Lloyd Werft: Voyager & National Geographic Explorer im Dock


    MS „Voyager“ und MS „National Geographic Explorer“ bestimmen die Arbeit bei der Lloyd Werft im April.

    Der Kreuzfahrt-Sommer steht vor der Tür und auch die schwimmenden Urlaubsinseln werden fit gemacht für eine neue Saison. Bei der Lloyd Werft Bremerhaven AG machen deshalb gleich zwei Kreuzliner Station für Reparaturen und Modernisierungen. Bereits am Montag (30. März 2015) dockte die MS „Voyager“ ein und wird am 16. April 2015 abgelöst von der „National Geographic Explorer“, die bereits zum dritten Mal zu Bremerhavens Traditionswerft für Kreuzfahrtschiffe kommt.



    National Geographic Explorer / © Lloyd Werft

    National Geographic Explorer / © Lloyd Werft



    MS Voyager im Dock / © Lloyd Werft

    MS Voyager im Dock / © Lloyd Werft

    Auch die „Voyager“ (15.396 BRT, 152,50 m lang, 20,60 m breit) ist für Projektmanager Carl Ratjen eine alte Bekannte. Bereits 2010 erhielt das 1990 in Valencia gebaute Kreuzfahrtschiff bei der Lloyd Werft einen neuen Wulstbug – damals noch als „Alexander von Humboldt“. Seit 1990 hat die „Voyager“ sechsmal ihren Besitzer gewechselt, wurde 1990 als „Crown Monarch“ gebaut, hieß „Nautican“, „Walrus“, „Jules Verne“, „Alexander von Humboldt“ und fährt jetzt als „Voyager“ im Besitz der englischen Reederei All Leisure Holidays Ltd. vor allem mit englischem Kreuzfahrt-Publikum.

    Im großen Kaiserdock II und an der Pier stehen während der 15-tägigen Werftzeit umfangreiche Reinigungs- und Konservierungsarbeiten an dem 25 Jahre alten Kreuzliner an, Arbeiten in 14 Tanks des Schiffes, die Kontrolle sämtlicher Seeventile und etliche Arbeiten am Rohr- und Ventilsystem der „Voyager“. Die Auftragsliste enthält zudem die Erneuerung von Gummiwulstelementen am Tunnel des Bugstrahlruders, sowie die Anpassung aller Rettungsboote an die neuen IMO-Sicherheitsvorschriften.

    Neben der notwendigen Klasse-Arbeiten der „Voyager“ im Dock wird bei der Lloyd Werft zudem das „Standard-Programm“ ausgeführt: Die „Voyager“ erhält einen neuen Unterbodenanstrich und wird auch optisch fit gemacht für die neue Kreuzfahrt-Saison mit 470 Passagieren. Am 14. April 2015 soll die „Voyager“ Kurs Harwich auslaufen, um Passagiere an Bord zu nehmen.

    Ins Dock muss der Expeditions-Kreuzliner „National Geographic Explorer“ (6.471 BRT, 112 m lang, 16,50 m breit) diesmal nicht. Für die Lloyd Werft ist der kleine Spezial-Kreuzliner für anspruchsvolle Reisen in antarktischen und arktischen Gewässern inzwischen ein „alter“ Kunde und war 2013 und 2014 bereits Kunde der Werft. Die 148 Passagiere des 33 Jahre alten Kreuzliners mit Eisverstärkung erleben ihre Erlebnis-Reisen in 81 Außenkabinen. 1982 wurde der Kreuzliner als „Midnatsol“ für die Hurtigrouten in Norwegen gebaut und 2007 von der US-Reederei Lindblad Expeditions gekauft und zum Expeditionsschiff umgebaut.

    Die Lloyd Werft geht nach einer Vorbesichtigung in Funchal (Madeira) bereits in Bilbao an Bord und beginnt auf See mit den vorbereitenden Arbeiten für die Werftzeit vom 16. – 30. April 2015. An der Ausrüstungspier der Werft wird vor allem die zentrale Klimaanlage samt den dazugehörigen Kompressoren, Chiller und Verrohrung ausgetauscht. In der Schiffbaufertigung der Lloyd Werft wird ein neuer Boilerraum vorgefertigt, der an Bord installiert wird. Hinzu kommt ein umfangreiches Reparaturprogramm, Arbeiten am Rohrsystem der „National Geographic Explorer“ und der Umbau der Backbord-Zugangspforte stehen an, bevor der Kreuzliner am 30. April 2015 wieder Kurs auf arktische Gewässer nimmt.



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