Bis 2025 werden 75 neue Kreuzfahrtschiffe gebaut

75 neue Kreuzfahrtschiffe bis 2025 – Volle Auftragsbücher und neue Technologien: Europäische Werften wichtigste Antreiber der Kreuzfahrtindustrie

Urlaub auf dem Meer boomt wie nie zuvor. Um den gestiegenen Bedarf an Betten gerecht zu werden, müssen neue Kreuzfahrtschiffe her, was die Bestellzahlen an Neubauten steigen lässt. Der Auftragsbestand liegt derzeit bei 75 Neubauten und einem Auftragsvolumen in Höhe von 47,6 Mrd. Dollar.* Dabei wird der Bau von Kreuzfahrtschiffen von drei großen Werften dominiert, die alle in Europa angesiedelt sind: Fincantieri, Meyer Werft und STX France. Die italienische Werft Fincantieri (einschließlich Vard) baut 29 Schiffe, deren Auslieferung bis 2025 vorgesehen ist. Die Meyer Werft hat Verträge für 17 Neubauten, STX France für zwölf und bei MV Werften, die zu Genting Hong Kong gehören, stehen sechs Schiffe in den Auftragsbüchern. Die hervorragende Auftragslage bei den europäischen Werften spiegelt auch die Seatrade Europe wider, der wichtigste Branchentreffpunkt für die Kreuzfahrtindustrie, vom 6. bis 8 September 2017 auf dem Hamburger Messegelände.


Der jetzige Auftragsbestand wird die globale Kreuzfahrtflotte bis 2025 um rund 250.000 Betten erweitern – eine Steigerung von 40 Prozent. Analysten gehen davon aus, dass die Gesamtkapazität der weltweiten Flotte um mindestens 50 Prozent wachsen wird. Das Passagiervolumen steigt von 24 Millionen in 2016 auf 30 Millionen in 2022, 35 Millionen in 2026 und 40 Millionen Kreuzfahrtreisenden im Jahr 2030. Zusätzlich zu den Neubauten investieren die Kreuzfahrtreedereien verstärkt in die Modernisierung ihrer bestehenden Flotte. Die Ausgaben in diesem Bereich betrugen allein im vergangenen Jahr rund 1,5 Mrd. US-Dollar.

Meyer Werft in Papenburg/ © Meyer Werft Meyer Werft in Papenburg/ © Meyer Werft


„Wenn es darum geht, die verbesserte Rentabilität des Kreuzfahrtsektors und seinen unnachgiebigen Wachstumshunger zu erklären, gibt es eine Neuerung, die alle anderen weit überragt: das Mega-Schiff. Ich denke dass in Zukunft noch viele und größere Kreuzfahrtschiffe folgen werden“, so Branchenexperte Tony Peisley. „Mit dem Kauf von vier Werften versucht Genting Hong Kong die ambitionierten Expansionspläne seiner drei Marken Crystal Cruises, Star Cruises und Dream Cruises zu erfüllen. Doch letztendlich wird dieser Schritt auch für andere Unternehmen eine willkommene Option sein, die aufgrund der vollen Auftragsbücher der europäischen Werften frustriert sind.“

Kyriakos Anastassiadis, Chairman CLIA Europa und CEO Celestyal Cruises: „Die europäische Schiffsbauindustrie bleibt weltweit führend beim Bau komplexer Passagierschiffe wie beispielsweise Kreuzfahrtschiffe und Megajachten. Es ist wichtig, dass die Werften in Europa mit ihrer einzigartigen Expertise weiter mit dem sich schnell entwickelnden Kreuzfahrtsektor mitwachsen – im Sinne des Wohlergehens der Kreuzfahrtbranche.“

Und wie sieht es mit neuen Technologien aus? Insgesamt bei elf der 75 in Auftrag gegebenen Schiffe wird Flüssigerdgas (LNG) als Treibstoff sowohl auf See als auch im Hafen verwenden: zwei Schiffe der Marke Royal Caribbean International, zwei Kreuzfahrtschiffe von MSC Cruises und sieben Flottenmitglieder von Carnival.

Gianni Onorato, Chief Executive Officer MSC Cruises: „Die heutige Auftragssituation spiegelt die Erwartung der Branche eines langfristigen, nachhaltigen Wachstums wider. Es wird zusätzliche Kapazitäten geben, die die erhöhte Nachfrage nach Kreuzfahrturlaub decken werden. Niemals zuvor haben Kreuzfahrtunternehmen sich über einen so langen Zeitraum an Schiffsneubestellungen gebunden. Mit bis zu zehn neuen Schiffen, die unsere Flotte bis 2026 ergänzen werden, beabsichtigt MSC Cruises zum allgemeinen Beliebtheitswachstum der Branche beizutragen. Und da einige der neuen Fahrzeuge mit Flüssigerdgas angetrieben werden, sind wir stolz darauf, Teil der kollektiven Anstrengung zu sein, den ökologischen Fußabdruck der Branche noch weiter zu reduzieren.“

Die gute Auftragslage, die Zukunft von Kreuzfahrtschiffen und neue Technologien sind einige der Themen, die auf der Seatrade Europe vom 6. bis 8. September in Hamburg diskutiert werden. Das Panel „The Future of the Cruise Industry in Europe“ beginnt am Mittwoch, 6. September um 10:30 Uhr. Kyriakos Anastassiadis, Chairman CLIA Europa und CEO Celestyal Cruises wird moderieren. Weitere Gäste sind: David Dingle, Chairman Carnival UK; Felix Eichhorn, President AIDA Cruises; Capt Michael McCarthy, Chairman Cruise Europe und Commercial Manager Hafen von Cork; Wybcke Meier, Chief Executive Officer TUI Cruises GmbH; Gianni Onorato, Chief Executive Officer MSC Cruises; Neil Palomba, President Costa Crociere; Karl J. Pojer, Chief Executive Officer Hapag-Lloyd Cruises und Chairman CLIA Deutschland; Richard J. Vogel, President and CEO Grupo Pullmantur.




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Über den Verfasser
Pascal
Gründer von Schiffe und Kreuzfahrten. Befasst sich nahezu rund um die Uhr mit Kreuzfahrten und der Pflege des Portals.AIDAperla, AIDAsol, AIDAdiva, AIDAmar, AIDAstella, AIDAvita, AIDAbella, AIDAcara, AIDAprima, AIDAluna, AIDAblu, Mein Schiff 1, Mein Schiff 2, Mein Schiff 3, Mein Schiff 4, MS Europa, Queen Mary 2, Queen Elizabeth, MS Delphin, Princess Daphne, MS Berlin, MS Astor, MS Astoria, MS Hamburg, MS Artania, MS Albatros, MS Deutschland, MS Ocean Majesty, Color Fantasy, Costa neoRomantica, Costa Fascinosa, Costa Diadema, MSC Divina, MSC Splendida, MSC Preziosa, MSC Lirica, Disney Fantasy, Norwegian Breakaway, Norwegian Getaway, Norwegian Epic, Norwegian Escape, Celebrity Silhouette, Celebrity Reflection, Harmony of the Seas, Liberty of the Seas, Ovation of the Seas, Quantum of the Seas, Independence of the Seas, A-Rosa Silva, MS Ariana, Celestyal Nefeli und weitere Schiffe.
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