Neuer Seenotkreuzer für Laboe heisst wieder „Berlin“


    Neuer Seenotrettungskreuzer wird wieder BERLIN heißen – Von Laboe aus sind die Seenotretter auch künftig unter dem Namen der Bundeshauptstadt im Einsatz

    Der Seenotrettungskreuzer BERLIN ist seit 1985 in Laboe an der Kieler Förde stationiert.
    Die Seenotretter werden auf der Kieler Förde auch in den nächsten Jahrzehnten unter dem Namen BERLIN im Einsatz sein. Ihren in Laboe stationierten Seenotrettungskreuzer wird die DGzRS zum Jahreswechsel 2016/2017 durch einen modernen Neubau ersetzen. Mit dem gleichnamigen Nachfolger für eine ihrer wohl bekanntesten Rettungseinheiten würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Region mit den Seenotrettern an der Küste.



    Traditionell gibt die DGzRS den Namen einer neuen Rettungseinheit erst bei der Taufe bekannt. In diesem Fall machen die Seenotretter jedoch ganz bewusst eine Ausnahme: „Wir planen für das kommende Jahr eine Spendenaktion in der Region Berlin, für die wir uns möglichst breite Unterstützung der Bevölkerung wünschen“, begründet Michael Müller, Vormann der jetzigen BERLIN und Namensvetter des Regierenden Bürgermeisters der Bundeshauptstadt, die Bekanntgabe des Namens seines künftigen Seenotrettungskreuzers noch vor Baubeginn.

    Bisheriger Seenotkreuzer "Berlin" von der Station Laboe / © DGzRS

    Bisheriger Seenotkreuzer „Berlin“ von der Station Laboe / © DGzRS



    Mehr als 13.000 Berliner unterstützen die Seenotretter mit regelmäßigen Spenden, und rund 400 Sammelschiffchen haben ihren „Liegeplatz“ in der Bundeshauptstadt. Dafür sind die Seenotretter sehr dankbar. Viele Berliner sind zudem Wassersportler auf der Kieler Förde, dem Revier der BERLIN mit ihrem Tochterboot STEPPKE.

    Zu den prominentesten Freunden der Seenotretter im Land Berlin gehört sein „Vormann“, der Regierende Bürgermeister Michael Müller. Er besuchte am Freitag, 9. Oktober 2015, am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz in Bremen die Zentrale der Seenotretter. Bei der Konferenz erhielten alle 16 Regierungschefinnen und -chefs der deutschen Länder jeweils ein Sammelschiffchen mit Landeswappen. Die bekannten Spendendosen sollen in den Amtszimmern auf die 150 Jahre währende Arbeit der Seenotretter aufmerksam machen.

    Müller sagte zu, die Patenschaft seines Landes zum Laboer Seenotrettungskreuzer auch auf den geplanten Neubau zu übertragen: „Viele Menschen verdanken der BERLIN ihr Leben. Der Besatzung und ihrem Vormann gebührt Dank für ihre schwere Aufgabe, die viel Mut und Geschick erfordert. Ich freue mich, dass die deutsche Hauptstadt ihre patenschaftliche Verbundenheit und ihren Respekt vor der Arbeit und für das bürgerschaftliche Engagement zum Ausdruck bringen kann.“

    Landesvater Michael Müller überreichte an Vormann Michael Müller eine Gedenkmedaille. Sie wird bei der Kiellegung in den Rumpf des Neubaus eingelegt. Einer Tradition folgend, verheißt sie den Schiffbauern, vor allem aber auch Schiffsführung und Besatzung Sicherheit, Glück und Gesundheit.

    Zum Jahreswechsel 2016/2017 soll er durch einen Neubau (im Bild das Typschiff der neuen Klasse) ersetzt werden – finanziert ausschließlich durch Spenden.
    Kiellegung im Herbst

    Der Neubau soll noch in diesem Herbst auf Kiel gelegt und zum Jahreswechsel 2016/2017 abgeliefert werden. Das Typschiff dieser neuen, 24 Knoten (ca. 45 km/h) schnellen und fast 4.000 PS starken 28-Meter-Klasse hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Ein dritter Seenotrettungskreuzer der gleichen Klasse wird im Frühjahr 2017 der Rettungsflotte zulaufen.

    Die derzeitige BERLIN war 1985 als Typschiff der 27,5-Meter-Klasse in Anwesenheit des Bundespräsidenten und ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Richard von Weizsäcker, getauft worden. Der Schirmherr der Seenotretter bezeichnete die DGzRS in einer viel beachteten Rede als „Verbindung aus Bürgersinn und Bürgermut“.

    Auch die allererste BERLIN war in ihrer Zeit ein modernes Einsatzmittel der Seenotretter. 1873 zeigte die DGzRS das speziell konstruierte Ruderrettungsboot auf der Weltausstellung in Wien. Von 1876 bis 1897 war es auf der Seenotretter-Station Wilhelmshaven stationiert. Bereits ihr Bau war seinerzeit nur möglich dank großzügiger Unterstützung aus Berlin.



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