Norwegian Getaway Reisebericht Ostsee Kreuzfahrt
Norwegian Getaway Reisebericht Ostsee Kreuzfahrt

Norwegian Getaway Reisebericht: Ostsee Kreuzfahrt

Norwegian Getaway Reisebericht Skandinavien, Russland und Ostsee ab Warnemünde vom 22. Juni bis 01. Juli 2017 | Route: Warnemünde – Gdingen – Seetag – St. Petersburg (Overnight) – TallinnStockholm – Seetag – Kopenhagen – Warnemünde

Die Norwegian Getaway ist nicht nur das größte Kreuzfahrtschiff, das jemals im Hafen von Warnemünde fest gemacht hat, sondern trägt diesen Titel auch in den meisten anderen Häfen, die sie während ihrer Ostsee Kreuzfahrten anläuft. 10 Tage, 9 Nächte werden wir nun auf der Norwegian Getaway verbringen und mit ihr die schönsten Metropolen der Ostsee bereisen.


Norwegian Getaway Ostsee Kreuzfahrt – Routendetails

 

TagHäfenAnAb
1. TagWarnemünde, Deutschland21:00
2. TagGdingen, Polen (Danzig)13:0021:00
3. TagSeetag
4. TagSt. Petersburg, Russland07:00
5. TagSt. Petersburg, Russland19:00
6. TagTallinn, Estland07:0016:00
7. TagStockholm08:0016:00
8. TagSeetag
9. TagKopenhagen, Dänemark07:0017:00
10. TagWarnemünde, Deutschland07:30

Das ist Norwegian Getaway im Schnelldurchlauf

 

Das ist Norwegian Getaway im großen detailreichen Rundgang

 

Donnerstag, 22. Juni 2017 – Anreise und Leinen los in Warnemünde

Eigentlich sollte man eine Reise ja entspannt antreten, doch bei uns war es heute ehrlich gesagt etwas stressig. Der Grund hierfür war die Tatsache, dass ich am Vormittag erst von einer Kurzreise mit der Norwegian Jade zurück gekommen bin. Somit ging es von Hamburg Altona aus erst einmal nach Hause, dort war dann Koffer umpacken angesagt. Kaum waren die Koffer fertig gepackt und wir startklar, zog über uns ein riesiges Unwetter auf. Nicht nur dass es extrem dunkel am Himmel wurde, auch ein starker Wind zog auf, gepaart mit starkem Regen und Hagel.

Also musste unsere Abreise nochmal ein wenig verschoben werden, denn bei diesem Wetter würden wir wohl kaum los fahren. Warten mussten wir allerdings nicht wirklich lange, denn genauso schnell wie das Unwetter aufzog, genauso schnell war es auch wieder verschwunden.

Der „Urlaub“ konnte nun also endgültig beginnen. Lediglich eine ca. 2,5 stündige Autofahrt trennte uns nun noch von Warnemünde und der Norwegian Getaway, die dort im Hafen hoffentlich bereits auf uns wartet.

Auch wenn zuvor ein Unwetter über Norddeutschland fegte und wie wir sahen einige Bäume ihre Äste verloren haben und entwurzelt waren, kamen wir dennoch ohne Stau oder größere Verzögerungen in Warnemünde an. Dort war unser erstes Ziel allerdings nicht direkt der Hafen und das Schiff, sondern ein Parkplatz in Warnemünde, bei dem wir nun für die nächsten 10 Tage unser Auto abstellen würden.



Parken & Meer – Der sichere Parkplatz für Kreuzfahrer

Den Parkplatz bei Parken & Meer haben wir bereits im Vorfeld gebucht. Für 119,00 Euro wird hier der eigene PKW sicher abgestellt und überwacht. Der Preis entspricht einem Parkplatz auf einem Außengelände, möchte man das Auto lieber in einer Halle unterstellen, so kostet ein Hallenparklplatz bei Parken & Meer 139,00 Euro.

Dort angekommen wurde unser Gepäck direkt ausgeladen und auch der Shuttlebus fuhr nur wenig später bereits vor. Eine intensive Fahrzeugkontrolle, bei der ums Auto gegangen wird um alle eventuell bereits vorhandenen Schäden aufzunehmen, fand nicht statt. Der Grund hierfür liegt darin, dass bei der Einfahrt aufs Gelände eine detaillierte Videoüberwachung stattfindet. Jedes Auto das vorfährt wird bis ins Detail abgefilmt, so dass man hier sehr genau erkennen kann, ob es schon Vorschäden am Auto gab und wenn ja welche.

Nach weiteren 10 Minuten Busfahrt waren wir dann auch schon am Hafen angelangt. Hier steht sie schon, die Norwegian Getaway! Nachdem wir unsere Koffer abgegeben haben, solltet ihr eure Kofferhänger vergessen haben, hier können welche dran gemacht werden, ging es dann auch schon zum Check In. Bei diesem stand zwar eine kleine Schlange, aber das bewegte sich alles im Rahmen. Nicht mal ganz 15 Minuten später waren wir auch schon eingecheckt.

Die ersten Schritte an Bord

Endlich an Bord war unsere Kabine auch schnell gefunden. Kabine 9146, eine Balkonkabine für 4 Personen. Hier hat man neben dem normalen Doppelbett noch ein Schlafsofa und auch ein Pullmannbett, welches aus der Kabinendecke geklappt wird.

 

Da wir alle tierischen Hunger hatten, gingen wir anschließend erst einmal etwas essen. Das Garden Café, es war nicht nur die einzige Wahl um die Uhrzeit, sondern auch eine gute. Die Auswahl hier am Buffet ist wirklich gewaltig und das auch noch am Nachmittag wo man doch am ehesten mit kleinen Snacks rechnet.

Anschließend amüsierten sich die Kids noch ne Runde im Pool und an den Rutschen. Das Wetter war hier nämlich tatsächlich ein Traum, das Unwetter von Zuhause hatte uns also nicht verfolgt.

Lange Zeit blieb uns allerdings nicht, denn um 17:00 Uhr wartete bereits die einzige Pflichtveranstaltung, die Seenotrettungsübung. An unserem Ziel angekommen wurden uns einige Informationen zur Sicherheit an Bord mitgeteilt und es wurde demonstriert wie man die Rettungswesten anlegt. Nach rund 20 Minuten war die Übung dann auch schon beendet.

Inzwischen änderte sich auch das Wetter  ein wenig, allerdings nicht zu unseren Gunsten. Langsam aber sicher zogen einige Wolken auf und es nieselte teilweise. Wir drehten nun eine Runde übers Schiff, vor allem über Deck 8, hier gingen wir die Waterfront entlang, eine Außenpromenade, die einiges an Gastronomie zu bieten hat. Hier kamen wir am Dolce Gelato vorbei, wo die Jungs ein Eis haben wollten. Wir wollten ihnen den Wunsch nicht abschlagen und somit gab es zwei Eistüten. Hätten wir allerdings vorher gewusst was uns da erwartet, dann hätten wir definitiv bis nach dem Abendessen mit dem Eis gewartet. In einer Waffel gab es jeweils 4 riesige Kugeln und das zum Preis von $2,75. Auch wenn das im Premium-All-Inclusive nicht integriert ist und zusätzlich noch 18% Servicecharge hinzukommen, kann man bei dem Angebot auf keinen Fall meckern.

Nun war es dann auch Zeit fürs Abendessen. Schon den ganzen Tag freuten wir uns auf das O’Sheehan’s, somit war klar wo wir heute Abend essen würden. Die Kids entschieden sich für Chicken Wings, für Pascal durfte es ein Cheeseburger sein und ich entschied mich für die Fajitas. Das Essen im O’Sheehan’s ist übrigens inklusive, ebenso die Getränke bis 15$, denn schließlich gilt an Bord für deutsche Gäste Premium-All-Inklusive. Wirklich sehr lecker und das Fußball-Länderspiel der deutschen Mannschaft wurde hier auch übertragen.

Leinen los – Norwegian Getaway verlässt Warnemünde

Nach dem Essen war es dann auch endlich so weit, Norwegian Getaway war startklar und machte die Leinen los. Auf ging es also nun auf unsere 10-tägige Ostsee Kreuzfahrt. Ich persönlich finde den Hafen in Warnemünde zum Auslaufen immer echt schön, am Ufer standen einige Schaulustige die uns zuwinkten.

 

Viel machen konnten wir danach nicht mehr, denn die Müdigkeit übernahm langsam aber sicher  die Kontrolle über uns. So drehten wir noch eine Runde übers Schiff und danach ging es dann auch bald schon ins Bett.

Morgen werden wir in Polen sein, genauer gesagt in Gdingen. Allerdings erst um 13:00 Uhr, so dass uns morgen bereits ein kleiner Vorgeschmack auf die bevorstehenden Seetage erwartet. Wir haben für Gdingen so weit noch nichts geplant und werden den Tag morgen einfach auf uns zukommen lassen.

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway Anreise, Parken und Meer & erste Schritte

 


Freitag, 23. Juni 2017 – Gdingen, Polen (Danzig)

Ankunft: 13:00 Uhr
Abfahrt: 21:00 Uhr
Liegeplatz: Francuskie Berth, Gdynia ul. Polska 1

Sonnenaufgang: ca. 04:18 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 21:25 Uhr
Wettervorhersage: Bewölkt 14°C

Gdingen war ursprünglich ein kleines deutsches Fischerdorf, bevor es von Polen nach dem Ersten Weltkrieg besetzt wurde. Heute ist es ein wichtiges Bahnzentrum mit unzähligen Industrien, die Maschinen, Metalle und Lebensmittel herstellen.

Von Gdingen aus werden einige Landausflüge nach Danzig angeboten, doch auch wenn Gdingen im ersten Moment nicht ganz so attraktiv wie die größte Stadt im Norden Polens wirkt, so ist es dennoch nicht zwingend notwendig nach Danzig zu fahren, denn auch in Gdingen kann man durchaus einen schönen Tag verbringen.

Sehr schön ist beispielsweise die Uferpromenade an der Südmole, wo sich nicht nur ein schicker Yachthafen sondern auch ein großzügiger und attraktiver Strand befindet. Außerdem liegen an der Südmole zwei historische Schiffe, die als Sehenswürdigkeiten der Stadt gelten. Der ehemalige Zerstörer Blykawica war einer von vier Torpedozerstörern, die unter polnischer Flagge im Zweiten Weltkrieg an der Seite der Briten gegen Deutschland kämpften.

Direkt dahinter liegt die Dar Parmorze, ein Dreimaster, der 1909 in Hamburg gebaut wurde. Von 1930 bis 1981 diente sie als Schulschiff der Marineakademie, seit 1983 liegt sie hier an der Südmole und beherbergt ein Museum.

Unser Vormittag an Bord

Nach unserer ersten Nacht an Bord der Norwegian Getaway gönnten wir uns zunächst ein Frühstück im Buffetrestaurant Garden Café. Dies war zum Frühstück sehr gut gefüllt, zu viert war es nicht möglich hier im Innenbereich einen Platz zu bekommen, im Außenbereich war das aber hingegen kein Problem. Da es jetzt zwar nicht super warm draußen war, aber auch nicht eisig kalt, war das für uns kein Problem und wir nahmen unser Frühstück an der frischen Luft ein.

Norwegian Getaway in Gdingen Norwegian Getaway in Gdingen

Die Auswahl im Garden Café zum Frühstück ist sehr groß, beachten sollte man allerdings dass sie Speisen schon sehr amerikanisch sind. Stellt man sich darauf ein, dann findet man auf jeden Fall etwas passendes zu essen. Ist man davon jetzt kein so großer Fan, dann wird man aber dennoch etwas zu essen finden, nur mag einem die Auswahl vielleicht nicht so großzügig vorkommen.

Nach dem Frühstück ging mein erster Gang auf Deck 6 ins Atrium, hier ist das Office des Internetmanagers. Wenn ihr ihn nicht unbedingt benötigt, dann würde ich euch empfehlen, diesen erst gar nicht aufzusuchen. Denn mit einer Stunde Wartezeit bis man an der Reihe ist, kann man schon mal rechnen. Kann man auf Internet nicht verzichten, aus welchen Gründen auch immer, kann man dies auch ganz normal am Computer oder über das Mobiltelefon buchen. Eine Social Media Flat gibt es beispielsweise schon ab 5,00 $ am Tag.

Anschließend, mit Internet ausgestattet, machte ich mich erst mal daran ein paar Videos zu schneiden. Auch wenn es auf euch vielleicht immer ein wenig wie Urlaub wirken mag, so sind wir doch in erster Linie zum arbeiten hier. Noch schnell eine Kleinigkeit im Garden Café zu Mittag gegessen, legten wir auch schon pünktlich um 13:00 Uhr in Gdingen in Polen an.

Individueller Landausflug in Gdingen

Völlig unvorbereitet, was wir wohl in Gdingen so machen könnten, gingen wir also von Bord um die polnische Stadt zu erkunden. Von der Norwegian Getaway aus wurde auch ein Shuttle zum Preis von 15$ pro Person angeboten. Wir wollten allerdings unser Glück zu Fuß probieren und so schauten wir erst mal, wie weit wir hier kommen würden.

Nach geschätzt 20 Minuten erreichten wir auch schon das Stadtzentrum von Gdingen. Dies ist leicht zu finden, und der Weg ist auch ausgeschildert, so dass man das Zentrum auch ohne Karte einfach findet. Wir bummelten zunächst einmal durch die Läden und schauten ob wir wohl das ein oder andere Schnäppchen machen können.

Stadtzentrum Gdingen Stadtzentrum Gdingen

Im Anschluss bewegten wir uns in Richtung Uferpromenade. Schon vom Stadtzentrum aus sah man hier ein großes Riesenrad, dies nahmen wir als Wegweiser. An der Uferpromenade der Südmole befand sich nicht nur ein Riesenrad, sondern ein kompletter Rummel mit unzähligen Buden, einer kleineren Achterbahn und einer Geisterbahn. In Polen war wohl heute ein Feiertag, wenn wir das richtig verstanden haben drehte es sich um den Vatertag, weshalb dieser Rummel aufgebaut war.

Wir konnten es uns nicht nehmen lassen und stiegen natürlich für eine Fahrt ins Riesenrad ein. 11,50 Euro kostete uns der Spaß für 3 Personen, also zwei Kinder und ein Erwachsener – Pascal wollte sich das Spektakel lieber von unten ansehen. Mit dem Riesenrad oben angekommen hatten wir einen tollen Überblick über die Stadt, so dass wir schnell wussten wo wir als nächstes hingehen werden.

Wieder unten angekommen, ging es dann auf direktem Weg zum Strand, den wir von oben aus dem Riesenrad aus gesehen haben. Der Strand ist ganz nett und macht einen gepflegten Eindruck. Wenn man also in den Sommermonaten gerne mal an den Strand geht, bietet sich das hier in Gdingen ganz gut an. Vom Hafen bis zum Strand läuft man nicht ganz eine halbe Stunde.

Bevor es dann wieder zurück in Richtung Norwegian Getaway ging, machten wir noch einen Abstecher bei den beiden eingangs erwähnten Schiffen, die hier im Hafen als Sehenswürdigkeiten liegen. Das Kriegsschiff kann man leider nicht besichtigen, auf dem Dreimaster allerdings befindet sich ein Museum, welches man selbstverständlich besuchen kann.

Abendprogramm an Bord der Norwegian Getaway

Zurück an Bord passierte mit uns nicht mehr viel. Zunächst einmal ging es erneut in O’Sheehan’s zum Abendessen. Auch heute war es hier wieder sehr lecker und auch der Service ist hier wirklich klasse. Hier kann man es sich wirklich gut gehen lassen.

Auch wenn an Bord einiges an Abendprogramm geboten wurde, zog es uns direkt nach dem Abendessen auf die Kabine. Während Pascal und die Jungs bereits schliefen und ich hier am Computer weiter Videos geschnitten und den Beitrag vom ersten Tag geschrieben habe, gab es im Theater die Show „Burn the floor“, im Atrium einen Kampf der Geschlechter, im FatCats eine Hommage an Adele und in der Bliss Lounge eine großartige 80er Party sowie viele weitere Programmpunkte.

Morgen werden wir unseren ersten Seetag genießen von Gdingen nach St. Petersburg und hoffen dass sich das Wetter auch dann wieder besser zeigt als ursprünglich vorausgesagt. Während für heute lediglich 14°C und Bewölkung gemeldet waren, war es heute doch sehr schön draußen und auch die Sonne zeigte sich für einige Stunden von ihrer schönsten Seite.

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway in Gdingen

 


Samstag, 24. Juni 2017 – Seetag nach St. Petersburg

Sonnenaufgang: ca. 04:45 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:48 Uhr
Wettervorhersage: 15°C Bewölkt

Heute stand uns also unser erster Seetag an Bord der Norwegian Getaway bevor. Je nachdem wie gut so ein Kreuzfahrtschiff tatsächlich für Familien ausgelegt ist, kann so ein Seetag mit Kindern richtig super werden, kann aber auf der anderen Seite auch zur absoluten Herausforderung werden. Da das Wetter heute nicht ganz so vielversprechend erschien, war uns zu Beginn des Tages schon klar, dass der Aquapark und die Rutschen für den heutigen Tag schon mal ausfallen würden.

Doch wir ließen uns davon die Hoffnung und die gute Laune nicht nehmen, denn schließlich war für uns heute nicht nur irgendein Seetag, sondern ein ganz besonderer Tag. Leon feierte nämlich heute seinen Geburtstag und schon allein deswegen konnte es heute nur ein super Tag werden.

Dank der Zeitumstellung zwischen Polen und Russland haben wir direkt erst mal verschlafen, denn irgendwie hatten wir es versäumt die Uhr in der Nacht um eine Stunde vorzustellen. Da wir vor allem an Seetagen eher zu den Menschen gehören, die auch mal eine Stunde länger schlafen bekamen wir schon fast Schnappatmungen ob wir denn nun überhaupt noch etwas zum Frühstück bekommen. Dank der großzügigen Öffnungszeiten des O’Sheehan’s, in dem man bis 11:00 Uhr frühstücken kann, war unsere Sorge aber absolut unberechtigt.

Frühstück im O’Sheehan’s

Im O’Sheehan’s bestellt man sein Frühstück a la carte. Die Auswahl reicht hier von verschiedenen Menüs mit Ei, Speck, Kartoffeln bis hin zu French Toast. Alles natürlich sehr amerikanisch aber sehr lecker. Wer ein typisch deutschen Frühstück bevorzugt mit Brötchen, Aufschnitt und Marmelade ist hier definitiv falsch aufgehoben. Zum Frühstück wird außerdem wie immer und überall Icewater serviert, sowie verschiedene Säfte. Auch Kaffeespezialitäten kann man sich hier bestellen, die im Premium-All-Inclusive ebenso enthalten sind.

Wir verbrachten hier einen super entspannten Vormittag und fanden das Frühstück im O’Sheehan’s deutlich angenehmer als gestern das Frühstücksbuffet im Garden Café. Vor allem deswegen weil es eben um ein Vielfaches leerer war. Eine gute Anlaufstelle für ein Frühstück in Ruhe an einem Seetag.

Minigolf, Shuffleboard und Co

Nach dem Frühstück war dann erst Mal Action angesagt, schließlich wollen die angefutterten Kalorien auch wieder abtrainiert werden. Auf Deck 17 im vorderen Bereich der Norwegian Getaway befindet sich ein wie ich finde traumhaft schöner Minigolf-Platz – der macht echt was her.

Der Minigolf-Platz hat täglich von 08:00 bis 22:00 Uhr geöffnet und man kann spielen wann und so oft man möchte. Schläger, Bälle und Notizzettel liegen direkt am Eingang des Platzes bereit und können einfach so genommen werden. Hier bedarf es keiner vorherigen Anmeldung oder Reservierung. Die Schläger gibt es in verschiedenen Größen, so dass sowohl klein als auch groß hier gemütlich spielen können.

Neun verschiedene Löcher gilt es nun zu erobern in verschiedenen Schwierigkeitsgraden aber alle unter dem gleichen Motto: Piraten! Wir haben für die erste Runde ungefähr eine halbe Stunde benötigt, sind aber auch nicht grad die Besten wenn es darum geht die Bälle in den Löchern zu versenken. Aber die Hauptsache ist ja auch der Spaß beim Spiel, und den hat man garantiert.

Nach einer zweiten und auch noch einer dritten Runde sind wir auf Deck 7 umgezogen. Hier befindet sich nämlich eines von mehreren Shuffleboard-Feldern. Gerne würde ich an dieser Stelle behaupten: keine Kreuzfahrt ohne Shuffleboard! Wir selbst spielen Shuffleboard allerdings viel zu selten und das obwohl das echt mega viel Spaß macht.

Wir feiern Geburtstag

Den restlichen Nachmittag feierten wir dann Leons Geburtstag, ganz ohne Kameras und ganz ohne Arbeit. Einfach nur mal tun was Leon möchte – eine kleine Aufmerksamkeit in Form eines Muffins von Seiten des Schiffes durfte hier natürlich nicht fehlen.

Happy Birthday - Geburtstagsmuffin Happy Birthday – Geburtstagsmuffin

Abendessen im O’Sheehan’s

Auch wenn wir bereits die letzten zwei Abende im O’Sheehan’s zu Abend gegessen haben und wir heute gerne mal etwas anderes ausprobiert hätten, so war es Leons Wunsch auch heute wieder ins O’Sheehan’s zu gehen und diesen Wunsch wollten wir ihm an seinem Geburtstag natürlich nicht ausschlagen.

Also gesagt getan, ab ging es zum Abendessen. Auch heute war es wieder sehr nett und vor allem äußerst lecker dort, auch wenn „unser“ Tisch heute nicht frei war. Aber wir wollen ja mal nicht so sein und geben uns auch mit einem anderen Tisch zufrieden.

Als wir mit den Hauptgängen durch waren und langsam zum Dessert übergehen wollten staunten wir nicht schlecht, denn plötzlich kam das halbe Team vom O’Sheean’s mit einem Ständchen und einer Geburtstagstorte für Leon um die Ecke. Von anderen Schiffen kennen wir das so, dass man eine Torte bestellen und schließlich auch bezahlen muss – hier kam das einfach mal so und das alles nur, weil Leon unserer Kellnerin beim Frühstück stolz auf englisch erzählte dass er heute Geburtstag hat. Daumen hoch für diese Aktion, damit hätten wir wirklich nicht gerechnet.

Leon's Überraschungs-Geburtstagstorte im O'Sheehan's Leon’s Überraschungs-Geburtstagstorte im O’Sheehan’s

Sugarcane Mojito Bar

Nachdem die Kids nach dem Essen unbedingt auf der Kabine „Bülent gegen Chris“ schauen wollten, begaben Pascal und ich uns noch mal allein auf eine Runde übers Schiff. Hängen geblieben sind wir dann in der Sugarcane Mojito Bar. Wir probierten zunächst einen Raspberry Guava Mojito und einen Pisco Punch mit Ananas. Bei der zweiten Runde entschieden wir uns dann allerdings beide für den Raspberry, der verleitet echt zu mehr. Schmeckt kaum nach Alkohol, sehr süffig, aber ich denke so spätestens nach dem dritten dürfte man ihn dann spüren. So weit haben wir es aber nicht kommen lassen und sind dann auch bald zurück auf die Kabine und haben die letzten Minuten des großen Finales von „Bülent gegen Chris“ für die Jungs fertig geschaut, da die inzwischen bereits eingeschlafen waren.

Morgen werden wir dann in St. Petersburg sein. Da wir weder geplant haben einen Landausflug dort zu machen noch uns im Vorfeld um ein Visum bemüht haben, werden wir wohl in St. Petersburg an Bord bleiben und ein hoffentlich leeres Schiff genießen.

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway: Seetag nach St.Petersburg


Sonntag, 25. Juni 2017 – St. Petersburg, Russland (Overnight)

Ankunft: 07:00 Uhr
Abfahrt: Overnight
Liegeplatz: Marine Facade Terminal 4, Bereg Nevskoy Gubi 1, Vasilievskiy Island

Sonnenaufgang: ca. 03:37 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:26 Uhr
Wettervorhersage: 16°C, Sonnig

Kreuzfahrtschiffe in St. Petersburg Kreuzfahrtschiffe in St. Petersburg

St. Petersburg wurde 1703 von Peter dem Großen gegründet, es war die kaiserliche Hauptstadt für zwei Jahrhunderte. Es bleibt das kulturelle Zentrum des Landes mit Orten wie dem modernen Mariinsky-Theater, das die Oper und auch das Ballet beherbergt.

St. Petersburg wird oft als die westlichste Stadt Russlands beschrieben sowie als Kulturhauptstadt. Es ist auch die Heimat des Hermitage, eines der größten Kunstmuseen der Welt.

Gäste ohne ein gültiges Visum können in St. Petersburg nur in Verbindung mit einem organisierten Landausflug an Land gehen, wenn das Schiff weniger als 72 Stunden im Hafen liegt.

Frühstück im O’Sheehan’s

Unseren Tag in St. Petersburg ließen wir ganz entspannt angehen. Da wir weder Lust hatten einen organisierten Landausflug zu unternehmen, noch uns im Vorfeld um ein Visum für Russland gekümmert haben, stand schon früh fest, dass wir in St. Petersburg an Bord bleiben und eine hoffentlich leere Norwegian Getaway genießen würden.

So starteten wir mit einem leckeren Frühstück im Restaurant O’Sheehan’s wie auch schon am gestrigen Tag. Wir sind große Fans vom Frühstück dort, wobei das für jeden Tag wahrscheinlich auch nicht das Richtige wäre, da man die Karte wahrscheinlich doch recht schnell durch hat.

Anschließend gaben wir alle bei einer Partie Billard und beim Bowling unser bestes. Die Bowling-Bahn ist ganz cool, vor allem auch deshalb, weil die Kugeln vergleichsweise klein sind und somit auch Kinder da gut mitspielen können. Etwas schade finde ich nur, dass man bei einem Preis von 5 $ pro Spiel die Anzahl der Spieler nicht wechseln kann, obwohl es vom System her angezeigt wird. Da muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich dafür den Preis im Verhältnis zu dem dass man dann mit einem Spieler ca. 2 Minuten Spielespaß hat, etwas zu teuer.

Sport auf dem Sportdeck

Da das Wetter recht freundlich wirkte und es auch relativ windstill war gingen wir hoch auf Deck 18, aufs Sportdeck. Das gute Essen der letzten Tage ist bereits deutlich zu spüren und somit wollten wir ein wenig Sport mit den Kids machen. Ich nehmen mir ja jeden Tag vor, etwas früher aufzustehen und ins Fitnessstudio zu gehen, aber jeden Morgen wenn der Wecker klingelt ist die Motivation ganz plötzlich verschwunden. Somit heute also Basketball und Fußball, wobei ich sagen muss, dass meine Basketballkünste vor vielen vielen Jahren auch schon mal besser waren.

Da wir inzwischen bereits die Pullis abgelegt haben und erst Mal T-Shirt Wetter angesagt war, sprangen die Jungs anschließend noch eine Runde in den Pool und ich schaute mir die ersten Rutschen schon einmal aus der Nähe an. Doch kaum waren wir so richtig in Badelaune, schlug das Wetter um. Wolken zogen auf und mit ihnen Wind und Regen. So schnell konnten wir gar nicht gucken, da wurden die Rutschen dann auch gesperrt. Warum eigentlich? Denn nass wird man beim rutschen ja auch ohne dass es regnet.

Der Kletterpark wäre nun eine tolle Alternative gewesen, doch der öffnet erst um 16:00 Uhr und ist bei Regen und Wind verständlicherweise ebenfalls gesperrt. Also mussten wir die Zeit anders tot schlagen, mit einem Cocktail, einer Runde Shuffleboard, einer weiteren Runde Bowling und kaum haben wir uns versehen war es auch schon 16:00 und wir befanden uns auf dem Weg zum Klettergarten.

Klettergarten

Der Klettergarten an Bord der Norwegian Getaway befindet sich auf Deck 17, direkt neben dem Minigolf-Platz. Kinder die hier klettern möchten, müssen erst einmal zur Größenkontrolle, denn man muss eine Mindestgröße haben, um überhaupt dort klettern zu dürfen. Hierfür ist eine Markierung an der Wand, die die Kids überschreiten müssen. Unsere Jungs durften mit ihren 7 und 9 Jahren, und sie sind beide nicht die größten für ihr Alter, beide klettern gehen.

Nachdem man die Sicherheitsgurte angelegt bekommt, bekommt man noch eine Sicherheitseinweisung. Hier sollten Erwachsene unbedingt mit ihren Kindern hingehen, sofern diese kein englisch sprechen. Don’t run, don’t jump, dont’t hang on the rope – soviel schon mal zu den wichtigsten Regeln. Außerdem muss man festes Schuhwerk tragen und man darf keine losen Gegenstände mit in den Kletterpark nehmen. Handys, Kameras und Co könnt ihr also direkt auf der Kabine lassen, hier wir streng kontrolliert.

Zum Kletterpark selbst kann ich sagen, dass es wahnsinnig viel Spaß macht, vor allem „the plank“ wo man sich über die Grenzen des Schiffes hinausbewegt und auch die Seilbahn zum Ende des Parcours. Vom Schwierigkeitsgrad und vom Handling her, stellt der Kletterpark auch für Anfänger kein Problem dar. Unsere Jungs waren zum ersten Mal in einem Kletterpark und hatten keinerlei Probleme. Schwindelfrei sollte man aber auf jeden Fall sein, mit Höhenangst, so wie ich sie habe, gehört eine kleine Portion Wahnsinn dazu, vor allem bei den wenigen Schritten auf die Planke!

Das Schöne ist auch, dass man bei der Nutzung des Klettergarten zeitlich nicht beschränkt ist, so kann man da oben so viel Zeit verbringen wie man möchte. Ist man mit dem Parcour fertig und möchte noch eine zweite Runde drehen, dann ist auch das kein Problem.

Ich hatte nach der ersten Runde bereits genug, die Jungs drehten aber noch die ein oder andere und wollten gar nicht mehr aufhören.

Abendessen im Tropicana Room

Nachdem wir die Kinder endlich aus dem Klettergarten bekommen haben, war es dann auch schon bald wieder Zeit fürs Abendessen. Heute Abend wollten wir endlich mal etwas neues ausprobieren und somit verschlug es uns in „The Tropicana Romm“ auf Deck 7 am Heck. Das Tropicana ist eines der Inklusivrestaurants und hat am Abend von 17:30 bis 21:30 Uhr geöffnet.

Das Essen wird hier in einer sehr schönen Athmosphäre a la carte serviert. Es gibt zum einen täglich wechselnde Gerichte, aber auch einige Klassiker, die täglich angeboten werden. Für die Kinder gibt es eine spezielle Kinderkarte, die gleichzeitig auch als Mal-/ und Rätselunterlage dient. Für das Abendessen im Tropicana Room kann man sich durchaus schick machen, muss man aber nicht. Der Dresscode-Mix ist hier sehr angenehm, so dass man sich weder underdressed in Jeans und T-Shirt vorkommt, noch overdressed im kleinen Schwarzen.

Alles in allem ein sehr gelungener Abend mit gutem Essen und einem super Service – das Tropicana können wir durchaus weiter empfehlen.

Anschließend machten wir dann auch nicht mehr so viel und der Tag neigt sich nun gen Ende.

Morgen werden wir erneut den Tag in St. Petersburg verbringen und wie auch heute schon, werden wir auch dann an Bord bleiben.

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway Reisevlog: St. Petersburg 1 – An Bord

 


Montag, 26. Juni 2017 – St. Petersburg, Russland (2. Tag)

Ankunft: am Vortag
Abfahrt: 19:00 Uhr
Liegeplatz: Marine Facade Terminal 4, Bereg Nevskoy Gubi 1, Vasilievskiy Island

Sonnenaufgang: ca. 03:38 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:26 Uhr
Wettervorhersage: 11°C, teils bewölkt

Eine Vielzahl der Passagiere der Norwegian Getaway hat sich heute wieder auf den Weg nach St. Petersburg gemacht, das mit seinen 36 historischen architektonischen Komplexen und rund 4.000 herausragenden individuellen architektonischen Denkmälern auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbe steht. Um das kulturelle Erbe von St. Petersburg zu besichtigen, wurden neue Touristenprogramme und Stadtrundfahrten eingeführt.

Soviel zunächst einmal zur Theorie, unsere Praxis war allerdings eine ganz andere. Denn wir verbrachten auch den heutigen Tag, so wie auch den gestrigen an Bord der Norwegian Getaway und verließen das Schiff nicht für einen Landausflug in die russische Stadt.

Frühstück im Garden Café

Zunächst einmal schliefen wir wie immer aus, warum auch nicht, wir haben es ja nicht eilig. Während das Frühstück im Restaurant Moderno und im Savor nur bis 08:00 bzw. 08:30 Uhr angeboten wird, hat man im Garden Café bis um 10:30 Uhr Zeit und im O’Sheehan’s sogar bis um 11:00 Uhr.

Heute entschieden wir uns für das Garden Café, das am heutigen Morgen verdammt leer war. Es war tatsächlich fast schwieriger einen Tisch zu finden der belegt war, als einen Tisch der frei war. Die meisten Passagiere befanden sich eben schon auf ihren Landausflügen nach St. Petersburg.

Neben einer großen Auswahl an verschiedenen Speisen kann man sich am Buffet auch Omelettes frisch und ganz nach eigenem Wunsch zubereiten lassen. Das finde ich ja immer ganz nett, da ich persönlich kein Fan von Rührei am Buffet bin, aber dennoch gerne ein Omelette zum Frühstück esse. Das ist für mich häufig ein Grund lieber in ein Bedienrestaurant zu gehen, hier allerdings bekommt man das wie gesagt auch am Buffet im Garden Café.

Der Rest des noch übrigen Vormittags war recht unspektakulär. Die Jungs bewegten sich zwischen Sportdeck, Mini-Golf und Tischtennis auf den oberen Decks hin und her und Pascal drehte schon mal unseren Norwegian Getaway Speed-Rundgang. Ich nutzte die Zeit im leeren Restaurant und machte mich mit dem Laptop breit um zum einen den Reisebericht der letzten Tage zu aktualisieren und noch das ein oder andere Video zu schneiden.

Mittagessen im Garden Café

Da vergeht dann schon einiges an Zeit und schon war es wieder Mittag und das Buffet entsprechend eröffnet. Eines muss ich an dieser Stelle jetzt echt mal loswerden, wir essen ja generell auf Kreuzfahrten gerne und viel, das ist nichts neues, aber hier fällt es einem wirklich extrem schwer mal eine Mahlzeit ausfallen zu lassen, denn das Essen ist wirklich verdammt gut. Ok, wer jetzt so seine Probleme mit amerikanischem Essen hat, der wird vielleicht im ersten Moment so seine Probleme haben, aber es ist nicht so, dass es hier nur amerikanisches Essen gibt.

Mal abgesehen von den Hauptrestaurant und Spezialitäten-Restaurants an Bord bietet auch das Buffet immer eine große Auswahl an internationaler Küche. So findet man hier auch Schnitzel, Pasta, Pizza, asiatische Küche, diverse Salate, belegte Brötchen, Sandwiches, Wraps und vieles vieles mehr. Wer da nichts findet, der scheint irgendetwas falsch zu machen.

Mittagessen im Gardens Café Mittagessen im Gardens Café

Bei den Kids sehr beliebt ist zum Beispiel auch die Softeismaschine, ok ich gebe zu, nicht nur bei den Kids. Um ehrlich zu sein, bin ich zwischenzeitlich echt schon sehr besorgt, dass wir am Ende der 10-tägigen Kreuzfahrt eventuell 3-4 kg mehr auf die Waage bringen.

Softeis im Gardens Café Softeis im Gardens Café

Aktiver Nachmittag auf den Sportdecks

Der Nachmittag wurde dann wieder etwas aktiver. Die Kids, die vom Klettergarten gar nicht mehr genug bekommen können, drehten auch heute am Nachmittag hier ihre Runden. Ich glaube sie gehören mittlerweile zu den Passagieren an Bord, die während dieser Reise die höchste Aufenthaltsdauer im Kletterpark haben.

In der Zwischenzeit nutzen wir die Gelegenheit die Rutschen der Norwegian Getaway auf Herz und Nieren zu prüfen. Also besser gesagt, ich prüfte sie und Pascal schaute dabei zu wie ich mir bei 14°C und einer kühlen Brise einen abfrohr und hielt natürlich fleißig die Kamera.

Fünf Rutschen sind es an der Zahl: eine lila Rutsche für Anfänger, um es mal böse zu sagen, orange und rot für Fortgeschrittene und dann natürlich noch blau und grün für lebensmüde Profis – die Rede ist von den Freefall-Rutschen. So ein klein wenig wahnsinnig muss man da schon sein, aber zurückblickend muss ich schon zugeben, dass die wahnsinnig viel Spaß machen.

Norwegian Getaway: Rutschentest

 

Abendessen im Garden Café

Nachdem der Nachmittag dann auch wie im Flug verging entschieden wir uns für ein frühes Abendessen im Garden Café, wo heute eine Italian Night stattfand. Eigentlich sollte das nicht nur ein frühes sondern vor allem auch ein kleines Abendessen werden, aber bei der angebotenen Auswahl, fiel das mal wieder sehr schwer, so dass es doch wieder mehr wurde, als ursprünglich geplant.

Die Kids wollten dann erst mal auf die Kabine, sie waren ziemlich kaputt und müde, so dass die den Fernseher dem Abendprogramm vorzogen. Eigentlich hatten wir der Kinder wegen geplant heute ins Theater zu gehen, da dort heute die Show „Daniel Craven: Illusionen“ stattfand. Hierbei handelt es sich um eine Magie-Show mit einer Mischung aus dramatischen und bezaubernden Illusionen. Da die Kinder nun aber keine Lust mehr hatten und das jetzt nicht unbedingt das Thema ist, das wir uns gerne anschauen würden, entschieden Pascal und ich uns erneut für einen Abend in der Sugarcane Mojito Bar.

Zweites Abendessen im O’Sheehan’s

Als wir zurück in die Kabine kamen und eigentlich schlafende Kinder erwarteten, eröffneten die beiden uns, dass sie nun doch nochmal Hunger bekommen hätten und gerne nochmal ins O’Sheehans möchten. Na zum Glück ist das O’Sheehan’s das 24/7 Restaurant und hat immer geöffnet, so dass wir dann tatsächlich noch ein zweites Abendessen im Pub zu uns nahmen. Ich glaube dass ich meine Befürchtung von 3-4 Kilo mehr, auf dieser Reise auf 5-6 Kilo korrigieren muss, wenn das so weiter geht.

Morgen werden wir in Tallinn sein, wo wir dann auch wieder an Land gehen werden, vorausgesetzt, das Wetter lässt es zu, denn die Wettervorhersagen für die nächsten Tage sind nicht gerade vielversprechend.

 

Kreuzfahrtvlog – Norwegian Getaway – St. Peterburg 2 (Tag 5)

 


Dienstag, 27. Juni 2017 – Tallinn, Estland

Ankunft: 07:00 Uhr / NEU 07:30 Uhr
Abfahrt: 16:00 / NEU 16:30 Uhr
Liegeplatz: Alter Hafen Tallinn

Sonnenaufgang: ca. 04:05 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:45 Uhr
Wettervorhersage: 15°C, bewölkt

Tallinn ist die Hauptstadt von Estland und entzückt seine Kreuzfahrtgäste mit einer Mischung aus mittelalterlichen Häusern, modernen Boutiquen und Café-Kultur. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen der Kadriorg Palace, der Schwanensee, das Russalka Monument, das Toompea Castle, die Nevsky Cathedral und die Song Festival Grounds.

All diese Sehenswürdigkeiten sind mit der Red Line des Hop On – Hop Off Busses von CitySightseeing Tallinn zu erreichen. Diese Linie ist vom Zeitaufwand her besonders geeignet für Kreuzfahrtgäste. Man kann den Hop On – Hop Off Bus direkt über die Norwegian Getaway als Landausflug buchen zum Preis von 24$ pro Person, Kinder kosten 18$.

Außerhalb vom Terminal hat man aber auch die Möglichkeit direkt beim Busunternehmen die Tickets zu kaufen zum Preis von 20,00 Euro pro Person, Kinder zwischen 7 und 17 Jahre bezahlen hier 10,00 Euro, Kinder unter 7 Jahre sind kostenfrei. Familien haben hier sogar die Möglichkeit ein Familienticket für 50,00 Euro zu kaufen, hier sind zwei Erwachsene und bis zu 3 Kinder inklusive.

Wir haben in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnen kann nicht direkt am Hafen ein Ticket zu kaufen, sondern zunächst in die Stadt zu laufen. Hier werden nicht selten die letzten Tickets für den Bus nochmals reduziert verkauft.

Individueller Landausflug Tallinn

Nach dem Frühstück haben wir uns direkt auf den Weg gemacht Tallinn individuell zu erkunden. Vor zwei Jahren waren wir bereits schon mal mit der MSC Sinfonia in Tallinn und haben damals die Stadt mit dem Hop On – Hop Off Bus erkundet. Um Tallinn nochmal von einer anderen Seite kennen zu lernen, wollten wir heute die Hauptstadt Estlands zu Fuß erkunden.

Auf dem Weg vom Hafen in die Stadt, ca. 5 Gehminuten von der Anlegestelle der Norwegian Getaway entfernt, befinden sich einige Shoppingmalls, die auf den ersten Blick sehr einladend wirken dort shoppen zu gehen. Nachdem wir eine Runde durch eine Mall drehten entschieden wir uns allerdings dazu dort lieber kein Geld auszugeben. Unzählige gefälschte Markenartikel, Verkäufer die sehr gereizt und aggressiv auf Kameras reagieren und jede Menge „rechtes Gut“ das man hier käuflich erwerben kann.

Also gingen wir erst einmal weiter in Richtung Altstadt, die vom alten Hafen ca. 15 Gehminuten entfernt ist. Unterwegs kamen wir dann noch an einer Segwaystation vorbei, die man für 30,00 Euro pro Stunde mieten kann, Kinder können hier ab 40 kg ebenfalls mit fahren.

Auch gibt es die Möglichkeit von Sixt Fahräder zu leihen und die Stadt mit dem Rad zu erkunden. Ein Tagesticket kostet hier 10,00 Euro pro Rad. Kinderfahrräder stehen leider keine zur Verfügung.

In der Altstadt angekommen befindet sich am Eingang der Fat Margaret Tower, den man in Kombination mit dem Maritime Museum auch besichtigen kann. Wir haben für 4 Personen 12,00 Euro für ein Familienticket bezahlt. Einzeln hätte ein Erwachsener 6,00 Euro gekostet und Kinder 3,00 Euro.

In dem Museum gibt es einiges über die Seefahrt zu entdecken und ist vor allem aber nicht nur für Kinder sehr sehenswert.

Besonders schön ist der Aufstieg nach oben auf den Tower wo man einen schönen Blick über Tallinn hat und natürlich auch auf den Hafen und die dort befindlichen Kreuzfahrtschiffe.

Außerdem befindet sich hier eine gemütliche Lounge und eine Kaffeebar, so dass man sich hier oben durchaus eine Weile aufhalten kann.

Anschließen sind wir noch ein klein wenig durch die Altstadt spaziert, die wirklich sehr sehenswert ist. Einige Restaurants und Cafés laden hier zum Verweilen ein. Da es allerdings nach einer guten Stunde zu regnen anfing und wir keine so große Lust hatten im schlimmsten Fall klitschnass wieder am Schiff anzukommen, drehten wir langsam um und machten uns auf den Rückweg zum Schiff, das hier friedlich mit der Arcadia von P&O Cruises im Hafen lag.

Am Hafen selbst kann man übrigens auf einem kleinen Markt noch diverse Souvenirs und Andenken an Tallinn kaufen.

Zurück an Bord der Norwegian Getaway

Zurück an Bord stärkten wir uns erst einmal mit einem kleinen Snack im Buffetrestaurant bevor sich die Norwegian Getaway dann auch schon wieder auf den Weg in Richtung Stockholm machte. Ursprünglich sollten wir eigentlich um 16:00 Uhr weiter fahren, da wir aber auf Grund von nicht ganz optimalen Wetterbedingungen am Morgen eine halbe Stunde verspätet ankamen, fuhren wir auch am Nachmittag eine halbe Stunde später erst weiter.

Da das Wetter auch am späten Nachmittag noch sehr windig und verregnet war und dementsprechend die ganzen Attraktion wie der Kletterpark und auch die Rutschen nicht geöffnet hatten entschieden wir uns dazu ein kleines Mittagsschläfchen zu halten. Auch das muss mal sein…

Abendessen im Cagney’s Steakhouse

Spontan hatten wir die Idee an diesem Abend im Cagney’s Steakhouse zu essen. Hier ist es erforderlich vorab einen Tisch zu reservieren. Das kann man auf Deck 6 an der Rezeption, hier gibt es einen gesonderten Schalter um Tischreservierungen vorzunehmen. Außerdem kann man bei den Restaurants selbst einen Tisch reservieren, oder aber auch über die digitalen Monitore die sich auf dem Schiff befinden, sowie über den Fernseher auf der Kabine.

Da wir wie gesagt spontan die Idee hatten, haben wir vorab keinen Tisch reserviert. Dennoch hatten wir Glück und bekamen trotz unserer Spontanität trotzdem einen Tisch.

Das Cagney’s Steakhouse ist einer der Spezialitäten Restaurants an Bord der Norwegian Getaway und ist entsprechend nicht im Reisepreis inklusive. Das Essen wird a la carte serviert und auch berechnet. Kinder können ihre Speisen aus einer spezielle Menükarte für Kinder wählen und werden dann nicht separat berechnet. Das Kidsmenü dient gleichzeitig auch als Zeitvertreib, hier können die Kinder einige Rätsel lösen und natürlich auch malen.

Wir entschieden uns für eine Hummersuppe als Vorspeise und jeweils für ein Filet Mignon mit diversen Beilagen. Am Ende zahlten wir für den Abend im Cagney’s Steakhouse 45$ zuzüglich 18% Servicecharge.