MS Astor Tag 1 – Anreise, Einschiffung und Leinen los in Bremerhaven


    Am vergangenen Montag war es soweit, die MS Astor von TransOcean wartete am Columbuskaie in Bremerhaven auf uns und war bereit um uns auf eine 8-tägige England Kreuzfahrt zu schicken. Die Route durchaus interessant, nach dem Ablegen in Bremerhaven geht es ab in den Ärmelkanal mit den Zielen Plymouth, Milford Haven, Cherbourg (Frankreich) und Southampton um dann wieder durch den Ärmelkanal zurück nach Bremerhaven zu fahren.

    Nach ca. 3 Stunden Autofahrt und ein wenig Stau im Elbtunnel bei Hamburg kamen wir also voller Vorfreude gegen 14.00 Uhr in Bremerhaven an, dadurch dass sich diese Reise auf der MS Astor allerdings sehr kurzfristig ergab, hatten wir keinerlei Reiseunterlagen und hofften somit, dass beim Check-In und der Einschiffung alles problemfrei verlaufen würde. Die Check-In Schalter waren alle leer und somit entstand dort keinerlei Wartezeit. Wir nannten unsere Namen, gaben unsere Ausweise ab, ein schnelles Foto wurde gemacht, wir gaben unsere Koffer ab und um 14.30 begann dann auch schon die Einschiffung und wir befanden uns in Windeseile an Bord der MS Astor – so schnell, und ohne Wartezeiten hab ich das bisher noch nicht erlebt!





    An Bord begleitete uns eine nette Dame zur Kabine, als wir dort ankamen standen unsere Koffer bereits vor der Kabinentür, auch das wie ich finde war sehr fix, so konnten wir direkt auspacken und es uns für die nächsten acht Tage gemütlich machen.

    Ausgehungert wie wir von der Anreise waren machten wir uns anschließend auf den Weg aufs Boots Deck (Deck7) in den Übersee Club wo ein Willkommensimbiss auf die Passagiere wartete. Der Übersee Club ist das Buffetrestaurant auf der MS Astor, welches es in dieser Form erst seit dem Umbau im Sommer 2010 auf der Astor gibt. Im Anschluss führte mich Leon ein wenig über das Schiff, denn im Gegensatz zu mir ist er bereist schon zum zweiten Mal an Bord.

    Pünktlich um 16.45 Uhr, wie es auch im Tagesprogramm angekündigt war, wurde zu Seenotrettungsübung (SNRÜ) gerufen. Die Musterstation für unsere Kabine war der Captain’s Club in der Mitte des Promenadendecks (Deck 6) zu dem wir uns mit Ertönen des Mastersignals mit den Rettungswesten unterm Arm begaben. Dort standen bereits die Crewmitglieder die sowohl die Kabinennummer als auch die einzelnen Namen abfragten und abhakten. Nachdem alle Passagiere anwesend waren ging es dann gemeinsam zu den Rettungsbooten auf Deck 7. Unser Rettungsboot war das Boot mit der Nummer 5, welches Kapazitäten für bis zu 102 Personen bietet. Im Rettungsboot selbst befinden sich pro Person 3l Trinkwasser sowie Trockennahrung, damit eine gewisse Zeit im Notfall überbrückt werden kann.

    Um 17.30 ging es dann auch schon munter weiter, auf dem Pooldeck (Deck7) wurde zu einem Glas Sekt geladen und es hieß „Auf Wiedersehen Bremerhaven“. Während des Auslaufens fuhren wir an dem Traumschiff der MS Deutschland vorbei bevor wir uns dann auf den Weg in Richtung England durch den Ärmelckanal machten.

    Nach dem Abendessen machten wir es uns auf der wunderschönen Sonnenterrasse der Hansebar gemütlich, von wo aus man einen herrlichen Blick über das Heck des Schiffes hat. Auch diese Sonnenterrasse in Verbindung mit der Hansebar gibt es erst seit de Umbau im Juni 2010 und ist der Lieblingsplatz vieler Astor-Fahrer, und auch unser Lieblingsplatz an Bord! Schöne Lounge-Möbel schaffen hier eine gemütliche Atmosphäre und das ganze Überdacht und trotzdem im Freien so dass man hier auch bei Regen sehr schön draußen sitzen kann. Heitzstrahler an der Decke und kuschelige Wolldecken sorgen auch an kühleren Tagen für angenehme Wärme, ein Platz also für wirklich jede Wetterlage.

    Kurz bevor unser Tag dann endete erlebten wir bereits am ersten Tag ein kleines Highlight an Bord, denn während wir den Blick auf die Heckwelle genossen näherte uns ein Helikopter, der den Lotsen im Flug von der MS Astor holte.

    Mein Fazit nach dem ersten Tag fällt mehr als positiv aus. Die Astor ist ein wirklich schönes Schiff, welches einen neuwertigen Eindruck macht und keineswegs altbacken wirkt. Die Passagiere an Bord sind eher älteren Semesters, aber auch ein paar jüngere Paare entdeckte man ohne Mühen. Vor allem bei dem Mahlzeiten im Buffetrestaurant ging es sehr ruhig und gesittet zu, keinerlei Drängeleien oder Hektik rund ums Buffet wie an es beispielsweise von anderen Kreuzfahrtschiffen kennt.




    Schau Dir unsere Videos an