Costa Favolosa Reisebericht: Land der Wikinger
Costa Favolosa Reisebericht: Land der Wikinger

Costa Favolosa Reisebericht: Norwegen Kreuzfahrt – Land der Wikinger

Costa Favolosa Reisebericht Land der Wikinger vom 14. Juli bis 21. Juli 2017 | Route: Warnemünde – Kopenhagen – Seetag – Hellesylt – Geiranger – Haugesund – Kristiansand – Aarhus – Warnemünde

Nach der Reise ist vor der Reise und so mussten wir nur wenige Tage nach unserer Kreuzfahrt mit der Norwegian Getaway schon wieder unsere Koffer packen. Unser Start- und Zielhafen ist erneut Warnemünde, allerdings wird es eine andere Route sein. Mit der Costa Favolosa geht es nach Südnorwegen ins Land der Wikinger. Neben vielen Trollen und hoffentlich jeder Menge Softeis warten dort vor allem traumhafte norwegische Fjorde auf uns – allen voran der Geirangerfjord.

Unsere Route im Detail: Land der Wikinger

 

TagHäfenAnAb
1. TagWarnemünde, Deutschland19:00
2. TagKopenhagen, Dänemark08:3017:30
3. TagSeetag
4. TagHellesylt, Norwegen08:0009:00
Geiranger, Norwegen11:0018:00
5. TagHaugesund, Norwegen09:0018:00
6. TagKristiansand, Norwegen13:0019:00
7. TagAarhus, Dänemark09:0018:00
8. TagWarnemünde, Deutschland08:00

 

KREUZFAHRT VLOG: Costa Favolosa – im Land der Wikinger (Norwegen – 7 Tage)

 

Freitag, 14. Juli 2017 – Warnemünde

Abfahrt: 19:00 Uhr
Liegeplatz: Am Passagierkai


Sonnenaufgang: ca. 04:37 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 21:52 Uhr
Wettervorhersage: bis zu 17°C, bewölkt
See: leicht bewegt

Der Hafen von Warnemünde ist ungefähr zehn Kilometer von Rostock entfernt. Rostock war eine der Städte, die zur Hanse gehörten, welche im 12. Jahrhundert als Handelsbund von mehreren nordeuropäischen Städten gegründet wurde. In der Stadt kann man zum Beispiel das Kuhtor und das gotische Rathaus aus dem 13. Bis 14. Jahrhundert besichtigen. Außerdem gibt es bedeutende Kirchen wie die im gotischen Stil erbaute Marienkirche, die Nikolaikirche und die Petrikirche.

Doch auch Warnemünde selbst eigenen sich gut um den Tag dort zu verbringen bevor die eigene Kreuzfahrt dann vom Passagierkai aus startet. Sehr beliebt ist hier bei gutem Wetter vor allem der Strand, der vom Hafen aus gut fußläufig zu erreichen ist.

Unsere Anreise nach Warnemünde

Eigentlich ist Warnemünde nur knapp 2,5 Stunden von uns Zuhause entfernt, so dass es in der Regel nicht zwingen notwendig ist schon früh morgens loszufahren um pünktlich zur Kreuzfahrt zu gelangen. Somit starteten wir unseren Tag Zuhause recht gemütlich und packten am Vormittag noch die Koffer.



Mit genügend Luft im Gepäck fuhren wir dann dieses Mal erst am Nachmittag los und machten uns auf den Weg in Richtung Warnemünde, wo unsere Norwegen Kreuzfahrt mit der Costa Favolosa heute starten würde.

Wir waren noch nicht richtig los gefahren, da spielte unser Navigationsgerät auch schon verrückt, es sprang von einer zur nächsten Route, wechselte im Minutentakt die optimale Strecke und berechnete eigentlich permanent die zu erwartende Ankunftszeit. Laut unseren eigenen Berechnungen müsste die so irgendwo gegen 16:00 Uhr liegen, daher waren wir zutiefst entspannt, denn schließlich konnte man bis 18:00 Uhr einchecken, da das Schiff um 19:00 Uhr ablegen wollte.

Als das Navi dann als wir bereits auf der Autobahn waren endlich mal eine Uhrzeit nennen konnte, da mussten wir dann doch erst einmal kurz schlucken: Geplante Ankunftszeit 17:57 Uhr! Das wird eng, sollte das überhaupt stimmen. Den Grund für diese doch sehr späte Uhrzeit erlebten wir dann nur wenige Minuten später – 20km Stau auf der Autobahn und 16km Stau auf der Autobahn, die uns als Alternative angeboten wurde. Mist, so erscheint die Uhrzeit dann doch schon wieder realistisch, denn mit so viel Stau würden wir es niemals wie von uns erwartet bis 16:00 Uhr nach Warnemünde schaffen.

Da ja aber auch die Ankunftszeit um kurz vor 6 nicht so 100% gewiss war, fragten wir uns, wie das eigentlich gehandhabt wird, wenn man erst um kurz nach 18:00 Uhr beim Check auftaucht, wo dieser doch eigentlich dann bereits endet. Kurz Rücksprache mit Costa gehalten, ein paar Minuten seien kein Problem.

Das nächste Problem, unser Auto. Erneut haben wir einen Parkplatz bei Parken & Meer in Warnemünde gebucht, Anreise hier, ebenfalls bis 18:00 Uhr, so stand es jedenfalls auf der Bestätigung. Zudem war unsere vom Navi errechnete Ankunftszeit auch nicht das Terminal am Passagierkai, sondern der Parkplatz von Parken & Meer, der nochmals ca. 10 Minuten vom Terminal entfernt ist.

Also nochmal das Telefon in die Hand genommen und mit Parken & Meer geklärt, dass wir mit dem Auto nicht zum vereinbarten Parkplatz kommen, sondern, dass man unser Auto direkt am Terminal in Empfang nimmt, so dass wir hier schon mal ein gutes Stück Zeit gespart haben.

Und während das Navi auch die nächsten zwei Stunden fröhlich vor sich rum rechnete, verbrachten wir die Zeit hauptsächlich im Stand, ganze 40km weit hatten wir es seit der Abfahrt Zuhause bereits geschafft. Die voraussichtliche Ankunftszeit in Warnemünde lag inzwischen bei 19:20 Uhr und wir sahen uns bereits mit der Tatsache konfrontiert, dass die Costa Favolosa heute Abend ohne uns ablegen wird.

Plan B musste nun also her und der sah so aus, dass wir komplett umdisponierten, einen Fahrer organisierten, der uns morgen nach Kopenhagen fahren würde, damit wir dann eben einen Tag später von dort aus auf unsere Norwegen Kreuzfahrt starten können.

Als wir den Stau endlich hinter uns gelassen hatten kam allerdings doch noch mal ein klein wenig Hoffnung auf, denn die Ankunftszeit sprang nun wieder auf 19:00 Uhr. Zwar immer noch viel zu spät, aber immerhin noch fast in dem Zeitfenster bevor die Costa Favolosa ablegen würde. Also nochmal kurz Rücksprache mit Costa gehalten, wodurch wir kurze Zeit später einen Anruf aus Warnemünde erhielten, von Frau Köhler, die dort den Check In organisierte. Sie hielt Rücksprache mit dem Kapitän Carmine Maddaloni an Bord und der versicherte ihr, dass er uns noch an Bord lassen würde sofern wir es vor 19:00 Uhr schaffen. Sollte es sich allerdings noch weiter nach hinten verzögern, müssten wir uns nochmal melden und er müsse dann nochmal in sich gehen, wie er dann entscheiden wird.

Hoffnung, wir hatten wieder Hoffnung. Nun noch einmal schnell bei Parken & Meer angerufen, ob denn auch die so lange auf uns warten werden, schließlich wollten die ja ursprünglich auch um 18:00 Uhr Feierabend machen. Aber auch hier versicherte man uns, dass man auf uns warte, so lange wie das Schiff auch auf uns wartet.

Jetzt war Gas geben angesagt und zwar ordentlich, schließlich hatten wir noch immer 190 Kilometer vor uns, und da kann noch jede Menge passieren.

Nicht ganz zwei Stunden später erreichten wir um 18:38 Uhr den Treffpunkt, wo die Mitarbeiterin von Parken & Meer geduldig auf uns wartete um unser Auto entgegen zu nehmen. Auf dem Weg zum Terminal kam uns Frau Köhler vom Check In auch schon entgegen. Um 18:45 Uhr befanden wir uns bereits an Bord. So ein schneller Check In, das war auch für uns eine Premiere.

Um 18:50 Uhr wurden wir zu einer kleinen privaten Seenotrettungsübung geladen, denn ohne dass alle anwesenden Passagiere daran teilgenommen haben, darf das Schiff nicht ablegen. Kaum waren wir im Salon Molière auf Deck 5 angekommen, ging auch schon ein Funkspruch an die Brücke durch, dass wir bei der SNRÜ sind. Die Motoren der Costa Favolosa gingen los und unglaublicherweise legten wir pünktlich um 19:00 Uhr in Warnemünde ab.

Unser erster Abend an Bord der Costa Favolosa

Da wir zum Abendessen die erste Tischzeit um 18:30 Uhr im Restaurant Duca d’Orléans hatten, dies aber nun schon deutlich verstrichen war, nahmen wir unser Abendessen heute nur mal eben schnell am Buffet ein um unseren Hunger zu stillen.

Nachdem wir anschließend die Koffer ausgepackt hatten drehten wir noch eine Runde übers Schiff und blieben dann auf Deck 9 am Heck in der Spritz Bar hängen. Hier gönnten wir uns erst einmal einen leckeren Erdbeerdaiquiri, auf den Schreck, den wir heute beinahe erlebt hätten, der uns aber dank Costa und dank Parken & Meer glücklicherweise erspart geblieben ist.

Morgen werden wir in Kopenhagen sein und hoffen, dass das Wetter dann genauso gut ist, wie das Wetter heute hier in Warnemünde.

Kreuzfahrt Vlog vom 1. Tag


Samstag, 15. Juli 2017 – Kopenhagen, Dänemark

Ankunft: 08:30 Uhr
Abfahrt: 17:30 Uhr
Liegeplatz: Oceankaj Terminal 1

Sonnenaufgang: ca. 04:24 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 21:58 Uhr
Wettervorhersage: maximal 18°C, sonnig
See: ruhig

Costa Favolosa in Kopenhagen Costa Favolosa in Kopenhagen

Kopenhagen ist nicht nur die Hauptstadt Dänemarks sonder gleichzeitig auch die wichtigste Stadt des Landes. Ihre Wirtschaft ist hauptsächlich mit dem Hafen verbunden, der einer der attraktivsten Nordeuropas ist. Ursprünglich als kleines Fischerdorf entstanden, wurde es schließlich im 17. Jahrhundert Hauptstadt des Königreichs Dänemark. Das Wahrzeichen von Kopenhagen ist die Kleine Meerjungfrau, die berühmte Figur aus dem Märchen von Hans Christian Andersen.

Die Costa Favolosa fährt am frühen Morgen durch den Kanal von Helsingor, berühmt für Hamlets Schloß das zwischen Helsingor (auf der rechten Seite des Schiffes) und Helsingborg (auf der linken Seite) liegt. Die Costa Favolosa fährt weiter mit südlicher Route und gegen 07:30 Uhr wird sie den Lotsen an Bord nehmen, der sie zu ihrem Anlegeplatz bringen wird, den das Schiff ca. um 08:30 erreichen wird. Gegen 17:30 Uhr wird Costa Favolosa den Hafen von Kopenhagen wieder verlassen, sie navigiert in nördlicher Richtung. Gegen 19:00 Uhr wird sie erneut den Kanal von von Helsingor durchfahren. Sie wird den Kanal in Richtung Nord-Westen verlassen und danach in westlicher Route Richtung Norwegen fahren.

In Kopenhagen wurden von Costa Kreuzfahrten folgende Landausflüge durchgeführt:

  • Die Wunder von Kopenhagen – EUR 80,00 pro Person / EUR 56,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Königliches Kopenhagen – EUR 60,00 pro Person / EUR 42,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Kopenhagen zu Fuß und mit dem Boot – EUR 40,00 pro Person / EUR 28,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Souvenirs aus Kopenhagen – EUR 50,00 pro Person / EUR 35,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Kopenhagen und Kanal-Kreuzfahrt – EUR 65,00 pro Person / 45,50 pro Kind (3-13 Jahre)

Wer keinen Ausflug gebucht hat, hat auch die Möglichkeit einen Shuttletransfer vom Hafen in die Stadt zu nutzen. Die Kosten für den Shuttlebus betragen 14,00 Euro pro Person für ein Tagesticket.

Alternativ standen am Hafen auch Hop On – Hop Off Busse von Red Buses bereit, die alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt anfahren, darunter auch die Kleine Meerjungfrau. Die Stadtrundfahrt dauert insgesamt 1,5 Stunden, sofern man an keiner der Haltestellen aussteigt. Ein 24-Stunden-Ticket kostet 30,00 Euro, Kinder bis 15 Jahre fahren kostenfrei. Möchte man Kopenhagen nicht nur mit dem Bus sondern auch mit dem Boot erkunden, so kostet ein Kombiticket für Bus und Boot 35,00 Euro.

Frühstück im Restaurant Duca d’Orléans

Unser erstes Frühstück an Bord der Costa Favolosa wollten wir im Ristorante Duca d’Orléans auf Deck 3 am Heck ausprobieren. Dies ist auch das Restaurant in dem wir unseren Tisch zum Abendessen haben. Im Duca d’Orléans wurde heute in der Zeit von 07:00 bis 09:00 Uhr ein internationales Frühstück angeboten, wirklich Zeit zum Ausschlafen blieb also nicht. Im Duca d’Orléans wird zum Frühstück auf der mittleren Ebene ein Frühstücksbuffet aufgebaut, zusätzlich kann man aber auch diverse verschiedene Frühstücke a la carte am Platz bestellen, sowie diverse Eierspeisen wie zum Beispiel Omelette. Normaler Filterkaffee ist hier im Preis bereits inklusive, ebenso wie verschiedene Säfte, die am Buffet stehen, und Wasser. Wer eine Kaffeespezialität bevorzugt kann diese natürlich bestellen, diese ist allerdings extra zu zahlen, es sei denn man hat wie wir ein entsprechendes Getränkepaket, in dem der Kaffee enthalten ist.

Frühstück im Restaurant Duca d'Orléans Frühstück im Restaurant Duca d’Orléans

Wir haben das Getränkepaket Píu Gusto für 29,99 Euro pro Person und Tag, hier sind unter anderem Kaffeespezialitäten nicht nur beim Frühstück, sondern auch den kompletten Tag über in allen Bars inklusive.

Unser Tag in Kopenhagen

Das Wetter hier in Kopenhagen war einfach traumhaft, eigentlich daher bereits ein Muss an Land zu gehen und in die Stadt zu fahren. Wir lagen mit der Costa Favolosa allerdings am Oceankaj Terminal 1, das vom Rand des Stadtzentrums bereits knapp 5 km entfernt liegt. Ein Shuttlebus würde 14,00 Euro pro Person kosten. Daher entschieden wir uns erst einmal zwar von Bord zu gehen, aber nicht in die Stadt sondern am Hafen zu bleiben und Kevin, ein DJI Spark Quattrokopter, ein wenig fliegen zu lassen.

Um ehrlich zu sein, finde ich 14,00 Euro pro Person für ein Tagesticket für den Shuttle erst einmal OK. Zu zweit zahlt man dann 28,00 Euro um in die Stadt zu kommen und auch wieder zurück und kann sich dann dort den ganzen Tag aufhalten. Auch mit einem Taxi kommt man da unter keinen Umständen günstiger hin- und wieder zurück. Reist man allerdings als Familie, so wie wir zu viert, dann sind für den Shuttle 56,00 Euro fällig und das finde ich persönlich schon eine Wucht, nur um in die Stadt und wieder zurück zu kommen. Das ist allerdings kein „Costa-Problem“ sondern generell bei allen Reedereien ein Thema, das man sicherlich anders lösen könnte. Klar nehmen Kinder einen Platz im Bus weg und klar muss dieser auch bezahlt werden. Aber alle Reedereien betonen immer wieder wie familienfreundlich man sei, in solchen Bereichen zeigt sich das aber leider so gar nicht. Warum bietet man nicht zum Beispiel ein Familien-Ticket für den Shuttle an, zumal es den Kindern ja nicht mal erlaubt wäre alleine mit dem Shuttle in die Stadt oder zurück zu fahren, da sie ja auch nicht alleine von Bord dürfen.

Im Vergleich dazu haben wir uns einmal die Taxipreise in Kopenhagen angesehen. Hier ist es so, dass man pro Fahrt eine Grundgebühr von 24 Dänischen Kronen bezahlt, hinzu kommen 15,25 Kronen pro gefahrenem Kilometer und nochmal 0,70 Kronen pro gefahrener Minute. Hier kann man sich vorab auch schon einmal die ungefähren Taxikosten für die geplante Strecke ausrechnen lassen. Vom Terminal bis zur Kleinen Meerjungfrau zum Beispiel rechnet das System einen Preis von 101 Kronen bei wenig Verkehr und 132 Kronen bei viel Verkehr aus. Das entspricht umgerechnet ein Taxipreis zwischen minimum 13,50 Euro und maximal knapp 18,00 Euro pro Strecke. Hin und zurück läge man da bei rund 36,00 Euro.

Wir gingen nun also von Bord und ließen erst einmal Kevin eine Runde fliegen. Ein Stück hinter uns lag heute auch noch die MSC Magnifica und außerdem konnten wir der MS Zuiderdam von Holland America Line beim Einlaufen in den Hafen von Kopenhagen zusehen.

Um noch besserer Shots hinzubekommen entfernten wir uns ein wenig vom Hafen und landeten nach einiger Zeit in einem kleinen und sehr schicken Yachthafen.

Ein Blick aufs Handy-Navi zeigt uns, dass wir nun schon die Hälfte der Distanz bis in die Stadt zurück gelegt hatten, ohne dass wir es wirklich bemerkten. Also entschieden wir uns spontan, doch noch weiter zu gehen und das Zentrum von Kopenhagen zu besuchen, zumindest mal die Kleine Meerjungfrau, die schließlich das Wahrzeichen der Stadt Kopenhagen ist. Die Sonne brannte heute, es war traumhaftes Wetter, aber schon nach weiteren 500 Metern hatten die Kids keine Lust mehr zu laufen, denn ihnen war durchaus klar, dass sie den kompletten Weg auch wieder zurücklaufen müssen würden und wir hatten schließlich auch noch gut 2km vor uns um überhaupt am Ziel anzukommen.

Spontan winkten wir ein Taxi bei und fuhren den Rest des Weges dann mit dem Taxi weiter. Es war kein Problem in Euro zu zahlen. Für rund 2,2 Kilometer und nicht mal 5 Minuten Fahrzeit mussten wir dann allerdings 12,00 Euro zahlen, obwohl wir auf der kurzen Strecke weder Verkehr noch sonst irgendwelche Behinderungen hatten. Nicht schlecht, laut dem Rechner, der ja nach dem vorgegeben Tarif der in Kopenhagen gilt, rechnet, hätte das deutlich weniger sein müssen. Aber egal.

Wir fahren Taxi in Kopenhagen Wir fahren Taxi in Kopenhagen

So waren wir dann direkt bei der Kleinen Meerjungfrau und wer noch nie dort war, wird erstaunt sein wir klein die Meerjungfrau doch tatsächlich ist. Wir waren schon öfter dort, von daher wussten wir was uns erwartet. Als wir das erst Mal die Kleine Meerjungfrau sahen, waren wir allerdings schon ein wenig überrascht.

Wie zu erwarten war bei dem herrlichen Wetter hier natürlich einiges los. Die Kids gönnten sich erst einmal ein Eis, insgesamt 4 kleine Kugeln kosteten 10,00 Euro. Aber immerhin konnte man auch hier mit Euro zahlen.

Nach einem kurzen Aufenthalt im Bereich um die Kleine Meerjungfrau machten wir uns dann auch bald auf den Rückweg. Laut Handy-Navi waren es 4,6 Kilometer bis zum Cruiseterminal und 59 Minuten zu laufen.

Auf dem Weg entdeckten wir noch einige sehr schöne Ecken in Kopenhagen, die man so wenn man mit Bus, Taxi oder Hop On Hop Off unterwegs ist, wahrscheinlich eher nicht sieht. Denn es sind keine  Sehenswürdigkeiten die in irgendwelchen Karten eingezeichnet sind, sondern Wohnviertel, allerdings sehr schöne Wohnviertel. Es lohnt sich also durchaus den Weg bei schönem Wetter zu Fuß zurückzulegen und abseits der Touristenpfade entlang zu spazieren. Allerdings, wenn man sich nach dem Handy-Navi orientiert so wie wir, dann kann es durchaus schon mal passieren, dass das Navi einige Baustellen noch nicht kennt und somit der ein oder andere Weg nicht passierbar ist und man wieder den einen oder anderen Meter zurück gehen muss, sofern man nicht über Baustellenabsperrungen oder Zäune klettern möchte.

Zurück an Bord der Costa Favolosa

Zurück an Bord wollten die Kinder zum Abkühlen natürlich erst einmal in den Pool. Das Wetter ließ es zu und die Jungs hatten sich das heute echt verdient. Nach einem schnellen und späten Mittagessen am Buffet, Burger & Snacks gab es hier heute bis 16:30 Uhr bzw. Kaffeezeit mit belegten Canapés sogar bis 17:00 Uhr. Zunächst waren wir mit den Kids am Innenpool, doch schon nach einiger Zeit zogen wir um zum Pool am Heck. Am Innenpool war doch echt einiges los, was an sich ja kein Problem ist, aber wenn sich dort dann einige Jugendliche, trotz mehrfacher Ermahnungen der Badeaufsicht, nicht an gewisse Baderegeln halten und sich sobald sich die Badeaufsicht umdreht wieder rücksichtslos gegenseitig ins Wasser werfen, dann ist uns das einfach zu gefährlich. Zwar können unsere Kinder schwimmen, aber wenn ihnen da jemand während sie schwimmen ins Kreuzf springt, nützt das natürlich auch nichts.

Der Heckpool ist zwar für Erwachsene reserviert, an diesem Nachmittag nutzte diesen aber gerade niemand und so lange wie die Kinder das ruhig drin schwimmen und nicht toben und springen, wird sich da wohl auch niemand beschweren. Und so war es dann auch.

Anschließend, pünktlich um 17:30 Uhr verließen wir Kopenhagen dann auch schon wieder, noch immer bei traumhaftem Wetter, vorbei an der MS Zuiderdam und der MSC Magnifica, die beide nach uns kamen und somit auch erst nach uns Kopenhagen wieder verließen.

Abendessen im Restaurant Duca d’Orléans

Zum Abendessen wurde für uns zur ersten Tischzeit um 18:30 Uhr ein Tisch im Restaurant Duca d’Orléans reserviert auf Deck 3 am Heck des Schiffes. Unsere Kellnerin, Daisy Dee eine ganz bezaubernde junge Frau versüßte uns hier den Abend und machte ihren Job hervorragend. Die Kinder konnten aus einem spezielle Kidsmenü wählen, hatten aber auch die Möglichkeit aus der normalen Karte zu wählen. In den Hauptrestaurants ist es so, dass die Speisen jeden Abend aus einer anderen Region Italiens stammen, heute war es Legurien. So erwartet uns eine Gemüsesuppe, gefülltes Kalbsfleisch und zum Hauptgang Fleischspieße mit einer Tomatensauce. Gekrönt wurde das Abendessen von einem ganz ausgezeichneten Dessert, einem Haselnus-Mouse mit Schokolade-Sahnepudding.

Nach dem Abendessen schlenderten wir noch eine Runde über Bord und schauten uns die verschiedenen Hotspots an Bord an. Was uns besonders gut gefällt, dass hier wirklich in jeder Bar Abends Livemusik geboten wird, egal ob im Atrium, in den anderen Bars oder im Salon Molière. Außer an der Aperol Spritz Bar am Heck des Schiffes, dort hört man lediglich die Klänge des Meeres. Hier genossen wir dann, nachdem die Kids schon auf die Kabine gegangen waren, noch einen letzten Drink, bevor der Abend dann auch schon zu Ende ging.

Morgen werden wir auf See sein, auf dem Weg nach Geiranger. Es wird unser einziger Seetag auf dieser Reise sein. Wir hoffen natürlich auf genauso gutes Wetter wie heute.

Kreuzfahrt Vlog vom 2. Tag in Kopenhagen

 


Sonntag, 16. Juli 2017 – Seetag auf dem Weg nach Geiranger

Sonnenaufgang: ca. 04:15 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 23:09 Uhr
Wettervorhersage: maximal 18°C, bewökt
See: leicht bewegt

Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön…. vor allem dann wenn man Seegang hat! Der Skagerrak, durch den wir heute auf unserem Weg von Dänemark nach Norwegen fahren ist ja nicht unbedingt dafür bekannt, dass dort besonders ruhige See ist, im Gegenteil, hier kann man eigentlich immer mit Winden und ein wenig Seegang rechnen. So weit so gut, wir haben ja schließlich alle kein Problem damit und waren bisher auch noch nicht Seekrank.

Seetag von Kopenhagen nach Geiranger Seetag von Kopenhagen nach Geiranger

Nachdem wir aber gestern losgefahren sind und der Abend so seinen Lauf nahm, nahm auch der Seegang immer mehr zu. Es war aber irgendwie auch kein richtiger Seegang, weder das typische Stampfen, noch das Rollen, das man ja so kennt. Es war mehr ein Zittern, ja so möchte ich es mal nennen, so ganz kurze schnelle wackelige Bewegungen, die auch optisch gut zum Meer passten, denn auch hier waren keine hohen Wellen oder ähnliches zu sehen.

Jedenfalls nahm uns, vor allem mich, dieses Zittern so mit, dass wir zum einen gestern früh ins Bett gegangen sind und zum anderen lag ich die halbe Nacht wach, da ich Angst hatte, dass Leon bei einer stärken Welle vielleicht oben aus dem Pullmannbett fallen könnte. Er erklärte mir dann aber heute Morgen erst einmal, dass dies physikalisch überhaupt nicht möglich sei, da er ja quer zur Fahrtrichtung läge und ein Schiff gar nicht so stark stampfen könne, dass er aus dem Bett fällt. Ok, das war einleuchtend.

Dennoch schliefen wir heute dementsprechend erst einmal ordentlich aus, sogar so lange, dass wir doch glatt das Frühstück verpassten. Aber das war kein Problem, schließlich gibt es ja ab 12:00 Uhr schon wieder Mittagessen, so dass wir nicht verhungerten. Am Pooldeck fand zeitgleich eine Küchenshow statt, hier wurde frische Pasta zubereitet, die die Gäste natürlich auch anschließend auch verköstigen durften. Das war ähnlich wie die Gastronomie Show Bravo Chef, die etwa zur selben Zeit im Theater stattfand.

Am Pooldeck gab es außerdem zum Mittagessen leckere Hamburger, besonders gut finde ich ja bei den Hamburgern, dass diesen nicht in den typischen Hamurgerbrötchen serviert werden, sondern in richtigen und nahrhaften Brötchen, so dass man auch garantiert nach einem satt ist.

Hamburger am Mittag - Costa Favolosa Hamburger am Mittag – Costa Favolosa

Da die erste Hälfte des Seetages doch recht sonnig war, genossen wir einfach die Impressionen, die so ein Seetag einem bietet. Wir waren sehr viel an der frischen Luft und ließen uns den Wind um die Ohren ziehen. Hier ein Kaffee, dort ein Cocktail und natürlich nutzten wir auch die freie Zeit um ein wenig zu arbeiten an Bord, den auch das kommt, wie die meisten von euch wissen, bei uns während der Reisen nicht zu kurz. Die Kids spielten zwischenzeitlich auf der Ritterburg fangen und verstecken und ließen sich hin und wieder mal bei uns blicken, vor allem dann, wenn sie Lust auf ein Eis hatten…

The Voice of The Sea Casting

Nachdem später dann ein paar Wolken aufzogen und das Wetter allgemein den Eindruck machte, unfreundlicher zu werden, verschoben wir unsere Aktivitäten nach innen. Hier unser Highlight des Tages die Karaoke-Show „The Voice of the Sea“. Heute fand im Salon Moliére auf Deck 5 am Heck das zweite Casting statt, das wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.

Dabei waren echt ein paar wirkliche Talente, aber auch ein paar schräge Vögel – eine tolle Mischung und sowohl die Teilnehmer als auch das Publikum hatten wahnsinnigen Spaß. Wir freuen uns auf jeden Fall schon riesig auf das Finale, das dann zum Ende der Reise hin im Theater stattfinden wird und hoffen dass unsere Favoritin von heute Abend, Luz, das Rennen machen wird.

Gala Abend im Restaurant Duca d’Orléans

Seetag ist Galatag und somit machten wir uns anschließend fertig für den großen Gala Abend. Die Kleidungsempfehlung für diesen Abend war natürlich ebenso Gala und somit warfen wir uns in Schale. Im Restaurant angekommen merkten wir allerdings schnell, dass die Kleidungsempfehlung von der Mehrzahl der Gäste nicht so wirklich ernst genommen wird, schließlich ist es ja auch nur eine Empfehlung. Aber ich denke bei so manch einem, dass mit Sicherheit niemandem etwas abbrechen würde, wenn man sich mal etwas schicker anzieht als Polo-Shirt und Jeans. Aber natürlich sah man auch einige sehr schick gekleidete Menschen mit Anzug oder im Abendkleid.

Wer Lust hatte, konnte sich um 21:15 Uhr auf Deck 5 mit dem Kapitän Carmine Maddaloni fotografieren lassen, für viele gehört ja gerade das auch zu den Besonderheiten einer Kreuzfahrt. Die Kinder konnten währenddessen in der Disco Etoile ihr Tanzbein schwingen, denn hier wurde an diesem Abend eine Kinderdisko veranstaltet.

Anschließend drehten wir wieder unsere obligatorische Runde übers Schiff. Hängen geblieben sind wir heute Abend im Salon Moliére wo die Curls & Pearls Band auftrat. Die machen wirklich Spaß, die beiden Sängerinnen sehen sehr gut aus und singen können sie auch noch! Tolle Kombination! Natürlich konnte auch hier getanzt werden, wir sahen den anderen eher dabei zu und genossen mit den Kids zusammen den einen oder anderen Cocktail.

So verging der Abend recht schnell. Zurück auf der Kabine war dann noch einiges zu tun, denn schließlich wollen die vielen Eindrücke ja auch in Videos und Berichten verarbeitet werden.

Regen am Seetag Regen am Seetag

Morgen werden wir in Geiranger sein, darauf freuen wir uns am meisten, denn Geiranger ist  schon das Highlight der Reise. Allerdings ist morgen für den kompletten Tag Regen gemeldet und da es in der Zwischenzeit auch hier auf See bereits angefangen hat zu regnen, ahnen wir schlimmes für den morgigen Tag.

Kreuzfahrt Vlog vom 3. Tag auf See nach Geiranger

 


Montag, 17. Juli 2017 – Geiranger, Norwegen (Hellesylt)

Ankunft: 11.00 Uhr
Abfahrt: 18:00 Uhr
Liegeplatz: auf Reede

Sonnenaufgang: ca. 03:38 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 23:29 Uhr
Wettervorhersage: maximal 13°C, Regen
See: leicht bewegt

Auf dem Weg in Richtung Geiranger ist des Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ absolut Gesetz, denn schon allein wegen der Fahrt durch den Geirangerfjord lohnt sich eine Norwegen Kreuzfahrt mit dem Reiseziel Geiranger. Der Geirangerfjord ist der bekannteste Fjord in Norwegen, am 14. Juli 2005 wurde er in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Luftlinie ist er in etwa 200km von Bergen im Süden und ca. 280 km von Oslo im Südosten des Landes entfernt. Der Geirangerfjord misst ein Länge von 15 Kilometern, er ist an der breitesten Stelle ca. 1300 Meter breit und an der engsten Stelle 600 Meter. Er ist eine Fortsetzung des Sunnylvsfjord, dieser wiederum ist ein Seitenarm des Storfjords. Am Ende des Fjord liegt der kleine und beschauliche Ort Geiranger, rund 100km von der Küste entfernt.

Wasserfall im Geirangerfjord Wasserfall im Geirangerfjord

Geiranger selbst hat gerade mal 250 Einwohner über das Jahr, in den Sommermonaten allerdings steigt die Zahl auf rund 2.000 Einwohner an. In Geiranger gibt es einen Kindergarten und eine Schule. In dieser werden die Klassen 1-10 unterrichtet. Die Schule wird im Schnitt von nicht ganz 30 Kindern gleichzeitig besucht. Die Einwohner leben fast ausschließlich vom Tourismus, bis zu 200 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen verzeichnet Geiranger jährlich, hinzu kommen noch die Schiffe der Hurtigruten. Im Winter kann der Fjord nicht von Schiffen befahren werden, durch Lawinen die von den umliegenden Gipfeln abgehen, entstehen regelmäßig zu hohe Wellen.

Die Geschichte der sieben Schwestern und des Freiers

Der Sage nach wollte der gegenüberliegende Freier jede einzelne der sieben Schwestern heiraten. Diese aber lehnten ihn der Reihe nach ab. Der Freier konnte dies nicht verkraften und griff deswegen zur Flasche und wurde zum Alkoholiker, weshalb der Wasserfall die Form einer Flasche hat.

Der Freier und die sieben Schwestern Der Freier und die sieben Schwestern

 

Informationen von der Brücke

Um ca. 03:00 Uhr fahren wir in Breisundet in den Fjord. Wir fahren weiter durch den Geirangerfjord, um Hellesylt zu erreichen. Costa Favolosa wird in Hellesylt von 08:00 bis 09:00 Uhr anhalten, um die Gäste, die an einem ganztägigen Ausflug teilnehmen, auszuschiffen. Nach 09:00 Uhr fährt Costa Favolosa weiter nach Geiranger. Während der Abreise passieren wir den Geirangerfjord, wo wir die Wasserfälle der sieben Schwestern und den Wasserfall des Pretenders sehen werden (auch Wooder genannt). Die beiden Wasserfälle sind einander gegenüber. Der Bride Veil (Brautschleier auf Deutsch) ist ein weiterer Fjordwasserfall, er wird wegen seiner For so genannt weil das Wasser über einen felsigen Rand fällt.

In Geiranger bzw. von Hellesylt aus wurden folgende Landausflüge von Costa Kreuzfahrten durchgeführt:

  • Hellesylt: Wanderung auf den Briksdal-Gletscher – EUR 140,00 pro Person / EUR 98,00 pro Kind (3-12 Jahre)
  • Hellesylt: Ausflug in die Flo-Berge – EUR 135,00 pro Person / EUR 94,50 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Hellesylt: Von Hellesylt nach Geiranger – EUR 135,00 pro Person / EUR 94,50 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Mit dem Fahrrad vom Himmel in den Fjord – EUR 100,00 pro Person / EUR 70,00 pro Kind (Mindestalter 12 Jahre)
  • Wanderung am Berg Westeras – EUR 60,00 pro Person / EUR 42,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Herdal und seine Umgebung – EUR 105,00 pro Person / EUR 73,50 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Kayaking – EUR 100,00 pro Person / EUR 70,00 pro Kind (Mindestalter 6 Jahre)
  • Ansichten von Geiranger – EUR 70,00 pro Person / EUR 49,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Rib-Bootstour zum Geirangerfjord – EUR 105,00 pro Person / EUR 73,50 pro Kind (Mindestalter 4 Jahre)

Die Fahrt durch den Geirangerfjord

Was wir zuvor schon befürchteten, wurde spätestens bei unserer Ankunft am Morgen in Hellesylt zur Gewissheit – es regnete! Und von der Bewölkung her sah das auch nicht so aus als sei das nur ein kurzer Schauer, der sich schnell wieder verzieht, nein, das sah eher so aus, als würde uns das über den Tag begleiten.

Doch ganz hoffnungslos waren wir dennoch nicht, denn während wir in Richtung Geiranger weiter fuhren und die traumhafte Fahrt durch den Geirangerfjord genossen, sah es zwar noch immer nicht wirklich freundlich draußen aus, aber immerhin blieb es von oben trocken. Vielleicht haben wir ja Glück und können Geiranger wenigstens für einige Zeit regenfrei genießen.

Auch wenn man schon öfter durch den Geirangerfjord gefahren ist, ist die Durchfahrt immer wieder aufs Neue beeindruckend. Während man beim ersten Mal noch im Minutentakt überrascht wird und gar nicht weiß wo man als erstes hinschauen soll, steht man bereits beim zweiten Mal da und kann es gar nicht erwarten um die nächste Kurve fährt, weil man da schon weiß was einen erwartet. Die Vorfreude wächst mit jedem Meter wo man näher ran kommt.

Schon von weitem konnte man auf der rechten Uferseite den berühmten Wasserfall, den Freier erkennen. Wer sich auskennt, weiß, dass nach der Kurve auf der gegenüberliegenden Seite die sieben Schwestern bereits auf uns warten. Das ist definitiv ein Vorteil wenn es regnet oder geregnet hat, denn eins ist dann gewiss, von den sieben Schwestern wird man garantiert alle sehen, was wenn es über längere Zeit trocken war nicht immer ganz gewiss ist.

Heute war es allerdings definitiv der Fall, alle sieben Schwestern zeigten sich von ihrer schönsten Seite und der Freier schien vor Wut über seine Absagen zu kochen, denn er prodelte in einer unglaublichen Wucht den Hang hinunter.

Unser Tag in Geiranger

In Geiranger angekommen wollten wir so früh wie möglich von Bord, denn es war bei unserer Ankunft noch immer von oben trocken. Da wir in Geiranger tendern mussten, ist das allerdings gar nicht so einfach, denn da ist es nicht mal eben möglich einfach so von Bord zu gehen. Zuerst werden natürlich die Ausflügler an Land getendert, immerhin müssen die ihre Busse bekommen. Anschließend wurde die Reihenfolge in Form von Tendertickets geregelt, die man zwischen 09:30 und 10:30 Uhr im Salon Molière auf Deck 5 bekam. Diese sind natürlich kostenfrei und dienen nur dazu, dass nicht alle Passagiere gleichzeitig an der Tenderstation auftauchen.

Wir hatten zum Glück ein Tenderticket mit der Nummer 1 bekommen, so dass wir nach den Ausflüglern direkt als erstes von Bord konnten. Nachdem wir noch nicht richtig mit dem ersten Fuß das Land betreten haben, fing es auch schon wieder zu regnen an, so ein Pech aber auch. Zum einen war es so schwer irgendwelche brauchbaren Bilder oder Videos zu machen, denn schließlich ist so eine Technik ja nicht unbedingt Wasserfest, Kevin schon mal gar nicht, und zum anderen macht so ein Ausflug im Regen natürlich auch keinen Spaß.

Eigentlich hatten wir geplant mit den Kids zum Fossevandering zu laufen, neben dem Campingplatz am Ufer der Fjords geht hier ein Weg nach oben entlang eines reißenden Baches, der schon eher ein Wasserfall als ein Bach ist. Von oben soll man einen tollen Ausblick haben, nicht nur auf den Wasserfall, sondern auch auf den Fjord. Es ist zwar nicht weit und auch nicht lange zu laufen, aber auf Grund des Regens war uns die Lust doch irgendwie vergangen. Obwohl wir uns in Geiranger von einem Unterschlupf zum nächsten durchkämpften, waren wir doch nach einiger Zeit schon ziemlich durchnässt, so dass wir auch nicht lange in Geiranger verweilten, sondern recht bald mit dem Tender zurück zur Costa Favolosa fuhren. So machte das alles irgendwie keinen Sinn und auch keinen Spaß, weder uns noch den Kindern.

Zurück an Bord wärmten wir uns dann zunächst einmal bei einer heißen Schokolade im Atrium auf und verweilten dort noch eine Weile bevor es dann unter die heiße Dusche ging um uns nicht nur von innen sondern auch von außen zu wärmen. Anschließend machte sich die Costa Favolosa bald auch schon wieder auf die Weiterfahrt in Richtung Haugesund, doch zuvor passierten wir noch ein weiteres Mal den Geirangerfjord, der auch bei immer noch Regen wirklich toll anzusehen ist.

Abendessen in der Pizzeria Pummid’Oro

Zum Abendessen freuten wir uns heute auf die Pizzeria Pummid’Oro auf Deck 10. Diese befindet sich oberhalb des Buffetrestaurant und ist eines der Spezialitäten Restaurants an Bord der Costa Favolosa. Während die Pizza ein Deck tiefer im Buffetbereich frisch zubereitet wird, kann man ein Deck höher gemütlich sitzen und aus einer großen Auswahl an verschiedenen und gleichzeitig sehr hochwertigen Pizzen bestellen. Die Pizza kostet hier 6,50 Euro, wobei der Preis nicht nur die Pizza beinhaltet sondern auch ein Dessert.

Sowohl von der Größe, als auch von der Qualität und dem Belag der Pizza ist der Preis durchaus gerechtfertigt. Wir wären persönlich auch bereit sogar einen noch höheren Preis für die Pizza zu bezahlen, denn die ist wirklich weltklasse. Für viele ist das ja ein Grund zur Reklamation, dass die Pizza ausgerechnet hier auf einem italienischen Schiff nicht kostenfrei ist. Vergleicht man allerdings mal die Pizza hier mit anderen Pizzen die es auf anderen Schiffen kostenfrei gibt, dann liegen da qualitativ schon Welten dazwischen. Wir haben vier unterschiedliche Pizzen bestellt um einen möglichst breitgefächerten Eindruck des Angebots zu bekommen, und was sollen wir sagen, alle vier waren einfach von allerbester Güte. Auch das Tiramisu, dass wir zum Nachtisch wählten war sehr lecker, und ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei Tiramisu sehr wählerisch bin, aber das kann man wirklich essen.

Den Rest des Abends verbrachten wir dann wieder bei einem leckeren Cocktail im Salon Molière und ließen ihn gemütlich ausklingen. Heute leider ohne Livemusik.

Morgen werden wir in Hausgesund sein und hoffen dort natürlich wieder auf besseres Wetter. Haugesund ist übrigens die einzige Destination während dieser Reise, wo wir alle bisher noch nicht waren, daher sind wir hier schon sehr gespannt was uns erwartet.

Kreuzfahrt Vlog vom 4. Tag in Geiranger

 


Dienstag, 18. Juli 2017 – Haugesund, Norwegen

Ankunft: 09:00 Uhr
Abfahrt: 18:00 Uhr
Liegeplatz: Garpeskjaerskaien

Sonnenaufgang: ca. 04:06 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 23:21 Uhr
Wettervorhersage: maximal 15°C, leicht bewölkt
See: leicht bewegt

Costa Favolosa in Haugesund Costa Favolosa in Haugesund

Haugesund  gilt als Heimatstadt der Wikingerkönige. In der Tat kann man hier einiges über die Wikingerkulturen erfahren. Die zwischen dem Meer und den Bergen liegende Stadt hat mit ihren typischen Holzhäusern eine ähnliche Physiognomie wie Kristiansand und Oslo.

Neues von der Brücke

Um ca. 07:30 Uhr werden wir den Lotsen übernehmen, der uns zu unserem Liegeplatz in Haugesund führen wird. Haugesund wurde 1854 gegründet und dank der Heringsfischerei entschlossen die Menschen sich hier anzusiedeln. Im späten neunzehnten Jahrhundert jedoch gab es ein kurzes Verschwinden der Heringe. Nach und nach wurde das Angelgeschäft durch Industrie und Handel ersetzt. Nach Schließen der Schiffbauindustrie hat Haugesund heute seine Position als Handelsstadt bestätigt. Wir werden den Hafen von Haugesund um 18:00 Uhr verlassen und mit einer Südwestlichen Route unsere Navigation in Richtung Kristiansand beginnen.

 

Folgende Landausflüge wurden in Haugesund durch Costa Kreuzfahrten durchgeführt:

  • Experience: Highlights to Akrafjorden – EUR 145,00 pro Person / EUR 101,50 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Malerisches Skudeneshavn – EUR 65,00 pro Person / EUR 45,50 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Historisches Avaldsnes & Wikingerfarm – EUR 80,00 pro Person / EUR 56,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Haugesund: Helikopter Tour – EUR 295,00 pro Person / EUR 295,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Helikopter Flug zu der Kanzel des Pulpit Rock – EUR 440,00 pro Person / EUR 440,00 pro Kind (3-13 Jahre)

Unser Tag in Haugesund

In Haugesund angekommen, sind wir nach dem Frühstück direkt an Land gegangen. Obwohl es nur 850 Meter bis ins Zentrum sind von der Anliegestelle im Hafen von Haugesund, wurde dennoch ein Shuttle in die Stadtmitte angeboten. Dieser war sogar kostenfrei, wirklich benötigen tut man ihn allerdings bei der kleinen Entfernung nicht, dennoch ist es natürlich super, vor allem für Menschen die eventuell vom gehen her etwas eingeschränkt sind.

Wir sind in Haugesund erst einmal auf ein dem Schiff gegenüberliegendes Parkhaus gegangen. Von hier aus hatte man nicht nur einen schönen Blick auf die Costa Favolosa, sondern man konnte sich auch einen ersten Überblick über die Stadt verschaffen. Auch hatten wir hier die Möglichkeit Kevin eine Runde fliegen zu lassen und konnten hier wieder ganz schöne Bilder für euch mitbringen.

Da Haugesund die einzige Destination während dieser Norwegen Kreuzfahrt ist, die wir alle zuvor noch nie besucht haben, machten natürlich auch wir uns auf den Weg ins Zentrum um dieses mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Wetter war schön und machte jetzt auch nicht gerade den Eindruck, als wolle es sich verschlechtern. Im Gegenteil, die Wolkenlösten sich immer mehr auf und die Sonne kam mehr und mehr zum Vorschein.

Für den Weg in die Stadt hinein nutzen wir zunächst einmal den Shuttlebus, allein schon deswegen um zu schauen, wo der Shuttletransfer die Passagiere im Zentrum absetzt. Die Fahrt dauerte keine 5 Minuten und endete in Haugesund schon direkt bei der ersten Sehenswürdigkeit, der Erlöserkirche.

Die Erlöserkirche ein neugotisches Gotteshaus enthält einige Elemente des Jugendstils. Sie wurde 1901 fertiggestellt und von dem Haugesunder Architekt Einar Halleland konzipiert. Sie steht im geometrischen Zentrum des quadratisch konzipierten Stadtkerns. Im inneren der Kirche befinden sich Sitzplätze für bis zu 1.250 Personen, von den Stufen der Erlöserkirche aus, genießt man einen schönen Blick aufs Wasser.

Nur wenige Schritte von der Erlöserkirche entfernt befindet sich das ehemalige Zuhause von H.M. Wrangell, dieser war seinerzeit nicht nur Heringshändler und Reeder, sondern auch Bürgermeister und dänischer Konsul. Wrangell trug nicht nur entscheidend zur Entwicklung von Haugesund bei, sondern wurde 1905 auch zum Parlamentsabgeordneten gewählt und war Vorsitzender des norwegischen Reedereiverbandes. Er erhielt einige Ehrungen, darunter auch der St. Olaf-Orden (Ritter 1. Klasse).

Im Anschluss sind wir durch die sehr sehenswerte Fußgängerzone von Haugesund spaziert, hier sollen sich einige Tierstatuen aus Bronze befinden, die vor allem für Kinder sehr interessant sein sollen. Gefunden haben wir diese aber nicht, vielleicht haben wir aber auch nur nicht genau genug hingesehen. Stattdessen haben wir ein überdimensionales Klettergerüst am Ende der Fußgängerzone entdeckt, auf dem sich die Kinder natürlich gerne und ausgiebig aufgehalten haben.

Nicht weit von der Fußgängerzone entfernt, lediglich drei Quadrate weiter, befindet sich der Stadtpark Byparken. Dieser wurde von der Haugesunder Spardebank erbaut nach dem Konkurs von Detlef Möller im Jahr 1878. Im Park befinden sich einige Statuen u d Büsten von großen Persönlichkeiten der Stadt Haugesund. Unter anderem von Ludolf Eide, einem ehemaligen Bürgermeister und gleichzeitig Gründer der Spardebank. Auf der anderen Straßenseite befindet sich auch eine Statue seines Sohnes und Schauspielers Egil Eide.

In der Mitte des Parks befindet sich außerdem ein sehr schöner Musikpavillion aus dem Jahr 1923, dessen Arkustikfunktion aber irgendwie bei unserem Test nicht so wirklich zur Geltung kam.

Allgemein ist Haugesund wie wir finden eine sehr sehenswerte und gemütliche kleine Stadt in der man mit ein bisschen Zeit wirklich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß ablaufen kann. Unten am Wasser befindet sich eine schicke Promenade mit einigen Cafés und Restaurants.

Den Rückweg zum Schiff bestritten wir zu Fuß. Hierzu muss man eine hohe Brücke überqueren, von der aus man einen Schönen Blick auf die Stadt hat. Vom Zentrum bis zum Schiff läuft man in etwa 10 bis 15 Minuten, je nachdem wie schnell man geht und wie viele Fotostops man einlegt, kann man aber auch mehr Zeit dafür einplanen.

Entspannter Nachmittag an Bord

Zurück an Bord genossen wir die letzten Sonnenstrahlen, sowohl am Pool, wo die Kids noch für einige Zeit ihren Spaß hatten und dann zuletzt auch auf unserem Balkon, bevor die Costa Favolosa dann Haugesund auch schon wieder bei traumhaften Wetter verließ.

Kinderpool Costa Favolosa Kinderpool Costa Favolosa

Zwar ist die Ausfahrt aus Haugesund nicht ganz so beeindruckend wie zum Beispiel die Fahrt durch den Geirangerfjord, dennoch sollte man sich auch hier unbedingt während der Ausfahrt draußen aufhalten. Einige kleine Inseln und eine schöne Natur gehen hier bis weit aufs Meer hinaus und sind wirklich schön anzusehen.

Italienischer Abend im Restaurant Duca d’Orléans

Zum Abendessen ging es heute Abend wieder für uns in unser Hauptrestaurant das Duca d’Orléans auf Deck 5 am Heck. Heute war nämlich italienischer Abend angesagt und den wollten wir auf keinen Fall verpassen. Der Kleidervorschlag für heute war entsprechend grün, rot und weiß, in der Kombination konnte unser Kleiderschrank da aber leider nicht mithalten.

Neben einem typisch italienischen Menü ist das Highlight des Abends aber natürlich die Parade bei der nicht nur alle Kellner sondern auch und vor allem ein Großteil der Gäste teilnehmen. Hier wird gefeiert, gesungen und getanzt, eine Polonäse durchs komplette Restaurant veranstaltet, wer da noch auf seinem Platz sitzt ist selbst dran schuld.

Man kann bei sehr viele Passagieren deutlich erkennen, dass dieser Abend für sie das Highlight der Reise ist denn man hat hier auch die Möglichkeit mal mit seinem Tischkellner zu tanzen und auf diese besondere Art und Weise wo die Mitarbeiter gefeiert werden einfach auch mal danke zu sagen.

Im Anschluss daran fand im Theater die typisch italienische Show Sapori d’Italia statt, die wir uns unter keinen Umständen entgehen lassen wollten. Die kannten wir schon von der Costa Diadema im letzten Jahr und hatten auch dort sehr viel Spaß – ein absolutes Muss auf einer Costa Kreuzfahrt. Hier wird auf der Bühne das typische italienische Leben präsentiert wo sogar ein Fiat 500 in die Show fährt.

Und während in der Grand Bar Palantino die Wahl zum Mister Italia stattfand, ließen wir unseren Abend wie auch schon die letzten im Salon Molière ausklingen, wo auch heute wieder die Curls & Pearls Band die Gäste unterhielt.

Curls & Pearls Band im Salon Molière Curls & Pearls Band im Salon Molière

Morgen werden wir in Kristiansand sein. Hier war ich vor einigen Jahren schon mal und habe die Stadt als eine sehr schöne in Erinnerung, so dass wir auch hier wieder eine besonders große Vorfreude haben.

Kreuzfahrt Vlog vom 5. Tag in Haugesund (italienischer Abend)

 


Mittwoch, 19. Juli 2017 – Kristiansand, Norwegen

Ankunft: 13:00 Uhr
Abfahrt: 19:00 Uhr
Liegeplatz: Westhabour, Cruisepier 10

Sonnenaufgang: ca. 04:25 Uhr
Sonnenuntergang: ca. 22:35 Uhr
Wettervorhersage: maximal 15°C, sonnig
See: ruhig

Kristiansand ist die fünftwichtigste Stadt Norwegens. Sie wurde im Jahr 1641 vom norwegischen König Christian IV. gegründet, der eine genaue Kopie von Oslo schaffen wollte. Die Stadt wird durch eine Bergkette und vom Meer auf natürliche Weise geschützt. Sie beherbergt den zentralen Stützpunkt der norwegischen Marine, deren Akademie als eine der selektivsten und diszipliniertesten der Welt gilt.

Neues von der Brücke

Während des Morgens werden wir in den Byfjorden fahren, wo wir gegen 12:00 Uhr den Piloten an Bord nehmen, der uns zu unserem Anlegeplatz führen wird. Wir werden den Hafen gegen 13:00 Uhr erreichen. Am Abend wird die Costa Favolosa in Richtung Aarhus navigieren. Nachdem wir den Byfjorden verlassen haben, werden wir im Meer von Skagerrak navigieren.

Die folgenen Landausflüge wurden von Costa Kreuzfahrten durchgeführt:

  • Erkundung der Umgebung von Kristiansand mit dem Bus und dem Dampfschiff – EUR 90,00 pro Person / EUR 63,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Entdecken Sie das Südkap von Norwegen – EUR 85,00 pro Person / EUR 59,50 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Die Brauerei und der Fischmarkt – EUR 95,00 pro Person / EUR 66,50 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Die Setesdalbahn – EUR 90,00 pro Person / EUR 63,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Ausflug nach Lillesand – EUR 90,00 pro Person / EUR 63,00 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Hollen, Sogne und Freilichtmuseum – EUR 65,00 pro Person / EUR 45,50 pro Kind (3-13 Jahre)
  • Kristiansand Stadtspaziergang – EUR 35,00 pro Person / EUR 24,50 pro Kind (3-13 Jahre)
  • „Sea Raftin“ Ein Abenteuer mit dem Schlauchboot – EUR 130,00 pro Person / EUR 91,00 pro Kind (Mindestalter 16 Jahre)

Küchenführung an Bord der Costa Favolosa

Da wir erst am frühen Nachmittag Kristiansand erreichen werden, wollten wir an diesem Morgen mal etwas anderes unternehmen. Nach dem Frühstück verabredeten wir uns also mit der deutschen Hostess Heike und dem Assistant F&B Manager und die beiden machten es uns möglich die Hauptküche der Costa Favolosa anzusehen.

Bevor es los ging mussten wir uns allerdings erst mal spezielle Schutzanzüge anziehen, um überhaupt in die Küche zu dürfen.

Küchenführung auf der Costa Favolosa Küchenführung auf der Costa Favolosa

An Bord der Costa Favolosa gibt es insgesamt vier Küchen. Die Hauptküche befindet sich auf Deck, dies ist die größte Küche und sie ist zuständig für die beide Hauptrestaurants Duca d’Orléans und Duca di Borgogna. Die weiteren Küchen befinden sich zum einen auf Deck 9, diese ist zuständig für das Buffetrestaurant, eine auf Deck 11, zuständig für das Restaurant Club Favolosa und eine auf Deck 0, diese bekocht die Crew in der Crewmensa.

Auf Deck 0 befindet sich außerdem der Bereich in dem alles vorbereitet wird, sprich die Salate und das Gemüse geschnippelt wird und auch das Fleisch wird hier bereits geschnitten, filetiert, gehäutet und was man da so alles zur Vorbereitung mit machen muss. In sterilen Containern, wird das dann zur Weiterverarbeitung in die jeweiligen Küchen verteilt.

Insgesamt arbeiten in den Küchen 171 Mitarbeiter, davon sind 139 tatsächlich Köche, der Rest ist in der Spülküche oder beispielsweise als Reinigungskraft tätig.

Interessant ist auch dass man hier in der Küche während die Restaurants geschlossen haben, sehr viele Kellner antrifft. Diese haben nun nicht etwa Pause, nein, auch die helfen die nächsten Mahlzeiten vorzubereiten.

Man muss sich das so vorstellen, sowohl kalte Vorspeisen als auch die Desserts werden am Vormittag fürs Mittagessen und am Nachmittag fürs Abendessen, schon fertig auf die Teller angerichtet. Die angerichteten Teller werden dann von den Kellnern auf spezielle Ständer verteilt und in die Kühlung gebracht. Maximal 4 Stunden dürfen die Lebensmittel dort verweilen, nicht länger. Dann müssten sie aus hygienischen Gründen entsorgt werden.

Die Hygiene wird in der Küche sowieso sehr groß geschrieben. So erklärte und der Assistant F&B Manager, dass wenn die Kellner im Hauptrestaurant Teller abräumen und diese dann an die Spülküche stellen, sie erst ihre Hände waschen und desinfizieren müssen, bevor sie am Küchenpass die nächsten Teller zum servieren holen dürfen. Man denkt ja immer dass viele Bakterien und Vieren am Buffet übertragen werden, er erklärte allerdings dass aber vor allem hier eine große Kontaminationsgefahr besteht. Räumt der Kellner einen Teller von einem Gast ab, der einen Virus hat, dann bekommt er diesen über den Teller an seine Hände. Würde er nun den nächsten Teller für den nächsten Gast direkt nehmen, dann könne man sich ja selbst ausrechnen, wer den Virus als nächstes bekommt. Daher ist es vor allem hier wichtig, dass die Kellner zwischen den jeweiligen Tellern ihre Hände ordentlich reinigen.

So eine Küchenbesichtigung ist wie man sieht nicht nur optisch sehr interessant, sondern dazu auch noch sehr informativ.

Zuletzt haben wir uns noch die Mozzarellaproduktion der Costa Favolosa angesehen. Wirklich auch sehr interessant, dieser wird hier an Bord nämlich selbst hergestellt. Zwar wird die Rohmasse im gefrorenen Zustand geliefert, schließlich kann man die Tiere schlecht an Bord halten, aber verarbeitet wird die Rohmasse hier an Bord in einer speziellen Maschine. 10 Minuten in etwa dauert der Vorgang, bis der fertige Mozzarella unten rauskommt. Dieser kann dann auf verschiedene Arten fertig verarbeitet werden.

Während es hin und wieder mal möglich ist die Küche der Costa Favolosa zu besichtigen, Heike erzählte uns, dass dies gerne mal für Costa Clubmitglieder auf Transreisen angeboten wird, ist ein Besuch der Mozzarella Produktion nicht möglich, so dass das für uns ein einmaliges Erlebnis war.

Unser Tag in Kristiansand

Nachdem wir mit der Costa Favolosa in Kristiansand angekommen sind, ging es natürlich auch direkt an Land. Da der Hafen nicht weit vom Stadtzentrum entfernt ist, wurde hier kein Shuttlebus angeboten. Im Hafen hatte man aber die Möglichkeit beispielsweise für 15,00 Euro pro Person eine Stadtrundfahrt mit einer kleinen Bimmelbahn zu unternehmen oder sich ein Segway zu leihen. Die Preise hierfür starteten mit 30,00 Euro pro Segway für eine halbe Stunde.

Wir gingen allerdings zu Fuß in Richtung Stadt. Keine 5 Gehminuten vom Schiff entfernt befindet sich der Fischmarkt mit seinen bunten Holzhäusern. Hier gibt es einige Geschäfte, Restaurants und Cafés. Man kann sich aber auch einfach nur so für eine Weile ans Wasser setzen und dem Treiben dort zuschauen. Obwohl nur ein Kreuzfahrtschiff heute in Kristiansand lag, muss ich ehrlich sagen, dass ich es nicht nur hier am Fischmarkt, sondern generell in ganz Kristiansand sehr voll fand. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass dort auch mal zwei oder drei Schiffe gleichzeitig im Hafen liegen, ich gebe zu, das will ich mir gar nicht vorstellen.

Wir haben uns ins Kristiansand hauptsächlich an der Strandpromenade aufgehalten wo sich auch Christiansholm Fortress befindet. Dies ist eine Festung, die 1672 von Frederik III. gebaut wurde.