Meyer Werft Standorte Papenburg und Rostock bleiben bestehen


    Standorte werden nicht in Frage gestellt – Informationsveranstaltung auf der Meyer Werft

    Am gestrigen Morgen fand im Baudock I der Meyer Werft eine Informationsveranstaltung für die Belegschaft der Meyer Werft statt. Es wurde durch den Betriebsrat und der Geschäftsleitung über die aktuellen Ereignisse informiert.



    Bernard Meyer erläuterte in einer sehr emotionalen Rede seine Ziele, Visionen und seine Verbundenheit mit dem Standort Papenburg und den hier arbeitenden Menschen. Seine Familie arbeite seit Generationen am Wachstum und am Erfolg dieser Werft. Die Übergabe dieser Verantwortung an die nächste Generation sei gut vorbereitet. Die Art und Weise, wie ihm und seiner Familie dieses verantwortungsvolle Handeln für die Werftarbeitsplätze jetzt abgesprochen werde, sei irritierend, verletzend und nicht nachvollziehbar. Der Standort Papenburg habe das größte Auftragsbuch seiner Werftgeschichte und damit eine riesige Chance die Zukunft zu gestalten.

    Bernard Meyer spricht zur Belegschaft im Baudock 1 / © Meyer Werft

    Bernard Meyer spricht zur Belegschaft im Baudock 1 / © Meyer Werft



    Die Anzahl der Mitarbeiter sei mittlerweile weit über die im Standortsicherungsvertrag garantierten 3.100 Mitarbeiter auf 3.300 Mitarbeiter angewachsen. Dieser Vertrag sei für ihn bindend, die Werft übererfülle alle Anforderungen und es gäbe keine Veranlassung daran zu zweifeln.

    Die Hintergründe der Entscheidung zu Luxemburg, wie auch die vermeintlichen und tatsächlichen Folgen und die Struktur in der gesamten Gruppe, wurden dargelegt. Die Unternehmenssteuern würden unverändert am Sitz der Gesellschaften in Papenburg und Warnemünde entrichtet und dies würde auch so bleiben. Die Ängste seien völlig unbegründet. Es gäbe auf der Werft ein umfangreiches, mit dem Betriebsrat vereinbartes Informationssystem, in dem alle Unternehmensdaten transparent und nachvollziehbar dargestellt sind. Im Übrigen, so der Geschäftsführer, „Luxemburg hat keinen Hafen“.

    Der Betriebsratsvorsitzende Ibrahim Ergin stellte die Sicherung der Arbeitsplätze und des Standortes durch die Geschäftsleitung nicht in Frage. Man wolle aber die Sicherheit, dass keine Nachteile für die Mitarbeiter entstehen.

    Die Aufrechterhaltung der Transparenz und der Erhalt der Mitbestimmung stehen im Mittelpunkt der Forderungen des Betriebsrates.

    Das zwischen dem Land, der IG Metall, dem Betriebsrat und der Unternehmensleitung vereinbarte Moratorium wurde vom Betriebsratsvorsitzenden angesprochen. Betriebsrat und Geschäftsleitung wollen jetzt schnell die offenen Fragen klären.



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