Kreuzfahrtschiff gesunken: MS Oceanos Untergang im Video


    Im Jahr 1991 ist das griechische Kreuzfahrtschiff MS Oceanos vor der Ostküste Südafrikas untergangen. Das Kreuzfahrtschiff „Oceanos“ ist am 04. August aufgrund einer Explosion im Maschinenraum versunken, zuvor konnten jedoch alle 571 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffs gerettet werden. Bei diesem Schiffsunfall ist kein Mensch verstorben, dennoch hat das Unglück seine Kuriositäten. Nachdem der Kapitän der MS Oceanos, Yiannis Avranas gemerkt hat das Wasser einbricht und das Schiff sinken wird, war er auch schon von der Brücke verschwunden und überließ die Passagiere und die Crew sich selbst. Er saß mit verschiedenen Offizieren auf dem Pooldeck und kümmerte sich um seine eigene Rettung – andere Offiziere waren bereits mit Rettungsbooten abgehauen. Das erinnert ein wenig an das Unglück der Costa Concordia vor Giglio, auch dort wurde die Evakuierung nicht zeitnah eingeleitet, der Kapitän Schettino war trotzdem verschwunden, über 30 Menschen sind dabei ums leben gekommen.

    Ich habe zwei Videos dazu gefunden, einmal von Bord der Oceanos wo die Evakuierung gezeigt wird und auch die beiden Helden Moss und Butler zu Wort kommen sowie ein Video aus der Luft wo man die MS Oceanos komplett sinken sieht vor der Südafrikanischen Ostküste.



    MS Oceanos: Der Untergang vor Südafrika im Jahr 1991 / © ABC News (Youtube Screenshot)

    MS Oceanos: Der Untergang vor Südafrika im Jahr 1991 / © ABC News (Youtube Screenshot)



    Bilder von Bord der Oceanos bei der Evakuierung

    Der Untergang der MS Oceanos

    Die MS Oceanos war am 03.August 1991 auf hoher See vor der Transkei in einen Sturm geraten, um 20:30 Uhr Ortszeit gab es im Maschinenraum des Kreuzfahrtschiffs eine Explosion, woraufhin Wasser eingebrochen war. Der Kapitän Yiannis Avranas erkannte dann auch irgendwann, dass die Oceanos verloren ist und setzte sich mit seiner Familie und hochrangigen Offizieren auf das Pooldeck – kümmerte sich allerdings nicht um die Evakuierung, das sollten andere tun. Der Crew soll er bis zu diesem Zeitpunkt wohl gesagt haben das alles ok sei, nur ein Motorschaden.

    Die Rettung wurde sodann von zwei Bordkünstlern organisiert und durchgeführt. Der Musiker Moss Hills und der Zauberer Julian Butler haben die Evakuierung geleitet, sie haben die Passagiere in die Rettungsboote gesetzt und zu Wasser gelassen. Nachdem das Kreuzfahrtschiff eine zu starke Schlagseite bekommen hat und keine Boote mehr abgelassen werden konnten, haben sie auf der Brücke das Funkgerät genutzt und Hilfe angefordert – der Kapitän und die Offiziere hatten weder einen Notruf abgesetzt, noch den Sinn darin gesehen sich auf der Brücke aufzuhalten.

    Zurück blieben 225 Passagiere, darunter natürlich auch Kinder, Frauen und ältere sowie kranke Menschen. Die verbliebenen Menschen an Bord der Oceanos wurden am Morgen des 4.August 1991 von 16 Helikoptern gerettet. Die Rettungsaktion war allerdings aufgrund von starken Winden und hohen Wellen nicht unbedingt einfach. Der Kapitän war einer der Ersten der sich vom einem Hubschrauber hat retten lassen.

    Kapitän Avranas sagte danach laut einigen Medien: „Wenn ich den Befehl gebe von Bord zu gehen, dann gilt das für Alle – unabhängig davon wann ich das sinkende Schiff verlasse. Wenn jemand bleiben möchte, kann er das gerne tun“.

    Am 4.August 1991 ist die MS Oceanos etwa 10 Kilometer südlich der Coffee Bay um 15:30 Uhr Ortszeit komplett versunken. In 91 Metern Tiefe liegt das Wrack nun auf dem Meeresboden. Der Kapitän ist später vor einem Londoner Gericht im übrigen freigesprochen worden und durfte nicht nur weiterhin Kreuzfahrtschiffe navigieren, sondern hat es auch getan.

    Die ganze Story findet ihr niedergeschrieben von Moss Hills auf seiner Webseite zum Untergang der Oceanos.



    1 Kommentar

    1. Manfred S. sagt:

      War 1980 selbst auf dem Schiff.Von Barbedos aus gab es eine Karibikrundreise.
      Als wir in Barbedos an gingen wurde noch heftig an dem Schiff geschweißt.
      Es ging alles gut bis wir im Mittelmeer waren.Es sollte nach Genua gehen,
      aber die Schiffsschrauben haben nicht mehr mitgemacht,so mußten wir
      in Marsaille von Bord gehen.Es war ein Wunderschönes Erlebnis an Bord.
      Die Steward waren alle sehr Freundlich.

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