Reisebericht MS Astor: England-Kreuzfahrt: Plymouth mit Kindern


    Macht man eine Kreuzfahrt mit der kompletten Familie wünscht man sich nicht nur auf dem Schiff Möglichkeiten und Aktivitäten für Groß und Klein, sondern auch bei den Landgängen wird sehr viel wert auf Familien freundliche Destinationen gelegt. Organisierte Landausflüge die von den Reedereien angeboten werden sind vor allem für kleine Kinder nur bedingt geeignet, viele Familien daher lieber die Variante Land und Leute auf eigene Faust zu entdecken.





    Plymouth, an der Südküste Englands gelegen, eignet sich gut für einen schönen Familienausflug, denn Plymouth bietet nicht nur Kultur für Erwachsene sondern auch ganz tolle Dinge für Kinder. Hat man während seiner Kreuzfahrt einen Stop in Plymouth kann man davon ausgehen, dass das Schiff nicht direkt am Hafen liegt, sondern vor der Küste auf Reede liegt. Auch mit der im Verhältnis zu anderen Schiffen relativ kleinen MS Astor mussten wir vom Schiff an Land tendern mit Hilfe der Rettungsboote, was aber gerade auch für Kinder bereits ein sehr aufregender Einstieg auf den Landgang sein kann.

    Eine möglich Anlegestelle für die Tenderboote ist der Hafen in Millbay von dem aus kostenfreie Shuttlebusse die Passagiere ins Zentrum bringen. Im Zentrum kann man dann in der Gußgängerzone auch schon direkt loslegen und shoppen gehen, wer allerdings wirklich sehr schöne Flecken der Stadt Plymouth kennen lernen möchte sollte sich von der Bus Station aus Richtung Süden bewegen wo der Hügel The Hoe mit einem wunderschönen Park auf einen wartet. Im Hoe Park können Kinder auch mal etwas rennen und toben ohne dass man gleich Angst haben muss, dass sie unter die Räder von Auto gelangen könnten. Vom Bus zu The Hoe läuft man mit einem 4jährigen Kind circa 15 Minuten.

    Im Hoe Park steht ein großes Riesenrad dass auch zu bestimmten Zeiten in Betrieb ist. Zudem findet man das Plymouth Hoe War Memorial was wohl für die Eltern interessanter sein dürfte, während die Kinder vom Leuchtturm Smeaton’s Tower magisch angezogen werden dürften. Ganz an der Spitze und am Füße des Hügels liegt das Tinside Lido, eine Meerwasser-Schwimmbad welches während warmer Tage zum baden einlädt.

    Geht man von dort aus Richtung Westen der Stadt, entlang der schönen Küstenstrasse kommt man nach ungefähr 15 Minuten nach Barbican in die Altstatt von Plymouth, mit Blick auf den Hafen von wo aus 1620 die Mayflower in See stach auf ihrem Weg nach Amerika. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens, die mit einer Brücke verbunden ist, findet man das National Marine Aquarium, welches das größte in Großbritannien und das tiefste in Europa darstellt. Mit einem Eintrittspreis von 11,75 Pfund (ca. 15 Euro) ist  dieses wirklich sehr sehenswert vor allem für Kinder. Für Kinder bis 5 Jahre ist der Eintritt übrigens frei. Im National Marine Aquarium gibt es tolle Wasserlandschaften zu begutachten und natürlich jede Menge Fische und allgemein Wassertiere die in verschiedene Bereiche gegliedert sind.

    Anschließend hat man von hier aus die Möglichkeit in circa 15 Gehminuten von hier aus wieder das Zentrum der Stadt zu erreichen oder aber entlang der Küstenstrasse zurück nach Millbay zu laufen um dort zurück aufs Schiff zu gehen. Für die Strecke vom Aquarium bis zur Anlegestelle der Tenderboote läuft man mit einem 4jährigen Kind eine gute Stunde, die sich aber wirklich lohnt, da man wirklich einen tollen Blick hat. Man sollte allerdings beachten, dass wenn man von typischen englischen Regengüssen überrascht wird es nur wenige bis keine Möglichkeiten gibt sich unterzustellen und man gegebenenfalls ordentlich nass werden kann.

    Plymouth ist wirklich eine schöne Stadt in Südengland in der man einen schönen und entspannten Tag mit der Familie verbringen kann.



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