Reisebericht MSC Magnifica Nordland: Ungeplanter Seetag vor Helgoland


    Den zweiten Tag unserer Kreuzfahrt mit der MSC Magnifica sollten wir auf Helgoland verbringen, doch als wir gegen 8.00 Uhr wie geplant vor der einzigen deutschen Hochseeinsel lagen wurde noch vor unserem Frühstück per Lautsprecher bekannt gegeben, dass die Ausschiffung nach Helgoland auf Grund von schlechten Wetterbedingungen leider ausfallen muss. Windstärke 7 und hohe Wellen in Landnähe waren für den Kapitän zu viel und die Sicherheit der Gäste geht vor, für viele Passagiere war dies allerdings nicht Grund genug und das Verständnis für die Entscheidung gering. Die gute Stimmung an Bord, die man noch am Vorabend beobachten konnte, drohte zu kippen. Erste Kraftausdrücke gegenüber der Reederei MSC Kreuzfahrten und gegenüber des Kapitäns konnte man hören.

    Helgoland

    Helgoland



    Wir sahen es hingegen gelassen und waren irgendwie auch schon darauf vorbereitet gewesen, das Wetter war tatsächlich nicht das Beste und der Wind war schon sehr ordentlich. Wir ließen es uns dann erst mal im Restaurant L’Edera auf Deck 5 beim Frühstück gut gehen. Croissants, Pfannkucken, Brötchen und frische Ananas versüßte uns den Tag.



    Anschießend verbrachte Julian eine Weile im Kids Club der MSC Magnifica. Die Mädels dort sprachen zum Großteil deutsch und so fühlte Julian sich schnell wohl und das obwohl er mit seinen gerade mal letzte Woche 3 Jahre alt geworden im Kids Club der Jüngste war. Dass er noch eine Windel trägt, war hier kein Problem.

    Ich nutzte die Zeit um mich an Bord ein wenig umzusehen und war erstaunt wie wenig Passagiere an Bord unterwegs waren. Die meisten öffentlichen Bereiche waren recht leer, entweder scheint es sich an Bord recht gut zu verlaufen oder die restlichen Passagiere haben sich aus Frust wegen des abgesagten Helgoland Trips auf der Kabine versteckt.

    Zum Mittagessen gingen wir in die Cafeteria Sahara auf Deck 13 wo Buffet angeboten wird. Hier gibt es in erster Linie Snacks wie Pizza, Pasta, Hot Dogs, Hamburger und Co, aber auch frische Salate, frisches Obst sowie verschiedene Fleischgerichte werden angeboten. Wer es etwas großzügiger und gehobener mag, dem wurde im Restaurant L’Edera ein a la carte Menü serviert.

    Anschließend wurde es Zeit für ein kleines Nickerchen. Julian besuchte erneut den Kids Club wo er sichtlich Spaß hatte. Es wurde gemalt und gebastelt. Für mich war diese Auszeit auf Kabine genau das richtige, im Alltag als Mutter hat man ja oft wenig Zeit für sich um mal zu relaxen und so schloss ich einfach mal für einige Zeit ganz in Ruhe meine Augen.

    Langsam neigte sich der Tag gen Abend und wir machten uns fertig für den Gala-Abend der an diesem Tag stattfand. Um 17.00 Uhr wurde auf einen Wilkommens-Drink eingeladen in allen Bars auf den Decks 5 und 6 bevor es dann um 18.00 Uhr in die Restaurants zum Gala-Dinner ging. Für Julian gab es einen leckeren Fisch und für mich Lammkeule. Zwar hatten wir einen Zweiertisch,aber am Tisch neben uns saß ein nettes älteres Päärchen aus Österreich, mit denen man schnell ins Gespräch kam. Sie waren schon öfter mit MSC unterwegs und genossen die Reise ebenso wie wir.

    Nach dem Abendessen wurde selbstverständlich noch eine Show im Royal Theatre präsentiert, die wir uns allerdings entgehen ließen. Das wäre für Julian wirklich zu lange geworden, denn er zweigt bereits beim Abendessen erste Anzeichen von Müdigkeit, so dass unser Abend dann auch schon nach dem Abendessen endete.

    Gerne möchte ich an dieser Stelle noch etwas zum Service an Bord los werden, der ja oft kritisiert wird. Ich hab mein Ladekabel für mein Handy, ein iPhone 5, Zuhause vergessen. Ohne Handy ist man doch relativ schnell aufgeschmissen, vor allem wenn man ansonsten weder Uhr noch Wecker dabei hat. Nachdem ich die letzten 24 Stunden vergebens versuchte hatte an ein Ladekabe zu gelangen entschloss ich mich dazu im Shop eine Uhr zu kaufen. Ich erklärte der Verkäuferin mein Problem und dass ich deshalb eine möglichst kostengünstige Uhr erwerben möchte. Ihre Antwort darauf hin war, dass eine Freundin von ihr ein iPhone 5 habe und dass sie diese gerne fragen kann, ob sie es mir ausleiht. Nur kurze Zeit später hatte ich also ein Ladekabel, geliehen von einer anderen Shop-Verkäuferin. Man hätte mir auch eine teure Uhr verkaufen können, stattdessen organisierte man mir ein Ladekabel, was für mich definitiv die bessere Lösung des Problems war. Toller Service wie ich finde!

    MSC Kreuzfahrten Reiseberichte: Nordland-Kreuzfahrt mit MSC Magnifica

     

     



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