TUI Cruises: Seenotrettungsübung Neuregelung auf Mein Schiff


    Heute hatten wir ein Pressegespräch mit TUI Cruises CEO Richard Vogel an Bord der Mein Schiff 1, natürlich kamen wir auch auf das Thema „Costa Concordia Unglück“ zu sprechen. TUI Cruises hat in sofern direkt reagiert in dem Sie ihre Seenotrettungsübung nicht mehr nach ihrer eigenen Vorgabe binnen 12 Stunden im gesetzlichen Rahmen von 24 Stunden durchführen. Die Seenotrettungsübung an Bord der Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 werden ab sofort noch vor dem Auslaufen am Anfang jeder Kreuzfahrt stattfinden. Für den Fall das Gäste später an Bord gehen bekommen diese direkt eine separate Seenotrettungsübung, was bisher in der Form auch schon stattgefunden hat.

    Mein Schiff Flotte / © TUI Cruises


    Mein Schiff Flotte / © TUI Cruises

    Bisher haben die Seenotrettungsübungen an Bord der Mein Schiff 1 und Mein Schiff 2 variabel entweder vor Abfahrt oder direkt am ersten Morgen nach der Abfahrt aber immer in der selbstdefinierten Zeit von 12 Stunden nach Abfahrt stattgefunden. Die gesetzliche Regelung besagt das die Rettungsübungen binnen 24 Stunden nach Auslaufen erfolgen muss.



    TUI Cruises reagiert mit der Änderung auf das geschehene Unglück mit der Costa Concordia am 13. Januar 2012 die nach dem Auslaufen aus Rom (Civitavecchia) vor der toskanischen Küste auf einen Felsen gesteuert ist nach dem der Kapitän einen sehr eigenwilligen Routeneinschlag vorgenommen hat.

    Die Seenotrettungsübungen können demnach auch noch spätabends stattfinden wie beispielsweise auf Karibik-Kreuzfahrten wo die Schiffe erst gegen 23 Uhr auslaufen und die Anreise relativ spät erfolgt. Das ist zum einen eine unschöne Zeit und mit Kindern natürlich auch nicht sehr einfach, aber wie man aber nun wieder gesehen hat eine sehr sehr wichtige Maßnahme und keine Spaßveranstaltung.

    Edit:

    Bezüglich eines Kommentars auf Facebook zu diesem Beitrag:

    Schon komisch! Plötzlich geht das !?!?

    Die Rettungsübungen im Allgemeinen wurden auch nicht am nächsten Morgen veranstaltet weil die Reederei vorher keine Lust hatte sondern damit es die Gäste so angenehm haben wie möglich. Das wird man dann spätestens dann feststellen wenn die Seenotrettungs-Übung direkt vor dem Abendessen stattfinden wird. Die Crew hat jeweils auch einen Sicherheitsposten und dieser bleibt auch noch nach der Beendigung der Übung für die Passagiere besetzt. Das heisst also im Detail das 1500 Menschen zu den Restaurants laufen und erstmal ziemlich alleine da stehen werden bis die Crew wieder an ihrem eigentlichen Arbeitsplatz ist. Dann ist das Geheule sicherlich auch wieder riesig – die Sicherheit geht aber vor – das sollte man immer im Hinterkopf behalten.



    5 Kommentare

    1. Nerobergsport sagt:

      Das letzte Schiffsunglück hat doch wieder einmal gezeigt, daß der Preis eine endscheidende Rolle spielt. Auf einer “ Europa“ oder „Deutschland“ wäre dieses Unglück sicher nicht passiert. Deshalb sollte derjenige, der sich eine große Kreuzfahrt nicht leisten kann, lieber zu Hause bleiben. Dies war schon früher ein Privileg für die Reichen und dies sollte es dann besser wohl auch so bleiben. Ich jedenfalls brauche es zu meinem kleinen Lebensglück nicht. Es grüßt Euch alle ein normaler Durchschnittsbürger.

      • Pascal Wepner sagt:

        Mit Verlaub: Ich habe noch nie einen größeren Blödsinn gelesen als das von Ihnen geschriebene Kommentar. Die Sicherheitsvorschriften sind für eine „Europa“ oder „Deutschland“ ebenso geltend wie für eine Costa, AIDA, Mein Schiff oder Princess Daphne – eben für alle Kreuzfahrtschiffe gleich. Ebenso halten sich alle Reedereien an diese Vorgaben.

        Es grüßt ebenso ein Durchschnittsbürger!

    2. Kirsten sagt:

      Was ist das doch für ein Schwachsinn! Nur die Reichen sollten Kreuzfahrten machen? Hilfe! Der Preis hat nicht mit laxen Seenotrettungsübungen zu tun. Bin Royal Caribbean-Mehrfachtäter und gerne immer wieder. Kann sich auch der „Durchschnittsbürger“ leisten, wie ich es bin. Und da wird man auch also Normalo-Reisender behandelt wie man es in Deutschland kaum kennt. Übrigens: Die Seenotrettunsübung findet dort VOR dem Auslaufen statt! Es wird auch pro Kabine auf einer Liste abgehakt, welcher Kabinenpassagier da ist und welcher nicht. Anwesenheit ist Pflicht! Das ganze Drumrum fand ich vorbildlich. Man wurde bereits im Treppenhaus von diversen Mitarbeitern zu „Seiner“ Assembly Station (Sammelplatz) geleitet, die übrigens auch auf jeder eigenen Kabinenkarte steht! Dass TUI und AIDA jetzt erst auf vorgezogene Übungen kommen, spricht für sich. Die könnten sich von RCCL eine Scheibe abschneiden!

      • Pascal Wepner sagt:

        Ich habe beispielsweise bei AIDA auch schon direkt vor der Abfahrt die SNRÜ mitgemacht, dürfen die jetzt wieder die Scheibe zurückgeben die sie von RCI abschneiden sollten?

        • Kirsten sagt:

          Von mir aus können sie sie zurückgeben oder behalten. Ich glaube, RCCL hat noch genug Scheiben über…… – Trotzdem traurig, dass wie ganz oben erwähnt die einen oder vielleicht die anderen erst nach einer Katastrophe ein verbessertes Sicherheitsdenken umsetzen wollen. – Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Vermissten der Costa Concordia.


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