Seenotretter zweimal vor Rügen im Einsatz


    Gestern (14. Juni) kamen die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gleich zweimal vor Rügen Seglern zu Hilfe. Für zwei Segler endete ein Törn auf der Ostsee an Bord des Seenotkreuzers HARRO KOEBKE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).



    Das Tochterboot NOTARIUS des Seenotkreuzers HARRKO KOEBKE/Station Sassnitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) nähert sich den beiden schiffbrüchigen Seglern, um sie an Bord zu nehmen - Bildquelle: DGzRS

    Das Tochterboot NOTARIUS des Seenotkreuzers HARRKO KOEBKE/Station Sassnitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) nähert sich den beiden schiffbrüchigen Seglern, um sie an Bord zu nehmen – Bildquelle: DGzRS



    Die beiden gekenterten Segler waren am späten Vormittag mit ihrem etwa acht Meter langen Boot im kleinen Hafen von Lohme an der Nordküste der Halbinsel Jasmund in östliche Richtung aufgebrochen. Der Vater und sein erwachsener Sohn wollten Sassnitz ansteuern. Etwa auf halber Strecke zwischen Lohme und Stubbenkammer brachte bei nordwestlichen Winden von sechs bis sieben Beaufort (bis ca. 60 km/h Windgeschwindigkeit) offenbar eine Bö ihr Boot zum Kentern.

    Die Seenotleitung Bremen bezog zur Sicherheit das nördlich der Insel fahrende Zollboot „Rügen“ und den Rettungshubschrauber Christoph 47 der DRF Luftrettung aus Greifswald in die Suche nach den Schiffbrüchigen mit ein. „Die beiden Segler hatten sich auf den Rumpf des kieloben treibenden Bootes gerettet. Glücklicherweise trugen sie Rettungswesten“, berichtet Dirk Neumann, Vormann der HARRO KOEBKE.

    Mit dem Tochterboot NOTARIUS übernahmen die Seenotretter die unterkühlten Schiffbrüchigen bei etwa zwei Metern Wellenhöhe. Anschließend versorgten sie die beiden Männer im Bordhospital des Seenotkreuzers. In Sassnitz übergaben sie sie an den Landrettungsdienst. In einem zweiten Anlauf bemühen sich die Seenotretter derzeit mit Unterstützung des Zollbotes, auch die Jolle zu bergen. Der Zoll hatte sie zunächst provisorisch mit einem Fender markiert und die Verkehrszentrale Sassnitz über das Schifffahrtshindernis informiert.

    Nahezu zeitgleich waren die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Nachbarstation Glowe im Einsatz. Das Seenotrettungsboot KURT HOFFMANN schleppte ein etwa sechs Meter langes Segelboot sicher nach Glowe ein. Der allein segelnde Skipper aus Schweden war ohne Motor unterwegs und der Küste recht nahe gekommen. Ein Angelkutter beobachtete die gefährliche Lage und alarmierte über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 die Seenotleitung Bremen der DGzRS.



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