Reisebericht MSC Magnifica Nordland: Ausschiffung in Hamburg


    Am 5. Tag war unsere Kreuzfahrt mit der MSC Magnifica im Nordland auch schon wieder vorbei, denn in Hamburg wurde ausgeschifft. So eine Ausschiffung ist ja doch irgendwie immer gleich und dennoch überall ein wenig anders organisiert. Auf der MSC Magnifica wurde schon am Nachmittag des Vortags zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, wie die Ausschiffung und das ganze Prozedere drum herum in Hamburg ablaufen werde. Interessant vor allem für Kreuzfahrt-Neulinge, denn es wurde in erster Linie erklärt, wie das mit dem Gepäck funktioniert, wann man die jeweiligen farbigen Kofferanhänger erhält und was dann zu tun ist.

    Nach dem Abendessen bekamen wir dann unsere farbigen Kofferanhänger in die Kabine gebracht. Diese waren aufgeteilt in die verschiedenen Decks und in Self Assist Gäste, die ihr Gepäck selbst mit von Bord nehmen. Für mich stand fest, dass ich mein Gepäck nicht selbst mit von Bord nehmen werde, denn zwei Koffer, ein Laufrad, Handgepäck und ein Kind sind dann vielleicht doch zu viel des guten.



    MSC Magnifica



    Die Kofferanhänger werden dann an die Koffer gemacht und diese bis spätestens 1.00 Uhr in der Nacht vor die Kabinentür gestellt. Die Koffer findet man dann nach der Ausschiffung im Terminal wieder, wiederum sortiert nach der Farbe der einzelnen Kofferanhänger.

    Am Morgen der Ausschiffung also begaben wir uns um 10.30 Uhr zu dem Treffpunkt unserer Kofferanhänger-Farbe ins Royal Theater und warteten dort mit den anderen Gästen auf die Ausschiffung. Es hieß nämlich man solle sich zu der angegebenen Uhrzeit am jeweiligen Treffpunkt versammeln und darauf warten dass die eigene Farbe zur Ausschiffung aufgerufen wird. Hier entstand bereits das erste Problem, zwar waren in der Information, die man ebenfalls am Vorabend auf die Kabine erhielt, die einzelnen Treffpunkte der jeweiligen Anhängerfarben notiert, aber eine Uhrzeit war nicht vorhanden, so dass sich ALLE Passagiere um 10.30 Uhr, geplante Ankuftszeit in Hamburg, an den zugeteilten Treffpunkten versammelten. Dass aber nicht alle Passagiere gleichzeitig von Bord gehen können ist einleuchtend.

    Begonnen wurde mit den Self Assist Gästen, die ihre Koffer selbst mit von Bord nahmen, das waren nicht wenige, immerhin drei verschiedene Kofferanhänger Farben. Das nahm sehr viel Zeit in Anspruch, und ich hatte nicht den Eindruck, dass das unbedingt alles Passagiere waren, die wussten was sie da tun, sondern eher Passagiere die nicht verstanden haben, dass man die Koffer auch ohne große Mühe runter bringen lassen kann. Wie ich zu dieser Vermutung komme? Man sah an den jeweiligen Treffpunkten der Self Assist Gäste zum Teil auch körperlich eingeschränkte Passagiere, die nun versuchten in dem Gedränge an ihren Gehhilfen das Gleichgewicht zu halten und gleichzeitig ihren Koffer zu ziehen. Man sah zum Teil ältere Menschen, denen ihre Koffer viel zu schwer waren und und und…

    Bis die kompletten Self Assist Gäste von Bord waren vergingen rund 2 Stunden. 2 Stunden in denen alle anderen Passagiere bereits an ihren Treffpunkten saßen und darauf warteten aufgerufen zu werden, Familien mit ungeduldigen Kindern, denen es zurecht langweilig wurde. Die zwei Stunden hätte man gewiss anders nutzen können wenn man sich in der Zeit hätte weiterhin an Bord der MSC Magnifica frei bewegen können, gegen Barzahlung hätte was an der einen oder anderen Bar trinken können, die Kinder noch hätten spielen können.

    Die Stimmung an Bord kippte ein weiteres Mal, ähnlich wie nach dem Ausfall von Helgoland. Es wurden wieder Vorwürfe ausgesprochen, von einer miserablen Organisation war die Rede, dass man so etwas noch nicht erlebt habe. Dabei war die Organisation nicht mal schlecht, man hätte eben nur zu den einzelnen Treffpunkten und Farben auch entsprechende Uhrzeiten dazu schreiben müssen und alles wäre seinen gewohnten Weg gegangen. Self Assist Gäste mit gelben Anhängern um 10.30, mit roten um 11.00, mit grünen um 11.30, Farbe Lila um 12.00, Farbe Hellblau um 12.30 und so weiter. Keiner hätte sich gelangweilt, keiner hätte Grund gehabt sich zu beschweren und aufzuregen.

    Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die vergessen oder falsch gemacht werden, Kleinigkeiten die eine große Wirkung auf das Endergebnis haben. Aus Erfahrung von meiner Kreuzfahrt mit der MSC Fantasia im Oktober weiß ich dass MSC Kreuzfahrten das besser kann und bin optimistisch, dass das in Zukunft auch auf der Magnifica wieder richtig funktioniert.

    MSC Kreuzfahrten Reiseberichte: Nordland-Kreuzfahrt mit MSC Magnifica

     

     



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