Reisebericht: Leserreporterin auf der TUI Allegra von TUI Flussgenuss


    [Autor: Melanie Heßler] – Reise mit dem Flussschiff TUI Allegra vom 23.06.-27.06.2012 – Gemeinsam mit einer Freundin machte ich mich auf, um nach Düsseldorf zu reisen, um von dort zu unserer ersten Flusskreuzfahrt aufzubrechen. Unter dem Motto „Typisch Holland“, ging es von Düsseldorf nach Dordrecht, weiter nach Rotterdam, dann in die lebhafte Metropole Amsterdam und nach Arnheim, von wo aus dann die Rückfahrt nach Düsseldorf erfolgte.

    Die TUI Allegra ist ein relativ neues Schiff, dass seine erste Fahrt im Jahre 2011 unternahm. Es gibt 89 Passagierkabinen, die bei voller Auslastung 178 Urlauber beherbergen. Hinzu kommt noch die Crew mit 27 Kabinen, bzw. 43 Personen. Die Allegra hat eine Länge von 135 m, ist 11,4 m breit und hat eine Höhe von 7,95 m. Wie alle TUI Schiffe fährt sie unter maltesischer Flagge.



    An Bord gibt es ein Restaurant, eine Lounge mit dazugehörigem Wiener Cafe, eine Vinothek, eine Raucher Lounge, sowie einen Wellnessbereich mit Whirpool und zwei Saunen.

    Die Kabinen haben eine Größe von 12-15 qm. Wahlweise als Doppelkabine mit oder ohne französischem Balkon.

    Statt des Kompletttransfers von TUI vom Bahnhof bis zum Schiff für 19 Euro pro Person (Hin-u. Zurück), haben wir uns für das Taxi entschieden, welches mit 10 Euro pro Fahrt noch relativ günstig war.

    Um ca. 14:30 Uhr erreichten wir das Robert Lehr Ufer. Schon von weitem konnten wir die Allegra sehen. Dort angekommen, war schnell ein freundlicher Mitarbeiter an unserer Seite, der das Gepäck in Empfang nahm, und es uns auf die Kabine brachte. Zu dieser Zeit durften wir auch das Schiff betreten und erhielten am Eingang Erfrischungstücher, sowie ein kühles Willkommensgetränk. Auch das Desinfizieren der Hände in einem entsprechenden Spender durfte nicht fehlen. An der Rezeption ging dann alles ganz flott. Im Tausch gegen unsere Unterlagen, erhielten wir die Bordkarten. Dann ging es direkt in die Kabine. Dort warteten dann auch schon unsere Koffer auf uns.

    Wir durften eine 15 qm große Kabine mit franz. Balkon auf dem Mitteldeck bewohnen. Wir waren sehr angetan, von der Geräumigkeit, den Farben, der Einrichtung und der Sauberkeit dort. Auch das Bad ließ keine Wünsche offen. Alles absolut top! Unter der Bezeichnung französischem Balkon versteht man, dass es zwei Panorama Fenstertüren gibt, die man aufschieben kann. Nach draußen auf einem Balkon heraus treten, kann man allerdings nicht. War aber auch nicht schlimm. Uns hat diese Variante sehr gut gefallen. Der Inhalt unserer viel zu vollen Koffer wurde schnell verstaut und die Kabine hatte den ersten Härtetest bestanden. Bei zwei Frauen mit immer viel zu viel unnötigen Gepäck nicht immer eine leichte Aufgabe. Das Badezimmer war ein verglastes Bad, so dass man dort Tageslicht hatte. Die Dusche muss ich besonders hervorheben. Bei den großen Kreuzfahrtschiffen, habe ich es eher so kennengelernt, dass man beim täglichen Gang unter das kühle Nass, immer aufpassen musste, dass man das Bad nicht komplett unter Wasser setzt. Dies war hier absolut nicht der Fall. Eine große Dusche mit super Abfluss und richtigem Schutz vor Überschwemmungen.

    Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es die Lounge, wo zum Kennenlernen mit Infos geladen wurde. Dort angekommen, begrüßte man uns mit einem Aperol Spritz. Die Cruise Direktorin informierte dort das Leben an Bord. Es ging um Sicherheit und die nächsten Reisestationen. In der Lounge wurde uns dann auch deutlich, dass wir die jüngsten Gäste an Bord waren. Wie es mir schon vorab dachte, wird so eine Reise eher von Ü50-Ü90 Publikum gebucht.

    Um 19 Uhr ging es dann ins Restaurant zum Willkommens Dinner. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter war einfach toll. Auch die Beratung bezüglich der Weine war tadellos. Hier haben wir uns jeden Abend sehr wohl gefühlt. Das Essen wurde immer in Form eines Menüs gereicht. Es standen immer zwei Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts zur Auswahl. Eine Suppe gehörte auch dazu. Die Speisen waren auf den Tellern immer eine Augenweide und haben richtig gut geschmeckt. Was allerdings störte, ist das Getränkekonzept. Wir hätten vorab für diese Reise eine Getränkepauschale buchen können. Man hatte die Wahl zwischen alkoholfrei (Wasser, Softdrinks, Säfte, Kaffee, Tee) für 79 Euro, sowie klassisch (wie alkoholfrei + Bier, Wein, Sekt, Prosecco für 115 Euro. Die Preise variieren je nach Reisedauer. Im Nachhinein müssen wir sagen, dass es vielleicht besser gewesen wäre, eine Variante zu buchen. Beim Mittag-und Abendessen wurde somit immer unsere Karte belastet. Es gab zwar einen Wasserspender an Bord, aber dort ging man nur ab und zu für ein Glas Wasser hin. Die Preise für Getränke sind relativ normal. Zum Frühstück waren Kaffee, Tee, Säfte im Preis enthalten. Dieses Essen war in Büffetform. Es wurden auf Wunsch verschiedene Omeletts zubereitet. Auch eine süße Variante wir Pfannkuchen, oder Waffeln konnte man bestellen. Das Mittagessen war eine Mischung aus Büffet und Bestellung. Es gab immer eine Suppe, verschiedene Salate und z.B. Nudeln. Hinzu kam eine Bestellung fürs Hauptgericht und einem Dessert. Alles wurde in einem angemessenen Zeitrahmen serviert. Gegen 16 Uhr hatte wurde Kaffee und Kuchen gereicht. Einen späten Snack gab es um 22 Uhr.

    Unser erster Halt war in Dordrecht. Leider meinte es der holländische Wettergott nicht gut mit uns. Es regnete ununterbrochen. Somit konnten wir nicht wirklich viel von der schönen Stadt sehen. Das was, wir erkunden konnten, war eine nette Altstadt mit schönen Häusern. Wenig später legen wir ab, um am gleichen Tag noch Rotterdam zu erreichen. Auch dort war das Wetter nicht wirklich besser. Der größte Seehafen Europas war interessant anzusehen. Obwohl wir an einem Sonntag dort waren, lud ein kleiner Markt zum Bummeln ein.

    Am Montag waren wir in aller Frühe in Amsterdam. Die erste Überraschung erlebte ich, als ich noch völlig verschlafen den Vorhang zur Seite schob. Das genüssliche Gähnen wich einem „Hilfe, was ist denn jetzt los“. Ich blickte direkt in das Gesicht einer mir völlig unbekannten Frau. Ich war total irritiert und wusste nicht wirklich, was nun passiert war. Schnell stellte ich dann fest, dass unser Schiff direkt neben einem weiteren Flussschiff festgemacht hatte und wir Wand an Wand standen. Im Nachhinein stellte sich dann noch heraus, dass auch dieses Schiff einen direkten Nachbarn hatte. Das wirkte sich so für uns aus, dass wir über diese beiden Schiffe hinweg, über deren Sonnendecks, dass Ufer des Hafens erreichen konnten. Wir entschlossen uns, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden und nicht die üblich hohen Kosten für Landausflüge auszugeben. Unser erstes Ziel war Madame Tussauds. Das Wachsfigurenmuseum liegt sehr zentral in der Nähe vom Hauptbahnhof. Der Eintritt dort beträgt 22 Euro, aber es ist eine nette Unterhaltung. Danach schlenderten wir dann durch die Einkaufsstrassen und durch die Grachten. Man kann sagen, dass Amsterdam zum bummeln einläd, aber auch recht überlaufen ist. In der Kabine angekommen, belohnten wir uns erst mal für unseren stammen Fußmarsch durch Amsterdam mit einem mitgebrachten Prosecco und ich prostete meiner imaginären Zimmernachbarin vom Schiff nebenan mit einem freundlichen Lächeln zu.

    Unsere Reiseleiterin erzählte uns, dass wir in der Nacht wieder „schleusen“ würden. Dieses spannende Ereignis wollte ich mir nicht entgehen lassen. Allerdings legten wir erst gegen 23:30 Uhr ab. Es wurde also ziemlich spät. Den Vorhang und die Schiebetüren offen, dösten wir der Schleuse entgegen. Irgendwann gegen 3 Uhr wachte ich auf und schreckte doch etwas hoch, als ich eine Wand an unserem Fenster sah. Wir hatten zwischenzeitlich eine Schleuse erreicht. Das Schiff fuhr mit deutlicher weniger Kraft dadurch und es war interessant anzusehen, wie eng es dort zu ging. Nur wenige Zentimeter lagen zwischen Schiff und Schleuse. Unsere Reiseleiterin erzählte uns noch, dass es bei der letzten Reise vorgekommen ist, dass ein Paar, ein paar Brote vom Frühstück mit in die Kabine genommen hatte und diese auf den Tisch vor dem offenen Fenster abgelegt hatte. Dies blieb aber nicht ohne Folgen. Als die Herrschaften ihre Kabine so verlassen hatten, passierte das Schiff dann eine Schleuse mit hohem Wasserstand.

    Auf der Landseite war ein Hund, der das leckere Brot auf dem Tisch des Schiffes sah. Das pfiffige Tierchen ist dann mit einem Sprung die Kabine gelangt und konnte seine Beute auffuttern. Allerdings war in der Zeit das Schleusen vorüber und der Hund hatte keine Möglichkeit das rettende Ufer zu erreichen. Somit blieb ihm nichts anderes über, als es sich erst mal auf dem Bett bequem zu machen. Als die eigentlichen Kabinenbewohner wieder zurück waren, trauten die ihren Augen nicht, als sie ihren neuen Mitbewohner erblickten Es begann für die Crew eine schwierige Suche nach dem Besitzer des Hundes und seinem Wohnort. Aber alles nahm ein gutes Ende für den Hund. Eine herrliche Geschichte, die uns sehr zum lachen brachte. Unser Fazit: Niemals das Bütterken auf dem Tisch bei offenen Fenster in der Schleuse liegen lassen.

    Am Dienstag erreichten wir dann Arnheim. Die Anlegestelle lag auch wieder sehr zentral, so dass wir ganz schnell in der Stadt waren. Dort konnten wir dann wieder ausgiebig durch die Lädchen bummeln. Das Wetter war in diesem Tag richtig gut, so dass wir schnell zurück auf dem Schiff waren, um uns eine nette Liege auf dem Sonnendeck zu suchen und uns mit Sekt zu belohnen. Die Abfahrt aus Arnheim war landschaftlich bei sonnigem Wetter sehr schön anzusehen. Ich habe es vorher nicht für möglich gehalten, dass es so schön sein kann, den Rhein und die Ufer an sich vorbei ziehen zu lassen.

    An unserem letzten Abend an Bord, stand dann um 18 Uhr der Abschieds Cocktail an. Dort wurde dann noch einmal die gesamte Crew vorgestellt und verabschiedet. Um 19 Uhr ging es dann zum Gala Abendessen, dass aus sechs Gängen bestand und bestach. Ohne Worte, einfach nur lecker. Nach dem Essen war dann wie jeden Abend um 21 Uhr wieder Lounge Time angesagt. Dort wurde zum Tanz geladen. Dies war jeden Abend der Fall, mit mehr oder minder Erfolg. Vereinzelt gab es ein paar Herrschaften, die eine flotte Sohle aufs Pakett legten. Die Musik dazu wurde vom Guest Relation Manager aufgelegt, der auch zum Tanz aufforderte. Dieser war es auch, der am Nachmittag zum Tanzkurs einlud, um den Interessierten ein paar Schritte Merengue beizubringen.

    Was das Bordprogramm anging, so war alles sehr sparsam. Es gab Angebote, die ausfielen, da niemand teil nehmen wollte. Auf die Tage verteilt wurde Bingo, ein kleiner Malkurs, ein Musikquiz und Pilates angeboten.

    Die Reise endete am Mittwoch mit dem Erreichen von Düsseldorf. Um sieben Uhr mußten die Koffer vor der Kabine abgestellt werden, damit diese vom Personal, zum Bus, oder fürs Taxi vors Schiff gebracht werden konnten. Das Frühstück konnte in der Zeit von 7-9 Uhr eingenommen werden. Die Kabine musste um 9 Uhr geräumt werden. Das war uns etwas zu früh, aber leider ging es nicht anders. Das von der Rezeption am Vortag bestellte Taxi kam pünktlich zur Anlegestelle. Wir wurden von der Reiseleiterin freundlich verabschiedet und machten uns auf den Weg zum Bahnhof.

    Fazit der Reise: Eine Flusskreuzfahrt ist nicht mit einer Kreuzfahrt auf den richtig großen Schiffen zu vergleichen. Das Publikum dort ist eher vom älteren Semester. Aber auch so eine Reise kann Spaß machen. Eine nette Möglichkeit, um zu Ruhe zu kommen. Der Service der TUI Mitarbeiter ist einwandfrei und jeder ist super freundlich.


    Die Autorin ist auf Einladung von Schiffe und Kreuzfahrten und TUI Flussgenuss auf der TUI Allegra gereist um ihre Eindrücke als Leserreporterin auf Schiffe und Kreuzfahrten.de zu präsenetieren. Die Reise wurde im Rahmen der Leserreporter-Suche verlost worden.

    Bider und Text by © Melanie Heßler




    Schau Dir unsere Videos an