Norman Atlantic evakuiert: 12 Tote, viele Vermisste, Kapitän ging zuletzt von Bord


    Das Traurige Fazit des Feuers auf der Norman Atlantic: 12 Menschen mussten ihr Leben lassen, darunter zwei Rettungskräfte. Viele weitere Menschen werden vermisst, denn die Passagierlisten waren nicht korrekt. Es sollen unter anderem auch blinde Passagiere an Bord der Anek Lines Fähre gewesen sein. Der Kapitän handelte vorbildlich und verließ als letzter lebendiger Mensch das Schiff.

    Die Evakuierung ist bereits abgeschlossen, 427 Menschen konnten von dem völlig ausgebrannten Schiff über die beiden Tage sowie in der Nacht gerettet werden.



    Norman Atlantic ist evakuiert - Bergung in den Hafen von Vlora / © Italienische Marine

    Norman Atlantic ist evakuiert – Bergung in den Hafen von Vlora / © Italienische Marine



    Zwei Einsatzkräfte aus Albanien sind tödlich verunglückt bei dem Versuch die Norman Atlantic abzuschleppen. Die Fähre sollte mit einem Schlepper in den Hafen von Vlora geschleppt werden, dabei ist einTau gerissen.

    Mehrere Menschen die auf den Passagierlisten stehen werden nach wie vor vermisst, nach ihnen wird noch immer gesucht. Offenbar waren auch Menschen an Bord die nicht auf den Listen der Reederei standen, dass gab der griechische Minister für Handelsschifffahrt an. Es wurden Menschen gerettet, die auf keiner Liste standen. Es ist davon auszugehen, dass auch Menschen innerhalb des Schiffes bei dem Unglück ums leben kamen. Auch soll ein Rettungsboot in den Wellen gekentert sein. Alle 56 Besatzungsmitglieder haben das Schiff lebend verlassen. Auf den Passagierlisten standen 478 Namen – hierbei ist die Besatzung ausgenommen.

    Wie sich der Brand ereignete ist auch noch nicht geklärt. Klar ist nur, dass das Feuer auf dem Fahrzeugdeck ausgebrochen ist und sich von dort aus rasend schnell über das Schiff verteilte. Die italienische Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen wegen Körperverletzung und fahrlässiger Tötung. Wen sie anklagen werden ist noch unklar. Sollten die Vorwürfe stimmen, dass die Fähre relevante Sicherheitsprobleme hatte, so dürften der Kapitän, die Reederei und der Eigner ein großes Problem haben.

    Passagiere klagen über die Evakuierungsabläufe, niemand hätte irgendwas koordieniert, alles sei planlos verlaufen. Ein LKW-Fahrer trauert um drei seiner Kollegen, diese sollen in ihren Fahrerkabinen geschlafen haben als das Feuer ausgebrochen ist.
    Andere Trucker sprachen davon, dass sie in ihren Fahrerkabinen schlafen mussten, da es nicht genügend freie Passagierkabinen gab. Es gab auch keinen Feueralarm oder ähnliches – die Fahrer wurden durch den Qualm geweckt und fühlen sich durch die Besatzung im Stich gelassen.

    Der Kapitän hat als letzter die Norman Atlantic verlassen. Erst nach dem alle Passagiere und Crewmitglieder gerettet waren, ging der Kapitän Argilio Giacomazzi von Bord. Das Kommando übergab er der italienischen Marine, nach dem der italienische Ministerpräsident mitteile, dass die Norman Atlantic vollständig evakuiert sei.

    Geborgen werden soll die Norman Atlantic von der niederländischen Bergungsfirma Smit, die bereits auch in der riesigen Bergungsaktion der Costa Concordia involviert war und als absoluter Speziallist im Bereich von Schiffsbergungen gilt.

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