Viking Star (baugleiche Schwester zur Viking Sky) / © Viking Ocean Cruises
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Video: Viking Sky in Seenot auf der Nordsee (Update / Livestream)

Die Viking Sky von Viking Ocean Cruises hat gerade enorme Probleme in der Nordsee. 1300 Menschen sind an Bord. Das Schiff treibt mit einem Maschinenschaden vor der norwegischen Küste umher. Die Viking Sky wurde 2017 in Dienst gestellt, es handelt sich dabei also fast um einen Neubau. Mit knapp 48.000 BRZ und 228 Metern Länge handelt es sich um ein eher kleines Kreuzfahrtschiff.

Nachdem der Kapitän gegen 14:00 Uhr einen Notruf abgesandte, rückte die Küstenwache an mit Helikoptern und Schiffen, allerdings gibt es derzeit auch Windgeschwindigkeiten von fast 40 Knoten, das entspricht etwa 80 km/h.

Das Schiff befindet sich derzeit zwischen Hustad und Farstad, der Kapitän soll den Anker geworfen haben, dennoch droht das Kreuzfahrtschiff vom Wind weiter in Richtung Küste geschoben zu werden. Maximal zwei Kilometer trennt das Schiff derzeit von der Küste Norwegens.

Die ersten SAR-Boote wurden zurück beordert, bei 7-8 Meter hohen Wellen ist es für die kleinen Seenotretter unmöglich an der Rettungsaktion schadlos teilzunehmen. Die Passagiere der Viking Sky werden nun mit Helikoptern evakuiert. Insgesamt seien drei Helikopter der norwegischen Küstenwache im Dienst um die Passagiere und die Crew zu retten. Pro Helikopter stehen etwa 10-20 Evakuierungsplätze pro Flug bereit.

Mehrere Schlepper sind auf dem Weg zur Viking Sky um sie vor dem Aufprall an der Küste zu schützen beziehungsweise eine Grundberührung zu vermeiden. Die Schlepper sollen das Schiff in einen Hafen bringen. Die Rettungsaktion soll sich bis weit in den Abend hinziehen.

Die Viking Sky sollte nach Routenplan auf dem weg von Tromsö nach Stavanger sein.

Technische Daten der Viking Sky

  • Flagge: Norwegen
  • Rufzeichen: LAIW6
  • Heimathafen: Bergen
  • Reederei: Viking Ocean Cruises
  • Bauwerft: Fincantieri
  • Verbleib: in Bau
  • Länge: 228,30 Meter
  • Breite: 28,80 m
  • Tiefgang: max. 6,60 m
  • Vermessung: 47.842 BRZ
  • Passagiere: 944 maximal

Die Viking Sky ist 228 Meter lang und kann rund 930 Passagiere unterbringen. An Bord gibt es ein alles inklusive Konzept (Internet, Getränke, Restaurants, Landausflüge.), ebenfalls gibt es keinerlei Innen- oder Außenkabinen, sondern nur Balkonkabinen und Suiten mit bis zu 134qm Wohnfläche.

Livestream aus Norwegen

Livestream aus Norwegen/ © NRK (LINK)

UPDATE: 

Ein erster Schlepper ist bei der Viking Sky angekommen. Mittlerweile sollen etwa 100 Menschen bereits gerettet worden sein. Auch soll eine Antriebsmaschine wieder funktionieren nach dem Totalausfall. Auf Twitter fordert die Polizei die Schaulustigen auf die Wege nicht zu versperren. An Land versammeln sich derweil diverse Rettungsfahrzeuge und Busse um die evakuierten Gäste weg zu bringen, vermutlich in nahe gelegene Hotels.

Ein zweites Schiff geriet in Seenot. Die „Hagland Captain“ war der Viking Sky zur Hilfe gekommen, allerdings ist der Motor auch bei diesem Schiff ausgefallen auf dem Weg, so dass das Schiff selbst eine Havarie auslöste. Zwei Rettungshubschrauber wurden von der Viking Sky abgezogen um die Crew der Hagland Captain zu retten, was auch funktionierte, alle 9 Crewmitglieder konnten unbeschadet gerettet werden.

UPDATE 24.03

Die Rettungskräfte konnte bisher nur 467 Menschen von Bord der Viking Sky mit den Hubschraubern evakuieren, alle anderen Passagiere und Crewmitglieder müssen weiterhin an Bord verharren. Die Evakuierung per Hubschrauber wurde gegen 10 Uhr am Sonntag abgebrochen, da das Schiff wieder in Fahrt ist.
 
Verschiedene unten zu sehende Videos zeigen wie es an Bord aussieht, mitunter gab es auch Wassereinbruch auf der Viking Sky.
 
Es wurde gemeldet, dass sich 17 Personen verletzt haben, drei Personen sollen schwere Verletzungen davon getragen haben. 
 
In der Nacht gelang es der Crew drei der vier Maschinen wieder in Gang zu bringen, so dass das Schiff wieder eigenständig fahren kann. Zuerst ging es mit eigener Kraft weg von der Küste, nun ist die Viking Sky allerdings mit Schlepperhilfe unterwegs nach Molde, wo sie am Nachmittag ankommen soll.
 

UPDATE 24.03 = 16:30 Uhr

Die Viking Sky ist im Hafen von Molde angekommen. Die Gäste können dort nun „ganz normal“ per Gangway das Schiff verlassen und werden von dort aus die Heimreise antreten. 
 
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1 Kommentar gepostet

  1. Ahoi – möchte hier gerne eine Information zu dem ganzem Vorfall weitergeben – ohne weiteren Kommentar – aber andere Meinungen würden mich interessieren:

    Leserbrief an titanic-museum-germany. de zu einem Beitrag und einem Video im MDR

    Oliver Schmidt im Fernsehen (VIKING SKY)
    https://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/c/video-286722. html
    . html
    —————————————————–
    „Liebe Kreuzfahrtgemeinde,
    bin gerade zurück von einer Werftprobefahrt und Testfahrt auf der
    „Spectrum of the Seas“ (RCI).
    Habe von der VIKING SKY die Fakten bekommen und natürlich den Leserbrief
    von Oliver Schmidt gelesen.
    In der Tat hat er in wichtigen Punkten den richtigen Riecher bewiesen.
    Ich möchte aber dennoch etwas wesentliches hinzufügen dürfen:
    sicher war es sehr unangenehm für die Menschen an Bord. Das Schiff war
    nicht durch das Rollen und Verhalten in der See gefährdet sondern durch
    die Gefahr des auf Grund Laufens vor der norwegischen Küste! Das sich Gegenstände lösen
    und Menschen verletzen muss verhindert werden.
    Nun, wie kommt es zu den Maschinenausfällen? Habe mit den mir bekannten
    Maschineningenieuren den Fall besprochen und wir sind zu dem Ergebnis
    gekommen:
    Die Schmieröltanks sind meist nur bis low level gefüllt, also bis dahin,
    knapp drüber, wo ein Sensor anzeigen soll wann Ölmangel herrscht für die
    Maschinenversorgung.
    Zeigt der Sensor an dann gibt es einen Ölalarm (zu wenig im Tank).
    Dieser kann durch automatische Pumpen behoben werden und die Schmierung
    ist gesichert.
    Oft wird aber ein solches System aus Kostengründen nicht eingebaut, wird
    auch nicht verlangt! dann kann man aber manuell Öl nachfüllen um den
    Alarm zu vermeiden.
    Wenn dieser Alarm nicht beachtet werden sollte dann denkt die Technik
    folgendes:
    kein Öl zum Schmieren dann geht Maschine kaputt! Folge, eigentlich
    logisch: Maschine abstellen!!!!! Und das gilt dann für alle Hauptmaschinen!
    So wird es gewesen sein.
    Allerdings gibt es Regeln für solche Schmieröltanks:
    rough sea conditions (rauhe See Füllstände) und Normalbetrieb!
    Hier hätte man rechtzeitig das Öl auffüllen müssen um das bekannte
    AUSFALLEN der Maschinen zu verhindern.
    Ohne Maschinenleistung schlägt der Dampfer quer zur See und rollt sich,
    schaukelt sich auf!!!
    Über die Qualität der Besatzung habe ich mich nicht zu
    äußern……………aber oft spart der Reeder auch an Ölen und fährt
    minimum weil der Stoff teuer ist!
    Und oft fahren Unerfahrene nur nach Makers Instruction!!!!
    Herzliche Grüße
    Klaus Mewes – Kapitän“

    Bin gespannt auf Meinungen hierzu
    mfg Roberto

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