Reisebericht: Liberty of the Seas im westlichen Mittelmeer April 2013


    [Gastautor: Stephan] – Ein Reisebericht mit der Liberty of the Seas von Royal Caribbean International, vielen Dank an Stefan, der mit den Bericht samt Bilder übersendet hat.

    Tag 1: Anreise, Check-In, Abfahrt

    Nach Monaten voller Vorfreude stand nun endlich unsere erste Kreuzfahrt an. Hierfür ausgesucht haben wir uns die Liberty of the Seas von Royal Caribbean und eine 5-Tage-Route durch das Mittelmeer. Als jahrelanger Kreuzfahrtschiff-Fan habe ich die „dicken Pötte“ bislang leider nur von außen gesehen und freute mich umso mehr auf die Fahrt. Meine Freundin stand dem Ganzen etwas skeptischer gegenüber, insbesondere weil die Frage „Wie schläft es sich bei möglichen Wellengang?“ noch nicht geklärt war.



    Unsere Route ging von Barcelona nach Villefranche-sur-Mer, Civitavecchia, Livorno sowie ein Seetag und zurück nach Barcelona. Die Anreise nach Barcelona erfolgte am Vortag, da wir bei etwaigen Streiks am Flughafen oder Flugausfällen nicht ohne Schiff am Pier stehen wollten.

    Vom Flughafen Barcelona geht es für 2,50 € pro Person mit dem s.g. AEROBUS (bei uns von Terminal T2) in die Innenstadt. Dort am Plaça de Catalunya ausgestiegen fuhren wir noch zwei Stationen mit der U-Bahn (grüne Line L3, Zona Universitaria, ca. 2 € pro Person) in Richtung Hafen (Haltestelle Drassanes), von wo wir unser Hotel nach ca. 5 Minuten erreichten.

    Vom Hotel selbst hatten wir eine großartige Aussicht über Barcelona und den Hafen, in welchem sich am Abreisetag neben unserer Liberty auch die Sovereign von Pullmantur Cruises, die Costa Fortuna sowie die MSC Opera befand.

    Die Anreise zum Schiff am Abreisetag verlief entspannt, da wir auch bereits um 11:30 Uhr vom Hafen mit dem blauen Portbus (2,50 € pro Person) losfuhren. Die Haltestelle befindet sich direkt am Hafen, von wo aus man auch über eine Brücke zu einem Einkaufszentrum namens „Maremagnum“ gehen kann. Mit uns im Bus waren noch einige italienische Gäste der Costa Fortuna, welche den Lautstärkepegel beträchtlich anhoben. Ohne voreilige Schlüsse zu ziehen, denke ich, dass mir eine Woche auf einem Costa Schiff mit vielen Italienern eventuell zu laut sein könnte?!

    Am Schiff angekommen, verlief der Check-In reibungslos. Die Mitarbeiter am s.g. Quai Moll Adossat waren sehr hilfsbereit und nahmen unsere Koffer sofort entgegen. Anschließend ging es durch die Sicherheitskontrolle und an den Check-In-Schalter, welcher an einen Flughafen erinnerte. Auch hier klappte alles super und bereits an der Ruhe im Terminal merkte man den guten Mix an Mitreisenden Gästen. Denn neben älteren Personen und Reisegruppen befanden sich Familien mit Kindern und diverse Paar um die 30 im Terminal und warteten auf die „Abfertigung“. Die Mehrheit bildeten Amerikaner und Spanien, sowie einige Italiener und nur wenige Deutsche.

    Bereits um ca. 13 Uhr befanden wir uns auf dem Schiff und machten uns auf den Weg in unsere Kabine (Deck 9, Kabine 9550). Die Kabine war ausreichend groß und der Kleiderschrank reichte ebenfalls für mehrere Tage. Das Bad war mit einer Duschkabine ausgestattet, aber leider etwas hellhörig. Beim anschließenden „schlendern“ über die Promenade im Schiffsinneren wurde uns nochmals die Dimension des Schiffes deutlich. Denn neben verschiedenen Boutiquen befinden sich dort verschiedene Bars (Champagner Bar, Raucher/Bier-Bar, Wein-Bar) sowie ein Pizzaladen (Sorentos), ein Starbucks (sehr zum Gefallen meiner Freundin), sowie die Rezeption, ein Ben&Jerry`s Eisladen und ein Cupcake-Laden.

    Nachdem die Costa Fortuna bereits um 14 Uhr den Hafen verlassen hat und alle Passagiere die ca. 15 minütige Sicherheitsübung absolvierten, war unsere Liberty um 17 Uhr an der Reihe. Bedauerlicherweise ohne ein „Tuten“ (nennt man das so?) fuhren wir los und genossen den Sonnenschein. An Deck war bereits eine Menge los und sämtliche Bars hatten geöffnet und „Alex“ aus Madagaskar begrüßte die Passagiere an Bord.

    Am frühen Nachmittag waren wir dann noch Buffet-Restaurant „Windjammer“ auf Deck 11 essen. Das Buffet war reichlich und die von uns gewählten Speisen (neben Fisch und Fleisch auch Salat) waren bestens. Abends waren wir dann im Johnny Rockets, einem Amerikanische Diner, mit sehr leckeren Burgern und nettem Ambiente.

    Insgesamt verlief der erste Tag mit Anreise und Check-In sowie die ersten Stunden an Board, die insbesondere der Orientierung dienten, problemlos. Alles war bestens organisiert und neben unserem Kabinensteward (Many thanks to Thomas!) war auch der Rest des Personals top motiviert und gut gelaunt. Noch ein paar Informationen: Unsere Koffer waren erst um 16:15 Uhr in der Kabine, obwohl wir sehr früh eingecheckt hatten, im Fernseher gab es ca. 30 Kanäle, die meisten auf Englisch, Spanisch oder Italienisch, deutsche Sender gab es nur RTL (wer braucht den?) und Euronews. Aktuelle Filme liefen ebenfalls in Englisch, wie z.B. Premium Rush oder der letzte Batman-Film. Andere Filme konnte man für 12 Dollar kaufen. Das Bordkonto ließ sich ebenfalls über den Fernseher abrufen.


    Tag 2: Villefranche-sur-Mer (Nizza)

    Zu Beginn des zweiten Tages konnte nun die Frage „Wie schläft es sich bei möglichen Wellengang?“ beantwortet werden. Denn auf dem Weg von Barcelona nach Villefranche durchquerten wir eine Schlechtwetterfront mit Windspitzen von bis zu 68 mph, was immerhin ca. 110 km/h entsprach. Das schaukeln selbst war ok, aber durch den Wind entstanden vermutlich durch die Rettungsboote, das Mobiliar auf den Balkonen oder den Balkon-Zwischentüren Geräusche, welche zumindest einige Zeit keinen Schlaf zuließen.

    Am nächsten Morgen erreichte die Liberty nun Villefranche, wo das Schiff vor Ort ankerte. Das Frühstück gab es im Buffetrestaurant, wo wir zu unserer Überraschung auch Daniela Katzenberger und ihre Mutter samt Filmcrew antrafen. Obgleich der vielen Passagiere schien sie aber leicht genervt zu sein. Im Laufe der Kreuzfahrt haben wir sie auch nur noch zwei Mal gesehen. Ab dem 21.05 laufen wohl neue Folgen, bei der auch der Besuch auf dem Schiff gezeigt wird. Naja, egal. Villefranche ist jedenfalls eine kleine Stadt mit ca. 5.500 Einwohnern, welche sich zwischen Nizza und Monaco befindet. Als Passagier hatte man also z.B. die Wahl zwischen diesen beiden Orten oder dem Ort Eze, welcher sich über einen steilen Küstenabschnitt erstreckt.

    Bereits vor der Reise hatte ich mich ausführlich mit allen Destinationen und Reisemöglichkeiten beschäftigt, insbesondere um die von Royal Caribbean recht teuer angebotenen Ausflüge zu vermeiden. Mir ist die Freiheit die man auf individuellen Ausflügen hat doch lieber, natürlich mit der Gewissheit, dass unser Schiff bei Schwierigkeiten nicht auf uns warten würde, was bei offiziellen Touren jedoch der Fall wäre.

    Nun gut, wir entschlossen uns jedenfalls dazu nach Nizza zu fahren und ein Hauch Côte d’Azur zu schnuppern. Da wir vor Anker lagen, wurde getendert, was aber durch die regelmäßig fahrenden Boote mit guten Kapazitäten recht zügig von statten ging. Um ca. 10:25 Uhr erreichten wir den kleinen Hafen von Villefranche. Von dort kann man entweder dem Bus Nummer 80 nach Nizza fahren, welcher jedoch an vielen Haltestellen hält und sich um bzw. über den kleinen Berg schlängelt, oder man läuft ca. 5 Minuten in Richtung Bahnhof (am Ende der Bucht), von wo aus die Züge nach Nizza oder Monaco (und auch weiter) fahren.

    Da wir an einem Sonntag dort waren, fuhr der Bus 80 nur selten (z.B. 10:15 Uhr und 12:45 Uhr), weshalb wir uns für den Zug entschieden. Hier standen wir zunächst auf dem falschen Gleis, da wir uns auf die Linienführung aus Deutschland verlassen haben, also auf dem vorderen Gleis von links nach rechts und auf dem hinteren Gleis von rechts nach links. Hier war es genau anders herum und wir rannten auf das gegenüberliegende Gleis um noch den gerade einfahrenden Zug zu erreichen. Erst dort sah ich auch das Schild „Marseille“… wer lesen kann…

    Die Fahrkarte kostete von Villefranche nach Nizza Riquier (1 Station) 1,20 € pro Person. Es gab einen Schalter und auch einen Automaten direkt am Bahnhof. Von Riquier kann man wunderbar durch die Straßen von Nizza in Richtung Jachthafen laufen und dann an der Hauptstraße um den kleinen Berg herum hin zur Strandpromenade von Nizza. Auf dem Weg dorthin hat man noch die Möglichkeit auf den höher gelegenen Friedhof zu gehen, von wo man unterwegs eine herrliche Aussicht auf Nizza und die Côte d’Azur hat.

    Nach einem ausgiebigen Bummel über den Markt und die Strandpromenade, wo gerade ein Marathon stattfand, sind wir (dank Stadtplan-App) entspannt am Bahnhof „Nice Ville“ angekommen, welcher sehr zentral in Nizza liegt. Hier wieder zwei Fahrkarten Richtung Villefranche für 1,70 € gekauft (diesmal 2 Stationen), sind wir entspannt wieder am Hafen von Villefranche angekommen, wo schon die Tenderboote bereit standen. Da wir noch vor 16:30 Uhr zurück waren, gingen wir wieder in das Windjammer und aßen noch einen Snack zum Mittag.

    Anschließend genossen wir noch die Sonne auf dem Pooldeck, bevor es am Abend in das Hauptrestaurant, welches sich über drei Decks erstreckt, ging. Wir hatten hier vorher einen Tisch für zwei Personen reserviert. Unser Kellner kam aus Indien und war sehr zuvorkommend. Das Essen in drei Gängen, die man sich selbst aus einer Karte zusammenstellen konnte, war sehr lecker. Englisch sollte man natürlich schon können, zumindest in den Grundzügen, um sich überall zu verständigen oder sich mit dem Personal zu unterhalten. Aber keine Sorge, wer es nicht kann, wird durch ein Zeigen auf die gewünschten Speisen sicherlich weiterkommen.

    Nach dem Dinner ging es in die Show „In the Air“ im Platinum Theater. Die Show war gut gemacht und man vergaß mal wieder, dass man sich an Bord eines Schiffes befand. Für einen weiteren Drink ging es dann noch in das „Olive or Twist“, welches sich auf Deck 14 in der s.g. „Viking Crown Lounge“ befand. Von hier hat man einen hervorragenden Blick über das Schiff und das Meer. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und es gibt ruhige Livemusik.

    Royal Caribbean Handtuchtier

    Royal Caribbean Handtuchtier



    Als wir dann am Abend unseres Tages in unsere Kabine kamen, erwartete uns ein Elefant in Form eines „Towel animals“, welches unser Kabinensteward Thomas mit Sonnenbrille auf unser Bett setzte. Ich hatte diese Handtuch-Tiere schon vorher in diversen Videos und auf Fotos gesehen, aber das war wirklich klasse! Ich habe zwar den „Wie baue ich ein solches Handtuch-Tier-Kurs“ an Bord nicht belegt (den gab es wirklich), ich werde mich aber bald mal selbst hieran versuchen. Auf dem Bett ebenfalls noch zu finden war der tägliche „Cruise Compass“, welche immer am Abend zuvor für den nächsten Tag ins Zimmer gelegt wird und alle wichtigen Informationen zur nächsten Destination, den Veranstaltungen an Bord und dem Wetter sowie dem empfohlenen „Dresscode“ enthielt.

    Alles in allem ein schöner und entspannter Tag, welcher durch die individuelle Fahrt nach Villefranche zudem noch sehr günstig war.


    Tag 3: Civitavecchia (Rom)

    Am dritten Tag sind wir morgens in Civitavecchia angekommen. Hier standen viele Busse im Hafen und zunächst war es ein wenig undurchsichtig, da nicht genau klar war, wo zwischen den ganzen Tourbussen der Shuttlebus in Richtung Hafenausgang abfuhr. Nach 10 Minuten war auch dieses Problem gelöst und wir shuttelten zum Hafenausgang. Dort am Ausgang rechts befindet sich ein kleiner Ticketschalter, bei welchem wir das s.g. „BIRG“-Ticket für 12,- € pro Person kauften. Dieses gilt für den Regionalzug nach Rom sowie die öffentlichen Verkehrsmittel in Rom. Am Bahnhof gibt es alternativ das Ticket für den s.g. „Fast Train“, welcher glaube nur einmal am Tag hin- und zurück nach Rom fährt.

    Das Wetter war an diesem Tag leider sehr durchwachsen, gemischt mit Regen, Sonne und vielen Wolken. Der Bahnhof in Civitavecchia ist in ca. 5 Minuten zu Fuß zu erreichen und die Fahrt nach Rom St. Pietro dauerte ca. 40 Minuten. Von dort sind wir gleich zum Petersplatz und dem Dom gelaufen (ca. 10 Minuten) und dann einmal quer durch Rom und u.a. zum Pantheon sowie zum Forum Romanum und Kolosseum. Von dort sind wir dann mit der Metro zwei Stationen nach Rom Termini gefahren. Das Gleis (Gleis 25) mit dem Zug in Richtung Grosseto war am äußersten Ende des Bahnhofes gelegen, sodass wir von der Haupthalle noch ca. 10 Minuten laufen mussten, unseren Zug aber gerade noch pünktlich erreichten. Die Rückfahrt dauerte ca. 1:20 Minuten.

    Den Abend haben wir dann wieder ganz entspannt zunächst im Buffetrestaurant und später in den Bars ausklingen lassen, bevor wir dann kurz nach 19 Uhr in den Sonnenuntergang fuhren. Auf der Promenade gab es noch eine „Alles für 10 Dollar“-Aktion, bei der es auch diverse Uhren für jeweils 10 Dollar gab. Für einige Passagiere war dies Anlass genug, gleich 4 oder mehr Uhren zu kaufen. Es herrschte zu diesem Zeitpunkt auch ein Gedränge auf der Promenade wie beim Winter-Schluss-Verkauf. Nix für uns, also lieber entspannt in die Bar.


    Tag 4: Livorno (Pisa)

    Am vierten Tag erreichten wir Livorno, wo das Schiff in einem Industrie- und Fährhafen festmachte. Nach dem Frühstück im Windjammer ging es ganz entspannt mit dem Shuttlebus vom Hafen für 5,- € pro Person (für Hin- und zurück) zur s.g. Grande Piazza. Dort gibt es auf der anderen Seite von McDonalds einen kleinen Tabacchi-Laden, in dem wir zwei Tickets für den Bus zum Bahnhof kauften. Pro Person machte dies 1,20 €

    Der Bus braucht dann ca. 10 Minuten zum Bahnhof, von wo aus regelmäßig Züge nach Pisa und Florenz fahren. Wir entschlossen uns für Pisa, da dieses nur ca. 20 Minuten entfernt liegt. Nach Florenz sind es mehr als 1 Stunde. In Pisa angekommen sind wir dann vom Bahnhof durch die Innenstadt in Richtung dem schiefen Turm gelaufen, was angesichts des Sonnenscheins auch sehr angenehm war. Entspannt benötigten wir ca. 30 Minuten, vielleicht auch etwas weniger. Nach einigen Fotos und einer kurzen Verweildauer sind wir dann über eine andere Route wieder Richtung Bahnhof und nahmen später den Zug Richtung Livorno.

    Da wir recht früh wieder zurück waren, genossen wir noch das Mittagessen im Windjammer (geht immer bis 16:30 Uhr), bevor wir später die Ausfahrt des Schiffes wieder aus der Bar auf 14. Deck heraus genossen. Es ist schon spektakulär zu sehen, wie knapp das Schiff durch den Hafen manövriert.


    Tag 5: Seetag

    Der letzte Tag unserer Reise war der Seetag zurück auf dem Weg nach Barcelona. Das Wetter hierfür hätte nicht besser sein können. Ca. 24°C und Sonnenschein den ganzen Tag! Nach dem entspannten Frühstück ging es deshalb auch ca. 10 Uhr auf das Pooldeck, wo kurz danach auch Livemusik gespielt wurde und ein Salsa Tanzkurs für die Gäste stattfand. Das Highlight folgte jedoch 13:30 Uhr in Form eines Bauchklatsch-Wettbewerbes, für den sich 8 wagemutige Männer angemeldet hatten. Moderiert wurde diese Veranstaltung u.a. vom Cruise Director Rich Edwards, der mit seiner Stimmung zu jeder Zeit für gute Laune sorgte. Ein wirklich klasse Typ!

    Nachdem ein Ire den Wettbewerb gewann ging es für uns nach ganz unten, wo wir die Eisshow „Encore!“ im s.g. Studio B auf Deck 2 besuchten. Die Eisshow mit Akrobatik war gut und ging ca. 40 Minuten. Schon Wahnsinn, oben 24°C und Sonnenschein und man schaut sich eine Eisshow an?! Meine Freundin schaute sich dann am Abend auch noch die Show „Saturday Night Fever“ im Theater an, welches neben der Show „The Kings of Pop, Queens of Soul“, eine weitere Show an Bord und lauter ihrer Aussage auch hervorragend war.

    Am Abend wurden auch noch die Unterlagen für die Abreise und das Auschecken am nächsten Tag auf die Zimmer gebracht. Man bekam Aufkleber/Bänder für die Koffer mit Nummern drauf. Anhand der Nummer sah man dann, wann man ausgecheckt werden sollte und wo der Treffpunkt war. Wir waren gegen 8:20 Uhr dran und stellten unsere Koffer wie empfohlen bis 23 Uhr vor die Tür. Personen, die früh auschecken wollten, behielten ihre Koffer im Zimmer und konnten bereits ab 06:15 Uhr auschecken.

    Am Abend wurde dann sogar noch ZDF im Fernsehen eingespielt, da ja Dortmund gegen Real Madrid spielt und viele Spanier an Bord waren. Am Vortag für das Spiel zwischen Bayern und Barcelona klappte dies leider nicht und das Spiel wurde nirgends an Bord übertragen. Laut Aussage eines Barkeepers in der Sportsbar lag dies am nicht funktionierenden Satellitensignal. Einige sich ebenfalls auf der Suche nach Fußball befindliche Spanier und ich konnte dies gar nicht glauben und zogen noch unverrichteter Dinge ab.

    Tag 6: Ankunft, Check-out, Abreise

    Am Tag des Check-Out konnten wir auf Grund unserer Zeit von 8:20 Uhr noch in Ruhe frühstücken und gingen dann ins Theater, wo unser Treffpunkt war. Mit einer ca. 10 minütigen Verspätung ging es um ca. 8:30 Uhr auch los. Das auschecken verlief problemlos und unsere Koffer kamen auch pünktlich im Terminal an, sodass wir mit dem nächsten Shuttlebus in Richtung Hafen fahren konnten.

    Noch ein paar Worte zum Trinkgeld. Wir hatten das s.g. „My Dining“ vorab gebucht und somit alle Trinkgelder bereits bezahlt. In den einzelnen Bars werden allen Aufpreis pflichtigen Getränken und Speisen 15% Trinkgeld automatisch hinzugerechnet. Wenn man wollte, konnte man bei besonderem Service aber noch ein paar Dollar zusätzlich geben. Ich hatte vorab einige Dollar mitgenommen, welche ich aber nur für unseren Kabinensteward einplante. Ich legte Ihm zusätzlich 10 Dollar täglich auf das Kopfkissen und übergab Ihm am letzten Tag noch einmal 25 Dollar für seinen hervorragenden Service.

    Im Gegensatz zur ersten Nacht verliefen die anderen Nächte im Übrigen sehr ruhig und von den Bewegungen des Schiffes merkte man so gut wie gar nichts. Nur morgens, wenn das Schiff im Hafen anlegte und dreht, merkte man die Bugstrahlruder leicht, was in mir aber eher Vorfreude als Ärger auslöste.

    Alles in allem war die Reise eine wirklich klasse Erfahrungen und für unsere erste Kreuzfahrt perfekt. Die Liberty bietet viel für die Freizeit (Flowrider, Golfplatz, Kletterwand etc.) und sorgt auch für das leibliche wohl. Wir haben von den Aufpreis pflichtigen Restaurants zwar nur das Johnny Rockets ausprobiert, aber alle anderen Restaurants wie das Portofino oder das Chops Grille sind sicherlich ihr Geld wert. Und auch der Service an Bord und drum herum war sehr gut, sodass wir auf jeden Fall gerne wieder mit Royal Carribean reisen werden.


    Danke an Stephan für den Reisebericht mit der Liberty of the Seas!

    © Bilder und Text: Stephan P.

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