeit in diesem Städtchen ist. Auch dieser Bahnhof ist mit einer Vielzahl von Azulejos versehen. Von dort aus ging es dann mit einem Bus für alle Gäste zur Quinta Avessada. Die Fahrt dort hin dauert etwa 30 Minuten und führt über eine kurvenreiche Strecke. 

Vor Ort angekommen wurden wir mit einem Glas Moscatel, einer typischen Spezialität für diese Gegend, begrüßt. Im Anschluss wurden wir von dem Besitzer der Quinta durch sein kleines Wein-Museum geführt. Man merkte eindeutig, dass der Herr für seinen Betrieb lebt und Spaß daran hat die Gäste zu unterhalten – dabei erinnert er etwas an Mr. Bean, nur eben als portugiesische Version. Nach der kleinen Führung ging es dann in einen großen Speiseraum, in dem das Mittagessen serviert wurde. Das Essen bestand als lokalen, eher deftigen Spezialitäten. Gereicht wurden verschiedene Vorspeisen zur Wahl, eine Suppe, ein Hauptgericht und eine Dessertvariation, sowie dazu Weiß- und Rotwein und ein Grappa und ein Kaffee. All diese Speisen waren für die Gäste der Douro Serenity inbegriffen.

Insgesamt war das Essen sehr reichhaltig und meiner Meinung nach schmackhaft. Zwischen den verschiedenen Gängen gab es auch immer wieder Geschichten vom Besitzer der Quinta, die die Geschichte des Anwesens auf lustige Art und Weise vermittelten.

Das ganze wird zwar als „traditionelle Quinta“ geworden, doch man darf nicht mehr der Vorstellung dort hin gehen, dass es sich um einen urigen kleinen Betrieb handelt, sondern alles ist schon auf eine große Anzahl von Touristen ausgelegt. Trotzdem handelt es sich nicht um eine Art „Touristenfalle“ im Sinne einer Kaffeefahrt. 

Nach dem Essen erfolgte für die Gäste, die den nun folgenden Ausflug vom Mateuspalast nicht gebucht hatten, ein Transfer per Taxi zurück zum Schiff nach Pinhão.

Für mich und die meisten Mitreisenden auch, ging es noch weiter auf den Ausflug zum Mateuspalast in Vila Real (Dauer: 3,5 Std., 41€ p.P.). Der Ausflug startete direkt an der Quinta Avessada. Da wir noch zu früh für unser Zeitfenster am Mateuspalast waren, gab es zur Überbrückung noch einen Sekt aufs Haus, bevor dann gegen 16 Uhr die kurze Überfahrt nach Vila Real begann. Dort angekommen hatten wir zunächst Freizeit, um die großzügige Parkanlage zu erkunden, die das barocke Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert umgibt. Zum Ausflug gehört auch eine Führung durch das Innere des Matheuspalast. Hierfür wurden die Ausflugsteilnehmer in Gruppen eingeteilt. Ein lokaler Guide hat die Gruppen durch die verschiedenen Räume geführt und jeweils dazu fachkundige Erklärungen zur Geschichte und zur Verwendung des Raumes geliefert. Ob sich dieser Ausflug lohnt, hängt insbesondere davon ab, ob man sich generell für Paläste, Kunst und interessant angelegte Gärten interessiert.

Nach der Führung ging es dann zurück zum Bus, der uns dann zurück nach Pinhão brachte, wo die MS Douro Serenity an diesem Tag auch über Nach liegen blieb. Zwischenzeitlich hatte das Schiff innerhalb von Pinhão den Liegeplatz gewechselt, doch diese beiden Anleger befinden sich nur wenige hundert Meter von einander entfernt.

Bereits kurz nach Ankunft der Busse stand das Abendessen auf der Agenda, somit hieß es nur mal schnell in die Kabine gehen, um sich frisch zu machen, umzuziehen und anschließend das Restaurant aufzusuchen.

Als Abschluss des Abends lud das nächtliche Pinhão noch zu einem kleinen Verdauungsspaziergang und zu einem Drink in einer Bar direkt am Anleger der Douro Serenity ein. 

Freitag, 17. September 2021: Barca D'Alva & Castelo Rodrigo

Am heutigen Freitag hat die Douro Serenity gegen 07:15 Uhr das Nachtquartier in Pinhão verlassen und nahm Kurs auf die nächste Station Barca D’Alva.

Bereits kurz nach Ende der Frühstückszeit stand die Passage der Schleuse Valeria an. Auf Grund der sehr niedrigen Schleusenausfahrt und einer zu einem späteren Zeitpunkt unterfahrenen niedrigen Eisenbahnbrücke, wurde das Sonnendeck nach der Einfahrt in die Schleuse gesperrt. Für die bevorstehende Passage musste das Schiff so flach wie möglich gemacht werden und somit musste das große Sonnensegel, die Reling und sogar die Schiffsglocke, die sich am Fahrstand (Brücke) befindet, entfernt werden. Viele Passagiere nutzten die Chance das Schauspiel des vom Außenbereich vor dem Salon zu verfolgen.

Nach der Passage der Schleusenausfahrt befanden wir uns 33 Meter höher als vorher und passierten unmittelbar danach eine Art Schlucht, die an eine Fjordlandschaft erinnerte. Nach Passieren der niedrigen Eisenbahnbrücke wurde das Sonnendeck wieder freigegeben und konnte vollumfänglich benutzt werden.

Der halbe Flusstag lud absolut dazu ein die vorbeiziehende Landschaft zu genießen. Seit dem Verlassen von Porto hat sich die Landschaft doch sehr verändert und ist Stück für Stück weniger grün und eher steinig geworden. Das Dourotal ist auf die Natur bezogen folglich sehr abwechslungsreich. Auch das Wetter spielte an diesem Tag wieder sehr gut mit und größtenteils schien ungehindert die Sonne und sorgte für Temperaturen um 27 Grad. 

Lediglich das Mittagessen, das um 12:30 Uhr im Restaurant gereicht wurde, unterbrach meine Zeit an Deck.

An diesem Tag standen gleich zwei Schleusendurchfahrten an, denn auf dem Weg nach Barca D’Alva passierten wir auch noch die Schleuse Pocinho mit einer Fallhöhe von 22 Metern.

Gegen 14:15 Uhr erreichten wir dann den kleinen Ort Barca D’Alva, der den weitesten Punkt einer jeden Douro-Kreuzfahrt markiert. Der Ort ist gleichzeitig auch ein Grenzort zum benachbarten Spanien.

Nur wenige Minuten nach der Ankunft ging es bereits auf den nicko cruises-Ausflug „Castelo Rodrigo“ (ca. 4 Stunden, 38,00€).

Zunächst steuerten wir in Rahmen dieses Ausflugs den Berggipfel Serra de Marofa an, der sich auf einer Höhe von 977 Metern ü. N.N. befindet. Von dort aus hat man einen sehr guten Blick auf die nähere Umgebung bis hin nach Spanien. Weiterhin befindet sich auf diesem Berg eine große Christusstatue (Cristo Rei da serra da Marofa) . Allerdings muss man sich die vielzähligen Masten wegdenken, die das Bild oben auf dem Gipfel ein bisschen stören. Von dem Berggipfel ging es dann zum eigentlichen Ziel des Ausflugs, nämlich in den 670 Meter hoch gelegen Ort Castelo Rodrigo, der zu den 12 historischen Kirchengemeinden Portugals gehört. Vor Ort angekommen gab es zunächst eine kleine Führung zur Orientierung mit der Reiseleiterin, bevor dann die Möglichkeit besteht den überschaubaren Ort selbst zu erkunden. Die beiden großen Sehenswürdigkeiten des Ortes mit seinen mittelalterlichen Gassen sind die Kirche und die Burgruine. Weiterhin gibt es ein paar kleinere Geschäfte, in denen man lokale Produkte kaufen kann und ein paar wenige Lokale zum Einkehren. Nach etwas mehr als einer Stunde Freizeit trafen wir uns wieder am Busparkplatz und machten uns zurück auf den Weg nach Barca D’Alva. Auf dem Weg dort hin hielten die Busse noch an einem schönen Aussichtspunkt (Miradouro do Alto da Sapinha) an. Von der Höhe aus hatte man einen guten Blick auf das schöne Dourotal.

Gegen 18 Uhr erreichten wir wieder den Anleger von Barca D’Alva. Mich verschlug es jedoch nicht direkt zurück auf die Douro Serenity, sondern ich habe noch einen Spaziergang zum verlassenen Bahnhof des Ortes gemacht. Die Bahnstrecke, die grenzüberschreitend nach Spanien verläuft, wurde im Jahr 1985 stillgelegt und somit sind die Bahnanlagen nur noch Zeitzeugen des Verfalls und ein gutes Fotomotiv für alle, die gerne verlassene Orte fotografieren. Folgt man den Gleisen in Richtung Spanien, so kommt man unweigerlich zu einer Bahnbrücke, die über den Grenzfluss Agueda verläuft. Diese Brücke ist jedoch gesperrt, sodass die einzige Möglichkeit nach Spanien zu kommen über eine Straßenbrücke mit Fußgängerweg besteht. Die beiden Brücken liegen in unmittelbarer Nähe zueinander. Auf der spanischen Seite befindet sich auch ein Anleger für Flusskreuzfahrtschiffe (Muelle fluvial de Vega de Terrón), an dem auch zum Zeitpunkt meiner Reise zwei Schiffe lagen.

Nach dem durchaus interessanten kleinen Spaziergang mit kurzem Abstecher nach Spanien, ging ich zurück zur Douro Serenity und machte mich für den restlichen Abend frisch.

An diesem Abend war auch ein besonderes Abendessen angekündigt, nämlich ein portugiesisches Abendbuffet. Analog zum Frühstücksbuffet erhielt jeder Gast wieder Einweghandschuhe für die Selbstbedienung am Buffet. Auf den Tischen waren bereits verschiedene lokale Spezialitäten als kalte Vorspeisen angerichtet. Die Suppe, in diesem Fall ein reichhaltiger Fischeintopf, wurde von einer Servicekraft gereicht, die Hauptspeisen und die Desserts konnten von selbst von den Gästen genommen werden. Es gab eine Auswahl aus verschiedenen Fleisch- und Fischgerichten, sowie Gemüse und ein umfangreiches Dessertangebot. Mir persönlich haben die Speisen, die ich probiert habe, allesamt sehr gut geschmeckt. Ein besonderes Highlight war für mich der portugiesische Fischeintopf. 

Da sich bereits in den letzten Tagen herauskristallisiert hatte, dass die Musik im Salon, die vom Bordmusiker gespielt wurde, gar nicht meinen Geschmack trifft, fiel auch an diesem Abend die Entscheidung den letzten Drink des Tages in einer lokalen Bar zu nehmen. Trotz dessen, dass der Ort sehr klein ist, gibt es drei verschiedene Bars / Restaurants zur Wahl, die auch gut frequentiert waren, was natürlich auch an der Vielzahl von Kreuzfahrtschiffen liegt, die dort gleichzeitig liegen. Zum Zeitpunkt meiner Reise waren es fünf Schiffe in Barca D’Alva selbst.

Samstag, 18. September 2021: Barca D'Alva, Salamanca & Fahrt nach Pocinho

In der vergangenen Nacht lag die MS Douro Serentiy im Hafen von Barca D’Alva, einem kleinen Ort in Portugal, der die Grenze zu Spanien markiert. Da für mich an diesem Tag ein langer Ganztagesausflug nach Salamanca auf dem Programm stand (ca. 9 Stunden, 85,00 € p.P.), startete der Tag relativ früh mit dem üblichen Frühstück, bevor ich pünktlich um 08:30 Uhr bei den Ausflugsbussen eintraft, um den heutigen Landgang zu beginnen. 

Die spanische Stadt Salamanca liegt 119 km von Barca D’Alva entfernt und für die Fahrt dort hin werden ca. 1:45 Stunden benötigt. Die Strecke ist relativ unspektakulär und führt durch eine eher karge Gegend im Westen Spaniens. Während der Fahrt erläuterte unsere Reiseleiterin die Besonderheiten dieser Grenzregion und bereitete uns auf den Besuch der ältesten Universitätsstadt Spaniens Salamanca vor. Bereits im Bus erhielten wir einen Stadtplan zur Orientierung. In diesem waren bereits wichtige Orte im Sinne von Treffpunkten eingezeichnet, sowie natürlich auch die Sehenswürdigkeiten der Altstadt erkennbar. Dass der Plan bereits im Bus verteilt und erläutert wurde empfand ich als sehr gut, denn so wurde die Fahrzeit sinnvoll genutzt und ging nicht von der Zeit in Salamanca ab. Für die Einreise nach Spanien waren keine besonderen Bedingungen zu Erfüllen, außer dass man seinen Personalausweis oder Reisepass mitnehmen sollte.

In Salamanca angekommen verließen wir den Bus am Hotel Alameda Palace (in der Nähe der zentralen Toro-Straße), welches auch nach der nun bevorstehenden Freizeit wieder der Treffpunkt war. Da in Spanien eine andere Zeitzone gilt als in Portugal, haben wir für alle Verabredungen die portugiesische Zeit festgelegt, das heißt man darf sich nicht von den Uhren in Salamanca beeinflussen lassen, da man sonst durcheinander kommen kann.

Mit dem Stadtplan bewaffnet zog los, um die 2:15 Stunden Freizeit für die Erkundung der Altstadt zu nutzen. Dabei verfolgte ich keinen konkreten Plan, sondern ließ mich mehr oder weniger Treiben. Die meisten historischen Bauwerke sind aus Sandstein, weshalb Salamanca auch als „Goldene Stadt“ bezeichnet wird. Mit dem strahlend blauen Himmel und dem puren Sonnenschein an diesem Tag, kam dieses Feeling auch besonders gut durch. Offiziell betrug die Temperatur in der Spitze „nur“ 24 Grad, doch gefühlt war es deutlich wärmer.

Bei meiner Tour durch die Altstadt kam ich unter anderem an verschiedene Kirchen, dem Convento e Iglesia de San Esteban (Ehemaliges Dominikanerkloster), dem Plaza Mayor, dem Muschelhaus und der Markthalle vorbei. Auch wenn man sich nur durch die schönen Gässchen treiben lässt, findet man sich sehr schnell zurecht und findet quasi hinter jeden Ecke eine andere Sehenswürdigkeit. Es gibt auch einige Geschäfte, die zum Shoppen einladen, aber ich konzentrierte mich auf die Sehenswürdigkeiten. An diesem Samstag waren doch viele Menschen in der Stadt unterwegs, insbesondere auf dem Plaza Mayor. Generell galt zum Zeitpunkt der Reise, dass in Spanien in Gebäuden eine Maskenpflicht gilt und im Freien, sobald der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann – das hat mal mehr oder weniger gut funktioniert. Die Einheimischen waren da doch etwas konsequenter als die Touristen. Im Allgemeinen muss man sich auch erstmal wieder an viele Menschen an einem Ort gewöhnen, sodass der Trubel auf dem Plaza Mayor für mich erstmal unangenehm war.

Nach der vereinbarten Freizeit trafen wir uns als Gruppe wieder am Hotel Alameda Palace. Im siebten Stock des Gebäudes war ein ganzer Saal für uns zum Mittagessen hergerichtet (auch andere Kreuzfahrtanbieter nutzen dieses Hotel dafür).

Das Mittagessen bestand aus 3 Gängen. Bei der Vorspeise standen verschiedene Salat-Komponenten zur Wahl, die nach Wunsch durch das Servicepersonal gereicht wurden, sowie ein Teller mit Schinken und Käse. Die Hauptspeise fiel klassisch spanisch aus, denn es gab Paella und Tortilla. Ich konzentrierte mich dabei auf die Paella, die durchaus sehr schmackhaft und gut zubereitet war und auch viele Komponenten in Form von Muscheln, Garnelen, Fleisch etc. enthielt. Zur Nachspeise wurde eine Art Kuchen mit Eis serviert. Im Arrangement des Mittagessens war Rot- und Weißwein, Wasser und Kaffee inklusive.

Während des Essens gab es auch eine Flamenco-Darbietung von insgesamt drei Künstlerinnen – eine Sängerin und zwei Tänzerinnen. Die Show war sehr kurzweilig und nett anzuschauen bzw. anzuhören. Hierbei wurden auch Lieder gespielt, die die Gäste zum Mitsingen anregten, wie z.B. Viva España. Natürlich handelte es sich bei der Vorführung um eine auf Touristen abgestimmte Version, dennoch hatte man nicht das Gefühl in einer „Touristenfalle“ gelandet zu sein, sondern die Darbietung hatte schon ein gewisses Niveau.

Insgesamt waren wir ca. 1:15 Stunden in dem Hotel zu Gast, bevor es dann zurück in den Bus ging, um zum nur wenige hundert Meter entfernten Treffpunkt für die bevorstehende Stadtführung zu fahren. 

In der Nähe der Markthalle trafen wir uns mit einem örtlichen deutschsprachigen Stadtführer, der uns etwa 1:15 Stunden einige Sehenswürdigkeiten der Stadt mit den entsprechenden wissenswerten Hintergrundinformationen näher brachte. An der Markthalle vorbei ging es über den Plaza Mayor, vorbei am Muschelhaus (Casa de las Conchas) zur berühmten Universität mit ihrer bekannten Fassade, auf der jeder Tourist den „versteckten“ Frosch sucht. Dahinter steht die Annahme, dass man als Student alle Prüfungen besteht, wenn man den Frosch ohne fremde Hilfe findet.

Zum Abschluss der Stadtführung ging es in die Kathedrale von Salamanca, die genau genommen aus zwei verschiedenen Bauwerken besteht, die zu einer Kathedrale verbunden wurden. Beide Teile haben ihre jeweils eigene Geschichte und Baustil, der uns im Rahmen der Innenbesichtigung näher gebracht wurde. Nach der Belichtung der Kathedrale endete die Stadtführung und somit auch der Aufenthalt in Salamanca, denn in unmittelbarer Nähe von diesem beeindruckenden Bauwerk parkte unser Bus, der uns wieder mit 1:45 Stunden Fahrzeit nach Barca D’Alva brachte.

Mir hat der Ausflug nach Salamanca sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich ihn mitgemacht habe, denn wann kommt man schon mal ins Landesinnere im Westen von Spanien wenn nicht im Rahmen einer Flusskreuzfahrt auf dem Douro? Alternative Ausflüge gibt es im Übrigen in Barca D’Alva nicht – das heißt man verbringt entweder den Tag auf dem Schiff (Mittagessen und Kaffeezeit werden an Bord angeboten) oder man zieht individuell los, z.B. zum Wandern. Für mich war der Ausflug nach Salamanca auch im Nachgang betrachtet die richtige Wahl. Die Stadt hat ein besonderes Flair durch die Bauwerke in Sandstein und das Wetter war perfekt für eine Stadtbesichtigung. Natürlich war man insgesamt lang unterwegs, da der Ausflug alleine 3,5 Stunden Fahrzeit beinhaltet, doch meiner Meinung nach lohnt sich das durchaus.

Gegen 17:30 Uhr erreichten wir wieder den Anleger in Barca D’Alva. Zwischenzeitlich hatten die Douro Serenity und die A-ROSA Alva ihre Positionen im „Päckchen“ geändert, sodass wir durch die A-ROSA Alva an Bord der Douro Serenity gehen mussten. Dies ist ein übliches Prozedere bei der Mehrfachnutzung von Liegeplätzen.

Das schöne Wetter an diesem Abend lud dazu ein die Zeit bis zum Abendessen auf dem Sonnendeck zu verbringen. Um 18 Uhr verließ unser Schiff den Hafen von Barca D’Alva und steuerte nach Pocinho. Das bedeutet, dass wir mit Barca D’Alva den am weitesten entfernten Punkt der Douro-Kreuzfahrt hinter uns ließen und nun wieder flussabwärts unterwegs waren. 

Um 19 Uhr wurde das Abendessen im Restaurant serviert, welches an diesem Abend wieder am Platz serviert wurde. Bereits beim Frühstück hatte ich mich für meine gewünschten Speisen entschieden und war mit meiner Wahl zufrieden, denn alle Gerichte haben gut geschmeckt und waren auch schön angerichtet.

Nach dem Abendessen ging es weiter in den Salon, denn für diesen Abend war im Bordprogramm ein kleiner Unterhaltungsprogrammpunkt angekündigt worden. Von einem Kellner wurde unter Moderation des Hotelmanagers eine Flasche Vintage Portwein auf traditionelle Art und Weise geöffnet. Hier ist es so, dass man nicht einfach den Korken aus der Flasche zieht, sondern dafür eine eine Zange, die heiß gemacht wird und etwas kaltes Wasser benötigt wird. Natürlich handelt es sich hierbei nicht um Unterhaltung im eigentlichen Sinne, aber das Prozedere war trotzdem interessant anzusehen und schließlich wurde der soeben geöffnete und dekantierte Portwein dann auch zum Verkauf angeboten (6,00€ pro Glas). Ich entschied mich dafür diesen Portwein zu probieren – mir persönlich auch dieser gut geschmeckt.

Nach dieser Vorführung setzte die übliche Unterhaltungsmusik des Bordmusikers ein. Wie üblich ist dies Geschmacksache, doch mein Fall ist es nicht. 

Zwischenzeitlich hatten wir gegen 20 Uhr unseren heutigen Übernachtungshafen Pocinho erreicht. Dort lagen wir zusammen mit einem Schiff von Viking River Cruises im Päckchen. Da es in diesem kleinen Ort in der näheren Umgebung zum Anlieger nichts gibt, wo man hätte noch hingehen können, ließ ich also den Abend an Bord ausklingen.

Sonntag, 19. September 2021: Régua (Lamego)

Bereits um 7 Uhr morgens hat die MS Douro Serenity den Übernachtungshafen Pocinho verlassen und wieder Fahrt flussabwärts genommen. Vor uns lag wieder ein halber Flusstag, denn unseren nächsten Hafen Régua sollten wir erst am frühen Nachmittag erreichen.

Wie üblich startete ich den Tag mit einem Frühstück im Restaurant. Mittlerweile hatte sich bei mir bereits eingebürgert, dass ich jeden Morgen das Egg Benedict bestellte, weil es geschmacklich immer gut war, somit haben ich die weiteren Eierspeisen außen vor gelassen.

Das Wetter war auch an diesem Tag wieder gut bei einem Sonnen-Wolken-Mix und einer Temperatur von über 20 Grad. Somit entschied ich mich dafür den Großteil des Tages an Deck zu verbringen und die Fahrt durch die Landschaft zu genießen. Während der Fahrt nach Régua passierten wir gleich zwei Schleusen, die uns jeweils wieder vom Wasserniveau absenkten – Schleuse Valeria (33 Meter) und Régua (28,5 Meter). An diesem Tag konnte man auch gut verfolgen wie sich die Landschaft entlang des Douro verändert – von dem eher felsigen kargen Gebiet im östlichen Abschnitt bis zur spanischen Grenze wurde es mit zunehmenden westlichen Kurs immer grüner und immer mehr Weinberge kamen zum Vorschein. 

Lediglich das Mittagessen unterbrach meine Zeit an Deck.

Gegen 14:15 Uhr erreichten wir Régua oder besser gesagt die gegenüberliegende Flussseite. Entgegen der eigentlichen Planung mussten wir nämlich an einem vom Stadtzentrum weiter entfernten Liegeplatz auf der gegenüberliegenden Seite – auf der Seite Lamegos – anlegen (Régua ist von dort nicht fußläufig erreichbar). Da dies kein Standard ist, wurde seitens des Schiffs ein Taxitransfer ins Zentrum von Régua angeboten und zwar über die gesamte Dauer der Liegezeit bis zum nächsten Morgen – um dies in. Anspruch zu nehmen musste man sich in eine Liste an der Rezeption eintragen. Ich nahm dieses Angebot jedoch nicht in Anspruch, denn bereits wenige Minuten nach dem Anlegen startete der nächste Landausflug für dich. 

Der Ausflug nach „Lamego“ dauert ca. 3,5 Stunden und kostet pro Person 38,00€. Der Ort Lamego ist nur ca. 10 Kilometer vom Anleger entfernt, sodass die Fahrzeit dort hin relativ kurz ist. Zunächst brauchte uns der Bus zu der Sehenswürdigkeit in Lamego überhaupt, nämlich der Wallfahrtskirche Santuário de Nossa Senhora dos Remédios, diese liegt oben auf einem Berg. Die Kirche ist ein bedeutendes Pilgerziel in Portugal ist und ist barocken Stil errichtet worden. Neben fachkundigen Informationen der Reiseleitung und einer kurzen Innenbesichtigung sah das Ausflugsprogramm vor, dass man mit dem Bus nach unten ins Stadtzentrum fährt. Alternativ konnte man dort auch zu Fuß hingehen, in dem man die 686 Stufen der beeindruckenden Freitreppe, die geradewegs von der Kirche nach unten ins Stadtzentrum führt, bewältigt. Ich entschied mich für die Alternative, denn zum einen tut die Bewegung ganz gut und zum anderen kann man von weiter unten auch schöne Fotos von der Kirche machen. Der nächste Treffpunkt im Rahmen des Ausflugs war dann die Bischofsstatue vor dem örtlichen Museum. Der Besuch des Museums war also der nächste Programmpunkt, doch ich drehte die Reihenfolge etwas um und schlenderte zunächst durch die Gassen Lamegos und besuchte die Kathedrale. Da ich ja auch immer für kulinarische Spezialitäten zu haben bin, schloss ich mich einer Gruppe von Mitreisenden an, die auch den bekannten lokalen Sekt Raposeira und Schinken probieren wollten. Passenderweise gab es genau gegenüber der Kathedrale ein Lokal, das den Sekt ausschenkte. Von einer nahe gelegenen bekannten Bäckerei wurden dann noch einige portugiesische Gebäckspezialitäten besorgt, sodass wir in der Gruppe einen schönen Nachtmittagssnack genossen. Kurz vor Ende der vereinbarten Zeit in Lamego ging ich noch für eine Stippvisite in das Museum, das ja schließlich auch Bestandteil des Ausflugs war. Ich bin ja generell nicht so der Museumsgänger, deshalb war ich von Anfang an skeptisch und am Ende hat sich für mich bewahrheitet, dass die Ausstellung überhaupt nicht mein Fall war – hier muss man sich ganz besonders für kirchliche Geschichte interessieren. Gegen 17:30 Uhr ging es dann von Lamego zurück zum Anleger Lamego / Régua. 

Für den diesen Abend war ein Gala-Dinner anberaumt worden, sodass sich dies bei mir und den anderen Mitreisenden auch kleidungstechnisch widerspiegelte. Hört man das Wort „Gala-Dinner“, so denkt man in der Regel gleich an einen Anzug bzw. ein Abendkleid, doch ist niemand im Restaurant aufgetaucht, sondern eher lässig schick – in Bezug auf Männer sind ein Hemd, sowie gute Hosen und Schuhe durchaus ausreichend. 

Das Abendessen war an diesem Abend vorgegeben und bestand aus 6 Gängen – die üblichen vier Gänge wurden um eine warme Vorspeise und ein Sorbet erweitert. Lediglich bei der Vorspeise und beim Dessert gab es auf Wunsch eine Wahl zwischen verschiedenen Angeboten. Ich blieb bei der vorgesehen Speisenauswahl und war vom Essen wieder einmal sehr angetan. Die Schwachstelle war bei diesem Menü, so wie an jedem Abend, die Suppe. Sie hat zwar nicht schlecht gescheckt, war aber auch kein besonderes Highlight und diese Meinung zu den Suppen zieht sich durch die gesamten Abende an Bord.

Zum Dessert gab es den Kreuzfahrt-Klassiker „Baked Alaska“ – also Eis in den Sorten Vanille, Erdbeere, Schokolade mit einem Kuchenboden und ummantelt von Eischnee. Klassischerweise wurden die ganzen Kunstwerke mit Wunderkerzen von den Kellnern einmal durch den Raum getragen, bevor sie dann portioniert jedem Gast serviert wurde.

An diesem Abend folgte dann auch wirklich mal ein Programmpunkt, der den Begriff Unterhaltung verdient, denn es kam eine portugiesische Folklore-Gruppe an Bord. Die Musiker und Sänger gaben im Salon ca. 45 Minuten ihre Talente zum Besten. Es wurden fröhliche portugiesische Lieder, aber auch typische Fado-Musik gespielt. Das Ganze war sehr kurzweilig und unterhaltsam. Die Gruppe war gut aufeinander eingestimmt und hat die gute Stimmung auf das Publikum übertragen. 

Zum Abschluss des Tages gab es noch einen obligatorischen Absacker im Salon der Douro Serentiy.

Montag, 20. September 2021: Porto & Guimarães

Am heutigen Montag stand bereits der letzte vollständige Tag der Reise auf dem Plan. Gegen 06:45 Uhr verließ die Douro Serenity Régua / Lamego und steuerte den Ausgangspunkt der Reise – Porto / Vila Nova de Gaia – an. Somit lag auch wieder ein halber Flusstag vor uns. Bereits kurz nach dem Ablegen passierten wir die Schleuse Carrapatelo, die mit einer Fallhöhe von 35 Metern die höchste auf dem Douro und die zweithöchste Schleuse Europas ist.

Auch an diesem Tag zeigte sich das Wetter wieder von einer sehr guten Seite mit blauem Himmel und Sonnenschein, sodass ich mich auch weiter größtenteils draußen aufgehalten haben.

Um 12 Uhr wurde seitens Kapitän, Hotelmanager und Kreuzfahrtleitung zu einem Abschiedssekt in den Salon eingeladen. Wie schon beim Willkommensgetränk war der Kapitän wieder nicht zugegen, da er das Schiff steuerte. Die Veranstaltung war also abermals zeitlich nicht gut geplant, sodass die Passagiere den Kapitän während der gesamten Reise nicht persönlich vorgestellt bekamen, obwohl vielen das wichtig ist und auch durch nicko cruises so beworben wird. Aus dem angekündigten Sekt wurde dann ein Portwein, doch das passt zu diesem Fahrtgebiet ja fast noch besser als Sekt. Weiterhin gab es auch einige nette Häppchen, die man sich von den Kellnern, die mit den Platten jeweils an den Tisch zu den Gästen kamen, nehmen konnte. Nicht ganz durchdacht hielt ich hierbei, dass uns Gästen zwar eine Serviette vom Kellner mit einer Zange gereicht wurde, man sich jedoch selbst ohne Handschuhe das gewünschte Häppchen selbst vom Tablett nehmen konnte. Die Art der Häppchen unterschied sich um Welten von dem Snack am Einschiffungstag. Solche verschiedenen süßen und herzhaften Kleinigkeiten hatte ich mir auch am ersten Tag vorgestellt, doch da gab es ja eher einen einfachen Snack zu Beginn. 

Im direkten Anschluss an diese kleine Verabschiedungsveranstaltung folgte das Mittagessen (endlich gab es auch eine Spezialität der Region Porto, nämlich das Francesinha-Sandwich) im Restaurant. Leider überschnitt sich das Essen mit der Einfahrt in Porto, sodass naturgemäß wieder das Verhalten einsetzte, was auch schon beim Auslaufen aus Porto am Mittwoch zu sehen war – während des Essens hetzten mehrere Reisende und auch in an Deck um Bilder vom Einlaufen in die beeindruckende Hafenstadt zu machen. Hier wäre eine zeitliche Entzerrung sinnvoll, dass man so Zeitdruck die Einfahrt in Porto genießen kann. 

Gegen 14:15 Uhr erreichten wir unseren Liegeplatz in Vila Nova de Gaia (Porto). Nachdem andere Flusskreuzfahrtschiffe Platz gemacht hatten, lagen wir direkt an der Pier und weitere zwei Schiffe folgten von der Flussseite, sodass wir als „Dreier-Päckchen“ an dem Liegeplatz Cais de Gaia lagen.

Bereits 15 Minuten später war wieder Zeit sich zum bevorstehenden Ausflug nach Guimarães (Dauer ca. 4 Std., 47€ p.P.) an den Ausflugsbussen zu treffen. Ich entschied mich bewusst für diesen Ausflug, da ich bereits in der Vergangenheit schon einmal in Porto war, jedoch nicht in Guimarães, der Wiede Portugals – wann kommt man da schon einmal hin?! Viele andere Gäste nutzen den restlichen Tag jedoch naturgemäß zum Erkunden der wunderschönen Stadt Porto. Aufgrund der geringeren Menge an Ausflugsteilnehmern war an diesem Tag auch nur einer von zwei Bussen im Einsatz. 

Die Fahrtzeit nach Guimarães beträgt etwa 45 Minuten und führt größtenteils über Autobahnen und Schnellstraßen. 

Guimarães gilt als Geburtsort von Portugal, da hier der erste Portugiesische König geboren sein soll und der Ort deshalb die erste Hauptstadt des Landes war – sie trägt den Beinamen „Wiege der Nation“.

Zunächst ging es für uns zum mittelalterlichen Palast mit Burg für eine Außenbesichtigung. Wie üblich erhielten wir über das Audiosystem alle relevanten Informationen von der Reiseleiterin. Zu Fuß ging es dann weiter durch verschiedene schöne Gassen dieser historischen Stadt, vorbei an unzähligen Kirchen. Schließlich hatten wir dann noch ca. 1:15 Std. Freizeit, die wir je nach Belieben verbringen konnten. Ich schlendere durch die schönen Gassen der Altstadt – im Übrigen ein UNSECO-Welterbe – und ließ mich einfach ein bisschen ohne konkreten Plan treiben. Dabei besuchte ich auch ein paar Geschäfte – für all diejenigen, die gerne Souvenirs shoppen, ist hier nochmal eine gute Möglichkeit. 

Als Abschluss des Ausflugs folgte ich noch einem Tipp der Reiseleiterin, die empfahl in einem kleinen, alteingesessenen Laden (Tasca Expresso) einen Vinho Verde zu trinken. Dieser wird dort noch einer Art Tasse / Schale statt in einem Glas serviert. Der Laden ist sehr unauffällig und erinnert eher an einen einfachen Hofladen. Dort konnte man verschiedene lokale Spezialitäten erwerben. Ich entschied mich dann für einen Vinho Verde, der zum unschlagbaren Preis von 1€ pro Schale zu haben war. Zusätzlich dazu gab es noch ein Stück Kuchen vom Besitzer aufs Haus. Die Verständigung mit ihm war zwar äußert schwierig, da er kein Wort englisch sprach, doch mit Händen und Füßen hat es am Ende geklappt. 

In unmittelbarer Nähe des Ladens bzw. der Igreja e Oratórios de Nossa Senhora da Consolação e Santos Passos parkte unser Bus, der uns wieder zurück zur Douro Serenity brachte, wo wir gegen  18:30 Uhr wieder eintrafen.

Ich entschied mich dazu gleich nach der Ankunft einen Großteil meines Koffers zu packen, damit dieser nervige Programmpunkt bereits fast vollständig erledigt war.

Nachdem ich mich für den Abend frisch gemacht hatte, ging es bereits um kurz nach 19 Uhr zum letzten Abendessen an Bord. Auch dieses war erneut sehr gut.

Zum Abschluss der Reise traf sich ein Großteil der Pressegruppe noch für einen kleinen Umtrunk auf dem Außenbereich vor dem Salon. Von dort aus konnte man die Kulisse der beleuchteten Stadt Porto besonders gut genießen. 

Im Zeitfenster von 16 bis 22 Uhr war jeder Gast aufgefordert seine Bordrechnung an der Rezeption zu bezahlen (bar, girocard oder Kreditkarte). Hat man die Rechnung gezahlt, so ist das Bordkonto geschlossen. Man erhält zwar weiterhin Getränke von der Bar, doch diese muss man dann bar bei den Kellnern bezahlen, somit entschied ich mich die Rechnung der Einfachheit halber so spät wie möglich zu zahlen.

Da der Abend noch relativ jung war, entschied sich ein kleiner Teil unserer Gruppe inklusive mir, noch eine Bar eine Bar in Porto selbst zum Abschluss der Reise aufzusuchen. Vom Anleger Cais de Gaia kann man über die Ponte Luis I die Uferstraße „Cais de Ribeira“ in Porto schnell fußläufig erreichen. Von dort aus hat man dann einen guten Blick auf Vila Nova de Gaia und die zahlreichen Portweinkellereien, die sich dort Haus an Haus befinden.

Gegen 00:30 Uhr waren wir dann zurück auf dem Schiff, nachdem alle möglichen Bars zwischenzeitlich auch geschlossen hatten oder gerade zumachten – ein Wink mit dem Zaunpfahl den schönen Abend zu beenden.

Dienstag, 21. September 2021: Porto & Abreise

Gemäß der Abreiseinformationen, die bereits am Sonntag Abend auf die Kabinen verteilt wurden, hatte ich einen recht entspannten Abreisetag vor mir. Der Transfer zum Flughafen war für mich um 9 Uhr vorgesehen, sodass ich meinen Koffer mit der entsprechenden farbigen Banderole erst bis spätestens 8 Uhr vor die Kabine stellen musste. Um 08:30 Uhr musste unabhängig davon jeder Gast seine Kabine verlassen und die Zimmerkarte an der Rezeption abgehen. 

Bis zu dieser Uhrzeit wurde auch das Frühstück im Restaurant serviert. An diesem Tag gab man sich etwas weniger Mühe mit dem Frühstück – das Buffet war nicht so umfangreich bestückt und um kurz vor 8 wirkte alles bereits etwas „abgegrast“, doch all das, was ich frühstücken wollte gab es auch noch. 

Nach dem Frühstück verbrachte ich die Wartezeit bis zum Transfer an Deck. Das Wetter zeigte sich bereits Morgens von seiner besten Seite und versprach einen schönen Tag. Mir persönlich brachte das natürlich nichts mehr am Abreisetag, doch es brachte einen schönen Abschuss der Reise mit sich. Schließlich hatte das Wetter während der Kreuzfahrt bis auf die ersten beiden Tage sehr gut mitgespielt.

Pünktlich um 9 Uhr starte dann der Transfer zum Flughafen von Porto. Die Fahrzeit betrug ungefähr 25 Minuten und wurde von einem Reiseleiter begleitet, der bereits im Bus über die aufzusuchenden Check-In-Schalter informierte und uns auch nach der Ankunft am Flughafen direkt dort hinführte, um sicherzustellen, dass sich alle Gäste zurecht finden. Das empfand ich auch als guten Service und ist nicht unbedingt selbstverständlich.

Das Check-In Prozedere und die Sicherheitskontrolle liefen problemlos und ohne lange Wartezeiten ab, was natürlich sehr angenehm ist. Der Rückflug LH1178 nach Frankfurt starte in Porto sogar etwas früher als geplant (12:10 Uhr), da das Boarding zügig von Statten ging. Der Flug war an sich auch sehr angenehm und der frühere Abflug in Porto spiegelte sich sogar in einer früheren Ankunft in Frankfurt wider, was man natürlich auch „mitnimmt“.

Fazit:

Summa summarum hatte ich eine wundervolle Reise auf dem Douro in Portugal und eine schöne Zeit an Bord der Douro Serenity von nicko cruises.

Die Landschaft entlang es 897 km langen Douro, der nur auf 210 km schiffbar ist, ist sehr vielfältig auf der Gesamtstrecke von Porto bis Barca D’Alva sehr abwechslungsreich – von sehr grün mit vielen Bäumen bis hin zu einer steinigen, kargen Landschaft ist alles dabei. Das landschaftliche Herzstück ist die Passage des Weinanbaugebiets Alto Douro, das mit vielen Weinbergen links und rechts der Ufers aufwartet.

Besonders beeindruckend sind auch die fünf Schleusen, die mit einer Fallhöhe von bis zu 35 Metern den Douro überhaupt schiffbar machen. Die meisten Schiffe auf dem Douro sind so gebaut, dass sie gerade so in die Schleusen passen und somit ist jedes Manöver diesbezüglich sehr sehenswert. Auf dem drittlängsten Fluss der Iberischen Halbinsel herrscht reger Schiffsverkehr in Bezug auf Kreuzfahrtschiffe. Damit es zu keinen langen Wartezeiten an den Schleusen kommt, müssen sich alle dort operierenden Unternehmen an ihren Fahrplan inklusive der vorgesehenen Schleusenzeiten halten. Während meiner Reise hat dies sehr gut funktioniert.

Auf dem Douro herrscht ein Nachtfahrverbot, was zur Folge hat, dass nur während der Tageszeiten gefahren werden kann und jedes Flusskreuzfahrtschiff nachts an einem Anleger festmacht. Betrachtet man die Flusskreuzfahrten in anderen Fahrtgebieten ist dies eine Besonderheit. Vorteilhaft ist daran, dass man abends auch Landgänge unternehmen kann, wie z.B. die lokale Gastronomie besuchen, und dass es nachts keine möglicherweise störenden Fahrtgeräusche oder Geräusche durch Schleusungen gibt. Auf der anderen Seite kann es natürlich zu Lärm von der Landseite oder im „Päckchen“ liegenden Schiffen kommen. Für mich war dies jedoch kein Problem.

Die Tagespassagen führen dazu, dass man die vorbeiziehende Landschaft im Tageslicht genießen kann, aber auch dazu, dass in der Regel sofort nach der Ankunft an der nächsten Station die Ausflüge beginnen. Dies kann schon ein wenig stressig sein, doch man nimmt dies gerne in Kauf, denn schließlich will man möglichst viel sehen.

Während der Reise habe ich alle von nicko cruises angebotenen Ausflüge mitgemacht – insgesamt acht Stück. Trotz der Corona-Situation waren individuelle Landgänge stets möglich, doch wenn man möglichst viel von den Sehenswürdigkeiten sehen will, kommt man an den Ausflügen des Kreuzfahrtanbieters kaum vorbei. Vielfach sind die angelaufenen Häfen kleine Orte, in denen es kaum oder keine Sehenswürdigkeiten gibt, sondern diese weiter weg abseits des Douro liegen. Dort ohne Ausflug hinzukommen ist beschwerlich, da es so gut wie keine lokalen Ausflugsanbieter gibt und auch keine Mietwagenstationen. Selbstverständlich gilt dies nicht für Porto, hier kann man alles individuell erkunden, sofern man das möchte. In Pinhão ist die einzige Sehenswürdigkeit der Bahnhof, der sowieso im Rahmen eines inkludierten Landausflugs besucht wird. Régua ist eine vergleichsweise größere Stadt, die man auch individuell entdecken kann, doch auch hier gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten. Mit dieser Situation muss man sich vor der Reise beschäftigen, um später nicht enttäuscht zu sein. nicko cruises bietet ein Ausflugspaket für derzeit 149€ p.P. an, in dem die von mir beschrieben Ausflüge in Porto (erster Tag), Pinhão, Barca D’Alva (Castelo Rodrigo) und Régua (Lamego) enthalten sind. Lediglich die Ausflüge nach Salamanca und nach Guimarães sind komplett autark zu sehen.

Ich empfand die Landausflüge von nicko cruises durchaus alle als lohnend, auch wenn ich nicht der typische Museumsgänger und Kirchgänger bin, doch insbesondere Kirchen und deren Geschichte machen einen Großteil der portugiesischen Identität und Geschichte aus. Kirchen und Kathedralen gibt es vor Ort wirklich gefühlt hinter jeden Ecke. Größtenteils sind diese wirklich sehenswert und natürlich auch schöne Fotomotive. Angenehm fand ich auch, dass es sich größtenteils um Halbtagesausflüge handelte (naturgemäß durch die Tagespassagen auf dem Douro), somit hat man eine gute Mischung aus Flusstag und Landgang. Nichts desto trotz war mein persönliches Highlight was die Ausflüge betrifft jedoch der nach Salamanca. Die Stadt hat mir ausgesprochen gut gefallen und auch die Zusammenstellung des Ausfluges aus Freizeit und festgelegten Programmpunkten. Ebenfalls besonders lohnend war für mich der Ausflug nach Guimarães, dort hätte ich gerne noch mehr Zeit verbracht, da es einfach sehr angenehm war dort durch die schönen Gassen zu schlendern.

Die Durchführung der Ausflüge empfang ich stets als professionell und unter allen Beteiligten gut eingespielt. Von der Reiseleistung, in diesem Fall eine Deutsche, die seit vielen Jahren in Portugal lebt, gab es stets die passenden Informationen zu Land und Leuten. Mit den Audiogeräten bewaffnet sieht man zwar immer als „typischer Tourist“ aus, was mir eigentlich nicht so gut gefällt, doch natürlich hat dies alles seinen Sinn und Zweck. Besonders war auch, dass die Ausflugsbusse das Schiff von Hafen zu Hafen begleiten und man somit in der Regel immer in den selben Bus steigt, den selben Busfahrer und die selbe Reiseleitung hat. Man kann sich also aufeinander einstellen und es entsteht eine Art familiärer Bezug.

Alle anderen Kreuzfahrtanbieter, die vor Ort operieren, führen übrigens mehr oder weniger die gleichen Ausflüge durch, das bedeutet es gibt keine großen Alternativen.

Alle Crewmitglieder der Douro Serenity waren stets freundlich und sehr bemüht allen Reisenden eine schöne Zeit zu bereiten. Da es auf einem solchen Flusskreuzfahrtschiff naturgemäß nicht so viele Mitarbeitende gibt, entsteht bereits nach kurzer Zeit eine familiäre Atmosphäre und man kann sich aufeinander einstellen. In der Regel kommt man mit Englisch am besten weiter, doch an den wichtigen Stationen Kreuzfahrtleitung und Rezeption kann man auch gut deutsch sprechen. Selbstverständlich verstehen auch alle anderen Crewmitglieder wichtige Schlüsselwörter auf Deutsch oder sprechen sogar ein bisschen deutsch, doch das ist nicht der Standard. Alle Informationen, die an Bord gegeben werden, erfolgen in deutscher Sprache und auch die Schriftstücke wie beispielsweise das Tagesprogramm und die Menü-Karten sind auf deutsch. Teilweise kommt es hier aber zu sprachlichen Fehlern, die mit einfachen Mitteln schnell zu beseitigen wären. Insbesondere bei den Menükarten finden sich immer wieder Fehler, die auch teilweise zu anderen Erwartungen führen, welche Speise man bekommt. Da sich die Menüpläne in der Regel jede Woche wiederholen, wäre es ein leichtes diese einmal korrekt zu verfassen und dann als Standard zu nehmen. Es ist zwar nur eine Kleinigkeit und manchmal führen diese Fehler auch mal zu einem Lacher, doch da der Einband der Menükarte mit den nicko cruises-Logo geprägt ist, erwartet man naturgemäß auch korrektes Deutsch bei einem deutschen Kreuzfahrtanbieter.

Verbesserungswürdig ist in meinen Augen der Barservice. Den Service würde ich als eher zurückhaltend bezeichnen, was zur Folge hat, dass man doch das ein oder andere mal selbst an die Bar geht, um sich ein Getränk zu holen oder einen vorbeigehenden Kellner fragt, ob man etwas bestellen kann. Insbesondere bei der Fahrt über den Douro am Tage bei guten Wetter befinden sich viele Reise auf dem Sonnendeck oder dem Außenbereich des Salons. Leider fand dort der Barservice nur sehr unregelmäßig statt und folgte keinem konkreten Plan. Dem Reisenden geht es im Endeffekt um aufmerksamen Service, der nicht penetrant aber trotzdem präsent ist. Für das Unternehmen geht es hierbei um Umsatz – es sei denn man hat ein Getränkepaket, doch hat man dieses, so hat man ja bereits vorab eine gewisse Leistung gebucht. Es ist also Luft nach oben was den Barservice betrifft. Alle drei Mitarbeiter waren stets freundlich und haben die Bestellungen zügig abgearbeitet, doch ein bisschen mehr Präsenz hätte sich gelohnt.

Einer der wichtigsten Punkte an Bord ist selbstverständlich das Essen. Alles in Allem empfand ich die Qualität und Zubereitung der Speisen wirklich gut – natürlich ist das alles Geschmacksache, für mich hat es jedoch gepasst. Man kann also schon sagen, dass ich von der Küche angetan und teilweise auch überrascht vom Geschmack und der Zubereitungsart war. Die Schwachstelle eines jeden Menüs war für mich die Suppe, die eher unaufgeregt und ohne Pfiff daherkam und das Gericht war, das ich immer nachwürzen musste. Ich persönlich hätte mir noch etwas mehr portugiesischen Einschlag in der Küche gewünscht – beispielsweise gab es selbst bei dem portugiesischen Buffet nicht einmal die berühmten Pasteis de Nata, die nun wirklich sehr typisch für Portugal sind. Lediglich bei der Abschiedsveranstaltung gab es diese in Miniatur-Form als eine Form der kleinen Häppchen. Kulinarisch gibt es also noch ein bisschen Luft nach oben, aber der Standard an Bord ist in diesem Segment wirklich hoch.

Leider kam es immer wieder dazu, dass Mitreisenden auf das geltende Hygienekonzept aufmerksam gemacht werden mussten – entweder von Crewmitgliedern oder von anderen Mitreisenden. In den Innenräumen und bei den Busfahrten bestand stets die Pflicht eine Maske zu tragen, solange man keinen Sitzplan eingenommen hat. Dass man die Maske manchmal vergisst, ist menschlich, doch manche haben das auch mit Vorsatz gemacht, was für alle Beteiligten anstehend und respektlos ist. In aller Regel haben Crewmitglieder die Personen darauf hingewiesen, doch auch nicht immer und letztlich muss man sagen sind die Mitarbeitenden an Bord auch keine Ordnungshüter, aber es muss darauf geachtet werden, dass sich alle an die Regeln halten, wie beispielsweise auch das Tragen der Handschuhe am Buffet. Möchte man die Regeln nicht befolgen, so kann man zum aktuellen Zeitpunkt eine solche oder ähnliche Reise nicht antreten – so einfach ist das. Auch im Flugzeug mussten die Flugbegleiter Personen ständig auf das Tragen der Maske aufmerksam machen – letztlich spiegelt dies die aktuelle Gesamtsituation wider, die derzeit u.a. in Deutschland herrscht, weil viele Menschen von den anhaltenden Regeln genervt sind, doch wir befinden uns immer noch in einer Pandemie und besonders da ist gegenseitige Rücksichtnahme schon wichtig.

Die MS Douro Serenity ist ein schönes Kreuzfahrtschiff, das mit all dem ausgestattet ist, das ein modernes Flusskreuzfahrtschiff ausmacht. Über Design lässt sich bekanntlich streiten – für mich ist die Einrichtung etwas zu gediegen und durch die vielen Brauntöne zu dunkel – unter dem Begriff „modern“ unter dem nicko cruises die Douro Serentiy sieht, verstehe ich von dem Einrichtungsstil etwas anderes. Die Außenbemalung des Schiffes ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, da das grau eine Assoziation an ein Militärschiff hervorruft, doch gemäß Angaben von nicko cruises soll das Schiff ab nächstem Jahr in den nicko cruises Farben erstrahlen.

Meiner Meinung nach ist sind Flusskreuzfahrten unterschätzt und haben ein eher eingestaubtes Image. Zum Großteil liegt das zum einen an dem Standard-Klientel, das Flusskreuzfahrten bucht und zum anderen an den wenigen Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord. 

Auf der beschriebenen Reise war ich der jüngste Passagier (33) an Bord und wäre unsere Pressegruppe nicht an Bord gewesen, so wäre der Altersschnitt noch deutlich höher gelegen. Selbstverständlich haben ältere Menschen andere Vorstellungen an eine Reise als jüngere Passagiere, doch eine Schnittmenge gibt es natürlich immer. Klar ist auch, dass sich die Anbieter auf die Personengruppen einstellen, die vornehmlich an Bord sind. Das bedeutet jedoch auch, dass es für insbesondere Jüngere nicht besonders attraktiv eine Flusskreuzfahrt zu unternehmen.

Beispielhaft dafür steht das Programm des Bordmusikers bzw. Alleinunterhalters. Die gespielte Musik kann man durchaus als fad und ohne „Pepp“ bezeichnen – Stimmung kam dadurch nicht auf, auch nicht bei den älteren Passagieren. Das Konzept einen Bordmusiker zu haben, der in einer kleinen Ecke sitzt und lustlos auf einem Keyboard spielt oder „auf Play drückt“, ist einfach überholt. Hier wäre eine Modernisierung von Vorteil, um weitere Zielgruppen anzusprechen. 

Bei einer Flusskreuzfahrt geht es vornehmlich und die Destinationen und die Landschaft, doch das Bordleben gehört eben auch entscheiden mit dazu. 

Um auf meinen Eingangssatz des Fazits zurückzukommen, hatte ich wirklich eine sehr schöne Zeit in Portugal und auf der Douro Serentiy. Viele nette Gespräche mit Mitreisenden und Crewmitgliedern rundeten die Reise ab und machten sie besonders.

Allen, die an schöner Landschaft, Land und Leuten interessiert sind und keinen großen Anspruch auf „Action“ und Abendunterhaltung legen und auch mal etwas „gemütlicher“ unterwegs sein wollen, ist eine solche Flusskreuzfahrt absolut zu empfehlen. 

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