Scandlines verkleinert die Fähre „Copenhagen“ und „Berlin“ auf der Fayard Werft in Dänemark


    Scandlines hat ja wie wir nun alle wiesen einen super Deal gemacht, nach dem man mehr oder weniger die P+S Werften im Jahr 2012 in die Insolvenz geschickt hat. Die Fähren die von der P+S Werft für die Scandlines Reederei gebaut wurden, waren zu schwer und Scandlines wollte sie deshalb nicht mehr – jedenfalls nicht im Jahr 2012 – 2014 sah das schon wieder anders aus. P+S wollte damit ins Fährgeschäft einsteigen und ist in einer Insolvenz gelandet da Scandlines die Verträge stornierte.

    Ganz so schlecht waren die Schiffe für Scandlines dann doch nicht, denn man hat sie dann im Januar 2014 einfach aus der Insolvenzmasse gekauft – für schmale 31 Millionen Euro. Der ursprüngliche Kaufpreis lag bei etwa 180 Millionen Euro. Zugute halten muss man Scandlines allerdings, dass sie nun 100 Millionen Euro in die Umbauten investieren. Ob das so richtig freiwillig passiert sei dahingestellt, es ist eine Vertragsklausel sonst hätten sie die Schiffe nicht bekommen. Sie sparen unterm Strich dann eben immer noch rund 50 Millionen Euro wenn die Schiffe dann in See stechen. Zwar verspätet, aber sie fahren. Nach den Umbauten muss ein Wirtschaftsprüfer an die Arbeit gehen und schauen ob sich Scandlines an den Deal gehalten hat, sollten sie nicht 100 Millionen Euro in die Umbauten stecken, so müssen sie die Differenz an die Sicherungsgläubiger auszahlen.



    Die „Berlin“ und die „Copenhagen“ liegen nun in der Fayard Werft und werden dort um mehrere hundert Tonnen Gewicht erleichert. So werden Decks abgenommen und andere Decks verkürzt. Ebenso wurde ein Dieselmotor ausgebaut um die Gewichtsersparnis im Gesamten von etwa 700 Tonnen zu erreichen. Am Ende wird die Fähre nur noch 1300 Passagiere statt 1500 Passagiere wie zu Beginn geplant transportieren können. Die Schiffe werden zudem auf Hybrid-Antrieb umgebaut, man sorgt also auch für die Umwelt.

    Neue Scandlines Fähren / © Scandlines

    Neue Scandlines Fähren (ursprüngliche Planung) / © Scandlines



    "Berlin" und "Copenhagen" vor der insolventen P+S Werft in Stralsund / © Inselvideo

    „Berlin“ und „Copenhagen“ vor der insolventen P+S Werft in Stralsund / © Inselvideo

    Video der Scandlines Fähren „Berlin“ und „Copenhagen“ vor der P+S Werft Stralsund

    Die beiden Fähren sollen auf der Ostsee eingesetzt werden und bekommen nun auch Buffett-Restaurants, eine Lounge und eine Shoppingmeile. Die Überfahrt soll den Gästen so angenehm wie möglich gemacht werden auf den 169 Meter langen Ostseefähren. Die Überfahrt von Rostock nach Gedser auf der Ostsee dauert knappe 3 Stunden.

    Scandlines beteuert das ein weiterer Neubau keine Alternative gewesen sei, da man sonst noch bis 2016 mit veralteter Tonnage hätte fahren müssen. Der Betrieb der alten Prins Joachim und Kronprins Frederik hätte zudem höhere Operationskosten ab Januar 2015 verursacht, da ab dann die neuen Emissionsregelungen in Kraft treten und die Schiffe diese nicht einhalten.

    Die von der P+S Werft gekauften Fähren mit dem Übergewicht hätten dazu geführt, dass Scandlines deutlich weniger Ladung auf den Schiffen mit sich führen könnte als zunächst geplant war. Nach der Abspeck-Kur können die Schiffe mit der angepeilten Beladungs-Tonnage fahren.

    Die beiden Umbauten sollen im zweiten Halbjahr 2015 in Dienst gestellt werden.



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