Norwegian Getaway Reisebericht Ostsee Kreuzfahrt
Norwegian Getaway Reisebericht Ostsee Kreuzfahrt

Norwegian Getaway Reisebericht: Ostsee Kreuzfahrt

Norwegian Getaway Reisebericht Skandinavien, Russland und Ostsee ab Warnemünde vom 22. Juni bis 01. Juli 2017 | Route: Warnemünde – Gdingen – Seetag – St. Petersburg (Overnight) – TallinnStockholm – Seetag – Kopenhagen – Warnemünde

Die Norwegian Getaway ist nicht nur das größte Kreuzfahrtschiff, das jemals im Hafen von Warnemünde fest gemacht hat, sondern trägt diesen Titel auch in den meisten anderen Häfen, die sie während ihrer Ostsee Kreuzfahrten anläuft. 10 Tage, 9 Nächte werden wir nun auf der Norwegian Getaway verbringen und mit ihr die schönsten Metropolen der Ostsee bereisen.


Norwegian Getaway Ostsee Kreuzfahrt – Routendetails

 

TagHäfenAnAb
1. TagWarnemünde, Deutschland21:00
2. TagGdingen, Polen (Danzig)13:0021:00
3. TagSeetag
4. TagSt. Petersburg, Russland07:00
5. TagSt. Petersburg, Russland19:00
6. TagTallinn, Estland07:0016:00
7. TagStockholm08:0016:00
8. TagSeetag
9. TagKopenhagen, Dänemark07:0017:00
10. TagWarnemünde, Deutschland07:30

Das ist Norwegian Getaway im Schnelldurchlauf

 

Das ist Norwegian Getaway im großen detailreichen Rundgang

 

Donnerstag, 22. Juni 2017 – Anreise und Leinen los in Warnemünde

Eigentlich sollte man eine Reise ja entspannt antreten, doch bei uns war es heute ehrlich gesagt etwas stressig. Der Grund hierfür war die Tatsache, dass ich am Vormittag erst von einer Kurzreise mit der Norwegian Jade zurück gekommen bin. Somit ging es von Hamburg Altona aus erst einmal nach Hause, dort war dann Koffer umpacken angesagt. Kaum waren die Koffer fertig gepackt und wir startklar, zog über uns ein riesiges Unwetter auf. Nicht nur dass es extrem dunkel am Himmel wurde, auch ein starker Wind zog auf, gepaart mit starkem Regen und Hagel.

Also musste unsere Abreise nochmal ein wenig verschoben werden, denn bei diesem Wetter würden wir wohl kaum los fahren. Warten mussten wir allerdings nicht wirklich lange, denn genauso schnell wie das Unwetter aufzog, genauso schnell war es auch wieder verschwunden.

Der „Urlaub“ konnte nun also endgültig beginnen. Lediglich eine ca. 2,5 stündige Autofahrt trennte uns nun noch von Warnemünde und der Norwegian Getaway, die dort im Hafen hoffentlich bereits auf uns wartet.

Auch wenn zuvor ein Unwetter über Norddeutschland fegte und wie wir sahen einige Bäume ihre Äste verloren haben und entwurzelt waren, kamen wir dennoch ohne Stau oder größere Verzögerungen in Warnemünde an. Dort war unser erstes Ziel allerdings nicht direkt der Hafen und das Schiff, sondern ein Parkplatz in Warnemünde, bei dem wir nun für die nächsten 10 Tage unser Auto abstellen würden.

Parken & Meer – Der sichere Parkplatz für Kreuzfahrer

Den Parkplatz bei Parken & Meer haben wir bereits im Vorfeld gebucht. Für 119,00 Euro wird hier der eigene PKW sicher abgestellt und überwacht. Der Preis entspricht einem Parkplatz auf einem Außengelände, möchte man das Auto lieber in einer Halle unterstellen, so kostet ein Hallenparklplatz bei Parken & Meer 139,00 Euro.

Dort angekommen wurde unser Gepäck direkt ausgeladen und auch der Shuttlebus fuhr nur wenig später bereits vor. Eine intensive Fahrzeugkontrolle, bei der ums Auto gegangen wird um alle eventuell bereits vorhandenen Schäden aufzunehmen, fand nicht statt. Der Grund hierfür liegt darin, dass bei der Einfahrt aufs Gelände eine detaillierte Videoüberwachung stattfindet. Jedes Auto das vorfährt wird bis ins Detail abgefilmt, so dass man hier sehr genau erkennen kann, ob es schon Vorschäden am Auto gab und wenn ja welche.

Nach weiteren 10 Minuten Busfahrt waren wir dann auch schon am Hafen angelangt. Hier steht sie schon, die Norwegian Getaway! Nachdem wir unsere Koffer abgegeben haben, solltet ihr eure Kofferhänger vergessen haben, hier können welche dran gemacht werden, ging es dann auch schon zum Check In. Bei diesem stand zwar eine kleine Schlange, aber das bewegte sich alles im Rahmen. Nicht mal ganz 15 Minuten später waren wir auch schon eingecheckt.

Die ersten Schritte an Bord

Endlich an Bord war unsere Kabine auch schnell gefunden. Kabine 9146, eine Balkonkabine für 4 Personen. Hier hat man neben dem normalen Doppelbett noch ein Schlafsofa und auch ein Pullmannbett, welches aus der Kabinendecke geklappt wird.

 

Da wir alle tierischen Hunger hatten, gingen wir anschließend erst einmal etwas essen. Das Garden Café, es war nicht nur die einzige Wahl um die Uhrzeit, sondern auch eine gute. Die Auswahl hier am Buffet ist wirklich gewaltig und das auch noch am Nachmittag wo man doch am ehesten mit kleinen Snacks rechnet.

Anschließend amüsierten sich die Kids noch ne Runde im Pool und an den Rutschen. Das Wetter war hier nämlich tatsächlich ein Traum, das Unwetter von Zuhause hatte uns also nicht verfolgt.

Lange Zeit blieb uns allerdings nicht, denn um 17:00 Uhr wartete bereits die einzige Pflichtveranstaltung, die Seenotrettungsübung. An unserem Ziel angekommen wurden uns einige Informationen zur Sicherheit an Bord mitgeteilt und es wurde demonstriert wie man die Rettungswesten anlegt. Nach rund 20 Minuten war die Übung dann auch schon beendet.

Inzwischen änderte sich auch das Wetter  ein wenig, allerdings nicht zu unseren Gunsten. Langsam aber sicher zogen einige Wolken auf und es nieselte teilweise. Wir drehten nun eine Runde übers Schiff, vor allem über Deck 8, hier gingen wir die Waterfront entlang, eine Außenpromenade, die einiges an Gastronomie zu bieten hat. Hier kamen wir am Dolce Gelato vorbei, wo die Jungs ein Eis haben wollten. Wir wollten ihnen den Wunsch nicht abschlagen und somit gab es zwei Eistüten. Hätten wir allerdings vorher gewusst was uns da erwartet, dann hätten wir definitiv bis nach dem Abendessen mit dem Eis gewartet. In einer Waffel gab es jeweils 4 riesige Kugeln und das zum Preis von $2,75. Auch wenn das im Premium-All-Inclusive nicht integriert ist und zusätzlich noch 18% Servicecharge hinzukommen, kann man bei dem Angebot auf keinen Fall meckern.

Nun war es dann auch Zeit fürs Abendessen. Schon den ganzen Tag freuten wir uns auf das O’Sheehan’s, somit war klar wo wir heute Abend essen würden. Die Kids entschieden sich für Chicken Wings, für Pascal durfte es ein Cheeseburger sein und ich entschied mich für die Fajitas. Das Essen im O’Sheehan’s ist übrigens inklusive, ebenso die Getränke bis 15$, denn schließlich gilt an Bord für deutsche Gäste Premium-All-Inklusive. Wirklich sehr lecker und das Fußball-Länderspiel der deutschen Mannschaft wurde hier auch übertragen.

Leinen los – Norwegian Getaway verlässt Warnemünde

Nach dem Essen war es dann auch endlich so weit, Norwegian Getaway war startklar und machte die Leinen los. Auf ging es also nun auf unsere 10-tägige Ostsee Kreuzfahrt. Ich persönlich finde den Hafen in Warnemünde zum Auslaufen immer echt schön, am Ufer standen einige Schaulustige die uns zuwinkten.

 

Viel machen konnten wir danach nicht mehr, denn die Müdigkeit übernahm langsam aber sicher  die Kontrolle über uns. So drehten wir noch eine Runde übers Schiff und danach ging es dann auch bald schon ins Bett.

Morgen werden wir in Polen sein, genauer gesagt in Gdingen. Allerdings erst um 13:00 Uhr, so dass uns morgen bereits ein kleiner Vorgeschmack auf die bevorstehenden Seetage erwartet. Wir haben für Gdingen so weit noch nichts geplant und werden den Tag morgen einfach auf uns zukommen lassen.

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway Anreise, Parken und Meer & erste Schritte

 


Freitag, 23. Juni 2017 – Gdingen, Polen (Danzig)

Ankunft: 13:00 Uhr
Abfahrt: 21:00 Uhr
Liegeplatz: Francuskie Berth, Gdynia ul. Polska 1

Sonnenaufgang: ca. 04:18 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 21:25 Uhr
Wettervorhersage: Bewölkt 14°C

Gdingen war ursprünglich ein kleines deutsches Fischerdorf, bevor es von Polen nach dem Ersten Weltkrieg besetzt wurde. Heute ist es ein wichtiges Bahnzentrum mit unzähligen Industrien, die Maschinen, Metalle und Lebensmittel herstellen.

Von Gdingen aus werden einige Landausflüge nach Danzig angeboten, doch auch wenn Gdingen im ersten Moment nicht ganz so attraktiv wie die größte Stadt im Norden Polens wirkt, so ist es dennoch nicht zwingend notwendig nach Danzig zu fahren, denn auch in Gdingen kann man durchaus einen schönen Tag verbringen.

Sehr schön ist beispielsweise die Uferpromenade an der Südmole, wo sich nicht nur ein schicker Yachthafen sondern auch ein großzügiger und attraktiver Strand befindet. Außerdem liegen an der Südmole zwei historische Schiffe, die als Sehenswürdigkeiten der Stadt gelten. Der ehemalige Zerstörer Blykawica war einer von vier Torpedozerstörern, die unter polnischer Flagge im Zweiten Weltkrieg an der Seite der Briten gegen Deutschland kämpften.

Direkt dahinter liegt die Dar Parmorze, ein Dreimaster, der 1909 in Hamburg gebaut wurde. Von 1930 bis 1981 diente sie als Schulschiff der Marineakademie, seit 1983 liegt sie hier an der Südmole und beherbergt ein Museum.

Unser Vormittag an Bord

Nach unserer ersten Nacht an Bord der Norwegian Getaway gönnten wir uns zunächst ein Frühstück im Buffetrestaurant Garden Café. Dies war zum Frühstück sehr gut gefüllt, zu viert war es nicht möglich hier im Innenbereich einen Platz zu bekommen, im Außenbereich war das aber hingegen kein Problem. Da es jetzt zwar nicht super warm draußen war, aber auch nicht eisig kalt, war das für uns kein Problem und wir nahmen unser Frühstück an der frischen Luft ein.

Norwegian Getaway in Gdingen Norwegian Getaway in Gdingen


Die Auswahl im Garden Café zum Frühstück ist sehr groß, beachten sollte man allerdings dass sie Speisen schon sehr amerikanisch sind. Stellt man sich darauf ein, dann findet man auf jeden Fall etwas passendes zu essen. Ist man davon jetzt kein so großer Fan, dann wird man aber dennoch etwas zu essen finden, nur mag einem die Auswahl vielleicht nicht so großzügig vorkommen.

Nach dem Frühstück ging mein erster Gang auf Deck 6 ins Atrium, hier ist das Office des Internetmanagers. Wenn ihr ihn nicht unbedingt benötigt, dann würde ich euch empfehlen, diesen erst gar nicht aufzusuchen. Denn mit einer Stunde Wartezeit bis man an der Reihe ist, kann man schon mal rechnen. Kann man auf Internet nicht verzichten, aus welchen Gründen auch immer, kann man dies auch ganz normal am Computer oder über das Mobiltelefon buchen. Eine Social Media Flat gibt es beispielsweise schon ab 5,00 $ am Tag.

Anschließend, mit Internet ausgestattet, machte ich mich erst mal daran ein paar Videos zu schneiden. Auch wenn es auf euch vielleicht immer ein wenig wie Urlaub wirken mag, so sind wir doch in erster Linie zum arbeiten hier. Noch schnell eine Kleinigkeit im Garden Café zu Mittag gegessen, legten wir auch schon pünktlich um 13:00 Uhr in Gdingen in Polen an.

Individueller Landausflug in Gdingen

Völlig unvorbereitet, was wir wohl in Gdingen so machen könnten, gingen wir also von Bord um die polnische Stadt zu erkunden. Von der Norwegian Getaway aus wurde auch ein Shuttle zum Preis von 15$ pro Person angeboten. Wir wollten allerdings unser Glück zu Fuß probieren und so schauten wir erst mal, wie weit wir hier kommen würden.

Nach geschätzt 20 Minuten erreichten wir auch schon das Stadtzentrum von Gdingen. Dies ist leicht zu finden, und der Weg ist auch ausgeschildert, so dass man das Zentrum auch ohne Karte einfach findet. Wir bummelten zunächst einmal durch die Läden und schauten ob wir wohl das ein oder andere Schnäppchen machen können.

Stadtzentrum Gdingen Stadtzentrum Gdingen

Im Anschluss bewegten wir uns in Richtung Uferpromenade. Schon vom Stadtzentrum aus sah man hier ein großes Riesenrad, dies nahmen wir als Wegweiser. An der Uferpromenade der Südmole befand sich nicht nur ein Riesenrad, sondern ein kompletter Rummel mit unzähligen Buden, einer kleineren Achterbahn und einer Geisterbahn. In Polen war wohl heute ein Feiertag, wenn wir das richtig verstanden haben drehte es sich um den Vatertag, weshalb dieser Rummel aufgebaut war.

Wir konnten es uns nicht nehmen lassen und stiegen natürlich für eine Fahrt ins Riesenrad ein. 11,50 Euro kostete uns der Spaß für 3 Personen, also zwei Kinder und ein Erwachsener – Pascal wollte sich das Spektakel lieber von unten ansehen. Mit dem Riesenrad oben angekommen hatten wir einen tollen Überblick über die Stadt, so dass wir schnell wussten wo wir als nächstes hingehen werden.

Wieder unten angekommen, ging es dann auf direktem Weg zum Strand, den wir von oben aus dem Riesenrad aus gesehen haben. Der Strand ist ganz nett und macht einen gepflegten Eindruck. Wenn man also in den Sommermonaten gerne mal an den Strand geht, bietet sich das hier in Gdingen ganz gut an. Vom Hafen bis zum Strand läuft man nicht ganz eine halbe Stunde.

Bevor es dann wieder zurück in Richtung Norwegian Getaway ging, machten wir noch einen Abstecher bei den beiden eingangs erwähnten Schiffen, die hier im Hafen als Sehenswürdigkeiten liegen. Das Kriegsschiff kann man leider nicht besichtigen, auf dem Dreimaster allerdings befindet sich ein Museum, welches man selbstverständlich besuchen kann.

Abendprogramm an Bord der Norwegian Getaway

Zurück an Bord passierte mit uns nicht mehr viel. Zunächst einmal ging es erneut in O’Sheehan’s zum Abendessen. Auch heute war es hier wieder sehr lecker und auch der Service ist hier wirklich klasse. Hier kann man es sich wirklich gut gehen lassen.

Auch wenn an Bord einiges an Abendprogramm geboten wurde, zog es uns direkt nach dem Abendessen auf die Kabine. Während Pascal und die Jungs bereits schliefen und ich hier am Computer weiter Videos geschnitten und den Beitrag vom ersten Tag geschrieben habe, gab es im Theater die Show „Burn the floor“, im Atrium einen Kampf der Geschlechter, im FatCats eine Hommage an Adele und in der Bliss Lounge eine großartige 80er Party sowie viele weitere Programmpunkte.

Morgen werden wir unseren ersten Seetag genießen von Gdingen nach St. Petersburg und hoffen dass sich das Wetter auch dann wieder besser zeigt als ursprünglich vorausgesagt. Während für heute lediglich 14°C und Bewölkung gemeldet waren, war es heute doch sehr schön draußen und auch die Sonne zeigte sich für einige Stunden von ihrer schönsten Seite.

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway in Gdingen

 


Samstag, 24. Juni 2017 – Seetag nach St. Petersburg

Sonnenaufgang: ca. 04:45 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:48 Uhr
Wettervorhersage: 15°C Bewölkt

Heute stand uns also unser erster Seetag an Bord der Norwegian Getaway bevor. Je nachdem wie gut so ein Kreuzfahrtschiff tatsächlich für Familien ausgelegt ist, kann so ein Seetag mit Kindern richtig super werden, kann aber auf der anderen Seite auch zur absoluten Herausforderung werden. Da das Wetter heute nicht ganz so vielversprechend erschien, war uns zu Beginn des Tages schon klar, dass der Aquapark und die Rutschen für den heutigen Tag schon mal ausfallen würden.

Doch wir ließen uns davon die Hoffnung und die gute Laune nicht nehmen, denn schließlich war für uns heute nicht nur irgendein Seetag, sondern ein ganz besonderer Tag. Leon feierte nämlich heute seinen Geburtstag und schon allein deswegen konnte es heute nur ein super Tag werden.

Dank der Zeitumstellung zwischen Polen und Russland haben wir direkt erst mal verschlafen, denn irgendwie hatten wir es versäumt die Uhr in der Nacht um eine Stunde vorzustellen. Da wir vor allem an Seetagen eher zu den Menschen gehören, die auch mal eine Stunde länger schlafen bekamen wir schon fast Schnappatmungen ob wir denn nun überhaupt noch etwas zum Frühstück bekommen. Dank der großzügigen Öffnungszeiten des O’Sheehan’s, in dem man bis 11:00 Uhr frühstücken kann, war unsere Sorge aber absolut unberechtigt.

Frühstück im O’Sheehan’s

Im O’Sheehan’s bestellt man sein Frühstück a la carte. Die Auswahl reicht hier von verschiedenen Menüs mit Ei, Speck, Kartoffeln bis hin zu French Toast. Alles natürlich sehr amerikanisch aber sehr lecker. Wer ein typisch deutschen Frühstück bevorzugt mit Brötchen, Aufschnitt und Marmelade ist hier definitiv falsch aufgehoben. Zum Frühstück wird außerdem wie immer und überall Icewater serviert, sowie verschiedene Säfte. Auch Kaffeespezialitäten kann man sich hier bestellen, die im Premium-All-Inclusive ebenso enthalten sind.

Wir verbrachten hier einen super entspannten Vormittag und fanden das Frühstück im O’Sheehan’s deutlich angenehmer als gestern das Frühstücksbuffet im Garden Café. Vor allem deswegen weil es eben um ein Vielfaches leerer war. Eine gute Anlaufstelle für ein Frühstück in Ruhe an einem Seetag.

Minigolf, Shuffleboard und Co

Nach dem Frühstück war dann erst Mal Action angesagt, schließlich wollen die angefutterten Kalorien auch wieder abtrainiert werden. Auf Deck 17 im vorderen Bereich der Norwegian Getaway befindet sich ein wie ich finde traumhaft schöner Minigolf-Platz – der macht echt was her.

Der Minigolf-Platz hat täglich von 08:00 bis 22:00 Uhr geöffnet und man kann spielen wann und so oft man möchte. Schläger, Bälle und Notizzettel liegen direkt am Eingang des Platzes bereit und können einfach so genommen werden. Hier bedarf es keiner vorherigen Anmeldung oder Reservierung. Die Schläger gibt es in verschiedenen Größen, so dass sowohl klein als auch groß hier gemütlich spielen können.

Neun verschiedene Löcher gilt es nun zu erobern in verschiedenen Schwierigkeitsgraden aber alle unter dem gleichen Motto: Piraten! Wir haben für die erste Runde ungefähr eine halbe Stunde benötigt, sind aber auch nicht grad die Besten wenn es darum geht die Bälle in den Löchern zu versenken. Aber die Hauptsache ist ja auch der Spaß beim Spiel, und den hat man garantiert.

Nach einer zweiten und auch noch einer dritten Runde sind wir auf Deck 7 umgezogen. Hier befindet sich nämlich eines von mehreren Shuffleboard-Feldern. Gerne würde ich an dieser Stelle behaupten: keine Kreuzfahrt ohne Shuffleboard! Wir selbst spielen Shuffleboard allerdings viel zu selten und das obwohl das echt mega viel Spaß macht.

Wir feiern Geburtstag

Den restlichen Nachmittag feierten wir dann Leons Geburtstag, ganz ohne Kameras und ganz ohne Arbeit. Einfach nur mal tun was Leon möchte – eine kleine Aufmerksamkeit in Form eines Muffins von Seiten des Schiffes durfte hier natürlich nicht fehlen.

Happy Birthday - Geburtstagsmuffin Happy Birthday – Geburtstagsmuffin

Abendessen im O’Sheehan’s

Auch wenn wir bereits die letzten zwei Abende im O’Sheehan’s zu Abend gegessen haben und wir heute gerne mal etwas anderes ausprobiert hätten, so war es Leons Wunsch auch heute wieder ins O’Sheehan’s zu gehen und diesen Wunsch wollten wir ihm an seinem Geburtstag natürlich nicht ausschlagen.

Also gesagt getan, ab ging es zum Abendessen. Auch heute war es wieder sehr nett und vor allem äußerst lecker dort, auch wenn „unser“ Tisch heute nicht frei war. Aber wir wollen ja mal nicht so sein und geben uns auch mit einem anderen Tisch zufrieden.

Als wir mit den Hauptgängen durch waren und langsam zum Dessert übergehen wollten staunten wir nicht schlecht, denn plötzlich kam das halbe Team vom O’Sheean’s mit einem Ständchen und einer Geburtstagstorte für Leon um die Ecke. Von anderen Schiffen kennen wir das so, dass man eine Torte bestellen und schließlich auch bezahlen muss – hier kam das einfach mal so und das alles nur, weil Leon unserer Kellnerin beim Frühstück stolz auf englisch erzählte dass er heute Geburtstag hat. Daumen hoch für diese Aktion, damit hätten wir wirklich nicht gerechnet.

Leon's Überraschungs-Geburtstagstorte im O'Sheehan's Leon’s Überraschungs-Geburtstagstorte im O’Sheehan’s

Sugarcane Mojito Bar

Nachdem die Kids nach dem Essen unbedingt auf der Kabine „Bülent gegen Chris“ schauen wollten, begaben Pascal und ich uns noch mal allein auf eine Runde übers Schiff. Hängen geblieben sind wir dann in der Sugarcane Mojito Bar. Wir probierten zunächst einen Raspberry Guava Mojito und einen Pisco Punch mit Ananas. Bei der zweiten Runde entschieden wir uns dann allerdings beide für den Raspberry, der verleitet echt zu mehr. Schmeckt kaum nach Alkohol, sehr süffig, aber ich denke so spätestens nach dem dritten dürfte man ihn dann spüren. So weit haben wir es aber nicht kommen lassen und sind dann auch bald zurück auf die Kabine und haben die letzten Minuten des großen Finales von „Bülent gegen Chris“ für die Jungs fertig geschaut, da die inzwischen bereits eingeschlafen waren.

Morgen werden wir dann in St. Petersburg sein. Da wir weder geplant haben einen Landausflug dort zu machen noch uns im Vorfeld um ein Visum bemüht haben, werden wir wohl in St. Petersburg an Bord bleiben und ein hoffentlich leeres Schiff genießen.

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway: Seetag nach St.Petersburg


Sonntag, 25. Juni 2017 – St. Petersburg, Russland (Overnight)

Ankunft: 07:00 Uhr
Abfahrt: Overnight
Liegeplatz: Marine Facade Terminal 4, Bereg Nevskoy Gubi 1, Vasilievskiy Island

Sonnenaufgang: ca. 03:37 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:26 Uhr
Wettervorhersage: 16°C, Sonnig

Kreuzfahrtschiffe in St. Petersburg Kreuzfahrtschiffe in St. Petersburg

St. Petersburg wurde 1703 von Peter dem Großen gegründet, es war die kaiserliche Hauptstadt für zwei Jahrhunderte. Es bleibt das kulturelle Zentrum des Landes mit Orten wie dem modernen Mariinsky-Theater, das die Oper und auch das Ballet beherbergt.

St. Petersburg wird oft als die westlichste Stadt Russlands beschrieben sowie als Kulturhauptstadt. Es ist auch die Heimat des Hermitage, eines der größten Kunstmuseen der Welt.

Gäste ohne ein gültiges Visum können in St. Petersburg nur in Verbindung mit einem organisierten Landausflug an Land gehen, wenn das Schiff weniger als 72 Stunden im Hafen liegt.

Frühstück im O’Sheehan’s

Unseren Tag in St. Petersburg ließen wir ganz entspannt angehen. Da wir weder Lust hatten einen organisierten Landausflug zu unternehmen, noch uns im Vorfeld um ein Visum für Russland gekümmert haben, stand schon früh fest, dass wir in St. Petersburg an Bord bleiben und eine hoffentlich leere Norwegian Getaway genießen würden.

So starteten wir mit einem leckeren Frühstück im Restaurant O’Sheehan’s wie auch schon am gestrigen Tag. Wir sind große Fans vom Frühstück dort, wobei das für jeden Tag wahrscheinlich auch nicht das Richtige wäre, da man die Karte wahrscheinlich doch recht schnell durch hat.

Anschließend gaben wir alle bei einer Partie Billard und beim Bowling unser bestes. Die Bowling-Bahn ist ganz cool, vor allem auch deshalb, weil die Kugeln vergleichsweise klein sind und somit auch Kinder da gut mitspielen können. Etwas schade finde ich nur, dass man bei einem Preis von 5 $ pro Spiel die Anzahl der Spieler nicht wechseln kann, obwohl es vom System her angezeigt wird. Da muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich dafür den Preis im Verhältnis zu dem dass man dann mit einem Spieler ca. 2 Minuten Spielespaß hat, etwas zu teuer.

Sport auf dem Sportdeck

Da das Wetter recht freundlich wirkte und es auch relativ windstill war gingen wir hoch auf Deck 18, aufs Sportdeck. Das gute Essen der letzten Tage ist bereits deutlich zu spüren und somit wollten wir ein wenig Sport mit den Kids machen. Ich nehmen mir ja jeden Tag vor, etwas früher aufzustehen und ins Fitnessstudio zu gehen, aber jeden Morgen wenn der Wecker klingelt ist die Motivation ganz plötzlich verschwunden. Somit heute also Basketball und Fußball, wobei ich sagen muss, dass meine Basketballkünste vor vielen vielen Jahren auch schon mal besser waren.

Da wir inzwischen bereits die Pullis abgelegt haben und erst Mal T-Shirt Wetter angesagt war, sprangen die Jungs anschließend noch eine Runde in den Pool und ich schaute mir die ersten Rutschen schon einmal aus der Nähe an. Doch kaum waren wir so richtig in Badelaune, schlug das Wetter um. Wolken zogen auf und mit ihnen Wind und Regen. So schnell konnten wir gar nicht gucken, da wurden die Rutschen dann auch gesperrt. Warum eigentlich? Denn nass wird man beim rutschen ja auch ohne dass es regnet.

Der Kletterpark wäre nun eine tolle Alternative gewesen, doch der öffnet erst um 16:00 Uhr und ist bei Regen und Wind verständlicherweise ebenfalls gesperrt. Also mussten wir die Zeit anders tot schlagen, mit einem Cocktail, einer Runde Shuffleboard, einer weiteren Runde Bowling und kaum haben wir uns versehen war es auch schon 16:00 und wir befanden uns auf dem Weg zum Klettergarten.

Klettergarten

Der Klettergarten an Bord der Norwegian Getaway befindet sich auf Deck 17, direkt neben dem Minigolf-Platz. Kinder die hier klettern möchten, müssen erst einmal zur Größenkontrolle, denn man muss eine Mindestgröße haben, um überhaupt dort klettern zu dürfen. Hierfür ist eine Markierung an der Wand, die die Kids überschreiten müssen. Unsere Jungs durften mit ihren 7 und 9 Jahren, und sie sind beide nicht die größten für ihr Alter, beide klettern gehen.

Nachdem man die Sicherheitsgurte angelegt bekommt, bekommt man noch eine Sicherheitseinweisung. Hier sollten Erwachsene unbedingt mit ihren Kindern hingehen, sofern diese kein englisch sprechen. Don’t run, don’t jump, dont’t hang on the rope – soviel schon mal zu den wichtigsten Regeln. Außerdem muss man festes Schuhwerk tragen und man darf keine losen Gegenstände mit in den Kletterpark nehmen. Handys, Kameras und Co könnt ihr also direkt auf der Kabine lassen, hier wir streng kontrolliert.

Zum Kletterpark selbst kann ich sagen, dass es wahnsinnig viel Spaß macht, vor allem „the plank“ wo man sich über die Grenzen des Schiffes hinausbewegt und auch die Seilbahn zum Ende des Parcours. Vom Schwierigkeitsgrad und vom Handling her, stellt der Kletterpark auch für Anfänger kein Problem dar. Unsere Jungs waren zum ersten Mal in einem Kletterpark und hatten keinerlei Probleme. Schwindelfrei sollte man aber auf jeden Fall sein, mit Höhenangst, so wie ich sie habe, gehört eine kleine Portion Wahnsinn dazu, vor allem bei den wenigen Schritten auf die Planke!

Das Schöne ist auch, dass man bei der Nutzung des Klettergarten zeitlich nicht beschränkt ist, so kann man da oben so viel Zeit verbringen wie man möchte. Ist man mit dem Parcour fertig und möchte noch eine zweite Runde drehen, dann ist auch das kein Problem.

Ich hatte nach der ersten Runde bereits genug, die Jungs drehten aber noch die ein oder andere und wollten gar nicht mehr aufhören.

Abendessen im Tropicana Room

Nachdem wir die Kinder endlich aus dem Klettergarten bekommen haben, war es dann auch schon bald wieder Zeit fürs Abendessen. Heute Abend wollten wir endlich mal etwas neues ausprobieren und somit verschlug es uns in „The Tropicana Romm“ auf Deck 7 am Heck. Das Tropicana ist eines der Inklusivrestaurants und hat am Abend von 17:30 bis 21:30 Uhr geöffnet.

Das Essen wird hier in einer sehr schönen Athmosphäre a la carte serviert. Es gibt zum einen täglich wechselnde Gerichte, aber auch einige Klassiker, die täglich angeboten werden. Für die Kinder gibt es eine spezielle Kinderkarte, die gleichzeitig auch als Mal-/ und Rätselunterlage dient. Für das Abendessen im Tropicana Room kann man sich durchaus schick machen, muss man aber nicht. Der Dresscode-Mix ist hier sehr angenehm, so dass man sich weder underdressed in Jeans und T-Shirt vorkommt, noch overdressed im kleinen Schwarzen.

Alles in allem ein sehr gelungener Abend mit gutem Essen und einem super Service – das Tropicana können wir durchaus weiter empfehlen.

Anschließend machten wir dann auch nicht mehr so viel und der Tag neigt sich nun gen Ende.

Morgen werden wir erneut den Tag in St. Petersburg verbringen und wie auch heute schon, werden wir auch dann an Bord bleiben.

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway Reisevlog: St. Petersburg 1 – An Bord

 


Montag, 26. Juni 2017 – St. Petersburg, Russland (2. Tag)

Ankunft: am Vortag
Abfahrt: 19:00 Uhr
Liegeplatz: Marine Facade Terminal 4, Bereg Nevskoy Gubi 1, Vasilievskiy Island

Sonnenaufgang: ca. 03:38 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:26 Uhr
Wettervorhersage: 11°C, teils bewölkt

Eine Vielzahl der Passagiere der Norwegian Getaway hat sich heute wieder auf den Weg nach St. Petersburg gemacht, das mit seinen 36 historischen architektonischen Komplexen und rund 4.000 herausragenden individuellen architektonischen Denkmälern auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbe steht. Um das kulturelle Erbe von St. Petersburg zu besichtigen, wurden neue Touristenprogramme und Stadtrundfahrten eingeführt.

Soviel zunächst einmal zur Theorie, unsere Praxis war allerdings eine ganz andere. Denn wir verbrachten auch den heutigen Tag, so wie auch den gestrigen an Bord der Norwegian Getaway und verließen das Schiff nicht für einen Landausflug in die russische Stadt.

Frühstück im Garden Café

Zunächst einmal schliefen wir wie immer aus, warum auch nicht, wir haben es ja nicht eilig. Während das Frühstück im Restaurant Moderno und im Savor nur bis 08:00 bzw. 08:30 Uhr angeboten wird, hat man im Garden Café bis um 10:30 Uhr Zeit und im O’Sheehan’s sogar bis um 11:00 Uhr.

Heute entschieden wir uns für das Garden Café, das am heutigen Morgen verdammt leer war. Es war tatsächlich fast schwieriger einen Tisch zu finden der belegt war, als einen Tisch der frei war. Die meisten Passagiere befanden sich eben schon auf ihren Landausflügen nach St. Petersburg.

Neben einer großen Auswahl an verschiedenen Speisen kann man sich am Buffet auch Omelettes frisch und ganz nach eigenem Wunsch zubereiten lassen. Das finde ich ja immer ganz nett, da ich persönlich kein Fan von Rührei am Buffet bin, aber dennoch gerne ein Omelette zum Frühstück esse. Das ist für mich häufig ein Grund lieber in ein Bedienrestaurant zu gehen, hier allerdings bekommt man das wie gesagt auch am Buffet im Garden Café.

Der Rest des noch übrigen Vormittags war recht unspektakulär. Die Jungs bewegten sich zwischen Sportdeck, Mini-Golf und Tischtennis auf den oberen Decks hin und her und Pascal drehte schon mal unseren Norwegian Getaway Speed-Rundgang. Ich nutzte die Zeit im leeren Restaurant und machte mich mit dem Laptop breit um zum einen den Reisebericht der letzten Tage zu aktualisieren und noch das ein oder andere Video zu schneiden.

Mittagessen im Garden Café

Da vergeht dann schon einiges an Zeit und schon war es wieder Mittag und das Buffet entsprechend eröffnet. Eines muss ich an dieser Stelle jetzt echt mal loswerden, wir essen ja generell auf Kreuzfahrten gerne und viel, das ist nichts neues, aber hier fällt es einem wirklich extrem schwer mal eine Mahlzeit ausfallen zu lassen, denn das Essen ist wirklich verdammt gut. Ok, wer jetzt so seine Probleme mit amerikanischem Essen hat, der wird vielleicht im ersten Moment so seine Probleme haben, aber es ist nicht so, dass es hier nur amerikanisches Essen gibt.

Mal abgesehen von den Hauptrestaurant und Spezialitäten-Restaurants an Bord bietet auch das Buffet immer eine große Auswahl an internationaler Küche. So findet man hier auch Schnitzel, Pasta, Pizza, asiatische Küche, diverse Salate, belegte Brötchen, Sandwiches, Wraps und vieles vieles mehr. Wer da nichts findet, der scheint irgendetwas falsch zu machen.

Mittagessen im Gardens Café Mittagessen im Gardens Café

Bei den Kids sehr beliebt ist zum Beispiel auch die Softeismaschine, ok ich gebe zu, nicht nur bei den Kids. Um ehrlich zu sein, bin ich zwischenzeitlich echt schon sehr besorgt, dass wir am Ende der 10-tägigen Kreuzfahrt eventuell 3-4 kg mehr auf die Waage bringen.

Softeis im Gardens Café Softeis im Gardens Café

Aktiver Nachmittag auf den Sportdecks

Der Nachmittag wurde dann wieder etwas aktiver. Die Kids, die vom Klettergarten gar nicht mehr genug bekommen können, drehten auch heute am Nachmittag hier ihre Runden. Ich glaube sie gehören mittlerweile zu den Passagieren an Bord, die während dieser Reise die höchste Aufenthaltsdauer im Kletterpark haben.

In der Zwischenzeit nutzen wir die Gelegenheit die Rutschen der Norwegian Getaway auf Herz und Nieren zu prüfen. Also besser gesagt, ich prüfte sie und Pascal schaute dabei zu wie ich mir bei 14°C und einer kühlen Brise einen abfrohr und hielt natürlich fleißig die Kamera.

Fünf Rutschen sind es an der Zahl: eine lila Rutsche für Anfänger, um es mal böse zu sagen, orange und rot für Fortgeschrittene und dann natürlich noch blau und grün für lebensmüde Profis – die Rede ist von den Freefall-Rutschen. So ein klein wenig wahnsinnig muss man da schon sein, aber zurückblickend muss ich schon zugeben, dass die wahnsinnig viel Spaß machen.

Norwegian Getaway: Rutschentest

 

Abendessen im Garden Café

Nachdem der Nachmittag dann auch wie im Flug verging entschieden wir uns für ein frühes Abendessen im Garden Café, wo heute eine Italian Night stattfand. Eigentlich sollte das nicht nur ein frühes sondern vor allem auch ein kleines Abendessen werden, aber bei der angebotenen Auswahl, fiel das mal wieder sehr schwer, so dass es doch wieder mehr wurde, als ursprünglich geplant.

Die Kids wollten dann erst mal auf die Kabine, sie waren ziemlich kaputt und müde, so dass die den Fernseher dem Abendprogramm vorzogen. Eigentlich hatten wir der Kinder wegen geplant heute ins Theater zu gehen, da dort heute die Show „Daniel Craven: Illusionen“ stattfand. Hierbei handelt es sich um eine Magie-Show mit einer Mischung aus dramatischen und bezaubernden Illusionen. Da die Kinder nun aber keine Lust mehr hatten und das jetzt nicht unbedingt das Thema ist, das wir uns gerne anschauen würden, entschieden Pascal und ich uns erneut für einen Abend in der Sugarcane Mojito Bar.

Zweites Abendessen im O’Sheehan’s

Als wir zurück in die Kabine kamen und eigentlich schlafende Kinder erwarteten, eröffneten die beiden uns, dass sie nun doch nochmal Hunger bekommen hätten und gerne nochmal ins O’Sheehans möchten. Na zum Glück ist das O’Sheehan’s das 24/7 Restaurant und hat immer geöffnet, so dass wir dann tatsächlich noch ein zweites Abendessen im Pub zu uns nahmen. Ich glaube dass ich meine Befürchtung von 3-4 Kilo mehr, auf dieser Reise auf 5-6 Kilo korrigieren muss, wenn das so weiter geht.

Morgen werden wir in Tallinn sein, wo wir dann auch wieder an Land gehen werden, vorausgesetzt, das Wetter lässt es zu, denn die Wettervorhersagen für die nächsten Tage sind nicht gerade vielversprechend.

 

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway – St. Peterburg 2 (Tag 5)

 


Dienstag, 27. Juni 2017 – Tallinn, Estland

Ankunft: 07:00 Uhr / NEU 07:30 Uhr
Abfahrt: 16:00 / NEU 16:30 Uhr
Liegeplatz: Alter Hafen Tallinn

Sonnenaufgang: ca. 04:05 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:45 Uhr
Wettervorhersage: 15°C, bewölkt

Tallinn ist die Hauptstadt von Estland und entzückt seine Kreuzfahrtgäste mit einer Mischung aus mittelalterlichen Häusern, modernen Boutiquen und Café-Kultur. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen der Kadriorg Palace, der Schwanensee, das Russalka Monument, das Toompea Castle, die Nevsky Cathedral und die Song Festival Grounds.

All diese Sehenswürdigkeiten sind mit der Red Line des Hop On – Hop Off Busses von CitySightseeing Tallinn zu erreichen. Diese Linie ist vom Zeitaufwand her besonders geeignet für Kreuzfahrtgäste. Man kann den Hop On – Hop Off Bus direkt über die Norwegian Getaway als Landausflug buchen zum Preis von 24$ pro Person, Kinder kosten 18$.

Außerhalb vom Terminal hat man aber auch die Möglichkeit direkt beim Busunternehmen die Tickets zu kaufen zum Preis von 20,00 Euro pro Person, Kinder zwischen 7 und 17 Jahre bezahlen hier 10,00 Euro, Kinder unter 7 Jahre sind kostenfrei. Familien haben hier sogar die Möglichkeit ein Familienticket für 50,00 Euro zu kaufen, hier sind zwei Erwachsene und bis zu 3 Kinder inklusive.

Wir haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnen kann nicht direkt am Hafen ein Ticket zu kaufen, sondern zunächst in die Stadt zu laufen. Hier werden nicht selten die letzten Tickets für den Bus nochmals reduziert verkauft.

Individueller Landausflug Tallinn

Nach dem Frühstück haben wir uns direkt auf den Weg gemacht Tallinn individuell zu erkunden. Vor zwei Jahren waren wir bereits schon mal mit der MSC Sinfonia in Tallinn und haben damals die Stadt mit dem Hop On – Hop Off Bus erkundet. Um Tallinn nochmal von einer anderen Seite kennen zu lernen, wollten wir heute die Hauptstadt Estlands zu Fuß erkunden.

Auf dem Weg vom Hafen in die Stadt, ca. 5 Gehminuten von der Anlegestelle der Norwegian Getaway entfernt, befinden sich einige Shoppingmalls, die auf den ersten Blick sehr einladend wirken dort shoppen zu gehen. Nachdem wir eine Runde durch eine Mall drehten entschieden wir uns allerdings dazu dort lieber kein Geld auszugeben. Unzählige gefälschte Markenartikel, Verkäufer die sehr gereizt und aggressiv auf Kameras reagieren und jede Menge „rechtes Gut“ das man hier käuflich erwerben kann.

Also gingen wir erst einmal weiter in Richtung Altstadt, die vom alten Hafen ca. 15 Gehminuten entfernt ist. Unterwegs kamen wir dann noch an einer Segwaystation vorbei, die man für 30,00 Euro pro Stunde mieten kann, Kinder können hier ab 40 kg ebenfalls mit fahren.

Auch gibt es die Möglichkeit von Sixt Fahräder zu leihen und die Stadt mit dem Rad zu erkunden. Ein Tagesticket kostet hier 10,00 Euro pro Rad. Kinderfahrräder stehen leider keine zur Verfügung.

In der Altstadt angekommen befindet sich am Eingang der Fat Margaret Tower, den man in Kombination mit dem Maritime Museum auch besichtigen kann. Wir haben für 4 Personen 12,00 Euro für ein Familienticket bezahlt. Einzeln hätte ein Erwachsener 6,00 Euro gekostet und Kinder 3,00 Euro.

In dem Museum gibt es einiges über die Seefahrt zu entdecken und ist vor allem aber nicht nur für Kinder sehr sehenswert.

Besonders schön ist der Aufstieg nach oben auf den Tower wo man einen schönen Blick über Tallinn hat und natürlich auch auf den Hafen und die dort befindlichen Kreuzfahrtschiffe.

Außerdem befindet sich hier eine gemütliche Lounge und eine Kaffeebar, so dass man sich hier oben durchaus eine Weile aufhalten kann.

Anschließen sind wir noch ein klein wenig durch die Altstadt spaziert, die wirklich sehr sehenswert ist. Einige Restaurants und Cafés laden hier zum Verweilen ein. Da es allerdings nach einer guten Stunde zu regnen anfing und wir keine so große Lust hatten im schlimmsten Fall klitschnass wieder am Schiff anzukommen, drehten wir langsam um und machten uns auf den Rückweg zum Schiff, das hier friedlich mit der Arcadia von P&O Cruises im Hafen lag.

Am Hafen selbst kann man übrigens auf einem kleinen Markt noch diverse Souvenirs und Andenken an Tallinn kaufen.

Zurück an Bord der Norwegian Getaway

Zurück an Bord stärkten wir uns erst einmal mit einem kleinen Snack im Buffetrestaurant bevor sich die Norwegian Getaway dann auch schon wieder auf den Weg in Richtung Stockholm machte. Ursprünglich sollten wir eigentlich um 16:00 Uhr weiter fahren, da wir aber auf Grund von nicht ganz optimalen Wetterbedingungen am Morgen eine halbe Stunde verspätet ankamen, fuhren wir auch am Nachmittag eine halbe Stunde später erst weiter.

Da das Wetter auch am späten Nachmittag noch sehr windig und verregnet war und dementsprechend die ganzen Attraktion wie der Kletterpark und auch die Rutschen nicht geöffnet hatten entschieden wir uns dazu ein kleines Mittagsschläfchen zu halten. Auch das muss mal sein…

Abendessen im Cagney’s Steakhouse

Spontan hatten wir die Idee an diesem Abend im Cagney’s Steakhouse zu essen. Hier ist es erforderlich vorab einen Tisch zu reservieren. Das kann man auf Deck 6 an der Rezeption, hier gibt es einen gesonderten Schalter um Tischreservierungen vorzunehmen. Außerdem kann man bei den Restaurants selbst einen Tisch reservieren, oder aber auch über die digitalen Monitore die sich auf dem Schiff befinden, sowie über den Fernseher auf der Kabine.

Da wir wie gesagt spontan die Idee hatten, haben wir vorab keinen Tisch reserviert. Dennoch hatten wir Glück und bekamen trotz unserer Spontanität trotzdem einen Tisch.

Das Cagney’s Steakhouse ist einer der Spezialitäten Restaurants an Bord der Norwegian Getaway und ist entsprechend nicht im Reisepreis inklusive. Das Essen wird a la carte serviert und auch berechnet. Kinder können ihre Speisen aus einer spezielle Menükarte für Kinder wählen und werden dann nicht separat berechnet. Das Kidsmenü dient gleichzeitig auch als Zeitvertreib, hier können die Kinder einige Rätsel lösen und natürlich auch malen.

Wir entschieden uns für eine Hummersuppe als Vorspeise und jeweils für ein Filet Mignon mit diversen Beilagen. Am Ende zahlten wir für den Abend im Cagney’s Steakhouse 45$ zuzüglich 18% Servicecharge.

Das Essen, vor allem die Steaks waren von sehr hoher Qualität und zudem noch extrem lecker.

Anschließend gingen wir noch eine Runde Billard im O’Sheehan’s spielen bevor der Abend dann auch schon bald ein Ende fand.

An Bord gab es noch einiges an Abendunterhaltung, wie zum Beispiel die Broadwayshow „Million Dollar Quartet“, Deal or no Deal, sowie einige weitere Veranstaltungen.

Morgen werden wir in Stockholm sein, wo auch wieder vielversprechenderes Wetter gemeldet ist.

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway in Tallinn

 


Mittwoch, 28. Juni 2017 – Stockholm, Schweden

Ankunft: 08:00 Uhr
Abfahrt: 16:00 Uhr
Liegeplatz: Stadsgarden 167

Sonnenaufgang: ca. 03:31 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:07 Uhr
Wettervorhersage: 18°C, meist sonnig

Stockholm ist nicht nur die Hauptstadt Schwedens sondern wird auch gerne als das „Venedig des Nordens“ bezeichnet. Und das nicht unbegründet, denn es besticht durch wunderschöne Gebäude, exquisite Architektur, zahlreiche Parks und offene Gewässer.

Stockholm erstreckt sich über insgesamt 17 Inseln und wurde 1252 von Birger Jarl, einem schwedischen Staatsmann, gegründet. Verbunden durch ein Netz aus Wasserstraßen und aufgereihten Brücken zwischen einem Süßwassersee und dem Meer, kann Stockholm zu Fuß oder mit einer Fahrt über den Wasserweg sehr einfach erkundet werden.

Doch nicht nur Stockholm selbst besteht aus einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, schon die Fahrt durch den Schärengarten ist eine Sehenswürdigkeit an sich und eine der schönsten Passagen weltweit, die mit einem Kreuzfahrtschiff befahren werden kann.

Neben der Möglichkeit Stockholm mit einem organisierten Landausflug zu erkunden, ist es auch möglich die Erkundungen auf eigene Faust durchzuführen, beispielsweise mit einem Hop On – Hop Off Bus.

In Stockholm stehen hier die Busse von Red Buses zur Verfügung. Ein 24 Stunden Ticket mit dem Bus kostet 300 Schwedische Kronen pro Person, was umgerechnet 30,00 Euro entspricht, Kinder bis einschließlich 12 Jahre sind kostenfrei, sofern sie von einem zahlenden Erwachsenen begleitet werden. Die Hop On – Hop Off Busse gibt es in Stockholm auch als Boote, ein 24 Stunden Ticket für die Boote kostet 200 Kronen (20,00 Euro). Ein Kombiticket für Bus und Boot liegt bei 400 Kronen (40,00 Euro), die Beträge können im Übrigen in Euro bezahlt werden.

Individueller Landausflug Stockholm

Pünktlich um 08:00 am Morgen legten wir mit der Norwegian Getaway in Stockholm an. Die Fahrt durch die Schärengärten, die bereits in den frühen Morgenstunden begann, haben wir natürlich verschlafen, was aber grundsätzlich nicht so schlimm ist, da wir ja heute Nachmittag dort erneut hindurch fahren werden. Als wir dann endlich auch aus unserem Dornröschenschlaf erwacht sind stellten wir zu unserer Überraschung fest, dass wir nicht wie gewöhnlich in dem wunderschön abgelegenen Industriehafen von Stockholm anlegten, sondern am Stadsgarden, der quasi mitten in der Stadt liegt. Tagesprogramm lesen lohnt sich, denn dann hätten wir das bereits gestern Abend gewusst.

Nach einem fixen Frühstück im Garden Café gönnten wir uns noch schnell einen leckeren alkoholfreien Erdbeerdaiquiri an der Poolbar bevor es dann bei strahlendem Sonnenschein auch für uns nach Stockholm ging.

Da wir wie gesagt quasi mitten in der Stadt lagen, war schnell klar, dass wir Stockholm zu Fuß erkunden werden. Laut Ausschilderung ist das Stadtzentrum von der Anlegestelle 2,6 Kilometer entfernt und vor allem ist es gut ausgeschildert, so dass man sich nur schwer verlaufen kann.

Nach etlichen Baustellen, um nicht zu sagen einer Riesenbaustelle, vorbei am Museum of Photography und ca. einer halben Stunde Fußmarsch erreichten wir die Altstatt von Stockholm und schlenderten den Strömkajen entlang bis zum Royal Palace. Weiter Richtung Innenstadt, wo sich auch das Royal Opera House befindet, schlenderten wir weiter am Wasser entlang und erreichten nach ein paar Brücken die Insel Skeppsholmen, wo einige Vorbereitungen für ein Festival stattfanden.

Vom Kastellholmskajen aus hatten wir einen tollen Blick zum anderen Ufer, zur Norwegian Getaway sowie zum Tivoli Gröna Lund, der sich auf Djurgarden Island befindet. Hier befinden sich außerdem weitere interessante Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das Biological Museum, das ABBA Museum, das Aquarium und auch das Vasa Museum.

Djurgarden Island erreicht man am besten mit den Hop On – Hop Off Bussen und Booten oder aber mit einem Fährschiff, das vom Skeppsbron aus fährt. Zu Fuß ist Djurgarden Island zwar auch erreichbar, man ist dann aber schon eine Weile unterwegs, so dass uns die Zeit dafür leider nicht ausreichte, da wir um 15:30 Uhr schon wieder zurück an Bord sein mussten.

Bei noch immer strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen machten wir uns vom Kastellholmkajen zurück auf den Weg zur Norwegian Getaway, was auch in etwa eine Stunde in Anspruch nimmt.

Zurück an Bord

Wieder auf der Norwegian Getaway angekommen nutzten wir das tolle Wetter aus und genossen ein wenig Zeit im Pool und auf den Rutschen. Es war übrigens während unserer Ostsee Kreuzfahrt was das Wetter betrifft der schönste Tag unserer Reise – der einzige wo man das Gefühl bekam, dass Sommerferien sind und nicht etwa Herbstferien.

Fahrt durch die Schärengärten

Pünktlich um 16:00 Uhr hörten wir dann auch schon das Schiffshorn und Norwegian Getaway verließ Stockholm um sich auf in Richtung Kopenhagen zu machen. Doch vorher wartete eine unvergessliche und beeindruckende Fahrt durch die Schärengärten auf uns. Es ist denke ich nicht zu viel versprochen wenn man behauptet dass die Fahrt durch die Schären mit zu den schönsten Passagen der Welt gehört, die man mit einem Kreuzfahrtschiff bereisen kann.

So genossen wir einige Stunden in völliger Ruhe und mit einem traumhaften Ausblick von unserem Balkon bevor wir dann zum Abendessen mal wieder ins O’Sheehan’s gingen. Hier lief parallel im Atrium eine kleine ABBA Show, passend zu Schweden natürlich – sehr unterhaltsam.

Broadway Show „Million Dollar Quartet“

Am Abend schafften wir es dann auch zum ersten Mal während der Reise in Theater. Hier fand heute Abend die Broadway Show „Million Dollar Quartet“ statt. Um das Theater zu besuchen ist vorab eine Reservierung nötig, die Show ist mit einer Zeit von 90 Minuten angesetzt.

Million Dollar Quartet ist das neue smash-hit Broadway Musical inspiriert von den Tonaufnahmen der Legenden wie Elvis Presley, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins. Million Dollar Quartet bringt diese legendäre Nacht zum Leben. Sie präsentieren die Hits wie „Blue Suede Shoes“, „That’s All Right“, „Great Balls of Fire“, „Walk the Line“, „Whole Lotta Shakin Goin On“, „Hound Dog“ und viele mehr.

Foto-/ und Filmaufnahmen sind im Theater strengstens verboten, so dass wir euch hiervon leider keine Bilder mitbringen konnten.

Morgen erwartet uns wieder ein Seetag auf dem Weg nach Kopenhagen, wo bis auf die Anzahl von ca. 150 deutschen Gästen, die Kreuzfahrt für den Großteil der Passagiere an Bord endet. Das Wetter soll morgen wieder schlechter werden, wir sind gespannt und genießen die letzten Sonnenstrahlen bei einem traumhaften Sonnenuntergang.

 

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway in Stockholm

 


Donnerstag, 29. Juni 2017 – Seetag auf dem Weg nach Kopenhagen

Sonnenaufgang: ca. 03:56 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 21:56 Uhr
Wettervorhersage: 13°C, sonnig

Seetage eignen sich ja immer besonders gut um sich von anstrengenden Landausflügen zu erholen, die Füße einfach mal hochzulegen und nichts zu tun. Andere wiederum arbeiten das Bordprogramm von oben bis unten ab, so dass ja keine Langeweile aufkommen kann. Oft ist das Bordprogramm aber so vielseitig und voll von tollen Angeboten und Veranstaltungen, dass man gar nicht mehr weiß, wo man anfangen soll und was man davon tatsächlich alles schaffen kann.

An Bord der Norwegian Getaway wird dem Gast hier beim Setzen der Prioritäten etwas nachgeholfen, denn hier gibt es gleich auf der ersten Seite des „Freestyle Daily“ eine Auflistung von Dingen die man nicht verpassen darf.

Die „Must-Do’s“ müssen Sie unbedingt erleben:

• „Genießen Sie ein Getränk“ beim Wine Lovers Musical (3-Gang Menü, 6 Gläser Wein)
• Machen Sie ein Selfie mit Ihrem Kreuzfahrtdirektor Andre
• Probieren Sie die Trüffel-Pommes im Cagney’s (Sie werden es nicht bereuen) ✔︎
• Teilen Sie (oder auch nicht) einen Cupcake im The Bake Shop ✔︎
• Planen Sie Ihre Zukunftsträume für die nächste Kreuzfahrt mit unserem Vortrag für hervorragende Schiffe und Destinationen um 15:00 Uhr
• Gewinnen Sie eine Kreuzfahrt im heutigen Bingo Spiel
• Küssen Sie wie ein Eskimo in der Ice Bar ✔︎
• Lassen Sie sich von Cirque Dreams & Steam verzaubern
• Kaufen Sie an Bord Zoll- und Steuerfrei ein ✔︎

Das sind ja in der Tat eine ganze Menge Dinge, die man an so einem Seetag unbedingt erledigen soll. Ich gebe zu, wir kommen nicht mal auf alle Punkte, wenn wir die komplette Reise nehmen. Aber ein paar der Dinge haben wir natürlich schon erlebt, eine bzw. zwei davon sogar am heutigen Seetag.

Svedka Ice Bar

Nachdem wir erst einmal ausgeschlafen und ein ausgiebiges Frühstück im Garden Café genossen haben, hatten wir für 12:00 Uhr eine Anmeldung in der Svedka Ice Bar. Diese hat in der Regel täglich von 17:00 bis 00:00 Uhr geöffnet, ein Besuch dort kostet 19,90$ bei denen zwei Getränke in der Ice Bar bereits enthalten sind.

Für uns und ein paar weitere Gäste an Bord wurde diese heute aber für einen kurzen Besuch am Mittag geöffnet, so dass wir uns diese einmal anschauen konnten.

Bevor es in die Ice Bar selbst geht, bekommt man erst einmal einen gefütterten Poncho zum überziehen sowie ein Paar Handschuhe – diese Dingen machen auch wirklich Sinn, denn die Ice Bar heißt nicht nur so, sondern ist tatsächlich aus Eis. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als der ein oder andere dort in kurzen Hosen und Flip Flops aufschlug.

Die Ice Bar ist schon ein wirkliches Highlight, selbst die Getränke werden dort in einer Eistüte serviert, Vorsicht ist geboten, dass man beim Trinken nicht am eigenen Glas festfriert.

Nach einem Drink und diversen Fotoshootings auf dem Eisthron, war unser Erlebnis dann auch schon wieder zu Ende. Etwas durchgefroren wollten wir uns nun erst einmal aufwärmen.

Cupcakes im The Bake Shop

Wie kann man sich wohl besser aufwärmen als mit einer schönen heißen Tasse Kaffee? Genau, wenn man zu diesem Kaffee dann noch einen Cupcake isst.

Im Bake Shop der Atrium Bar auf Deck 6 bekommt man gleich beides. Die großen Cupcakes kosten 2,50$, die etwas kleineren lediglich 1,50$ – da kann man nicht meckern. Eine Café Latte bekommt man schon für 2,95$ und man darf nicht vergessen, dass zu all dem natürlich noch 18% Servicecharge hinzu kommen.

Kaffee an den Bars ist im Premium-All-Inclusive nicht enthalten, lediglich in den Restaurants nach dem Essen. Entsprechend mussten wir wenn wir Kaffee tranken dafür auch immer unterschreiben. Merkwürdigerweise wurden diese unserem Bordkonto allerdings nicht belastet, was uns schon verwunderte, eine Erklärung haben wir dafür aber auch nicht.

Aktion im Kletterpark und auf dem Bounce-Bunjeetrampolin

Den Nachmittag verbrachten wir dann wie so oft im Klettergarten und beim Minigolf und was die Kids neu für sich entdeckt haben, den Slide Spider Mountain und das Bounce-Bunjeetrampolin.

Der Slide Spider Mountain ist ein Kletterturm für Kinder, der oben an einer Rutsche endet, die dann die Kids wieder nach unten befördert. Bevor man den Turm betreten darf, müssen die Kids erst einmal auf die Waage, denn ein Körpergewicht von 54kg darf hier nicht überschritten werden.

Das Bounce-Bunjeetrampolin ist wie der Name schon verrät ein Trampolin. Hier werden die Kids allerdings an einem Gestell mit Bungeeseilen befestigt, so dass sie hier unheimlich hoch springen und auch Saltos drehen können. Auch hier gibt es bezüglich der Sicherheit Vorgaben, so müssen die Kids mindestens 106cm groß sein und dürfen maximal 36kg wiegen. Erfüllt man diese Bedingungen, so haben die Kids hier wahnsinnigen Spaß. So jedenfalls unsere, die hier ganze Stunden verbracht haben.

Zum Abendessen wollten wir heute eigentlich wieder ins O’Sheehan’s um hier dann auch das Fußballspiel der Deutschen im Confed-Cup anzuschauen. Leider kamen auf die Idee scheinbar noch mehr Passagiere, denn heute war es hier gerappelt voll, so dass wir hier auf die Schnelle keinen Platz mehr bekommen haben. Somit ging es nur zu einem schnellen Snack ins Garden Café, was ja auch vollkommen ausreichend ist, denn schließlich hat man die letzten Tage so viel hier an Bord gegessen, so dass man eigentlich schon mal damit anfangen kann wieder etwas langsamer zu machen. Das Fußballspiel schauten wir uns dann in Ruhe auf der Kabine an.

Passieren der Belt Brücke

Am Abend erwartete uns dann noch ein kleines Highlight während unserer Fahrt in Richtung Kopenhagen.

Gegen 22:00 Uhr fuhren wir nämlich unter der großen Belt Brücke durch. Die 18km lange Brücke führt wie der Name schon verrät über den großen Belt (Storebaelt) und verbindet Ost- und Westdänemark miteinander.

Norwegian Getaway passiert Große Belt Brücke in Dänemark Norwegian Getaway passiert Große Belt Brücke in Dänemark

Wir waren zu diesem Anlass natürlich auf dem Oberdeck und ich muss schon sagen, dass sah von hier ziemlich eng aus, einen Moment lang dachte ich wirklich dass wir da hängen bleiben. Aber es war ja nicht das erste Mal dass ein Kreuzfahrtschiff dieser Größe darunter durchfuhr und somit wusste der Kapitän natürlich was er da tut.

Kurz vorher kam uns noch die Costa Favolosa entgegen und fuhr relativ dicht an uns vorbei – da jagte tatsächlich ein Highlight das nächste, so dass wir nun glücklich und zufrieden schlafen gehen können.

Morgen werden wir in Kopenhagen sein. Dies ist dann schon der letzte Tag unserer Ostsee Kreuzfahrt mit der Norwegian Getaway und leider ist die Wettervorhersage alles andere als vielversprechend.

Kreuzfahrt Vlog – Norwegian Getaway: Seetag nach Kopenhagen

 


Freitag, 30. Juni 2017 – Kopenhagen, Dänemark

Ankunft: 07:00 Uhr
Abfahrt: 17:00 Uhr
Liegeplatz: Oceankaj, Terminal 1 und 2

Sonnenaufgang: ca. 04:29 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 21:56 uhr
Wettervorhersage: 17°C, teils bewölkt

Kopenhagen ist die Hauptstadt von Dänemark und bekannt für seine Kanäle, die gepflasterten Plätze und seine Kupfer-Türme. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören neben Nyhavn, dem alten Hafen von Kopenhagen, dem Tivolipark für Familien, vor allem die Skulptur „Kleine Meerjungfrau“, inspiriert durch die Märchen von Hans Christian Andersens.

Kopenhagen ist für die Ostsee Kreuzfahrt der Norwegian Getaway der hauptsächliche Ein- und Ausschiffungshafen, nicht etwa Warnemünde. Gäste die in Kopenhagen von Bord gehen möchten, werden dazu angehalten einen Aufkleber mit sich zu führen, auf dem vermerkt ist, dass man ein „In Transit Guest“ ist und sich „Still On Vacation“ befindet. Dies ist wohl zum einen für die Behörden an Land notwendig und zum anderen auch für das Personal an Bord, damit jeder bescheid weiß, dass man sich weiterhin an Bord aufhalten darf.

Da die Wettervorhersage für das was uns dann tatsächlich hier in Kopenhagen erwartete noch sehr freundlich war, entschieden wir uns auch in diesem Hafen hier an Bord zu bleiben.

Es regnete teilweise in Strömen und die Anlegestelle der Norwegian Getaway lag in etwa 7-8km außerhalb der Stadt. Zwar wurde ein Shuttle zum Preis von 15$ pro Person ins Stadtzentrum angeboten, aber 60$ für uns vier, dass wir in Kopenhagen im Regen umher laufen würden, wo wir alle die Stadt bereits kennen, das war es uns dann doch nicht wert.

Klar man hätte auch öffentliche Verkehrsmittel nutzen können und wäre somit weitaus günstiger ins Stadtzentrum gekommen, aber am Wetter hätte das ja nun auch nichts geändert.

 

Unser Tag an Bord

Wir versuchten also die Zeit an Bord so sinnvoll wie nötig zu nutzen und somit drehte ich auf dem vollkommen leeren Schiff zunächst einmal unseren großen Norwegian Getaway Rundgang für Youtube. Jedenfalls war das so der Plan. Tatsächlich musste ich das Ganze aber auf zwei Etappen aufteilen, wegen des starken Regens konnte ich nämlich am Vormittag zunächst einmal nur die Innenbereiche auf den Decks 6-8 abfilmen.

Da das Wetter aber nicht den Anschein machte, dass es heute nochmal besser werden würde, machte ich mich dann am frühen Nachmittag auf den Weg auch den Rest zu filmen. Das Ergebnis war nun ein Rundgang im Regen und anschließend eine klitschnasse Melanie.

Der Rest des Tages fühlte sich dann irgendwie so ein bisschen an wie Zeit absitzen bis es morgen von Bord gehen würde. Das hört sich allerdings viel negativer an als es war, denn es war nicht so, dass wir nun an unserem letzten Tag keinen Spaß mehr hatten.

Es war nur so, dass eben die ganzen Attraktionen wie die Rutschen, der Klettergarten und Co wegen dem schlechten Wetter geschlossen waren und so blieb einem halt nicht besonders viel neben den Möglichkeiten hier einen Kakao oder Kaffee zu trinken, dort einen Erdbeerdaiquiri zu genießen und einfach mal nichts zu tun.

Am Abend lernten wir dann noch einen alleinreisenden Mitreisenden aus Deutschland kennen, der ebenfalls morgen in Warnemünde von Bord ging und der spielte doch tatsächlich mit unserem Leon eine ausgiebige Runde Schach. Das freute Leon natürlich riesig, da Pascal und ich von Schach leider keinen blassen Schimmer haben.

 

Nachdem wir dann recht spät im Garden Café noch eine Kleinigkeit zu Abend aßen machten wir uns dann auch schon auf den Weg zur Kabine um unsere Koffer zu packen.

Dort erwartete uns nach kurzer Zeit dann auch schon ein weiteres Highlight, ziemlich dicht fuhren wir nämlich hier an der MSC Fantasia vorbei, die gerade auf dem Weg in Richtung Kiel war.

Es ist schon echt erstaunlich wie viel hier auf der Ostsee los ist und wie vielen Schiffen wir während dieser Reise begegnet sind, sowohl in Häfen als auch auf dem offenen Meer. Wir beide können uns an keine weitere Kreuzfahrt bisher erinnern, während der wir auch nur ansatzweise so vielen anderen Kreuzfahrtschiffen begegnet wären wie auf dieser.

Wie auf jeder anderen Kreuzfahrt auch, hat man natürlich auch hier an Bord der Norwegian Getaway in Warnemünde die Möglichkeit, dass die Koffer von der Crew an Land gebracht werden. Hierzu müssen diese bis spätestens 22:00 Uhr gepackt und mit einem Kofferanhänger versehen vor der Kabinentür stehen.

Das schafften wir zeitlich nicht mehr ganz, was aber auch nicht schlimm war, da wir sowieso vorhatten, die Koffer selbst mit von Bord zu nehmen, da man auf diese Weise meist schon etwas früher von Bord kann, als wenn man noch auf die Koffer warten muss.

Wir gehören tatsächlich zu den Menschen, die am Abreisetag gerne zeitig das Schiff verlassen. Für uns ist es nicht nachvollziehbar, wie viele Passagiere die Abreise so weit wie möglich rauszögern, aber jedem das seine.

Morgen werden wir dann wie gesagt wieder in Waremünde ankommen und unsere 10-tägige Ostsee Kreuzfahrt mit der Norwegian Getaway wird dort zu Ende gehen.


Samstag, 01. Juli 2017 – Warnemünde, Deutschland – Abreise

Scheinbar pünktlich legten wir heute Morgen am Cruise Center in Warnemünde an, denn als unser Wecker um 08:00 Uhr klingelte lagen wir bereits an der Pier. Kurze Zeit später hieß es dann auch schon über die Lautsprecher, dass die Norwegian Getaway von den Behörde zum Landgang frei gegeben wurde.

Das war es also nun, das Ende unserer 10-tägigen Ostsee Kreuzfahrt mit der Norwegian Getaway. Doch vorher wollten wir noch ein letztes Frühstück im Garden Cafe zu uns nehmen, bevor wir dann die Norwegian Getaway endgültig verlassen würden.

Norwegian Getaway und AIDAsol in Warnemünde Norwegian Getaway und AIDAsol in Warnemünde

Ausschiffung

Wer keine Kreditkarte hat einlesen lassen und noch offene Posten auf der Bordrechnung hat, der hatte heute noch von 06:00 bis 09:00 Uhr die Möglichkeit diese am Guest Service Schalter auf Deck 6 im Atrium zu begleichen. Allerdings sollte man beachten, dass man an diesem Morgen nicht mehr die Möglichkeit hat, das Konto mit einer Fremdwährung zu begleichen, wozu hier an Bord der Norwegian Getaway auch der Euro zählt. Sprich, wer sein Bordkonto nicht in Dollar begleichen kann und nur Euro zur Verfügung hat, der müsste einen Abend vorher den Onboard Credit Desk aufsuchen, wo man nämlich Euro auf sein Bordkonto einzahlen kann, die dann automatisch in Dollar gewechselt werden.

Was die Abreise betrifft hat man zwei Möglichkeiten, entweder man wählt die Self-Assist Ausschiffung, hierfür benötigt man dann keine Kofferanhänger und man muss die Koffer selbst on Bord tragen. Ist man dazu nicht in der Lage, weil die Koffer zu schwer oder unhandlich sind, dann kann man diese Art der Ausschiffung nicht wählen. Ebenfalls sind Menschen mit Einschränkungen, die zum Beispiel an einen Rollstuhl angewiesen sind, von der Self-Service Ausschiffung ausgeschlossen.

Alle anderen Passagiere können natürlich ihre Koffer von Bord bringen lassen. Dafür müssen die hellblauen Kofferanhänger an den fertig gepackten Koffern am Vorabend angebracht werden und diese dann bis spätestens 22:00 Uhr vor die Kabinentür gestellt werden. Die Passagiere müssen dann am Abreisemorgen auf die Lautsprecherdurchsagen achten, wann die Ausschiffung für sie frei gegeben wird, da zunächst sicher gestellt sein muss, dass die entsprechenden Koffer auch im Terminal sind, bevor die Gäste das Schiff verlassen.

Parkservice Parken & Meer

Wir wählten die Self-Assist Ausschiffung und verließen gegen 09:00 Uhr das Schiff. Vor dem Terminal warteten am vereinbarten Treffpunkt auch schon Mitarbeiter von Parken & Meer auf uns, wo wir ja für die letzten 10 Tage unser Auto abgestellt haben.

Parken & Meer in Warnemünde Parken & Meer in Warnemünde

Da der erste Bus schon voll war mussten wir kurze Zeit auf den nächsten warten. Da es regnete, wie auch schon gestern, stellten wir uns kurz beim Terminal unter, allerdings dauerte es keine 5 Minuten bis dann auch schon der nächste Bus kam, in den wir dann einsteigen konnten. Das Gepäck wurde in einem separaten Fahrzeug mit Anhänger verstaut und kam nach ca. 10 Minuten Fahrzeit gleichzeitig mit uns auf dem Parkgelände von Parken & Meer an.

Dies konnten wir dort also direkt entgegen nehmen und mussten es nun nur noch zu unserem Auto bringen, in dem der Schlüssel auch schon steckte. Bei der Ausfahrt wurde dann nur noch kurz kontrolliert ob der Parkplatz auch bezahlt wurde und schon ging es los in Richtung Heimat, wo nun zwei volle Koffer mit Dreckwäsche auf uns warteten…

Kreuzfahrt Vlog – Norwegian Getaway: Kopenhagen an Bord und Abreise un Warnemünde

 


Unser Fazit

Was soll ich nun sagen, unsere 10-tägige Norwegian Getaway Ostsee Kreuzfahrt ist vorbei und wir sind wieder gut zu Hause angekommen. Das einzige wirkliche Manko an Bord war ganz klar das Wetter, aber dafür kann niemand etwas. Von 10 Tagen hatten wir nur einen Tag wirklich gutes Wetter und das war in Stockholm. Alle anderen Tage waren eher durchwachsen und durchkreuzten teilweise doch schon stark unsere Tagesplanungen.

Doch nun ein paar Worte zum Schiff selbst und auch zur Route…

Die Route

Eine Ostsee Kreuzfahrt ist schon ein absolutes Highlight und sollte jeder mal gemacht haben. Dass wir mit dieser Einstellung nicht alleine dastehen, zeigt schon allein die Tatsache, dass auf der Ostsee ordentlich was los war und wir so vielen Schiffen unterwegs begegnet sind, wie noch nie zuvor auf einer Kreuzfahrt. Und wie ihr wisst, haben wir schon die ein oder andere Kreuzfahrt hinter uns. Getopt werden kann dies wahrscheinlich lediglich in der Karibik, doch dazu mehr im Herbst diesen Jahres.

Die Vorteile an einer Ostsee Kreuzfahrt für uns Deutsche liegt natürlich ganz klar darin, dass die Abfahrt hier ab Deutschland möglich ist und lebt man wie wir zusätzlich hier in Norddeutschland, so startet die Kreuzfahrt quasi vor der eigenen Haustür. Warnemünde ist zudem schon an sich eine tolle Destination, wo man bei gutem Wetter auch gut und gerne noch ein oder zwei Tage dran hängen kann.

Die Kreuzfahrtroute an sich bietet einige Highlights: Gdingen, von wo aus man problemlos nach Danzig reisen kann, St. Petersburg mit einem Overnight, Tallinn, Stockholm und Kopenhagen.

Für unseren ganz persönlichen Geschmack hätten wir auf den Overnight in St. Petersburg verzichten können. Warum? Es ist nun mal so, dass man in St. Petersburg nicht mal eben so spontan von Bord gehen kann. Entweder man kümmert sich vorab um ein Visum, organisiert sich vorab über eine ortsansässige Agentur einen Ausflug bei dem ein Visum inbegriffen ist oder man ist auf die Landausflüge der Reederei angewiesen. Hat man dies alles nicht, dann kann man in St. Petersburg auch nicht von Bord. Das finden wir ein wenig schade, da ein Landgang in St. Petersburg, egal wie man es nun macht, mit zum Teil wirklich beachtlichen Kosten verbunden ist. Und wenn man dann noch Pech hat, wie ich vor ein paar Jahren, dann ist dieser Ausflug dann eventuell auch noch ein Reinfall und alles nur nicht das, was man sich erhofft hat.

In Stockholm hingegen hätten wir gerne noch etwas mehr Zeit verbracht und hätten uns hier über einen Overnight gefreut. Durch das zentrale Anliegen am Stadsgarden, quasi fast mitten in der Stadt, hat man hier unzählige Möglichkeiten auch auf eigene Faust die Hauptstadt Schwedens zu erkunden, wozu ein einziger Tag niemals ausreicht. Auch die Fahrt durch den Schärengarten ist ein absolutes Highlight, das man unbedingt einmal erlebt haben sollte. Ich denke es ist nicht übertrieben zu sagen, dass diese Passagen mit zu den schönsten der Welt zählt, die man mit einem Kreuzfahrtschiff befahren kann.

Das Essen und das Restaurantkonzept

Besonders gut hat uns an Bord der Norwegian Getaway das Restaurantkonzept gefallen, auch wenn wir es gar nicht wirklich ausgenutzt haben.

Zu den Inklusivrestaurants gehören:

• Garden Café Buffetrestaurant
• O’Sheehan’s Bar & Grill
• Savor
• Shanghai’s
• Taste
• Tropicana Room
• Moderno (zum Frühstück und Lunch)

Zu den zuzahlungspflichtigen Spezialitäten-Restaurants gehören:

• Cagney’s Steakhouse (a la carte)
• La Cucina (a la carte)
• Le Bistro (a la carte)
• Moderno (Covercharge 24,95$)
• Ocean Blue (a la carte)
• Raw Bar (a la carte)
• Teppanyaki (Covercharge 29,95)
• Wasabi Sushi (a la carte)

Hierbei ist zu beachten, dass zu den Preisen noch eine Servicecharge in Höhe von 18% hinzukommt. Die Getränke sowohl in den Inklusivrestaurants als auch in den Servicerestaurants sind bis 15$ im Premium-All-Inclusive bereits inbegriffen. Sollte ein Getränkepreis doch mal über 15$ liegen, so muss man lediglich die Differenz hinzuzahlen und nicht den kompletten Getränkepreis.

Den Dresscode betreffend ist es übrigens in allen Restaurants, außer dem Le Bistro und dem Ocean Blue, erlaubt auch in Shorts, sprich in kurzen Hosen, auch nach 17.00 Uhr zum Essen zu gehen. Schuhe und Shirt müssen aber in allem Restaurants, auch dem Buffet getragen werden.

Familienfreundlichkeit

Mal abgesehen von der Splash Academy (dem Kidsclub), den wir nicht genutzt haben, hat die Norwegian Getaway für Familien mit Kindern schon einiges zu bieten. Highlights sind hier ganz klar die Rutschen und natürlich der Klettergarten. Hier sollte man allerdings beachten, dass diese Aktivitäten natürlich von noch relativ kleinen Kindern nicht genutzt werden dürfen. Unsere Jungs sind 7 und 9 Jahre alt, und konnten die Attraktionen uneingeschränkt nutzen.

Neben dem Klettergarten und den Rutschen haben die Kids auch ihren eigenen Pool sowie eine Wasserlandschaft für Kleinkinder. Eine Kletterwand, Minigolf, Tischtennis, sowie der Slide Spider Mountain und das Bounce-Bunjeetrampolin runden dieses Angebot ab. Auch das Sportdeck auf dem man Fußball und Basketball spielen kann, sowie die Shuffleboardfelder eignen sich gut für Familien.

Bei schlechtem Wetter, Wind und Regen sind viele dieser Familienattraktionen aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das war während unserer Schlecht-Wetter-Kreuzfahrt leider relativ häufig der Fall, aber eben nicht zu ändern. Dennoch wurde uns nicht langweilig, denn auch in den Innenbereichen gab es viel zu erleben. Billiard, Dart, Bowling und die Video Arcade sorgten hier schnell für Abwechslung, allerdings kann man hier auch einiges an Geld los werden, während die Open-Air Attraktionen komplett kostenfrei sind.

Auch in den Restaurants ist man auf den Besuch von Kindern eingestellt. Damit die Zuzahlungen für Familien beispielsweise in den Spezialitätenrestaurants nicht zu hoch werden, können Kinder hier vom Kidsmenü kostenlos speisen.

Alles in allem haben wir uns als Familie an Bord sehr wohl gefühlt und es hat uns an nichts gefehlt. Auch unsere Kinder waren mehr als begeistert und wollen mit der Norwegian Getaway unbedingt wieder fahren, dann aber bei besserem Wetter, so ihr Wunsch.

Unterhaltungsprogramm

Das Unterhaltungsprogramm für groß und klein ist schon sehr vielfältig und abwechslungsreich. Langweilig wird einem an Bord garantiert nicht, das Bordprogramm steht voll mit diversen Aktivitäten die auch alle gut besucht waren und genutzt wurden. Egal ob es Tanzkurse waren, Luftballon-Tiere basteln mit der Familie, WII-Spielen im Atrium oder was auch immer. Für alle Zielgruppen wurde an Bord gleichermaßen viel geboten.

Wir sind jetzt nicht so diejenigen die an diesen Programmpunkten teilnehmen, deshalb konntet ihr im Reisebericht darüber nicht viel lesen, dennoch fanden sie statt und das täglich.

Würden wir mit Norwegian Getaway oder allgemein mit NCL wieder reisen?

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten und zwar mit einem klaren JA!

Uns hat das Freestyle Konzept sehr gut gefallen und es ist für uns voll und ganz aufgegangen. Zum ersten Mal können wir glaube ich sogar behaupten dass sich Premium-All-Inclusive für uns gelohnt hätte, die Drinks waren schon sehr lecker und ansprechend. Vor allem die gefroren Drinks haben uns sehr zugesagt.

Was uns besonders gut gefallen hat, waren die vielen unterschiedlichen Nationen an Bord, es war alles sehr international und irgendwie haben wir so typische Klischees an Bord vergeblich gesucht. Auch dass das Essen, vor allem im O’Sheehan’s und auch im Garden Café, schon sehr amerikanisch gehalten war, war für uns kein Problem. Im Gegenteil, ich denke es ist aus dem Reisebericht schon hervorgegangen, dass wir dort sehr gerne gegessen haben. Abschließend kann man dazu sagen, dass sich NCL vor allem bei der Qualität des Essens auf einem sehr hohen Niveau bewegt, ob es einem persönlich nun schmeckt oder nicht, das steht natürlich auf einem anderen Papier, aber rein qualitativ liegt NCL im Massenmarkt da ganz weit oben was das Essen betrifft.

Wir können auf jeden Fall sagen, dass dies mit Sicherheit nicht unsere letzte Kreuzfahrt auf einem NCL Schiff gewesen sein wird, beim nächsten Mal werden wir uns dann vielleicht aber eine Destination aussuchen, die uns vom Wetter her mehr Sicherheit bietet. Die Karibik aber auch und vor allem Hawaii mit der Pride of America stehen hier ganz oben bei uns im Kurs, aber auch Alaska mit der Norwegian Bliss könnten wir uns durchaus sehr gut vorstellen.

Also seid gespannt, denn es wird bestimmt nicht allzu lange dauern, bis wir wieder von Bord der Norwegian Cruise Line berichten werden.

 

Norwegian Getaway Kreuzfahrtenab

Norwegian Getaway Ostsee Kreuzfahrten / © Norwegian Cruise Line

Routen, Infos und Details der Norwegian Getaway

ganzjährig

Sommer 2017: Ostsee, Winter 2017/2018: Karibik

All Inclusive, familienfreundlich

 

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