Royal Caribbean rüstet 19 Kreuzfahrtschiffe mit Scrubbern aus


    Royal Caribbean Cruises Ltd. wird 19 Kreuzfahrtschiffe aus der eigenen Flotte nach und nach mit AEP-Systemen, sogenannte Scrubber ausrüsten. Diese System sollen 97% der Schwefeldioxid-Emissionen der Dieselmotoren die mit Schweröl befeuert werden entfernen. Royal Caribbean muss dieses Investitionen tätigen um auch in den Emissiones-Gebieten fahren zu können die nun neue strengere Vorschriften bekommen haben.

    Royal Caribbean hat sich bewusst gegen den Wechsel der Kraftstoffe mit geringerem Schwefelanteil entschlossen und für die neuen AEP-Systeme entschieden, da die schwefelarmen Kraftstoffe in den Massen wie sie benötigt werden zur Zeit wohl noch nicht verfügbar sind und schon gar nicht in allen Destinationen wo die Royal Caribbean Schiffe eingesetzt werden.



    Erstanlauf der Legend of the Seas in Hamburg / © Royal Caribbean

    Erstanlauf der Legend of the Seas in Hamburg / © Royal Caribbean



    Seit 2010 ist Royal Caribbean bereits in der Entwicklung und Planung für den Einsatz der AEP-Technologie. Die in diesem Jahr in Dienst gestellten Schiffe Quantum of the Seas von Royal Caribbean Cruise Line sowie die Mein Schiff 3 von der 50% Tochter TUI Cruises sind bereits mit dem neuen System ausgestattet worden.

    Bei der Liberty of the Seas wurde eine der sechs Hauptmaschinen bereits zu Testzwecken vor zwei Jahren mit dem System ausgestattet.

    Um sicherzustellen das für alle Schiffstypen und Maschinentypen eine passende Lösung eingebaut werden kann, stützt sich Royal Caribbean nicht nur auf einen Zulieferer sondern auf zwei. Die AEP-Technologie wird zum einem von Wärtsilä aus Finnland und von der Firma Alfa Laval aus Schweden geliefert.

    Ab Januar 2015 werden 13 Kreuzfahrtschiffe von Royal Caribbean Cruise Line und sechs Kreuzfahrtschiffe von Celebrity Cruises bei den routinemäßigen Dockaufenthalten mit Scrubbern nachgerüstet. Vorarbeiten haben bereits begonnen, die einzelnen Installationen können bis zu 8 Monate in Anspruch nehmen. Die meisten der 19 Schiffe werden zwischen den Jahren 2015 und 2017 umgerüstet werden.

    Die Meldung von Royal Caribbean:

    Royal Caribbean Cruises installiert Abgasreinigungs-Systeme auf 19 Kreuzfahrtschiffen
    Das Kreuzfahrtunternehmen Royal Caribbean Cruises Ltd. (RCL) wird 19 seiner Schiffe mit Advanced Emissions Purification (AEP)-Systemen – Abgasreinigungs-Systemen bekannt als Scrubber – nachrüsten. Dies unterstreicht die Zielsetzung, wichtige Umweltstandards zu erreichen oder sogar zu übertreffen. Scrubber entfernen mehr als 97 Prozent der Schwefeldioxid-Ausstöße, die von den Dieselmotoren eines Schiffes erzeugt werden.

    Mit diesem Schritt übertrifft RCL alle Emission-Standards, die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) für die Sonderzonen der Schifffahrt geplant sind, und befolgt alle Standards, die es in der Europäischen Union gibt. Zudem stellt die Entscheidung für AEP-Systeme sicher, dass die RCL-Schiffe überall den Normen entsprechen können. Dies wäre bei der alternativen Möglichkeit – der Umstellung auf Treibstoff mit einem niedrigeren Schwefelgehalt – nicht gegeben, denn die Verfügbarkeit dieses Treibstoffs ist begrenzt.

    Royal Caribbean Cruise Ltd. befasst sich seit 2010 damit, die AEP-Technologie zu entwickeln, zu testen und zu planen. Die neue Quantum of the Seas von Royal Caribbean International, die in diesem Jahr in Dienst gestellt wurde, zählt zu den ersten Kreuzfahrtschiffen, bei denen Scrubber bereits während des Baus installiert wurden. Zudem betreibt die Liberty of the Seas seit zwei Jahren einen ihrer sechs Motoren mit einem nachgerüsteten AEP-System. Diese „schrubben“ Abgase, in dem ihnen große Mengen Sprühwasser zugeführt werden. Dies entfernt 97 Prozent der Schwefeldioxid-Emissionen.

    „AEP-Technologie ist für Kreuzfahrtschiffe noch sehr neu. Dadurch, dass wir vielseitige Lösungen für unsere unterschiedlichen Schiffe einsetzen, können wir die serienmäßige Entwicklung von Scrubbern voranbringen – davon wird nicht nur RCL, sondern die gesamte Branche Nutzen ziehen“, unterstreicht Adam Goldstein, President & COO von Royal Caribbean Cruises Ltd.
    Der Einsatz der neuen Technik auf den bestehenden Schiffen stellte das Unternehmen vor erhebliche Herausforderung – sind doch manche der Bauteile so groß wie ein Schulbus. Ein gesamtes System und seine Flüssigkeiten wiegen mehrere Hundert Tonnen.

    „Ein Nachrüst-Projekt dieser Größenordnung und Komplexität – auch in Bezug auf Forschung, Planung und Design – gab es in unserem Unternehmen noch nie. Es war ein sehr systematischer Prozess, der die weltweit beste Expertise in diesem Bereich mit einbezogen hat“, erklärt Harri Kulovaara, Executive Vice President Maritime von Royal Caribbean Cruises Ltd.
    Damit für die spezifischen Anforderungen jedes Schiffes das richtige System eingesetzt wird, hat RCL zwei verschiedene Lieferanten von AEP-Technik beauftragt. Dies sind das schwedische Unternehmen Alfa Laval und Wärtsilä aus Finnland. Weitere Unternehmen erhalten Aufträge für die Installation.

    „Neben dem Teamwork in unserem eigenen Unternehmen, das für solch ein großes Projekt notwendig ist, war auch die Zusammenarbeit mit den Behörden äußerst wichtig“, stellt Goldstein heraus. „Wir haben sowohl mit den Flaggen-Staaten unserer Flotte als auch der United States Environmental Protection Agency (Umweltbehörde der USA), der United States Coast Guard (Küstenwache der USA) und Transport Canada (Transportbehörde Kanadas) zusammengearbeitet – dies war entscheidend für die Entwicklung. Sehr gerne möchten wir mit diesen Organisationen weiterarbeiten, um herauszufinden, ob es durch den Einsatz dieser Systeme weitere Umweltvorteile gibt“, fährt Goldstein fort.

    Ab Januar 2015 wird die Installation auf dreizehn Schiffen der Marke Royal Caribbean International und sechs der Marke Celebrity Cruises erfolgen – während planmäßigen Aufenthalten im Trockendock und während die Schiffe im Dienst sind. Die Vorbereitungen dafür haben auf mehreren Schiffen bereits begonnen – die meiste Arbeit wird zwischen 2015 und 2017 geleistet. Jede einzelne Installation dauert ungefähr acht Monate.

    Scrubber-Systeme sind eine von verschiedenen Maßnahmen zur Emissions-Reduktion, die RCL ergriffen hat. Ein anderes Augenmerk liegt auf dem geringeren Treibstoffverbrauch, um die CO2-Bilanz weiter zu verbessern. RCL hat darüber hinaus über die gesamte Flotte hinweg hunderte von Energiesparmaßnahmen umgesetzt. Dazu zählt beispielsweise auf der Quantum of the Seas ein sogenanntes Air-Lubrication-System (Luftschmierung), das die Reibung zwischen dem gesamten Rumpf und dem Wasser senkt und so den Treibstoffverbrauch je nach Geschwindigkeit um sieben Prozent reduziert. Weitere Einsparungen bringen ein Steckkarten-System für den Hauptschalter, der in den Kabinen die Beleuchtung und die Klimaanlage steuert, sowie der Einsatz von Energiespar-Lampen.



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