Neue Sicherheitsvorkehrungen bei Costa Kreuzfahrten


    Sieben Initiativen von Costa Crociere zur Verbesserung von Sicherheitsstandards – Die Sicherheit von Gästen und Crew hat seit jeher oberste Priorität für Costa Crociere. Das Unternehmen ist deshalb stets bestrebt, die ohnehin hohen Sicherheitsstandards weiter zu optimieren. In diesem Zusammenhang wurden nun sieben Initiativen umgesetzt, die sowohl vor dem Ablegen der Schiffe als auch während der Kreuzfahrt noch höhere Sicherheitsstandards gewährleisten und die bestehenden Bestimmungen übertreffen.

    Costa Atlantica / © Costa Kreuzfahrten


    Costa Atlantica / © Costa Kreuzfahrten

    1) Durchführung der Notfallunterweisung für Passagiere vor dem Ablegen
    Costa Crociere hat in einem neuen unternehmensweiten Standard festgelegt, dass ab dem 1. Februar 2012 jeder Gast zu den Notfallabläufen an Bord geschult werden muss, noch bevor das Schiff, mit dem er unterwegs sein wird, den Hafen verlässt. Mit dieser Maßnahme geht Costa über die aktuell geltenden nationalen und internationalen Vorschriften hinaus, laut denen Anweisungen für den Notfall innerhalb von 24 Stunden nach Ablegen des Schiffs erteilt werden müssen. Der neue Standard sieht zudem vor, dass während der Sicherheitsübung Schiffsoffiziere in Uniform gut erkennbar zugegen sein müssen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Unterweisung in einem angemessenen Rahmen erfolgt und die Passagiere Gelegenheit haben, sich mit Fragen oder Sorgen direkt an einen Schiffsoffizier zu wenden.



    2) Verbessertes Verfahren zur Einladung von Passagieren, die bei der Notfall- und Sicherheitsunterweisung an Bord nicht anwesend waren
    Costa Crociere verfügt über ein fortschrittliches System zur Kontrolle der Teilnahme von Gästen an Notfallunterweisungen. Das Verfahren beruht auf einer Karte mit einem Barcode, der so genannten „Emergency Drill Card“, die in jeder Passagierkabine ausliegt. Die Karte trägt eine Nummer und muss im Rahmen der Unterweisung vom Gast bei der Crew abgegeben werden. Die „Emergency Drill Card” wird dann mit elektronischen Lesegeräten gescannt, die festhalten, wer an der Unterweisung teilgenommen hat. Dieses Verfahren hat Costa Crociere nun weiter ausgebaut und eine spezielle Software eingeführt, die sicherstellt, dass abwesende Passagiere zur Teilnahme an einer weiteren Unterweisung eingeladen werden. Das System erkennt automatisch, welche Gäste nicht an der Sicherheitsunterweisung teilgenommen haben und erstellt ein Schreiben an die jeweiligen Kabinen, mit dem sie zu einer weiteren Sicherheitsunterweisung am Folgetag eingeladen werden.

    3) Neuer Bereich „Noi per Voi“ („Für Sie da“) auf der Website von Costa Crociere macht Sicherheitsabläufe an Bord noch transparenter
    Costa Crociere hat kürzlich auf der Website des Unternehmens (www.costacruise.com) den neuen Bereich „Für Sie da“ freigeschaltet. Hier wird über die kontinuierliche Überwachung sämtlicher Sicherheitsbereiche durch Costa informiert. Die Seite bietet freien Zugriff auf alle freiwilligen unternehmensinternen Vorschriften zu Entwurf, Konstruktion und Fertigung der Schiffe; auf Schiffswartungspläne, aus denen hervorgeht, dass die Wartungsarbeiten in einem häufigeren Rhythmus durchgeführt werden als gesetzlich vorgeschrieben; auf Unterlagen zu zahlreichen vorgeschriebenen und freiwilligen Sicherheitsinspektionen, die jedes Jahr durchgeführt werden (über 100 allein im Jahr 2011) sowie auf Informationen zur Sicherheitsausbildung der Crew (mehr als 225.000 Ausbildungsstunden im Jahr 2011). Auch das Sicherheitsvideo, das an Bord jedes Costa-Schiffs ausgestrahlt wird und Informationen zum Verhalten im Notfall vermittelt, ist auf der Website zu finden. Zudem werden in Kürze Profile aller Costa-Kapitäne und leitenden Offiziere online gestellt, mit Informationen zu ihrer Laufbahn, absolvierten Ausbildung und erworbenen Zertifizierungen.

    4) Implementierung des neuen Echtzeit-Routen-Überwachungssystems „High Tech Safety Monitoring System“ (HT-SMS)
    Costa Crociere hat ein fortgeschrittenes System zur Steuerung und Überwachung der Flottenrouten eingeführt, in das Mitarbeiter an Bord des Schiffs und an Land involviert sind. Über dieses System kann das Unternehmen Position und Kurs der gesamten Flotte in Echtzeit überwachen, um u.a. folgendes zu überprüfen:

    das Sicherheitsniveau der Routenpläne, durch Vergleich der vom Kapitän geplanten Route (Passage Voyage Plan bzw. VPP) mit der Standardroute die tatsächliche Position jedes Schiffs im Vergleich mit der vom Kapitän geplanten Route (VPP) und der Standardroute .Das „HT-SMS“ ermöglicht Costa Crociere, unerwartete Richtungsänderungen auf automatisiertem Wege schnell zu erfassen.

    5) Schulung von Offizieren nach neuem Brückenkommando-Modell
    Im Jahr 2010 hat Costa Crociere damit begonnen, die Offiziere des Unternehmens nach einem neuen, modernisierten Modell zum Brückenkommando zu schulen, das auf einem stärker teamorientierten Entscheidungsprozess basiert. Nach dem neuen Modell verfügt der Kapitän zwar weiterhin über die gesetzlich vorgeschriebene Interventionsgewalt, ist jedoch nicht länger die einzige Person, die Befehle erteilt. Vielmehr animiert der Kapitän alle Teammitglieder dazu, sich an Manövern zu beteiligen und dabei laut zu denken, damit andere Teammitglieder an der Entscheidung mitwirken können. Die Schulungen finden im innovativen Schulungszentrum CSMART in Almere (Niederlande) statt, das 2009 gegründet wurde. Hier führen die Crewmitglieder mithilfe fortschrittlicher Simulatoren realitätsnahe Navigationsmanöver durch. Zudem setzt sich Costa Crociere über den italienischen Reederverband Confitarma (Confederazione Italiana Armatori) dafür ein, dass das neue Modell zu den Abläufen auf der Brücke gesetzlich verankert wird.

    6) Formaler Austausch zum Schiffsnavigationsplan
    Costa Crociere wird die Richtlinie der Cruise Lines International Association übernehmen. Diese sieht einen verstärkten Austausch im Entscheidungsprozess während des Briefings vor dem Ablegen sowie während anderer Manöver vor, die einer speziellen Navigationsüberwachung bedürfen. Costa Crociere schult seine Offiziere bereits zu dem entsprechenden Protokoll. Im Rahmen der Schulungsveranstaltungen werden die Offiziere dazu ermutigt, ihre Kommentare und Vorschläge zum Navigationsplan einzubringen. Dabei sollen sie sich an einer umfassenden Checkliste mit Themen orientieren, zu denen sich alle Teammitglieder im Rahmen formeller, speziell dafür vorgesehener Sitzungen, genannt „Voyage Overview“, mit dem Kaptän austauschen sollen. Die Themen umfassen sämtliche Kernaspekte der Navigation wie beispielsweise Wetter, Seebedingungen, Routen, Verkehrslage und Zustand des Schiffs. Die Sitzungen finden zusätzlich zu den bereits existierenden Abläufen statt, u.a. der Erstellung und Validierung des „Voyage Passage Plan“ (VPP) durch den Kapitän, mit dem bestätigt wird, dass sämtliche verfügbaren Unterlagen bei der Festlegung von Route und Geschwindigkeit jedes Routenabschnitts berücksichtigt wurden.

    7) Stärkere Vorgaben zur Beschränkung des Zugangs zur Brücke
    Costa Crociere hat die von der Cruise Lines International Association befürworteten neuen Vorgaben zum Brückenzugang auf allen Schiffen eingeführt, um mögliche Ablenkungen zu minimieren. In Navigationsphasen mit zusätzlichem Überwachungsbedarf (z.B. bei Einlaufen in einen Hafen oder Navigation bei geringer Sicht) wird der Zugang zur Brücke auf Personen mit operativer Funktion (z.B. Offiziere) bzw. mit betriebsbezogenen Funktionen (z.B. Kreuzfahrtdirektor und Assistenten, die Durchsagen für Gäste machen) beschränkt. Neben dem Kapitän (gesetzlich vorgeschrieben) muss auch das Unternehmen den Zugang anderer Personen autorisieren.




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