A-Rosa Viva Reisebericht – Rheinmetropolen

Sechs Tage – Fünf Nächte , eine knappe Woche verbrachte ich an Bord der A-Rosa Viva, einem gemütlichen Flusskreuzfahrtschiff für maximal 202 Passagiere. Unsere Kurzreise führte uns zunächst nach Köln, von wo aus die Flusskreuzfahrt startete. In den folgenden Tagen durften wir uns über Stops in Antwerpen in Kombination mit Brüssel, Amsterdam und Düsseldorf freuen. Die Wettervorhersagen für diese Reise waren nicht gerade vielversprechend, also stellte ich mich schon mal auf das schlimmste ein, vor allem auf jede Menge Wasser, nicht nur ums Schiff herum sondern auch von oben.

Tag 1: Anreise nach Köln und erste Eindrücke

Nachdem die Anreise zu meiner letzten Flusskreuzfahrt mit Bahn so ausgezeichnet geklappt hat, entschied ich mich auch dieses Mal wieder mit der Bahn von Hamburg nach Köln zu reisen. Es fing auch alles ganz prima an, wir starteten pünktlich in Hamburg, wie man es dann allerdings schafft dennoch mit ca 45 Minuten Verspätung in Köln anzukommen, das ist mir ein Rätsel. Für mich war das allerdings nur mit Vorteilen verbunden, denn so verkürzte sich meine Wartezeit in Köln am Bahnhof auf den Transfer zum Schiff.



Die A-ROSA Viva wartete in Köln am Deutzanleger auf ihre Passagiere, dort angekommen ging es auch direkt an Bord, die obligatorische Rose für die Damen zur Begrüßung brachte einige Augen zum leuchten. Der Check-In verlief schnell und unkompliziert, man benötigte lediglich Personalausweis oder Reisepass zur Identifizierung, erhielt seine persönliche Bordkarte und von da an konnte die Erholung und der Urlaub beginnen.

Meine Kabine, eine Außenkabine der Kategorie C auf Deck 2 war schnell gefunden. Auf ca. 14,5 Quadratmetern erschien die Kabine ausreichend geräumig und überzeugte mit freundlichen Farben.

Kabine 228 A-ROSAviva

Kabine 228 A-ROSAviva



Für hungrige wurde direkt auch ein kleiner Imbiss im Restaurant angeboten, da noch einige Zeit bis zum Abendessen blieb und keiner nach der meist langen Anreise verhungern sollte.

Pünktlich um 16.30 legten wir bei einer kleinen Sail-Away-Party mit Kölsch auf dem Freideck ab. Neben der A-ROSA Auslaufhymne „Following my Heart“ wurde auch die AIDA Auslaufhymne „Sail away“ gespielt – nicht nur hier gibt es diverse Parallelen zwischen den beiden Kreuzfahrtunternehmen.

Vorbei am Kölner Dom wurde auch schon bald zur obligatorischen Sicherheitsübung geladen. Diese fand in zwei Sitzungen statt, ich bezweifle dass alle Passagiere gleichzeitig in die Lounge passen würden. Zunächst einmal wurden die Passagiere mit geraden Kabinennummern geladen, anschließend die mit ungeraden. Es fällt aber auch nicht auf wenn man mischt, bzw wurde niemand weg geschickt, der von der Uhrzeit her falsch war.

Im Anschluss wurden noch einige Information gegeben rund ums Schiff und zu den Landausflügen die uns während dieser Reise entlang des Rheins erwarten, so dass jeder an Bord bestens informiert war, auch Passagiere, die zum ersten Mal eine Flusskreuzfahrt unternehmen.

Anders wie man es von anderen Flusskreuzfahrtschiffen kennt, wird das Abendessen hier an Bord der A-ROSAviva nicht am Tisch serviert sondern in Buffet Form eingenommen. Dementsprechend gibt es auch keinen festen Tisch und keine festen Tischzeiten, auch einen Dresscode-Vorschlag sucht man hier vergeblich – die Devise: leger und ungezwungen. Wer frühzeitig zum Essen kam, der hatte freie Tischwahl, zu späterer Zeit gab es immer noch genügend Plätze wenn man kein Problem hat sich irgendwo dazu zu setzen.

Am Tisch selbst stand für alle Passagiere Wasser kostenfrei zur Verfügung, alle anderen Getränke müssen bezahlt werden, außer wenn man den Premium-Exclusive Tarif gebucht hat, mit dem man von einem Alles-Inklusive Konzept profitiert. Hierfür braucht man auch kein Armband oder ähnliches was einen outet, sondern die Farbe der Kabinenkarte macht das erkenntlich, so dass man auch wenn man All-Inclusive hat bei jeder Bestellung die Kabinenkarte vorzeigen muss.

Die Auswahl am Buffet war groß und geschmacklich war das Essen einwandfrei und sehr lecker. Die Gesellschaft am Tisch hätte ebenfalls nicht besser sein können und so war das erste Dinner an Bord rundum gelungen.

Wer wie ich grundsätzlich nicht so der große Buffet-Fan ist, der hat an Bord der A-ROSA viva die Möglichkeit an unterschiedlichen Abenden an speziellen Themenabenden teilzunehmen, an denen das Essen am Tisch serviert wird. Hier sind die Plätze allerdings stark begrenzt so dass man sich frühzeitig anmelden sollte und ein kleiner Aufpreise wird fällig. Mit dem Premium-Exclusive Tarif ist ein solcher Themenabend im Preis bereits inbegriffen.

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Zu späterer Stunde wurde zum Welcome-Cocktail in die Lounge geladen. Hier haben sich der Kapitän und seine Offiziere, sowie Hotelmanager und Co vorgestellt. Anschließend wurde bei gemischter Musik, getrunken, gefeiert und getanzt, jeder so wie er es mochte.

Tag 2: Antwerpen – Stadtrundfahrt

Der Hafen von Antwerpen ist nach Rotterdam der zweitgrößte Seehafen Europas, dicht gefolgt von Hamburg. Dadurch und auf Grund des Handels von Diamanten ist Antwerpen von großer internationaler Bedeutung. Antwerpen ist mit 470.000 Einwohnern die größte Stadt Belgiens, die Einwohnerkultur ist ebenfalls sehr international. Die Möglichkeiten in Antwerpen sind vielfältig, neben geführten Stadtrundfahrten lässt sich auf Grund der Lage der Schiffe Antwerpen auch ganz ausgezeichnet auf eigene Faust erkunden. Das Zentrum und der große Marktplatz in der Altstadt lassen sich bei normalem Schritt in weniger als einer halben Stunde zu Fuß erreichen. Auch mit dem Rad ist ist Antwerpen sehr reizvoll, so dass an Bord der A-ROSA viva auch eine geführte Radtour mit einer Länge von 15km durch Antwerpen angeboten wurde.

Marktplatz Antwerpen

Marktplatz Antwerpen

Antwerpen Stadtrundfahrt und Rundgang

Im Rahmen des Premium-Exclusive Tarifs hatte ich während meiner Reise einen Landausflug inbegriffen. Ich entschied mich für ein Stadtrundfahrt in Antwerpen, da ich zum einen zum ersten Mal in Antwerpen war und wir zudem über Nacht dort blieben und es somit noch genügend Möglichkeiten gab, die Stadt auch noch individuell und auf eigene Faust zu erkunden.

Treffpunkt für den Ausflug war am Nachmittag, direkt nach dem wir angelegt hatten, vor dem Schiff. Zunächst einmal gin es mit dem Bus in Richtung Bahnhof, nicht weil wir dort mit dem Zug weiter fahren würden, nein, der Bahnhof Antwerpens gilt als eigene Sehenswürdigkeit und sollte auf einer Tour durch Antwerpen keinesfalls fehlen. Um den Bahnhof nicht nur zu sehen sondern auch bestens informiert zu sein, erhielten wir vorab Audio-Guides mit Ohrstöpsel, über die unser Reiseführer uns alle möglichen Informationen mitteilen konnte. Unser Reiseführer, Wim, ein echter Belgier, überzeugte schon von Beginn an mit einem großen Wissen und sehr viel Humor. Einen besseren Reiseleiter hätte man sich nicht wünschen können.

Bahnhof Antwerpen

Bahnhof Antwerpen

Am Bahnhof angekommen war man wirklich erstaunt, dass es sich bei dem Gebäude tatsächlich um einen Bahnhof handelt, und was uns von außen versprochen wurde, wurde im inneren des Bahnhofs nicht nur gehalten, sondern es übertraf die Erwartungen der Meisten unter uns.

Nachdem wir den Bahnhof und anschließend einige Diamantengeschäfte um den Bahnhof herum bestaunen durften ging es weiter mit dem Bus. Wie schon erwähnt ist Antwerpen sehr international, wie fuhren durch einige Stadtviertel zu denen uns Wim sehr viel über die einzelnen Nationen und deren Kulturen erzählte, die in den jeweiligen Vierteln leben. Nach ca. einer Stunde Busfahrt erreichten wir die Schelde von wo aus es zu Fuß weiter in die Altstadt Antwerpens ging.

Blick in die Altstadt Antwerpen

Blick in die Altstadt Antwerpen

Nach wenigen Gehminuten erreichten wir die Kathedrale Antwerpens, das Wahrzeichen der Stadt. Von außen schon sehr beachtlichen, wir kamen aber auch in den Genuss die Kathedrale von innen besichtigen zu können.

Anschließend marschierten wir weiter zum Marktplatz der Stadt, wo sich ein wunderschöner Brunnen und das Rathaus befinden, sowie einige Cafés die zum verweilen einluden. Hier hatten wir nun einige Zeit zur freien Verfügung bevor es durchs alte Rotlichtviertel dann auch schon zurück zum Bus und wieder zum Schiff ging.

3,5 Stunden, die dieser Ausflug dauerte vergingen wie im Flug haben sich sich wirklich gelohnt, denn man erhielt doch einige interessante Informationen über die Stadt, für die man sonst länger hätte recherchieren müssen.

Antwerpen bei Nacht

Während dem Tagesausflug erhielten wir von unserem Reiseleiter Wim einige zusätzliche interessante Informationen für unseren weiteren Aufenthalt in Antwerpen. So erfuhren wir, dass man vom Dach des „Museum am Fluss“ (MAS) oder belgisch „Museum aan de Stroom“, welches im Mai 2011 eröffnet wurde, einen unvergleichlichen Blick über ganz Antwerpen genießen könne.

Museum am Fluss MAS in Antwerpen

Museum am Fluss MAS in Antwerpen

Das war ein guter Plan und so nahm ich mir dieses Highlight für den Abend vor, und mir wurde tatsächlich nicht zuviel versprochen. Bis 22.00 Uhr am Abend kann man den 62 Meter hohen Museumsturm der direkt an der Schelde liegt und nur wenige Fussminuten vom Schiffsanleger entfernt, besichtigen und das vollkommen kostenfrei. Mit Rolltreppen geht es gemütlich nach oben, lediglich das letzte Stockwerk muss man noch zu Fuß über normale Treppen zurücklegen.

Doch nicht nur der Ausblick von oben lohnt sich bei Nacht, auch so bietet Antwerpen bei Nacht rund um das Gebiet an der Schelde eine ganz besondere Stimmung. Wenn mal also wie wir über Nacht in Antwerpen ist, sollte man sich einen Spaziergang am Abend unter keinen Umständen entgehen lassen.

Antwerpen bei Nacht

Antwerpen bei Nacht

Tag 3: Antwerpen – Ausflug nach Brüssel

Durch unseren Overnight in Antwerpen hatten wir nun noch einen ganzen weiteren Tag in der schönen Stadt an der Schelde vor uns. Auch hier wurden verschiedene Möglichkeiten für Landausflüge geboten, am interessantesten war hier wohl die Fahrt nach Brüssel. Während man wie üblich eine Stadtrundfahrt mit geführtem Stadtrundgang in Brüssel buchen konnte, hatte man auch die Möglichkeit einfach nur den Transfer nach Brüssel und zurück in Anspruch zu nehmen. Dieser wurde sowohl am Vormittag mit einem dreistündigen Aufenthalt in Brüssel angeboten, sowie am Nachmittag mit einem zweistündigen Aufenthalt in der Hauptstadt Europas. Zu meinem großen Erstaunen, wurden diese beiden Transfers für die Gäste an Bord der A-ROSA viva vollkommen kostenfrei angeboten und Brüssel und Antwerpen liegen nicht eben mal 10 Minuten voneinander entfernt, da fährt man schon eine Ecke länger mit dem Bus.

Brüssel ist die Haupt- und Residenzstadt des belgischen Königreiches und sie hat ca. 170.000 Einwohner. Neben dem Königspalast und seinen Gärten, dem Marktplatz und dem Platonium welches als Wahrzeichen der Stadt gilt, hat Brüssel den Touristen vor allem eins zu bieten: die wahrscheinlich beste Schokolade der Welt. In der Innenstadt gibt es unzählige Pralinen- und Schokoladengeschäfte, auf Grund derer man eher nicht drum herum kommt die ein oder andere Leckerei zu kaufen.

Die Schokolade, ganz klar ein Grund für mich den Transfer nach Brüssel zu buchen um mich mit leckeren belgischen Pralinen einzudecken. Ich wählte den Transfer am Nachmittag, was sich schon bald als Fehler herausstellte. Zum Schokolade kaufen und ein wenig bummeln, sollten mir eigentlich die zwei Stunden Aufenthalt in Brüssel reichen. Doch was ich nicht einkalkulierte, was der enorme Verkehr in und um Brüssel, so dass wir nicht wie geplant nach ca. einer Stunde Fahrtzeit Brüssel erreichten, sondern eher fast 90 Minuten benötigten. Dementsprechend verkürzte sich natürlich der Aufenthalt in Brüssel, da wir nach hinten hinaus auch nicht wirklich Zeit hatten, wenn die A-ROSA viva wieder pünktlich ablegen wollte.

So kam es, dass wie in der Busgruppe gemeinsam zum Marktplatz in Brüssel gingen und uns dort ca. eine Stunde zur Verfügung stand bevor wir uns wieder dort treffen würden um gemeinsam zum Bus zurück zu gehen. Schnell eine heiße Schokolade getrunken, Pralinen gekauft und vor allem reichlich probiert, ein paar Fotos geknipst und schon war die Zeit auch schon wieder vergangen.

Marktplatz Brüssel

Marktplatz Brüssel

Wie man auf der Hinfahrt von Antwerpen nach Brüssel schon fast vermuten konnte, verbrachten wir auch auf der Rückfahrt einige Zeit im Stau und brauchten auch hier ca. 90 Minuten um wieder zurück zur A-ROSA viva zu kommen. Zwar trafen wir verspätet ein, dennoch wartete das Schiff auf uns, was ganz klar ein Vorteil von vom Schiff organisierten Ausflügen ist, individuell hätte es uns durchaus passieren können, dass wie der A-ROSA viva lediglich noch hätten hinterher winken können, anstatt mit ihr weiter zu fahren.

Tag 4: Amsterdam

Am Vormittag in Amsterdam angekommen, war für mich sehr schnell klar, dass ich mich bereits früh auf den Weg in die Stadt machen würde, denn bei meinem letzten Aufenthalt in Amsterdam vor rund zwei Jahren stellt ich fest, dass die Stadt zum Nachmittag hin, doch sehr voll um nicht zu sagen überlaufen war. Ungewohnt sind dabei in Amsterdam nicht nur die vielen Touristen die zu Fuß unterwegs sind sowie die Autofahrer, vor allem an die Vielzahl von Radfahreren muss man sich in Amsterdam erst einmal gewöhnen. Zwar kenne ich persönlich keine Stadt die in Sachen Radfahrer besser organisiert ist, so gibt es unzählige Radwege, Parkhäuser und auch Ampeln für Radfahrer, doch irgendwie hat man das Gefühl so wirklich dran halten tut sich an die Organisation niemand, irgendwie fahren doch alle durcheinander.

Amsterdam

Amsterdam

Von Bord aus wurden einige interessante Ausflüge in und um Amsterdam angeboten, was man sich hier wahrscheinlich keineswegs entgehen lassen sollte ist die Grachtenfahrt durch Amsterdam, die einem ermöglicht die Stadt von den Grachten, sprich vom Wasser aus zu erkunden. Aber auch der Ausflug zum Keukenhof, wo man nicht nur unzählige Tulpen sondern auch eine Vielzahl anderer schöner Pflanzen in einer Parkähnlichen Anlage bestaunen und sogar bestellen kann. Da ich beides bereits kannte entschied ich mich dazu dieses Mal Amsterdam zu Fuß und auf eigene Faust zu erkunden und einfach ein wenig bummeln zu gehen. Wer wollte und Interesse hat Amsterdam mit dem Rad zu erkunden, der konnte zwar während dieser Reise keinen Radausflug buchen, hatte aber die Möglichkeit ein Bordfahrrad für 9 Euro pro Person und pro Tag auszuleihen.

Spezialitäten-Abend – Winzerabend

Zurück an an Bord der A-ROSA viva fand für mich und einige andere Passagiere ein ganz besonderer Abend statt, denn heute hieß es zum Abendessen zum ersten Mal nicht Buffet, ich nahm nämlich an einem der drei Spezialitäten-Abende teil, bei dem man in der Weinwirtschaft ein 4-Gänge-Menü am Tisch serviert bekommt. Im Rahmen des Premium-Exclusive Tarifes hatte ich einen solchen Abend bereits inbegriffen, ansonsten hätte der Preis für diesen Abend 19,00 Euro pro Person betragen.

Das Thema des Abends war „Winzerabend“! So gab es verschiedene typische Köstlichkeiten, wie eine Wurstplatte mit roter Wurst, Schinken und Sülze, es gab Flammkuchen, Rieslingsuppe sowie einen deftigen Hauptgang. Der Abend war eine wirklich nette Abwechslung zum sonstigen Abendessen, so konnte man einfach mal sitzen bleiben und sich verwöhnen lassen, während man sich sonst am Buffet selbst bedienen muss.

Tag 5: Düsseldorf

Düsseldorf war die Destination während meiner Reise mit der A-ROSA viva, auf die ich hätte im Vorfeld am ehesten verzichten können. Viel lieber hätte ich eine Nacht in Amsterdam verbracht um dort einen weiteren Tag verbringen zu können. Doch im Nachhinein war Düsseldorf sogar fast ein Highlight der knapp einwöchigen Flusskreuzfahrt, jedenfalls was das Wetter betraf.

Düsseldorf

Düsseldorf

Wir kamen erst am Nachmittag in Düsseldorf und legten relativ zentral mit der A-ROSA viva am Rheinufer an. Die Sonne lachte und wir hatten angenehme Temperaturen um die 20 Grad. Viel vorgenommen hatte ich mir in Düsseldorf nicht und so ging ich einfach die Rheinpromenade entlang, genoss Land und Leute, die damit verbundene Atmosphäre sowie das wirklich tolle Wetter. In Düsseldorf habe ich gelernt dass man nicht immer etwas planen muss um einen schönen Tag zu verbringen, sondern einfach auch mal so drauf losgehen und genießen sollte.

Zurück an Bord setzte ich den Genuss auf dem Sonnendeck bei einem Apérol Spritz fort und genoss die letzten Sonnenstrahlen bevor die Sonne auch an diesem Tag wieder untergehen würde.

Nach dem Abendessen hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen, denn es war bereits der letzte Abend an Bord der A-ROSA viva, bei einem Abschiedscocktail in der Bar. Lange ging der Abend allerdings nicht, denn die Koffer wollten ja auch noch gepackt werden.

Tag 6: Auf Wiedersehen A-ROSA viva – Abreise in Köln

Mit farbigen Kofferanhängern versehen, entweder für individuelle Abreise, Bustransfer zum Bahnhof oder Bustransfer zur Parkgarage, mussten die Koffer um 7.00 Uhr vor der Tür stehen. Zeit aufzustehen und das letzte Frühstück an Bord zu genießen. Eigentlich wäre unser Transfer zum Hauptbahnhof in Köln bereits um 8.15 Uhr gefahren, da unser Zug aber erst um 12.10 Uhr fuhr, bot man uns an noch ein wenig länger an Bord bleiben zu können um die Wartezeit am Bahnhof mit Gepäck zu umgehen. Hierbei wartet eigentlich noch ein weiteres letztes Highlight der Reise auf uns, denn die A-ROSA viva musste an diesem Tag für die neue Abfahrt am Nachmittag den Anleger wechseln und so konnten wir die Überfahrt auf der absolut leeren A-ROSA viva vom Deutzanleger hinüber zu den Anlegestellen am Konrad-Adenauer-Ufer noch miterleben. Das hatte den Vorteil, das der neue Anleger näher am Hauptbahnhof gelegen war, so dass wir auf einen Transfer oder eine Taxi gut verzichten und den Weg zum Bahnhof zu Fuß zurücklegen konnten.

An Bord der A-ROSA viva

Mit einer Länge von 202 Metern bietet die A-ROSA viva in 99 Außenkabinen Platz für insgesamt 202 Passagiere, von denen eine Vielzahl über einen französischen Balkon verfügen. Neben einem Restaurant, einer Weinwirtschaft mit Außensitzplätzen und einer Bar verfügt die A-ROSA viva über ein großes Sonnendeck mit mobiler Grillstation und Außengastronomie. An Deck hat man außerdem die Möglichkeit eine Runde Minigolf auf dem Putting Green, Shuffleboard oder eine Partie Schach zu spielen. Der Wellnessbereich der A-ROSA viva verfügt über einen kleinen Whirlpool im Außenbereich, einen Fitness-Bereich, Massage und Beauty mit Produkten von Barbor und St. Barth sowie ein Sanarium. Ein kleiner Shop für Souvenirs oder eine persönliche Urlaubserinnerung gibt es ebenso an Bord.

Außenkabine mit französischem Balkon

Außenkabine A-ROSA viva

Außenkabine A-ROSA viva

Während meiner Flusskreuzfahrt Rheinmetropolen an Bord der A-ROSA viva bewohnte ich eine Außenkabine der Kategorie C auf Deck 2 mit einem französischen Balkon der sich komplett öffnen lässt. Die Kabine verfügt über eine Wohnfläche von ca. 14,5 Quadratmeter mit einem großen Doppelbett. Ein Sessel sowie ein kleiner Hocker unter dem Frisiertisch stehen ebenfalls zur Verfügung um es sich gemütlich zu machen. In der Kabine findet man außerdem einen geräumigen Kleiderschrank mit Safe, einen Flachbildfernseher, einen Nachtisch der zusätzlich Stauraum bietet sowie ein kleiner Abstelltisch und einen Fön.

Das Badezimmer ist wie man es üblicherweise von Kreuzfahrtschiffen kennt nicht besonders geräumig, doch was man braucht ist vorhanden. Am Waschtisch befindet sich genügend Ablagefläche für diverse Kosmetika, außerdem befindet sich im Bad eine geräumige Dusche mit fester Duschabtrennung sowie eine Vakuumtoilette.

Gastronomie

An Bord der A-ROSA viva befindet sich ein Restaurant in dem sowohl Frühstück als auch Mittag- und Abendessen in Buffetform angeboten werden. Auch Kaffee und Kuchen wird hier am Nachmittag serviert. Das Angebot der verschiedenen Speisen war großzügig und es war immer für jeden Geschmack etwas dabei. Besonders schön fand ich hier, dass das Abendessen jeden Tag unter einem neuen Motto stand und dementsprechend Spezialitäten zum jeweiligen Thema angeboten wurden.

Essen konnte man wann man wollte, soviel man wollte und mit wem man wollte, denn an Bord der A-ROSA viva gibt es keine festen Tische, keine festen Tischzeiten und vor allem auch keinen vorgegebenen Dresscode, so dass sich jeder so kleiden konnte wie er sich am wohlsten fühlt. Es versteht sich von selbst, dass man nicht in Bade- oder Sportkleidung zum essen erscheint und am Abend lange Hosen oder etwas entsprechendes trägt.

In der Weinwirtschaft am Heck des Schiffes wurden während unserer Reise drei verschiedene, je nach gebuchtem Preistarif kostenpflichtige Spezialitäten-Abende angeboten, bei denen man ein mehrgängiges Menü am Tisch serviert bekommt.

In der Bar erhielt man eigentlich fast rund um die Uhr etwas zu trinken. Am Abend wurde hier leichtes Abendprogramm mit DJ geboten. Je nach Stimmung war hier mal mehr mal weniger los, mal wurde getanzt, mal unterhielt man sich einfach nur in netter Gesellschaft.

A-ROSA viva Rheinmetropolen – Mein Fazit

Eine Flusskreuzfahrt an Bord der A-ROSA viva ist eine echte Alternative zu einer Hochseekreuzfahrt, vor allem dann wenn man es einmal etwas ruhiger angehen lassen möchte. Erholen kann man sich an Bord ganz ausgezeichnet, schon nach wenigen Stunden beginnt die Entschleunigung. Vom Konzept und vom Stil lässt sich die A-ROSA viva wohl ganz gut mit den Schiffen von AIDA vergleichen, bunte freundliche Farben begegnen einem überall an Bord und auch der Kussmund begrüßt die Passagiere mit einem sanften Lächeln. Die Atmosphäre an Bord ist ungezwungen und leger nur geht es auf dem Fluss deutlich ruhiger zu als auf den Meeren, was wahrscheinlich auch der relativ kleinen Größe der Schiff zu verdanken ist.

Wer sich während einer Kreuzfahrt neben der Möglichkeit viele Städte in möglichst kurzer Zeit zu sehen, in erster Linie erholen möchte und auf Animation und Partys bis spät in die Nacht verzichten kann, der ist an Bord von A-ROSA genau richtig. Die Crew ist freundlich und zuvorkommend und bietet rund um die Uhr einen unaufdringlichen Service, der einem in keinster Weise das Gefühl vermittelt als würde es nur darum gehen möglichst viel zu verkaufen, so dass man auch gut und gerne mal nachmittags an der Bar sitzen kann um ein Buch zu lesen oder ein Spiel zu spielen ohne dass man sich gezwungen sieht etwas zu trinken zu bestellen.

Ich habe mich an Bord der A-ROSA viva rundum wohl gefühlt und würde immer wieder eine Reise auf ihr unternehmen.

 
 

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