Forschungsschiff Sonne offiziell von der Meyer Werft übergeben


    Übergabe des Forschungsschiffes „Sonne“ – Bundesforschungsministerin Wanka und der niedersächsische Ministerpräsident Weil stellen schwimmendes Hochleistungslabor vor – Nach einer Bauzeit von etwa 20 Monaten und mehrwöchigen wissenschaftlichen Erprobungsfahrten haben am (heutigen) Montag Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, und der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil das neue Tiefseeforschungsschiff „Sonne“ in Wilhelmshaven übernommen und in den Dienst der Wissenschaft gestellt. Die Meyer Werft in Papenburg hat das Schiff gebaut. Ab Januar 2015 geht das schwimmende Hochleistungslabor im Indischen und Pazifischen Ozean auf seine erste Forschungsreise.

    „Wir übergeben heute das modernste Forschungsschiff der Welt der Wissenschaft. Ein Hightech-Schiff, das den höchsten Ansprüchen moderner Meeresforschung gerecht wird. Es wird unserer Gesellschaft und der Wissenschaft große Dienste leisten. Daten zum Klimaschutz, zur Erwärmung oder Versauerung der Meere oder zur Eisschmelze in der Arktis verdanken wir ganz wesentlich den Wissenschaftlern auf unseren Forschungsschiffen, die auf den Weltmeeren unterwegs sind“, so Wanka bei der Übergabe des Schiffes.



    Übergabe der Sonne: Neues Forschungsschiff des Bundesministerium für Bildung und Forschung / © Meyer Werft

    Übergabe der Sonne: Neues Forschungsschiff des Bundesministerium für Bildung und Forschung / © Meyer Werft



    Neben Bundesministerin Wanka und dem niedersächsischen Regierungschef Stephan Weil nahmen auch die niedersächsische Wissenschaftsministerin, Gabriele Heinen-Kljajić, und die Präsidentin der Universität Oldenburg Professorin Katharina Al-Shamery an der Übergabeveranstaltung teil. Weil wies darauf hin, dass das Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg das Heimatinstitut der neuen „Sonne“ sei und einen exzellenten Ruf genieße. Ihr Heimathafen liege im niedersächsischen Wilhelmshaven. Die Sonne werde den hervorragenden Ruf der deutschen Meeresforschung in alle Welt hinaustragen. Mit ihrer jahrzehntelangen Expeditionserfahrung, kombiniert mit der maritimen Expertise der Meyer Werft im niedersächsischen Papenburg und den Partnern in den übrigen norddeutschen Ländern, wurde ein völlig neuartiger Prototyp eines Forschungsschiffes gebaut.

    „Für die Meyer Werft war es eine große Herausforderung, dieses technologisch anspruchsvolle Schiff zu bauen. Die Berücksichtigung aller technologischen Anforderungen, die die Wissenschaft an ein Forschungsschiff stellt, war eine hoch komplexe Aufgabe. Desto mehr freut es uns, dieses Schiff heute in Wilhelmshaven zu übergeben“, so Bernard Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft und der Neptun Werft.

    Das neue Forschungsschiff „Sonne“ hat eine Länge von 116 Metern, ist 20,6 Meter breit und zeichnet sich durch eine besonders hohe Energieeffizienz aus. „Bei dem Tiefseeforschungsschiff SONNE – mit der Baunummer S. 530 – wurde der erstmalige Einsatz einer innovativen Komponente mit Innovationsbeihilfen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Landes Mecklenburg Vorpommern gefördert“. Das Schiff wurde nach den neuesten Umweltstandards konzipiert, konstruiert und gebaut. Daher wurde es mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet.

    Neben einer Besatzung von bis zu 35 Personen bietet das Schiff Platz für 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Haupteinsatzgebiete des neuen Tiefseeforschungsschiffs werden der Indische und Pazifische Ozean sein. Die „Sonne“ wird dazu beitragen, wissenschaftlich und gesellschaftlich besonders relevante Forschungsfragen zu beantworten, vor allem hinsichtlich des Klimawandels, der Versorgung mit marinen Rohstoffen und der Folgen des Eingreifens in die Ökosysteme. Dafür steht dem Wissenschaftsteam mit dem neuen Forschungsschiff eines der weltweit modernsten Instrumente zur Verfügung.

    Der Baupreis für das Forschungsschiff in Höhe von 124,4 Millionen Euro wird gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (90 Prozent) sowie den Küstenländern Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen (10 Prozent) getragen.



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