Standortsicherung: Meyer Werft bleibt bis 2030 in Papenburg an der Ems


    Die Geschäftsführung der Meyer Werft in Papenburg, der Betriebsrat, die Niedersächsische Landesregierung und die IG Metall Küste haben sich auf einen Standortsicherungsvertrag geeinigt, der die derzeit 3100 Arbeitsplätze langfristig festschreibt.

    Das Unternehmen sichert außerdem Aus- und Fortbildung im bisherigen Umfang, den Erhalt von Forschung und Entwicklung als Kernkompetenzen sowie weitere Investitionen in den Standort zu. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2030.



    Meyer Werft bleibt durch Standortsicherungsvertrag bis Ende 2030 in Papenburg / © Meyer Werft

    Meyer Werft bleibt durch Standortsicherungsvertrag bis Ende 2030 in Papenburg / © Meyer Werft



    „Der Standort Papenburg stand für mich nie in Frage. Die Grundlage für eine langfristige Beschäftigungssicherung sind natürlich Schiffbauaufträge, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit der Werft und damit eine kontinuierlich steigende hohe Produktivität und die richtigen Rahmenbedingungen voraussetzt. Dass sicherzustellen ist der Zweck dieser Vereinbarung“, so Geschäftsführer Bernard Meyer.

    In dem Vertrag wird auch angekündigt, dass weitere Produktivitätssteigerungen notwendig und eine Optimierung der Kostenstrukturen erforderlich sind. Die Anstrengungen dazu wollen Arbeitnehmervertreter und Geschäftsführung gemeinsam weiter verfolgen. Das Land Niedersachsen erklärt sich zu einer vollen Unterstützung der Werft bereit und sichert die Nutzung der Ems als funktionsfähige Bundeswasserstraße für die am Standort Papenburg gefertigten Schiffsneubauten zu.

    Die in Papenburg ansässige MEYER WERFT GmbH & Co. KG wurde 1795 gegründet und befindet sich in siebter Generation im Familienbesitz. Als geschäftsführender Gesellschafter leitet Bernard Meyer die Geschicke des Unternehmens.

    In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die MEYER WERFT weltweit einen exzellenten Ruf beim Bau von Spezialschiffen erworben. Bekannt ist das Unternehmen vor allem durch den Bau großer, moderner und anspruchsvoller Kreuzfahrtschiffe. Bis heute hat die Werft 38 Luxusliner für Kunden aus aller Welt gebaut. Jüngstes Highlight: die Ablieferung der Quantum of the Seas im Oktober 2014.

    Im Jahr 2002 tätigte die MEYER WERFT die größte Investition ihrer Firmengeschichte: Ein zweites Baudock und Vorfertigungshallen mit Laserschweißanlagen wurden errichtet. 2008 wurde das neue Baudock um 120 Meter verlängert. Zudem wurde das Laserzentrum der Werft im Jahr 2012 um eine weitere Halle erweitert. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, um alle gängigen Schiffsgrößen effizient zu bauen.

    Die MEYER WERFT beschäftigt heute mehr als 3.000 Menschen und gehört zu den größten Arbeitgebern der Region. Das private Familienunternehmen bildet rund 300 Auszubildende in zwölf verschiedenen Berufen aus. Die Werft hat Beschäftigung bis in das Jahr 2019. Zudem wurde im Jahr 2014 die STX Werft in Turku übernommen, die heute Meyer Turku OY heisst.



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