Investor 3i übernimmt restliche Anteile an Scandlines


    Der Finanzinvestor 3i hat nun die restlichen Anteile an der Reederei Scandlines vom Münchner Finanzinvestor Allianz Capital Partners übernommen. 3i investiert damit rund 165 Millionen Euro neues Kapital. Über den Kaufpreis der letzten 50 Prozent wurde Stillschweigen vereinbart. Im Rahmen des Erwerbs des ACP-Anteils durch 3i erfolgt die Umschuldung der laufenden Kredite des Unternehmens Scandlines in ein neues 875 Millionen Euro Paket. Damit kann nun die Reederei Scandlines sein strategischen Ziele weiter verfolgen. Nach Monate langen Verkaufsversuchen ist nun auch für alle Mitarbeiter von Scandlines wieder ruhe eingekehrt. Als nächste steht nun die endgültige Vertragsunterzeichnung für zwei Neubauten an. Bereits im Juli hatte Scandlines mit der STX Finland Werft eine Absichtserklärung zum Bau zwei neuen Fähren unterzeichnet. 3i und ACP erwarben ursprünglich im Juni 2007 jeweils 40 Prozent der Anteile an Scandlines. Im Jahr 2010 übernahmen sie dann die 20-prozentige Beteiligung der Deutschen Seerederei.



    Neue Scandlines Fähren / © STX Finnland

    Neue Scandlines Fähren / © STX Finnland



    In den letzten sechs Jahren haben 3i und ACP einen proaktiven Ansatz hinsichtlich ihres Investments in Scandlines verfolgt und zahlreiche Initiativen vorangetrieben, einschließlich der Stärkung des Führungsteams, der Einführung operativer Optimierungsprogramme und der Verfeinerung des Geschäftskonzepts mit verstärktem Fokus auf Kundenzufriedenheit und Ertragsmanagement.

    Unter der Leitung von 3i und ACP hat sich Scandlines von einem staatseigenen, diversifizierten Unternehmen zu einem fokussierten Spezialisten für Kurzstreckenseeverkehr entwickelt. 2011 trat das Unternehmen seine Langstreckenfracht-Routen an Stena ab, um sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Der beschlossene Bau zweier neuer Fähren für die Route Rostock-Gedser wird für größere Kapazität sorgen. Damit kann Scandlines am Wachstum, das vom mittel- und osteuropäischen Verkehr getriebenen wird, profitieren. Peter Wirtz, 3i Partner und Managing Director Deutschland, erklärte dazu: „Scandlines ist ein erfolgreiches und profitables Unternehmen, das wir in den letzten sechs Jahren genauer kennengelernt haben. Wir freuen uns, weiter investieren zu können, um das Management bei der Realisierung der Zukunftspläne des Unternehmens zu unterstützen und von dessen Wachstumsperspektiven zu profitieren.“

    Jörg Spanier, Managing Director bei Allianz Capital Partners, erklärte: „Wir waren in den vergangenen sechs Jahren erfolgreich bei Scandlines investiert und haben gerne mit unserem Partner 3i und dem Management von Scandlines zusammengearbeitet, um das Unternehmen neu zu positionieren. Seit dem Erwerb im Jahr 2007 wurde Scandlines von einem komplexen Staatsunternehmen mit beschränkter strategischer Ausrichtung in eine moderne und effizient arbeitende Fährgesellschaft mit Schwerpunkt auf die profitabelsten Kurzstrecken umgebaut. Das Unternehmen ist jetzt gut aufgestellt, um sein Potenzial zu maximieren und seine Wachstumsstrategie fortzusetzen.“

    Søren Poulsgaard Jensen, Vorstandsvorsitzender von Scandlines, bemerkte dazu: „Wir möchten uns bei ACP für die Unterstützung im Laufe der vergangenen sechs Jahre bedanken. ACP und 3i haben die Entwicklung unseres Geschäfts aktiv begleitet und eine Schlüsselrolle beim Erfolg und Wachstum unserer Gesellschaft während dieser Zeit gespielt. Wir freuen uns, auf diesem Erfolg aufbauen zu können und uns eine führende Position am Markt unter der 100-prozentigen Eigentümerschaft von 3i zu sichern.”



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